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Geschichte
Mittelalter
Hl. Gumbert

Im Jahre 748 wurde im Mündungswinkel des Onoldsbaches zur Rezat vom fränkischen Edelfreien Gumbert ein Benediktinerkloster gegründet; vom heute meist Onolzbach geschriebenen Rezatzufluss ist der spätere Name Ansbach abgeleitet. In den folgenden Jahrhunderten wuchsen das Kloster und die daneben liegende Siedlung zu einer Stadt zusammen. 1139 wird erstmals die Stadtkirche St. Johannis urkundlich erwähnt. 1221 wurde der Ort das erste Mal als Stadt erwähnt.[9]

Die Verwaltungs- und Herrschaftsgeschichte des Klosters und der Stadt Ansbach liegt weitestgehend im Dunkeln. In einigen Quellen wird die Vermutung aufgestellt, dass die Ahnen der Eyb einige der Klostervögte stellten.[10]

In den Jahren zwischen 1144 und 1157 wurden die Herren von Schalkhausen und Dornberg, erstmals erwähnt am 18. Oktober 1144 in einer Urkunde von Bischofs Embrico von Würzburg als Geschlecht namens „Scalchusen“, von den Bischöfen von Würzburg mit der erblichen Vogtei[11] über Kloster und Stadt Ansbach sowie das ganze Umland inklusive Liegenschaften belehnt. Die Sitze des Adelsgeschlechts waren die Burgen Schalkhausen und Dornberg. Das Wappen von Schalkhausen erinnert an die frühere Herrschaft[12] und auch die Form des Ansbacher Stadtwappens wurde an das Wappen der Dornberg angelehnt.[9]

Nach dem Aussterben der männlichen Linie der Dornberg im Jahr 1288 endete die Schirmvogtei und Ansbach kam auf dem Erbwege an Ludwig von Oettingen, der mit einer Tochter von Wolfram von Dornberg verheiratet war.[13] 1331 verkaufte Ludwig von Oettingen diesen Besitz an Friedrich IV., dem damaligen Burggrafen von Nürnberg.[14][15]

Ab 1385 (bis 1791) war Ansbach die Haupt- und Residenzstadt verschiedener zollerscher Herrschaftsbereiche.[9] Als die Hohenzollern 1415 (unter Friedrich I.) zu Kurfürsten von Brandenburg aufstiegen, wurde Ansbach nicht mit Brandenburg vereinigt, sondern blieb als Brandenburg-Ansbach unabhängig.[16]

16. Jahrhundert

Von 1523 bis 1603 waren die Markgrafen von Ansbach auch Herzöge von Jägerndorf.

Stadtansicht von Ansbach (1642)
18. Jahrhundert
Karte der Residenzstadt Ansbach im 18. Jahrhundert

1732 erscheint erstmals der Name Ansbach[9], davor hieß die Stadt Onoltzbach und im 18. Jahrhundert waren zeitweilig beide Namen gleichzeitig gebräuchlich. 1791 verzichtete der letzte Markgraf Karl Alexander von Brandenburg-Ansbach gegen eine jährliche Leibrente auf sein Herrschaftsgebiet und trat seine beiden Fürstentümer Ansbach und Bayreuth an Preußen ab, um fortan mit seiner zweiten Frau Elizabeth Craven in England im damaligen Königreich Großbritannien zu leben und sich dort der Pferdezucht zu widmen.

Im Jahre 1796 wählte Maximilian Joseph, Herzog von Zweibrücken und bayerischer Kurprätendent, Ansbach zu seiner Exilresidenz, nachdem Zweibrücken von Frankreich besetzt worden war. Preußen hatte sich 1795 im Frieden von Basel vom Reichskrieg gegen das revolutionäre Frankreich zurückgezogen und seine Neutralität erklärt. Damit war das preußische Ansbach ein sicherer Zufluchtsort. Maximilian von Montgelas entwickelte dort für seinen landlosen Fürsten Maximilian Joseph ein umfassendes Konzept einer künftigen radikalen politischen Neugestaltung Bayerns. Die Denkschrift wurde durch Eberhard Weis als Ansbacher Mémoire ediert.[17] Nach dem Erbfall von 1799 und dem Regierungsantritt des bayerischen Kurfürsten Maximilian IV. Joseph und späteren (ab 1806) Königs Max I. Joseph wurde das Ansbacher Mémoire zur konzeptuellen Grundlage des modernen bayerischen Staates.

Fayence-Manufaktur Ansbach

Dank eines 1709 von Markgraf Wilhelm Friedrich erlassenen Privilegs produzierte die Fayence-Manufaktur Ansbach ab 1710. Zunächst (bis etwa 1725) übernahm Ansbach das blauweiße Dekor aus Rouen, später erweiterte man die Palette um Mangan, Grün und Gelb. Unter J. G. Ch. Popp gelang das Kopieren des chinesischen Dekors der Grünen Familie – dies machte Ansbach berühmt. Besonders kostbar sind die Stücke dieser Familie und kalt bemalte Stücke mit Kirschblüten und Vögeln in Reliefdekor. Die Manufaktur bestand mit einer kurzen Unterbrechung 1806/1807 bis 1839.

19. Jahrhundert

Die beiden Landesteile fielen an das 1806 gegründete Königreich Bayern, zunächst das Ansbacher Gebiet im Austausch für das wittelsbachische Herzogtum Berg, 1810 auch das zwischenzeitlich französisch verwaltete Bayreuther Teilfürstentum.

Ansbach wurde Hauptstadt des 1806 gebildeten Rezatkreises. Mit der Verordnung vom 29. November 1837 wurde aus dem Rezatkreis am 1. Januar 1838 Mittelfranken, einer von damals acht Kreisen in Bayern. Der Verwaltungssitz blieb in Ansbach und kam nicht in das größere Nürnberg, da die Metropole stark verschuldet war und sich zudem 1809 nicht zusammen mit Bayern im Fünften Koalitionskrieg mit Napoleon verbündet, sondern sich auf die Seite Österreichs geschlagen hatte.[18]

20. Jahrhundert
Oberrealschule (heute: Platen-Gymnasium) nach der Bombardierung 1945
Flugblatt von Robert Limpert (Widerstandskämpfer)

Nach zunehmenden Problemen bei der Trinkwasserversorgung ging 1900 das städtische Wasserwerk im 25 Kilometer entfernten Gersbach in Betrieb. Es liefert (gemeinsam mit dem 1966 errichteten zweiten Werk in Schlauersbach) 98 % des Trinkwassers.

Am 11. Juni 1934 wurde als Protestschreiben gegen die Barmer Theologische Erklärung von acht Theologen, darunter sechs fränkische Pfarrer und die beiden Theologieprofessoren Werner Elert und Paul Althaus, der Ansbacher Ratschlag unterzeichnet und veröffentlicht.

Aus der Heil- und Pflegeanstalt Ansbach wurden im Jahre 1940 im Rahmen der Euthanasie-Tötungsaktion T4 mindestens 500 Patienten in die als psychiatrische Anstalten getarnten Mordanstalten Sonnenstein und Hartheim verschleppt und dort vergast. In der Ansbacher Anstalt selbst wurden in einer „Kinderfachabteilung“ etwa 50 behinderte Kinder mit dem Präparat Luminal zu Tode gespritzt. Seit 1988 erinnert im Bezirksklinikum Feuchtwanger Straße 38 eine Gedenktafel an diese Todesopfer.

Beim Bombenangriff der US-Air-Force im Rahmen der „Operation Clarion“ auf das Ansbacher Bahnhofsviertel am 22. und 23. Februar 1945 wurden unter anderem der Bahnhof, weite Teile des Hofgartens und die Gebäude der damaligen Oberrealschule, darunter das im 18. Jahrhundert entstandene Zocha-Schlößchen, zerstört.[19]

Vom 13. März 1945 bis 4. April 1945, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland, existierte im Ort ein Außenlager des KZ Flossenbürg, dessen 700 Häftlinge Zwangsarbeit für die Reichsbahn verrichten mussten. Täglich starben zwischen drei und fünf Häftlinge. Insgesamt kamen mindestens 72 ums Leben.[20] Auf dem Waldfriedhof sind 58 KZ-Opfer begraben, wobei ungewiss ist, ob sie aus dem Ansbacher Lager stammen. Mit einem Gedenkstein wird ihrer dort gedacht.

Bei Kriegsende setzte sich der neunzehnjährige Student Robert Limpert aktiv für die kampflose Übergabe der Stadt an die US-Truppen ein. Durch Hitlerjungen verraten, wurde er vom Kampfkommandanten der Stadt, Oberst Meyer, persönlich am Tor des Rathauses aufgehängt. Mehrere Gedenkzeichen im Ort zur Erinnerung an seine geplante Rettertat konnten gegen große Widerstände aus Teilen der Bürgerschaft im Laufe der Jahre angebracht werden: An der Ludwigskirche, am Gymnasium Carolinum Reuterstraße 9 und an der Kronenstraße 6.[21]

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Ansbach zur Amerikanischen Besatzungszone. Das ehemalige markgräfliche Gesandtenhaus an der Promenade, heute Sitz des Ansbacher Verwaltungsgerichts, wurde Dienststelle der amerikanischen Militärregierung. In einer ehemaligen Lungenheilanstalt im heutigen Stadtteil Strüth richtete die Militärverwaltung ein DP-Lager zur Unterbringung so genannter Displaced Persons ein.

21. Jahrhundert
Altstadt von Ansbach mit Blick auf Häuserreihe an der Reitbahn, St. Gumbertus, Hofkanzlei und St. Johannis

2009 ereignete sich der Amoklauf von Ansbach im örtlichen Gymnasium Carolinum, bei dem neun Schüler und eine Lehrerin verletzt wurden.[22] 2016 wurden durch einen islamistischen Sprengstoffanschlag beim Musikfestival Ansbach Open, das jährlich auf dem Gelände der Ansbacher Reitbahn stattfindet, 15 Menschen verletzt, der Täter starb.[23]

Eingemeindungen

Nach der Gebietsreform in Bayern am 1. Juli 1972 blieb Ansbach als kreisfreie Stadt erhalten. Sie wurde durch Eingemeindung einiger Gemeinden der Landkreise Ansbach und Feuchtwangen vergrößert:[24]

1. Oktober 1970: Eyb
1. Juli 1972: Bernhardswinden, Brodswinden (mit Wallersdorf), Claffheim (mit Winterschneidbach), Elpersdorf bei Ansbach, Hennenbach, Neuses bei Ansbach und Schalkhausen

Die Stadt Ansbach wurde Verwaltungssitz des neuen Landkreises Ansbach.

Ortsname

Der Ortsname ist belegt als Onoltesbach (um 790), Onoltespah (837), Onoldesbach (1141), Onoldsbach (1230), Onelspach (1338), Onsbach (1508) und Onolzbach (1530)[25] oder Ansbach (1732).[26] Eine weitere historische Schreibweise ist Anspach,[27] der lateinische Name lautet Onoldium.[28]

Der Name verweist auf den Gewässernamen Onoldisbach (der heutige Onolzbach) mit dem althochdeutschen pah bzw. bach für Bach, kleiner Wasserlauf und dem Personennamen Onold.[26]

Religionen
Christentum
katholische Kirche St. Ludwig

Neben der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und dem katholischen Stadtdekanat Ansbach innerhalb des Erzbistums Bamberg sind in Ansbach folgende christlichen Gemeinschaften vertreten:

Neuapostolische Kirche
Siebenten-Tags-Adventisten
Evangelisch-methodistische Kirche
Missionsgemeinde Ansbach
Freie Evangelische Gemeinde
Volksmission entschiedener Christen
Baptisten

Es gibt in Ansbach drei Gemeinden der Zeugen Jehovas, wovon eine ihre Zusammenkünfte in Englisch abhält. Auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) ist vertreten.

Judentum
Innenansicht der Ansbacher Synagoge

Mindestens seit dem Ende des 18. Jahrhunderts waren jüdische Familien im Ort ansässig. Sie errichteten einen Jüdischen Friedhof in der Rügländer Straße, der während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geschändet und eingeebnet wurde. 1946 wiederhergestellt, wurde er seither mehrmals erneut geschändet. Eine Tafel an der Friedhofsmauer erinnert daran. Die Jüdische Gemeinde erbaute von 1744 bis 1746 in der Rosenbadstraße 3 ihre Synagoge, die beim Novemberpogrom 1938 ebenfalls von SA-Männern geschändet, aber zum Schutz benachbarter Gebäude nicht niedergebrannt wurde. Heute dient sie als „symbolisches Gotteshaus“. Eine Gedenktafel im Vorraum erinnert an die Synagoge und an die jüdischen Einwohner, die dem Völkermord an den Juden durch die Nationalsozialisten zum Opfer fielen.

Islam

Mit dem Zuzug von Gastarbeitern aus den muslimischen Ländern gibt es auch einige kleine muslimische Gemeinschaften.

Buddhismus und Hinduismus

Seit 2005 gibt es einen kleinen buddhistischen Tempel und seit 2007 eine kleine hinduistische Gemeinde.[29]

Politik
Rathaus Ansbach
Oberbürgermeister
1877–1905: Ludwig Keller
1905–1919: Ernst Rohmeder
1919–1934: Wilhelm Borkholder
1934–1945: Richard Hänel (NSDAP)
1945: Hans Schregle (SPD), eingesetzt von der US-Militärverwaltung
1945–1950: Ernst Körner (SPD)
1950–1952: Friedrich Böhner
1952–1957: Karl Burkhardt (CSU)
1957–1971: Ludwig Schönecker (CSU)
1971–1990: Ernst-Günther Zumach (CSU)
1990–2008: Ralf Felber (SPD)
seit 1. Mai 2008: Carda Seidel (parteilos)
Stadtrat
Hauptartikel: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Ansbach

Stadtratswahl 2014[30]
Wahlbeteiligung: 49,1 % (2008: 54,5 %)

 %403020100

30,6 %20,1 %15,4 %10,5 %8,3 %7,7 %6,2 %1,2 %

CSUSPDBAPGrüneÖDPFWOLAFDP/Piraten
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2008
 %p   8   6   4   2   0  -2  -4

-0,2 %p
-1,5 %p-0,8 %p-2,0 %p+0,6 %p+7,7 %p+3,2 %p+1,2 %p
CSUSPDBAPGrüneÖDPFWOLAFDP/PiratenVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%

Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat:[30]

Parteien und Wählergruppen 2002 2008 2014
CSU 16 13 12
SPD 11 9 8
Bürgerinitiative Ansbacher Parteiloser (BAP) 8 7 6
Grüne 2 5 4
ödp 3 3 4
Freie Wähler (FW) 0 2 3
Offene Linke Ansbach (OLA) 0 1 3
FDP/Piraten 0 0 0
Summe 40 40 40

Wappen
Wappen ca. 1532
Turnierbuch[25]
Hauptartikel: Liste der Wappen in Ansbach

Blasonierung: „In Grün ein silberner Schrägwellenbalken, belegt mit drei hintereinander schwimmenden blauen Fischen.“[9][31]
Wappenbegründung: Die Stadt führt seit dem 14. Jahrhundert ein Wappen, in dem erstmals 1532 Wellenlinien auftauchen, die den Fluss Onolzbach darstellen.[25] Fische werden seit 1530 als Wappenbestandteil erwähnt, sind aber erst seit Ende des 17. Jahrhunderts in Abbildungen gewöhnlich zu sehen. Bis ca. 1580 war die Feldfarbe Rot, seitdem ist es Grün.[9] Das (rote) Wappen ohne Fische ist z. B. am Herrieder Tor und am Markgraf-Georg-Brunnen vor dem Stadthaus zu sehen.

Siehe auch: Liste der Wappen im Landkreis Ansbach
Städtepartnerschaften

Vier Städtepartnerschaften:[32]

Vereinigte Staaten Mit Bay City in den USA wurde schon 1960 eine Partnerschaft vereinbart.
Frankreich Seit dem 17. Juli 1968 besteht die Partnerschaft mit der Stadt Anglet in Frankreich.[33]
China Volksrepublik 2004 wurde eine neue Partnerschaft mit dem chinesischen Ort Jingjiang geschlossen.
Italien 2006 kam mit der italienischen Stadt Fermo eine weitere Partnerschaft hinzu.
Patenstadt

Ansbach ist seit dem 21. Juni 1954 Patenstadt von Krnov (Jägerndorf)[34] in Tschechien. Die Patenschaft entstand hauptsächlich aus der alten geschichtlichen Verbindung mit dem Herzogtum Jägerndorf und aus den Bemühungen des Freistaates Bayern, die Sudetendeutschen wirtschaftlich, kulturell und sozial einzugliedern. Der Gründer des Jägerndorfer Heimatarchivs in der Patenstadt Ansbach, Professor Ernst Kober, geboren am 4. September 1885 in Deutsch Liebau in Mähren, verstarb am 30. November 1963 in Ansbach und wurde am Stadtfriedhof beerdigt. Er war der Vater der Patenschaft. Zusammen mit dem Fachlehrer Konorza, der 1953 über den Bund der Vertriebenen (BdV) in den Ansbacher Stadtrat gewählt wurde, konnte unter dem damaligen Oberbürgermeister Burkhardt – dem späteren Bezirksratspräsidenten – der Weg zur Patenschaft vorbereitet werden.

In den Jägerndorfer Heimatstuben im Rückgebäude des alten Rathauses am Martin-Luther-Platz sind in sechs Räumen Exponate aus der Geschichte des Herzogtums Jägerndorf zu besichtigen. Das Jägerndorfer Heimatarchiv befindet sich im Kulturzentrum (Stadtarchiv) am Karlsplatz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Martin-Luther-Platz mit St. Johannis
Residenz Ansbach
Die Orangerie, davor der Hofgarten
Behringerhof
Herrieder Tor, erbaut im 18. Jahrhundert von Johann David Steingruber (2006)
Geburtshaus von Theodor Escherich (Entdecker und Namensgeber des Bakteriums Escherichia coli)
Theater und andere Einrichtungen
Theater Ansbach
Kammerspiele Ansbach
Theater Kopfüber
LOFT. Raum für Kunst & Gegenwart
Museen
Markgrafenmuseum (mit Kaspar-Hauser-Abteilung)
Bauwerke
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Ansbach
Residenz der Markgrafen zu Brandenburg-Ansbach
Die Residenz entwickelte sich aus einer mittelalterlichen Anlage. Um 1400 entstand die große Gotische Halle mit ihrem Kreuzrippengewölbe. Hier ist die größte Sammlung von Fayencen und Porzellan aus der ehemaligen Ansbacher Manufaktur ausgestellt. Die letzten Umbauten erfolgten zwischen 1705 und 1730, die Innenausstattung stammt aus der Zeit zwischen 1734 und 1745 (Architekt Leopoldo Retti). Da der letzte Markgraf von Brandenburg-Ansbach 1791 die Residenz bei seiner Abdankung dem Königreich Preußen übergab, war das Schloss ab diesem Zeitpunkt kein Herrschersitz mehr, die Räume wurden nicht mehr nach dem Zeitgeschmack modernisiert und sind deshalb weitgehend unverändert erhalten. Sehenswert sind das Deckenfresko von Carlo Carlone im Festsaal, die Gemäldegalerie des Rokoko, Gemälde aus der ehemaligen markgräflichen Galerie und eine Sammlung Meißner Porzellan im Spiegelkabinett.
Orangerie im markgräflichen Hofgarten
Erste Erwähnung einer Gartenanlage findet sich Anfang des 16. Jahrhunderts im Kräuterbuch von Leonhart Fuchs. 1596 wird hier ein Lust- und Opernhaus errichtet, das in den 1720er Jahren durch eine Orangerie ersetzt wird. Zwischen 1723 und 1750 folgt die Umgestaltung der Anlage zu einem Barockgarten. Im Zweiten Weltkrieg werden Orangeriegebäude und Garten stark zerstört und später im Stil des 17. und 18. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Heute befindet sich hier auch wieder ein Kräutergarten mit vielen Heilpflanzen sowie ein Citrushaus zur Überwinterung der Kübelpflanzen.
St.-Gumbertus-Kirche
An der Stelle des heutigen Kirchengebäudes, dem Zusammenfluss von Onoldsbach und Rezat, gründete der fränkische Edelfreie Gumbert 748 ein Benediktinerkloster. In der Folgezeit entstand um das Kloster eine Siedlung, aus der sich die Stadt Onoldsbach/Ansbach entwickelte. Der Sakralbau vereint in sich die wechselnden Baustilepochen des 11. – 18. Jahrhunderts. Ältester Teil der Kirche ist die romanische Krypta unter dem Altar (um 1040). Das nördliche Seitenschiff mit der Georgskapelle stammt aus dem 14. Jahrhundert, die Schwanenritterkapelle aus dem frühen 16. Jahrhundert. Der Glockenturm wurde 1594, das barocke Kirchenschiff 1738 errichtet. Die Gumbertuskirche besitzt zudem die größte Barockorgel im fränkischen Raum.[19]
der Behringerhof, ehemalige Küsterei des Gumbertus-Stifts[19]
ehemalige markgräfliche Hofkanzlei, 1594–97 von Gideon Bacher anstelle vormaliger Stiftsgebäude von St. Gumbertus errichtet[19]
St.-Johannis-Kirche, im 15. Jahrhundert in einheitlichem gotischem Stil errichtet, ehemals Stadtkirche der mittelalterlichen Pfarrei Ansbach
Ludwigskirche, im Stil des Münchner Klassizismus, erbaut 1834–1840 von Leonhard Schmidtner
Katholische Christ-König-Kirche, Oktogonbau aus Beton und Glas, 1962–1965 im Rügländerviertel errichtet.
Synagoge, erbaut in den 1740er Jahren, in der Reichspogromnacht 1938 nicht zerstört
Herrieder Tor, ehemaliges Stadttor, erbaut im 15. Jahrhundert, 1750/51 umgestaltet zur heutigen Form
Gymnasium Carolinum, gegründet 1528
Bauten von Leopoldo Retti, darunter das als sein eigenes Wohnhaus geplante Retti-Palais
Denkmal für August Graf von Platen von Johann von Halbig
Kaspar-Hauser-Denkmal
Denkmal für Johann Peter Uz im Hofgarten
Fernmeldeturm (Typenturm FMT 16, Höhe: 137,5 Meter, für die Öffentlichkeit nicht zugänglich)
Bismarckturm, 1903 errichteter 12,7 m hoher Aussichtsturm auf der Kaiserhöhe[35]
ehemaliges Warnamt IX mit Bunkeranlage bei Ansbach-Claffheim, nicht für die Öffentlichkeit zugänglich
Schwarzer Bock, denkmalgeschütztes historisches Gasthaus und Hotel
ehemaliges Witwenhaus
der Eybhof, Geburtshaus von Theodor Escherich, ältestes privates Steinhaus in Ansbach[19]
Schutzgebiete

In Ansbach gibt es ein Naturschutzgebiet, zwei Landschaftsschutzgebiete und drei ausgewiesene Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (Stand März 2016).

Siehe auch: Liste der Naturschutzgebiete in der Stadt Ansbach, Liste der Landschaftsschutzgebiete in Ansbach und Liste der FFH-Gebiete in der Stadt Ansbach
Naturdenkmäler
Etwa 500 Jahre alte Kreuzeiche, nordwestlich von Ansbach bei Hürbel am Rangen.
Skulpturenmeile

Seit 2003 finden in Ansbach „Skulpturenmeilen“ statt. Dabei werden in den Sommermonaten Werke von wechselnden Künstlern im öffentlichen Raum in der Innenstadt ausgestellt. Von 2003 bis 2009 fand die Skulpturenmeile jährlich statt, seitdem im Zwei-Jahres-Turnus.

Liste der Künstler:

2003: Jürgen Goertz (Skulpturen), Christa Goertz (Bilder)
2004: Thomas Röthel, Bettina Schlüsselburg
2005: Claude Viseux
2006: Walter Kopp
2007: Kurt Laurenz Metzler
2008: Quirin Mayer
2009: Ernst Steinacker
2011: Rolf Szymanski
2013: Ottmar Hörl
Sport

Deutschlandweit bekannt wurde Ansbach in den 60er Jahren, als der TSV 1860 Ansbach zwischen 1960 und 1962 zweimal die deutsche Feldhandball-Meisterschaft gewann. Die Basketballabteilung spielte als hapa Ansbach in der ProB-Liga (dritte Spielklasse), war zuvor aber auch Zweitklassig. Des Weiteren wurden die Ansbacher Grizzlies 1981, 1982 und 1985 Deutscher Meister im American Football. Ansbach war zudem mehrmals Etappenort bedeutender deutscher Radrennen. In den Jahren 2000 und 2003 endete jeweils eine Etappe der Deutschland Tour in Ansbach, 2001 war die Bayern Rundfahrt zu Gast in der Residenzstadt.

Liste bedeutender Sportvereine

SpVgg Ansbach 09 (Fußball, Karate)
Ansbach Grizzlies (American Football)
Radsportgemeinschaft Ansbach (Radsport, Radwandern, Triathlon/Duathlon)
Judo-Team Ansbach (Judo)
TSV 1860 Ansbach (Basketball als hapa Ansbach Piranhas, Handball, Leichtathletik, Tennis, …)
TSV Fichte Ansbach (Fußball, Tennis, …)
HG Ansbach (Handball, Handballgemeinschaft der Vereine TSV 1860 Ansbach und TSV Fichte Ansbach)
ESV Ansbach-Eyb (Fußball, Tennis, …)
SV Schalkhausen (Fußball, Tennis, …)
TSV Brodswinden (Fußball, Tennis, …)
TSV Elpersdorf (Fußball, Tennis, …)
SV Meinhardswinden (Fußball)
Regelmäßige Veranstaltungen
Logo der Bachwoche
St. Johannis, Lichtinstallation an der langen Kultur- und Einkaufsnacht
Kontakta Ansbach, Freizeit- und Verbrauchermesse (zweijährlich in geraden Jahren, März/April)
LeseLust (jährlich, April)
Citylauf (jährlich, Mai)
Frühlingsfest (jährlich, Mai)
Altstadtfest (jährlich, Mai/Juni)
Internationale Gitarrenkonzerte Ansbach (jährlich, Mai–Oktober)
Kulturabend der Hochschule (jährlich, Juni)
Sommerfest der Hochschule (jährlich, Juni)
Rokoko-Festspiele (jährlich, Juni/Juli)
Kirchweih (jährlich, Juli)
Heimatfestumzug (zweijährlich in geraden Jahren, Juli)
Stadtgrabenfest (jährlich, Juli), in dessen Rahmen jeweils am Samstag des Festwochenendes das Kinderfest im Stadtgraben
Grüne Nacht (zweijährlich in geraden Jahren, Juli)
Skulpturenmeile (zweijährlich in ungeraden Jahren, Sommermonate)
Ansbach Open (jährlich, Juli/August)
Kaspar-Hauser-Festspiele (zweijährlich in geraden Jahren, Juli/August)
Bachwoche Ansbach (zweijährlich in ungeraden Jahren, Juli/August)
Ansbacher Bardentreffen (jährlich, September)
Comicbörse (jährlich, Oktober)
LesArt, Lesungen bekannter Autoren an verschiedenen Orten; neben Ansbach in Fürth, Lauf an der Pegnitz und Schwabach (jährlich, November)
Akademischer Abend der Hochschule (jährlich, November)
Kneipenjagd (jährlich, November)
Weihnachtsmarkt (jährlich, November/Dezember)
Lange Kultur- und Einkaufsnacht (jährlich, Dezember)
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen

Die Stadt ist bekannt für ihre kunststoffverarbeitenden Unternehmen (Oechsler AG, Heinlein Plastik, u. a.) und die Automobilzulieferindustrie. Die Robert Bosch GmbH im Ortsteil Brodswinden ist mit ihren ca. 2500 Mitarbeitern einer der wichtigsten Arbeitgeber im Raum Ansbach. Mit der Pigrol Farben GmbH, die im Jahr 2002 die Kulba Bauchemie übernommen hat, ist in Ansbach ein namhafter Holz- und Bautenschutzhersteller beheimatet. In Ansbach-Eyb hat die zum Diehl-Konzern gehörende Diehl Metering GmbH (bis 30. September 2014 Hydrometer GmbH[36]), ein weltweit bekannter Hersteller von Wasser- und Wärmezählern, ihren Hauptsitz.[37] Nordwestlich der Altstadt befindet sich das 1997 errichtete Einkaufszentrum Brücken-Center.

Verkehr
Bahnhof Ansbach
Ansbach ist Ausgangsbahnhof der S-Bahnlinie S4 Richtung Nürnberg Hauptbahnhof
Straßenverkehr

Ansbach liegt an der Bundesautobahn 6 und ist über die Anschlussstellen Ansbach, Herrieden / Ansbach-West und Lichtenau zu erreichen. Ferner führen die Bundesstraße 13 und die Bundesstraße 14 durch das Stadtgebiet.

Siehe auch: Liste der Kreisstraßen in Ansbach
Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde der Stadt bei der Einführung der seitdem gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen AN zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben und auch vom Landkreis Ansbach verwendet.

Schienenverkehr

Der Bahnhof Ansbach ist ein Knotenbahnhof und liegt an den Bahnstrecken Nürnberg – Crailsheim und Treuchtlingen – Würzburg. Der einzige Personenbahnhof der Stadt ist Fernverkehrshalt und wird zweistündlich von Intercity-Zügen in Richtung Stuttgart / Karlsruhe bzw. Nürnberg bedient. Vereinzelt verkehren auch Intercity-Verbindungen nach Hamburg-Altona und München bzw. Berchtesgaden.

Über die Bahnstrecke Nürnberg-Crailsheim ist Ansbach als Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg mit der Linie S4 an das Schnellverkehrsnetz der Metropolregion Nürnberg angeschlossen.

Flugverkehr

Der Flugplatz Ansbach-Petersdorf ist ein kleiner Flugplatz zwischen den Nachbargemeinden Bruckberg und Weihenzell.
Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Nürnberg.

ÖPNV

Der städtische Busverkehr mit sieben Linien wird von der Ansbacher Bäder und Verkehr GmbH betrieben. Diese ist Mitglied im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN).

Medien
Printmedien und Internet
Fränkische Landeszeitung (FLZ), Tageszeitung im Verbund mit den Nürnberger Nachrichten (NN); mit dem Anzeigenblatt Woche im Blick (WiB)
WochenZeitung (WZ)
ANBLICK – Das Stadtmagazin für Ansbach und Umgebung
KASPAR – Das Stadtmagazin der Hochschule Ansbach
Ansbach Plus, ein Online-Magazin[38]
Rundfunk und Sendeanlagen
Sender Ansbach (2011)

In Ansbach sind die Hörfunkprogramme Radio 8 und Radio Galaxy ansässig.

Ansbach ist Standort dreier Sendeanlagen:

Sender Ansbach auf der Ludwigshöhe,
Senderstandort Katterbach der amerikanischen Truppen,
Senderstandort Galgenmühle.

Frequenz
(MHz)
Programm RDS PS Regionalisierung ERP
(kW)
Sendediagramm
rund [ND]/gerichtet [D]
Polarisation
horizontal [H]/vertikal [V]
Vom Sender Ansbach/Ludwigshöhe abgestrahlte Radioprogramme
89,4 Radio 8 RADIO_8 0,5 kW ND H
105,8 Radio Galaxy GALAXY Ansbach 0,1 kW D H
Vom Sender Ansbach/Katterbach abgestrahltes Radioprogramm
107,3 AFN – The Eagle Bavaria 0,25 kW D H
Vom Sender Ansbach/Galgenmühle abgestrahlte Radioprogramme
92,7 Deutschlandfunk DLF 0,2 kW D H
102,7 Deutschlandradio Kultur DKULTUR 0,2 kW D H

Öffentliche Einrichtungen
Außenstelle Ansbach des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (ehemalige markgräfliche Hofkanzlei)
Regierung von Mittelfranken
Ansbach hat durch den Sitz der Bezirksregierung, überregionaler Behörden und Gerichte wie dem Verwaltungsgericht und einem Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes (BayVGH) einen hohen Anteil an Beschäftigten im öffentlichen Sektor.
Bezirk Mittelfranken
Bezirkskliniken Mittelfranken mit Standort Bezirksklinikum Ansbach (Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sowie Neurologie und Geriatrische Rehabilitation)
Klinikum Ansbach (ANregiomed)
Evang.-Luth. Landeskirchenstelle
Amtsgericht Ansbach
Landgericht Ansbach
Verwaltungsgericht Ansbach
Außenstelle Ansbach des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs
Finanzamt Ansbach mit Außenstellen in Rothenburg und Dinkelsbühl
Landesamt für Datenschutzaufsicht
Landesamt für Finanzen (früher Bezirksfinanzdirektion)
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach mit Außenstellen in Dinkelsbühl, Rothenburg und Heilsbronn (Bereich Forsten)
Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken (früher Flurbereinigungsdirektion)
Justizvollzugsanstalt
Kulturzentrum am Karlsplatz (Karlshalle, Stadtarchiv, Angletsaal)
Freiwillige Feuerwehr der Stadt Ansbach
Kriminalpolizeiinspektion, Polizeiinspektion und Verkehrspolizeiinspektion der Bayerischen Polizei
Staatliches Rechnungsprüfungsamt Ansbach
Bildung
Gymnasium Carolinum, zweitältestes nichtklösterliches Gymnasium in Bayern (gegründet 1528)
Hauptgebäude der Hochschule Ansbach (ehemalige Hindenburg-Kaserne)
Landesfinanzschule Bayern
Hochschule Ansbach
Staatsinstitut Ansbach für die Ausbildung von Fachlehrern an allgemein bildenden Schulen (Abteilung III) und an beruflichen Schulen (Abteilung IV)
Theresien-Gymnasium
Platen-Gymnasium
Gymnasium Carolinum
Staatliche Realschule Ansbach (Johann-Steingruber-Schule)
Maschinenbauschule Ansbach (mit Fachschule für Maschinenbautechnik und Fachakademie für Medizintechnik)
Staatliche Fach- und Berufsoberschule
Städtische Wirtschaftsschule
Staatliche Berufsschule I mit Berufsfachschule für Technische Assistenten für Informatik
Staatliche Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung (Schwerpunkt Lernen)
Staatliches Berufliches Schulzentrum, bestehend aus Berufsschule II und Berufsfachschulen für Hauswirtschaft, Kinderpflege und Sozialpflege
Evangelische Schule Ansbach
Friedrich-Güll-Schule Ansbach
Weinbergschule Ansbach Grund- und Hauptschule
Waldschule Ansbach Grund- und Hauptschule
Luitpoldschule Ansbach
Grundschule Brodswinden
Militär

Bis 1992, d. h. vor der Einrichtung der Hochschule Ansbach (1996) und der Errichtung des Brücken-Centers (1997), befand sich in der Stadt an der heutigen Bundesstraße 13/14 die Hindenburg-Kaserne. In der Zeit der Markgrafen erbaut und von berittenen Truppen belegt, lagen nach ihrer Erweiterung dort im Königreich Bayern nacheinander (von 1815 bis 1867) das K. B. 2. Chevaulegers-Regiment und (von 1868 bis 1919) das K. B. 2. Ulanen-Regiment „König von Bayern“. Zur Zeit der Weimarer Republik lagen keine Truppen in Ansbach. Von 1936 bis 1945 war in der Kaserne das Artillerie-Regiment 53 der Wehrmacht stationiert. Danach wurden die Anlagen von der US Army Europe genutzt.

Im Süden der Stadt wurde 1936 die Bleidorn-Kaserne (benannt nach Rudolf Bleidorn, General der Artillerie der Reichswehr) als Kaserne Am Wasserturm eingeweiht. Sie diente zunächst als Kaserne für die Wehrmacht. Nach Kriegsende wurden hier bis 1949 Displaced Persons untergebracht. Das Areal wurde von Ende 1949 bis 1992 militärisch von der US-Armee genutzt. Nachdem der Freistaat Bayern Teile des Areals erworben hatte, diente ein Gebäude vorübergehend als Unterkunft für Asylbewerber, andere Bereiche werden von der Polizei und dem Staatsinstitut genutzt, während der Rest unter der Bezeichnung Bleidorn Housing von der U. S. Army Garrison Ansbach (USAG) Verwendung findet.

Ebenfalls im Süden bestehen in der Meinhardswindener Straße die Barton Barracks (benannt nach David B. Barton, Lieutenant Colonel der US-Streitkräfte und im Zweiten Weltkrieg gefallen[39]), in denen sich der Hauptsitz der USAG befindet. Die Kaserne wurde von 1936 bis 1938 gebaut und wurde zunächst Kaserne auf der Ludwigshöhe oder Gneisenau-Kaserne genannt.

Im Ortsteil Katterbach im Nordosten befindet sich zudem der Flugplatz Ansbach-Katterbach (Ansbach Army Heli Pad (Ansbach AHP)) der US-Armee, die auch im benachbarten Obereichenbach die Shipton Kaserne betreibt.

Telefonvorwahlen

In Ansbach gilt die Vorwahl 0981. Abweichend hiervon gelten die folgenden Vorwahlen:

09802 in Katterbach und Obereichenbach,
09805 in Claffheim, Hohe Fichte und Winterschneidbach
09820 in Neudorf und Steinersdorf,
09823 in Höllmühle,
09825 in Käferbach
Persönlichkeiten
Hauptartikel: Liste Ansbacher Persönlichkeiten
Siehe auch
 Portal: Westmittelfranken – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Westmittelfranken
Literatur
Johann Kaspar Bundschuh: Anspach. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 137–159 (Digitalisat). 
Hermann Dallhammer: Ansbacher Chronik: Kleine Residenz, Große weite Welt. Ansbacher Museums-Verlag, 1979, DNB 800254988.
Hermann Dallhammer: Ansbach: Geschichte einer Stadt. Hercynia Verlag, Ansbach 1993, ISBN 3-925063-35-8.
Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, DNB 480570132, S. 39 ff. 
Johann Bernhard Fischer: Geschichte und ausführliche Beschreibung der Stadt Anspach. Anspach 1786 (E-Kopie).
Diana Fitz: Ansbach unterm Hakenkreuz. Ansbach 1994, DNB 943208262.
August Gebeßler: Ansbach. (Deutsche Lande – Deutsche Kunst). München/Berlin 1964, DNB 451450906.
Hans-Martin Goede: Das Wetter in Ansbach im Rückblick 1981 bis 2010. Ansbach 2011, ISBN 978-3-932884-11-5.
Aaron Bär Grünbaum: Das Erbtheil der Väter. Predigt gehalten am Säkularfeste der Synagoge zu Ansbach. Nebst einigen Notizen zur Geschichte der israelitischen Gemeinde. Ansbach 1846.
Lara Hausleitner: 60 Jahre danach: Luftangriffe & Kriegsende in Ansbach. Zeitzeugen berichten. Hrsg.: Fränkische Landeszeitung und Stadt Ansbach. Ansbach 2005.
Lara Hausleitner: 60 Jahre danach: Neubeginn im Frieden. Zeitzeugen berichten. Hrsg.: Fränkische Landeszeitung und Stadt Ansbach. Ansbach 2006.
Ingenieuroffiziere in Ansbach. In: Norbert Hierl-Deronco: Es ist eine Lust zu Bauen, von Bauherren, Bauleuten und vom Bauen im Barock in Kurbayern-Franken-Rheinland. Krailling 2001, ISBN 3-929884-08-9.
Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Verlag C.H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0.
Gottfried Stieber: Anspach. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 201–234 (Digitalisat). 
Wolfgang Wüst: Leben zwischen höfischem Luxus und ökonomischer Enge. Die Residenzen der Bischöfe von Augsburg und der fränkischen Hohenzollern im Absolutismus. In: ZHVS 99. (2006) S. 111–134.
Weblinks
 Commons: Ansbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Ansbach – Reiseführer
 Wikisource: Ansbach – Quellen und Volltexte
 Wiktionary: Ansbach – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Karte von Ansbach auf: BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)
Ansbach. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 1, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 614.
Eintrag zum Wappen von Ansbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Literatur von und über Ansbach im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Ansbach: Amtliche Statistik des LfStat
Ansbach Plus, Wiki zur Stadt Ansbach