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Geschichte
Stadtansicht von Matthäus Merian in seiner Topographia Hassiae aus dem Jahre 1655
Zeichnung der Stadt aus dem Jahre 1834

Der Name der Stadt leitet sich von „Lassaffa“ ab, was so viel wie Lachswasser oder Lachsgewässer bedeutet und vermutlich aus dem Keltischen stammt.

Siehe für die Zeit vor 1806 auch die Ältere Geschichte von Bad Laasphe.

Der bereits 780 erstmals erwähnte Ort wurde im frühen 13. Jahrhundert als Residenzstadt der Grafschaft Wittgenstein ausgebaut und erhielt vor 1277 Stadtrechte. Über der Stadt lag Schloss Wittgenstein als Wohnsitz der gleichnamigen Grafenfamilie. In der Folge erhielt die Stadt eine Stadtmauer mit zwei Toren und sechs Türmen, die im frühen 19. Jahrhundert bis auf geringe Reste abgetragen wurde. Bei der 1605 erfolgten Teilung der Grafschaft Wittgenstein in die Linien Sayn-Wittgenstein-Berleburg und Sayn-Wittgenstein-Wittgenstein wurde Laasphe die Residenz der südlichen Grafschaft. In der Stadt wohnten neben Handwerkern und Ackerbürgern deshalb auch Beamte des gräflichen Hofes. Man kann mit etwa 100 Haushaltungen rechnen. Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 erlosch der Status als Residenzstadt.

Um die Mitte des 16. Jahrhunderts wurde in der Grafschaft Wittgenstein und damit in Laasphe die Reformation eingeführt. Der in Marburg ausgebildete Nikolaus Zell (Cellius) war ab 1555 der erste lutherische Prediger in Laasphe. Ab den 1560er Jahren besaß das kirchliche Leben in der Stadt und dem Umland dann deutliche Züge, die sich an dem 1563 veröffentlichten Heidelberger Katechismus orientierten, und gehörte damit bis in das 19. Jahrhundert zur reformierten Kirche.[2]

In den Hexenverfolgungen sind in Laasphe 16 Hexenprozesse durchgeführt worden von 1609 bis 1630, darunter fünf Hinrichtungen und eine Verbannung.[3] Das erste Opfer, Merge Dillmansche, wurde 1609 gefoltert, verurteilt und hingerichtet. Graf Ludwig II. stellte später fest, dass es kein ordentliches Verfahren war: sie sei wider Recht zum Tode verurteilt worden.[4][5][6][7] Lucia Reichmann hielt alle drei Grade der Folter aus, ohne zu gestehen. Sie beging 1630 im Gefängnis Selbstmord. Der Rat der Stadt hat am 26. Juni 2015 einen Beschluss zur Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse gefasst.[8]

Laasphe wurde 1806 als Teil des ehemaligen Fürstentums Sayn-Wittgenstein-Wittgenstein zunächst dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt angeschlossen, dann aber auf Beschluss des Wiener Kongresses 1815 an Preußen abgegeben. Seit 1817 gehörte die Stadt dem Kreis Wittgenstein im südöstlichen Teil der preußischen Provinz Westfalen an.

Im Jahr 1888 lag die Stadt Laasphe im preußischen Regierungsbezirk Arnsberg im Kreis Wittgenstein und hatte einen Anschluss an die Eisenbahnstrecke Kreuztal–Marburg der Preußischen Staatsbahn. 1888 hatte Laasphe eine Präparandenanstalt, ein Amtsgericht (gegründet 1878, geschlossen 1970)[9] und Trikotagen- und Strumpfwarenfabriken. 1885 waren in Laasphe 2225 meist evangelische Einwohner ansässig. Zum Schloss Wittgenstein gehörten zwei Eisenhütten.[10]

Seit 1960 ist Laasphe ein Kneipp-Kurort. Seit dem 1. Januar 1984 führt die Stadt Laasphe als Kneipp-Heilbad und Luftkurort den Namen Bad Laasphe. Aufgrund der innovativen Angebotsentwicklung und des Ambientes vor Ort wurde Bad Laasphe 2006 vom Verband deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte in die Gruppe der „Kneipp-Premium Class“ aufgenommen.

Seit September 2015 befindet sich in der ehemaligen Schlossbergklinik eine Unterkunft für Flüchtlinge der Bezirksregierung Arnsberg. In der sogenannten „zentrale Unterbringungseinrichtung“ sollen bis zu 500 Asylbewerber untergebracht werden.[11]

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1975 wurden anlässlich der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen die Gemeinden Amtshausen, Banfe, Bermershausen, Bernshausen, Feudingen, Fischelbach, Großenbach, Heiligenborn, Herbertshausen, Hesselbach, Holzhausen, Kunst-Wittgenstein, Niederlaasphe, Oberndorf, Puderbach, Rückershausen, Rüppershausen, Saßmannshausen, Steinbach, Volkholz und Weide aufgelöst und in die Stadt Laasphe eingegliedert.[12] Eine 61 ha große Fläche von Amtshausen wurde nach Erndtebrück umgegliedert.[13]

Bevölkerungsentwicklung

Die ehemaligen Gemeinden, aus denen heute die Stadt Laasphe besteht, hatten am 6. Juni 1961 (Volkszählung)[12] insgesamt 14.858 Einwohner, am 27. Mai 1970 (Volkszählung)[12] 15.710 Einwohner und am 30. Juni 1974 (Ermittlung der Einwohnerzahl durch das Statistische Landesamt anlässlich der bevorstehenden Gebietsreform)[13] 15.356 Einwohner.

Einwohnerentwicklung von Bad Laasphe von 1682 bis 2015 nach nebenstehender Tabelle

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1682 603
1817 1.350
1900 2.330
1939 9.822
1950 14.838
1961 14.858
1970 15.710
1974 15.356
1986 14.332
1996 15.574
2006 14.981
2012 14.039
2015 14.276

Politik
Rat der Stadt

Der Rat der Stadt Bad Laasphe besteht aus 32 Sitzen. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 erbrachte folgendes Ergebnis:[14]

Partei  % Sitze
SPD 40,5 % 13
CDU 39,0 % 12
FDP 11,7 % 04
Grüne 08,8 % 03

Bürgermeister

Bei der Wahl am 25. Mai 2014 wurde der von der SPD nominierte amtierende Bürgermeister Torsten Spillmann (parteilos) mit 55,3 Prozent der gültigen Stimmen wieder gewählt.[14] Der Kandidat der CDU, Günter Wagner, erreichte 44,7 Prozent.

Wappen

Blasonierung: „In Schwarz eine silberne (weiße) Stadtmauer mit offenem Torturm, überragt von zwei silbernen (weißen) Zinnentürmen, zwischen denen ein silberner (weißer), mit zwei schwarzen Pfählen belegter Schild schwebt.“
Wappenbegründung: Von der Stadt Laasphe ist aus dem 14. Jahrhundert ein Abdruck des Stadtsiegels erhalten, der die gleiche Darstellung wie das hier abgebildete Wappen aufweist. Der kleine Schild enthält das ursprüngliche Wappen der Stadtherren, der Grafen von Wittgenstein. Bei der Überprüfung der Wappen im Jahre 1908 legte die Stadt eine Darstellung vor, die im übrigen, abgesehen von einigen wohl aus Missverständnissen herrührenden Formveränderungen, das gleiche Bild, den kleinen Schild aber quadriert zeigte, im ersten und vierten Feld in rot eine silberne Burg, im zweiten und dritten Feld die Wittgensteiner Pfähle. Die Burg, das Wappenbild der ebenfalls den Wittgensteinern gehörenden Herrschaft Homburg, ist anscheinend eine Zutat aus neuerer Zeit. Das Stadtarchiv schlug schon damals vor, das alte Wittgensteiner Wappen wie in dem ältesten Siegel in den Schild zu setzen. Zu einer Entscheidung ist es damals nicht gekommen. Erst im Jahre 1936 hat sich die Stadt entschlossen, zu der altüberlieferten Darstellung zurückzukehren. Bestätigt wurde dies am 10. März 1937.

Städtepartnerschaften
Rue de Bad Laasphe in Châteauneuf-sur-Loire
Tamworth (England), seit 10. Oktober 1980
Châteauneuf-sur-Loire (Frankreich), seit 28. September 1991
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Bahnhof Bad Laasphe

Das Stadtgebiet wird von der Bundesstraße 62 von täglich etwa 11.000 Fahrzeugen durchquert. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens gibt es seit längerem Planungen für eine Ortsumfahrung. Die Umsetzung wurde von der Landesregierung ausgesetzt. Für 2016 ist eine neue, exaktere Verkehrszählung geplant, um den Fernverkehr sowie den Ziel- und Quellverkehr besser zu analysieren. Diese könnte neue Impulse für die Ortsumgebung bringen.[15][16] Die Ortsumgehung soll das enge Tal südlich mit drei Tunneln und einigen Brückenbauwerken umgehen.[17]

Weitere Landes- und Kreisstraßen führen von der Bundesstraße in die einzelnen Ortsteile und die benachbarten Gemeinden. Aus der Kernstadt sind dies beispielsweise die L 718 (nach Sassenhausen bzw. nach Hessen), die L 903 nach Richstein, die L 719 nach Walpersdorf, die K 33 nach Erndtebrück oder die K 36 (genannt „Armer Mann“) nach Hesselbach.

Einzige Schienenverkehrsstrecke im Stadtgebiet ist die Obere Lahntalbahn. Es gibt werktags einen Stundentakt nach Marburg und Erndtebrück. Der Bahnhof Bad Laasphe ist zentraler Verkehrsknotenpunkt. Neben den Gleisen halten alle Buslinien der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd an den Bussteigen und erschließen die umgebenden Orte. Dabei handelt es sich um die Linien SB 5 nach Siegen, R 30 nach Erndtebrück, R 31 nach Bad Berleburg, R 32 nach Mandeln, R 35 nach Wallau, L 182 zum Schloss Wittgenstein, A 380 nach Puderbach und zum Schloss Wittgenstein, A 381 nach Rittershausen sowie der Bürgerbus zum Wilhelmsplatz und nach Puderbach.[18]

Des Weiteren gibt es Bahnhaltepunkte in Feudingen, Niederlaasphe und Oberndorf. Die Stationen Amtshausen und Bermershausen wurden bereits 1962, Amalienhütte 1978 aufgelassen. Bis 1996 wurden außerdem Saßmannshausen und Friedrichshütte bedient.

Im Mai 2016 kündigte der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd an, ein Nachtbusangebot zunächst bis zum 31. Dezember 2016 als Markttest einzurichten. Die Busse des Versuchsangebotes verkehrten jeweils in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag zwischen Siegen, Erndtebrück und Bad Berleburg. In Bad Berleburg bestand direkter Anschluss an die Nachtbuslinie 8 nach Bad Laasphe. Das Angebot wurde wegen mangelnder Nachfrage eingestellt.[19][20]

Energie
Photovoltaik-Anlagen

Im Juli 2013 wurde die Energiegenossenschaft Bad Laasphe eG gegründet. Diese bürgerschaftliche Initiative betreibt drei Photovoltaik-Anlagen mit einer installierten Leistung von etwa 150 Kilowatt (Stand: Oktober 2016).[21] Die Anlagen befinden sich auf den Dächern des Städtischen Gymnasiums, der ehemaligen Kläranlage in Feudingen und dem Wahbach-Sportpark.

Die größte Photovoltaik-Anlage des Stadtgebietes befindet sich auf den Dächern der Firma Osterrath mit einer installierten Leistung von 567 Kilowatt.[22]

Windenergieanlagen

Seit 2013 gibt es auf dem Stadtgebiet den Windpark Hesselbach mit acht Windkraftanlagen. Diese sind vom Typ Vestas V112 und haben eine Gesamtleistung von 24 MW. Der Bau des Windparks am Sohl mit sieben Windkraftanlagen wurde gerichtlich gestoppt. Zurzeit ruht das Projekt; der Projektentwickler möchte einen neuen Genehmigungsantrag einreichen (Stand: Oktober 2016).

Im September 2014 wurden Pläne für den Bau von drei Windkraftanlagen auf dem großen Bohnstein bekannt. Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat die Entscheidung aber erstmal zurückgestellt.[23] Ferner entschied die Stadtverwaltung, einen weiteren Antrag für die Errichtung von Windkraftanlagen bis zum 25. Juni 2016 zurückzustellen.[24] Durch die Ausweisung von Windenergie-Vorrangzonen möchte die Stadt die Umzingelung Hesselbachs verhindern und hat mit dieser Begründung den Antrag abgelehnt. Die drei geplanten Vorrangzonen decken im Wesentlichen die Gebiete der Windparks Hesselbach und Sohl ab.[25] Im Januar 2017 wurde der Antrag für drei Windenergieanlagen südlich von Hesselbach vom Kreis Siegen-Wittgenstein abgelehnt.[26]

Nahwärme

Im Jahr 2015 wurde die Stadt „KWK Modellkommune“. Mit öffentlichen Geldmittel wird die Verlegung eines Nahwärmenetzes – vor allem im Bereich der Altstadt – gefördert. Mitte 2016 wurde mit dem Bau des Netzes begonnen. Dieses wird von der Bad Laaspher-Energie getragen. Die Projektgesellschaft gehört zur Hälfte der Kommune und der Fernwärmeversorgung Niederrhein. Im November 2016 ging das erste erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk in Betrieb. Bis Ende 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.[27][28]

Ansässige Unternehmen

In Bad Laasphe haben folgende Unternehmen Standorte oder ihren Firmensitz:

EJOT
Heinrich Wagner Sinto Maschinenfabrik
Brauerei Bosch
Die Discounter-Firma Aldi Nord ist mit einer ihrer Regionalniederlassungen in Bad Laasphe ansässig, zuzüglich eines großflächigen Zentrallagers.
Industrie- und Gewerbegebiet

Das Industriegebiet In der Stockwiese liegt am südöstlichen Rand der Kernstadt. Weitere Industrie- und Gewerbeflächen stehen im interkommunalen Industriepark Wittgenstein in Erndtebrück-Schameder zur Verfügung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bad Laasphe

Bad Laasphe bietet seinen Besuchern viele Sehenswürdigkeiten; beispielsweise die nahezu vollständig erhaltene historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, einer durchgehenden Kopfsteinbepflasterung, dem Altstadtbrunnen sowie Fragmenten der alten Stadtmauer. Die Stadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne in NRW.[29]

Durch das Gebiet der Stadt Bad Laasphe verläuft auch der 2001 geschaffene Rothaarsteig. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Themenwanderwege, wie das „Laaspher Bierwegelchen“, den „Mythen- und Sagenweg“, den „Mensch & Hund Erlebnispfad“ oder den „Märchenwanderweg Kleiner Rothaar“.

Museen

In Deutschland einmalig sind das „Pilzkundliche Museum“ mit über 1.000 gefriergetrockneten Pilzexponaten und das „Internationale Radiomuseum Hans Necker“ mit einer umfangreichen Sammlung historischer Geräte und Kuriositäten aus der Radiogeschichte. Mit der Amalienhütte existiert ein Industriemuseum. Das Heimatmuseum Banfetal und das Heimatmuseum Oberes Lahntal präsentieren lokale Geschichte im Stadtteil Banfe bzw. Feudingen.

Bauwerke
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bad Laasphe

Die Evangelische Kirche Bad Laasphe stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde nach der Reformation im Inneren mit Abendmahltisch, Kanzel, Emporen und Fürstenloge neu ausgestattet. Im 18. Jahrhundert wurde in der Innenstadt von Laasphe (Wallstraße) eine Scheune zur Synagoge umgebaut. Sie ist heute profaniert und nur von außen zu besichtigen. Die katholische Kirche St. Petrus und Anna stammt aus dem 20. Jahrhundert. Ferner erhebt sich über der Stadt das vermutlich im 12. Jahrhundert gegründete und im Barock ausgebaute Schloss Wittgenstein.

In der Altstadt von Laasphe stehen zahlreiche, ab dem 16. Jahrhundert errichtete Fachwerkhäuser unter Denkmalschutz.

Naturdenkmäler
Siehe auch: Liste der Naturdenkmäler in Bad Laasphe

Im Stadtgebiet befinden sich über 20 Naturdenkmäler.

Sport

Im Stadtgebiet befindet sich das Skigebiet Hesselbach. Fußballplätze sind in den Stadtteilen Hesselbach (Halberg-Arena), Niederlaasphe, Feudingen (Tannenwaldstadion), Banfe sowie der Kernstadt (Wabach-Stadion) vorhanden. Freibäder gibt es in Feudingen und Hesselbach sowie der Kernstadt. Letzteres ist das größte der drei und wurde in der Saison 2015 von etwa 37.000 Gästen besucht.[30]

Stolpersteine

Von den weltweit über 46.000 verlegten Stolpersteinen befinden sich 82 Stolpersteine in Bad Laasphe.[31]

Regelmäßige Veranstaltungen

Eine lange Tradition haben die Kartoffelbratfeste im Spätsommer und Frühherbst sowie die zahlreichen Schützenfeste. Ebenso finden in Bad Laasphe regelmäßig Oster-, Herbst- und Weihnachtsmärkte statt; hinzu kommen Veranstaltungen wie das Brunnenfest in der Altstadt, „Bad Laasphe tafelt“ oder der Bad Laaspher „Lichterabend“. Seit 2009 findet zudem im Juli und August die musikalische Openair-Veranstaltungsreihe „Freitags in Bad Laasphe“ auf dem Brauereihof und Wilhelmsplatz statt.[32]

Das Bad Laaspher Altstadtfest, seit 1979 eines der größten Feste der Region, pausiert seit 2016 auf unbestimmte Zeit.[33]

Bildung

In Bad Laasphe gibt es zwei Gymnasien, das Städtische Gymnasium und das Gymnasium Schloss Wittgenstein. Weiterhin besteht das Schulangebot in der Kernstadt aus einer Realschule, einer Grundschule sowie einer Förderschule (Lachsbach-Schule); hinzu kommen Grundschulen in den Stadtteilen Feudingen, Banfe und Niederlaasphe. Die Hauptschule in der Kernstadt wurde 2014 aufgrund zunehmend sinkender Schülerzahlen geschlossen.[34]

Vereine

Bad Laasphe verfügt über ein reichhaltiges kulturelles und sportliches Angebot.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Johannes Bonemilch (um 1434–1510), Weihbischof in partibus Hassiae et Thuringiae (Sitz in Erfurt), weihte Martin Luther im Frühjahr 1507 im Erfurter Dom zum Priester
Lucia Reichmann (um 1564–1630), Opfer der Hexenverfolgung in Laasphe
Ludwig Crocius (1586–1655), Prediger, Professor am bremischen Gymnasium Illustre
Johannes Crocius (1590–1659), 1653 Rektor der Universität Marburg
Johann Heinrich Ludwig Bergius (1718–1781), Verwaltungswissenschaftler
Elise Sommer (1761–1836), Dichterin
Wilhelm zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (1770–1851), preußischer Staatsmann
Karl August Groos (1789–1861) in Saßmannshausen, deutscher evangelischer Geistlicher, Herausgeber von Liedsammlungen und Komponist
Wilhelm Friedrich Groos (1801–1874) in Saßmannshausen, Politiker und Landrat
Friedrich Wilhelm Goebel (1812–1902) auf Schloss Wittgenstein, preußischer Gerichtssekretär und Heimatkundler
Friedrich Kiel (1821–1885) in Puderbach, Komponist
Wilhelm Pauck (1901–1981), evangelischer Kirchenhistoriker
Rudolf Jung (1907–1973), Schriftsteller und Übersetzer
Fritz Heinrich (1921–1959) in Feudingen, Politiker (SPD), MdB 1953–1959
Otto Piene (1928–2014), Maler und Künstler
Klaus Müller-Domnick (1937–2000) in Feudingen, Bildhauer und Grafiker
Rolf Pasdzierny (* 1944) in Fischelbach, Theater-Dramaturg
Gernot Wilhelm (* 1945), Altorientalist
Fritz Roth (* 1955), Schauspieler
Peter Clös (* 1956), Schauspieler
August Wittgenstein (* 1981), Schauspieler
Kira Claudi (* 1994), Rollski-Sportlerin
Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen
Johann Konrad Dippel (1673–1734), Theologe, Alchemist, Anatom und Arzt, der auch die Pseudonyme Christianus Democritus, Ernst Christian Kleinmann und Ernst Christoph Kleinmann führte.
Karl Kneebusch (1849–1902), Lehrer und Herausgeber des Sauerlandführers
Wilhelm Hartnack (1893–1963), Heimatforscher des Wittgensteiner Landes, Geograph
Botho Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (1927–2008), Politiker (CDU), Bürgermeister in Bad Laasphe (1957–1965), MdB 1965–1980, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) 1982–1994, nach 1994 Ehrenpräsident des Deutschen Roten Kreuzes und Vorsitzender der ständigen Kommission der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung in Genf
Literatur
Jochen Karl Mehldau: Alte Laaspher Familien und ihre Häuser. Haus-Chroniken ~ 1600–1875. Bad Laasphe 2013.
Dieter Pfau: Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein das Früh- und Hochmittelalter (750-1250). Bielefeld 2009.
Eberhard Bauer: Bilder aus Laasphe. Ein geschichtlicher Rundgang durch die Stadt. Bad Laasphe 1993.
Reinhard Schmidt: Aus der Geschichte von Juden und Christen in Laasphe. Bad Laasphe 1991.
Eberhard Bauer: Die Berufe der Bürger von Laasphe und Berleburg im 18. Jahrhundert. In: Wittgenstein 1971, 35 Heft 2, S. 70–76.
Joachim Naumann: Vorräte und Vermögenswerte i m Laaspher Ackerbürgerhaus des 17. Jahrhunderts. Materialien zu einer sozialgeschichtlichen Volkskunde des Wittgensteiner Landes. In: Wittgenstein: 1. Die Speisevorräte, ihre Konservierung und Aufbewahrung. Wittg. Bd. 33/1969/H. 1/S. 5–13: 2. Kleidung und Wäsche. Wittg. Bd. 33/1969/H. 2/S. 75–92; 3. Wertgegenstände u. a. m., Wittg. Bd. 33/1969/H. 4/S. 169–174.
Gustav Bauer: Die Reformation in der Grafschaft Wittgenstein und ihre Durchführung bis zum Tode Graf Ludwig des Älteren. Zur Erinnerung an die 1. Wittgensteiner Kirchenordnung vom 4. November 1555. Laasphe 1954.
Wilhelm Hartnack: Zur älteren Topografie der Stadt Laasphe. In: Festschrift Männer-Gesang-Verein Liedertafel-Eintracht Laasphe. Laasphe 1953, S. 13–33.