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Geschichte
Stadtansicht 1593
Stadtansicht um 1700
Historisches Zentrum (Luftbild)

Auf dem heutigen Stadtgebiet befand sich wahrscheinlich die im Werk des Ptolemaios erwähnte frühgeschichtliche Siedlung Eburodunum. Zwischen 1021 und 1034 wurde die Burg Brünn erbaut und gab später der anliegenden Siedlung den Namen. 1091 findet zum ersten Mal die Siedlung Brünn Erwähnung. Die Stadt wurde 1243 von Wenzel I. als Königsstadt (Böhmen) gegründet.[3] 1277 ist zum ersten Mal die Festung Spielberg (Špilberk), damals als Burg, erwähnt. Ab 1349 war Brünn Sitz der Markgrafen von Mähren. Im Jahre 1641 löste Brünn Olmütz als Hauptstadt von Mähren ab.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Brünn 1643 und nochmals zwischen dem 4. Mai und 23. August 1645 erfolglos vom schwedischen General Torstensson belagert und etwa hundert Jahre später, am 29. März 1742 im Zuge des Ersten Schlesischen Krieges, von preußischen Truppen.

Indikationsskizze (1843)

1805 fand nahe der Stadt die Schlacht bei Austerlitz zwischen den österreichischen und russischen Armeen einerseits und der Armee des französischen Kaisers Napoleon I. statt. Napoleon Bonaparte besuchte in diesem Jahr Brünn gleich zweimal, am 20. November 1805 kam er an und blieb bis in die Nacht auf den 29. November, nach seinem Sieg blieb er noch mal vom 7. bis 12. Dezember. Im Jahr 1809 kam er im September noch einmal in die Stadt, wo ihn seine Armee bereits seit dem 13. Juli erwartete. In dem 1786–1787 von Kaiser Joseph II. neugegründeten französischen Park Lužánky (deutsch: Augarten) veranstalteten Napoleons Soldaten und die Brünner Honoratioren für den französischen Gast eine verspätete Geburtstagsfeier (war Bonaparte doch am 15. August 1809 40 Jahre alt geworden).[4]

Auf Napoleons Anordnung wurden die Brünner Stadtbefestigungen ihrer Funktion als Festungen entkleidet, blieben aber als Bauwerke erhalten. Am 7. Juli 1839 wurde die Eisenbahnverbindung nach Wien eröffnet, ein Abschnitt an der ersten Fernbahn im Kaisertum Österreich.

Kurz nach Beginn der Errichtung der Wiener Ringstraße wurde auch in Brünn die Demolierung der längst nutzlos gewordenen ehemaligen Befestigungsanlagen vorgenommen. Anstelle der „Schanzen“ entstand ab 1860 / 1861 nach Plänen von Ludwig Förster ebenfalls eine Ringstraße, an der zum Teil Grünanlagen verblieben, die aber zum Teil von repräsentativen Gebäuden wie dem Hauptbahnhof oder dem heutigen Mahen-Theater (von Fellner und Helmer) eingefasst wurde.

In der Stadt Brünn gab es um 1900 eine überwiegend deutschsprachige Bevölkerung (63 %), während die Vororte außerhalb des Stadtkerns, der bis 1918 allein zum Brünner Stadtgebiet zählte, überwiegend tschechischsprachig waren. Das Leben in Brünn war daher zweisprachig und „Brünnerisch“ kann als Vermischung der beiden Sprachen verstanden werden.[5]

Nach dem Ersten Weltkrieg lebten in Brünn knapp 55.000 deutschsprachige Bürger. Zu diesen zählten überwiegend die in der Stadt lebenden etwa 12.000 jüdischen Bürger, unter ihnen mehrere bekannte Persönlichkeiten, die sich wesentlich am Kulturleben der Stadt beteiligten. 1930 bekannten sich etwa 52.000 Bewohner zur deutschen und 200.000 zur tschechischen Nationalität, die jüdischen Bewohner beider Nationalitäten inbegriffen.[6]

Nach der Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren im März 1939 und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs begann auch in Brünn die systematische Verfolgung der Juden. Bis zum Kriegsende wurden aus Brünn 9064 jüdische Stadtbürger in verschiedene Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert, es überlebten nur etwa 700 von ihnen.[7] Seit 2010 werden in Brünn Stolpersteine und Gedenksteine in Erinnerung an die Opfer der Nationalsozialisten verlegt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die deutschsprachige Bevölkerung von Brünn gewaltsam aus der Stadt vertrieben, soweit sie nicht in gemischten Ehen lebte. Ihr Vermögen wurde durch das Beneš-Dekret 108 konfisziert, das Vermögen der evangelischen Kirche durch das Beneš-Dekret 131 liquidiert und die katholischen Stadtkirchen enteignet. Seitens der Tschechischen Republik erfolgte keine Abgeltung für das eingezogene Vermögen. Im Brünner Todesmarsch (Beginn am 31. Mai 1945) mussten etwa 27.000 vor allem alte und jugendliche Bürger einen Fußmarsch zur 60 km entfernten österreichischen Grenze antreten. Nach den Schilderungen von Beteiligten kamen dabei ca. 5.200 Personen ums Leben, „amtlich“ belegt sind 2.000 Todesfälle.[8]
2015 bedauerte die Brünner Stadtverwaltung die damalige Vertreibung und lud Vertreter von Vertriebenenvereinen zu gemeinsamem Gedenken ein.

In der Zeit des tschechoslowakischen Sozialismus behauptete Brünn seine Stellung als eine der führenden Industriestädte des Landes. Für die stetig wachsende Bevölkerung wurden Plattenbausiedlungen am Stadtrand gebaut.

Vom 9. bis 16. Juli 1973 wurden in Brünn die V. Internationalen Feuerwehrwettkämpfe des CTIF (Feuerwehrolympiade) veranstaltet. Im Programm waren Traditionelle Internationale Feuerwehrwettbewerbe und erstmals Internationale Feuerwehrsportwettkämpfe.

1993 wurde ein Asteroid nach Brünn benannt: (2889) Brno.[9] Im Jahr 1998 wurde in Brünn die erste Moschee Tschechiens (ohne Minarett und ohne Kuppeldach) erbaut.

Demographie

Zum 31. Dezember 2014 hatte Brünn 377.440 Einwohner (offizielle Angabe des Tschechischen Statistischen Amtes) und ist somit die zweitgrößte Stadt Tschechiens.[10]

Bevölkerungsentwicklung bis 1945

Jahr Einwohner Anmerkungen
1770 14.972 mit den Vorstädten[11]
1786 010.460 ohne die Vorstädte, in 554 Wohngebäuden, 2.606 christliche und 30 jüdische Familien [12]
1791 009.807 ohne die Vorstädte, in 717 Häusern[12]
1804 17.043 ohne die Vorstädte[12]
1835 35.948 [13]
1852 049.000 [14]
1869 73.771 ohne die Garnison (ca. 5.000 Mann), in 2.286 Häusern[13]
1900 109.346 am Jahresende mit der Garnison (4.548 Mann), darunter 68.702 Deutsche und 38.365 Tschechen[15]
1909 122.700 [16]

Einwohnerzahlen seit 1945

Jahr 2000 2002 2004 2005 2006 2008 2014
Einwohner[17] 381 862 370 505 367 729 366 757 366 680 370 592 377 440[18]

Sprache

Neben dem Tschechischen mährischer Ausprägung wurde in Brünn bis ins 20. Jahrhundert die Stadtsprache Hantec verwendet, ein tschechischer Dialekt mit einem Anteil deutscher Lehnwörter. Der Hantec schien bis zur Jahrtausendwende immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Seit dem neuen Jahrtausend tritt der Hantec wiederum in der lokalen Kultur und auch im täglichen Umgang häufiger in Erscheinung.[19]

Vor dem Zweiten Weltkrieg war Deutsch die Sprache größerer Teile des gehobenen Bürgertums und auch vieler Juden in Brünn. Mit der Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten und der Flucht und Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg ist die deutsche Sprache bei der Bevölkerung nahezu vollständig verschwunden.

Politik
Neues Rathaus
Bürgermeister

1784–1804 Franz Rauscher
1804–1821 Johann Czikann
1828–1847 Johann Ritschel
1851–1855 Anton von Haberler
1855–1861 Rudolf von Ott
1861–1864 Christian d’Elvert
1864–1866 Alfred Skene
1866–1867 Karl Giskra
1868–1870 Rudolf von Ott
1870–1876 Christian d’Elvert
1876–1880 Karl van der Strass
1880–1894 Gustav Winterholler
1894–1916 August Wieser
1916–1918 Ferdinand Schnitzler
1918–1920 Petr Kerndlmayer
1920 Karel Vaněk
1920–1925 Bedřich Macků
1925–1935 Karel Tomeš
1935–1939 Rudolf Spazier
1942–1945 Oskar Judex
1945–1946 Vladimír Matula
1946–1948 Josef Podsedník
1948–1949 Vladimír Matula
1949–1952 Bohumil Ubr
1952–1954 Vladimír Matula
1954–1963 Josef Kalášek
1963–1971 Oldřich Vaverka
1971–1976 Vladimír Štroner
1976–1980 František Chabičovský
1980–1983 Rudolf Suchánek
1983–1989 Alois Skoupý
1989–1990 Josef Pernica
1990 Jiří Trmač
1990 Pavel Podsedník
1990–1992 Václav Mencl
1992–1994 Jiří Horák
1994–1998 Dagmar Lastovecká
1998–2004 Petr Duchoň
2004–2006 Richard Svoboda
2006–2014 Roman Onderka
seit 2014 Petr Vokřál

Städtepartnerschaften

Brünn unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:[20]

Vereinigte Staaten Dallas (USA)
Ukraine Charkiw (Ukraine)
Litauen Kaunas (Litauen)
Vereinigtes Konigreich Leeds (Vereinigtes Königreich)
Deutschland Leipzig (Deutschland)
Polen Posen (Polen)
Frankreich Rennes (Frankreich)
Deutschland Stuttgart (Deutschland)
Osterreich St. Pölten (Österreich)
Niederlande Utrecht (Niederlande)
Osterreich Wien (Österreich)
Russland Woronesch (Russland)
Russland Moskau (Russland)
Slowakei Preßburg, (Slowakei)

Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat 1953 die Patenschaft für alle vertriebenen Deutschen aus der Stadt Brünn übernommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das historische Stadtzentrum wurde 1989 zum städtischen Denkmalreservat erklärt.

Theater und Museen
Mahen-Theater
Das Mährische Landesmuseum
Reduta Theater
Nationaltheater Brünn: das seit 1965 nach Jiří Mahen benannte Mahen-Theater (das ehemalige deutsche Theater)
Nationaltheater Brünn: das nach Leoš Janáček benannte, 1965 eröffnete Janáček-Theater
Brünner Stadttheater (Městské divadlo Brno)
Theater an der Veveří-Straße (Eichhorngasse)

Das zweitgrößte nationale Museum, das Mährische Landesmuseum, besteht seit 1817 in Brünn. Die zweitgrößte nationale Bibliothek, die Mährische Landesbibliothek, existiert seit 1958.

Das Museum der Roma-Kultur wurde 1991 als erstes seiner Art weltweit in Brünn eröffnet; das Technische Museum im Stadtteil Královo Pole wurde 1997 wiedereröffnet.

Das Dům umění (Haus der Kunst) wurde zwischen 1908 und 1911 als Kaiser-Franz-Josephs-Jubiläums-Künstlerhaus errichtet.

Musik

Die Filharmonie Brno hat ihren Konzertsaal im Besední dům.

Bauwerke
Sakralbauten
Bischofshof und Kathedrale St. Peter und Paul
Abtei St. Thomas in Alt Brünn
Hügel Petrov mit St.-Peter-und-Paul-Kathedrale
Bischofshof
St.-Thomas-Kirche
St.-Jakobs-Kirche mit dem Gebeinhaus
Minoritenkloster und die Kirche St. Johannen
Rote Kirche
Kloster der Kreuzerhöhung und Gruft des Kapuzinerordens
Synagoge Agudas Achim
Jüdischer Friedhof
Sonstige
Villa Tugendhat
Festung Spielberg
Villa Tugendhat, UNESCO-Welterbe
Festung Špilberk
Altes Rathaus (Stará radnice)
Palais Dietrichstein, Hauptgebäude des Mährischen Landesmuseums
Stadtpark Augarten (Lužánky) an der Ponávka gelegen
ehemaliger Merkurbrunnen im Bischofshof
Burg Veveří, am nordwestlichen Stadtrand
Brünner Talsperre
Messegelände Brünn
Zoo Brünn (1953 eingeweiht), am Berg Mniší hora im Stadtteil Bystrc
ehemalige Werkbundsiedlung in Žabovřesky
Zderad-Säule, gotische Säule auf der Kröna-Str. (Křenova ulice) nahe der Svitava zum Gedenken an den Tod Zderads von Schwabenitz († 1091)
Labyrinth unter dem Krautmarkt
Brünner Uhr auf dem Freiheitsplatz
Villa Löw-Beer Jugendstil-Villa
Grünflächen und Naherholung
Der Špilberk Park befindet sich auf der gleichnamigen Burg.
Der Denis´ Park (Park Denisovy Sady) befindet sich unter dem Petersberg (Petrov).
Botanischer Garten der Mendeluniversität (Třída Generála Píky 584/1 Brno-Ponava)
Sport

Brünn verfügt u. a. über eine Radrennbahn, auf der 1981 die Bahn-Radweltmeisterschaften ausgetragen wurden. Die Bahn wurde 1974 eröffnet, ist offen und verfügt über eine 400 Meter lange Betonpiste.[21]
Am westlichen Stadtrand befindet sich das Automotodrom Brno.
Traditionell sind in Brünn auch bedeutende große Fußball- und Eishockeyvereine beheimatet. Zurzeit sind es der Fußballverein FC Zbrojovka Brno und der Eishockeyverein HC Kometa Brno.

Regelmäßige Veranstaltungen
Automotodrom Brno (ehem. „Masaryk-Ring“) – Motorrad-Weltmeisterschaft der Tschechischen Republik
Ignis Brunensis – internationaler Wettbewerb der Pyrotechnik und Feuershow
Auf dem Gelände des Freibades Riviéra wird Ende April das Open Air Rock Festival Carodejáles veranstaltet.
Im Oktober veranstaltet die Stadt das internationale Festival Theaterwelt.
Wirtschaft und Infrastruktur

Brünn entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zur starken Industriestadt. Am Anfang war besonders die Textilbranche von großer Bedeutung. Zu den Traditionsunternehmen gehören oder gehörten die Waffen- und Maschinenbaufabrik Československá zbrojovka a.s. Brno (heute: Zbrojovka Brno a.s.), der Traktorenhersteller Zetor oder das Maschinenbauunternehmen Královopolská (1889 gegründet als Lederer-Porgess Königsfelder Maschinenfabrik). Im Sommer 2006 hinzugekommen, durch Übernahme der Zetor Gießerei, ist die Slévárna Heunisch Brno (Heunisch-Guss).

Heute ist Brünn ein Handelszentrum und bedeutende Messestadt. Es werden etwa 50 Fachmessen jährlich veranstaltet. Zahlreiche Forschungseinrichtungen und Hochschulen erheben die Stadt zu einem wichtigen Forschungszentrum. Die Arbeitslosigkeit betrug im Mai 2006 8,2 %.

Nahe der Stadt befindet sich das Automotodrom Brno (Masaryk-Ring), eine Motorsport-Rennstrecke.

Bildung
Die Masaryk-Universität
Nachtansicht mit Festung Špilberk
Blick auf Petrov mit Kathedrale

Brünn ist eine der wichtigsten tschechischen Universitätsstädte, es befinden sich hier sechs Universitätseinrichtungen. Die größte ist die Masaryk-Universität (gegr. 1919) mit etwa 32 000 Studenten, es folgt die Technische Universität Brünn (gegr. 1899) mit über 18 000 Studenten, weiter die Mendel-Universität für Land- und Forstwirtschaft, die Veterinärmedizinische und Pharmazeutische Universität Brünn, die Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst Brünn (JAMU) und die militärische Universität für Verteidigung.

Verkehr
Öffentlicher Personennahverkehr
Brünner Straßenbahnen: Historische und moderne Wagen
Hauptbahnhof
Siehe auch: Straßenbahn Brünn

Der moderne flächendeckende Öffentliche Nahverkehr der Stadt besteht aus 11 Straßenbahnlinien, 13 Oberleitungsbuslinien, 35 Omnibuslinien, 11 Nachtbuslinien und einer Schiffslinie auf dem Stausee. Das Stadtumland ist im Verkehrsverbund Integrovaný dopravní systém Jihomoravského kraje (IDS) zusammengeschlossen. Als Brünner Besonderheit ist die stadtspezifische umgangssprachliche Bezeichnung Šalina (sprich Schallina) für Straßenbahn nennenswert.

Eisenbahn

Brünn ist ein wichtiger Eisenbahnknoten. 1839 wurde die Stadt an die Österreichische Nordbahn angeschlossen. Heute liegt die Stadt an einer europäischen Eisenbahnmagistrale. Es verkehren direkte Eurocity-Züge Budapest/Wien – Prag – Berlin – Hamburg. Auf der Strecke Prag – Brünn beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Züge 160 km/h, diese kann aber nur von Eurocity-Zügen erreicht werden. Die Strecke ist Teil des sogenannten „Ersten Eisenbahn-Korridors“, eines seit Mitte der 1990er Jahre geplanten Modernisierungsprogramms.

Seit einiger Zeit wird der Neubau eines Bahnhofs anstatt des bisherigen verkehrstechnisch veralteten Hauptbahnhofs geplant, dessen Gebäude wie auch das benachbarte Postgebäude sind denkmalgeschützt. Der Neubau ist etwa 800 Meter südlich vom bisherigen Bahnhof vorgesehen.[22] Gegen dieses aus der Sicht der Vertreter der Stadt dringende Projekt besteht reger Widerstand. Auch die Finanzierung ist nicht geklärt.

Fernstraßen

Die Autobahn D1 führt von Prag über Brünn in Richtung Ostrava. Die Autobahn D2 verbindet die Stadt mit der slowakischen Grenze und führt weiter nach Bratislava. Eine Fernstraßenverbindung von Brünn nach Wien besteht, ist aber auf tschechischer wie auch österreichischer Seite verbesserungsbedürftig.

In Brünn wird seit mehreren Jahren ein System innerstädtischer Autobahnen, der sogenannte Große Städtische Ring (Velký městský okruh), errichtet. Dazu gehören vier bereits befahrbare Tunnel. Der aufwändigste Tunnel mit einer Länge von 831 m wurde unter dem Stadtviertel Královo Pole gebaut (Královopolský tunel). Der Lärmschutz des Königsfelder Tunnels wurde nach Bürgerprotesten und gerichtlichen Urteilen nochmals verbessert. Die aufgetretenen Verzögerungen des Tunnelbaus um mindestens drei Monate haben zu erheblichen Kostensteigerungen geführt. Die Gesamtkosten des Tunnels wurden vorläufig auf rund 7 Milliarden Kronen geschätzt (rd. 280 Mill. €), aber noch nicht offiziell bestätigt.[23] Der Königsfelder Tunnel wurde im Rahmen eines „Tags der offenen Tür“ am 2. Juni 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt und am 31. August 2012 für den Verkehr freigegeben.[23][24]

Flugverkehr

Der internationale Flughafen Brünn (IATA-Flughafencode BRQ, ICAO-Code LKTB) befindet sich etwa zehn Kilometer östlich vom Stadtzentrum. Es werden von hier regelmäßig die Städte London (nur Flughafen Stansted), Moskau, Prag und München angeflogen.

Persönlichkeiten
Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Brünn
Literatur
in der Reihenfolge des Erscheinens
Christian d’Elvert: Versuch einer Geschichte Brünn’s. Traßler, Brünn 1828 (E-Kopie).
Gregor Wolny: Die königliche Hauptstadt Brünn und die Herrschaft Eisgrub, sammt der Umgebung der Letztern, topographisch, statistisch und historisch geschildert. Brünn 1836 (E-Kopie.)
Christian d’Elvert: Beiträge zu Geschichte der königlichen Städte Mährens, insbesondere der k. Landeshauptstadt Brünn. Band 1, Brünn 1860 (E-Kopie).
Dora Müller: Drehscheibe Brünn. Deutsche und österreichische Emigranten 1933–1939/Přestupní stanice Brno. Němečtí a rakouští emigranti. Deutsch und tschechisch, Begleitbuch zu einer gleichnamigen Ausstellung. Deutscher Kulturverband Region Brünn, Brno 1997 (Brünn als Zufluchtsort für deutsche und österreichische Exilanten nach der nationalsozialistischen Machtergreifung)[25][26]
Leopold Masur: Sagen aus Brünn. Vitalis, Mitterfels 2008, ISBN 978-3-89919-121-9.
Irene Hanappi: Brünn. 5 Routen durch die Hauptstadt Mährens. Geschichte, Kultur, Sightseeing, Essen und Trinken. Falter 2007, ISBN 978-3-85439-396-2.
Weblinks
 Commons: Brno – Sammlung von Bildern
 Wikisource: Brinn in der Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
Website der Stadt Brünn