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Geschichte
Historische Ansichten der Gegend von Herrenalb: Gesamtansicht mit Ruinenfragmenten, Am Grafenweg, Der Bernstein, Die Aschenhütte, Frauenalb, In der Klause, Paradies. 1874, nach Eduard von Kallee.

Um 1149 stiftete Berthold von Eberstein das Kloster Herrenalb, lateinisch Alba dominorum, und übergab es den Zisterziensern. Ab 1275 war das Hauskloster der Ebersteiner reichsunmittelbar. Bis 1450 hatte Herrenalb durch Schenkungen und Käufe ein weit verstreutes Herrschaftsgebiet aus dutzenden Flecken und Dörfern erworben. Die Schirmherrschaft war zwischen den durch ihre Schenkungen geschwächten Ebersteinern, den Markgrafen von Baden und den Württembergern umstritten. In einem Kompromiss mit Baden setzte sich Württemberg im Jahr 1497 als Schirmherr über den Großteil des Herrenalber Herrschaftsgebiets durch. Während der Reformation in Württemberg wurde das Kloster 1535 erstmals aufgehoben und die Reichsunmittelbarkeit ging verloren. In der Folge wurde das Kloster zeitweise wieder katholisch, von 1556 bis 1595 beherbergte es eine evangelische Klosterschule. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde es 1649 endgültig aufgehoben. Die um den Klosterbereich herum entstandenen Ansiedlungen wurden 1791 zur württembergischen Gemeinde und 1887 zur Stadt Herrenalb erhoben.[7]

Bereits 1840 gründete der aus Naumburg stammende Arzt Dr. med. Phil. Friedrich Weiß eine Kaltwasserheilanstalt. Infolge finanzieller Probleme wurde die Anstalt von dem aus Bietigheim stammenden Dr. Johannes Bernhard Zipperlen übernommen. Dieser war im Vorfeld in Priesnitz und ab 1843 Leiter der Kaltwasseranstalt Teinach. 1857 wurde die Leitung vom preußischen Militärarzt Dr. Heinrich Kleinerzt übernommen. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Kurbetrieb sehr stark. Nach diesem wurde 1876 die Leitung durch den ehemaligen Oberstabsarzt Dr. Tüllmann übernommen. Nach dessen Tode wurde um 1885 die Kalktwasseranstalt durch den Mannheimer „Kehlkopfspezialisten“ Dr. Carl August Mermagen geführt, der später den Titel Hofrat erhielt. Er wandelte die Wasserheilanstalt in ein Sanatorium für Nervenkranke um. Sie stand noch nach der Jahrhundertwende unter der Leitung von Hofrat Dr. Mermagen stand.[8]

Seit 1954 darf sich Herrenalb „Heilklimatischer Kurort“ nennen. 1964 führte eine Bohrung in 600 Meter Tiefe auf eine mineralreiche Thermalquelle. Das daraufhin gebaute Thermalbad eröffnete 1971 und aus Herrenalb wurde Bad Herrenalb. Den Namenszusatz „Bad“ führt die Stadt seit dem 26. Juli 1971.[9]

Am 1. Januar 1972 wurde Rotensol eingemeindet. Am 1. Februar 1972 erfolgte die Eingemeindung von Neusatz. Bernbach kam am 1. Januar 1975 hinzu.[10]

Bei einem infolge einer Bürgerinitiative zustande gekommenen Bürgerentscheid am 23. Oktober 2016 stimmte die Mehrheit der Wähler für einen Wechsel vom Landkreis Calw zum Landkreis Karlsruhe. Für die Umsetzung wäre ein Beschluss des Landtags notwendig.[11][12]

Religionen
Evangelische Kirchengemeinde
Klosterkirche

Die Evangelische Kirchengemeinde Bad Herrenalb gehört zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sie umfasst die Stadtmitte, das Gaistal mit Zieflensberg und den Ortsteil Bad Herrenalb-Kullenmühle.

Die Ortsteile Bad Herrenalb-Bernbach mit Althof und Moosbronn (OT von Gaggenau, Kreis Rastatt) sowie Bad Herrenalb-Neusatz und Bad Herrenalb-Rotensol bilden jeweils eine eigene Parochie und haben ein gemeinsames Pfarramt mit Sitz in Bad Herrenalb-Neusatz.

Im Gaistal befindet sich das frühere Haus Aufblick. Es war das Einkehrhaus der Diakonissen von Karlsruhe-Rüppurr. Die Glasfenster der Kapelle wurden von dem Künstler Andreas Felger gestaltet. Heute nennt es sich Evang. Einkehrhaus „Quelle im Gaistal“ und wird von der Schweizerischen Glaubensmission-Deutscher Zweig getragen. In Bad-Herrenalb-Neusatz befindet sich das Henhöferheim. Getragen wird das Haus vom Freundeskreis der Volksmission der Evangelischen Landeskirche in Baden e. V., der mit dem Amt für Missionarische Dienste der Evangelischen Landeskirche in Baden zusammenarbeitet. Seit 1947 ist Bad Herrenalb Sitz der Evangelischen Akademie Baden, einer Einrichtung der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Katholische Kirchengemeinde

Die St. Bernhards-Kirche wurde 1905 gebaut, nachdem seit 1876 in einer Hauskapelle Gottesdienst gefeiert wurde und mit dem Wildbader Vikar erstmals 1899 ein katholischer Seelsorger für Herrenalb zuständig war. Seit 1946 wohnt in Herrenalb ein eigener Pfarrer; erst 1968 wurde offiziell die Katholische Pfarrgemeinde Bad Herrenalb gegründet. Der Patron von Kirche und Gemeinde ist Bernhard von Clairvaux (1090–1153), die eindrucksvollste Gestalt des Zisterzienserordens. Heute gehören etwa 1900 Katholiken zur Gemeinde Bad Herrenalb (ohne Dobel und Loffenau), zusätzlich etwa 400 mit einem zweiten Wohnsitz.

Weitere Kirchengemeinden

Auch eine Neuapostolische Kirche gibt es in Bad Herrenalb. Regelmäßig besuchen 60 bis 100 Gläubige die Gottesdienste in der kleinen Kapelle im Weg zur Schanz. Die Kirchengemeinde Bad Herrenalb zählt zur Neuapostolischen Kirche Süddeutschland.

Ortsteile
Der Weiler Aschenhütte auf ca. 500 m
Gaistal

Gaistal liegt südlich von Bad Herrenalb im Tal des Gaisbachs. Die vier Weiler Unteres Gaistal, Oberes Gaistal, Aschenhütte und Zieflensberg haben insgesamt knapp 1000 Einwohner. Im Gaistal bestand seit dem Mittelalter ein Viehhof des Klosters. Erst nach der Gründung einer Glashütte im Jahr 1703 wurde das Tal weiter besiedelt.[13]

Bernbach

Bernbach

Bernbach liegt auf etwa 500 m Höhe nordwestlich von Herrenalb und wurde am 1. Januar 1975 eingemeindet.

Bernbach

Der Ursprung des Höhendorfes im Bernbachtal liegt ca. 800 Jahre zurück. Der ehemals zu Bernbach zählende Hof Moosbronn wurde am 21. Dezember 1177, erstmals als Weiler von Michelbach, von Papst Alexander erwähnt. Dabei wird der Zisterzienser-Abtei von Herrenalb das Klostergut bestätigt. 1219 wird Bernbach erstmals zusammen mit Michelbach in einer Ebersteiner Urkunde erwähnt.

Die als Haufendorf angelegte Siedlung war von der traditionellen Dreifelder-Wirtschaft bestimmt, die Dorfmitte bilden die Kirche und der Dorfplatz. Zusätzlich gehören zu Bernbach die Hardtscheuer am Golfplatz und der Weiler Althof („Alter Hof von Moosbronn“).

Der Ortsname ist den Fachleuten nach nicht aus dem Wort „Bären-bach“ entstanden. Laut der Bernbacher Chronik soll der Name wie folgt entstanden sein: Der „Bär“ im Mittelhochdeutschen auch „ber“ und im schwäbischen „beär“, „bör“ oder auch „bair“ bedeutet so viel wie Eber. Der Zuchteber entstammt dem alten Schwäbischen „bar“, somit hat Bernbach etwas mit Schweinezucht zu tun gehabt. In den Waldgebieten wurden früher tatsächlich viele Schweine gehalten, dies diente damals als Haupterwerbsquelle der Bevölkerung.[14]

Rotensol

Rotensol

Rotensol liegt in etwa 540 m bis 590 m Höhe nordöstlich von Bad Herrenalb. Seit 1259 war Rotensol eine Klostergemeinde und gehörte zur Zisterzienserabtei Herrenalb im Tal. Es war in Besitz der Ebersteiner und derer von Straubenhardt. Das Waldhufendorf entstand vermutlich aus einer Rodekolonisation. In der Schlacht von Rotensol vom 6.–9. Juli 1790 wurden die Reichstruppen von Erzherzog Karl von Österreich von französischen Truppen unter General Moreau vernichtend geschlagen. Das Dorf Rotensol mit damals 150 Einwohnern wurde völlig zerstört. Ein Soldaten-Massengrab, gekennzeichnet durch ein kleines Kreuz und eine Gedenktafel, erinnert an dieses Ereignis.[15]

Am 1. Januar 1972 wurde Rotensol nach Bad Herrenalb eingemeindet. Es ist seit langem mit Neusatz durch Kooperationen verbunden. So besitzen die Höhenorte eine gemeinsame Freiwillige Feuerwehr sowie Kirchengemeinde. Die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren im Dorf sind die Steuerakademie und kleine Gewerbebetriebe.

Die Entstehung des Ortsnamens ist nicht ganz geklärt. Dabei stehen die Möglichkeiten, dass er aus der „Roten Suhle“, einer salzhaltigen „Wildwälze“, oder aus „rot“ (Moder, Fäulnis) und dem indogermanischen „sol“ für Sumpf entstanden ist. Die zweite Version wird als wahrscheinlicher empfunden. Früher wurde Rotensol als „Rothensohl“ geschrieben.[16]

Neusatz

Neusatz

Neusatz schließt sich östlich an Rotensol an und liegt auf etwa 560 m bis 600 m Höhe. Es entstand vermutlich um 1150 zusammen mit der Rodekolonisation von Rotensol. Einige Feldwege zeigen heute noch den Verlauf der „Hufenflur“. Das Kloster Herrenalb bestimmte maßgeblich die Entwicklung des Höhenortes, das Leben war von Landwirtschaft und Holzhandel geprägt. Zusammen mit Rotensol gehörte Neusatz eine lange Zeit dem Kirchspiel Dobel an.

Der Ortsname wurde 1257 zum ersten Mal als „Nivesatze“ erwähnt, dies entstammt womöglich dem Wort der neuen Siedlung und meint die neueste Ortsgründung auf der Höhe („neu“ – Neuland). Im Mittelhochdeutschen bedeutet „satz“ so viel wie ein Ort, an dem etwas hingesetzt oder hingepflanzt wird.[17]

Politik
Rathaus mit renoviertem Vorplatz und renaturierter Alb
Bürgermeister
Schultheiß Johann Adam Benckiser
1813: Schultheiß Jakob Gräßlen
1854–1891: Stadtschultheiß Erhard Beutter
1962–1996: Robert Traub (CDU)
1996–2004: Manfred Renz (GRÜNE)
seit 2004: Norbert Mai
Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 46,5 % zu folgendem Ergebnis:[18]

Partei / Liste Stimmenanteil +/− Sitze +/–
FWG 22,9 % + 12,1* 3 − 2
Unabhängige Bürgervereinigung 26,2 % 4 ± 0
Bürgerforum Bad Herrenalb 17,0 % 3 + 3
CDU 20,4 % − 7,0 3 ± 0
Grüne Liste 13,5 % − 5,1 2 − 1
Gesamt 100,0 % 15

* Die Werte für die Wählergemeinschaften werden in der Statistik zusammengefasst.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Schwarz ein doppelreihig rot-silbern geschachter Schräglinksbalken belegt mit einer rotgefütterten silbernen Albe, durch die ein linksgewendeter pfahlweiser goldener Abtsstab gesteckt ist.“

Städtepartnerschaften

Bad Herrenalb hat momentan keine Partnerstädte. Es gibt jedoch eine enge Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Dobel.

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Straßen

Die Landesstraße 564 durchquert Bad Herrenalb in Nord-Süd-Richtung und bindet die Stadt über das Albtal an Ettlingen im Norden und über die Passhöhe Käppele an Gernsbach im Südwesten an. Der Abschnitt in Richtung Ettlingen und zur A 5 ist die am stärksten befahrene Strecke. Am Kreisverkehr in der Stadtmitte zweigt die L 340 ostwärts nach Dobel und ins Enztal ab. An der Eyachbrücke bei Höfen an der Enz erreicht sie die B 294.

Die Kreisstraße 4331 verläuft von Moosbronn im Nordwesten kommend über Bernbach, das nördliche Ortsende Bad Herrenalbs, Rotensol und Neusatz nach Dobel. Neusatz ist über eine weitere Kreisstraße mit Straubenhardt verbunden.

Eisenbahn
2016 barrierefrei umgebauter Bahnsteig Bahnhof Bad Herrenalb

Seit dem Bau der Albtalbahn im Jahr 1898 ist Herrenalb an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Zuerst schmalspurig errichtet und später von der Einstellung bedroht, wurde sie in den 1960er Jahren auf Normalspur umgestellt und ist seitdem in das Karlsruher Stadtbahnnetz integriert.

Heute ist der Bahnhof Bad Herrenalb über die Stadtbahnlinie S1 der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) (über Karlsruhe nach Hochstetten) an den Karlsruher Nahverkehr angeschlossen. Auf dem Streckenabschnitt nach Ettlingen verkehren von Mai bis Oktober an mehreren Sonntagen Museumszüge der Ulmer Eisenbahnfreunde.

Öffentlicher Personennahverkehr

Bad Herrenalb besitzt die Besonderheit, dass der Ort in zwei Verkehrsverbünden liegt, der wichtigere und seit 1994 bestehende Verkehrsverbund ist jener aus Karlsruhe. Seit 1998 gehört Bad Herrenalb zusätzlich zur Verkehrsgesellschaft Bäderkreis Calw, dies ist mit der Zugehörigkeit zum Landkreis Calw zu begründen.
Der Tarif der VGC findet innerhalb des Ortes keine Anwendung, in den Bussen und Bahnen sind dafür auch keine Fahrkarten erhältlich, mit Ausnahme der Linien 716, 719, (723), die in den Kreis Calw führen.
Des Weiteren ist Bad Herrenalb über Buslinien mit Pforzheim (716), Baden-Baden (244), Bad Wildbad (719) und dem Gaistal (116) verbunden. Bis Januar 2008 gab es in Bad Herrenalb einen Gästebus (ex. 111), der aus Kostengründen und wegen mangelnder Nachfrage eingestellt wurde. Er wurde von der AVG gefahren. Die meisten Linien fahren unter der Woche im Stundentakt, zu Spitzenzeiten teilweise sogar öfter bzw. mehrere Linien ergänzen sich zu einem dichteren Takt (716 und 719), am Wochenende wird meist nur ein Zweistundentakt angeboten. Bis zum September 2011 wurde unter der Woche auf der Linie 244 ein ganztägiger Stundentakt angeboten, der jedoch aufgrund geänderter Finanzierungsvereinbarungen am Vormittag auf zwei wichtige Schulfahrten reduziert wurde. Zum Dezember 2012 wurde der Verkehr der Linien 113 und 116 ausgeschrieben sowie die Finanzierung geändert. Daher kam es zu einer deutlichen Reduzierung des Verkehrsangebotes, sodass seitdem täglich nur noch im Zweistundentakt mit einzelnen Verdichtern gefahren wird. Mit dem Fahrplanwechsel 2013/2014 entfielen am Wochenende sämtliche Fahrten der Linie 719, da die Leistungen der eingebundenen Linie 723 erheblich gekürzt wurden. Zum 1. September 2015 wurde der Verkehr am Wochenende im Zweistundentakt wieder aufgenommen. Die Linien 113 und 116 erfuhren eine schrittweise Verbesserung im Dezember 2014 und November 2015.

Bildungseinrichtungen
Haus der Kirche

In Bad Herrenalb gibt es eine Hauptschule mit Werkrealschule und eine Grundschule.

In Bad Herrenalb befindet sich das Haus der Kirche – Evangelische Akademie Baden. Die Tagungsstätte wurde 1997 vollständig renoviert und erweitert. Seit den 50er Jahren ist das Haus Tagungsort der Evangelischen Akademie Baden und der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden. Dabei besteht die Besonderheit, dass Bad Herrenalb zur Evangelischen Landeskirche Württemberg gehört. Das Haus liegt somit außerhalb des Zuständigkeitsgebietes der Badischen Landeskirche.

Zahlreiche andere kirchliche Gruppen setzen sich regelmäßig in Bad Herrenalb mit religiösen und gesellschaftlichen Fragen auseinander. Darüber hinaus wird die Tagungsstätte auch von Industrieunternehmen, Universitäten, Verbänden und anderen gesellschaftlichen Gruppen genutzt.

Siebentäler-Therme
Freizeit- und Sportanlagen
Thermalbad Siebentäler Therme
Fitness Center Forum
Badminton Verein Neusatz-Bad Herrenalb
Albtal-Arena (Adventure-Camping)
Waldfreibad
Drachenflugplatz in Althof
Reitanlage in Rotensol
Mountainbike-Strecken
9-Loch-Golfplatz
verschiedene Sportkletterrouten an den Felsen des umliegenden Albtales
Gesundheitswesen

Drei Fach- und Rehabilitationskliniken gibt es in Bad Herrenalb.

Die Acura Fachklinik Falkenburg ist eine Rehabilitationsklinik für die Bereiche Kardiologie/Angiologie, Neurologie und Orthopädie mit ca. 275 Betten.[19]

Die Psychosomatische Fachklinik Celenus Klinik Bad Herrenalb hat 88 Betten.[20]

Eine kleinere private Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie und Psychosomatik ist die Sanima Klinik.[21]

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Klosterruine Bad Herrenalb
Kurhaus
Kloster
Hauptartikel: Kloster Herrenalb

In der Stadtmitte befinden sich die Reste der ehemaligen Zisterzienserabtei Herrenalb. Neben der Klosterkirche und den Ruinen des ehemaligen Paradieses lassen sich Gebäude, Mauern und andere historische Reste des ehemaligen Klosters entdecken. Die Gemeinde schuf dazu den Historischen Weg Kloster Herrenalb mit zahlreichen Infotafeln.

Museum Bad Herrenalb

Das Museum Bad Herrenalb zeigt die Tradition und das Handwerk der thematisch besonderen Feierabendziegel (Motivziegel) der Sammlung Bernt. Die Geschichte des Daches und die Sozialgeschichte der Ziegler runden die Dauerausstellung ab. Der regionale Bezug wird durch frühe Ziegel der ehemaligen klösterlichen Ziegelhütte in Herrenalb aus dem 15. Jahrhundert hergestellt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Im Jahreskalender der Stadt sind traditionelle Feste, Märkte und Kulturveranstaltungen verankert. Dazu zählen das Internationale Klavierduo-Festival ab Christi Himmelfahrt, der Kunsthandwerkermarkt an Pfingsten, das Sommernachtstheater im Juni und Juli, der Stadtlauf der Skizunft Mitte Juli, das Klosterfest am ersten Augustwochenende, das Bahnhofsfest am dritten Augustwochenende, der Herbstmarkt Anfang Oktober sowie der Adventsmarkt Anfang Dezember. In der Klosterkirche finden die jährlichen Benefizkonzerte Klassik im Kloster statt.[22]

Gartenschau 2017

Am 15. Dezember 2009 erhielt die Stadt Bad Herrenalb vom Land Baden-Württemberg den Zuschlag für die Gartenschau 2017. Die Gartenschau wird als Grünprojekt durchgeführt, welche im jährlichen Wechsel mit den großen Landesgartenschauen stattfinden.

Die Veranstaltung fand vom 13. Mai bis zum 10. September 2017 unter dem Motto „Blütentraum & Schwarzwaldflair“ statt. Hierfür wurde der Kurparkbereich und die Schweizerwiese, wie auch der Rathausplatz und die Kurpromenade erheblich aufgewertet. Mit mehr als 380.000 Besuchern fand die Gartenschau sehr großen Anklang und wurde so zu einem großen Erfolg für die Stadt. [23][24]

Persönlichkeiten

Aus Bad Herrenalb stammt Roderich Cescotti (1919–2015), Generalmajor und Buchautor.

Literatur
Christiane Högerle, Sabine Zoller: Bad Herrenalb. Vom Kloster zum Kurort. Die Geschichte. Verlag Bernhard Gengenbach, Bad Liebenzell 1990, ISBN 3-921841-35-6.
Herrenalb. In: Königliches statistisch-topographisches Bureau: Beschreibung des Oberamts Neuenbürg. Stuttgart, 1860, S. 167–186 (online).
Weblinks
 Commons: Bad Herrenalb – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Herrenalb – Reiseführer
Offizielle Website
Bad Herrenalb im Wissensportal LEO-BW des Landesarchivs Baden-Württemberg