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Multiposting im CPC-Bereich​

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Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Bobingen nicht vorenthalten.

Geschichte
Bis zum 19. Jahrhundert

Der Ortsname „Bobingen“ geht auf den alemannischen Siedler „Pobo“ (um 506) zurück. Um 993 hieß Bobingen „Pobinga“ („bei den Leuten des Pobo“). Etwa 933 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung Bobingens in der Vita S. Udalrici. Bobingen im heutigen Bezirk Schwaben war später Pflegamt des Hochstift Augsburg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. 1847 erfolgte der Anschluss an die Ludwig-Süd-Nord-Bahn (Lindau–Hof). 1899 kam es zur Gründung der Kunstseidefabrik (Produktionsbeginn 1902).

20. Jahrhundert

1938/39 wurde südwestlich des Stadtgebietes von Bobingen die Sprengstofffabrik Fasan errichtet. Die Fabrik produzierte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs einen Großteil des Sprengstoffs Hexogen für die Wehrmacht.

Die Reste des Burgstalls Bobingen, einer ehemaligen Wasserburg und ihre Nachfolgebauten, wurden um 1967 im Zuge des Neubaus des, inzwischen alten, Feuerwehrhauses und einer Rotkreuzstation entfernt. 1953 erfolgte die Markterhebung Bobingens, 1969 die Verleihung der Stadtrechte. 1972 wurden im Zuge der Gemeindegebietsreform die Orte Straßberg und Reinhartshausen mit Burgwalden eingemeindet.

Bobingen gehört jetzt dem Landkreis Augsburg an. 1975 wurden Waldberg und Kreuzanger eingemeindet. 1993 erfolgte die Fertigstellung der Singoldhalle, der Bobinger Stadthalle. 1994 beging Bobingen seine 1000-Jahr-Feier in Verbindung mit dem 25-jährigen Stadtjubiläum.

Bobinger Büble-Sage
Skulptur des „Bobinger Bübles“

Es gibt mehrere Fassungen dieser Geschichte vom „Bobinger Büble“. In einer zweiten, späteren Fassung endet sie sogar mit der Verhaftung und Hinrichtung der Sagenfiguren.

Dies kann jedoch historisch nicht richtig sein, da es in Bobingen keinen Galgen gab und demnach keine Hinrichtungen vorgenommen wurden. Die Hinrichtungsstätte der hochstiftischen Hochgerichtsbarkeit hatte ihren Standort in Schwabmünchen.

Die folgende Sage ist die früheste Fassung nach Alexander Schöppners „Bayerische Sagen“:

Drei Stunden südlich von Augsburg, an der sogenannten Hochstraße, liegt das große und schöne Dorf Bobingen. Da ist es aber nicht gut zu fragen: „Wo geht’s Bobingen zu?“, und gar manche haben darob blutige Köpfe davongetragen: zum mindesten wird einer mit Schimpf und Spott und den lästerlichsten Reden traktiert, er mag nur fragen, wen immer er will. Dies kommt nun daher: Es war einmal vor langer Zeit ein Bursche von Bobingen zu Gericht belangt. Der Beklagte wandte sich an einen Advokaten in Augsburg, der im Ruf stand, dass er alles „durchfechten“ könne. Dieser gab ihm den Rat, sich vor Gericht blödsinnig zu stellen, und auf jede an ihn gerichtete Frage die Antwort „Bobingen zu“ zu geben, und dabei mit der rechten Hand unter der Nase von der rechten nach der linken Seite zu zeigen. Er tat genau, wie ihm geraten war und wurde, da weder ein Geständnis noch etwas anderes aus ihm herauszubringen war, vom Gericht entlassen. Nach einiger Zeit kam er Geschäfte halber in die Stadt und begegnete dem Advokaten, der ihn neugierig um den Ausgang des Verfahrens fragte. Nachdem er vom glücklichen Erfolg gehört hatte, sagte er: „Nun ist’s aber an dir, mich für diesen Rat zu belohnen; ich verlange für meine Bemühung zwei Karolin.“

Der Bursche aber warf dem Verblüfften ein „Bobingen zu“ hin, bog um das Straßeneck und lässt seit der Zeit den Advokaten auf seinen Lohn warten.

Stadtgliederung

Wappen Stadtteil Einwohner
Kernstadt mit Siedlung 14.352
Straßberg 1.202
Reinhartshausen mit Burgwalden 569
Waldberg 431
Kreuzanger 167

Eingemeindungen

Im Jahre 1841 wurde die junge, zum Zeitpunkt der Gemeindebildung von 1818 noch nicht bestehende Ortschaft Königsbrunn aus Bobingen ausgegliedert und selbständige Gemeinde.[2]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Reinhartshausen und Straßberg eingegliedert.[3] Am 1. Juli 1975 kamen Waldberg und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Kreuzanger hinzu. Schließlich wurden am 1. Mai 1978 Gebietsteile der Nachbargemeinde Wehringen mit damals etwa 25 Einwohnern übernommen.[4]

Politik
Stadtrat und Bürgermeister
Rathaus Bobingen

Seit der vergangenen Kommunalwahl am 16. März 2014 setzt sich der Stadtrat folgendermaßen zusammen:

Partei/Liste Sitze G/V
CSU 9 − 1
SPD 9 ± 0
Grüne 2 + 1
Freie Wähler 2 ± 0
Freie Bürger Union 2 ± 0
Gesamt 24

Bürgermeister ist seit 1996 Bernd Müller (SPD).

Wappen

Wappenbeschreibung: In Blau eine silberne Spitze, darin ein schwarzes Hufeisen.

Wappengeschichte: Die Bedeutung des Hufeisens im Gemeindewappen ist nicht eindeutig geklärt. Das Hufeisen könnte zum einen an eine früher im Gemeindegebiet intensiv betriebene Pferdezucht erinnern. Andere sehen in seiner Darstellung einen Hinweis auf die häufigen Hufeisenfunde, die als so genannte Ungarneisen von der Schlacht gegen die Ungarn auf dem Lechfeld 955 gedeutet werden. Ein Siegel aus der Zeit um 1815 mit einem Hufeisen im Schild stammt von einem Ortszeichen, das Ortschaften entlang der sogenannten Hochstraße auf Wunsch des damaligen Fürstbischofs Clemens Wenzeslaus von Augsburg (1739 bis 1812) annahmen, um Grenzsteine, Grenzpfähle oder Weidesäulen zu kennzeichnen. Seit der Verleihung des Hoheitszeichen durch König Ludwig I. 1837 trägt das Gemeindewappen die bayerischen Landesfarben belegt mit dem schwarzen Hufeisen. Bobingen ist seit 1953 Markt und seit 1969 Stadt.

Städtepartnerschaft

Seit 1969 besteht eine Städtepartnerschaft mit der nordfranzösischen Stadt Aniche.

Wirtschaft
Werk der Hoechst AG in Bobingen

In Bobingen entstand im 19. Jahrhundert ein Kunstseidewerk, später eine Polyesterfaser-Produktion (PET-Basis). Nach dem Krieg wurde der Standort ein Teil der Hoechst AG. Im Zuge der Aufspaltung der Hoechst AG wurde der Standort 1998 in den „Industriepark Werk Bobingen (IWB)“ umgewandelt. Die Chemieaktivitäten im Bereich der Polyesterfaser-Produktion verteilen sich heute (2012) auf drei Unternehmen (Trevira, Johns Manville, Nextrusion). Die Infrastruktur- und Serviceleistungen werden von verschiedenen Dienstleistern erbracht. Insgesamt beherbergt das Gelände 16 Firmen (Stand 2010) auf rund 80 Hektar mit ca. 1450 Arbeitsplätzen.

Schulen
Staatliche Realschule
Dr.-Jaufmann-Mittelschule
Laurentius-Grundschule
Ludger-Hölker-Volksschule Straßberg
Grundschule Bobingen an der Singold
Krankenpflegeschule im Städtischen Krankenhaus
Krankenhaus
Wertachklinik Bobingen
Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)
Polizei

Die Polizeiinspektion (PI) Bobingen befindet sich in der Hochstraße 22 in Bobingen.
Der Zuständigkeitsbereich der PI Bobingen umfasst die Stadt Bobingen, die Stadt Königsbrunn, Oberottmarshausen und Wehringen.

Rettungsdienst

Die Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) befindet sich in der Krumbacher Straße 4 in Bobingen.
Hier sind ein Rettungswagen (RTW) und ein Krankentransportwagen (KTW) stationiert.
Der RTW ist 24 h täglich besetzt, der KTW 8 h unter der Woche. Einen fest definierten Zuständigkeitsbereich gibt es hier nicht. Die Integrierte Leitstelle (ILS) Augsburg alarmiert immer das nächste zur Verfügung stehende Rettungsmittel, Verwaltungsgrenzen (z. B. Landkreise) spielen hier keine Rolle. Das Einsatzgebiet ist ungefähr der südliche Landkreis Augsburg, sowie die Stadt Augsburg.

Feuerwehr

Das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Bobingen (FFB) befindet sich an der Ecke Michael-Schäffer-Straße und Hoechster Straße in Bobingen.
Hier sind ein Lösch- und ein Rüstzug stationiert.
Einen fest definierten Zuständigkeitsbereich gibt es hier ebenfalls nicht, die FFB wird, wie der Rettungsdienst, über die ILS Augsburg alarmiert. Das Einsatzgebiet umfasst ungefähr die Kernstadt Bobingen mit Bobingen Siedlung, sowie zur Unterstützung, alle Stadtteile von Bobingen und die Orte Königsbrunn, Oberottmarshausen, Wehringen und Großaitingen.
Die FFB wurde 1871 gegründet. Im Durchschnitt rückt die FFB zu ca. 130 Einsätzen im Jahr aus.[5]

In den Stadtteilen Straßberg, Reinhartshausen und Waldberg/Kreuzanger gibt es eigenständige Feuerwehren mit jeweils einem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

St.-Felizitas-Kirche

Sakralbauten
Wallfahrtskirche Zu Unserer Lieben Frau
Stadtkirche St. Felizitas
St.-Wolfgang- und Wendelin-Kapelle
Evangelische Dreifaltigkeitskirche
Pfarrkirche St. Laurentius in Reinhartshausen
Islamische Moschee
Sonstige Sehenswürdigkeiten

Mittlere Mühle

Spätmittelalterliches Sühnekreuz vor 1600

Singoldhalle

Spätmittelalterliches Sühnekreuz
Unteres Schlösschen
Mittlere Mühle
Mittleres Schlösschen
Heilig-Kreuz-Schlösschen
Obere Mühle 48.26966710.8301732
Brauerei und ehemaliger Gasthof 48.269327510.8322402
Cosimosinisches Schlösschen 48.26668710.8289321
Oberes Schlösschen
Meilenstein der historischen Römerstraße 48.265141910.8275558
Singoldhalle (Stadthalle)
Bobinger Büble
Naturpark Westliche Wälder
Baudenkmäler
Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Bobingen
Verkehr
AVV-Buslinie 700 und 721 Augsburg–Schwabmünchen
AVV-Nachtbuslinie 797 Augsburg–Bobingen (seit 7. August 2008)
Die Autobahn 8 verläuft einige Kilometer nördlich von Augsburg
Bundesstraße 17 östlich von Bobingen, Bundesstraße 300 nördlich von Bobingen
Bobingen liegt auch an einer Route des Jakobsweges. Hier führt die Ostroute von Augsburg nach Lindau an Bobingen vorbei. Von Augsburg kommend führt der Weg an der Wertach entlang bis zum Krankenhaus und geht dann über Bobingen-Siedlung, Straßberg und Reinhartshausen weiter.
Schienenverkehr
Bahnhof Bobingen
ehemaliges Gleis an der Sprengstofffabrik Fasan
Hauptartikel: Bahnhof Bobingen

Durch Bobingen verläuft die zweigleisige Hauptbahn von Augsburg nach Buchloe. An dieser befindet sich östlich des Stadtzentrums der Bahnhof Bobingen. Der Trennungsbahnhof ist Beginn der Lechfeldbahn über Kaufering nach Landsberg am Lech. Der Bahnhof hat fünf Bahnsteiggleise, ist jedoch nicht barrierefrei ausgestattet. Die Bahnstrecke Augsburg–Buchloe wird von der Deutschen Bahn unter den Kursbuchstrecken 971 und 987 geführt und mindestens halbstündlich bedient. Die Lechfeldbahn nach Landsberg wird als Kursbuchstrecke 986 im Stundentakt bedient. Zwischen Augsburg und Bobingen besteht ein rechnerischer 15-Minuten-Takt. Der Bahnhof befindet sich im Gebiet des Augsburger Verkehrsverbundes (AVV). Die durch den Bahnhof verlaufenden Bahnstrecken sind als AVV-Regionalbahnen R7 Augsburg–Schwabmünchen und R8 Augsburg–Klosterlechfeld in den AVV integriert.

Der Bahnhof Bobingen wurde 1847 durch die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen als Durchgangsbahnhof am eingleisigen Streckenabschnitt Augsburg–Buchloe–Kaufbeuren der Ludwig-Süd-Nord-Bahn in Betrieb genommen. 1877 wurde die Lechfeldbahn nach Landsberg eröffnet, wodurch der Bahnhof zum Trennungsbahnhof wurde. 1902 wurde die Ludwig-Süd-Nord-Bahn zweigleisig ausgebaut und die Gleisanlagen des Bahnhofs erweitert. Er erhielt eine Bahnsteigunterführung, hölzerne Bahnsteigdächer und zwei mechanische Stellwerke. Die Errichtung eines Gleisanschlusses zur Kunstseiden- und Pulverfabrik Bobingen 1915 führte zu einem starken Anstieg des Güterverkehrs. Ab 1938 diente der Gleisanschluss auch zur Anbindung der Sprengstofffabrik Fasan, nach dem Zweiten Weltkrieg schloss er die Farbwerke Hoechst, heute Trevira, an die Eisenbahn an. Nach einem Rückgang in den 1960er und 1970er Jahren wurde der örtliche Güterverkehr in den 1990er Jahren eingestellt und einige Gütergleise abgebaut. Der Gleisanschluss wird jedoch bis heute bedient. Die Integration des Bahnhofs in den Augsburger Verkehrsverbund 1985 und in den Allgäu-Schwaben-Takt 1993 führte zu einem Aufschwung des Personenverkehrs und stetigen Anstieg der Fahrgastzahlen.

Das Empfangsgebäude von 1847 ist bis heute erhalten. Es ist ein zweigeschossiger Bau mit Satteldach, der auf der Gleis- und Straßenseite jeweils eine Widerkehr aufweist. Ursprünglich in Sichtziegelbauweise ausgeführt, ist es heute verputzt. Nach der Eröffnung der Lechfeldbahn erhielt es bis 1880 einen eingeschossigen Anbau mit offener Wartehalle.[6]

Söhne und Töchter der Stadt
Roy Black (1943–1991) war ein Schlagersänger und Schauspieler in mehreren deutschen Musikfilmen.
Christine Gläser ist eine deutsche Diplomatin.
Reiner Erben (* 1958) ist ein Politiker (Bündnis 90/Die Grünen).
Hans Gruber (* 1960) ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und Schachkomponist.
Christof Breitsameter (* 1967) ist ein katholischer Theologe.
Ralf Tekaat (* 1970) ist ein zeitgenössischer Künstler.
Philipp Köster (* 1972) ist der Chefredakteur des Fußballmagazins 11 Freunde.
Miriam Gruß (* 1975) ist eine Politikerin (FDP).
Meike Droste (* 1980) ist eine Schauspielerin.
Sabine Melanie Rittel (* 1980) ist eine Schauspielerin, Hörspiel- und Synchronsprecherin.
MarieMarie (* 1984) ist eine Singer-Songwriterin und Harfenistin.
Matthias Forster (* 1985) ist ein ehemaliger Eishockeynationalspieler.
Max Hemmersdorfer (* 1985), Schauspieler.
Marco Holzer (* 1988) ist ein Formel-BMW-Pilot und gewann 2005 das Formel-BMW-Weltfinale in Bahrain.
Andreas Farny (* 1992) ist ein Eishockeyspieler.
Personen mit Bezug zu Bobingen
Johann Holzapfel (1678–1747) Maurermeister und Baumeister.
Josef Dilger (1899–1972) war ein Maler, Künstler und Lehrer.
Percy Hoven (* 1965) ehemaliger deutscher Radio- und Fernsehmoderator.
Literatur
Walter Pötzl, Wolfgang Wüst (Hrsg.): Bobingen und seine Geschichte. Stadt Bobingen, Bobingen 1994, ISBN 3-930749-00-9.
Weblinks
 Commons: Bobingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Eintrag zum Wappen von Bobingen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Offizielle Website der Stadt Bobingen
Bobingen: Amtliche Statistik des LfStat (PDF; 1,23 MB)
Kriegstote in Bobingen und den Stadtteilen