Liebe Personaler aus Bocholt:
mehr Bewerber – Optimierte Kosten – Ganz einfach!

Senken Sie aktiv die Kosten pro Bewerbung und holen Sie mehr aus Ihrem Budget heraus. Mit Data Driven Recruiting und Recruitics. Performance orientierte Budgetverteilung zur Stellenbesetzung.

  • Qualifizierte Bewerber – Gewinnen Sie Fachkräfte für Ihr Unternehmen
  • Mehr Bewerbungen – Steigern Sie die Anzahl Ihrer eingehenden Bewerbungen
  • Abrechnung pro Klick – transparent und flexibel ohne Festpreis

  • Bessere Ergebnisse bei gleichem Budget
  • NEU: Recruiting mit einer künstlichen Intelligenz

Multiposting im CPC-Bereich​

Klassische Stellenbörsen schalten Ihre Stellenanzeige nach dem „Post and Pray“-Prinzip zum Festpreis. Wieviele Klicks generiert werden und wieviel eine Bewerbung letztlich kostet, steht erst am Ende der Laufzeit fest. Die HR-Monkeys bieten mit Recruitics eine neuartige Form des Online-Recruitings.
Der klare Vorteil dabei: Sie können aktiv Einfluss darauf nehmen, wie viel Budget tatsächlich für eine Bewerbung ausgegeben werden muss. Möglich wird dies durch die Abrechnung pro Klick (Cost-per-Click, CPC) auf der Basis von großen Datenmengen (Data Driven Recruiting).

Alles aus einer Hand: Mit Recruitics lassen sich mehrere CPC-Anbieter auf einmal steuern. Indeed, Adzuna, Jobrapido und noch zahlreiche andere Jobsuchmaschinen werden mit Recruitics einfach bedienbar – das ist Multiposting im CPC-Bereich.

5 Tipps für Ihr Recruiting in Bocholt

Messen Sie die Herkunft Ihrer Bewerber?

Mit dem kostenlosen Analysetool „Analytics“ von Recruitics erfassen Sie den gesamten Traffic Ihrer Karriereseite. Nutzen Sie dieses Wissen für eine zielgenaue Ausschreibung.

Bezahlen Sie nur für das was Sie bekommen?

CPC – Cost per Click ist das Zauberwort. Zahlen Sie nur für Klicks, die auch tatsächlich entstehen – positionsorientiert.

Optimieren Sie die Kosten pro Bewerbung?

Weisen Sie den Plattformen, von denen die meisten Bewerber kommen, das entsprechende/gewünschte Budget zu. Mit den Daten von „Analytics“ wird das zum Kinderspiel.

Setzen Sie das Budget optimal ein?

Recruitics bietet die Möglichkeit, Budgets exakt auf den Job zu verteilen. Damit haben Sie die Möglichkeit, fast in Echtzeit Budgets ergebnisorientiert anzupassen.

Nutzen Sie performancebasierte Anzeigenschaltung?

Mit einer performancebasierten Anzeigenschaltung erscheinen Ihre Stellen genau da, wo sie zum besten Preis die besten Bewerber finden.

Wer im Recruiting die falschen Kanäle nutzt, verspielt die Chance auf qualifizierte Bewerber. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen und dabei Ihre Ziele erreichen.

Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Bocholt nicht vorenthalten.

Geschichte
Mittelalter

In den Annales regni Francorum aus dem 8. und 9. Jahrhundert wurde Bocholt als „Bohholz“ erstmals erwähnt.[6] Der Ort erhielt 1222 Stadtrechte nach Münsterschem Vorbild durch Dietrich III. von Isenberg, den Bischof von Münster.[7] Bocholt wird traditionell als „Buchenholz“ gedeutet. Auf diese Etymologie deuten die mittelalterlichen Stadtsiegel hin, die als sogenannte redende Siegel sämtlich einen Baum als Siegelbild zeigen, der auf dem Stadtsiegel von 1302 eindeutig als Buche zu identifizieren ist. Von Einheimischen wird die Stadt auf plattdeutsch „Bokelt“ genannt. Der Wahlspruch eingefleischter Bocholter lautet (auf Bocholter Plattdeutsch): „Nörgens bäter as in Bokelt“ (Nirgends besser als in Bocholt).

Im Mittelalter wuchs die Siedlung um eine Anfang des 9. Jahrhunderts gegründete „Urpfarre“ und einen bischöflichen Haupthof an einem Übergang über die Aa. Die Stadterhebung diente der Sicherung der fürstbischöflichen Macht im Westen des Bistums. Die Entwicklung der Stadt verlief gut, im 14. Jahrhundert musste das befestigte Stadtgebiet erweitert werden, eine zweite Kirche wurde errichtet – die jedoch bis ins 20. Jahrhundert keine Pfarrrechte erhielt – und die Stadt wurde landtagsfähig. Ebenfalls im 14. Jahrhundert wurde das Amt Bocholt, eine Verwaltungsbehörde des Hochstifts Münster, gebildet und in der Stadt angesiedelt. Im 15. Jahrhundert wurde die Stadtpfarrkirche St. Georg als gotische Hallenkirche neu erbaut, drei Klöster entstanden, am Ende des Jahrhunderts wirkte Israhel van Meckenem († 10. November 1503 in Bocholt) als Goldschmied und Kupferstecher in Bocholt.

Frühe Neuzeit

Mit Beginn der Neuzeit endete der Aufstieg der Stadt. Wegen ihrer Grenzlage litt die Bocholter Wirtschaft unter dem Achtzigjährigen Krieg. Im sogenannten spanischen Winter 1598/1599 war Bocholt monatelang von spanischen Truppen besetzt. Der Bau des Rathauses 1618/24 ist ein Indiz für eine Erholung des städtischen Wohlstands. Danach ruinierte der Dreißigjährige Krieg die Stadt: wiederholte Eroberungen und Plünderungen und eine kostspielige Besetzung durch hessische Truppen von 1635 bis 1650 verarmten Bocholt. Hinzu kamen verheerende Pestjahre. Zum wirtschaftlichen Niedergang kam der politische. Da die Stadt wie andere auch seit der Mitte des 16. Jahrhunderts mehrheitlich zum Protestantismus tendierte und sich allen landesherrlichen Rekatholisierungsversuchen widersetzte, verlor auch sie 1627 faktisch ihre städtische Selbständigkeit und erhielt sie nach erfolgter Gegenreformation nur eingeschränkt zurück.

Die Erholung dauerte Jahrhunderte. Mitte des 16. Jahrhunderts hatte die Stadt Zuzug von Kriegsflüchtlingen aus Brabant, die Kenntnisse in der Baumwollweberei mitbrachten und 1569 eine Baumwollgilde, das „Bomsidenambt“, gründeten. Die manuelle Textilherstellung aus Baumwolle wurde im Laufe der Zeit der wirtschaftliche Schwerpunkt Bocholts, freilich in Abhängigkeit von einem Baumwollimport über die Niederlande, der im 18. und frühen 19. Jahrhundert – speziell im Siebenjährigen Krieg und unter der napoleonischen Herrschaft – immer wieder Störungen unterlag.

Moderne
Küche einer Arbeiterwohnung, um 1920, im Textilmuseum Bocholt

Durch den Frieden von Lunéville (1801), das Ende des Fürstbistums Münster (1802) und den Reichsdeputationshauptschluss (1803) gelangte die Stadt Bocholt unter die Herrschaft der Fürsten zu Salm-Salm und Salm-Kyrburg (siehe auch Adelsgeschlecht Salm), die in den Gebieten der vormals fürstbischöflichen Ämter Bocholt (einschließlich der Herrschaft Werth) und Ahaus sowie in den Gebieten der Herrschaften Anholt und Gemen das Fürstentum Salm errichteten. Die Stadt Bocholt avancierte zur Landeshauptstadt, indem die Fürsten dort in einem säkularisierten Damenstift die „Fürstlich Salmisch Gemeinschaftliche Regierung“ einrichteten. 1806 gehörte das Fürstentum Salm zu den Gründungsstaaten des Rheinbundes. 1811 wurde das Fürstentum Salm neben anderen Staaten von Frankreich annektiert, 1813 durch Preußen besetzt und wenig später durch den Wiener Kongress (1815) auch völkerrechtlich dem Königreich Preußen zugeordnet. Preußen ordnete Bocholt ein in den Kreis Borken, Regierungsbezirk Münster, Provinz Westfalen.

Die Industrialisierung, die in Bocholt 1852 mit der Aufstellung der ersten Dampfmaschine für eine Spinnerei begann, brachte vor allem ab 1871 einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden mindestens 114 Textilfirmen gegründet. Mit dem Aufstieg der Textilindustrie waren verbunden ein ebenso kräftiger Bevölkerungsanstieg (siehe Tabelle unten) und ein starker Ausbau der Infrastruktur: 1878 Anschluss an das Eisenbahn-, 1913 an das Elektrizitätsnetz; Krankenhausneubau 1875–1878, Schlachthof 1899/1900, Stadtgas 1901, Bahnhof 1904, Feuerwehr 1907, Amtsgericht 1910/11, Wasserleitung/Kanalisation 1911–1913, Friedhofsverlegung 1908, Alten- und Waisenhaus 1909/10, Walderholungsstätte 1913, Schul-, Kirchen- und Klosterneubauten einhergingen.

Trupp britischer Soldaten am Bahnhof Bocholt, 29. März 1945
Zivilisten in einer Bocholter Straße mit kriegszerstörter Wohnbebauung, 29. März 1945
Britischer Panzer in der kriegszerstörten Innenstadt, 30. März 1945

Während die Wirtschaftsentwicklung im und nach dem Ersten Weltkrieg stagnierte bzw. stark schwankte, erreichte die städtische Eigenständigkeit 1923 mit der Errichtung des Stadtkreises Bocholt einen Höhepunkt. Politisch war Bocholt wegen der überwiegend katholischen Bevölkerung eine Hochburg des Zentrums. Die NS-Machtergreifung wurde dadurch nicht beeinträchtigt. Sie wurde maßgeblich vorangetrieben durch den von der NSDAP eingesetzten Bürgermeister Fritz Emil Irrgang, der die Stadtverwaltung von 1934 bis 1939 führte. 1935-38 erhielt die Stadt in dem eigens dafür gebauten „Stadtwaldlager“ eine SA-Garnison der „Österreichischen Legion“, d. h. Emigranten des Dollfuß-Putsches, die 1938 wieder nach Österreich abzogen. Das Lager wurde im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager (Stammlager VI F) genutzt, das zwischen 1942 und 1944 von Oberst Hans Jauch, dem Großvater von Günther Jauch, befehligt wurde. Auf dem ehemaligen Lagerfriedhof liegen über 1700 tote Sowjetsoldaten, die Ende 1941 im Lager starben. Die Stadt wurde am 22. März 1945 durch einen Bombenangriff zu ca. 85 % zerstört sowie am 29. und 30. März von britischen Truppen eingenommen.

Nach der Auflösung des Staates Preußen im Jahre 1947 und der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen gehörte die Stadt zum Landesteil Westfalen-Lippe.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden sämtliche Juden, die nicht rechtzeitig ausgewandert sind, ohne Gegenwehr der nichtjüdischen Einwohner Bocholts in Konzentrationslager verschleppt und brutal ermordet. Die Synagoge wurde wie praktisch alle Synagogen im November 1938 geschändet, das Gebäude blieb zunächst erhalten und diente in der unmittelbaren Nachkriegszeit mit mündlicher Erlaubnis des Bürgermeisters als Stellplatz für einen großen Pferdekarren. Die Bocholter Kreishandwerkerschaft baute dort ein Bürogebäude. Heute steht an deren Stelle eine Erinnerungstafel. Das letzte religiöse Oberhaupt, Leo Nußbaum, das sich jahrelang um das Wohl nicht nur der jüdischen Gemeinde, sondern auch der interkonfessionellen Verständigung gekümmert hat, konnte mit seiner Frau Rosa, geb. Hulisch in die Schweiz flüchten. Seine erwachsenen Kinder konnten in die Schweiz und in die USA flüchten. Im Andenken an diesen prominenten und verdienstvollen Bürger Bocholts wurde 1995 eine Straße in Bocholt zur Leo-Nußbaum-Straße ernannt.[8]

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Bocholt zur britischen Besatzungszone. Die Militärverwaltung richtete in dem vormaligen Kriegsgefangenenlager ein DP-Lager ein, zur Unterbringung so genannter Displaced Persons. Die Mehrzahl von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen, Estland, Litauen und Jugoslawien. Da viele DPs eine Repatriierung in den kommunistischen Machtbereich ablehnten und eine Auswanderung nach Übersee anstrebten, existierte das DP-Lager Bocholt noch bis Anfang der 1950er Jahre und war damit eines der letzten Lager in Westfalen. Später ging die Verwaltung auf das NRW-Sozialministerium über. Im Folgenden wurden Flüchtlinge des Kalten Krieges untergebracht: 1956 Ungarn, später DDR-Flüchtlinge.

Der Wiederaufbau in der Mitte des 20. Jahrhunderts gelang sehr rasch, was vornehmlich dem rasanten Wirtschaftsaufschwung der 1950er und 1960er Jahre zu verdanken war. Die Bocholter Textilindustrie konnte nur anfänglich an diesem Aufschwung teilnehmen und geriet zunehmend in Konkurrenz zu billigeren Auslandsprodukten. Folge war ein starker Rückgang dieses Industriezweigs. Dagegen prosperierten die Metall- und die Elektroindustrie, welche heute die lokale Wirtschaft bestimmen. Im Zuge der kommunalen Neugliederung 1975 stieg die Einwohnerzahl durch Eingemeindung von zehn Umlandgemeinden von ca. 49.000 auf ca. 65.000; die Fläche wuchs von 18,4 km² auf 119,4 km².[9] Infolge dieser Erweiterung konnten der Industriepark Bocholt als weiträumiges Industriegebiet südwestlich der bebauten Stadtfläche im Stadtteil Mussum eingerichtet und das Krankenhaus aus dem Stadtkern ausgelagert werden.

Trotz erfolgreichen Wiederaufbaus und wirtschaftlichen Ausbaus konnte die Stadt ihre zentrale Stellung im Umland nicht beibehalten. Die Bahnverbindungen wurden bei Ausbau des Straßenverkehrsnetzes in den 1960er und 1970er Jahren bis auf die Rheinschienenanbindung nach Wesel stillgelegt, die Kreisfreiheit ging 1975 verloren, was u. a. das Aus des „BOH-Kennzeichens“ nach sich zog. Aufgrund einer Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung 2012 und einer Entscheidung des Kreistages vom 6. Dezember 2012 können Fahrzeughalter seit dem 1. Februar 2013 unabhängig von Ihrem Wohnort aber wieder das alte BOH- oder ein BOR- oder AH-Kennzeichen auswählen. Mit der Privatisierung von Bundesbahn und Bundespost in den 1990er Jahren wurden Bahnhof und Postamt zurückgestuft, das Gewerbegericht wurde verlegt. Durch die Fertigstellung eines Justizzentrums für Arbeits- und Amtsgericht sowie Staatsanwaltschaft Ende 2006 konnte der drohende Abzug der Justizbehörden abgewendet werden.

Ehrungen für die Stadt Bocholt
1972 Verleihung der Ehrenfahne durch den Europarat in Straßburg als Anerkennung für das europäische Engagement der Stadt Bocholt; Ehrenbezeichnung „Gemeinde Europas“.
1991 Verleihung der Ehrenplakette durch den Europarat.
1993 Verleihung des Europapreises durch den Europarat.
2004 und 2005 – Verleihung des Titels: „Virtuelles Rathaus Münsterland“
2005 Verleihung des „European Energy Award“
2005 – Gewinn des Titels „Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands“ unter 100.000 Einwohnern. Der Titel wird im Rahmen des vom Umweltbundesamt geförderten ADFC/BUND-Projektes „Umweltentlastung durch mehr Radverkehr“ verliehen.
2006 Verleihung des Titels „Virtuelles Rathaus NRW 2006“
2009 Klimakommune der Zukunft – Verleihung durch das Land NRW
2009 „Logistik-Standort des Jahres in NRW“, verliehen durch den Verkehrswirtschaftsverbund „LogistikCluster NRW“
2012 Gewinn des Titels „Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands“ unter 100.000 Einwohnern.
2013 Gewinn des Titels „Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands“ unter 100.000 Einwohnern.
2013 Gewinn des Titels „Deutschlands aktivste Stadt 2013“ in der Kategorie der großen Städte.[10]
Eingemeindungen

Am 1. Januar 1975 wurde die bisher eigenständigen Gemeinden Barlo, Biemenhorst, Hemden, Holtwick, Liedern, Lowick, Mussum, Spork, Stenern und Suderwick eingegliedert. Auch ein Teil der aufgelösten Gemeinde Dingden kam hinzu.[11]

Einwohnerentwicklung
Einwohnerentwicklung von Bocholt von 1498 bis 2010

Im Mittelalter hatte Bocholt nur wenige hundert und in der frühen Neuzeit einige tausend Einwohner. Die Bevölkerung wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So sank die Einwohnerzahl 1448 während der Soester Fehde, als Bocholt bombardiert wurde. Während einer Pestepidemie 1636/37 starben etwa die Hälfte der Bewohner. Auch im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) wurde die Stadt durch Heerzüge und Plünderungen in Mitleidenschaft gezogen. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1831 erst 4000 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits über 20.000.

Deutlich sichtbar sind die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Bis Kriegsende wurden durch die alliierten Luftangriffe 85 Prozent der Gebäude zerstört. Die Bevölkerungszahl sank von 35.000 im Jahre 1939 auf nur noch 8000 im März 1945. Im Jahre 1974 lebten rund 48.000 Menschen in der Stadt. Durch zahlreiche Eingemeindungen von Ortschaften in der Umgebung stieg die Bevölkerungszahl am 1. Januar 1975 auf 66.000. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Bocholt nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 73.762 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) – historischer Höchststand.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1789 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1498 1.800
1618 2.400
1637 1.200
1789 3.000
1. Dezember 1831 ¹ 4.000
1. Dezember 1840 ¹ 4.713
3. Dezember 1855 ¹ 5.016
1. Dezember 1871 ¹ 6.125
1. Dezember 1875 ¹ 7.000
1. Dezember 1880 ¹ 8.534
1. Dezember 1885 ¹ 10.600
1. Dezember 1890 ¹ 13.034
2. Dezember 1895 ¹ 16.273
Jahr Einwohner
1. Dezember 1900 ¹ 21.278
1. Dezember 1905 ¹ 23.912
1. Dezember 1910 ¹ 26.404
1. Dezember 1916 ¹ 22.474
5. Dezember 1917 ¹ 21.831
8. Oktober 1919 ¹ 24.934
16. Juni 1925 ¹ 30.182
16. Juni 1933 ¹ 33.441
17. Mai 1939 ¹ 35.099
31. Dezember 1945 29.443
29. Oktober 1946 ¹ 30.188
13. September 1950 ¹ 37.674
25. September 1956 ¹ 43.568
Jahr Einwohner
6. Juni 1961 ¹ 45.675
31. Dezember 1965 47.730
27. Mai 1970 ¹ 48.852
31. Dezember 1975 65.460
31. Dezember 1980 65.352
31. Dezember 1985 66.105
25. Mai 1987 ¹ 67.028
31. Dezember 1990 68.936
31. Dezember 1995 70.424
31. Dezember 2000 72.138
31. Dezember 2005 73.790
31. Dezember 2007 73.560
31. Dezember 2010 73.170

¹ Volkszählungsergebnis

Politik
Stadtrat

Die Sitze im Stadtrat verteilen sich nach den Ergebnissen der Kommunalwahlen 1999 bis 2014 folgendermaßen, wobei wegen der jeweils unterschiedlichen Größe des Stadtrats die absoluten Zahlen nur eingeschränkt vergleichbar sind:

Kommunalwahl 2014[12][13][14]
Wahlbeteiligung: 49,9 % (2009: 56,1 %)

 %50403020100

46,5 %27,1 %8,8 %8,5 %3,2 %1,9 %1,2 %2,8 %

CDUSPDGrüneStadtp.FDPLinkeSoz.L.B.AfD
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   4   2   0  -2  -4

+0,4 %p
-4,0 %p+0,8 %p+2,4 %p-2,7 %p-0,9 %p+1,2 %p+2,8 %p
CDUSPDGrüneStadtp.FDPLinkeSoz.L.B.AfDVorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu langVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – Dunkel
Historisches Rathaus

Partei 1999 2004 2009 2014
CDU 28 22 21 21
SPD 15 13 14 13
GRÜNE 3 3 4 4
Stadtpartei 2 3 3 4
FDP 1 2 3 1
UWG 1 1
LINKE 1 1
AfD 1
Soziale Liste Bocholt 1
gesamt 50 44 46 46

Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen vor 1975
Bürgermeister

Bisherige Oberbürgermeister:

Otto Schmitz (Zentrum) 1921 bis 1933
Wilhelm Brockhoff, kommissar. 1933 bis 1934
Fritz Emil Irrgang (NSDAP) von 1934 bis 1939
Franz Rottmann (NSDAP) 1939 bis 1945
Wilhelm Benölken (CDU) von 1945 bis 1946
Wilhelm van Laak (CDU) von 1946 bis 1947
August Göwert sen. (CDU) von 1947 bis 1948
Otto Kemper von 1948 bis 1964
Günther Hochgartz (CDU) von 1964 bis 1974

Bisherige Bürgermeister:

Günther Hochgartz (CDU) von 1975 bis 1983
Bernhard Demming (CDU) von 1983 bis 1994
Christel Feldhaar (CDU) von 1994 bis 1999

Neben den ehrenamtlichen Bürgermeistern als Vorsitzende des Rates gab es bis 1999 einen hauptamtlichen Stadtdirektor als Leiter der Verwaltung (sog. kommunale Doppelspitze nach britischem Modell).

Bisherige Stadtdirektoren:

Ludwig Kayser von 1946 bis 1964
Werner Gillen von 1964 bis 1983
Ralf-Peter von Ameln von 1983 bis 1990
Hans-Josef Dahlen von 1991 bis 1998
Klaus Ehling von 1998 bis 1999

Hauptamtliche Bürgermeister:

Seit 1999 gibt es in Nordrhein-Westfalen einen hauptamtlichen, durch Volkswahl bestimmten Beamten, der der städtischen Verwaltung vorsteht und die Sitzungen des Stadtrates mit Stimmrecht leitet, ohne ihm jedoch anzugehören. Er führt in kreisabhängigen Städten und Gemeinden den Titel Bürgermeister.

Klaus Ehling (CDU) von 1999 bis 2004
Peter Nebelo (SPD) seit Oktober 2004

Bei der Bürgermeisterwahl am 13. September 2015 erhielt Amtsinhaber Peter Nebelo (SPD) bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit.

Partei Kandidat Stimmen (in %)
SPD Peter Nebelo 13.345 52,4
CDU Heinrich Welsing 12.163 47,6

59.064 Menschen waren zur Wahl berechtigt, es beteiligten sich 25.731, die Wahlbeteiligung lag damit bei 43,6 %.

Wappen und Flagge

Wappen

Banner

Flagge

Wappen

Die amtliche Wappenbeschreibung (Blasonierung) lautet: „In grünem Feld eine gerade aufgewachsene, ausgerissene silberne Buche mit drei symmetrisch verteilten Ästen mit dazwischen stehenden Einzelzweigen. Die Zahl der Blätter beträgt 17. Sie zeigen Rippen und sind gezahnt. Die Zahl der an den langen Stielen erscheinenden Bucheckern ist 23. Die Zahl der Wurzeln beträgt 5. Unten am Stamm befindet sich je ein abgehauener Auswuchs.“ Die Wappengenehmigung wurde am 6. März 1930 durch das preußische Staatsministerium erteilt. Vorlage des Wappens ist das große Stadtsiegel, dessen Gebrauch erstmals 1302 nachweisbar ist. Schon 1284 ist auf einem nicht vollständig erhaltenen Stadtsiegel ein Baum zu erkennen. Auf einem nur rudimentär erhaltenen Stadtsiegel von 1259 sind sechs Blätter an langen glatten Zweigen erkennbar.

Banner und Flagge

Beschreibung der Flagge: „Die Stadtflagge besteht aus zwei Längsbahnen in den Farben weiß und grün. Sie kann in der Mitte das Stadtwappen tragen.“ Diese ungenaue Beschreibung der Hauptsatzung der Stadt Bocholt gibt keine Auskunft ob ein Banner, eine Flagge oder beides geführt wird.[15]

Bedrohung von Politikern

Seit Ende des Jahres 2015 kommt es zu einer großen Zahl anonyme Beleidigungen und Bedrohungen gegen Politiker in Bocholt. Betroffen sind dabei der Oberbürgermeister und den Stadtkämmerer. Beide hatten sich intensiv für die Unterbringung von Flüchtlingen in der Stadt eingesetzt. „Wir wollen euch vergasen“ lautete daraufhin eine der Drohungen. Der Leiter des Standesamtes (Jahrgang 1982) war auch als SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat der Stadt politisch aktiv. Seit Beginn der Flüchtlingskrise stand der Mann im Fokus mehrerer anonymer Rechter, die ihn mit fremden- und judenfeindliche Beschimpfungen per Mail und bei Facebook traktierten. Der Staatsschutz der Polizei ermittelte.[16] Nach Morddrohungen sagte er einen Parteitag ab und trat Anfang 2017 nicht zu seiner möglichen Wiederwahl an. Drohungen richteten sich auch gegen seine Partnerin und seine Tochter.[17][18][19]

Der designierte SPD-Vorsitzende Martin Schulz besuchte aus dem Anlass Bocholt und dankte vor 500 SPD-Anhängern dem bedrohten Politiker, der trotz der massiven Anfeindungen seine Arbeit für die Sozialdemokraten fortgesetzt habe. Er löste damit ein Versprechen von Sigmar Gabriel ein, der 2016 als SPD-Chef sein Kommen zugesagt hatte.[20]

Städtepartnerschaften

Die Stadt unterhält Städtepartnerschaften mit der gleichnamigen belgischen Gemeinde Bocholt (seit 1980), mit der französischen Stadt Aurillac (seit 1972) und mit Rossendale (seit 1977) in Großbritannien.

Zudem besteht seit 1985 eine Partnerschaft auf wirtschaftlicher Basis mit der chinesischen Stadt Wuxi.[21]

Patenschaften

Patenschaften bestanden für das Schnellboot S-68 „Seeadler“ (1967–2007) und für den Airbus A300B4-603 (D-AIAU) „Bocholt“ der Lufthansa (1992–2009). Dieser hat nun einen Nachfolger: Zur Zeit fliegt ein Airbus A321-231 (D-AISO) der Lufthansa als „Bocholt“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
St.-Georg-Kirche
Textilmuseum
Historisches Rathaus – Renaissance-Zwerchgiebel
Wasserturm Bocholt
Heilig-Kreuz-Kirche
Haus Woord
St.-Ludgerus-Kirche im Stadtteil Spork
Schloss Diepenbrock
Apostelkirche (Bocholt)
Archive
Stadtarchiv
Pfarrarchiv St. Georg
Archiv der evang. Kirchengemeinde
Archiv der Firma Borgers
Archiv der Stadtsparkasse Bocholt
Foto-Archiv deutz fotografie | werbung (ehem. Fotostudio Rösler)
Museen
LWL-Industriemuseum, TextilWerk Bocholt mit Spinnerei und Weberei
Stadtmuseum Bocholt – Geschichte, Archäologie, Kunst und Kultur der Stadt in überwiegend gegenständlicher Überlieferung.
Handwerksmuseum
Kunsthaus – bildende Kunst, jährl. etwa zehn wechselnde Ausstellungen
Schatzkammer der St.-Georg-Kirche – wertvolle, religiöse Kunstgegenstände
Schulmuseum St.-Georg-Gymnasium – Einblick in die 200-jährige Schulgeschichte, naturwissenschaftliche Abteilung
Bauwerke
St.-Georg-Kirche, spätgotischer Hallenbau (1415–86)
St.-Agnes-Kapelle, spätgotische ehemalige Augustinerinnenklosterkirche (1484)
Historisches Rathaus, im Stil der Niederländischen Renaissance (1618–24)
Liebfrauenkirche, ehemals Klosterkirche der Minoriten, (1785–92), spätbarocker Stil, erweitert 1912/13, umfangreich renoviert von 2006 bis April 2009
Haus Woord, (1792–95), Bürgerhaus im klassizistischen Stil
Wasserturm Bocholt (1913)
Heilig-Kreuz-Kirche, entworfen von Dominikus Böhm (1936/37)
St.-Paul-Kirche, entworfen von Gottfried Böhm 1966
Neues Rathaus mit Kulturzentrum am Berliner Platz, Architekt Gottfried Böhm (1977)
Neutorplatz und Shopping-Arkaden an der Aa, städtebauliches Großprojekt der 1990er Jahre
Medienzentrum im alten Bahnhof mit Wandbildern von Fritz Baumgartner
Schloss Diepenbrock, barockes Wasserschloss im Stadtteil Barlo
Herz-Jesu-Kirche, entworfen von Heinrich Bartmann 1960
Apostelkirche mit der ehemals evangelischen Melanchthonschule (heute: Teil der Biemenhorster Grundschule), entworfen von der Architektengemeinschaft Hübotter-Ledeboer-Busch aus Hannover und Peter Poelzig
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bocholt
Parks und Friedhofsanlagen
Bürgerpark Mosse
Langenbergpark mit dem Meckermann
Park am Kloster vom Guten Hirten
Ostpark an der Münsterstraße
Jüdischer Friedhof am Stadtwald
Russischer Friedhof am Stadtwald
Städtischer Friedhof, Anlage mit Rondell und Wegestern, entworfen nach Gestaltungsprinzipien der „Reformgartenbewegung“ 1904[22]
Natur und Freizeit
Natur
Stadtwald Bocholt[23]
Hohenhorster Berge
Der Bocholter Aasee ist ein künstlicher See mit Freizeitanlagen. Das Gelände hat eine Gesamtfläche von 74 ha, die Wasserfläche beträgt 30 ha. Fertiggestellt wurde er 1983, die ausgehobene Erde wurde als Untergrund für den Bau der Bundesstraße 473 verwendet.[24]
Naturschutzgebiet „Holtwicker Bach“ im Norden der Stadt
Eiche bei Hemden mit einem Brusthöhenumfang von 7,38 m (2014).[25]
Freizeiteinrichtungen
Stadttheater
Spaß- und Freizeitbad Bahia
Tonwerke, privates Freibad des Bocholter Wassersportvereins
Shopping Arkaden
Alte Molkerei mit dem „Kulturort Alte Molkerei e. V.“
Musicscool, freie Musik- und Schauspielschule
Kinodrom, ein Kino mit neun Sälen und einer Jazzbar
Bowlingcenter 2000 direkt am Aasee
Kartbahn Cockpit in Bocholt (im Industriegebiet „Robert-Bosch-Straße“ zwischen Bocholt und Rhede)
Stadtwaldsportpark, mit Indoor-Soccer und überdachten Tennis- und Squash-Anlagen
Sport
1. FC Bocholt, TuB Bocholt und Olympia Bocholt sind die drei bekanntesten Fußballvereine Bocholts.
Die 1. Volleyball-Männermannschaft vom TuB Bocholt spielt in der 2. Bundesliga Nord.
Die 1. Triathlon-Herrenmannschaft das Team Roseversand Bocholter WSV startet in der 2. Bundesliga der DTU.
Die 1. Fußball-Damenmannschaft des BV Borussia Bocholt 1960 spielt in der Regionalliga West.
Der TC Blau-Weiss Bocholt spielt mit seiner Damenmannschaft in der Niederrheinliga.
Der TuB Bocholt gehört mitgliedsmäßig zu den größten Vereinen in Nordrhein-Westfalen.
Der SC Budokan Bocholt ist einer der größten Judovereine in Nordrhein-Westfalen.
Die Tanzsportgarde des TSV Bocholt nahm 2010, 2011, 2012, 2013 und 2014 an den deutschen Meisterschaften teil.
Regelmäßige Veranstaltungen
Karnevalszug am Rosenmontag
Bocholt blüht: verkaufsoffener Sonntag (letzter Aprilsonntag) mit großem Oldtimertreffen
Bands in Town (30. April), Live-Musik in mehr als 15 Kneipen der Innenstadt
Bocholter Citylauf am ersten Samstag (außer 1.) im Mai
Aasee-Triathlon an einem Sonntag Mitte Juni
Bocholter Stadtfest (verkaufsoffener Sonntag im Juni)
Bocholter Weinfest an einem Wochenende im Juli mit Krönung der Bocholter Weinkönigin
Großes Bocholter Kürbisfest an einem Wochenende im September
Bokeltsen Treff: verkaufsoffener Sonntag Ende September
Bocholter Herbstkirmes (Freitag bis Montag um den dritten Sonntag im Oktober)
Bocholter Sankt-Martins-Zug Anfang November
Unheiliger Morgen am 24. Dezember (traditionelles Treffen zahlreicher Bocholter im Ravardiviertel der Innenstadt)
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft

Bocholt ist eine Industrie- und Einkaufsstadt. Durch ausgedehnte Fußgängerzonen und ein Einkaufszentrum in der Innenstadt werden viele Gäste aus dem Umland, besonders aus den Niederlanden, in die Stadt gezogen.

Der Siemens-Konzern ist der größte Arbeitgeber in Bocholt seit im Jahr 2005 die ehemalige A. Friedr. Flender Aktiengesellschaft von Siemens übernommen wurde und als Teil der Division Drive Technologies in den Siemens Sector Industry eingegliedert wurde. Darüber hinaus hat die Gigaset Communications GmbH (ehemals Siemens Home and Office Communication GmbH & Co. KG; SHC) in Bocholt ein Werk für die Herstellung von Schnurlostelefonen (Gigaset).

Weitere große Arbeitgeber in Bocholt sind die Firmen Borgers, die Duvenbeck Unternehmensgruppe, die GILDE-Gruppe, Benning, LB-GmbH (ehem. WM-Group) mit div. Unternehmen in und um Bocholt, Olbrich, Sinnack, Elsinghorst, Pieron, Otto Spaleck-Group, Pergan, die Meier-Group, Verfahrenstechnik Hübers, die Grunewald-Group, die Bocholter-Transport-Gesellschaft und Rose Bikes.

Der Bocholter Industriepark im Südwesten der Stadt mit einer Bruttofläche von 235 ha ist das größte zusammenhängende, voll erschlossene Gewerbeflächenareal in ganz Nordrhein-Westfalen. Er zählt 200 Betriebe mit über 6000 Beschäftigten. Der Industriepark verfügt über einen direkten Anschluss an die B 67 und damit an die A 3 Arnheim/Oberhausen. Daneben existiert über das Industriestammgleis der Stadt Bocholt eine Gleisverbindung zum Bocholter Bahnhof. Bis Mitte 2010 ist eine Vergrößerung des Industrieparks um 20 ha nach Süden vorgesehen.

Das St. Agnes-Hospital Bocholt (Mitglied im Klinikverbund Westmünsterland) stellt mit 470 Planbetten die medizinische Versorgung in und um Bocholt sicher. Das Hospital ist einer der größten Arbeitgeber vor Ort. Angegliedert ist die Zentralschule für Gesundheitsberufe mit 150 Ausbildungsplätzen, die gemeinsam mit dem St.-Marien-Hospital Borken betrieben wird.

Die „Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH“ (BEW) ist eine Gesellschaft der „Stadtwerke Bocholt GmbH“ und versorgt Bocholter Privat- und Geschäftskunden aus einer Hand mit Energie und Trinkwasser. Zudem gehören die „Bocholter Bädergesellschaft“, die das Erlebnisbad Bahia und das Fildekenbad betreibt, sowie die „Stadtbus Bocholt GmbH“ zur Gesellschaft. Wegen ihres stetigen Wachstums werden mittlerweile mehr als 150 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Logistikkonzern Kühne + Nagel unterhält in Bocholt ebenfalls eine Niederlassung. Zudem hat im Industriepark einer der größten Händler für Wohnwagen in Europa seinen Sitz, das Caravan Center Bocholt.

Verkehr

Dieser Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Es fehlen Quellenangaben.
Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Schienenverkehr
Alter Bahnhof Bocholt

Der Bahnhof Bocholt liegt ungefähr 500 m südöstlich des Stadtzentrums an der Bocholter Bahn, die im Schienenpersonennahverkehr von der Regionalbahn „Der Bocholter“ (RB 32) Wesel–Bocholt mit Anschluss an den Rhein-Express (RE 5) in Wesel bedient wird. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 ist die Einrichtung einer durchgehenden Linie in die Landeshauptstadt Düsseldorf vorgesehen. Dazu sollen die Züge aus Bocholt in Wesel mit der zukünftigen Linien Arnheim–Düsseldorf vereinigt werden.[26]

Am Südkopf des Bahnhofs zweigt das Industriestammgleis der Stadt Bocholt zum Industriepark ab, ein Reststück der ehemaligen Bahnstrecke Empel-Rees – Isselburg – Bocholt – Coesfeld – Münster, die aus Richtung Münster–Borken am Nordkopf gemeinsam mit dem Gleis der ehemaligen Bahnstrecke Winterswijk–Bocholt in den Bocholter Bahnhof einmündete. Mittlerweile sind aber sämtliche Gleise dieser Verbindungen – bis auf das Stück Richtung Empel-Rees – abgebaut.

Von 1910 bis in die Zeiten des Ersten Weltkriegs führte zudem die Schmalspurbahn Bocholt-Lichtenvoorde grenzüberschreitend in die Niederlande.

Busverkehr

Im Straßenpersonennahverkehr erschließen

die Schnellbuslinie S75 nach Münster über Rhede, Borken,
die Regionalbuslinien 61 nach Rees über Isselburg und 64 nach Wesel über Hamminkeln,
die stündlich verkehrende Regionalbuslinie R51 nach Coesfeld,
die Flixbus-Linie N11 Bocholt, Hamminkeln, Wesel, Duisburg, Düsseldorf, Köln, Bonn, Strasbourg, Freiburg, Basel, Zürich, Mailand (auch in Gegenrichtung),
die Flixbus-Linie 056 Dortmund, Recklinghausen, Dorsten, Borken, Bocholt, Amsterdam (auch in Gegenrichtung),
eine Buslinie nach Aalten (NL) täglich (zunächst Probebetrieb bis zum 30. April 2018),
eine Buslinie nach Dinxperlo (NL) als Teil des
Stadtbusnetzes der Stadtbus Bocholt GmbH, die halbstündlich (Mo–Sa, kein Abendverkehr) verkehren,

die Region und das Stadtgebiet.
Knotenpunkt aller dieser Busverbindungen ist der Bustreff in der Innenstadt51.8395416.613381.
Darüber hinaus gibt es bedarfsorientierte Anrufbus-Linien.

Zudem gibt es Verbindungen nach Vreden und Rees-Millingen.

Ein Nachtbus verkehrt an Wochenenden zwischen Bocholt und Legden.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Münsterland (VGM), auf der RB 32 der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Siehe auch: Stadtbus Bocholt

Straßen

Bocholt ist über die B 473 an die A 3 (E 35) angebunden. Durch das Stadtgebiet führte die ehemalige B 67. Um diese zu entlasten, wurde die B 67n gebaut. Zunächst wurde sie bis Rhede fertiggestellt. Seit 2010 ist diese Schnellstraße fertig ausgebaut und verbindet die A 3 mit der A 31. Sie ist auch Teil des geplanten „äußeren Rings“ von Bocholt, bestehend aus dem Ostring, der B 67 als Südring, der L 602 als Westring und dem noch zu planenden Nordring. Der Verkehr in Richtung Niederlande wird seit Sommer 2006 von der B 473/L 602 kommend durch den Westringtunnel an der Innenstadt vorbeigeführt.

Die alte Siedlungsstruktur der Stadt hat bis heute die Straßenführung geprägt. So umschließt in der Ortsmitte ein geschlossener Verkehrsring die Innenstadt, von welchem mehrere sternförmig auslaufende Einfallstraßen abgehen. Dabei ist der Bereich innerhalb des Ringes zu großen Teilen als Fußgängerzone ausgewiesen, der Verkehr wird häufig durch Einbahnstraßen gelenkt. Zur weiteren Optimierung von Verkehrsströmen in der Stadtmitte trägt ein Parkleitsystem bei.

Fahrradstadt Bocholt

Bocholt ist eine ausgesprochene Fahrradstadt, fast jeder Bürger besitzt ein oder mehrere Räder, das Radwegenetz ist weitläufig und komfortabel ausgebaut. In den Jahren 2005, 2012 und 2013 gewann die Stadt den vom ADFC und BUND verliehenen Titel „Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands“ in der Kategorie der Städte unter 100.000 Einwohnern. Bocholt ist die erste Stadt Deutschlands, die eine bewachte Fahrradstation an einem Busbahnhof (in Bocholt „Bustreff“ genannt) und nicht an einem Bahnhof errichten ließ. Eine zweite Radstation am Bocholter Bahnhof ist 2008 in Betrieb gegangen.

Im September 2010 gab Landrat Kai Zwicker den Startschuss für die Fahrradstaffel der Polizei Bocholt. Insgesamt acht Polizeibeamte versehen seither ihren Dienst auf Trekkingbikes. Ziel der Polizeiradstaffel ist es, das Fahrradfahren in Bocholt sicherer zu machen. Die Unfallzahlen verunglückter Radfahrer liegen hier, im Vergleich zu anderen Städten, auf einem ungewöhnlich hohen Niveau. Grund hierfür ist, dass der Radverkehr insgesamt etwa 40 % des gesamten Verkehrsaufkommens der Stadt Bocholt ausmacht.

Medien
Zeitungen

Die Bocholter Presse ist dominiert von der einzigen Tageszeitung „Bocholter-Borkener Volksblatt“ (BBV). Zweimal pro Woche erscheinen die Anzeigenblätter „Bocholter Report“ und „Stadt-Kurier“, Letzteres aus dem gleichen Hause wie das BBV. Monatlich erscheint das kostenlose Stadtmagazin „PAN“.
Nachrichten aus Bocholt erscheinen auch in den Westfälischen Nachrichten (WN).

Hörfunk

In Bocholt sendet der lokale Radiosender Radio WMW mit Sitz in Borken. Im Stadtgebiet kann er auf UKW 88,4 MHz empfangen werden.

Fernsehen

Der Regionalsender wm.tv hatte bis zum Jahr 2012 sein Studio im „Logistikzentrum City“ der WM-Group nahe der Bocholter Innenstadt. Das Programm war im gesamten Münsterland, am Niederrhein sowie im Kreis Recklinghausen zu empfangen. Damit war er der größte Regionalsender Deutschlands. Inzwischen ist wm.tv in Center-TV übergegangen und wird von Münster aus gesteuert.

Das Bocholter-Borkener Volksblatt zeigt eine täglich aktuelle Newssendung im Internet. Außerdem liefert es die Inhalte für das Shopping-Center-TV „Mallvision“, das seit 2007 in den Arkaden ausgestrahlt wird.

Der landesweite TV-Lernsender nrwision bündelt in seiner Mediathek Fernsehsendungen aus Bocholt bzw. von Fernsehmachern aus Bocholt.[27]

Bildung
Grundschulen: Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule, Biemenhorster Schule, Clemens-August-Schule, Clemens-Dülmer-Schule, Grundschulverbund Diepenbrock, Josefschule, Klaraschule, Kreuzschule, Grundschulverbund Liebfrauen, Ludgerusschule, St.-Bernhard-Schule
Hauptschulen: Arnold-Janssen- Schule (AJS), Hohe-Giethorst-Schule (HGS) und Melanchthonschule.
Realschulen: Israhel-van-Meckenem-Realschule (IvM), Werner-von-Siemens-Realschule (WvS), Albert-Schweitzer-Realschule(ASR) und Abendrealschule
Gesamtschule: Gesamtschule Bocholt
Gymnasien: Bischöfliches St.-Josef-Gymnasium (ehemals St.-Josef-Gymnasium der Kapuziner), St.-Georg-Gymnasium,[28] Euregio-Gymnasium, Mariengymnasium und Abendgymnasium
Berufskollegs: Berufskolleg „Bocholt-West“ als gewerb- und handwerkliche Berufsschule in Trägerschaft des Kreises Borken, Berufskolleg „Am Wasserturm“ als wirtschaftliche und kaufmännische Berufsschule ebenfalls in Trägerschaft des Kreises Borken und August-Vetter-Berufskolleg in Trägerschaft des Bistums Münster, Zweijährige höhere Berufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen, Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen sowie Fachschule für Sozialpädagogik
Förderschulen: Overbergschule – Städt. Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und Bischof-Ketteler-Schule – Private Förderschule des Caritas-Verbandes mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Hochschule: Die Westfälische Hochschule Bocholt bietet seit 1992 einige, vor allem technische, Studiengänge an. Der Hauptsitz befindet sich in Gelsenkirchen – die Abteilung Bocholt umfasst die zwei Fachbereiche Wirtschaft und Informationstechnik und Maschinenbau (mit Bionik).
Erwachsenenbildung: Im August 2008 wurden Abendrealschule und Abendgymnasium zum Weiterbildungskolleg Westmünsterland zusammengefasst. Für die breite Bevölkerung hält die Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg ein umfangreiches Kurs- und Weiterbildungsangebot bereit.
Sonstige schulische Einrichtungen: In Bocholt ist auch der Sitz der Musikschule Bocholt – Isselburg. Außerdem gibt es die freie Musikschule „musicscool“ (Musik- und Schauspielunterricht). Zudem befindet sich eines von bundesweit 17 Bildungszentren des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (Bundesfreiwilligendienst) an der Adenauerallee.
Bibliotheken: Im alten Bahnhofsgebäude ist die Stadtbibliothek untergebracht. Außerdem existieren Büchereien verschiedener Kirchengemeinden.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt

Personen, die in Bocholt geboren wurden:

1769, 6. Oktober, Aloys Franz Bernhard van Langenberg, († 26. August 1843 in Münster), Geheimer Regierungsrat und Anwalt, Ehrenbürger von Bocholt
1798, 6. Januar, Melchior von Diepenbrock, († 20. Januar 1853 in Johannisberg/Schlesien), 1845 Fürstbischof von Breslau, 1848 Mitglied des Paulskirchenparlaments, 1850 Kardinal
1799, 13. November, Apollonia Diepenbrock, († 4. Juli 1880 in Regensburg), Altenpflegerin und Krankenhausgründerin
1826, 11. August, Johannes Heisterkamp (genannt Pannemann), († 1930 in Bocholt) als damals ältester Deutscher
1842, 22. Dezember, Otto Sarrazin, († 6. Juni 1921 in Berlin), Ingenieur und Vorsitzender des Allgemeinen deutschen Sprachvereins
1859, 13. September, Hermann Döring, († 17. Dezember 1951 in Poona, Indien) war Jesuit und Bischof von Poona, ausgezeichnet mit dem Ehrentitel eines Titularerzbischofes
1876, 18. September, Helene Drießen, († 30. Mai 1938 in Bocholt), Politikerin (Zentrum), Reichstagsabgeordnete
1886, 3. August, Friedrich Senger, († 3. August 1936 in Wuppertal), Gewerkschafter und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
1888, 22. Juni, Jeanette Wolff, († 19. Mai 1976 in Berlin), Stadtverordnete (SPD) 1919–32, Verfolgung als Jüdin und Sozialdemokratin 1933–1945, KZ 1942–1945, Stadtverordnete von Berlin 1946–1951, MdB 1952–1961, Vorstandsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland
1888, 24. Juli, Hermann von Bönninghausen, († 26. Januar 1919 in Düsseldorf), Leichtathlet und Olympiateilnehmer 1908 und 1912
1895, 6. Dezember, Josef Fenneker, († 9. Januar 1956 in Frankfurt am Main), Theatermaler und Bühnenbildner in Berlin, Duisburg, Hamburg, Frankfurt am Main
1900, 13. Juni, Otto Kemper, († 12. Juli 1974 in Bocholt), Oberbürgermeister in Bocholt von 1948 bis 1964
1904, 30. Januar, Laurenz Böggering, († 10. Januar 1996), Weihbischof im Bistum Münster
1904, 24. November, Wilhelm Langheinrich junior, († 30. Juli 1987 in Zimmern unter der Burg), Komponist, Musikpädagoge, Dirigent und Autor
1905, 6. Januar, Leonie Reygers, († 1985), Kunsthistorikerin und Museumsdirektorin
1910, 21. Januar, Hermann „Manes“ Schlatt, († 1. Dezember 2004 in Bocholt) bildender Künstler (Skulpturen, Gemälde), zahlreiche Werke im Bocholter Stadtraum, Träger des Bundesverdienstkreuzes
1910, 6. August, Werner Warsinsky, († 24. Juni 1992 in Münster) Schriftsteller, 1. Europäischer Literaturpreis 1953
1922, 20. Juli, Josef Lammers, († 15. Oktober 2012 in Schwerte) ehemaliger Fußballspieler, u. a. TSV 1860 München und Preußen Münster
1923, 19. März, Fritz Pitz, († 1. Februar 2006 in Bocholt), international bekannter Photograph, Mitglied des Clubs internationaler Photographen, der Royal Photographic Society of Great Britain, der Deutschen Gesellschaft für Photographie und der Freien Deutschen Akademie der Wissenschaften und Künste
1924, 4. August, Wilhelm Flitsch, Chemieprofessor in Münster, Verfasser eines Buches über Wein
1928, 25. Juni, Hermann Buschfort, (SPD), († 13. September 2003 in Bocholt), von 1974 bis 1982 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung
1929, 5. Juni, Hermann Josef Unland, († 3. September 2015 in Münster), Jurist und Politiker
1932, Ansgar Paus OSB, 1975 bis 2000 Universitätsprofessor für Philosophie an der Universität Salzburg
1934, 1. Juni, Hermann Josef Pottmeyer, bis 2000 Ordinarius für Fundamentaltheologie an der Ruhr-Universität Bochum
1941, 20. September, Werner Weikamp, († 19. April 2015 in Bocholt), Fußballspieler beim 1. FC Bocholt, Olympia Bocholt und in der 1. Bundesliga bei Schalke 04
1944, 30. Januar, Hildegard Walther (Laigre) geb. Hermens, mehrfache Deutsche Meisterin und mehrf. Gold, Silber sowie Bronze bei Europameisterschaften im 1er- und 2er-Kunstradfahren
1944, 29. Dezember Josef „Jupp“ Elting war Torwart von 1962 bis 1980 beim 1. FC Bocholt, dann in der Bundesliga von 1964 bis 1974 bei Schalke 04 und dem 1. FC Kaiserslautern, weitere Vereine Real Murcia (Spanien), Wuppertaler SV und wieder 1. FC Bocholt. Sein Bruder Friedel war ebenfalls Fußballspieler (Mittelfeld) und -trainer.
1953, 14. November, Georg Unland, Rektor der Bergakademie Freiberg und seit 2008 Finanzminister des Freistaats Sachsen (CDU)
1954 Jürgen Ebert Bildhauer
1955, 7. Mai, Ludwig Evertz, Journalist, Redakteur, Fernsehmoderator und Reporter
1955, 24. Mai, Heiner Kamps, Gründer der Bäckereikette Kamps AG
1956, 7. Januar, Karl-Heinz Petzinka, Architekt
1957, 14. Oktober Kurt Seggewiß, Oberbürgermeister der Stadt Weiden in der Oberpfalz
1959, 15. Oktober, Hermann-Josef Pelgrim, Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Hall
1960, 9. Juni, Andreas Lebbing, Sänger der Band Wind, Komponist, Textdichter, Musikproduzent
1962, 20. Mai, Ursula Lehmkuhl, Historikerin und Professorin (Freie Universität Berlin)
1963, 11. Januar, Roland Wohlfarth, ehemaliger Fußballspieler, u. a. MSV Duisburg, Bayern München und VfL Bochum
1964, 10. Januar, Jutta Niehaus, Radrennfahrerin
1972, 7. Juli, Harald Katemann, ehemaliger Fußballspieler, bekannt wegen seiner ungewöhnlich weiten Einwürfe, u. a. Fortuna Düsseldorf und Austria Lustenau
1974, 13. August, Guido Koltermann, ehemaliger Fußballspieler (Torwart), u. a. VfL Wolfsburg und SpVgg Unterhaching
1975, 15. Mai, Puck Lensing, Musiker, derzeit Kontrabassist der englischen Band Frantic Flintstones
1975, 5. Dezember, Peter Hyballa, Fußballtrainer, derzeit bei NEC Nijmegen
1976, 21. Mai, Carlo Ljubek, Schauspieler, derzeit festes Engagement am Schauspiel Köln
1982, 3. Mai, Kathrin Patzke, Fußballspielerin, u. a. Hamburger SV und 1. FC Lokomotive Leipzig
1982, 4. September, Benjamin Weigelt, Fußballspieler, derzeit bei Rot-Weiß Oberhausen
1984, 10. April, Katrin Holtwick, Beachvolleyballspielerin
1987, 1. Februar, Leonie Giessing, Leichtathletin
1988, 2. März, Simon Terodde, Fußballspieler, derzeit beim VfB Stuttgart
1990, 17. April, Marina Hegering, Fußballspielerin, U-20-Weltmeisterin, derzeit bei Bayer 04 Leverkusen
1990, 26. September, Pascal Testroet, Fußballspieler, derzeit bei Arminia Bielefeld
1991, 12. Februar, Maurice Exslager, Fußballspieler, derzeit beim 1. FC Magdeburg
1991, 23. Oktober, Ana Cristina Oliveira Leite, Fußballspielerin, portugiesische Nationalspielerin und ehemalige deutsche Jugendnationalspielerin
1993, 10. Juli, Lennart Bevers, Volleyballspieler
1994, 8. Juli, Phil Bauhaus, Radrennfahrer
1997, 23. Februar, Benjamin Henrichs, Fußballspieler, derzeit bei Bayer 04 Leverkusen
Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben

Personen, die in Bocholt gelebt haben und zugleich dort ihre Wirkungsstätte hatten, ohne dort geboren zu sein:

Israhel van Meckenem der Jüngere, Goldschmied und Kupferstecher, * 1440/45 in Meckenheim, † 10. November 1503 in Bocholt.
Wilhelm Klebitz, * um 1533; † 1568 in Paris, Theologe und Mathematiker, Lehrer in Bocholt
Jan (oder Johan) van Lintelo, ca. 1585–1632 Malermeister, Zeichner und Glasemaker für Kabinettscheiben. Wurde im Zuge der Wirren des Dreißigjährigen Krieges unter Zurücklassung seiner Frau Stinneken und seiner zwei Kinder 1628 „wegen der religion“ mit seinem Bruder Derick, einem Schöffen der Stadt, aus Bocholt vertrieben und verstarb vermutlich in Holland 1632
Arnold Janssen, * 5. November 1837 in Goch; † 15. Januar 1909 in Steyl, Gymnasiallehrer in Bocholt 1861–1873, Gründer der Steyler Missionare
August Joseph von Bönninghausen, * 1841 in Coesfeld; † 1912 in Bonn, prakt. Arzt und Sanitätsrat
Marcus Krüsmann, * 11. April 1879 in Bergisch Gladbach; † 25. Februar 1964 in Münster, Jurist und Beigeordneter der Stadt Bocholt, später, bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten, langjähriger Bürgermeister der Stadt Limburg an der Lahn
Hermann Kunst, * 21. Januar 1907 in Ottersberg, besuchte in Bocholt das Gymnasium, evangelischer Militärbischof, erster Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
Taşkın Oymacı, * um 1938 in der Türkei, Migrantenbetreuer der Arbeiterwohlfahrt in Bocholt
Michael Roes, * 7. August 1960 in Rhede; Schriftsteller und Filmemacher; verbrachte seine Kindheit und Jugend in Bocholt, machte am St.-Georg-Gymnasium sein Abitur; lebt seit 1979 in Berlin
Lokale Spezialitäten
Panhas
Knockepott
Buchweizenpfannkuchen
Literatur
Anna Lindenberg: Erinnerungen an Alt-Bocholt. Drei Linden Verlag, Grabenstätt 1978, OCLC 164918825.
Anton Schmeddinghoff: Lebendige Vergangenheit. Drei Linden Verlag, Grabenstätt 1982, DNB 830334750.
Georg Ratermann u. a.: Bocholt in Luftbildern – Eine Zeitreise. Treuhänderische Entwicklungsgesellschaft Bocholt mbH, 2006, DNB 982220014.
Lars Mackenbach: Das Hutprojekt: Oder kennen Sie einen Grund, nach Bocholt zu fahren? Harald Voß Verlag, 2010, ISBN 978-3-935759-15-1.
Weblinks
 Commons: Bocholt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bocholt – Reiseführer
 Wikisource: Bocholt – Quellen und Volltexte
Zahlenspiegel Bocholt 2010
Linkkatalog zum Thema Bocholt bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Bocholt im Kulturatlas Westfalen
Historisches Luftbild-Archiv von Bocholt, deutz fotografie
Stadtplan Bocholt mit Orten von Interesse, Luftbildern