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Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Bensheim
Politik
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016

       

Insgesamt 45 Sitze SPD: 8 GLB: 7 FDP: 3 CDU: 15 FW: 1 BFB: 5 AfD: 6

Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,3 15 36,4 16 43,2 20 43,1 20
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 17,5 8 23,8 11[A 1] 29,5 13[A 2] 32,7 15
GLB Grüne Liste Bensheim – Die Grünen 14,1 7 22,9 10[A 1] 13,6 6[A 2] 13,7 6
AfD Alternative für Deutschland 13,3 6
BFB Bürger für Bensheim 11,8 5 7,2 3
FDP Freie Demokratische Partei 6,9 3 4,0 2 7,1 3 5,3 2
FWG Freie Wählergemeinschaft Bensheim 3,0 1 5,7 3 6,6 3[A 2] 5,2 2
Gesamt 100,0 45 100,0 45 100,0 45 100,0 45
Wahlbeteiligung in % 49,1 47,0 43,0 50,5

Rathaus Bensheim (ehemaliges Bischöfliches Konvikt)
Das alte, von Heinrich Metzendorf umgestaltete und im Zweiten Weltkrieg zerstörte Rathaus von Bensheim im Jahr 1905

In Bensheim regieren CDU, GLB und BfB gemeinsam in einer Koalition.

Stadtverordnetenvorsteherin der Stadt Bensheim ist Christine Deppert (CDU).[7]

Der Magistrat besteht aus drei hauptamtlichen Mitgliedern Bürgermeister Rolf Richter (CDU), Erster Stadtrat Helmut Sachwitz (CDU) und Stadtrat Adil Oyan (GLB) sowie den acht ehrenamtlichen Stadträten: Hans Seibert, Oliver Roeder (beide CDU), Norbert Bauer (SPD), Andreas Born, Joachim Uhde (beide BfB),Bernd Aßmus (AfD), Peter Kalb (GLB) und Wilhelm Rothermel (FDP)

Bürgermeister

Mit dem Inkrafttreten der neuen Gemeindeordnung des Großherzogtum Hessens am 30. Juni 1821 konnten die Bensheimer Bürger ihren Bürgermeister wählen.

1822–1825: Philipp Meißel
1825–1837: Philipp Werle
1837–1840: Adam Fertig
1840–1857: Johannes Traupel
1857–1859: Joseph August Hainz
1860–1870: Franz Heinz
1871–1902: Aloys van Gries (1831–22. März 1902), letzter ehrenamtlicher Bürgermeister von Bensheim[8]
1902–1912: Ignaz Frenay, erster besoldeter Bürgermeister von Bensheim[8]
1913–1922: Karl Löslein
1922–1933: Rudolf Angermeier, Deutsche Zentrumspartei
1933–1934: Heinrich Nachtigall, NSDAP
1934–1938: Johann Georg Brückmann (1896–1973), NSDAP
1938–1945: Ernst Mißler (1882–1950), NSDAP
1945–1945: Theodor Kräge (1888–1963)[9], SPD[10]
1945–1946: Willy Klapproth (1892–1967), SPD[10]
1946–1954: Joseph Treffert (1883–1963), CDU
1954–1972: Wilhelm Kilian (1914–1971)[11], CDU
1972–2002: Georg Stolle (* 1938), CDU
2002–2014: Thorsten Herrmann (* 1964), CDU; am 30. Juni 2002 mit einem Stimmenanteil von 52,8 Prozent gewählt, am 15. Juni 2008 mit 60,5 Prozent wiedergewählt.
seit 15. Dezember 2014: Rolf Richter (* 1966), CDU; am 25. Mai 2014 mit einem Stimmenanteil von 54,2 Prozent im ersten Wahlgang gewählt.[12]
Wappen

Das Wappen zeigt in Rot einen Ritter mit goldener zweihändig gehaltener Lanze („Contus“) und in goldener Rüstung auf einem silbernen Pferd. Darunter im Schildfuß sitzt ein grüner Drache, der von der Lanze durchbohrt wird.

Der rote Wappenhintergrund nimmt Bezug auf das Wappen von Mainz, da die Stadt bis 1802 im Besitz des Bistums Mainz war. Der den Drachen tötende Reiter stellt den Heiligen Georg dar, der in früheren Zeiten als Schutzpatron der Stadt Bensheim galt.

Städtepartnerschaften und Patenschaft[13]
1960: Beaune, Frankreich Frankreich
1977: Amersham, Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
1987: Mohács, Ungarn Ungarn
1989: Riva del Garda, Italien Italien
1996: Kłodzko (Glatz), Polen Polen
2002: Hostinné (Arnau), Tschechien Tschechien

Am 29. April 1956 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt Arnau (tschechisch Hostinné) an der Elbe im Kreis Hohenelbe übernommen.

Zudem haben einige Stadtteile gesonderte Städtepartnerschaften:

1968 Manlay, Frankreich Frankreich (mit Zell)
1994 Pfaffenheim, Frankreich Frankreich (mit Gronau)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Plätze und Parkanlagen
Bensheimer Marktplatz um 1904
Fürstenlager bei Bensheim-Auerbach
Tempel und Herrenhaus im Fürstenlager Bensheim
Der Marktplatz ist seit alters her der Mittelpunkt der Stadt Bensheim. Er liegt knapp 100 Meter westlich der St. Georgskirche. Um den Marktplatz herum befinden sich eine Reihe von Fachwerkhäusern.
Der Staatspark Fürstenlager ist ein etwa 42 Hektar großer Park mit über 50 exotischen Bäumen und Sträuchern und einer Vielzahl von Hofgebäuden. Er wurde ab 1790 durch die Landgrafen und Großherzöge von Hessen-Darmstadt als Sommerresidenz errichtet.
Die Nibelungenanlage ist eine die Lauter begleitende Parkanlage mit Freizeiteinrichtungen östlich der Altstadt.
Der Kronepark ist eine Parkanlage mit Kur- und Freizeiteinrichtungen im Stadtteil Auerbach.
Der ehemalige Baßmannpark mit mehreren architektonischen Bestandteilen ist ein typischer Landschaftspark des 19. Jahrhunderts und ist von kultur- und ortsgeschichtlicher Bedeutung. Er ist heute weitgehend überwuchert und befindet sich östlich der Kernstadt zwischen der Lauter im Schönberger Tal und dem Hohberg, wo sich als architektonischer Überrest der Aussichtsturm Luginsland erhalten hat.
Kultur
Parktheater: Das Parktheater wurde 1968 gebaut und bietet als Dreh- und Angelpunkt verschiedene kulturelle Aktivitäten an. Neben dem städtischen Spieleplan bringen freie Veranstalter, Vereine und Schulen ein vielfältiges Programm aus den Sparten Sprech-, Musik- und Tanztheater. Von Oktober 1998 bis Dezember 1999 wurde das Parktheater optisch, technisch und gestalterisch von Grund auf saniert.
PiPaPo Theater: Kleinkunst
Vornerum Theater
Varieté Pegasus
Autorenkollektiv Laufkundschaft
Museum der Stadt Bensheim mit der Arnauerstube
Synagoge Auerbach: In der Synagoge befindet sich auch ein Museum.
Musikschule Bensheim: wurde 1979 gegründet. Durch die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben gehören die Schüler der städtischen Musikschule Bensheim regelmäßig zum Kreis der Preisträger auf Landes- und Bundesebene. Zahlreiche Ensembles fördern die Gemeinschaft der Musikschule. Die Musikschule Bensheim bietet ein breites Angebot an. So hat man die Auswahl von 17 verschiedenen Instrumentfächern.
Stadtbibliothek Bensheim: eine Öffentliche Bibliothek mit über 50.000 Medieneinheiten. Die Stadtbibliothek befindet sich seit 2010 im Neumarkt-Center – zuvor war sie 10 Jahre in der Alten Post und davor in der Alten Faktorei. 2013 wurde die Stadtbibliothek mit dem Hessischen Bibliothekspreis ausgezeichnet.[14]
Hessentag
Logo des Hessentages
Bensheim Hessentag

Die Stadt Bensheim richtete zweimal den Hessentag aus. Im Jahr 1976 fand in Bensheim der 16. Hessentag statt.
Vom 6. bis zum 15. Juni 2014 veranstaltete die Stadt den 54. Hessentag.[15]

Bauwerke

Bensheim hat zusammen mit allen Stadtteilen insgesamt 557 Kulturdenkmäler.[16] Eine Auswahl der bedeutendsten Bauwerke der Stadt:

Alte Faktorei: ehemalige Faktorei des Mainzer Domkapitels
Alte Gerberei: von 1873
Bismarckturm: von 1902 auf dem Hemsberg (262 m)
Dalberger Hof: ehemaliger Adelshof
Luginsland: (Blaues Türmchen oder Eckturm) am Höhenweg oberhalb des Baßmannparks, errichtet 1910.
Hohenecker Hof: ehemaliger Adelshof von 1756
Kirchberghäuschen: (220 m), errichtet 1849, eingeweiht 1857. Bei seiner Einweihung mit einem 18 Punkte Plan am 2. Juni 1857 war es eine Einrichtung für die „gehobene Gesellschaft“. Heute ist es ein beliebtes Ausflugsziel der Bensheimer und zugleich eines der Wahrzeichen der Stadt.[17]
Metzendorf-Villen
Rinnentorturm: aus dem 13. oder 14. Jahrhundert
Rodensteiner Hof: herrschaftliches Anwesen mit Park
Roter Turm: Wachturm der ehemaligen Stadtmauer, aus dem 13. Jahrhundert
Walderdorffer Hof: errichtet 1395, ältestes Fachwerkhaus in Südhessen
Wambolter Hof: ehemaliger Adelshof von etwa 1732/33
Sakralbauten
Katholische Pfarrkirche St. Georg: von 1830
Katholische Hospitalkirche St. Joseph: aus dem 14. Jahrhundert
Kapuzinerkirche des Franziskanerklosters: Wiederaufbau nach Kriegszerstörung; Neukonsekration 1962
Friedhofskirche St. Crescens: von 1618
Michaelskirche: von 1863
Stephanuskirche: von 1987, Architekt Heinz Frassine[18]
Kath. Pfarrkirche St. Laurentius: von 1965
Baschir-Moschee: von 2006.

Alle 557 Kulturdenkmäler sind in der Liste der Kulturdenkmäler in Bensheim aufgeführt.

Galerie

Das Varieté Pegasus in der Alten Gerberei

Der Dalberger Hof

Die St. Georgskirche

Der Walderdorffer Hof

Der Wambolter Hof

Villa Ernst (Ludwigstraße) von Heinrich Metzendorf, 1905

Das Flecksche Haus

Der Rote Turm von etwa 1300

Das Kirchberghäuschen

Baschir-Moschee

Blaues Türmchen (auch: Luginsland)

Das Friedensmal in Bensheim-Hochstädten

Blick vom Auerbacher Schloss

Schutzgebiete

Auf der Bensheimer Gemarkung finden sich fünf FFH-Gebiete: „Tongrubengelände von Bensheim und Heppenheim“, „Magerrasen von Gronau und angrenzende Flächen“, „Kniebrecht, Melibocus und Orbishöhe bei Seeheim-Jugenheim, Alsbach und Zwingenberg“, „Buchenwälder des vorderen Odenwalds“ und Teile des „Jägersburger / Gernsheimer Walds“. Der Jägersburger / Gernsheimer Wald ist auch als Vogelschutzgebiet ausgewiesen wie auch die „Hessischen Altneckarschlingen“. Zur Kategorie Naturschutzgebiet gehören die Bereiche „Hemsberg von Bensheim-Zell“, „Erlache bei Bensheim“ und „Orbishöhe von Auerbach und Zwingenberg“. Das Landschaftsschutzgebiet „Forehahi“ bezieht sich auf den Wald im Westen der Gemarkung, während der Naturpark Bergstraße-Odenwald die gesamte Gemarkung umfasst.

Schließlich hat der Kreis Bergstraße für Bensheim 26 Naturdenkmale ausgewiesen, nämlich besondere Bäume sowie das Schannenbacher Felsenmeer im Schliefenbach.

Details zu den Schutzgebieten sind zu finden unter den hessischen Listen der FFH-Gebiete, Landschaftsschutzgebiete und Vogelschutzgebiete sowie der Liste der Naturschutzgebiete im Kreis Bergstraße.

Jugendkultur

Bensheim bietet eine Vielzahl an Angeboten für Kinder. So wurde beispielsweise am 26. Januar 2006 ein neues Jugendzentrum eröffnet, das Kindern bis 14 Jahren reichlich Möglichkeiten bietet, sich zu beschäftigen. Das alte größere Jugendzentrum in der Wilhelmstraße wurde dafür geschlossen. Für Jugendliche, speziell für die subkulturellen Strömungen, wie die Skater, Biker oder die Nachwuchsmusikerszene, gibt es relativ wenig Angebote. Jedoch wurde am 30. August 2008 ein neuer BMX/Skatepark eingeweiht, wo sich nun die Skater und BMXer regelmäßig treffen. Gefordert und auch geplant wurde der Park von den Jugendlichen selbst.

Regelmäßige Veranstaltungen im Jahreslauf
Bergsträßer Jazzfestival: Unter der künstlerischen Leitung von Bruno Weis findet seit 2008 das Bergsträßer Jazzfestival[19] statt. Die Veranstaltungsreihe mit vier Konzerten an vier verschiedenen Orten erstreckt sich über das gesamte Kalenderjahr.
Gertrud-Eysoldt-Ring: Seit 1986 wird in Gedenken an Gertrud Eysoldt jährlich in der Regel im März in Bensheim der Gertrud-Eysoldt-Ring, einer der bedeutendsten Theaterpreise in Deutschland, verliehen.
Bensheimer Passionsspiel: Die von italienischen und deutschen Laiendarstellern in Form einer Prozession seit 1983 an jedem Karfreitag inszenierte Aufführung der Passion Christi nach italienischem Vorbild wird in der gesamten Bensheimer Innenstadt gezeigt.
Weinlagenwanderung: Sie findet seit 1988 am 1. Mai statt. Der Weg beginnt in Alsbach und führt durch die Weinberge oberhalb und teilweise durch die vom Weinlagenweg tangierten Städte bis zur hessisch-badischen Grenze. Bis zu 40.000 Teilnehmer nehmen an der Veranstaltung teil.
MaiWay: Das MaiWay-Festival wird seit 2003 jährlich veranstaltet. Immer in der Nacht zu Christi-Himmelfahrt startet das in Bensheim einmalige Musikspektakel. Zahlreiche Gastronomiebetriebe und größere Hallen bieten die Plattform für über 30 Live-Bands an einem Abend. Ein sich durch die Stadt ziehender roter Strich auf den Gehwegen vernetzt die komplette Veranstaltung und weist den Weg zu den einzelnen Events.
Bürgerfest: Das anlässlich der Einweihung der Fußgängerzone 1975 eingeführte Bürgerfest wird seit 1977 regelmäßig im Frühsommer gefeiert.
Auerbacher Bachgassenfest: Seit 1987 findet das Auerbacher Bachgassenfest im Juli statt.
Vogel der Nacht: Es handelt sich um ein sechstägiges Musikfestival, welches seit 2005 jährlich im Bensheimer Stadtpark veranstaltet wird. Das Festival findet immer in der letzten Woche der Sommerferien statt und ist ein akustisches Festival mit einem sozialen Hintergrund.
Bergsträßer Winzerfest: Das überregional bekannte Bergsträßer Winzerfest findet jedes Jahr in der ersten Septemberwoche in der gesamten Innenstadt statt. Das samstags beginnende Fest dauert neun Tage. Am ersten Sonntag gibt es einen großen Festumzug und am zweiten Winzerfestsamstag wird ein Feuerwerk auf dem Kirchberg gezündet. Das erste Winzerfest wurde vom 19. bis 22. Oktober 1929 gefeiert. Bereits bei diesem Winzerfest gab es einen Festumzug und abends ein Feuerwerk auf dem Kirchberg.
Jog and Rock: Es ist eine jährliche Laufveranstaltung; sie findet seit 2005 immer Ende September statt. Mittlerweile kommen mehr als 1600 Teilnehmer, weswegen der Veranstalter auch entsprechenden Laufkurse zur Vorbereitung anbietet.
Pley/Repley: Es ist ein Elektro-Festival, das im November in der Weststadthalle stattfindet.
Sport

Überregional bekannt ist die in der Handball-Bundesliga spielende Damen-Mannschaft der HSG Bensheim/Auerbach.
25 Jahre nach dem Abstieg in die 2. Liga schaffte die Mannschaft im Jahr 2013 den Wiederaufstieg in die 1. Liga.

Der SV 1949 Schönberg besitzt neben der traditionellen Fußballabteilung außerdem eine Turnabteilung mit Gymnastik-Angeboten und eine Zumba-Abteilung.

Kulinarische Spezialitäten

Zwewwelkuche à la Fraa vun Bensem (Zwiebelkuchen nach Art der Frau von Bensheim)

Wirtschaft und Infrastruktur
Ansässige Unternehmen

Bensheim zählt zum wirtschaftlich starken Rhein-Neckar-Dreieck und ist zusammen mit verschiedenen Nachbarstädten und -gemeinden (wie Heppenheim, Lorsch und Lautertal) im südhessischen Regionalplan als Mittelzentrum ausgewiesen.

Die Stadt verfügt über günstige Wirtschaftsdaten, auch im Verhältnis zu den ohnehin günstigen Daten des Rhein-Neckar-Raumes und der überdurchschnittlichen Erwerbstätigenquote und besonders hohem Akademikeranteil bei überdurchschnittlich hoher Kaufkraft der Wohnbevölkerung.

Die Sirona Dental Systems GmbH hat ihren Sitz in Bensheim. Das Unternehmen ist der größte Arbeitgeber des Landkreises Bergstraße und produziert Waren und Dienstleistungen für Zahnärzte. Die Kern GmbH, ein Hersteller von Kuvertiersystemen für Banken, Versicherungen, Telekommunikationsunternehmen und IT-Dienstleister, sowie FICO TONBELLER (ehemals TONBELLER AG), ein Hersteller von Compliance-Lösungen, sind in Bensheim ansässig. Ihren Hauptsitz hat hier die deutsche Tochtergesellschaft von Cegedim Relationship Management, die Cegedim Deutschland GmbH, die Dienstleistungen für pharmazeutische Unternehmen anbietet. Weiterhin befinden sich hier die Elektronikfirma Tyco Electronics AMP GmbH, die im IT-Bereich tätige SAP AG, die IFOK GmbH und die HTV GmbH, die für Hersteller aus fast allen Bereichen der Elektronik, Halbleiter testet und programmiert. Des Weiteren hat das Fahrzeugunternehmen Suzuki International Europe GmbH in Bensheim seinen Sitz. Die Fahrzeuge in der nationalen TV-Werbung des Unternehmens tragen aus diesem Grund das Kfz-Kennzeichen „HP“ (Heppenheim/Kreis Bergstraße), das sonst in diesem Zusammenhang eher selten zu finden ist. Die zu PaperlinX gehörende Deutsche Papier Vertriebs GmbH betreibt als überregional tätiger Papiergroßhändler eines der modernsten deutschen Hochregallager in Bensheim. Das GGEW, ein Dienstleistungsunternehmen für Strom, Gas und Wasser, hat seinen Sitz in Bensheim.

Die Christoffel-Blindenmission hat ihren Sitz in Bensheim, ebenso die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie.

Justiz
Amtsgericht Bensheim

Bensheim ist der Sitz des Amtsgerichts Bensheim. Als Schöffengericht ist es auch für die Amtsgerichtsbezirke Lampertheim und Fürth/Odw. zuständig. Die Bewährungshilfe des Landgerichts Darmstadt unterhält in Bensheim eine Zweigstelle.

Medien

Über das Lokalgeschehen in Bensheim und Umgebung berichtet der zur Verlagsgruppe Mannheimer Morgen gehörende Bergsträßer Anzeiger, der seinen Sitz in der Rodensteinstraße 6 hat. Der Bergsträßer Anzeiger erscheint von Montag bis Samstag.

Verkehr
Bensheimer Bahnhof
Flugplatz Bensheim
ZOB Bensheim

Bensheim liegt am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 3 und 47. Im Westen der Stadt verläuft die A 5. Über zwei Ausfahrten ist Bensheim zu erreichen: im Norden über die Ausfahrt Zwingenberg und im Süden über die Ausfahrt Bensheim. Wenige Kilometer weiter westlich verläuft parallel zur A 5 die A 67. Hier ist Bensheim über die Anschlussstelle Lorsch zu erreichen.

Der an der Main-Neckar-Bahn Frankfurt am Main–Heidelberg liegende Bahnhof Bensheim ist InterCity-Systemhalt. Der Bahnhof ist außerdem Endpunkt der von Worms nach Bensheim führenden Nibelungenbahn. Der Ortsteil Auerbach hat einen eigenen, an der Linie Frankfurt am Main – Heidelberg gelegenen, Bahnhof. An ihm halten allerdings nur Regionalbahnen.

Den lokalen und regionalen ÖPNV bedienen vier Stadtbuslinien (671 bis 674) und acht Regionalbuslinien (640, 641, 646, 665, 669, 675, 676, 677). Außerhalb der Busfahrzeiten verkehren, hauptsächlich innerorts und zu den Stadtteilen Ruftaxis, welche bei Fahrtwunsch eine Stunde vor planmäßiger Abfahrt vorbestellt werden müssen und lediglich für Zeitkartennutzer des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar zuschlagsfrei nutzbar sind.

Der Frankfurter Flughafen befindet sich knapp 50 Straßenkilometer nördlich von Bensheim. Das Segelfluggelände Bensheim ist Segelflugzeugen, Motorseglern oder kleineren Motorflugzeugen vorbehalten.

Bildung

Bensheim ist eine Stadt der Schulen. So gibt es hier allein sechs Gymnasien: das Alte Kurfürstliche Gymnasium, die Geschwister-Scholl-Schule (Kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe), das Goethe-Gymnasium (Gymnasium ab Klasse 5 mit gymnasialer Oberstufe), die Liebfrauenschule (privates katholisches Mädchengymnasium), die Karl Kübel Schule als berufliches Gymnasium (mit den Fachrichtungen: Wirtschaft, Wirtschaft bilingual, Gesundheit, Mechatronik, Umwelt, Datenverarbeitung, Gestaltungs- und Medientechnik) und die Heinrich Metzendorf Schule ebenso als berufliches Gymnasium (mit den Fachrichtungen: Mechatronik und Umwelt).

In Bensheim gibt es eine gewerbliche und eine kaufmännische Kreisberufsschule, welche vor dem 1. Januar 1963 noch gemeinsam die Kreisberufsschule, ehamlig Fortbildungsschule bildeten.[20][21] Die kaufmännische Kreisberufsschule, die Karl Kübel Schule bietet neben der Fachoberschule und der Berufsschule eine Berufsfachschule mit Fremdsprachensekretariat und Höherer Handelsschule. Die gewerbliche Kreisberufsschule, die Heinrich Metzendorf Schule erweitert das Bildungsangebot um eine Berufsschule im gewerblich-technischen Bereich, eine Berufsfachschule, eine Technikerschule sowie eine Fachoberschule.[22]

Im Stadtgebiet existieren sechs Grundschulen. Dies sind die Hemsbergschule, die Grundschule Kappesgärten, die Joseph-Heckler-Schule, die Schloßbergschule, die Kirchbergschule und die Carl-Orff-Schule. Daneben gibt es die Schillerschule als Grund-, Haupt- und Realschule.

Drei Beratungs- und Förderzentren haben ihren Sitz in Bensheim. Dies sind die Kirchbergschule (Förderschule mit dem Schwerpunkt „Lernen“), die Seebergschule (Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“) und die Behindertenhilfe Bergstraße GmbH.

Anbieter von Erwachsenenbildung sind die Volkshochschule Bensheim[23] sowie das Frauen- und Familienzentrum Bensheim;[24] mit etwa 2000 Teilnehmenden im Jahr ist es die größte Familienbegegnungsstätte im Kreis Bergstraße.

Das Naturschutzzentrum Bergstraße bietet zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen der Umweltbildung für Kinder und Erwachsene.

Wissenschaft

In Bensheim ist seit 1947 mit dem Konfessionskundlichen Institut des Evangelischen Bundes das größte europäische Ökumene-Institut ansässig. Von 1947 bis 1967 und seit November 2007 befindet es sich im Wolfgang-Sucker-Haus.

Weiterhin hat das Institut für Personengeschichte, eine der wichtigsten deutschen Forschungsstellen zur Genealogie, Biographie und Prosopographie, in Bensheim seinen Sitz.[25]

Persönlichkeiten
Jakob Adam (1568–1618), reformierter Prediger und Pfarrer (in Bensheim 1598 bis 1603)
Louis Auler (1853–1922), Zigarettenfabrikant in Bensheim und Abgeordneter
Gerhard Beetz (1918–2005), Generalsekretär des Evangelischen Bundes
Hermann von Beisler (1790–1859), bayerischer Militär und Politiker
Diether Blüm (1924–2001), Archivar, Museumsleiter, Lokalhistoriker und Autor.
Moritz Edelmann (1891–1973), nationalsozialistischer Geschichtsdidaktiker
Gerhard Emig (* 1938), Chemiker
Friedrich Wilhelm „Wilfried“ Euler (1908–1995), Archivar, antisemitischer Genealoge, Nationalsozialist und Stiftungsgründer
Horst Euler (1910–1980), Opernsänger
Wilhelm Euler (1847–1934), Papierfabrikant, Kommerzienrat, Landtagsabgeordneter, Mäzen und Stadtrat von Bensheim
Eugen Flegler (1897–1981), Hochschullehrer für Elektrotechnik und Rektor der RWTH Aachen
Wilhelm Flegler (1848–1935), Theologe und Pädagoge
Patrick Franziska (* 1992), deutscher Tischtennis-Nationalspieler
Johannes Fritsch (1941–2010), Komponist, Verleger, Studiobetreiber, Zeitschriftenherausgeber und Autor.
Steffen Gebhardt (* 1981), Moderner Fünfkämpfer
Leo Grewenig (1898–1991), Maler, Schüler von Kandinsky und Klee
Walter Geiger (1901–1995), Mitglied im Beratenden Landesausschuss, Verleger
Wolfgang Hamberger (* 1930), Oberbürgermeister von Fulda
Hans-Georg Härter (* 1945), Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG
Richard Hartmann, (* 1958) römisch-katholischer Theologe
Willi Harwerth (1894–1982), Grafiker und Illustrator
Eduard Haßloch (1887–1944), Kaufmann, Journalist und Bensheimer Heimatdichter
Joseph Heckler (1786–1857), Großherzoglich Hessischer Obereinnehmer, Heimatforscher
Heinz Jost (1904–1964), SS-Brigadeführer und in den Nürnberger Prozessen als Kriegsverbrecher verurteilt
Jakob Kindinger (1905–1986), kommunistischer Widerstandskämpfer, KZ-Häftling im KZ Buchenwald, Gewerkschafter[26]
Paul Kleinschmidt (1883–1949), deutscher Maler
Michael Klemm (* 1953), Autor, Regisseur und Schauspieler
Karl Ernst Knodt (1856–1917), deutscher Dichter
Bernd Koberstein (* 1952), Bezirksapostel und Kirchenpräsident der Neuapostolischen Kirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland
Jannik Kohlbacher (* 1995), Handballspieler
Evert Kornmayer (* 1965), Verleger und Sachbuchautor
Karl Kunkel (1913–2012), katholischer Theologe
Klaus Kübler (1936–2007) Bundestagsabgeordneter (SPD)
Carl-Otto Lenz (* 1930), Politiker, Generalanwalt
Hugo Lindemann (1867–1949), Hochschullehrer und sozialdemokratischer Politiker
Michael Meister (* 1961), Bundestagsabgeordneter (CDU)
Karl Merz (1836–1890), US-amerikanischer Komponist
Georg Metzendorf (1874–1934), Architekt
Franz Heinrich Metzendorf (1866–1923), Architekt, „Baumeister der Bergstraße“
Marcus Morlinghaus (* 1965), Schauspieler, Autor und Regisseur
Otto-Werner Mueller (1926–2016), Dirigent und Musikpädagoge
Norbert Müller-Everling (* 1953), Bildhauer
Arthur von Oettingen (1836–1920), deutsch-baltischer Physiker, Musiktheoretiker und Biograf
Markus Philippi (* 1979), Koch, mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet
Walter Renneisen (* 1940), Schauspieler
Wilhelm Ringelband (1921–1981), Theaterkritiker, Stifter des Gertrud-Eysoldt-Rings
Rudolf Röser (1920–2013), Verleger
Franz Joseph Ross (1881–1949), Landtagsabgeordneter
Peter Joseph von Rüding (1783–1863), Landrat und Ehrenbürger
Eric Schaaf (* 1990), deutscher Fußballspieler
Joseph Stoll (1879–1956), Heimatdichter, Heimatforscher, Mitbegründer des Bensheimer Winzerfestes, NSDAP-Lokalpolitiker
Wolfgang Sucker (1905–1968), Gründer des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim
Bernhard Trares (* 1965), ehemaliger Fußball-Bundesligaspieler und Fußballtrainer
Wilhelm Weyrauch (1914–2003), Regionalgeschichtsforscher und Kommunalpolitiker
Literatur
Joseph Stoll: Bensheimer Idiotikon, Eine Sammlung von Wörtern und Ausdrücken der Bensheimer Mundart mit Nachweisungen ihres Ursprungs und lokalgeschichtlichen Anmerkungen. Museumsverein Bensheim 1984, ISBN 3-931960-04-8.
Diether Blüm: Bensheimer Schulhäuser im Wandel der Jahrhunderte. Verlag Bergsträßer Anzeiger, Bensheim 1992.
Diether Blüm: Adelsfamilien im alten Bensheim. K+G Verlag, Bensheim 1995.
Rudolf Köster, Wilhelm Weyrauch: Ältere Flurnamen von Bensheim und seinen Stadtteilen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. (Sonderband 17 in der Reihe der Geschichtsblätter Kreis Bergstraße). Hrsg. vom Museumsverein Bensheim in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine im Kreis Bergstraße. Verlag Laurissa Lorsch, 1995, ISBN 3-922781-82-9.
Rudolf Köster: Die Namen der Bensheimer Straßen, Wege, Plätze und Passagen von A–Z erläutert. Museumsverein Bensheim, 1996, ISBN 3-931960-05-6.
Manfred Berg: Bensheim (Reihe Archivbilder). Sutton-Verlag, Erfurt 1998, ISBN 3-89702-090-4.
Dorothea Schües: Der korrupte Kommerzienrat [Johann Maria Schlinck, Bürger und Stadtrat in Bensheim] Ein Zeitbild um 1800. R. G. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-8301-0390-5.
Manfred Berg: Bensheim erleben – Ein Führer zu den historischen Sehenswürdigkeiten. Edition Diesbach, Weinheim 2002, ISBN 3-936468-02-8.
Wilhelm Weyrauch: Das frühe Bensheim – Vorträge und Aufsätze zur Entwicklungsgeschichte der Stadt – mit zahlreichen historischen Abbildungen. VVB Laufersweiler Verlag, Gießen 2004.
Rudolf Köster: Bensheimer Familiennamen. (Sonderband 23 in der Reihe der Geschichtsblätter Kreis Bergstraße). Hrsg. vom Museumsverein Bensheim in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine im Kreis Bergstraße. Verlag Laurissa Lorsch, 2004, ISBN 3-922781-25-X.
Manfred Berg: Bensheim entdecken – Ein Malbuch für Schulkinder. Eigenverlag, Bensheim 2005, ISBN 3-00-017780-9.
Geschichtswerkstatt Geschwister Scholl: Geschichte der Bensheimer Juden im 20. Jahrhundert. Mit Erinnerungen und Betrachtungen von Hans Sternheim. Vorwort: Kultusministerin Karin Wolff. Weinheim 2004, ISBN 3-00-013826-9.
Geschichtswerkstatt Geschwister Scholl: Georg-Ludwig Fürst zu Erbach-Schönberg und seine Rolle im Dritten Reich. Ausgeblendete Erinnerungen. In: Archiv für Hessische Geschichte und Altertumskunde 63, 2005, S. 255–292.
Geschichtswerkstatt Geschwister Scholl (Hrsg.) unter Leitung von Franz Josef Schäfer und Peter Lotz: Jakob Kindinger – Ein politisches Leben. Druckhaus Diesbach, Weinheim 2006, ISBN 3-00-018379-5.
Reiner Maaß, Manfred Berg (Hrsg.): Bensheim – Spuren der Geschichte. EditionDiesbach, Weinheim 2006, ISBN 3-936468-31-1.
Geschichtswerkstatt Geschwister Scholl: Fritz Bockius – Zentrumsabgeordneter und NS-Opfer. Vorwort: Kultusministerin Dorothea Henzler. Bensheim 2010, 158 Seiten DIN A 4, ISBN 978-3-00-028434-2.
Diane Dingeldein: Das Bensheimer Passionsspiel. Studien zu einem italienisch-deutschen Kulturtransfer. (Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie/Volkskunde Bd. 7). Waxmann, Münster/ New York/ München/ Berlin 2013, ISBN 978-3-8309-2919-2. (Abstract auf Google books)
Arbeitskreis Stadtbus Bensheim, Peter Castellanos: Maßnahmenkatalog zur Optimierung des öffentlichen Nahverkehrs in Bensheim, 2016, [1]
Weblinks
 Commons: Bensheim – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bensheim – Reiseführer
 Wikisource: Bensheim in Merians Topographia Hassiae – Quellen und Volltexte
 Wikisource: Bensheim in der Topographia Palatinatus Rheni (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
 Wiktionary: Bensheim – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
„Bensheim, Landkreis Bergstraße“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 18. Dezember 2012)
Website der Stadt Bensheim
Historischer Rundgang Stadt Bensheim
Literatur von und über Bensheim im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Linkkatalog zum Thema Bensheim bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Anmerkungen

↑ a b Die Stadtverordnete Christine Klein wurde über die Liste der SPD gewählt und wechselte kurz nach der Wahl zur GLB-Fraktion, so dass die SPD nur noch über 10, die GLB über 11 Sitze verfügte. 2013 kandidierte Klein in Zwingenberg als Bürgermeisterin und gab ihr Bensheimer Mandat zurück, das daraufhin wieder an die SPD fiel.

↑ a b c Der Stadtverordnete Franz Apfel wurde über die Liste der GLB gewählt, hatte die Fraktion aber verlassen, so dass diese nur noch über fünf Sitze verfügte, Apfel gehörte der Versammlung als fraktionsloses Mitglied an. Die Stadtverordnete Angela Manteuffel wechselte von der SPD- zur FWG-Fraktion, so dass die SPD nur noch über 12, die FWG über vier Sitze verfügte.