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Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Freienwalde erfolgte als Vrienwalde im Jahr 1316. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1618 war Freienwalde als markgräfliches Lehen im Besitz der märkischen Adelsfamilie von Uchtenhagen. Danach wurde Freienwalde Domänenamt der brandenburgischen Kurfürsten. Im Jahr 1685 beschrieb Bernhard Friedrich Albinus die 1683 entdeckte Heilquelle (heute „Kurfürstenquelle“) und legte damit den Grundstein für Entwicklung des Ortes zur Kurstadt. Durch den Fund von eisenhaltigen Sanden und Alaun entstanden 1716/1718 ein Eisenhammer und ein Alaunwerk. Die Entdeckung von Tonvorkommen führte in den 1880er Jahren zur Gründung einer Schamottefabrik und von fünf Dampfziegeleien.

Freienwalde war 1850 Tagungsort eines Landgerichts, welches den verfassungsrechtlich bedeutenden Freienwalder Schiedsspruch fällte. 1866 erfolgte der Eisenbahnanschluss an die Strecke Neustadt Eberswalde – Wriezen, 1877 an die Strecke nach Angermünde. Prägend für die Entwicklung der Stadt war jedoch die heutige Fachklinik und Moorbad Bad Freienwalde. Nachdem die Stadt bereits seit dem 23. Oktober 1925 die offizielle Bezeichnung Bad im Namen trug, erhielt sie am 15. Dezember 2003 die endgültige Anerkennung als Moorheilbad. Weil von wohlhabenden Berliner Juden gern als Kurort besucht, wurde Bad Freienwalde von den Nationalsozialisten in diffamierender Absicht als „Judenbad“ bezeichnet. Juden wurde das Betreten des Kurviertels verboten. In der Pogromnacht 1938 wurde von den Nazis die Synagoge in Brand gesteckt.

Während die Stadt von 1818 bis 1952 Teil des Kreises Oberbarnim war, gehörten die heutigen Ortsteile Altglietzen, Bralitz, Hohenwutzen, Neuenhagen und Schiffmühle bis 1945 zum Landkreis Königsberg Nm. in der Neumark, die heute weitestgehend zu Polen gehört.

Von 1952 bis 1993 war Bad Freienwalde Kreisstadt des gleichnamigen Kreises, bis Oktober 1990 im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder) und danach im Land Brandenburg. Seit 1993 gehört Freienwalde zum Landkreis Märkisch-Oderland.

Siehe auch Oderbruch#Oderhochwasser
Eingemeindungen

Im Jahre 1928 wurden die westlich und östlich vor der Stadt gelegenen slawischen Fischerdörfer Altkietz (früher Kietz) und Alttornow (früher Tornow) eingemeindet.[4]

Sonnenburg kam am 1. Januar 1957 zu Bad Freienwalde; Altranft folgte am 6. Dezember 1993.[5]

Am 26. Oktober 2003 wurden durch die Gemeindegebietsreform die Gemeinden Altglietzen, Bralitz, Hohenwutzen, Neuenhagen und Schiffmühle[6] mit den bewohnten Gemeindeteilen Wendtshof, Neukietz, Zuckerfabrik und Herrenwiese eingemeindet.

Am 1. Januar 2009 erfolgte die Eingemeindung der zuvor selbstständigen, zum Landkreis Barnim gehörenden Gemeinde Hohensaaten.[7][8]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 7 305
1890 8 773
1910 10 214
1925 10 727
1933 10 924
1939 11 416
1946 10 667
1950 12 171
1964 11 816
1971 11 786
Jahr Einwohner
1981 11 337
1985 11 013
1989 11 208
1990 10 982
1991 10 764
1992 10 524
1993 11 269
1994 11 126
1995 10 936
1996 10 800
Jahr Einwohner
1997 10 565
1998 10 434
1999 10 354
2000 10 121
2001 9 925
2002 9 818
2003 13 310
2004 13 142
2005 12 944
2006 12 778
Jahr Einwohner
2007 12 547
2008 12 380
2009 12 964
2010 12 788
2011 12 656
2012 12 491
2013 12 406
2014 12 382
2015 12 406

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[9][10] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik
Stadtverordnetenversammlung

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 36,0 %

 %403020100

34,0 %24,9 %17,8 %7,6 %5,7 %4,7 %2,7 %2,5 %

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Die Stadtverordnetenversammlung von Bad Freienwalde besteht aus 22 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[11]

Die Linke: 7 Sitze
CDU: 5 Sitze
SPD: 4 Sitze
Wählergruppe Inselgemeinden: 2 Sitze
Wählergruppe Neuenhagener Carneval Club e.V.: 1 Sitz
Kurstadt für alle: 1 Sitz
Bündnis 90/Die Grünen: 1 Sitz
Einzelbewerberin Elke Stahl: 1 Sitz
Bürgermeister

Ralf Lehmann (parteilos) ist seit 1993 Bürgermeister der Stadt.[12] Er wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 15. Oktober 2017 mit 51,2 % der gültigen Stimmen für weitere acht Jahre in seinem Amt bestätigt.[13]

Wappen

Das Wappen wurde am 7. Januar 1994 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine bewurzelte grüne Eiche (mit 8 Blättern und 5 Früchten), deren Stamm von zwei kleinen silbernen Schilden mit je einem sechsspeichigen roten Rad beseitet ist.“[14]
Die sechsspeichigen roten Räder entstammen dem Wappen der Familie von Uchtenhagen.

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften existieren mit Bad Pyrmont in Niedersachsen und Międzyrzecz (deutsch Meseritz) in Polen.

An die seit dem 3. Oktober 1990 bestehende Städtepartnerstadt mit der Stadt Bad Pyrmont erinnert ein großer Findling, der die Inschrift „Stadt Bad Pyrmont“, das Stadtwappen (ein rotes Ankerkreuz) und den Schriftzug „Partnerschaft seit 1990“ trägt. Zusammen mit dem Gedenkstein wurde auch der Pyrmonter Platz, welcher den Standort des Gedenksteines bildet, eingeweiht. Ebenfalls als Zeichen der Verbundenheit wurde in Bad Pyrmont im Jahr 2009 die historische Emmerbücke „An der Saline“ auf den Namen „Bad Freienwalder Brücke“ getauft.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Das Haus des regional bekannten Dichters Karl Weise, die ehemalige Villa Vinea Domini, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Freienwalder Musenhof bekannt, einem geistigen Zirkel um den Geheimen Hof-, Sanitäts- und Medizinalrat Karl Julius Aegidi (1794–1874) und seinem Sohn, den Juristen Ludwig Aegidi. Zu diesem Kreis gehörten auch Paul Heyse, Ernst Haeckel, Georg Bleibtreu, Adolph Menzel sowie später Julius Dörr und Victor Blüthgen.

Haus der Naturpflege 1987, heute Museum
Baudenkmale

Siehe auch

Hauptartikel: Liste der Baudenkmale in Bad Freienwalde (Oder)
Hauptartikel: St. Nikolai (Bad Freienwalde)
Hauptartikel: St. Georg (Bad Freienwalde)
Hauptartikel: Schloss Freienwalde
Hauptartikel: Karl-Marx-Straße (Bad Freienwalde)

Bad Freienwalde mit seinem historischen Stadtgrundriss sowie die das Erscheinungsbild durch die die Stadt prägende Bebauung, Straßen, Plätze und Grünanlagen verfügt über eine Reihe sehenswerter Bauten und Anlagen. Dazu gehören die Pfarrkirche St. Nikolai und die frühere Kirche und heutige Konzerthalle St. Georg.

Schloss Freienwalde

Das Schloss Freienwalde wurde 1799 im Auftrag Friedrich Wilhelms III. durch den Geheimen Oberbaurat David Gilly auf dem Apothekerberg errichtet, als Sommersitz für die Königinmutter Friederike Luise. Sie hatte dort bereits in den Vorjahren den Hügel gärtnerisch gestalten und mit einem Teehäuschen (1790) ausstatten lassen. 1805 verstarb sie, 1822 wurde der Park durch den Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné neu gestaltet. 1909 erwarb der Industrielle, Schriftsteller und Politiker Walther Rathenau das Schloss. Nach dem Mord am deutschen Außenminister 1922 vermachten seine Erben 1926 das Schloss dem Landkreis Oberbarnim mit der Auflage, an diesem Ort für alle Zeit das geistige Erbe und Andenken Rathenaus zu bewahren. In der NS-Zeit wurde das Museum geschlossen und in der DDR diente der Bau als Puschkin-Haus der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft. 1991 wurde das Schloss vom Landkreis Bad Freienwalde übernommen und wieder eine Rathenau-Gedenkstätte sowie eine Ausstellung über die Geschichte des Schlosses eingerichtet. Zum Jahresende 2016 wurde die betreibende Kultur GmbH aus finanziellen Gründen geschlossen.[15] Die Rathenau-Gedenkstätte kann nur noch mit vorheriger Anmeldung besucht werden.[16] Die Beletage ist geräumt und für Besucher nicht mehr zugänglich.[17]

Sehenswert ist auch der Kurpark, unter anderem mit eisenhaltigen Quellen, Sonnenuhr, zwei Marmorplastiken und dem Papenteich mit Insel.

Das ehemalige Freihaus von Uchtenhagen in der Uchtenhagenstraße 2 beherbergt das Oderlandmuseum. Am Ort des ehemaligen jüdischen Friedhofs in der Goethestraße erinnert ein Gedenkstein mit Davidstern an die von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Bürger der Stadt. Auf dem städtischen Friedhof finden sich die Grabstätten und -steine für Ernst Seeger (1900–1970), Erich Hannemann (1900–1970), Willi Jankowski (1906–1975), Emilie Loose (1884–1956), Wilhelm Loose (1887–1967), Julius Dörr (1850–1930), Victor Blüthgen (1844–1920), Paul Hager (1859–1920), Wilhelm Hagen (1814–1890), Carl Hesse (1863–1920), Johannes Thilo (1862–1935), Rudolf Trapp (1872–1942).

Bemerkenswert sind das sowjetische Ehrenmal am Platz der Jugend, das Karl-Weise-Denkmal mit Portraitmedaillon in der Karl-Weise-Straße und die Hochwassermarke von 1947 (Findling vor dem Postamt).

Weitere als Baudenkmal ausgewiesene Gebäude sind:

Neues Postamt, Karl-Marx-Straße 18
Grundschule „Theodor Fontane“, Linsingenstraße 15
Grundschule „Käthe Kollwitz“, Weinbergstraße 4
ehemaliges Logierhaus „Alexandrinenbad“ (heute Albert-Schweitzer-Schule), Wriezener Straße 2
ehemaliges Finanzamt, Wriezener Straße 36
Katholische Kirche in der Goethestraße
Landhaus, Gesundbrunnenstraße
Sowjetisches Ehrendenkmal, Berliner Straße
Villen in der Straße Heilige Hallen
Wohnhaus Bahnhofstraße 24
Wohnhaus Karl-Marx-Straße 14
Wohnhaus Kurze-Straße 4
Wohnhäuser Neue Bergstraße 1, 2, 4 und 31
Wohnhaus mit gründerzeitlichem Ladeneinbau, Neue Bergstraße 29
künstliche Ruine Sporn des Weinbergs
Wohnhäuser Uchtenhagenstraße 3, 13, 13a, 16, 16a, 22 und 28 (teilweise mit Hofbebauung und Grundstückeinfassung)
Wohnhaus mit Grundstückseinfassung, Uchtenhagenstraße 13a
Wohnhaus mit Hofgebäude, Wriezener Straße 83
Aussichtsturm Karl-Weise-Straße/Linsingenstraße

Nicht mehr in der Stadt, aber zum Stadtgebiet gehörend, sind der Bismarckturm an der Bundesstraße 167 und der ehemalige Laugentunnel zwischen Alaunwerk und Teufelssee. Daneben sind die Wegesteine am Gustav-Schüler-Weg, V.-Diemar-Weg und Kühnemann-Weg sowie am Fürstensteig beachtenswert. Unweit der Stadt, an der B 158 in Richtung Berlin gelegen, befindet sich der Bunker Wollenberg, eingetragen in die Liste der Denkmale des Landes Brandenburg.

Die Liste der Baudenkmale des Ortsteils und Museumsdorfes Altranft mit seinem historischen Dorfkern mit Angerbebauung, Gutshaus und ländlichem Park, Dorfkirche sowie Objekten des Freilichtmuseums befindet sich im entsprechenden Artikel. Im Ortsteil Sonnenburg steht das Gutshaus mit Park und Wirtschaftsgebäuden unter Denkmalschutz. Dieses war zeitweise der Wohnsitz des ehemaligen Reichsaußenministers Joachim von Ribbentrop.

Im Fontanehaus im Ortsteil Schiffmühle lebte Louis Henry Fontane, der Vater des Schriftstellers Theodor Fontane.

Museen
Oderlandmuseum, Uchtenhagenstr. 2 (Kulturgeschichte des Oderbruchs, Historie der Kur- und Badestadt)
Schloss Freienwalde, Rathenaustr. 3 (Gedenkstätte Walther Rathenau und Sonderausstellungen)
Brandenburgisches Freilichtmuseum Altranft, Am Anger 27 (Alltagsleben der ländlichen Bevölkerung), 2015 geschlossen, seit 2016 Museum Altranft, Werkstatt für ländliche Kultur, ab 2017 Oderbruchmuseum, Werkstatt für ländliche Kultur
Haus der Naturpflege, Dr.-Max-Kienitz-Weg 2 (Museum, Park und Heuhotel, begründet von Kurt Kretschmann)
Aussichtstürme

Im Stadtgebiet von Bad Freienwalde befinden sich vier Aussichtstürme.[18] Für Wander- und Turmfreunde wird zur Besteigung aller vier Türme das Turm-Ticket angeboten und anschließend ein Turm-Diplom verliehen.[19]

Der 26 m hohe Aussichtsturm auf dem Galgenberg (Rundschauturm) wurde 1879 am Südrand des Ortes als Kriegerdenkmal errichtet.
Der 28 m hohe Bismarckturm (Bad Freienwalde) wurde 1895 auf dem 3 km westnordwestlich des Ortes nahe der Bundesstraße 167 gelegenen Schlossberg errichtet.
Der Eulenturm ist ein 2004 errichteter 13 m hoher Holzturm (südwestlich des Ortes nahe der Bundesstraße 158 gelegen).
Der 32 m hohe Schanzenturm ist Teil der 2008 eingeweihten Schanze K 60 der Schanzenanlage am Papengrund. Er steht ebenfalls südwestlich des Ortes an der Bundesstraße 158.
Parks
Kurpark mit marmorner Statue eines Stiers des Berliner Bildhauers Louis Tuaillon
Schlosspark mit Schloss, Teehäuschen und der Grabstelle von Hermann Graf von Pückler. Der Park wurde von Peter Joseph Lenné entworfen.
Filme
Die Polizeiruf-110-Folge Blütenstaub (1972) wurde zu großen Teilen in Bad Freienwalde gedreht, so sind zum Beispiel der Bahnhof, das alte Krankenhaus oder die Staatsbankfiliale (heute Volksbankfiliale) Drehorte gewesen. Die im Film beraubte Apotheke befand sich in der Gesundbrunnenstraße. Namentlich wurde die Stadt jedoch nicht benannt, es wird nur von einer Kleinstadt gesprochen.
Die Folge Falscher Jasmin (1990) des Polizeiruf 110 spielte ebenfalls in Bad Freienwalde. Außenaufnahmen wurden im heutigen Kurviertel (Gesundbrunnenstraße) und am ehemaligen Krankenhaus gedreht.
Die ARD-Dokumentation „Rabatz-Jugendliche im Osten“ wurde 2005 in Bad Freienwalde gedreht. Sie thematisiert, wie zwei junge Abiturientinnen sich von den Nazis in ihrem augenscheinlich malerischen Kurort nicht unterkriegen lassen wollen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Öffentliche Einrichtungen

Die Stadt ist Sitz des Amtsgerichts Bad Freienwalde (Oder).

Verkehr

In Bad Freienwalde kreuzen sich die Bundesstraßen 158 (Berlin–Angermünde/Hohenwutzen) und 167 (Lebus–Eberswalde–Wusterhausen/Dosse). Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Finowfurt an der A 11 in etwa 27 Kilometer Entfernung.

Der Bahnhof Bad Freienwalde (Oder) war bis in die 1960er Jahre ein regionaler Eisenbahnknotenpunkt an der Bahnstrecke Eberswalde–Frankfurt (Oder) mit Abzweigen nach Angermünde sowie nach Hohenwutzen. Nach der Stilllegung der beiden letzten in den Jahren 1997 beziehungsweise 1967 wird heute lediglich die Verbindung Frankfurt (Oder)–Eberswalde von der Regionalbahnlinie RB60 der NEB bedient. In Eberswalde bestehen Anschlüsse nach Berlin, Stralsund, Joachimsthal und Szczecin, in Frankfurt gibt es Anschlussverbindungen nach Warschau und Gdynia, nach Cottbus und über Fürstenwalde oder Storkow ebenfalls nach Berlin.

Der Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Bad Freienwalde ist die Barnimer Busgesellschaft.

Sport
Sprungschanzen am Papengrund
Bereits 1923 wurde der erste Wintersportverein gegründet, der unter anderem Rodeln, Eis- und Skilanglauf und ab Januar 1929 die erste Skisprungschanze betrieb. Innerhalb des Stadtgebiets gibt es einen Höhenunterschied von 155 m, im thüringischen Oberhof zum Vergleich 125 m. Bad Freienwalde ist noch heute das nördlichste Skisprungzentrum Deutschlands. Am Papengrund befinden sich vier Skisprungschanzen. Im Oktober 2003 wurde eine neue Schanzenanlage eröffnet, Attraktion ist dort die neue 40-m-Schanze.[20]
Jährlich am 1. Mai findet der vom Sportverein Athleticon 97 Bad Freienwalde e. V. organisierte Baasee-Lauf statt, der vom Jahn-Stadion über den Brunnenweg zum Baasee und über den Sieben-Hügel-Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt führt. Bei zwei Runden ist die Strecke 25 km lang.[21]
Ebenfalls jährlich führt das Elite-C-Radrennen Berlin-Bad Freienwalde-Berlin durch die Stadt.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
August Alexis Eduard Graf von Haeseler auf Harnekop (1800–1889), von 1845 bis 1874 Landrat des Landkreises Oberbarnim
Wilhelm Hagen (1814–1890), Kaufmann und verdienstvoller Stadtrat in Freienwalde (Hagenstift in der Hagenstraße, Grabmausoleum auf dem Evangelischen Friedhof in Bad Freienwalde)
Heinrich Adolf Eduard Leist (1797–1867), Kommissionsrat in Wriezen, Ehrenbürgerwürde in Anerkennung für seine Tätigkeit bei der Legung der Eisenbahn von Wriezen nach Neustadt-Eberswalde
Felix von Bethmann Hollweg auf Hohenfinow (1824–1900), Landrat des Landkreises Oberbarnim von 1874 bis 1885
Theobald von Bethmann Hollweg auf Hohenfinow (1856–1921), Landrat des Landkreises Oberbarnim von 1885 bis 1896, 1899 Regierungspräsident in Bromberg, Preußischer Minister des Inneren, 1909 bis 1917 Reichskanzler
Hermann Graf von Pückler, Freiherr von Groditz (1797–1892), Ober-Hof- und Hausmarschall im Dienste König Wilhelms I. ab 1861, Wirklicher Geheimer Rat, Oberstallmeister und Intendant der Königlichen Schlösser, ab 1887 als Ruheständler in Freienwalde („Haus zu den vier Linden“ = Schlossparkambulanz), Grabstätte im Schlosspark
Gustav von Diemar (1814–1912), Rittmeister a. D., seit 1857 in Freienwalde, Ratsmann und Beigeordneter, lange Jahre Direktor des Gesundbrunnens, Verdienste um die Wohlfahrtspflege in der Stadt, finanzielle Unterstützung der entsprechenden Vereine
Victor Blüthgen (1844–1920), Dichter und Schriftsteller, bedeutender Vertreter der Kinderliteratur, seit 1881 in Freienwalde (Grabstätte auf dem Evangelischen Friedhof)
Emil Baeskow (1844–1933), Hofmaurer- und Zimmermeister, Ehrenbürgerwürde für seine Verdienste um die Entwicklung der Stadt in den 30 Jahren seiner Stadtverordneten- und Beigeordnetentätigkeit
Hans Keilson (1909–2011), Nervenarzt und Psychoanalytiker in den Niederlanden, als Arzt von 1940 bis 1945 im holländischen Widerstandskampf, nach 1945 Gründung einer Hilfsorganisation für jüdische Kriegswaisen, Präsident des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland; Ehrenbürger seit 3. Februar 1990
Erna Kretschmann (1912–2001)
Kurt Kretschmann (1914–2007) für ihren Einsatz für den Natur- und Umweltschutz und die Gründung des „Hauses der Naturpflege“, Ehrenbürger seit 2. März 1999
Siegfried Schumacher (* 1926), Kinderbuchautor, für das schriftstellerische Schaffen und das kulturelle Wirken für Bad Freienwalde
Ingrid Linke (* 1938) für ihr Wirken zum Erhalt und für die Sanierung der „Kleinen Kirche“ und ihren Einsatz für deren Nutzung als Konzerthalle
Willi Knoll (* 1930), Feuerwehrmann und Wehrführer in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Freienwalde, Ehrenbürger seit 4. Juni 2009
Gudrun Zander (* 1949), Chefärztin von Fachklinik und Moorbad Bad Freienwalde, Ehrenbürgerin seit 11. Dezember 2014[22]
Söhne und Töchter der Stadt
Christoph Starke (1684–1744), evangelischer Theologe
Fritz Eunike (1831–1892), Landschaftsarchitekt
Ottilie von Below (1837–1894), Schriftstellerin
Max Staegemann (1843–1905), Schauspieler, Kammersänger, Theaterdirektor
Alfred Blaschko (1858–1922), Mediziner
Gustav Schüler (1868–1938), Dramatiker, Heimatdichter
Erich Raschick (1882–1946), General
Kurt Lindenblatt (1885–1952), Konsularbeamter
Ferdinand Friedrich Zimmermann (1898–1967), Journalist und Publizist, SS-Sturmbannführer
Hilde Jennings (* 1906), Schauspielerin und Tänzerin
Konrad Miersch (1907–1942), Sportler
Hans Keilson (1909–2011), Psychoanalytiker und Schriftsteller
Eberhard Günther (1911–1994), Syndikatsjurist, Präsident des Bundeskartellamts
Erwin Wickert (1915–2008), Diplomat und Schriftsteller
Eberhard Dähne (1938–2010), Soziologe, SDS-Vorsitzender, Gewerkschafter und hessischer Kommunalpolitiker
Wolfgang Richter (1940–2013), Festkörperphysiker
Volkmar Sigusch (* 1940), Psychiater und Sexualforscher
Helmut Jäschke (* 1950), Fußballtrainer
Helge Malchow (* 1950), Verleger
Jutta Deutschland (* 1958), Primaballerina und Choreographin
Olaf B. Rader (* 1961), Historiker
Marian Lux (* 1982), Komponist und Pianist
Mit Bad Freienwalde verbundene Persönlichkeiten
Bernhard Friedrich Albinus (1653–1721), Mediziner, beschrieb 1685 die Freienwalder Heilquelle
Friedrich Wilhelm von Seydlitz (1721–1773), preußischer Kavallerieoffizier
Louis Henry Fontane (1796–1867), Apotheker, Vater des Schriftstellers Theodor Fontane
Elisa Radziwiłł (1803–1834), Jugendliebe Kaiser Wilhelms I.
Karl Weise (1813–1888), regionaler Volksdichter
Georg Mickley (1816–1889), Orgelbauer
Waldemar Kopp (1825–1881), Rektor des Gymnasiums, Schriftsteller und Schulbuchautor
Mathilde Rathenau (1845–1926), Mutter und Nachlassverwalterin Walter Rathenaus
Max Kienitz (1849–1931), Förster, Forstbotaniker und Naturschützer
Julius Dörr (1850–1930), niederdeutscher Schriftsteller
Walther Rathenau (1867–1922), erwarb 1909 Schloss Freienwalde
Gustav Schüler (1868–1938), Dramatiker und Heimatdichter
Max Stutterheim (1873–1936), Baumeister aus Berlin, wohnte ab 1914 bis zu seinem Tod in Bad Freienwalde
Berta Lask (1878–1967), Dichterin und Journalistin
Joachim von Ribbentrop (1893–1946), Reichsminister des Auswärtigen während der Zeit des Nationalsozialismus, betrieb Pferdezucht auf dem zum Ortsteil Altranft gehörenden Rittergut Sonnenburg
Dimiter Gotscheff (* 1943), Theaterregisseur
Literatur

nach Autoren / Herausgebern alphabetisch geordnet

Helmut Assing: Stätten und Denkmale der Geschichte in den Bezirken Potsdam, Frankfurt (Oder). Urania-Verlag, Leipzig-Jena-Berlin 1987, ISBN 3-332-00089-6* Titia Hoffmeister, Reinhard Schmook: Bad Freienwalde. In: Schlösser und Gärten der Mark 8. 2. Aufl., Berlin 1996.
Ulrich Pfeil: St. Nikolai Bad Freienwalde. Passau 1993. ISBN 3-930102-04-8
Ilona Rohowski: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Brandenburg. Landkreis Märkisch-Oderland 9.1 = Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Niederoderbruch . Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2006. ISBN 978-3-88462-230-8
Reinhard Schmook: Bad Freienwalde. Einst und jetzt. Bildband. Culturcon/Märkische Oderzeitung, 2009. ISBN 978-3-941092-30-3
Weblinks
 Commons: Bad Freienwalde (Oder) – Sammlung von Bildern
Webseite der Stadt Bad Freienwalde
Webseite des Wintersportvereins Bad Freienwalde 1923 e. V.