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Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Altenfeld nicht vorenthalten.

Geschichte

Die Gemeinde wurde 1492 erstmals urkundlich erwähnt. In dem Dokument ist die Rede von Schneidemühlen am „Clemenstein“ und „auf dem alten Felde“, dessen genauer Standort unbekannt ist. Hinweise aus dem Jahr 1490 auf eine wüste Dorfstatt gelegen an der oberen Oelze, genannt „altes Feld“, legen den Schluss nahe, dass der Ort Altenfeld auf einer alten Wüstung seinen Ausgangspunkt nahm und demzufolge wesentlich älter als urkundlich bezeugt sein muss.

Im April 1525 brach in Thüringen der Bauernaufstand aus, in dessen Folge sich die Siedler der Walddörfer zu einem sogenannten „evangelischen Bruderbund“, auch Waldbund genannt, zusammengeschlossen. Im Zuge der Auseinandersetzung besetzten die Truppen der Fronherren auch das „alte Feld“.
1550 wurde auf dem Gebiet des heutigen Ortes am Zusammenfluss von Reischelbach und Oelze eine Schmelzhütte errichtet, in welcher das in der Umgebung abgebaute Silber- und Kupfererz geschmolzen wurde. Von etwa 1600 bis 1646 war Altenfeld eine Wüstung. Im Jahre 1646 führte das Ansiedeln einer Glashütte „auf dem alten Felde“, einer verlassenen Bergarbeitersiedlung, zur Wiederbesiedelung des Ortes. Von dieser Glashütte ging eine Entwicklung zum bald größten Dorf im damaligen Amt Gehren in der Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen aus.

Die Glasherstellung blieb neben der Ziegelbrennerei, Schachtelmacherei und Muldenhauerei bis heute der wichtigste Wirtschaftszweig des Ortes. Kaufleute aus Thüringen brachten das Glas bis nach Holland, seit etwa 1690 kamen holländische Kaufleute auch hierher.

In den Jahren 1738 bis 1741 wurde auf einem hervorspringenden Felsen die heute denkmalgeschützte Kirche erbaut.

Aufgrund der Lage im Gebirge ohne ausreichende Ackerflächen kam es in Altenfeld wiederholt zu Hungersnöten, zuletzt 1772 als 72 Menschen verhungerten. 1846 verwüstete ein Brand das Dorf, welchem 17 Häuser vollständig zum Opfer fielen.

Im späten 19. Jahrhundert arbeitete nur noch eine Glashütte; erst um 1900 kam es zu Hüttenneugründungen.

1901 wurde ein Glasmacherverband und 1905 eine Ortsgruppe der SPD gegründet. Im Jahre 1911 sprach Wilhelm Pieck in einer Wahlversammlung zu den Arbeitern Altenfelds. 1919 beteiligte sich der Altenfelder Arbeiter- und Soldatenrat an der Absetzung des Gehrener Landrates, 1920 waren Altenfelder Glasmacher am Generalstreik gegen den Kapp-Putsch beteiligt.
1954 wurde die Auszeichnung „Staatlich anerkannter Erholungsort“ an Altenfeld erstmals vergeben. Im Jahre 1998 bekam die Gemeinde vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft und Infrastruktur dieses Prädikat dann dauerhaft zugesprochen.[2]

Territoriale Zugehörigkeit

Seit 1599 gehörte Altenfeld der Grafschaft, dem späteren Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen an, welches 1918 in den Freistaat Schwarzburg-Sondershausen aufging, ab 1922 gehörte der Ort zum Landkreis Arnstadt, aus dessen südlichen Teil 1952 der Kreis Ilmenau gebildet wurde, dem Altenfeld dann angehörte. 1994 wurde der Ilm-Kreis gegründet, zu dem Altenfeld heute gehört.

Einwohnerentwicklung

Quelle: ab dem Wert für das Jahr 1994 Thüringer Landesamt für Statistik[3]

Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Grafik
1910 1.526[4] 1998 1.192 2006 1.090 2014 940
1955 1.750 1999 1.178 2007 1.075
1977 1.573 2000 1.166 2008 1.051
1987 1.500 2001 1.166 2009 1.066
1994 1.233 2002 1.150 2010 1.062
1995 1.218 2003 1.133 2011 1.126[5]
1996 1.201 2004 1.121 2012 1.062
1997 1.184 2005 1.103 2013 0988

Politik

Altenfeld gehört der Verwaltungsgemeinschaft Großbreitenbach an. Der Verwaltungssitz ist in der Stadt Großbreitenbach.

Bürgermeister

Während der Bürgermeisterwahl am 6. Juni 2010 wurde Peter Grimm (SPD und Freunde der SPD) mit 93,7 % der Stimmen als ehrenamtlicher Bürgermeister wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 40,0 %.[6]

Gemeinderat

Kommunalwahl in Altenfeld
2014

 %50403020100

n. k.
(-10,3 %p)42,8 %
(-4,6 %p)46,2 %
(+14,2 %p)10,2 %
(-0,1 %p)

CDUSPDULBABG

20092014
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Der Rat der Gemeinde Altenfeld besteht aus 12 Ratsfrauen und Ratsherren.

Parteien und Wählergemeinschaften Stimmen
2009
Sitze
2009
 %
2009
Stimmen
2014
Sitze
2014
 %
2014
GUV
 %
CDU 145 1 10,3 −10,3
SPD und Freunde 670 6 47,4 494 5 42,8 −4,6
Unabhängige Liste „Bürger für Altenfeld“ 453 4 32,0 533 6 46,2 +14,2
Bürgergemeinschaft 146 1 10,3 162 1 10,2 −0,1
Gesamt: 1414 12 100,0 1153 12 100,0
Wahlbeteiligung in %: 60,1  % 50,7  %

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014[7])

Ortspartnerschaften

Seit 1990 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Eschenburg in Hessen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kirche in Altenfeld
Museen
Das Glasmuseum Altenfeld zeigt das gesamte Spektrum der Glasherstellung, wie Gebrauchs- und Kunstglas. U. a. sind Thermometer aus fünf Jahrzehnten zu besichtigen.
Kleine Galerie im Bürgerhaus
Musikautomaten-Museum Eger mit einer Sammlung alter Musikautomaten aus der Zeit von 1888 bis 1924
Sport
3-Felder Beachvolleyball-Anlage
Waldschwimmbad im Bettelmannstal
Kegelbahn
Mehrzweckhalle
Sportplatz
Zahlreiche Wander- und Skiwanderwege
Skilift
Bauwerke
Denkmalgeschützte Kirche zu Altenfeld. Hier steht eine Orgel aus der Arnstädter Werkstatt des Orgelbauers Johann Stephan Schmaltz von 1776.
Wirtschaft und Verkehr

In Altenfeld war früher, wie in den anderen Orten der Umgebung, die Heimarbeit weit verbreitet. Hergestellte Produkte waren hier vor allem Waren des Haushaltsbedarfs wie z.B. Streichhölzer, Löffel und andere Holzprodukte. Diese Heimarbeiter zählten zu den ärmsten Menschen in Thüringen, genauso wie das Schiefergebirge lange Zeit als ärmste Region des Landes galt. Neben der Heimarbeit war die Glasindustrie ein wichtiger Erwerbszweig des Ortes, sie bestand hier bis in die DDR-Zeit hinein. Produkte waren hier neben gewöhnlichem Haushaltshohlglas auch Thermometer und andere Glasmessgeräte.

Heute ist der größte Arbeitgeber des Ortes die in Anhausen ansässige Remy & Geiser GmbH, welche im Bereich der Produktion von Kunststoff- und Glasverpackungen für die Pharmazie tätig ist und seit 1991 durch die Übernahme des Standortes Altenfeld der Glasring Thüringen AG hier ein Werk betreibt.

Durch Altenfeld verläuft die Landesstraße L2648, über welche Verbindungen nach Kahlert am Rennsteig (dort weiter nach Neustadt am Rennsteig, Masserberg oder Gießübel) und Großbreitenbach bestehen. Von dieser zweigt eine Kommunalstraße nach Katzhütte/Oelze ab. Der nächste Bahnanschluss liegt ebenfalls fünf Kilometer östlich in Katzhütte an der Schwarzatalbahn. Etwa zwei Kilometer östlich des Ortes befindet sich die Oelzetalbrücke der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt, die im Gemeindegebiet ansonsten durch Tunnel geführt wird.

Busverbindungen werden durch die Linien 304 (Großbreitenbach–Ilmenau) und 308 (Altenfeld–Herschdorf–Königsee) der IOV Omnibusverkehr GmbH Ilmenau realisiert.

Persönlichkeiten
Traugott Ochs (1854–1919), Hofkapellmeister, Organist und Dirigent[8]
Franz Eger (1889–1956), Politiker, Oberbürgermeister von Hildesheim, geboren in Altenfeld
Fritz Grunert (1930–2001), Politiker (SPD), Mitglied des Brandenburger Landtags, geboren in Altenfeld
Manfred Geyer (* 1951), ehemaliger Biathlet, derzeit Trainer der Biathlon-Nationalmannschaft Südkoreas