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Geschichte

Bederkesa liegt in der historischen Landschaft Wigmodien, das in Texten des 9. Jahrhunderts (Vita Sancti Willehadi, Miracula Sancti Willehadi[1] und Chronik von Moissac) zumeist als Provinz, seltener als pagus (Gau) bezeichnet wird und sich von der Unterweser bis an die Unterelbe erstreckte. Vom späten elften bis ins frühe 13. Jahrhundert wurde der Norden des Elbe-Weser-Dreiecks auch als „Haduloha“ bezeichnet, abgeleitet von einem Ort (lat.: locus) auf der Hohen Lieth, wohl mit einem heute verlandeten Hafenplatz. Den von Heimatforschern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts postulierten Gau Haduloha hat es nie gegeben.[2]

Herren von Bederkesa

Der Name Bederkesa – richtiger Bederichs-Ahe – geht auf einen Ritter Bederich zurück, der hier eine Ahe, einen Herrenwald besaß. Seine Nachfahren errichteten die Burg am südwestlichen Seeufer. Der Name blieb erhalten und ging später auf den Ort über.

So wird Bederkesa in frühen Urkunden meist in Verbindung mit dem Rittergeschlecht gleichen Namens genannt.
Die Familie spaltete sich in zahlreiche Zweige, denen es unter Bestimmung eines gemeinsamen Seniors gelang, ihr Territorium lange Zeit gemeinsam zu regieren. Zeitweise wohnten neun verschiedene Familien, Zweige dieses Rittergeschlechts und ihre Knappen, gleichzeitig auf der Burg.[2]

Erste Jahrtausendwende

Die Herren von Bederkesa wurden schon um die Jahrtausendwende als Dienstmannen der Erzbischöfe von Hamburg-Bremen eingesetzt und erlangten im hohen Mittelalter im Mündungsgebiet der Elbe und Weser besondere Bedeutung.
Sie verfügten über reichen Grundbesitz und andere Einkünfte in der Börde Ringstedt. Vielleicht lag ihr Stammsitz am Nordufer des Bederkesaer Sees in Holzurburg, wo es noch heute einen mit Wällen und Gräben umsäumten, geräumigen Platz gibt, dessen eigentlichen Namen und ursprüngliche Bedeutung man nicht kennt.

Burg Bederkesa
11. Jahrhundert

Ihre erste Erwähnung finden die Herren von Bederkesa in einer erzbischöflichen Urkunde. 1159 erschien Marcward de Bederkesa als Zeuge unter einer von Erzbischof Hartwig I. von Stade (1148–1168) ausgestellten Urkunde. Fünf Herren von Bederkesa gehörten im 13. Jahrhundert zu den Domherren des Bremer Doms, Erich von Bederkesa war Archidiakon von Rüstringen, und Rudolf von Bederkesa war sogar Dekan des bremischen Domkapitels.

13. und 14. Jahrhundert

1295 gründeten die Herren von Bederkesa die hiesige St. Jakobi-Kirche und statteten sie mit reichen Einkünften aus. Fortan galt Bederkesa als Tochtergründung der Mutterkirche in Ringstedt, zu deren Parochie sie vorher gehörte. Ein Knappe, Gevehard von Bederkesa, schenkte der Kirche damals aus Verehrung eine Roggenernte im nahen Flögeln.

Zweifellos hat der Flecken Bederkesa im Anschluss an die stattliche Burg und die Pfarrkirche bereits im Mittelalter eine größere Straßensiedlung gebildet, stellt also von der Anlage her eine andere Siedlungsform dar, als die vielen Haufendörfer der Geest. Insofern spiegelt die Bezeichnung „Flecken“ den stadtähnlichen Charakter des Ortes wider, in dem schon recht früh neben der Landwirtschaft fast jedes Handwerk vertreten war. Bereits im Jahre 1339 wird in einer Urkunde ein Markt zu Bederkesa genannt.

15. Jahrhundert

Im 15. Jahrhundert wurde es still um das einstmals verbreitete Geschlecht der Ritter von Bederkesa. Fast der ganze Besitz befand sich nun in fremden Händen oder war verschuldet. Die Stadt Bremen war ab 1421 Besitzer von Amt und Burg. Mit Arndt von Bederkesa starb das Geschlecht 1499 aus. Die Burg bildete einen Mittelpunkt, um den sich mannigfaltiges Leben sammelte, das sein Eigendasein selbständig weiterentwickeln konnte.

16. und 17. Jahrhundert
Ansicht von Bederkesa in der Dilich-Chronik von 1603

Nun hatten verschiedene Mächte Interesse an dem Gebiet von Bederkesa. Zeitweise wurde es vom Herzogtum Sachsen-Lauenburg und der Stadt Bremen gemeinsam regiert, schließlich aber allein von dieser.

Ort und Amt Bederkesa blühten im 16. Jahrhundert wirtschaftlich auf. Bremen gewährte den Bürgern mancherlei Rechte: Sie durften Bier brauen und Schnaps brennen und im ganzen Amt und in anderen Gebieten verkaufen. Handel und Gewerbe nahmen einen besonderen Aufschwung. Es durfte Markt abgehalten werden, und jedes Handwerk konnte im Ort ansässig sein.
Der Rat der Stadt Bremen setzte in den sechs Kirchengemeinden des Amtes Bederkesa reformierte Prediger ein und sorgte durch die Visitationen von Ratspersonen, dass nur das reformierte Bekenntnis in Ringstedt, Bederkesa, Flögeln, Debstedt, Holßel und Lehe gültig war. Auf den Altären dieser Orte wurden Schrifttafeln anstatt von Bildwerken eingesetzt. Nur Elmlohe blieb lutherisch.

Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts setzte der Rat der Stadt Bremen bremische Bürger gegen eine Pachtsumme als Amtmänner in Bederkesa ein. Danach übernahm die Stadt die Herrschaft in eigener Regie. Als Zeichen der Gerichtshoheit ließ Bremen 1602 den Roland im Burghof errichten. Die Wappenschilde der den Roland begleitenden Figuren erinnern an Bremer Ratsfamilien, die hier als Amtleute tätig waren. Der liegende Schlüssel im Ortswappen von Bederkesa erinnert an die Zeit der bremischen Herrschaft im Amte.

Es gelang Bremen im Dreißigjährigen Krieg sogar, Flecken und Amt Bederkesa mehr als andere Gebiete im Erzbistum Bremen vor Plünderungen und Brandschatzungen zu bewahren.

Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde das bisherige Erzbistum Bremen der Krone Schwedens zugesprochen. Bremen jedoch verweigerte die Abtretung seiner Landesgebiete. Im Ersten Bremisch-Schwedischen Krieg holte sich die Großmacht Schweden 1654 mit Gewalt, was sie als ihr Eigentum betrachtete. Darunter war auch das Amt Bederkesa.
Das schwedische Königreich beabsichtigte nun auch, die bisher reformierten Kirchen im Amte lutherisch zu machen. Dies gelang nur zum Teil, denn die Gemeinden leisteten Widerstand gegen das aufgezwungene Luthertum. Das reformierte Bekenntnis blieb in Holßel, Lehe und Ringstedt bis heute erhalten.
Das Amt Bederkesa kam 1661 mit seinen Einkünften gegen eine Summe von 40.000 Reichstalern in den Pfandbesitz des General Feldmarschalls Graf Hans Christoph von Königsmarck. Die Burg war in den nachfolgenden Jahren Wohnsitz von Königsmarcks Frau und seinen Enkelinnen, zu denen auch die berühmte Aurora zählte.

18. Jahrhundert

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts verlor Schweden unter Karl XII. im Nordischen Krieg seine europäische Großmachtstellung. Das Kurfürstentum Hannover erwarb 1720 für eine Summe von 1.090.000 Reichstalern die Herzogtümer Bremen und Verden von Schweden. Erst nach langen Verhandlungen wurden 1735 auch die Rechte der Familie von Königsmarck am Amte Bederkesa gegen Erstattung der Pfandsumme von Kurhannover eingelöst. Die Einwohnerzahlen wiesen in der ungefähr 150 Jahre dauernden hannoverschen Epoche nur geringfügige Schwankungen auf und bewegten sich zwischen 1000 und 1300 Personen.

19. Jahrhundert
Hauptmann Böse

1852 wurde das Amtsgericht Bederkesa gebildet, aber bereits 1859 wieder aufgelöst. Eine markante Persönlichkeit war Hauptmann Böse, der Sohn eines Bremer Zuckerfabrikanten. Er hatte mit einer eigenen Einheit gegen Napoléon Bonaparte gekämpft; nun nahm er hier im Brunnenholz seinen Wohnsitz. Er wurde Wohltäter für den Ort und das Sietland, das unter dem Meeresspiegel lag und dessen Bewohner stetige Überflutungen zu erleiden hatten. Durch seine Initiative wurde der Hadelner Kanal gebaut. 1834 gründete er die Schützengilde der Elbe und Weser – später dann Schützenverein Bederkesa. 1876 erhielt Bederkesa ein königliches Lehrerseminar am Brunnenholz und 1896 eine Eisenbahnverbindung nach Bremerhaven.

Die kleine Fachwerkkirche in der Ortsmitte war für die wachsende Einwohnerzahl zu klein geworden. Sie wurde abgerissen und an ihrer Stelle trat 1861 die jetzige neugotische Kirche. Sie wurde durch den Bremer Architekten Simon Loschen erbaut, der auch die Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche in Bremerhaven errichten ließ.

Nachdem das Königreich Hannover 1866 preußische Provinz geworden war, verlegte man den Amtssitz nach Lehe.

20. Jahrhundert

Das Lehrerseminar wurde 1927 zum heute noch existenten Niedersächsischen Internatsgymnasium. Bederkesa entwickelte sich zum Luftkurort und Moorheilbad und trägt seit dem 1. Oktober 1996 die Bezeichnung Bad.[3]

Eingemeindungen

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Fickmühlen eingegliedert.[4]

Zum 1. Januar 2015 bildete Bad Bederkesa mit den übrigen Gemeinden der Samtgemeinde Bederkesa und der Stadt Langen die neue Stadt Geestland.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1961 1970 1987 1992 1997 2002 2007 2010 2013
Einwohner 3328 3775 4221 4474 5079 5207 4995 4993 5227

(1961 am 6. Juni, 1970 am 27. Mai, jeweils Volkszählungsergebnisse einschließlich Fickmühlen[4]; ab 1987 jeweils am 31. Dezember[5])

Politik
Ortsrat

Der Ortsrat von Bad Bederkesa setzt sich aus drei Ratsfrauen und sechs Ratsherren zusammen. Im Ortsrat befinden sich zusätzlich zwei beratende Mitglieder (CDU, Grüne).[6]

CDU: 6 Sitze
SPD: 2 Sitze
Grüne: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister

Der Ortsbürgermeister von Bad Bederkesa ist Uwe Bischoff (CDU). Sein Stellvertreter ist Karl-Heinz Buck (CDU).[6]

Wappen

Der Entwurf des Wappens von Bad Bederkesa stammt von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der auch schon die Wappen von Altluneberg, Appeln, Axstedt und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[7]

Blasonierung: „In Rot über wachsendem, goldenen Löwen ein liegender, rechtsgewendeter silberner Schlüssel.“[7]
Wappenbegründung: Das Wappen erinnert an das Siegel des ehemaligen Amtes Bederkesa. Der Schlüssel ist dem Wappen der Stadt Bremen entlehnt, der das Amtsgebiet -zum Teil seit 1381 -bis 1654 gehört hat.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die Mühle in Bederkesa
Roland vor der Burg
Der Bederkesaer See
Hauptartikel: Liste der Baudenkmale in Geestland
Burg Bederkesa
Hauptartikel: Burg Bederkesa

Die Wasserburg liegt am Rand des Kernortes, von See durch die Wasserverbindung von der Geeste zum Hadelner Kanal getrennt.

Chronik der Burg:

12. Jahrhundert Anfang des Burgenbaues am damaligen Randbereich des Bederkesaer Sees
um 1400 letzter Bau einer Temburg („Motte“) auf dem aufgeschütteten Burgberg
1421 Burg und Herrschaft Bederkesa in bremischem Besitz
1460 Bau des Südflügels (Bauinschrift heute über dem Haupteingang)
1536 Bau des Nordflügels
1579 Errichtung des Mittelbaues
1602 Aufstellung des Rolandes auf einem gekuppelten Brunnen
1604 Veröffentlichung des Kupferstiches von Wilhelm Dilich
1612 Bau des Treppenturmes
1654 Einnahme der Burg durch den schwedischen Feldmarschall Hans Christoph von Königsmarck
1735 Burg und Amt Bederkesa im Besitz von Kurhannover
um 1745 Abbruch des Turmes und weiterer Gebäudeteile. Fachwerkanbau
1881 Verkauf der Burg in Privatbesitz, Nutzung unter anderem als Gastwirtschaft und Hotel
1975/77 Ankauf der verfallenden Burg durch den Landkreis Wesermünde
1977–1983 Restaurierung und Wiederaufbau durch den Landkreis Cuxhaven
Kernort
Windmühle (1881)53.62148578.839011
Steinbackofen neben der Windmühle
Altes Amtshaus mit Amtsscheune
Umgebung
Bederkesaer See
Wallanlage Holzurburg nördlich des Sees im gleichnamigen Wald und Naturschutzgebiet
Museen
Museum Burg Bederkesa in der Wasserburg: Museum für Archäologie und Kulturgeschichte im Landkreis Cuxhaven. Das Museum wurde 1982 eingerichtet und zeigt reichhaltige Funde aus dem Landkreis Cuxhaven vom 4. Jahrtausend bis zur Neuzeit. Besonders eindrucksvoll sind die außerordentlich gut erhaltenen Holzfunde aus den Wurtensiedlungen des 1. bis 5. Jahrhunderts
Museumseisenbahn: Historische Bahnlinie von Bederkesa nach Bremerhaven. Die jahrzehntelang nicht für den Personenverkehr genutzte Nebenbahnstrecke wird seit 2000 als Museumseisenbahn im Stil der 1950er Jahre betrieben[8]
Museum des Handwerks: Das Museum wurde im Sommer 1998 eröffnet. Die Trägerschaft übernahm die 14 Innungen mit 22 Handwerksberufen umfassende Kreishandwerkerschaft Bremerhaven Wesermünde. Das Museum bietet einen Einblick in die verschiedenen Handwerksberufe und deren Geschichte, so sind unter anderem Gegenstände der Zimmermänner, Seilmacher, Schriftsetzer und Drucker, Fischer, Satzer, Uhrmacher und vieles mehr zu sehen. An angekündigten Aktionstagen werden die verschiedenen Berufe vorgeführt
Heimatmuseum „Jan Christopher Hus“: in Flögeln; historische, handwerkliche und kulturelle Gerätschaften des Lebens in der Vergangenheit
Bildung und Freizeit
Niedersächsisches Internatsgymnasium
Moor-Therme (Sport-, Erlebnis- und Wellnessbad mit Saunalandschaft), eröffnet am 4. April 2004
Wirtschaft und Verkehr
Wirtschaft

Gefördert wird vor Allem der Fremdenverkehr in Bad Bederkesa und mit diesem zusammenhängende Einrichtungen wie der Camping-Park Bederkesa mit über 500 Stellplätzen.

Jährlich werden vom Beerster Gewerbeverein eine Sonnenblumenkönigin und eine Sonnenblumen-Prinzessin ernannt, die für Urlaub in der Samtgemeinde und im Cuxland werben. Sie repräsentieren die Region bundesweit auf Tourismusmessen, in Fernsehshows und auf Volksfesten.

Ein Handels- und Gewerbepark wurde erschlossen. Die Cuxland Ferienparks GmbH bietet Ferienhäuser zum Kauf und zur Vermietung an.

Verkehr

Die Landstraße L 120 führt nach Drangstedt und Bremerhaven sowie zur Bundesautobahn A 27 (Cuxhaven-Bremen), die L 119 nach Neuenwalde und Cuxhaven, die 117 nach Otterndorf und die L 128 nach Ringstedt und Beverstedt.

Bad Bederkesa liegt an der Bahnstrecke Bremerhaven–Bederkesa, die heute als Museumsbahn dient. 1950 fuhr von Bederkesa aus die Verkehrsgesellschaft Bremerhaven AG mit Buslinien nach Geestenseth und Großenhain.[9] Es gibt Busverbindungen nach Bremerhaven (Linie 525) und Schiffdorf (Linie 529). In Schiffdorf bestehen Umsteigemöglichkeit nach Wehdel, Cuxhaven und Buxtehude.

Öffentliche Einrichtungen

Allgemein

Rathaus, Am Markt 8
Die Freiwillige Feuerwehr Bad Bederkesa, Holzurburgerstraße 15, hat eine weitere Stützpunktfeuerwehr in Köhlen sowie weitere elf Ortsfeuerwehren
Verschönerungsverein Bederkesa von 1896

Schulen

Grundschule Bederkesa, Seminarstr. 9
Grundschule Drangstedt, Elmloher Str. 1
Grundschule Elmlohe, Im Wiebusch 8
Grundschule Kührstedt, Schulstr. 7
Grundschule Lintig, Schulstr. 1
Grundschule Ringstedt Kreuzstr. 2
Das Schulzentrum An der Mühle, Mühlenweg, ist eine Oberschule
Das Niedersächsische Internatsgymnasium (NIG), Seminarstr. 8
Die Schule Am Wiesendamm 1, ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“
Das ev. Bildungszentrum, Alter Postweg 2

Kirchen

Bad Bederkesa ist Sitz der Superintendentur des Kirchenkreises Wesermünde der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Zuvor war es bereits Sitz des Kirchenkreises Wesermünde-Süd, der zum 1. Januar 2013 mit dem Kirchenkreis Wesermünde-Nord vereinigt wurde[10]
Die evangelisch-lutherische Kirche St.Jakobi in Bad Bederkesa wurde 1295 erstmals erwähnt
Die evangelisch-lutherische Kirche Unserer Lieben Frau zu Elmlohe stammt von 1346
Die evangelisch-lutherische Kirche St. Pauli in Flögeln wurde 1198 gegründet
Die römisch-katholische St.-Benedikt-Kapelle in Bad Bederkesa, Berghorn 5, gehört zur Pfarrei Hl. Herz Jesu in Bremerhaven-Lehe mit der Herz-Jesu-Kirche
Die Neuapostolische Kirchengemeinde hält Gottesdienst im Musiksaal der Grundschule Bad Bederkesa

Sport

Turn- und Sportverein Bederkesa von 1896
Wassersportverein Bederkesa
Angelsportverein Bederkesa
Schützenverein Bederkesa von 1834
Sonstiges
Rekord

1999 schaffte Bad Bederkesa einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde. Der Gewerbeverein in Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein verteilte Sonnenblumensamen an die Einwohner mit der Bitte, diese einzupflanzen. Viele folgten der Bitte und auch viele öffentliche Grünflächen wurden mit Sonnenblumen bepflanzt. Bad Bederkesa bekam den Eintrag für 600.000 Sonnenblumen im Ort. Das entspricht mehr als 100 Sonnenblumen pro Einwohner.[11]

Zweisprachige Ortsschilder

Bad Bederkesa liegt im Verbreitungsraum der niederdeutschen Sprache. Diese ist nicht mehr sehr verbreitet, erlebt aber in zunehmendem Maße eine Renaissance. Es werden Anstrengungen unternommen, die Kinder schon in frühem Alter an die regionale Sprache heranzuführen. Kürzlich wurden im Rahmen der Brauchtumspflege die Ortsschilder um den niederdeutschen Ortsnamen „Beers“ ergänzt.

Persönlichkeiten
Der „Bösehof“ in Bederkesa, den sich Hauptmann Böse 1825 als Ruhesitz zugelegt hatte, dient heute als Hotel
Aurora von Königsmarck (1662–1728), wohnte zeitweise in der Burg von Bederkesa
Heinrich Böse (1783–1867), ein durch Börsenspekulationen und als Zuckerfabrikant in Bremen reich gewordener Kaufmann, genannt „Hauptmann Böse“, da er 1813 in Bederkesa den Widerstand gegen die französischen Besatzer anführte. Eine Gedenktafel am Waldschlößchen würdigt sein Leben und bezeichnet ihn als „Vaterlands- und Menschenfreund“
Tony Hendrik (* 1945), Musikproduzent und Komponist ist hier geboren
Ralph Dohrmann (* 1963), Schriftsteller ist hier geboren
David McAllister (* 1971), Landesvorsitzender der CDU in Niedersachsen und von 2010 bis 2013 niedersächsischer Ministerpräsident, wohnt hier
Literatur
Curt Allmers: Geschichte der bremischen Herrschaft Bederkesa (= Schriften der Bremer wissenschaftlichen Gesellschaft F.10). Bremen 1933
Hans Aust: Burg Bederkesa – Geschichte des Hauses und seiner Bewohner. Restaurierung und Wiederaufbau. Bremerhaven 1984
Ernst Beplate: Bederkesa zur Königsmarck-Zeit 1662–1736. Bederkesa 2001
Ernst Beplate: Das Bederkesaer Seminar – vom Lehrerseminar zur Pädagogischen Hochschule. Bederkesa 1991
Klaus Dobers: Unter dem Dach von St. Jakobi. Bederkesaer Lebenszeugnisse aus 250 Jahren. Bederkesa 1995
Johannes Göhler: Jakobus kam auch nach Bederkesa. Von den Bederkesaer Rittern, Pfarherren und der St. Jakobi-Kirche 1295–1355. Bederkesa 1995
Sönke Hansen (Hrsg.): Bad Bederkesa in Gegenwart und Vergangenheit. Eine Ortskunde. Bremerhaven 2004
Männer vom Morgenstern (Hrsg.): Hake Betken siene Duven. Das grosse Sagenbuch aus dem Land an Elb- und Wesermündung. Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4
Hans-Cord Sarnighausen: Hannoversche Amtsjuristen von 1675 bis 1859 in Bederkesa. In: Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 89. Bremerhaven 2011, S. 41–62
Weblinks
 Commons: Bad Bederkesa – Sammlung von Bildern
 Wikivoyage: Bad Bederkesa – Reiseführer
Offizielle Website von Bad Bederkesa