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Geschichte

Der nachstehende Text behandelt die Geschichte der Tallage Bad Honnefs, die Geschichte Aegidienbergs wird im Artikel Aegidienberg behandelt.

Entstehung des Namens

Die angeblich erstmalige Nennung Honnefs zu Anfang des 8. Jahrhunderts als „Honffa“ ist historisch nicht haltbar, da die ihr zugrunde liegende Inschrift nach neueren Forschungen aus sehr viel späterer Zeit stammt. 922 wurde es in latinisierter Form als „Hunapha“, 1102 als „Hunephum“, 1173 als „Hunepha“ und 1283 als „Hunippe“ in verschiedenen lateinischen Urkunden erwähnt. In deutscher Form erschien 1120 der Name „Hunefeh“, 1173 und 1278 „Hunefe“, und 1395 wurde der Name „Hunff“ in einer Drachenfelser Ausgabenrechnung festgehalten. Im Nekrologium von Nonnenwerth wird die damalige Siedlung „Hunnffe“ und in der Chronik von Erkelenz „Honff“ genannt.

Entstanden ist der Name wahrscheinlich aus den Silben „hohn“ und „höhnchen“. Ersteres könnte von verschiedenen Ortsnamensendungen des Westerwaldes, die ähnlich hießen („han“, „hahn“, „hohn“, „hagen“) abgestammt sein, „Am höhnchen“ hieß ein Waldbezirk. Honnef war deshalb möglicherweise der Name für ein Walddorf. Früher nahm man unter anderem an, der Stadtname hätte seine Ursprünge im keltischen „on“ (hon = Fels) und der Name würde demnach „Gut vor dem Felsen“ bedeuten. Andere Versionen führen den Namen auf einen Bach zurück oder dem „Hofe des Hunno“, der im Mittelalter der damaligen Honschaft vorstand.

Die 1317 und 1393 urkundlich belegte Bezeichnung „Hunff“ wird auch als „tierreiches Wasser“ interpretiert, bezugnehmend auf die beiden sich bei Bad Honnef vereinigenden Rheinarme.[7]

Anfänge in der fränkischen Zeit

Seit der fränkischen Zeit ist die Besiedlung der Region um Bad Honnef nachweisbar. 1871 wurden auf dem Markt und neben der Kirche fränkische Gräber aufgedeckt, die außer den Urnen zahlreiche andere Grabbeilagen wie Bronzespangen, Tonperlen und eine eiserne Lanzenspitze enthielten.[8] Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 922 als Hunapha. Das Land war in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts in der Hand der Pfalzgrafen aus dem Hause der Ezzonen, die um 1060 Besitz und Gerechtsame an die Kölner Kirche abtraten. Besonders der Weinanbau zog den Adel und kirchliche Institute an. Neben der Kölner Kirche hatten das Stift St. Cassius in Bonn (1148), ferner die Abtei Siegburg, das Stift Dietkirchen in Bonn sowie das Kloster Heisterbach und andere geistliche Institute Besitz in Honnef.[9] Im Jahre 1108 ging die Herrschaft an die Grafen von Sayn über, die die Löwenburg errichteten. Die dortigen Ritter beherrschten das ganze 12. Jahrhundert das Gebiet „Herrschaft Lewenberg“, das neben Honnef auch Teile des nördlicheren Gebietes wie Nieder- und Oberdollendorf sowie Beuel und das Gebiet an der Sieg umfasste. Honnef war Sitz dieser Herrschaft und Hauptgericht.

Der „Besitz Lewenburg“ geriet 1252 in die Hände des Grafen Heinrich von Sponheim, der sich später Heinrich von Heinsberg nannte. Der Besitz wechselte 1344 zu den Grafen von Loen, die in Honnef auch eine Münzstätte betrieben.[10] Sie mussten den Besitz durch Heirat einer Erbin mit dem Grafen Johann von Nassau-Saarbrücken 1448 an diese Familie abgeben. An der Ausübung der Gerichtsbarkeit in Honnef war seit 1345 auch das Erzbistum Köln bzw. das Domkapitel, das mit dem Bischofshof über wichtigen Grundbesitz verfügte, zu einem Drittel beteiligt.[11] In dieser Zeit, zumindest zwischen 1381 und 1386, unterstanden Teile der Verwaltung des Kirchspiels Honnef dem kurkölnischen Amt Godesberg.[12]

Honnef unter dem Herzogtum Berg

Die komplizierten und unklaren Besitzverhältnisse verursachten über Jahrhunderte verschiedene Fehden. Aus einer dieser Besitzstreitigkeiten ging Herzog Wilhelm von Jülich und Berg als Sieger hervor, an den das Gebiet am 14. März 1484 überging und so zum Amt Löwenburg innerhalb des Herzogtums Berg wurde. Honnef war Hauptgericht des Amtes und zeitweise Sitz des Amtmanns. Verschiedene Kirchen und geistige Institute, darunter das Kölner Jesuitenkolleg, hatten zu dieser Zeit Besitz in Honnef. Die Gemarkung Honnef bestand seit 1382, der Gerichtsbezirk seit 1412. Ein Schöffenkolleg am Honnefer Hochgericht ist 1376 genannt, ein erzbischöflicher Amtmann ebenfalls 1376. 1343 wird zum ersten Mal ein Pfarrer erwähnt.

Das Herzogtum Berg bestimmte die Geschichte Honnefs über Jahrhunderte. Unter dieser Herrschaft wurde es mehrere Male verwüstet. 1543 wurden zahlreiche Häuser bei einem Kampf zwischen Herzog Wilhelm IV. und Kaiser Karl V. zerstört. Von diesem Vorfall erholte sich Honnef schnell. 1520 hielt die Lehre Luthers Einzug, worauf es mehrere Jahrzehnte zu Streitigkeiten um die Besetzung von kirchlichen Ämtern kam. Im Truchsessischen Krieg wurde Honnef ein weiteres Mal verwüstet. In der darauffolgenden Zeit mussten die Honnefer den eingefallenen Soldaten Lebensmittel und Geld liefern. Spätestens ab 1555 bildete Honnef ein Kirchspiel, das sich in die Honschaften (heutige Schreibweise der Ortsnamen) Beuel, Bondorf, Mülheim, Rommersdorf, Rhöndorf und Selhof gliederte.[13] Das Kirchspiel wurde von einem Rat von zwölf (ursprünglich sechs) Geschworenen verwaltet, in den jede Honschaft zwei Vertreter entsendete. Ein Geschworener aus jeder Honschaft war zugleich ihr Ortsvorsteher, der Bürgermeister von Honnef wurde jährlich aus und von diesem Kreis gewählt.[14][15][16]

Honnef gehörte 1597 zu den Orten zwischen Küdinghoven und Hönningen, die sich in der „Linzer Eintracht“ zusammenschlossen und sich gegenseitige Hilfeleistung im Falle von kriegerischen Überfällen zusicherten. 1630 fielen die Schweden in das kölnische Gebiet ein, was Honnef aber gut überstand. Nach der Gegenreformation kam es ab etwa 1670 immer wieder zu religiösen Streitigkeiten. 1673 marschierten im Holländischen Krieg etwa 22.000 rheinaufwärts ziehende französische Truppen unter Führung von Marschall Turenne in Honnef ein; es soll es auf das Verhandlungsgeschick des Ortspfarrers Franz Xaver Trips zurückzuführen sein, dass der Ort vor Raub und Brandstiftung geschützt wurde.[17]:46[18]:98 Der Friede von Nimwegen beendete 1678 diese Auseinandersetzungen und die Honnefer Bevölkerung erholte sich. Ein schwerer Schlag bedeutete die Einnahme Honnefs durch französische Truppen am 24. Mai 1689, die den Ort plünderten und niederbrannten. 1695 wurde Honnef unter der Führung von Engländern aber wieder besetzt. Durch diese Geschehnisse sank der Wohlstand der damaligen Gemeinde im 17. Jahrhundert ständig. Während des Dreißigjährigen Krieges starben zahlreiche Winzerfamilien aus oder zogen fort, außerdem wuchs die Steuerlast beständig an.

1792 wurden in der 2.940 Hektar großen Gemarkung Honnef 999 Morgen als Ackerland, 783 Morgen als Rebland und 60 Morgen als Wiesen genutzt. In 333 Häusern lebten 2.333 Einwohner.[9] Aus einer erstmals 1805 urkundlich nachweisbaren Hausnummerierung geht eine Anzahl von maximal 470–480 Häusern in Honnef hervor.[19]

Im Zuge der Bildung des Rheinbundes ging das Herzogtum Berg 1806 im Großherzogtum Berg auf. Mit der Einführung neuer Verwaltungsstrukturen nach französischem Vorbild wurde das Amt Löwenburg ebenso wie das Kirchspiel Honnef und dessen Gliederung in Honschaften bis 1808 aufgehoben. Seit Frühjahr 1809 unterstand das vormalige Kirchspiel Honnef unter Verlust eines eigenen Rates und Bürgermeisters der Verwaltung der Mairie Königswinter, die zum Kanton Königswinter im Arrondissement Mülheim gehörte. Dieser Schritt wurde als Verlust der kommunalen Selbstständigkeit Honnefs betrachtet. Zum 1. Januar 1810 führte Napoleon auch im Großherzogtum Berg das französische Recht (Code civil) ein.[20]

Am 28. Januar 1813 kam es zu einem Aufstand gegen die wachsenden Steuern, die Handelssperre und das Leiden wegen Napoleons Kriegen. In den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 waren Honnefer als Angehörige des Landsturms vom Siebengebirge aktiv.

Evangelische Erlöserkirche (1900)
1815–1871: Vom Wiener Kongress bis zur Reichsgründung

Nach den Beschlüssen des Wiener Kongresses 1815 fielen die ehemaligen rheinischen Territorien, darunter auch das Großherzogtum Berg, an das Königreich Preußen. Nach der Einführung der preußischen Verwaltungsstrukturen 1816 blieb die Gemeinde Honnef Teil der Bürgermeisterei Königswinter (bis 1813 „Mairie Königswinter“), die dem Kreis Siegburg (ab 1925 „Siegkreis“) im Regierungsbezirk Köln zugeordnet wurde. 1816 war das Jahr ohne Sommer – die preußische Herrschaft begann in einem Jahr mit Missernten, Dürre und hohen Lebensmittelpreisen. 1822 wurden die rheinischen Gebiete zur Rheinprovinz zusammengefasst. Die wirtschaftliche Lage Honnefs stabilisierte sich 1823 wieder. Als 1824 die von der preußischen Regierung beabsichtigte Abschaffung des französischen Rechts auf starken Widerstand der Bevölkerung stieß, wurde das Vorhaben wieder aufgegeben.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Bergbau (Blei-, Zinkerze) im Schmelztal betrieben, das nach den an die Gruben angeschlossenen Schmelzereien benannt ist. Zu diesem Abbaubereich gehörten die Grubenfelder (von West nach Ost) Alter Fritz, Johannesberg (im sogenannten Bergenstadter Gangzug), Glückliche Elise und Adler. Der Bau von Landstraßen in den Jahren 1850–1855, so eine Straße von Königswinter über Honnef nach Linz am Rhein (1851/52) und um 1855 eine von Honnef nach Asbach, förderte die Industrialisierung Honnefs.[9] Ab 1855 wurde die rechtsrheinische Bahnstrecke gebaut, die entlang des Rheins verläuft. Ihre Inbetriebnahme im nördlichen Abschnitt Neuwied–Oberkassel 1870 begünstigte die weitere Entwicklung der Stadt.

Honnef um 1900

1845/46 erhielt die Gemeinde Honnef mit Erlass einer neuen Gemeindeordnung für die Rheinprovinz einen eigenen Gemeinderat und Vorsteher, 1849 eine eigene Postexpedition (zuvor zum Zustellbereich von Königswinter gehörend).[21][22] Nach jahrelangen Bemühungen – bereits zum Jahresbeginn 1852 hatte die Gemeinde ein eigenes Standesamt bekommen[23] – gelang es den Honnefern 1862, durch königlichen Erlass vom 14. Juli[2][18]:186 das Stadtrecht nach der Rheinischen Städteordnung zu erhalten. Damit schied die Gemeinde zum 1. Januar 1863[18]:187 aus der Bürgermeisterei Königswinter aus und wurde als eigene Bürgermeisterei Honnef selbstständig. Auch das alte Wappen galt nun wieder. Die Ablehnung Preußens durch die Honnefer Bevölkerung legte sich und Honnef überstand die Kriege von 1864 (Deutsch-Dänischer Krieg), 1866 (Deutscher Krieg) und 1870/71 (Deutsch-Französischer Krieg) relativ unversehrt.

1871–1918: Honnef im Kaiserreich

In den Friedensjahren 1871 bis 1914 erlebte Honnef einen bis dahin nicht gekannten Aufschwung. In dieser Zeit – besonders seit Einsetzen eines Baubooms im Jahre 1898 mit 250 Neubauten bis 1905 – wuchsen die bisher getrennt voneinander gelegenen Ortschaften auch siedlungsgeographisch zu einer Stadt zusammen, entstanden im Zentrum zahlreiche bis heute stadtbildprägende Villen und Geschäftshäuser im Stil der Gründerzeit- bzw. Historismus-Architektur.[24]

Hohenhonnef 2012
„Aalschokker Aranka“ mit Blick zum Drachenfels zwischen Festland und Insel Grafenwerth

1878 wurde eine neuerrichtete Mädchenschule in der Bergstraße eröffnet.[18]:279 1891/92 entstand auf der Augusthöhe oberhalb der Stadt die schlossartige Lungenklinik Hohenhonnef, die zum Aufschwung der Stadt beitrug. In diesen Jahren richtete die schwedische Königin Sophie einen Sitz in Honnef (Villa Brinck-Neviandt) ein, den sie zwischen 1892 und 1906 mindestens zehnmal nutzte. 1894/95 ließ die Stadt ein eigenes Rathaus errichten. Am 9. Februar 1897 wurde auf dem Gelände der Villa Weckbecker (in den 1950er-Jahren abgebrochen[25]) eine Mineralquelle („Drachenquelle“) erbohrt,[26] im Jahr darauf ein Badehaus errichtet. 1901 kaufte die Stadtverwaltung die im Mittelpunkt der Stadt gelegene Villa Haarhaus und baute sie zum Kurhaus um. Die Quelle wurde 1902 von einer holländischen Gesellschaft gekauft. 1906 kam die Firma August Lepper, die sich später im Lohfeld niederließ, 1908 die Firma Penaten nach Honnef. Da schon mehrere Fabriken errichtet worden waren und um den Ruf Honnefs als Luftkurort nicht zu gefährden, verhinderte man ein weiteres Ansiedeln der Industrie. Im Gegenzug zur Ausweitung von Fremdenverkehr und Industrie nahm die wirtschaftliche Bedeutung des Weinbaus ab, für den bis Ende des 19. Jahrhunderts noch große Teile des Stadtgebiets genutzt wurden.

Der dritte Bürgermeister nach der Loslösung von Königswinter, Theodor Waechter, vollendete den Bau eines Wasserwerks. Unter seiner Amtszeit wurde auch ein neues Gaswerk errichtet, die Straßen und Wege ausgebaut und verschönert. Auch die Einweihung einer neuen evangelischen Kirche am 2. Dezember 1900 und die Erarbeitung eines städtischen Bebauungsplans durch den Aachener Hochschullehrer Karl Henrici fallen in seine Amtszeit. 1902 wurde an der Bismarckstraße die erste evangelische Volksschule errichtet, von November 1913 bis Januar 1915[18]:280 entstand die katholische Volksschule an der Bergstraße.[27]:119 Waechters Nachfolger P. J. Brenig (Amtszeit 1908–1919) bemühte sich weiter um die Förderung des Fremdenverkehrs, indem er auf der Insel Grafenwerth eine Anlegebrücke für Dampfschiffe sowie eine Brücke zur Insel bauen ließ. 1913 besuchten schon 4.830 Kurgäste die Stadt, die als „deutsches Nizza“ (Alexander von Humboldt) überregional bekannt geworden war. Mehrere große Landhäuser wurden errichtet, in denen viele Rentner und Kaufleute aus den näheren Großstädten verweilten.

1918–1933: Weimarer Republik

Den Ersten Weltkrieg überstand die Stadt relativ gut, auch wenn zwischenzeitig Zwangsverwaltung der Lebensmittel eingeführt wurde. Nach dem Krieg litt die Stadt unter einer hohen Arbeitslosigkeit, die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich zunächst immer weiter. Nach Inkrafttreten des Versailler Vertrags 1920 gehörte Honnef zunächst zum unbesetzten Gebiet im Rheinland, bis es infolge des Ruhrkampfs am 1. März 1923 als Teil des sogenannten „Einbruchsgebiets“ im südlichen Siegkreis und nördlichen Kreis Neuwied von französischen Truppen besetzt wurde. Der Bürgermeister von Honnef (Albert Berns) wurde am 6. April verhaftet und in Bonn inhaftiert. Nach der Londoner Konferenz kam es am 17. November 1924 zur Räumung des Einbruchsgebiets durch die Besatzung und zur Wiedereinsetzung des Bürgermeisters Berns.[28][29]

1921 wurde die Insel Grafenwerth vom Staat angekauft, am 27. September 1925 die Siebengebirgsbahn von ihrem bisherigen Endhaltepunkt in Königswinter bis Honnef verlängert. Das kulturelle Geschehen wurde wieder belebt, der Kursaal wieder zum Schwerpunkt gesellschaftlicher Veranstaltungen. 1925 gründete sich eine „literarische-musikalische Gesellschaft“. In einem neuen Heimatmuseum wurden geschichtlich wertvolle Erinnerungsstücke zusammengetragen. Die Krisenjahre der Weimarer Republik spiegelten sich auch in Honnef wider: 1923 besetzten Separatisten, die die Gründung einer „Rheinischen Republik“ beabsichtigten, von Koblenz kommend die Stadt und verwüsteten u. a. den Kursaal. Die einheimische Bevölkerung der benachbarten unbesetzten Orte organisierte einen bewaffneten Selbstschutz. Bei Aegidienberg kam es im November 1923 zu Zusammenstößen der Einheiten, die als „Schlacht“ bezeichnet und als Separatistenabwehr glorifiziert wurden.

Da in Honnef eine starke kommunistische Ortsgruppe existierte, aus der der Reichstagsabgeordnete Wilhelm Pinnecke als führende Persönlichkeit herausragte, verschärfte sich in der Endphase der Weimarer Republik die Konfrontation mit der ebenfalls erstarkenden nationalsozialistischen Ortsgruppe.

Feuerschlößchen
1933–1945: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

In der nationalsozialistischen Zeit entwickelte der neue Bürgermeister eine Reihe von Ideen, um die Stadt aus der wirtschaftlichen Misere zu führen. Auf seinen Vorschlag hin wurde die Gauführerschule des Gaues Köln-Aachen 1934 von Wahn nach Honnef in das leerstehende so genannte „Feuerschlößchen“ in Bondorf verlegt. Seine Pläne für ein Separatistenabwehrdenkmal auf dem Himmerich und einen Thingplatz an der Löwenburg verliefen nach anfänglichen Aktivitäten im Sande. Die Bohrung einer zweiten Mineralquelle auf der Insel Grafenwerth 1938 und der Bau eines Freibades dort brachten einen Aufschwung für den Kurort.

Im November 1938 wurde die an der Linzer Straße in der Nähe des Ohbachs gelegene Honnefer Synagoge, vormals eine evangelische Kirche, in Brand gesteckt und auf diese Weise zerstört. Viele jüdische Einwohner (siehe Jüdische Gemeinde Honnef) emigrierten. Die nach 1939 in Honnef lebenden Juden mussten ihre Wohnungen verlassen und wurden alle in zwei (nun rein jüdischen) Häusern in Honnef konzentriert. Von hier aus hatten sie dann in ein Lager in Much umzusiedeln. Von Much aus erfolgte im Juli 1941 der Transport in den Osten zu ihrer Ermordung.

Im Zweiten Weltkrieg kamen etwa 250 Kriegsteilnehmer aus Honnef um, die Stadt hatte zudem drei zivile Tote zu beklagen.[30]:590 Während des Krieges blieb Honnef von Luftangriffen im alliierten Luftkrieg weitgehend verschont. Zu den wenigen Zerstörungen gehörte die der Penaten-Fabrik. Aus diesem Grund verlegten auswärtige Behörden ihren Sitz in die Stadt, unter anderem Teile des Oberpräsidiums der Rheinprovinz aus Koblenz, die NSKOV an die Linzer Straße 108[30]:602, das in Köln am 29. Juni 1943 zerbombte Erzbischöfliche Generalvikariat mit der Diözesanverwaltung und dem Offizialamt in das St. Antonius-Heim[30]:601 f. und der Gauschulungsleiter in die Gauschulungsburg im Feuerschlößchen[30]:603. Zur Abhilfe des personellen Notstandes arbeiteten zahlreiche Kriegsgefangene und später Zwangsarbeiter, vor allem Frauen aus der Sowjetunion, in Honnef. Ab Juli 1941 wurden in Honnef mehrfach Fliegergeschädigte aus Köln und anderen Großstädten untergebracht, zunächst etwa 150 vorwiegend in geschlossenen Hotels und Fremdenheimen und im April 1943 erneut rund 120 Personen.[30]:600 Ein Luftangriff auf Honnef mit Bombenabwürfen auf die Lohfelder Straße erfolgte im November 1944.[30]:605 Nach dem Übergang amerikanischer Truppen über die Remagener Ludendorff-Brücke kam es zwischen dem 9. und 10. März 1945 zu Kämpfen um Honnef, da hier ein deutscher Panzervorstoß gegen den Brückenkopf geführt wurde. Am Abend des 10. hatte das 331. US-Infanterieregiment der 78. US-Infanteriedivision Honnef besetzt.[31][30]:614 Am 13. März erreichten die amerikanischen Kampftruppen Hohenhonnef und die Rheinhöhen bei Rhöndorf, am Tag darauf folgte die Besetzung von Rhöndorf und der Löwenburg.[30]:615 Der Beschuss durch die deutsche Artillerie dauerte in Honnef noch bis zum 22. März an.[30]:617

Nach dem Zweiten Weltkrieg
Die SPD-Fraktion des Parlamentarischen Rates kam 1948/49 in Honnef unter

Nach der Entscheidung von Parlamentarischem Rat und Bundestag für Bonn als vorläufigen Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland wurde Honnef Teil der neuen „Hauptstadtregion“.[32] Die Stadt gehörte von 1949 bis 1955 zur Enklave Bonn, ein der Alliierten Hohen Kommission unterstehendes Sondergebiet um den Regierungssitz. Für die Mitglieder der britischen Hochkommission entstanden in Honnef und Rhöndorf 14 Einzelhäuser (jeweils 160 m²) mit großen Grundstücksflächen.[27]:121[33] Auch die SPD-Fraktion im Parlamentarischen Rat kam 1948/49 in Honnef unter. 1935 war der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer nach Rhöndorf gezogen. 1949 fand in seinem Wohnhaus die sogenannte „Rhöndorfer Konferenz“ statt, in der die Grundlagen für die politische Struktur nach der ersten Bundestagswahl geschaffen wurden. Nachdem Adenauer 1967 in seinem Wohnhaus verstarb, wurden 1970 die ersten Führungen durch das Haus angeboten. 1975 wurde in einem Neubau unterhalb des Hauses eine Ausstellung über sein Leben veröffentlicht. 1997 wurde das Ausstellungsgebäude neu gestaltet. Es zieht nach wie vor zahlreiche Touristen nach Bad Honnef.

1953 entstand an der Bergstraße die erste städtische Turnhalle.[27]:121 Von 1953 bis 1958[34] wurde die Bundesstraße 42 neben der rechtsrheinischen Bahnstrecke neugebaut, was den Neubau von drei Fußgängerbrücken über die Bundesstraße und die Bahntrasse erforderlich machte, um den Rheinuferbereich mit den Straßenbahnhaltestellen (heute Stadtbahn) nicht vom Rest der Stadt abzutrennen. Dem Neubau der Bundesstraße musste auch der Rhöndorfer Bahnhof weichen, der unterhalb der Straßenbrücke neu aufgebaut wurde. Ebenfalls im zeitlichen Zusammenhang mit dem Straßenbau wurde der Bahnhof Honnef (Rhein)[35] 1957 umfassend verändert, wobei das Gebäude seinen klassizistischen Stil verlor sowie das Stellwerk verlegt wurde. 1958 erfolgte die Elektrifizierung der Bahnstrecke.[36] Die Stadt erhielt aufgrund des Beschlusses der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen vom 27. Januar 1960 den Zusatz „Bad“.[2] In diesem Jahr wurde auch die Kurklinik Siebengebirge eröffnet. 1962 wurde das Mineralschwimmbad auf der Insel Grafenwerth abgerissen und bis 1963 durch einen Neubau ersetzt, gleichzeitig mit der Errichtung der neuen Trinkhalle. Ebenfalls 1963 siedelte sich das Deutsch-französische Jugendwerk (DFJW) in einem Gebäude an der Hauptstraße in Rhöndorf an. Im Juli 1969 ging die für acht Millionen D-Mark erbaute Kurklinik Drachenfels in Betrieb, die 1975 für 14 Millionen Mark umfassend erweitert und umgebaut wurde.[37]

1967 hatte Honnef 16.269 Einwohner, von denen 149 in der Land- und Forstwirtschaft, 2.730 im verarbeitenden Gewerbe und 3.487 im Dienstleistungsbereich tätig waren. In 55 Industriebetrieben arbeiteten 3.319 Personen, den 1.880 Auspendlern standen 1.646 Einpendler gegenüber. An öffentlichen Einrichtungen waren 1967 vorhanden: ein Freibad, zwei Sportplätze, drei Kindergärten, sechs Turnhallen, zwei Krankenhäuser mit je 150 Betten, vier Volksschulen, vier Sonderschulen, eine Realschule und zwei Gymnasien.[9]

Rathaus Bad Honnef

Im Zuge der kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn am 1. August 1969 wurde aus dem aufgelösten Amt Königswinter-Land die Gemeinde Aegidienberg als neuer Stadtbezirk Bad Honnef zugeordnet.[38][39] Zuvor war auch ein Zusammenschluss Aegidienbergs mit den Berggemeinden Ittenbach, Heisterbacherrott, Oberpleis und Stieldorf erwogen worden.[40] Wegen des Wachstums der Stadt stießen die Räume im damaligen Rathaus am Markt an ihre Kapazitätsgrenzen, so dass nach den Plänen des Architekten Joachim Schürmann in den Jahren 1982/83 im Ortszentrum ein neues entstand (→ Rathaus (Bad Honnef)). 1977 wurde der neue Hauptsitz der Bad Honnefer Stadtsparkasse eröffnet, 1980 eine Fußgängerzone eingerichtet.

Die Einnahmen aus dem Kurtourismus begannen in der einsetzenden Wirtschaftskrise ab 1980 und der folgenden Sparmaßnahmen der Krankenversicherungen deutlich abzunehmen. Ein Skandal um Abrechnungen zwischen der Bad Honnef AG als Betreiber der Kurkliniken und der Bundesversicherungsanstalt führte 1982 zum Entzug der Belegungszusage für die Drachenfelsklinik und 1983 zu deren Schließung. In diesem Jahr musste Bad Honnef den Titel „Heilbad“ abgeben, weil die Auflagen zur Erfüllung dieses Titels – die schon zur Ausweisung von Produktionsstätten wie der Firma Delu-Becker führten – für die Stadt wirtschaftlich schwer zu verkraften waren.[41] Der recht plötzliche Wegfall des Kurtourismus zwang die Stadt zu einem rasanten Strukturwandel. 1984 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Drachenfelsklinik ein neues Altenheim eröffnet, 1986 in der vormaligen Kurklinik Siebengebirge das Seminaris-Hotel Bad Honnef als wichtiger Baustein des Wandels zur Tagungs- und Kongressstadt. Bereits im Herbst 1982 hatte die Akademie für Führungskräfte der Deutschen Bundespost neue Räumlichkeiten im Süden von Selhof bezogen.

Am 18. August 1988 endete in Aegidienberg, auf der Bundesautobahn 3 Richtung Frankfurt am Main, das Gladbecker Geiseldrama.

Zu Beginn der 1990er-Jahre wurde die Siebengebirgsbahn von der Straßen- zur Stadtbahn ausgebaut, verbunden damit waren eine Takterhöhung und der Neubau aller drei im Stadtgebiet liegenden Haltestellen. 1996 wurde der Neubau des Katholisch-Sozialen Instituts am Rande Selhofs eröffnet, das 1999 zum Medienkompetenzzentrum des Erzbistums Köln ausgebaut wurde. 1998 wurde das über 20 Millionen Mark teure Avendi-Hotel als weiterer Baustein des Wandels zur Tagungs- und Kongressstadt eröffnet. Bis Ende der 1990er-Jahre entstand im Honnefer Süden ein zweites Gewerbegebiet und ein neues Versorgungszentrum um den „Hit“-Markt herum, das Ende der 2000er-Jahre nochmals erweitert wurde. Von Juli 2010 bis April 2012 wurde von dort mit der sogenannten „Drieschweganbindung“ eine kurze Straßenverbindung zum Gewerbegebiet von Rheinbreitbach und zur Bundesstraße 42 geschaffen.[42]

Vor der Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin (1999) befand sich in Bad Honnef von 1997 bis 1999 die Residenz des neuseeländischen Botschafters.[43][44] Als Folge der Verlegung verließ das Deutsch-Französische Jugendwerk Ende 2000 sein bisheriges Domizil in Rhöndorf, um nach Paris und Berlin umzuziehen. Die Stadt blieb jedoch Sitz einiger auf Bundesebene tätiger Organisationen und Interessenverbände. Im Rahmen der als Kompensentation für den Umzug von Parlament und Teilen der Bundesregierung beschlossenen „Vereinbarung über die Ausgleichsmaßnahmen für die Region Bonn“ wurde in Bad Honnef aus Bundesmitteln die Erweiterung der bereits 1998 gegründeten Internationalen Fachhochschule Bad Honnef-Bonn mit Schwerpunkt im Touristikbereich auf dem ehemaligen Gelände der St.-Anno-Handelsschule gefördert. Eine weitere Ausgleichsmaßnahme war die grundlegende Modernisierung der Selhofer Jugendherberge.

Im Mai 2000 erhielt Bad Honnef den vom Regierungspräsidenten verliehenen Titel „Erholungsort mit Kurmittelbetrieb“. Er soll die Stadt als Gesundheitsstandort stärken. Im selben Monat wurde das für 4,5 Millionen Mark modernisierte Freibad auf der Insel Grafenwerth eröffnet. Ende 2000 wurden das Hotel Avendi, der renovierte Kursaal, das Seminaris-Tagungshotel und ein Wellnesshotel zum Kongresspark Bad Honnef zusammengefasst. Ebenfalls im Jahre 2000 verlagerte das bekannteste der Honnefer Industrieunternehmen, Penaten, nach einem Beschluss des Mutterunternehmens Johnson & Johnson seine Produktion nach Italien und Frankreich, wobei der Standort Bad Honnef zum Teil erhalten blieb.

2002 wurde das Gewerbegebiet Rottbitze in Aegidienberg eröffnet, in dem etwa 300 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Unweit des neuen Gewerbegebietes in Rottbitze entwickelte sich bis 2005 ein neues Versorgungszentrum unter anderem mit mehreren Tankstellen und Discountern. Am Dachsberg befindet sich zurzeit ein weiteres Gewerbegebiet in Umsetzung.

Am 1. Juli 2002 erschien nach 121 Jahren die letzte Ausgabe der Honnefer Volkszeitung (HVZ). Die Honnefer Volkszeitung wurde vollständig in den Bonner General-Anzeiger integriert, die das bisherige Blatt mit Archiv und Gebäuden übernahm und es seitdem als Lokalausgabe für den Siebengebirgsraum und den nördlichen Landkreis Neuwied verwendet. Der General-Anzeiger hatte die HVZ bereits 1989 für vier Millionen Mark gekauft. 2003 schloss nach rund drei Jahrzehnten das Bad Honnefer Hallenbad an der Endhaltestelle der Siebengebirgsbahn. Im Februar 2010 eröffnete dort ein Kulturzentrum, dessen Mittelpunkt eine Diskothek bildete.[45]

Im September 2009 verhinderten die Bad Honnefer Einwohner per Bürgerentscheid die Einrichtung eines Nationalparks Siebengebirge.

Am 24. Januar 2010 wurde Bad Honnef die zehnte Fairtrade-Town Deutschlands.[46]

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung Bad Honnefs folgte bislang dem Trend der Region Bonn/Rhein-Sieg, allerdings stiegen die Einwohnerzahlen deutlich langsamer an als in den stark wachsenden benachbarten Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises. Seit der kommunalen Neuordnung 1969 gab es ein Wachstum von ca. 6.000 Einwohnern, davon ungefähr die Hälfte im Bergbereich, also Aegidienberg.

Die zukünftige Entwicklung wird von der Ausweisung neuer Bebauungsgebiete in der Berglage abhängen, da in der Tallage entweder kaum noch freie, bebaubare Flächen vorhanden sind oder eine Bebauung aus anderen Gründen wie dem Naturschutz nicht erfolgen kann. Man erwartet hier auch in Zukunft steigende Preise für Bauland. Die Bertelsmann-Stiftung prognostiziert eine im Vergleich zur Region überdurchschnittlich stark alternde Bevölkerung. Allerdings hat Bad Honnef bereits seit langem ein überhöhtes Durchschnittsalter, was auf die große Anzahl von Seniorenresidenzen zurückzuführen ist.

2000 wurde Bad Honnef zur mittleren kreisangehörigen Stadt, da es die dafür vorgesehene 25.000-Grenze überschritt. Obwohl die Einwohnerzahl zwischenzeitlich wieder unter diese Grenze gefallen war, behält die Stadt den Titel. Die Anzahl der Gesamtbevölkerung inklusive der hohen Anzahl von Zweitwohnsitzen lag am 26. Mai 2006 mit 26.977 um fast 2.000 höher als die offizielle, vom Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW ermittelte Einwohnerzahl.

Im Folgenden die Einwohnerentwicklung von Bad Honnef (bis 1970 ohne Aegidienberg):[47]

Jahr Einwohner
1816 2.369
1843 3.104
1871 3.707
1905 6.183
1925 8.197
1939 9.281
1950 13.948
1961 15.500
Jahr Einwohner
1970 15.830
1975 20.903
1980 20.907
1985 20.467
1990 22.577
1995 24.462
2000 25.004
2005 25.241

Politik

Seit 2000 ist Bad Honnef eine mittlere kreisangehörige Stadt und nimmt als solche zusätzliche Aufgaben wahr.[48]

Sitzverteilung im Stadtrat

      

Insgesamt 42 Sitze CDU: 15 SPD: 10 BB: 6 FDP: 3 Grüne: 6 FWG: 2

Ratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 59,63 % (2009: 54,84 %)

 %403020100

34,2824,7614,3413,567,805,26n. k.

CDUSPDBBGrüneFDPFWGSonst.
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   6   4   2   0  -2  -4  -6

+2,54
+5,53-3,51+3,61-4,21-3,24-0,72
CDUSPDBBGrüneFDPFWGSonst.
Stadtrat

Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Bad Honnef. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. Die letzte Wahl fand am 25. Mai 2014 statt.[49]

Bürgermeister

Zeitraum Bürgermeister[50]
1862–1876 Clemens Joseph Adams
1877–1889 Aloys Hubert Schumacher
1889–1907 Theodor Waechter
1907–1919 Peter Joseph Brenig
1919–1929 Albert Berns
1929–1933 Alfred von Reumont
1933–1934 Heinrich Behr
1934–1935 kom. von Wittich
1935–1945 Johannes „Hans“ Schloemer
1945–1946 Heinrich Goertz
1946–1949 Jakob Mölbert
1949–1952 Peter Rustemeyer
1952–1962 Jakob Mölbert
1962–1964 Albert Weidenbach
1964–1972 Jakob Mölbert
1972–1982 Franz Josef Kayser
1982–1990 Werner Osterbrink
1990–1999 Franz Josef Kayser
1999–2004 Hans-Peter Brassel
2004–2014 Wally Feiden
seit 2014 Otto Neuhoff

Wappen und Flagge

Banner

Blasonierung: „Von Silber (Weiß) und Rot dreißigmal geschacht, in der oberen Hälfte belegt mit einem durchgehenden, fünflätzigen blauen Turnierkragen.[2]“
Wappenbegründung: Das Wappen ist das ehemalige Schild der Grafen von Sponheim-Heinsberg als Erinnerung an die mittelalterliche Herrschaft Löwenburg, deren Hauptort Bad Honnef war. Das geschachte Feld geht auf ein Schöffensiegel von 1374[51] zurück.[52] Die Stadt Bad Honnef ist seit dem 24. Januar 1973 durch Urkunde des Regierungspräsidenten in Köln berechtigt, u. a. ein Wappen zu führen.[2]

Die Stadt Bad Honnef führt laut Hauptsatzung neben dem Wappen ein Banner und ein Siegel, jedoch keine Hissflagge.[2]

Städtepartnerschaften

Bad Honnef unterhält seit 1976 eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Berck (lokal Berck-sur-Mer), nach dem auch die südliche der zur Insel Grafenwerth führenden Brücken benannt ist. Eine Partnerschaft mit der sächsischen Kleinstadt Wittichenau wurde am 26. August 1990 eingegangen. Da Konrad Adenauer im italienischen Dorf Cadenabbia regelmäßig seinen Urlaub verbrachte, wurde 1992 mit dem Ort in der Lombardei eine Partnerschaft aufgebaut. Die vierte und bislang letzte Partnerschaft ging Bad Honnef am 31. Oktober 2000 mit dem schwedischen Ludvika ein.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke und Kulturdenkmäler
„Tierbrunnen“ (Ernemann Sander) in der Fußgängerzone
Libanonzeder an der Bernhard-Klein-Straße

Ein Wahrzeichen der Stadt ist die dreischiffige, kurz nach 1500 errichtete katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist am Markt. Dort befinden sich auch mit dem Hontes das älteste profane Gebäude der Stadt und das Alte Rathaus. Als ältestes Bürgerhaus gilt das Haus Kirchstraße 8. Die evangelische Erlöserkirche in der Luisenstraße mit ihrer Bischofsmütze als Turmabschluss entstand erst 1900. Wahrzeichen des Ortsteils Selhof ist die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Kirche St. Martin. Inmitten der Hauptverkehrsstraße in Rhöndorf liegt die 1714 bis 1716 erbaute Marienkapelle. Ebenfalls in diesem Stadtteil befindet sich das bedeutendste Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, die Villa Merkens (auch „Haus im Turm“), die früher Sitz des Löwenburger Richters und bis 2004 der Landvolkshochschule des Erzbistums Köln war. An der Linzer Straße befindet sich der Alte Friedhof der Stadt, unweit davon mit dem Österreicher Kreuz die älteste Grabstätte der Stadt.

Neben den Kirchen in Berg und Tal – darunter mit der Fuchshardtkapelle eine Waldkapelle – sind zahlreiche andere historische Gebäude erhalten geblieben, überwiegend im Bereich der Stadtmitte und Rhöndorf. Der Ortsteil Rommersdorf besteht mehrheitlich aus Fachwerkhäusern, die zu den ältesten in Bad Honnef zählen. Die Hauptstraße wird wie einige ihrer Nebenstraßen von prunkvollen Wohn- und Geschäftshäusern aus der Phase des Historismus um 1900 gesäumt, von denen zahlreiche unter Denkmalschutz stehen. Die ehemaligen Kuranlagen werden heute durch den „Seminaris-Kongresspark“ genutzt. Bedeutendes Zeugnis aus der Vergangenheit ist das Kurhaus, das 1906 erbaut wurde, 1937/1938 eine neue Trinkhalle erhielt und heute zum Kongresspark Bad Honnef gehört. Es gilt mit seinem Festsaal als kulturelles Zentrum der Stadt.

Eines der wenigen Denkmäler der Stadt ist das 2015 in den Stadtgarten an der Alexander-von-Humboldt-Straße versetzte Löwendenkmal. Am Franz-Xaver-Trips-Platz steht der mit lebensgroßen und beweglichen Vogelfiguren geschmückte Vogelbrunnen, den der Bildhauer Bonifatius Stirnberg anlässlich der Einrichtung der Fußgängerzone im Jahre 1980 schuf. Dort befindet sich auch an der Hauptstraße Ecke Kirchstraße der Tierbrunnen von Ernemann Sander (1978).[53] Als Naturdenkmal ausgewiesen ist eine rund 200 Jahre alte Libanonzeder im Stadtzentrum (Bernhard-Klein-Straße 16), die mit neun Stämmen eine von der Norm abweichende Vielstämmigkeit aufweist.[54][55]

Park auf der Insel Grafenwerth
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bad Honnef
Parks

Das Bild Bad Honnefs als „Stadt im Grünen“ begründet sich nicht zuletzt durch weitläufige Parkanlagen. Das 15 Hektar umfassende Parkgelände der Rheininsel Grafenwerth trägt dazu wesentlich bei. Im Altarm des Rheins zwischen Insel und Honnefer Festland ankert als ein Wahrzeichen der Stadt die 1917 in den Niederlanden erbaute Aalschokker „Aranka“, das letzte von einigen dieser Art von Fischereisegelschiffen, die vor Honnef bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts im Einsatz waren. Das Aalfangschiff ist als bewegliches Denkmal ausgewiesen.[56] Aber auch weitere Stadtparks wie der „Park Reitersdorf“, die Parkanlagen an der Rhöndorfer Villa Merkens und um das Kloster Haus Nazareth in Rommersdorf oder der Kurpark an der Hauptstraße bereichern das Ensemble. Im weiteren Sinne zählen dazu auch das Gelände der Villa Frank, der Internationalen Fachhochschule, der Villa Schaaffhausen in Rommersdorf und des St. Josefsklosters. Als Landschaftsgarten ist der zwischen 1903 und 1908 auf einem trockenen Weinberg angelegte Park der Villa Dahl an der Bergstraße bekannt.[57][58]

Das Kloster Haus Nazareth wurde 2007 abgerissen und durch Neubauten ersetzt, weitere Teile des zugehörigen Parks sind ebenfalls bebaut worden.

Sport

Die Basketballer der SOBA Dragons Rhöndorf spielen in der Pro B, der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Bis 1999 spielte man noch erfolgreich in der Basketball-Bundesliga und erreichte sogar das Halbfinale. Nach 1999 mussten die Dragons Rhöndorf die Lizenz nach Frankfurt verkaufen und zogen sich in die zweite Bundesliga zurück. Seitdem wurde man einmal Meister der zweiten Liga, wobei man die dadurch erworbene Lizenz für die BBL an Köln abgab. 2007 zogen die Dragons sich in die dritthöchste Liga Pro B zurück um die eigene Jugend verstärkt fördern zu können. 2010 gelang der Aufstieg zurück in die Pro A. Die Heimspiele finden in der 1800 Zuschauer fassenden Sporthalle am Menzenberg statt.

Der Verein TTF Bad Honnef spielte in den 1990er Jahren in der Tischtennis-Bundesliga.

Einer der erfolgreichsten Vereine in Bad Honnef ist der Wassersportverein Honnef, dessen Ruderer sich seit 1977 in unregelmäßiger Reihenfolge für Weltmeisterschaften qualifizieren. Insgesamt wurden bisher drei Weltmeisterschaften, zwei U23-Weltmeisterschaften und eine Junioren-Weltmeisterschaft errungen. Dazu kommen zahlreiche WM-Medaillen und Deutsche Meistertitel in allen Altersklassen.

Im Fußball gehörte der FV Bad Honnef von 1978 bis 1998 der Oberliga Nordrhein und damit der dritt- bzw. ab 1994 vierthöchsten Spielklasse an, spielt aber heute nur noch in der Landesliga.

Des Weiteren werden viele Sportarten durch die Teams der lokalen Internationalen Hochschule Bad Honnef Bonn vertreten. Darunter befinden sich Fußball, Volleyball, Kickboxen und Rugby. Die Rugbymannschaft der Hochschule, die IUBH Barbarians, belegte am 20. Mai 2013 den ersten Platz in der Eurokonstantia im 7er-Rugby.

Regelmäßige Veranstaltungen
Rhein in Flammen: am ersten Samstag im Mai. Großfeuerwerke und Schiffsrundfahrt von Linz am Rhein entlang Erpel, Unkel, Remagen, Rheinbreitbach, Rheininsel Nonnenwerth bei Bad Honnef, Bad Godesberg, Königswinter zur Bonner Rheinaue bei Bonn.
Rievkooche-Kirmes Aegidienberg: Unterhaltungsprogramm am ersten Wochenende im September auf dem Aegidiusplatz. Namengebend ist der Reibekuchen.
Rheinspaziert: regelmäßig in der Sommerzeit, meist im August. Regionale Bands spielen live auf der Insel Grafenwerth. Zusätzlich sind viele Stände, darunter Bierbuden, Spielattraktionen für die Kinder und Essenstände aufgebaut.
Weinfest Rhöndorf: Immer am ersten Septemberwochenende auf dem Ziepchesplatz in Rhöndorf. Das Weinfest wird vom Winzercorps Rhöndorf organisiert. Freitags und samstags tritt je eine Band auf, sonntags wird ein Traktorentreffen veranstaltet und die Weinköniginnen der Region werden eingeladen.
Aalkönigsfest: Oktober, Kurhaus, Ehrung einer Person des öffentlichen Lebens
Deutsche Telekom Tagungshotel Bad Honnef (2006)
Transformatorenwerk von ABB (2013)
Wirtschaft und Infrastruktur

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg war die wirtschaftliche Struktur Bad Honnefs sowohl durch Industriebetriebe als auch durch drei große Marmeladenfabriken geprägt. Letztere gaben nach und nach ihren Betrieb auf. Der Anbau von Wein reduzierte sich bereits Anfang des 20. Jahrhunderts auf die Flächen am Drachenfels, die Anbaufläche sank allein im Zeitraum 1880 bis 1920 von 65 auf 10 Hektar.[59] Bis Anfang der 1950er-Jahre wurden am Rhein noch einige Kiesgruben betrieben, bis Mitte der 1960er-Jahre Metzgereien mit eigenem Schlachthaus. Zu den bedeutendsten Industrieunternehmen der Stadt gehörten im gesamten 20. Jahrhundert August Lepper und Penaten. Der um 1900 einsetzende Kurtourismus florierte noch bis in die 1970er-Jahre und verlor dann auch aufgrund des Rückgangs der staatlichen Kurförderungen und des Wegfalls des Heilbad-Status immer mehr an Bedeutung.

Die Lage an Rhein und Naturpark und Naturschutzgebiet Siebengebirge zieht jedoch nach wie vor einen umfangreichen Tourismus in Bad Honnef nach sich. Die Löwenburg, zu den auch touristisch prominentesten der Berge des Siebengebirges zählend, liegt auf Stadtgebiet von Bad Honnef. In den letzten Jahrzehnten hat sich Bad Honnef zu einem wichtigen Tagungs- und Kongressstandort entwickelt. In der Rheinstadt gibt es mehrere Institutionen, die in Tagungshotels überregionale Tagungen veranstalten. Unter diesen Tagungshotels und Veranstaltungsstätten befindet sich unter anderem das Physikzentrum Bad Honnef, das mehrere Verbände beherbergt und dort Tagungen ausrichtet. Auch das Commundo Tagungshotel Bad Honnef (früher Deutsche Telekom Tagungshotel Bad Honnef) und das Katholisch-Soziale-Institut fallen in diese Kategorie.

Der Kongresspark Bad Honnef umfasst weitere Hotels und Veranstaltungsstätten, zum Beispiel den renovierten Kursaal, in dem Theater und Konzerte stattfinden. Eine für die Stadt bedeutende Einrichtung ist die Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (größte deutsche Entwicklungshilfeorganisation; früher Deutsche Stiftung für Internationale Entwicklung) im „Uhlhof“ direkt an der Grenze zu Rheinbreitbach, in der Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft für ihren Einsatz in Entwicklungs- und Schwellenländern vorbereitet werden. Das ehemalige städtische Hallenbad von Bad Honnef wurde von einem Investor gekauft und 2010 unter dem Namen Rheinsubstanz als Tagungs-, Ausstellungs- und Veranstaltungsstätte neu eröffnet.

Die dichte Besiedlung der Tallage hat dazu geführt, dass dort für die expandierenden Unternehmen in der Region Bonn Rhein-Sieg immer weniger Platz zur Verfügung steht. Im Gewerbegebiet Lohfeld und im neueren Gewerbegebiet Bad Honnef-Süd gibt es kaum noch freie Grundstücke. Daher müssen viele Unternehmen für ihre Neuansiedlung bzw. Erweiterung auf die Berglage in Aegidienberg zurückgreifen. Insbesondere in Aegidienberg-Rottbitze führt dies, auch aufgrund der Lage direkt an der A 3, zu umfangreichen Gewerbe- und Industrieansiedlungen. Die Ausweisung weiterer Ansiedlungsflächen ist in Planung.

Die allgemeine Wirtschaftsdynamik ist wie in der gesamten Wirtschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg (mit Landkreis Ahrweiler und nördlichem Landkreis Neuwied) überdurchschnittlich gut, allerdings wächst die Wirtschaft seit Jahren weniger stark als in anderen Städten und Gemeinden der Region, was überwiegend damit zusammenhängt, dass zu wenig Industrie- und Gewerbegebiete vorhanden sind.

Die meisten Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Gewerbeanmeldungen, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sowie Bevölkerungswachstum zeigen in die positive Richtung. Eine geförderte Ausgleichs-Maßnahme zum Umzug von Teilen der Bundesregierung nach Berlin war die Errichtung einer internationalen Tourismus-Fachhochschule. Außerdem ist die Region um Bonn nach wie vor stark durch den Bund geprägt, da die Mehrzahl der ministeriellen Arbeitsplätze in Bonn verblieben ist, 20 Bundesbehörden nach Bonn umgezogen sind und Bonn Standort zahlreicher internationaler Organisationen ist.

Bad Honnef weist einen überdurchschnittlichen Kaufkraftindex in Höhe von 127,2 Prozent des Bundesdurchschnitts (100 Prozent) für das Jahr 2015 auf.[60] Somit ist Bad Honnef die kaufkraftstärkste Kommune im Rhein-Sieg-Kreis, gefolgt von Wachtberg mit 126,7 und Königswinter mit 117,1 Prozent. Der Anteil der Vermögensmillionäre ist im Landesvergleich auf je 10.000 Einwohner gerechnet nur in Meerbusch (bei Düsseldorf) höher.[61]

Versorgungsinfrastruktur

Für die gesamte Energie- und Wasserversorgung in Bad Honnef ist die Bad Honnef AG zuständig, an der die Stadt direkt 50 und über die Freizeitbäder Grafenwerth GmbH ca. 90 Prozent hält. Das Versorgungsgebiet der Gesellschaft umfasst im Wasser- und Gasvertrieb auch noch Teile des nördlichen Rheinland-Pfalz. Im Gegensatz zu den nördlicher gelegenen Städten des Rhein-Sieg-Kreises stammt das Wasser in der ehemaligen Kurstadt nicht aus der Wahnbachtalsperre, sondern wird u. a. dem Grundwasser in dem Wasserschutzgebiet im Lohfeld entnommen.

Für die Entwässerung ist das Bad Honnefer Abwasserwerk zuständig, das an der B 42 eine Kläranlage für den Talbereich betreibt.

Unternehmen und Betriebe

In Bad Honnef existieren über 200 Handwerksbetriebe und zahlreiche Dienstleistungs- und Industriefirmen. Zu den wichtigsten gehören:

ABS Emmerich – Brandschutzschule NRW – Feuerlöscherprüfungen und Service – Schulungszentrum
ABB Transformatoren (Industriegebiet Lohfeld)
Bad Honnef AG
Birkenstock, Fachgeschäft
Coppeneur – Schokoladen-Feinkost (Gewerbegebiet Bad Honnef-Süd; Verlegung nach Aegidienberg geplant[62])
Commundo – Tagungshotel Bad Honnef/Bonn (Selhof-Süd)
DIACOR Gesellschaft für diakonische Aufgaben GmbH
Ergoline (Aegidienberg-Rottbitze; Gewerbegebiet Vogelsbitze/Zilskreuz)
Footprints Schuh GmbH
Hupperich + Westhoven Bau GmbH, Hoch und Tiefbau
Jass Baubedarf GmbH & Co. KG, Baustoffe (Industriegebiet Lohfeld)
Joseph Junker GmbH, Feineisenbau, Blechverarbeitung, Lasertechnologie, Morsetasten
Seminaris Kongresspark Bad Honnef
Tatami Schuh GmbH
TX Logistik AG
Johnson & Johnson (Penaten-Creme)
Bad Honnefer Mineral- und Heilbrunnen GmbH / Aegidius Brunnen (Mitte November 2009 eingestellt[63])
Volksbank Bonn Rhein-Sieg (Regionaldirektion Siebengebirge, bis 1999 Volksbank Siebengebirge eG)
Stadtsparkasse Bad Honnef
„Haus der Landschaft“ nahe dem Rheinufer
Physikzentrum Bad Honnef
Organisationen und Vereinigungen

In Bad Honnef haben zahlreiche Verbände und Vereinigungen ihren Sitz. Ein Teil der Organisationen siedelte sich ursprünglich wegen der Nähe zum früheren Regierungssitz in der Stadt Bonn an, die weiterhin ein politisches Zentrum in Deutschland ist.

Akademie Junges Land e. V.
Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (AuGaLa) – Sitz im „Haus der Landschaft“
Bundesverband Deutscher Fertigbau e. V.
Bundesverband Deutscher Verkaufs- & Vertriebskräfte BDV e. V.
Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) – Sitz im „Haus der Landschaft“
Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen- Sitz des CV-Sekretariats in der Linzer Straße
Casa Alianza Kinderhilfe Guatemala e. V.
Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V.
European Arbirocultural Council (EAC) – Sitz im „Haus der Landschaft“
European Landscape Contractors Association (ELCA) – Sitz im „Haus der Landschaft“
Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte e. V.
Hauptverband der Deutschen Holz u. Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industriezweige e. V.
Honorarkonsulat der Republik Trinidad und Tobago (Villa Merkens)
Internationaler Landvolkdienst der KLB e. V. (ILD)
Deutsche Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ – Sitz im „Uhlhof“ im Ortsteil Lohfeld
Internationaler Fahrten- und Austauschdienst e. V. (IFAD)
Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e. V.
Katholische Landvolkbewegung
Marketing-Business-Academy Berufsverbandsakademie des BDV e. V.
Verband der Deutschen Möbelindustrie e. V.
Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste GmbH (WIK consult)
Zusatzversorgungskasse für die Beschäftigten des Deutschen Bäckerhandwerks (VVaG)

Des Weiteren besteht seit 1981 im Ortsteil Lohfeld die Wasserkontrollstation Bad Honnef des Landesumweltamtes NRW, die unter anderem die Wasserqualität an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz überwacht.

Rechte Rheinstrecke und B 42
Autofähre Bad Honnef–Rolandseck
Verkehr
Straßenverkehr

Bad Honnef liegt direkt an der, in Richtung Bonn vierspurigen, 1958 eröffneten B 42 und hat zwei Anschlussstellen: Rhöndorf und Bad Honnef („Honnefer Kreuz“). Das Honnefer Kreuz mit seinem Brückenbauwerk verbindet auch die westlich der Bundesstraße und Schienenstrecke liegenden Ortsbereiche mit den östlichen. Diese Anschlussstelle wurde von 2005 bis 2008 umgebaut. In Aegidienberg mit Erreichbarkeit über die ca. 6 Kilometer durch den Honnefer Stadtwald verlaufende Schmelztalstraße (L 144) ist die Stadt mit der A 3 verbunden (Anschlussstelle 34 Bad Honnef/Linz).

Durch Bad Honnef führen 5,2 Kilometer Bundesautobahnen, 5,5 Kilometer Bundesstraßen, 24,7 Kilometer Landesstraßen sowie 9,1 Kilometer Kreisstraßen. Insgesamt führen durch das Stadtgebiet 44,5 Kilometer Straßen des überörtlichen Verkehrs.

In der Stadt waren am 1. Januar 2012 15.536 Kraftfahrzeuge zugelassen, davon 13.636 Pkw.[64]

Fährverkehr

Bedeutung für den innerstädtischen Verkehr hat die Rheinfähre Bad Honnef–Rolandseck in Lohfeld, die ihren Ursprung in einer seit den 1870er-Jahren betriebenen Gierseilfähre hat. Bis 1969 kam hier das Fährschiff Amt Neuhaus (damals Rheinhilde) zum Einsatz, danach die Siebengebirge, ab 2015 deren gleichnamiger Nachfolger.

Endhaltestelle Bad Honnef der Stadtbahnlinie 66
Schienen- und Busverkehr

Durch die DB Regio NRW ist Bad Honnef mit den Bahnhöfen Bad Honnef (Rhein) und Rhöndorf (rechte Rheinstrecke) an die Regional-Express-Linie RE 8 (Rhein-Erft-Express) und die Regionalbahn RB 27 (Rhein-Erft-Bahn) Mönchengladbach–Köln–Koblenz mit Anbindung an den Flughafen Köln/Bonn angeschlossen. Beide Regionalzuglinien bieten zusammen einen angenäherten Halbstundentakt tagsüber. Das Bahnhofsgebäude Bad Honnef wurde 2011 an ein Bad Honnefer Unternehmen verkauft, das bereits seit einigen Jahren seine Geschäftsräume im Bahnhof hat. Der neue Inhaber plant längerfristig den Abriss und einen Neubau des Bahnhofs.[65] Der Bahnhofsvorplatz wurde 2011/12 umfassend umgestaltet und ausgebaut. Auf dem Stadtgebiet sind an der rechten Rheinstrecke keine Bahnübergänge mehr vorhanden. Die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main durchquert ohne Halt das östliche Gebiet von Bad Honnef und besitzt in Orscheid ein Unterwerk.

Unterwerk Orscheid

Die Stadt ist außerdem durch die im 20-Minuten-Takt verkehrende, in Bad Honnef beginnende und direkt am Rhein verlaufende Siebengebirgsbahn (Stadtbahnlinie 66) der SSB mit Königswinter, Bonn sowie Sankt Augustin und Siegburg verbunden. Das zur Bonner Stadtbahn gehörende Netz umfasst dabei drei Haltestellen auf Stadtgebiet: Bad Honnef, Bad Honnef Am Spitzenbach und Rhöndorf.

In Bad Honnef existieren vier Buslinien die von der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft, die Linien 562 und 565 gemeinsam mit dem Verkehrsunternehmen Martin Becker, betrieben werden. Es gelten die Tarife des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, der Bad Honnef bedient.

Die Linie 560 führt von der Bad Honnefer Stadtbahn-Endhaltestelle in den Königswinterer bergseitigen Stadtteil Oberpleis.
Die Linie 562 führt vom Asbacher Markt zur Endhaltestelle der Stadtbahn in Bad Honnef.
Die Linie 565 führt vom Linzer Bahnhof zur Endhaltestelle der Stadtbahn in Bad Honnef. Dabei liegen Haltepunkte in Rheinbreitbach, Unkel und Erpel.
Die Linie 566 führt von der Stadtbahnhaltestelle Rhöndorf durch das Stadtzentrum und Selhof bis zur Berck-sur-Mer-Straße im Honnefer Süden.
Fahrrad

Am Rhein entlang durch Lohfeld und Rhöndorf führen besonders im Sommer häufig genutzte und ausgebaute Rad- und Fußwege in Richtung Bonn, das als fahrradfreundlichste Stadt Nordrhein-Westfalens ausgezeichnet wurde. Zum Süden hin sind die Radwege noch bis Erpel in unmittelbarer Rheinnähe, im weiteren Verlauf führen sie dem Berg zugewandt neben der B 42 entlang.

Medien

Über 120 Jahre bestimmte die 1881 gegründete Honnefer Volkszeitung (HVZ), die ab 1886 von der Buchhandlung und Druckerei Werber zunächst im Haus Hauptstraße 82[66] und ab 1904/05 im sogenannten Haus Gutenberg (Hauptstraße 40) aus geleitet wurde, die Medienlandschaft der Stadt. Im Zuge der Pressekonzentration wurde die Zeitung, eine der kleinsten Tageszeitungen Deutschlands, im Sommer 2002 dem Bonner General-Anzeiger angegliedert und verlor damit die Eigenständigkeit.

Als Reaktion darauf bildete sich eine Initiative, die den Fortbestand der eigenständigen, in der Stadt verankerten Berichterstattung über Bad Honnef sichern sollte. Im August 2002 kam es dann zur Gründung der Honnefer Sonntagszeitung (HSZ), die seitdem die kleinste deutsche Sonntagszeitung war. Bis 2006 waren mit der HSZ in der Stadt zwei Redaktionen vertreten, die sich dem örtlichen Lokalgeschehen widmen. Aufgrund einer zu geringen Kundenzahl erschien allerdings auch diese Zeitung am 6. August 2006 zum letzten Mal. Als „informeller“ Nachfolger der HSZ gibt der Journalist Helmut Böndel nun die freitags erscheinende achtseitige „Honnefer Wochenzeitung-HWZ“ heraus.

Neben der Regionalausgabe des General-Anzeigers erscheint in der Siebengebirgsstadt auch der kostenlose monatliche Veranstaltungskalender Termine Bad Honnef. Die ebenfalls lange existierende Zeitung zum Mittwoch (ZUM) wurde wie die HSZ eingestellt. An alle Haushalte des Bad Honnefer und Königswinterer Stadtgebietes wird des Weiteren wöchentlich die Zeitung Rundblick Siebengebirge verteilt, in der auch das Amtsblatt der Stadt Bad Honnef enthalten ist. Im gesamten Siebengebirgsraum erscheint seit Dezember 1996 ferner die farbige Regionalillustrierte rheinkiesel, deren Verlagsort die benachbarte Gemeinde Rheinbreitbach ist.

Der landesweite TV-Lernsender nrwision bündelt in seiner Mediathek Fernsehsendungen über Bad Honnef bzw. von Fernsehmachern aus Bad Honnef.[67]

Öffentliche Einrichtungen
Bildung
Campus der Internationalen Hochschule Bad Honnef Bonn

Bedeutend für die Stadt war die Ansiedlung der Internationalen Hochschule Bad Honnef Bonn, die im Jahr 1998 ihren Betrieb im Feuerschlößchen startete und später auf das ehemalige Gelände der St.-Anno-Handelsschule umzog. Seit ihrer Gründung ist die Hochschule auf ca. 1000 immatrikulierte Studenten rasant gewachsen, deshalb wuchs das „Campus-Gelände“ bis Mitte 2006 um mehrere Studentenwohnungen und eine Mensa. Die auf Grundlage der „Vereinbarung über die Ausgleichsmaßnahmen für die Region Bonn“ gegründete Tourismusfachhochschule wird häufig als „Aushängeschild für Bad Honnef und die Region“ bezeichnet. Inzwischen ist eine Umbenennung in Internationale Hochschule Bad Honnef Bonn (IUBH) erfolgt.

Schulen
Grundschule GGS Am Reichenberg
Grundschule Löwenburgschule
Grundschule Theodor-Weinz-Schule, Aegidienberg
Grundschule Europaschule, Rhöndorf
Grundschule St. Martinus, Selhof
Sonderschule Rudolf-Dreikurs-Schule
Hauptschule Konrad-Adenauer-Schule
Realschule St. Josef, privater Träger
Siebengebirgsgymnasium
Gymnasium Schloss Hagerhof, privater Träger
Internationale Hochschule Bad Honnef Bonn (IUBH), privater Träger
Nell-Breuning-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Haus Rheinfrieden, privater Träger
Handelsschule Bad Honnef (Außenstelle des Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg), Fachschule für Wirtschaft
ABS Emmerich – Brandschutzschule NRW – Schulungen und Seminare im Bereich Brandschutz und Erste Hilfe

Daneben gibt es auf der zu Remagen, damit zu Rheinland-Pfalz gehörenden Rheininsel Nonnenwerth ein privates Gymnasium der Franziskanerinnen, das zu einem größeren Teil von Bad Honnefer Schülern besucht wird. Die Insel ist über eine Fähre von der Insel Grafenwerth zu erreichen.

Krankenhäuser
Katholisches Krankenhaus im Siebengebirge (2014)

Im Bereich des Stadtzentrums befindet sich das Katholische Krankenhaus im Siebengebirge (ehemals St.-Johannes-Krankenhaus), das 1886 bis 1888 als Einrichtung der katholischen Kirche unter dem Namen Elise-Philomene-Stift errichtet wurde und von 1964 bis 1968 eine grundlegende Erweiterung erfuhr. Träger dieses Krankenhauses ist die CURA – Katholische Einrichtungen im Siebengebirge gGmbH. Nach der Zusammenlegung mit dem Königswinterer Krankenhaus im Jahre 2011 sind dort etwa 450 Mitarbeiter beschäftigt. Aufgrund der Konzentration in Bad Honnef ist das Krankenhaus erweitert und modernisiert worden.

Des Weiteren ist ebenfalls im Stadtzentrum die Rhein-Klinik angesiedelt, die 1972 als Krankenhaus für psychosomatische Medizin und Psychotherapie eröffnet wurde und seit 2006 in einer benachbarten Villa über eine teilstationäre Tagesklinik verfügt.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Grab von Theodor Daniels auf dem Alten Friedhof in Bad Honnef
1906: Hubert Theodor Daniels (1832–1911), Pfarrer an St. Johann Baptist 1887–1911[68]
1906?: Wilhelm Girardet (1838–1918), Verleger
1920: Adolf Jansenius († 1937), langjähriger Stadtverordneter und erster Beigeordneter sowie Kreisdeputierter[68]
1926: Josef Rings († 1945), Möbelfabrikant, langjähriger Stadtverordneter und Beigeordneter[68]
1946: Joseph Frings (1887–1978), Erzbischof, wohnte in den Kriegsjahren 1941–1945 mehrmals in der Stadt
1949: Konrad Adenauer (1876–1967), Politiker
1973: Jakob Mölbert, Politiker, Bürgermeister von Honnef 1946–1949, 1952–1962 und 1964–1972[50][69]
1985: Michael Dick, Politiker, Mitgründer der CDU in Honnef[70][69]
Söhne und Töchter der Stadt
Fritz Tillmann (1874–1953), Theologe
Hermann Honnef (1878–1961), Erfinder und Windenergiepionier
Curt Haase (1881–1943), Offizier, zuletzt Generaloberst und Oberbefehlshaber der 15. Armee im Zweiten Weltkrieg
Georg Broel (1884–1940), Maler und Zeichner
Wilhelm Pinnecke (1897–1938), Politiker (KPD), Mitglied des Reichstages
Boris Papandopulo (1906–1991), Komponist und Dirigent
Georg Wimmelmann (1906–1983), Architekt, Maler und Numismatiker
Georg Kliesing (1911–1992), Politiker (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages
Werner Vreden (1924–1990), Bauingenieur mit Büro in Bad Honnef
Franz Brungs (* 1936), Fußballspieler
Dieter Geuenich (* 1943), Historiker
Dietmar Giebelmann (* 1946), römisch-katholischer Geistlicher, ehemaliger Generalvikar des Bistums Mainz
Peter Frankenberg (* 1947), Politiker (CDU), Minister in Baden-Württemberg
Wolfgang Ockenfels (* 1947), Sozialethiker
Joachim Vobbe (1947–2017), Bischof der Alt-Katholiken
Peter Hintze (1950–2016), Politiker (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages
Hans-Gerd Jauch (* 1953), Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter
Hermann Josef Hack (* 1956), bildender Künstler
Erika Romberg (* 1957), Politikerin (GAL), Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft
Jürgen Brüning (* 1958), Filmemacher
Guido Westerwelle (1961–2016), Politiker (FDP), Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland (2009–2013)
Karl Jüsten (* 1961), Priester, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin
Michaela Marwich (* 1962), Autorin
Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen
Franz Xaver Trips (1630–1696), Pfarrer in Honnef 1670–1696, Ortschronist
Karl Simrock (1802–1876), Dichter und Philologe
Hermann Schaaffhausen (1816–1893), Anthropologe und Mitbegründer des Rheinischen Landesmuseums
Wilhelm August Bredt (1817–1895), preußischer Politiker und Gründer der Lungenheilanstalt Hohenhonnef
Hugo von Obernitz (1819–1901), preußischer General und Generaladjutant Kaiser Wilhelms I.
Königin Sophie von Schweden (1836–1913), häufiger Kurgast in Bad Honnef
Peter Saget (1859–1932), Journalist, Dichter
Rudolf Huch (1862–1943), Jurist, Autor
Ottomar Stein, Architekt zahlreicher Bauten in Bad Honnef
Max Riese (1866–1943), Erfinder der Penaten-Creme
Julius Bretz (1870–1953), Landschaftsmaler und Mitbegründer des Düsseldorfer Sonderbunds
Wilhelm Kreis (1873–1955), Architekt
Carlo Mense (1886–1965), Künstler
Franzjosef Schneider (1888–1972), Honnefer Heimatdichter
Alfred Nourney (1892–1972), Überlebender beim Untergang der Titanic
Egidius Schneider (1893–1958), katholischer Erwachsenenbildner
Friedrich Vordemberge (1897–1981), Maler und Kunstprofessor
Hans Speidel (1897–1984), General und Oberbefehlshaber bei der NATO
Lauritz Lauritzen (1910–1980), Politiker, Bundesminister
Herta Oberheuser (1911–1978), Ärztin im KZ Ravensbrück, lebte von 1965 bis 1978 in Bad Honnef
Heimo Dolch (1912–1984), römisch-katholischer Geistlicher, Physiker, Theologe und Professor an der Universität Bonn
Wilhelm Schneemelcher (1914–2003), evangelischer Theologe und Professor an der Universität Bonn
Heinz G. Konsalik (1921–1999), Autor
Peter Scholl-Latour (1924–2014), Journalist und Publizist
Bernhard Schramm (1924–2016), Bankmanager und Verbandspräsident, wohnte 1980–2016 in Rhöndorf
Karl Günter Werber (1929–2013), Germanist und Buchhändler, Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Stadtgeschichte
Friedhelm Ost (* 1942), Fernsehjournalist und Politiker
Ursula Peysang (1953–1991), Schlagersängerin (Uschi); in Bad Honnef beigesetzt
Stefan Vesper (* 1956), Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken
Pia Frankenberg (* 1957), Autorin, Regisseurin
Peter Kohlgraf (* 1967), römisch-katholischer Geistlicher, Bischof von Mainz, wohnte einige Jahre in Rhöndorf
Sebastian Pufpaff (* 1976), Kabarettist, Moderator
Siehe auch
Liste der Straßen in Bad Honnef
Literatur
Peter Saget: Bad Honnef – das deutsche Nizza in Rheinlands Paradies. Jos. Bach Wwe., Bonn 1911. (Reprint 1996 durch Verlag Kortge, Windhagen)
J[ohann] J[oseph] Brungs: Die Stadt Honnef und ihre Geschichte. Verlag des St. Sebastianus-Schützenvereins, Honnef 1925 (Neudruck 1978 durch Löwenburg-Verlag, Bad Honnef). 
Heimat- und Geschichtsverein Rhöndorf (Hrsg.); August Haag: Bilder aus der Vergangenheit von Honnef und Rhöndorf. Gesamtherstellung J. P. Bachem, Köln 1954.
Franzjosef Schneider: Ufer und Strom – Vergangenes Honnef. Handabzug 1962.
August Haag (Hrsg.): Bad Honnef am Rhein. Beiträge zur Geschichte unserer Heimatgemeinde anläßlich ihrer Stadterhebung vor 100 Jahren. Verlag der Honnefer Volkszeitung, Bad Honnef 1962.
Stadt Bad Honnef (Hrsg.): Bad Honnef im Bild. Bad Honnef 1973. (Text von Karl Günter Werber)
Franz Xaver Trips: Honnef vor 1700. Aufzeichnungen zur Ortsgeschichte. Selbstverlag Ernst Nellessen, Bad Honnef 1978.
Landeskonservator Rheinland: Bad Honnef – Stadtentwicklung und Stadtstruktur. Rheinland-Verlag, Köln 1979, ISBN 3-7927-0414-5.
Ernst Nellessen: Der Honnefer Glockenguß von 1694. Studien zur Heimatgeschichte der Stadt Bad Honnef am Rhein, Heft 5, Bad Honnef 1982.
Karl Garbe (Hrsg.): Bad Honnefer Bilderbuch. Junger Verlag, Bonn 1989.
Karl Günter Werber: Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel / NL 1989, ISBN 90-288-4861-4.
Adolf Nekum: Der Weinbau in Honnef – Erinnerungen an eine 1.100jährige Geschichte (= Heimat- und Geschichtsverein „Herrschaft Löwenburg“ e. V.: Studien zur Heimatgeschichte der Stadt Bad Honnef am Rhein, Heft 10). Bad Honnef 1993.
Martin Maus: Honnefer Erinnerungen. Feste – Ereignisse – Besonderheiten von 1898–1986. Verkehrsbüro Bad Honnef, Bad Honnef 1993.
Helmut Arntz (unter Mitarbeit von Adolf Nekum): Urkataster und Gewannen: am Beispiel der Gemeinde Honnef 1824/1826. (= Heimat- und Geschichtsverein „Herrschaft Löwenburg“ e. V.: Studien zur Heimatgeschichte der Stadt Bad Honnef am Rhein, Heft 13, Bad Honnef 2000; Gesellschaft für Geschichte des Weines e. V.: Schriften zur Weingeschichte, ISSN 0302-0967, Nr. 133, Wiesbaden 2000).
Karl Günter Werber: Honnefer Spaziergänge. Verlag Buchhandlung Werber, Bad Honnef 2001, ISBN 3-8311-2913-4.
Karl Josef Klöhs: Kaiserwetter am Siebengebirge. Edition Loge 7, Königswinter 2003, ISBN 3-00-012113-7. 
Dorothea F. Voigtländer: Geschichte und Geschichten vom Rhein. Bad Honnef 2004.
Ansgar Sebastian Klein: Aufstieg und Herrschaft des Nationalsozialismus im Siebengebirge. Klartext Verlag, Essen 2008, ISBN 978-3-89861-915-8 (zugleich Dissertation Universität Bonn, 2007). 
Weblinks

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