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Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Burgoberbach nicht vorenthalten.

Geschichte
Bis zur Gemeindegründung

Der Ort wird 1150 in einer Urkunde des Heilsbronner Kloster als de Oberenbach erstmals namentlich erwähnt. Die Form Burgoberbach wird 1349 erstmals bezeugt und diente zur Unterscheidung von Niederoberbach, das ursprünglich ebenfalls nur Oberbach hieß.[3] Das Kloster erwarb dort zwei Anwesen.[4]

Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1799) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:[5]

Burgoberbach, Eichstättisches Pfarrdorf im Ansbachischen Kreise des Fürstenthums Ansbach, 2 Stunden östlich von Herrieden auf dem Berge gelegen, darinn hat Eichstätt etlich und 30 Unterthanen, theils zum Stadtvogteyamte Herrieden und zum Fürstlichen Steueramte des Collegiatstifts, theils zum Kastenamte Ohrnbau, und zur Vogtey Eyburg gehörig. Es ist allda, nebst der Pfarrkirche zu St. Nikolaus, auch noch außer dem Dorfe die St. Leonhardskapelle, in welcher auch zuweilen der Gottesdienst gehalten werden muß, ein Pfarrhof und ein Schulhaus. Im Jahre 1313 [Sp. 509] verglich sich der eichstättische Bischoff Philipp von Rathsamhausen mit Adelheid, der Wittwe des Grafen Konrads von Oettingen und ihrem Bruder Krafts von Hohenlohe in Gegenwart des Königs Johannes von Böhmen und Pohlen, als Reichsverweser, daß der Bischoff, wenn er die Zugehörungen des zerstöhrten Schloßes Oberbach behalten wolle, die zur Zeit der Zerstörung bemelter Adelheid gehörten, ihr dafür eine Vergütung herausgeben müßte, nachdem das Jahr zuvor doch dieser König selbst auf eben dieses Schloß Anspruch gemacht hatte. Im Jahre 1316, als Friedrich von Oesterreich, und Ludwig der Bayer um das Reich stritten, und Hohenloh ersterm, Eichstätt aber lezterm anhieng, vertrieb Ludwig der Bayer den Grafen von Hohenlohe aus Burgoberbach, und raumte es dem Bischoffe von Eichstätt ein. Im Jahre 1317 gewährten Ludwig Graf von Oetting, dann Ludwig und Friedrich seine Vettern dem Bisthume Eichstätt das mit ihrer und anderer Hülfe von der Gewalt des Grafen von Hohenlohe wieder genommene Gut zu Oberbach mit allen Lehen und Ansprüchen gegen ein großes eichstättischer Seits dagegen gemachtes Opfer. Im Jahre 1318 traten auch die Gebrüder Konrad und Heinrich, (die Straße genannt) der Eichstättischen Kirche ihren Anspruch auf Oberbach ab, dessen Güter ihnen durch den Tod des Grafen Konrad von Oettingen ledig wurden. Im Jahre 1323 traten Graf von Hohenlohe seiner Schwester Adelheid, und Margaretha ihrer Tochter mit Anforderungen auf Oberbach etc. nochmal auf, wo der Eichstättische Bischoff Marquard I. von Hagel [Sp. 510] nach der Entscheidung des Königs Ludwig nochmal eine ansehnliche Summe Geldes dafür erlegen mußte. 1417 machte Albert Hiller von Burg-Oberbach, was er allda besaß, dem Bisthume Eichstätt lehenbar. Im Jahre 1523 kaufte Bischoff Gabriel von Eyb 2 Güter zu Oberbach vom Burghard von Wollmershausen mit Einwilligung seiner Gattinn einer gebohrnen Adelmännin von Adelmansfelden. 12 Unterthanen sind daselbst Ansbachisch, und gehören in das Kammer- und Justizamt Ansbach.“

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 das Steuerdistrikt Burgoberbach gebildet, zu dem die Orte Burgoberbach, Claffheim, Dierersdorf, Gerersdorf, Hohe Fichte, Neuses und Weiherschneidbach gehörten. Wenig später wurde die Ruralgemeinde Burgoberbach gegründet, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden (ab 1920: Finanzamt Herrieden, ab: 1950: Finanzamt Ansbach). Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) lösten sich von der Ruralgemeinde Burgoberbach ab:

Ruralgemeinde Claffheim mit Hohe Fichte;
Ruralgemeinde Dierersdorf mit Gerersdorf;
Ruralgemeinde Neuses;
Ruralgemeinde Weiherschneidbach.

Ebenfalls mit dem Zweiten Gemeindeedikt wurde Winterschneidbach von Großbreitenbronn nach Burgoberbach umgemeindet.[6] Spätestens 1846 erfolgte die erneute Umgemeindung von Winterschneidbach nach Claffheim.[7]

Ab 1862 wurde Burgoberbach von dem Bezirksamt Feuchtwangen (ab 1938: Landkreis Feuchtwangen) verwaltet. Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Herrieden, seit 1880 Amtsgericht Herrieden, ab 1950 Amtsgericht Ansbach.

Religion

Die katholische Pfarrei St. Nikolaus, Burgoberbach, gehört zur Diözese Eichstätt.

Die selbstständigen evangelischen Kirchengemeinden Sommersdorf und Thann bilden gemeinsam eine Pfarrei und umfassen auch den Ort Burgoberbach.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Neuses, Niederoberbach und Sommersdorf eingegliedert.[8]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Burgoberbach

Jahr 1979 1987[9] 1991 1995 2005 2010 2015
Einwohner 2377 2610 2849 3098 3375 3359 3275

Ort Burgoberbach

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987
Einwohner 322 357 357 371 353 341 348 381 388 397 385 405 411 411 433 432 496 526 559 849 872 860 1239 1530 1765
Häuser[10] 65 72 84 80 87 127 211 441
Quelle [11] [12] [12] [12] [13] [12] [14] [12] [12] [15] [12] [12] [16] [12] [12] [12] [17] [12] [12] [12] [18] [12] [19] [20] [9]

Politik
Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Davon entfallen auf:

Gemeinsam für Burgoberbach (GFB) 6 Sitze
CSU 6 Sitze
Bürgerliste Ortsteile und Burgoberbach (BOB) 4 Sitze

(Stand: Kommunalwahl vom 16. März 2014)

Bürgermeister

Zum Ersten Bürgermeister wurde in der Stichwahl am 29. Mai 2011 der Sparkassenbetriebswirt Alfons Schock mit 67,8 Prozent der Stimmen gewählt. Die Wahl war notwendig geworden, da der bisherige Bürgermeister Andreas Kollay aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden ist.

Zum 1. April 2013 kündigte Alfons Schock wegen gesundheitlicher Probleme seinen Rücktritt als Bürgermeister an.

Am 23. Juni 2013 wurde Gerhard Rammler (* 1961) (CSU) mit 55,9 % der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt, er trat das Amt am 25. Juni 2013 an.[21]

Wappen

Die Blasonierung lautet: In Rot ein goldener Balken, darüber ein herschauender, schreitender, silberner Löwe, darunter ein gesenktes silbernes Andreaskreuz.

Städtepartnerschaften
Frankreich Bujaleuf (Frankreich), seit 1991
Sonstiges

Seit 2004 ist Burgoberbach Teil der kommunale Allianz AGIL, zu der auch die politischen Gemeinden Aurach, Herrieden und Leutershausen gehören.[22]

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Schloss Sommersdorf
Baudenkmäler
Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Burgoberbach
Bildung & Kindergärten
Schulen
Albrecht-von-Eyb-Grundschule
Kindergärten
Gemeindlicher Kindergarten Pusteblume
Katholischer Kindergarten Marienheim
Erwachsenenbildung
Volkshochschule Burgoberbach
Persönlichkeiten
Albrecht von Eyb (1420–1475), Jurist und frühhumanistischer deutscher Schriftsteller und Übersetzer
Brigitta Westphal (* 1944), deutsche Malerin
Literatur
Johann Kaspar Bundschuh: Burgoberbach. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 508–510 (Digitalisat). 
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 439 (Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879). 
Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 28–32. 
Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 42. 
Weblinks
 Commons: Burgoberbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Karte der Gemeinde Burgoberbach auf dem BayernAtlas
Eintrag zum Wappen von Burgoberbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Burgoberbach: Amtliche Statistik des LfStat
Burgoberbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg
Burgoberbach in dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie