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Multiposting im CPC-Bereich​

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Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Bad Steben nicht vorenthalten.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Stebens datiert vom 25. Dezember 1374. Es gehörte lange zum hohenzollerischen Markgraftum Bayreuth, ab 1500 auch zum Fränkischen Reichskreis, kam 1792 mit dem Markgraftum zu Preußen, 1806 zu Frankreich und schließlich 1810 zu Bayern.

1444 gab es erste Berichte über die Quellen, 1553 badete Heinrich Reuß von Plauen anlässlich der Belagerung Lichtenbergs während des Markgräflerkrieges darin, 1690 erschien ein erster wissenschaftlicher Bericht vom Hof- und Stadtmedikus Gottfried von Stein. Bis zur Übernahme der Quellen durch das Königreich Bayern war Steben ein Bergbauort mit einer wesentlich längeren Geschichte. Der Bergbau im Stebener Gebiet geht bis in das 8. Jahrhundert zurück.

Als Preußen 1792 die hohenzollerischen Gebiete in Franken und damit auch das Markgraftum Bayreuth übernahm, forderte der in Bayreuth residierende Staatsminister von Hardenberg den frischgebackenen Bergassessor Alexander von Humboldt zur Bestandsaufnahme der Gruben und Hütten in den neuen Provinzen an.

Humboldt bezog im Juni 1792 in Steben das heutige Humboldt-Haus. In einem ca. zehn Wochen (Juni bis August 1792) dauernden Kraftakt erstellte der junge Mann einen 150 Seiten langen, umfassenden Bericht der Situation, der in Berlin helle Begeisterung auslöste. Die humboldtschen Ökonomisierungsvorschläge und die detaillierten Meldungen über die reichen Bodenschätze in der Region (u. a. Silber, Kupfer, Zinn, Blei, Eisen und Edelsteine), vor allem aber seine Berichte über die von ihm neuentdeckten Goldflöze kamen der Behörde sehr entgegen.

Hauptstraße um 1900: hinten links Humboldthaus mit Gartenhaus

Schon 1793, nach der Verlegung des Bergamtes von Naila nach Steben, errichtete Humboldt in Steben in Eigeninitiative eine königlich-preußische freie Bergschule, um den Bergleuten elementare Berufskenntnisse beizubringen. Der Unterricht umfasste auch Rechnen, Schreiben und Lesen. Von Heinitz hatte ein offenes Ohr für diese Gründung, hatte er doch auch 1777 in Freiberg eine Zeichen- und Rechenschule eröffnet. Als Humboldt die Auslagen für seine Unternehmung zurückerstattet bekommen sollte, schlug er vor, mit dem Betrag eine Krankenkasse und eine Witwenversorgung einzurichten, ein für die damalige Zeit beispielloser Akt sozialer Gesinnung, aber auch Zeugnis der fürsorglichen Haltung des jungen Liberalen. Auch die Kostenfreiheit für den Besuch der Bergschule war dafür ein Hinweis.
Mit Tatkraft und Einfallsreichtum brachte es der neue Chef im Revier dazu, dass sich in Jahresfrist die Erträge aus den Bergwerken vervielfachten. Man lobte das Genie des jungen Mannes, dem man die kühnste Karriere voraussagte. Humboldt schied jedoch auf eigenen Wunsch 1795 aus dem Staatsdienst aus, um sich ganz der Naturforschung und der Wissenschaft zu widmen.

Am 8. Juni 1832 wurde Steben der Titel Königlich Bayerisches Staatsbad verliehen. In der Zeit von 1837 bis 1911 wurden die wesentlichen, zum Teil heute noch vorhandenen Gebäude in den Kuranlagen errichtet. Den Abschluss bildete das alte Kurhaus im Jahre 1911[3]. Insbesondere während der Regentschaft Prinzregent Luitpolds von 1886 bis 1912 erlebte Steben einen großen Aufschwung.

Im Jahr 1909 wurde der Name der damaligen Gemeinde Untersteben amtlich in Steben geändert. Die Gemeindebezeichnung wurde im Jahr 1925 erneut geändert, diesmal in Bad Steben.[4]

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Gemeinde am 14. April 1945 durch amerikanische Truppen kampflos besetzt. Am 22. April 1952 wurde Bad Steben zur Marktgemeinde erhoben. 1971 bis 1978 kam es im Zuge der Gemeindegebietsreform zur Eingemeindung der 1818 entstandenen und bis dahin selbstständigen Gemeinden Obersteben (1. Januar 1971), Carlsgrün (1. April 1971), Thierbach (1. Januar 1972) und Bobengrün (1. Januar 1978).[5] 1983 wurde das staatliche Kurhotel abgebrochen und wiederaufgebaut, das Parkschlößchen wurde saniert. Im Jahr 2007 feierte Bad Steben das 175-jährige Jubiläum als Staatsbad mit diversen Veranstaltungen im Biedermeierstil.

Politik
Rathaus
Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat hat neben dem Ersten Bürgermeister 16 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 16. März 2014 brachte bei einer Wahlbeteiligung von 71,49 % folgendes Ergebnis:

Partei / Liste Prozent Sitze F
Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 40,82 % 7 Sitze 2
Freie Wählerschaft (FW) 32,39 % 5 Sitze 1
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 14,51 % 2 Sitze 0
GRÜNE-SB/UW 12,28 % 2 Sitze 1

F = Zahl der Frauen;

Bürgermeister
Martin Rockelmann, Bürgermeister 1894–1929

August Wölfel 1868–1875
Johann Burger 1876–1879
Johann Heinrich Stöcker 1879–1881
Heinrich Karl-Friedrich Ernst 1882–1887
Georg Heinrich Herpich 1888–1893
Martin Rockelmann 1894–1929
Philipp Horn 1930–1933
Heinrich Hagen 1934–1934
Otto Gollwitzer 1934–1939
Karl Gölkel 1939–1943
Erhard Martin Weinrich 1943–1945
Kurt Steinitz 1945
Johann Findeiß 1945
Johannes Schueller 1945
Heinrich Völkel 1945–1969
Gebhardt Steuer 1969–1969
Erhardt Thumser 1969–1972
Hans Brandl 1972–1991
Hellmut Nietner 1991–2001
Bert Horn 2001–

Wappen
Wappen Bad Steben
Blasonierung

In Blau ein silberner Brunnentempel, in dem aus einem goldenen Becken eine silberne, von dem goldenen Großbuchstaben „R“ überhöhte Fontäne emporsteigt.

Deutung

Die Farbgebung des Wappens ist an die bayerischen Landesfarben weiß und blau angelehnt. Der Tempel mit Quelle erinnert an die Tempelquelle in Bad Steben. Das „R“ weist darauf hin, dass die Quelle radonhaltig ist. Es ist kein Hinweis auf den Rennsteig, der im fünf Kilometer entfernten Blankenstein beginnt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Humboldthaus
Lutherkirche
Rathaus Bad Steben
Alte Wehrkirche St. Walburga mit Seccomalereien aus der Zeit um 1500; der Ursprung der Kirche geht auf das Jahr 1009 zurück, sie war die Mutterkirche vieler Kirchen und Kapellen im Frankenwald
Lutherkirche von 1910 (Jugendstil, Stahlbetonbau mit Sichtbeton)
Alexander von Humboldt-Haus (Privatbesitz)
Altes Bergamt (Neubau, Privatbesitz)
Kurpark mit Säulenwandelhalle („Kolonnaden“) und Kurhaus, in dem sich das Grafik Museum Stiftung Schreiner befindet
Klenzebau im Kurpark bei der Säulenwandelhalle
Therme Bad Steben im Kurpark, im Jahre 2004 eröffnet, 2008/09 Erweiterung um ein Thermenhotel mit vier Sternen war vorgesehen, in dem die Gäste direkt von den Zimmern in die Therme gehen können, wurde allerdings aufgrund fehlendem Investor auf unbestimmte Zeit verschoben
Spielbank Bad Steben
Altes Rathaus der ehemaligen Gemeinde Bobengrün
Aufgelassener Marmorbruch Horwagen im Ortsteil Bobengrün, heute eines der 100 schönsten Geotope Bayerns
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bad Steben
Heilwasserquellen

In Bad Steben gibt es drei Heilwasserquellen für Trink- und Badekuren:

Tempel-Quelle (radonhaltiges Wasser), siehe auch Wappen von Bad Steben
Wiesen-Quelle (Calcium-Hydrogencarbonat Säuerling)
Max-Marien-Quelle (Calcium-Magnesium-Hydrogencarbonat Säuerling) Quellort: Langenau, Gemeinde Geroldsgrün

Die Mineralquellen gehörten anfangs dem Herzog von Andechs-Meranien. Zwischen 1248 und 1407 wurden sie Eigentum der Grafen von Orlamünde und ab 1407 bis 1622 gingen sie in den Besitz der Edlen von Wallenfels über. 1622 kamen sie in den Besitz der Markgrafen von Bayreuth und wurden 1751 der Gemeinde übergeben. Diese verkaufte die Mineralquellen für 600 Gulden dem Staat Bayern.[6]

Sport und Freizeit
Spielbank Bad Steben
Freibad bei der Kurklinik Franken
Fußballplatz des TSV Bad Steben
Froschbachtal beim Ortsteil Bobengrün
Höllental und Rennsteig in ca. drei Kilometer Entfernung
Regelmäßige Veranstaltungen
Am 6. Januar lädt die CSU zum Dreikönigstreffen nach Bad Steben ein. Hauptredner sind meist Spitzenpolitiker: Edmund Stoiber (2007), Günther Beckstein (2008), Horst Seehofer (2009) oder Karl-Theodor zu Guttenberg (2010).[7]
Ballonglühen beim Heißluftballon-Festival
Am Faschingssonntag veranstaltet die Karnevalsgesellschaft 1968 e. V. Bad Steben einen großen Faschingsumzug. Der Umzug findet alle zwei Jahre mit ungerader Jahreszahl statt.
Frühjahrs- und Herbst-Kirchweih: Die beiden Kirchweihfeste (1. Mai und zweiter Sonntag im Oktober) in Bad Steben haben über den Ort hinaus Bedeutung. Im Ort wird jeweils ein Kirchweihmarkt veranstaltet, der sehr gut besucht ist. Die Deutsche Bahn verstärkt deshalb während der Festtage ihre Züge und setzt meist Doppeltriebwagen ein.
Jedes Jahr zu Pfingsten findet im Ortsteil Bobengrün die Pfingsttagung des CVJM statt.
Jährlich im August fand bis 2009 auf den Moorwiesen hinter der Therme Bad Steben das Heißluftballon-Festival (auch Ballonfest genannt) statt.
Skisprungwettbewerbe: Auf der Frankenwaldschanze des WSV Bad Steben fanden jährlich bis 2010 bis zu drei Wettbewerbe mit zum Teil internationaler Beteiligung statt. 2010 wurde die Schanze aus baulichen Mängeln gesperrt, der WSV Bad Steben löste sich Anfang 2012 auf.
Die Spielbank Bad Steben veranstaltet ein Sommerfest.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bahnhof Bad Steben
Verkehr

Mit dem Auto ist Bad Steben über die 10 km östlich verlaufende Autobahn A 9, Anschlussstelle 31 Berg/Bad Steben, zu erreichen. Staatsstraßen führen nach Naila zur Bundesstraße 173 (Hof – Kronach).

Über die Bahnstrecke Hof – Bad Steben ist Bad Steben im Stundentakt an das Eisenbahnnetz angebunden.

Der Ort liegt auf dem Radfernweg Euregio Egrensis.

Medien

Bad Steben besitzt ein eigenes Internet-Verteilersystem über Fernseh- und Glasfaserkabel-Modems, das von der Fernsehantennen-Gemeinschaft (FAG) Bad Steben verwaltet wird.

Öffentliche Einrichtungen
Therme Bad Steben
Bad Steben ist ein Kurort und das höchstgelegene bayerische Staatsbad.
Fünf große Rehabilitationskliniken, von denen zwei zur Deutschen Rentenversicherung gehören, machen Bad Steben bundesweit bekannt.
Am 23. März 2001 wurde in Bad Steben die neu erbaute Spielbank eröffnet. Die Spielbank Bad Steben gehört zur Staatlichen Lotterieverwaltung in Bayern, die insgesamt neun Spielbanken betreibt.
Am 17. Dezember 2004 wurde im Gesundheitszentrum die Therme Bad Steben eröffnet.
Auf dem Friedhof sind in einem Sammelgrab 20 unbekannte KZ-Häftlinge begraben, die im Frühjahr 1945 bei einem Todesmarsch vom KZ Buchenwald nach dem KZ Flossenbürg im nahe gelegenen Höllental ihr Leben verloren, woran eine Gedenktafel erinnert.[8]
Dienststelle des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg
Ansässige Unternehmen

Die größten Unternehmen sind neben der Staatsbad GmbH die Firmen Sommermann (Damenbekleidung) und therma-Fensterbau (Kunststofffenster) im Ortsteil Bobengrün und Brühl & Sippold (Polstermöbel) im Ortsteil Carlsgrün. E.ON betreibt ein Umspannwerk zwischen Bad Steben und dem Ortsteil Schafhof, das von 110 kV auf 10 kV transformiert. Der Gitarrenverstärkerhersteller Diezel hat hier seinen Produktionssitz.

Humboldt-Büste im Kurpark Bad Steben
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter des Markts
Ernst Hepp (1878–1968), Jurist und Botaniker
Anita Mally (1948–1999), Schauspielerin
Mit Bad Steben verbunden
Alexander von Humboldt (1769–1859), Naturforscher, lebte und wirkte 1792 bis 1795 in Bad Steben.
Partnerstädte
Berlin-Reinickendorf
Literatur
Emil Neidiger: Bad Steben, das bayerische Staatsbad im Frankenwald. In: Fränkische Badereisen in alter und neuer Zeit, Frankenbund, Würzburg 1965, S. 65f