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Geschichte
Belzig um 1650, Kupferstich von Matthäus Merian

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Belzig im Jahr 997. Nach dem Tod von Graf Baderich, Herr über Belzig (um 1251), ging die Grafschaft an das Herzogtum Sachsen über. 1406 brandschatzten die magdeburgischen Bischöfe das Belziger Gebiet, dabei wurden auch die Stadt und die Burg teilweise zerstört. Danach wurde die Stadt teilweise erweitert und die Burg wieder neu aufgebaut. Von 1423 bis 1815 gehörte Belzig zum Amt Belzig-Rabenstein im sächsischen Kurkreis. Martin Luther predigte im Jahr 1530 in der Marienkirche. Nach ihm soll auch die Lutherlinde benannt sein, welche sich in Belzig an der Friedhofsmauer des Gertraudenfriedhofs befand. Die Stadt wurde während des Schmalkaldischen Krieges 1547 von spanischen Truppen erneut teilweise zerstört. Etwa hundert Jahre später (1636) wurde die Stadt unter der Burg im Dreißigjährigen Krieg erneut von Kriegswirren heimgesucht und von schwedischen Söldnern fast gänzlich zerstört. Am 6. Juni 1665 wurde Hedwig Rösemann als Hexe zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt und hingerichtet. Im Jahr 1702 erhielt Belzig die vollen Stadtrechte.

Während der Befreiungskriege im Jahr 1813 fand bei Belzig die Schlacht bei Hagelberg statt. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses wurde das bislang zu Sachsen gehörende Belzig im Jahr 1815 Preußen zugesprochen und 1818 Kreisstadt des Kreises Zauch-Belzig im Regierungsbezirk Potsdam der Provinz Brandenburg.

Die Lungenheilstätte (heute Reha-Klinik) wurde 1900 fertiggestellt. Elektrifiziert wurde Belzig im Juli 1909.[5] Das Dorf Sandberg unterhalb der Burg bis Jaegers Hintermühle (Kirchhofstraße) wurde im Jahre 1914 eingemeindet. Im Jahre 1934 wurde die Munitionsfabrik Roederhof errichtet. Dazu kam mit Kriegsbeginn südlich der Lübnitzer Straße ein Zwangsarbeitslager für 1500 Frauen und Männer vorwiegend aus Osteuropa. 1943 wurde ein KZ-Außenlager des KZ Ravensbrück mit 750 weiblichen Häftlingen errichtet, die in der örtlichen Munitionsfabrik arbeiten mussten. Kranke wurden zur Ermordung nach Ravensbrück zurückgebracht. Von 1939 bis 1945 wurde die Stadt Sitz der größten deutschen Funkstation für drahtlose Nachrichtenübertragung.

Ab 1952 war Belzig Kreisstadt des Kreises Belzig im neugebildeten DDR-Bezirk Potsdam. Im Jahr 1959 wurde Weitzgrund ein Gemeindeteil von Belzig. 1972 brannte durch Fahrlässigkeit das Rathaus.

Im Zuge der Ämterbildung im Land Brandenburg schlossen sich zunächst 14 Gemeinden (Borne, Bergholz, Dippmannsdorf, Fredersdorf, Groß Briesen, Hagelberg, Kuhlowitz, Lübnitz, Lüsse, Lütte, Neschholz, Ragösen, Schwanebeck und die Stadt Belzig) aus dem damaligen Kreis Belzig zu einer Verwaltungsgemeinschaft, dem Amt Belzig, zusammen. Der Minister des Innern des Landes Brandenburg erteilte am 24. Juni 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Belzig.[6] Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 30. Juni 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Stadt Belzig (heute Bad Belzig). Am 20. Oktober 1992 wurde zudem noch die Gemeinde Werbig dem Amt Belzig zugeordnet.[7] Im Jahre 1993 wurde durch Fusion dreier Kreise der Landkreis Potsdam-Mittelmark gebildet und Belzig Kreisstadt. Am 31. Dezember 2002 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Bergholz, Borne, Dippmannsdorf, Fredersdorf, Groß Briesen, Kuhlowitz, Lübnitz, Lüsse, Lütte, Neschholz, Ragösen und Werbig in die Stadt Belzig.[8] Zum 23. Oktober 2003 wurden schließlich auch die Gemeinden Hagelberg und Schwanebeck per Gesetz in die Stadt Belzig eingegliedert und das Amt Belzig aufgelöst.[9] Die Gemeinde Hagelberg erhob Kommunalverfassungsbeschwerde beim Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, die teils verworfen, im Übrigen zurückgewiesen wurde.[10] Die Stadt Belzig wurde amtsfrei. Die ehemaligen amtsangehörigen Gemeinden sind heute Ortsteile der Stadt Bad Belzig.[3]

Seit dem Jahr 1995 ist Belzig staatlich anerkannter Luftkurort und wurde mit der 2002 eröffneten SteinTherme (2009 rekonstruiert) ein Thermal-Solebad. Am 18. Mai 2005 wurde das Hofgarten-Kino und am 12. September 2005 eine Umgehungsstraße östlich der Stadt eröffnet. Seit dem 5. Dezember 2009 ist Belzig ein staatlich anerkanntes Heilbad. Mit Wirkung vom 1. März 2010 trägt die Stadt den Namen Bad Belzig.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1875 3.783
1890 3.674
1910 3.998
1925 4.268
1933 4.512
1939 5.664
1946 7.597
1950 7.694
1964 7.166
1971 7.089
Jahr Einwohner
1981 7 473
1985 7 521
1989 7 839
1990 7 848
1991 7 760
1992 7 641
1993 7 796
1994 7 671
1995 7 769
1996 7 666
Jahr Einwohner
1997 7.785
1998 7.899
1999 7.847
2000 7.914
2001 7.985
2002 11.407
2003 11.960
2004 11.833
2005 11.772
2006 11.675
Jahr Einwohner
2007 11.450
2008 11.308
2009 11.225
2010 11.248
2011 11.161
2012 11.119
2013 11.056
2014 10.916
2015 11.120

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[11][12] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik
Stadtverordnetenversammlung
Rathaus
Rathausplatz
Freiwillige Feuerwehr

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 zur Stadtverordnetenversammlung von Bad Belzig führte zu folgendem Ergebnis:[13]

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze
SPD 28,0 % 6
CDU 13,3 % 3
Die Linke1 14,0 % 3
Grüne 08,1 % 2
FDP 03,5 % 1
NPD 02,7 % 1
Wählergruppe „Wir vom Dorf“ (WvD) 11,9 % 3
Freie Wählergemeinschaft Bad Belzig (FWBB) 10,5 % 2
Gewerbeverein für Belzig (GFB) 05,2 % 1
Sonstige (Freie Bürger und Bauern, AfD) 02,7 % 0
Gesamt 100 %* 22
Wahlbeteiligung 51,9 %

1 2003: PDS 000 * nach Bereinigung von Rundungsfehlern

Zu den 22 Stadtverordneten kommt als weiteres Mitglied der hauptamtliche Bürgermeister hinzu.

Bürgermeister
1990–2008: Peter Kiep (SPD)
2008–2016: Hannelore Klabunde-Quast (parteilos)
seit 1. Dezember 2016: Roland Leisegang (parteilos)

Der langjährige Bürgermeister Peter Kiep konnte sein Amt krankheitsbedingt nur bis 2006 ausüben. Er erlag am 3. Oktober 2013 einer schweren Krankheit.[14]

Hannelore Klabunde-Quast übernahm ab 2006 die Vertretung Kieps. Sie wurde am 28. September 2008 als erste Frau in das Bürgermeisteramt der Stadt gewählt.

Roland Leisegang wurde am 9. Oktober 2016 in einer Stichwahl mit 65,4 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren zum Bürgermeister der Stadt gewählt.[15] Er war von 1980 bis 2012 Schlagzeuger der Rockband Keimzeit.[16]

Wappen

Das Wappen wurde am 4. November 1992 genehmigt.

Blasonierung: „In Blau ein silberner, runder Turm mit zwei Zinnenkränzen, zwischen denen ein schwarzes Kreuz sichtbar ist, mit einer goldbeknauften grünen Kuppel und mit einer offenen Pforte rechts unten. Davon rechts gelehnt ein neunfach schwarz-golden geteilter und mit grünem Rautenkranz schrägrechts belegter Schild.“[17]

Städtepartnerschaften

Bad Belzig unterhält eine Städtepartnerschaft zur niedersächsischen Gemeinde Ritterhude im Landkreis Osterholz.

Sehenswürdigkeiten und Kultur
Marienkirche
Kursächsische Postmeilensäule
Springbachmühle

In der Liste der Baudenkmale in Bad Belzig und in der Liste der Bodendenkmale in Bad Belzig stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke
Burg Eisenhardt mit imposantem Bergfried („Butterturm“, der kurz nach der Burg Eisenhardt gebaut wurde, begehbar, Aussicht) und Museum
Sankt-Briccius-Kirche, Saalkirche aus dem 12. Jahrhundert im Bereich der Vorburg der Burg Eisenhardt. Sie ist dem heiligen Brictius von Tours geweiht. Im Innern befinden sich ein Altarretabel sowie eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Der Turm befindet sich nicht, wie üblich, im Westen des Bauwerks, sondern über dem Altarraum im Osten.
Historischer Stadtkern mit
Marienkirche: romanisch als kreuzförmige Saalkirche in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut, im Süden zwei spätgotische Anbauten und eine zweistöckige Sakristei. Der Schlussstein über dem Westeingang besagt, dass Luther am 14. Januar 1530 in der Kirche predigte. In der Marienkirche befindet sich auch das Brandenburgische Orgelmuseum.[18]
Rathaus: Im 16. Jahrhundert als Verwaltungsgebäude errichtet, 1636 abgebrannt, 1671 einfach aufgebaut, 1912 repräsentativ geschweifter Giebel im Renaissancestil angebaut, 1972 abgebrannt und Ruine abgetragen, 1988 bis 1991 in Anlehnung an die historische Form neu erbaut
Reißigerhaus: 1728 am Kirchplatz als Schulhaus mit Lehrer- und Kantorenwohnung erbaut, Geburtshaus des Hofkapellmeisters Carl Gottlieb Reißiger
Superintendentur: 1678 am Kirchplatz über einem mittelalterlichen Keller erbaut
Kursächsische Postmeilensäule im ehemaligen Ortsteil Sandberg (Standort Bahnhofsstraße 16, Originalteile im Burgmuseum)
Roger Loewig Haus – Museum und Gedenkstätte
Fläming-Gymnasium, denkmalgeschützt
Historischer Gertraudenfriedhof mit Gertraudenkapelle, einem spätgotischen Feldsteinbau aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die zunächst als Herberge für Kranke und Bedürftige diente. Sie wird im 21. Jahrhundert als Friedhofskapelle genutzt. Im Innern befinden sich einige Reste der Wandmalereien aus der Bauzeit der Kirche.
Belziger Teufelsstein mit „des Teufels Handabdruck“ an der Kirchhofstraße vor dem Gertraudenfriedhof
Hofgarten-Belzig (Kino und Veranstaltungsort)
SteinTherme
Gutshaus Glien in Hagelberg
Bockwindmühle in Borne
Denkmäler auf dem Hagelberg zur Erinnerung an die Schlacht bei Hagelberg 1813
Kunstwanderweg Hoher Fläming, 2007 eröffnet
Rummel „Steile Kieten“ unweit des Bahnhofes
Mühlen

Die Belziger Mühlen spiegeln eine lange Tradition wider.[19] Der Belziger Lumpenbach führte seine Wasser an der Obermühle (Kleesen) vorbei, bevor er in den Belziger/Fredersdorfer Bach mündete. Am Belziger Bach standen fünf Mühlen: die Schlossmühle (Dorno), die Mittelmühle (Engemann), die Hintermühle (Jaeger) in der Nähe des Mühlenhölzchens, die Walkmühle und die Neue Ratsmühle (heute Finsterwalder). In der Hintermühle befinden sich heute die Mischfutterwerke Belzig. Durch den Springbach wurden zwei Mühlen angetrieben, die Springbachmühle (Hannemanns Mühle) und Oelschlägers Mühle. Die Springbachmühle wurde 1998 nach altem Vorbild restauriert. Gelände und Mühlteich wurden ebenfalls wieder hergestellt.

Parks
Kurpark
Mahnmale und Gedenkstätten
Gedenkstätte für das KZ-Außenlager, seit 1965 mit Gedenkstein, seit 1980 mit detaillierter Informationstafel zu den beiden Lagern (siehe Geschichte)
Mahnmal auf dem Gertraudenfriedhof (1965) zum Gedenken an 98 umgekommene Zwangsarbeiterinnen und ihre 38 Kinder (die tatsächlichen Zahlen liegen wahrscheinlich höher)
Gedenkstein für die italienischen Opfer der Zwangsarbeit (1994) auf dem Gertraudenfriedhof
Denkmal für antifaschistische Widerstandskämpfer vor dem Postamt
Gedenkstein für die Geschwister Scholl vor der Grundschule „Geschwister Scholl“ am Weitzgrunder Weg
Findling zum Gedenken an den ermordeten Widerstandskämpfer Bruno Kühn in einer Grünanlage unterhalb der Gesamtschule
Regelmäßige Veranstaltungen
Konzert der Gruppe Keimzeit auf dem Hof der Burg Eisenhardt im Juli
Burgfestwoche mit Altstadtfest in der letzten Augustwoche
Jugendkulturwoche der Städte und Gemeinden Bad Belzig, Wiesenburg/Mark, Brück, Niemegk und Ziesar
Burgenlauf am zweiten Sonntag im Oktober (seit 1977)[20]
Monatliche Veranstaltungen von April bis November im Kleinkunstwerk Bad Belzig.[21]
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft

Die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark in der Niemöllerstraße (Altes Landratsgebäude) und am Papendorfer Weg (Erweiterungsbauten) ist der große Arbeitgeber in dem ehemaligen Ackerbürgerstädtchen. Schon als Sitz der Kreise Zauch-Belzig (1818–1952) und Belzig (1952–1993) war daher die Verwaltung wichtig für die ansonsten eher ländlich geprägte Umgebung.

Ansonsten prägen Handwerk und mittelständische Betriebe die Wirtschaftsstruktur. Der Einzelhandel ist bis auf wenige Ausnahmen in der Stadt Bad Belzig konzentriert. Super-, Discount- und Baumärkte sind eher an den Ausfahrtsstraßen zu finden. Kleinteiliger Einzelhandel prägt nach wie vor die historische Altstadt. In wenigen Ortsteilen befinden sich noch kleine Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien und Fleischereien. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber der Stadt ist das Kreiskrankenhaus Bad Belzig.

Der Gewerbepark Seedoche an der B 246 am Ortsausgang in Richtung Brück ist mit ca. 17 Hektar der einzige der Stadt. Die Auslastung ist bis heute (mit ca. 7 ha) nicht zufriedenstellend. Das seit 1993 bestehende Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) „Fläming“ soll hinsichtlich Existenzgründung, Beschäftigungs- und Wirtschaftsförderung neue Impulse in die Region bringen oder diese dort halten.

Als wirtschaftliches und soziales Modellprojekt versteht sich das ZEGG (Zentrum für Experimentelle Gesellschaftsgestaltung), das sich 1991 im Norden der Stadt angesiedelt hat.

Tourismus
Blick über Bad Belzig und Bahnhof in den Naturpark Hoher Fläming

„Bad Belzig“ hieß das Ziel der seit 1990 forcierten Stadtentwicklungspolitik. Somit spielen der Tourismus und die Entwicklung von Gastronomie und Hotellerie eine zunehmende Rolle für die Wirtschaft der Stadt und ihrer Umgebung. Die Burg „Eisenhardt“, das Heimatmuseum der Burg, die SteinTherme und der Kurpark, das Freizeitzentrum mit Freibad im Sommer und Kunsteisbahn im Winter, der Kurpark und die Reha-Klinik bilden die Eckpfeiler dieser Infrastruktur. Eine Tochtergesellschaft der Stadt, die Kur- und Freizeit GmbH, betreibt die SteinTherme. Die Touristinformation am Marktplatz wird seit 2013 wieder von der Stadtverwaltung betrieben (vorher Kur- und Freizeit GmbH). Im Jahr 2012 war der Fläming mit Bad Belzig als zentralem Ort Austragungsort des Deutschen Wandertages.

Verkehr
Bahnhof Bad Belzig

Bad Belzig liegt an der Bundesstraße B 102 zwischen Brandenburg an der Havel und Jüterbog sowie an der B 246 zwischen Wiesenburg und Beelitz. Die B 102 führt als Ortsumgehungsstraße an der Stadt vorbei. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle (AS 5) ist Niemegk an der A 9 (Berlin–München). Sie befindet sich etwa neun Kilometer südöstlich.

Der Bahnhof Bad Belzig liegt an der Bahnstrecke Berlin–Dessau. Stündlich verkehren Regional-Express-Züge der Linie RE 7 (Airport-Express) von Dessau über die Berliner Stadtbahn und den Bahnhof Berlin-Schönefeld Flughafen nach Wünsdorf-Waldstadt.

Bis 2003 endeten die Züge der Brandenburgischen Städtebahn von Neustadt (Dosse) über Rathenow und Brandenburg an der Havel an einem Bahnsteig mit eigenem Empfangsgebäude auf der Südseite des Bahnhofs. Bis 1962 fuhren die Personenzüge (nach Richtungswechsel) noch weiter nach Treuenbrietzen.

Weiterhin ist Bad Belzig ein zentraler Knotenpunkt des Busverkehrs im Südwesten des Kreises Potsdam-Mittelmark. Die Stadt verfügt über einen Busbahnhof, von dem Linien die kleinen Orte des Hohen Flämings erschließen. Stündliche Busverbindungen bestehen auch nach Brandenburg an der Havel und Potsdam.

Durch Bad Belzig verlaufen der Europäische Fernwanderweg E11 (Niederlande – Masuren), die Deutsche Alleenstraße und der Europaradweg Euroroute R1 (Calais – Sankt Petersburg).

Südlich des Ortsteils Lüsse gibt es den Segelflugplatz Lüsse und östlich des Dorfs Mörz (Teil der Gemeinde Planetal) einen kleinen Sportflugplatz.

Presse

Die in Potsdam erscheinende Märkische Allgemeine unterhält in Bad Belzig die für den südwestlichen Landkreis Potsdam-Mittelmark zuständige Lokalredaktion „Fläming-Echo“.

Rundfunk

In Weitzgrund steht ein Sendemast der Deutschen Telekom.

Bildung
Fläming-Gymnasium
Grundschule „Geschwister Scholl“
Kleine Grundschule Dippmannsdorf
Krause-Tschetschog-Oberschule Belzig
Fläming-Gymnasium
Schule am grünen Grund: Förderschule für geistig und körperlich Behinderte
Musikschule
Kreisvolkshochschule
Freie Schule Fläming
Schwengelpumpe, Schlossstraße
Geburtshaus von Carl Gottlieb Reißiger
Öffentliche Einrichtungen der Stadt
Kultur-, Jugend- und Medienzentrum „POGO Belzig“
Museum Burg Eisenhardt
Stadtbibliothek Bad Belzig
Turnhalle „Karl Liebknecht“
Puschkin-Turnhalle
Albert-Baur-Mehrzweckhalle
Heinrich-Rau-Stadion
Kunsteisbahn Bad Belzig
Freibad Bad Belzig
Steintherme Bad Belzig
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Arthur Krause, Lehrer (seit 4. Mai 1965)
Erich Tschetschog (1899–1973), katholischer Pfarrer (seit 4. Mai 1965)
Věra Koldová, tschechische Widerstandskämpferin im KZ-Außenlager Belzig[22] (seit 23. Januar 1985)
Helga Kroening (1915–2004), Direktorin und Chefärztin der Chirurgie des Belziger Kreiskrankenhauses (seit 3. Oktober 1990)
Gerhard Dorbritz (1926–2015), Bürgermeister 1960–1970, Ortschronist (seit 2006)
Thea Labes (1937–2011), Kantorin der Belziger Marienkirche (seit 2007)
Söhne und Töchter der Stadt
Moritz Goltz (1495–1548), Buchhändler und Verleger
Johann Friedrich August Clar (1768–1844), Radierer und Kupferstecher
August Gottlob Eberhard (1769–1845), Dichter und Schriftsteller
Carl Gottlieb Reißiger (1798–1859), Komponist und Hofkapellmeister in Dresden
Friedrich August Reißiger (1809–1883), Komponist und Organist in Norwegen
Maximilian Meichßner (1875–1954), Theologe, Superintendent in Wittenberg
Georg Hellmuth Neuendorff (1882–1949), Reformpädagoge
Joachim Herrmann (1932–2010), Prähistoriker, geboren in Lübnitz
Jürgen Busche (* 1944), Journalist
Volker Reiche (* 1944), Comic-Zeichner
Günter Baaske (* 1957), Politiker (SPD), langjähriger Minister der Landesregierung Brandenburg
Marina Erdmann (* 1958), Schauspielerin und Schauspiellehrerin
Norbert Leisegang (* 1960), Musiker
Bernd Metzke (* 1966), Handballspieler
Frank Tempel (* 1969), Politiker (Die Linke), seit 2009 Mitglied des Bundestages
Matthias Rudolph (* 1982), Fußballtrainer und -spieler
Felix Holzner (* 1985), Fußballspieler
Marvin Sommer (* 1991), Handballspieler
Willy Weyhrauch (* 1994), Handballspieler
Fabian Wiede (* 1994), Handballspieler
Weitere mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten
Samuel Selfisch (1529–1615), Buchhändler aus Wittenberg
Christian Ernst Mussigk (1671–1724), Superintendent 1702 bis 1724
Traugott August Seyffarth (1762–1831), Superintendent 1812 bis 1822
Gottlob Ludwig Rabenhorst (1806–1881), Botaniker
Konrad Keilhack (1858–1944), Geologe
Reinhold Grundemann (1878–1952), Missionsschriftsteller
Antonie Stemmler (1892–1976), Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
Elly Schürmann (* um 1924), Krankenschwester, in Belzig tätig, vom Internationalen Roten Kreuz ausgezeichnet
Karl-Heinz Pahling (1927–1999), Streikführer in Niemegk und Belzig beim Volksaufstand des 17. Juni 1953
Roger Loewig (1930–1997), Zeichner und Maler
Frank-Michael Pietzsch (* 1942), Politiker (CDU), langjähriger Minister der Landesregierung Thüringen
Wam Kat (* 1956), Koch
Dirk-Alexander Grams (* 1957), Maler
Nell Zink (* 1964), US-Autorin, lebt in Bad Belzig
Literatur
Peter Feist: Burg Eisenhardt in Belzig. Kai Homilius Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-931121-03-8, (Leseprobe)
Felix Theodor Mühlmann: Wanderung durch die Geschichte der Stadt Belzig, des Schlosses Eisenhardt und der Umgegend. Belzig 1870 (Digitalisat)
John Shreve: Kriegszeit. Das ländliche Deutschland 1914–1919, Belzig und Kreis Zauch-Belzig. be.bra verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-045-3.
Weblinks
 Commons: Bad Belzig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Bad Belzig – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Bad Belzig – Reiseführer
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