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Geschichte
Frühgeschichte
Der Spitzwecken von Ovelgönne mit Rekonstruktionsversuch

In der Buxtehuder Gemarkung Ovelgönne fand man 1952 den Spitzwecken von Ovelgönne. Er ist Teil eines aus der Vorrömischen Eisenzeit stammenden Brötchens.

Seit einem Stadtratsbeschluss von 1980 werden Stadtarchäologie und Bodendenkmalpflege in Buxtehude politisch geplant und seit 1993 durch eine eigene Fachgruppe Bauordnung und Denkmalschutz im Hochbau- und Bauordnungsamt der Stadt administrativ umgesetzt.

Name

Hude-Orte bilden eine Gruppe von Ortsnamen. Sie sind in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg, Niedersachsen, in den Niederlanden (-hijde) und in England (-hithe) verbreitet. Buxtehude wurde 959 bei seiner ersten Erwähnung Buochstadon (= stade) genannt. Erst 1135 kommt der Name Buchstadihude auf, der im Laufe der Zeit zu Buxtehude wurde.

Buxtehude

Seit 959 bestand an der Este eine bäuerliche Siedlung mit dem Namen „Buochstadon“, erwähnt in einer Schenkungsurkunde König Ottos I. an das Mauritiuskloster zu Magdeburg. Der Name bedeutet vermutlich „Buchenstätte“. Nahe der Siedlung konnte eine aus Pfählen konstruierte Schiffslandestelle („hude“) nachgewiesen werden.
1197 wurde die Siedlung um ein auf der Geest gelegenes Benediktinerkloster („Altkloster“) erweitert.

1747: Grundriss der Stadt Buxtehude von Nicolaus Rohlfs

Zwischen 1280 und 1285 ließ Erzbischof Giselbert von Bremen etwa einen Kilometer nördlich dieser Ansiedlung eine Stadtfestung errichten. Diese hieß zuerst Neustadt und übernahm später den Namen Buxtehude. Die Este führte man in einer grachtartigen Flethanlage durch die Stadt. Den Festungsgraben bezeichnete man mit dem niederländischen Wort Viver (vijver; dt. Weiher, Teich). Zum Schutz kamen später fünf Zwinger dazu, von denen heute nur noch der Marschtorzwinger erhalten ist.
1285 gilt offiziell als Stadtgründungsjahr.

1328 erfolgte die Verleihung des Stader Stadtrechtes durch Erzbischof Borchard, das für die Stadt die volle Selbstverwaltung und wirtschaftliche Unabhängigkeit durch eine Ratsverfassung bedeutete.
1363 wurde Buxtehude Mitglied der Hanse und erlebte seine Blütezeit.

Mit dem ersten lutherischen Prediger zog 1541 die Reformation in Buxtehude ein.
Nach Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges wurde auch Buxtehude von der Pest heimgesucht.[3] Ab 1627 kommt es kurz zu einer katholischen Restitution durch den kaiserlichen Feldherrn Tilly. Nachdem Buxtehude 1632 durch den schwedischen General Tott erobert worden war, fiel es 1676 im Nordischen Krieg nach Eroberung des Herzogtums Bremen-Verden in den Besitz der antischwedischen Koalition. Im Zuge des Friedens von Nimwegen fiel Buxtehude von 1679 bis 1712 wieder an Schweden zurück.

Während der Franzosenzeit war Buxtehude von 1811 und 1814 Teil des Kantons Buxtehude im Département des Bouches de l’Elbe, zu dem auch Mairie Estebrügge und Moorende-Ostseite, Mairie Haßelwerder und Mairie Moisburg gehörten.[4]

Bis 1885 war Buxtehude als Stadt eine selbständige Verwaltungseinheit, dann wurde es dem Landkreis Jork angeschlossen. 1932, mit Auflösung dieses Kreises, kam Buxtehude zum Landkreis Stade, dem es bis heute angehört.

Seit dem 28. April 2014 trägt Buxtehude den Beinamen Hansestadt im Stadtnamen.[5]

Hexenverfolgung

Die Hochphase der Hexenverfolgung im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert fiel zeitlich zusammen mit einem tiefgreifenden Wandel auf dem Gebiet der Strafrechtspflege. Seit 1532 entwickelte sich auf dem Gebiet des Strafrechts allgemein wie auch speziell auf dem Gebiet der Hexenprozesse die Peinliche Gerichtsordnung Kaiser Karls V. (Constitutio Criminalis Carolina) zur entscheidenden Rechtsgrundlage.[6] Die Carolina reglementierte erstmals die weithin übliche Folter zur Erlangung von Geständnissen und bewirkte damit eine gewisse Rechtssicherheit für die Beschuldigten. Aufgrund einer salvatorischen Klausel war jedoch regionales Recht weiterhin anwendbar. Dessen Gebrauch wurde erst langsam zugunsten der Carolina zurückgedrängt und führte noch jahrzehntelang zu Strafprozessen mit teilweise ausuferndem Gebrauch der „peinlichen Befragung“.

Die 1603 erlassene Kriminalgerichtsordnung des Erzbischofs von Bremen, das Edikt vom Prozeß in Zauberei-Sachen[7][8] lehnte sich nicht nur inhaltlich fast wörtlich an die Carolina an, sondern propagierte auch ausdrücklich deren Gültigkeit.[9]

Die Hexerei wurde darin nur als ein Delikt unter vielen behandelten, nicht als Ausnahmeverbrechen (crimen exceptum), das ein besonderes Verfahren rechtfertige. Der berüchtigte Hexenhammer wurde vor norddeutschen Gerichten deshalb nicht zur Begründung von Urteilen herangezogen.

In Buxtehude gab es zwischen 1540 und 1644 insgesamt 21 Hexenprozesse,[10] 18 Frauen wurden hingerichtet.[11] Die Verfolgung war damit weit weniger intensiv als im süddeutschen Raum, beispielsweise im Hochstift Bamberg, wo in jener Zeit etwa 900 Menschen getötet wurden.

Ein Erlass Königin Christinas von Schweden von 1649 leitete das Ende der Hexenprozesse im Herzogtum Bremen-Verden ein.[12]

Die ab 1935 im Auftrag Heinrich Himmlers erstellte Hexenkartothek versuchte, die frühneuzeitliche Hexenverfolgung für die völkische NS-Ideologie zu vereinnahmen. Dazu erfassten Mitarbeiter des sog. H-Sonderkommandos im Juli 1940 auch einen Sammelprozess im ehemaligen Bistum Verden.[13]

Der Rat der Stadt Buxtehude beschloss am 19. April 2016 die sozialethische Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse in Buxtehude durch die Errichtung eines Mahnmals am Historischen Rathaus.[14][15]

Politisch-territoriale Zugehörigkeit

Bei seiner erstmaligen urkundlichen Erwähnung von 959 lag Buxtehude im Bistum Verden, das zur Kirchenprovinz Mainz und zum Siedlungsgebiet des germanischen Volksstamms der Sachsen im Heiligen Römischen Reich gehörte. Mit dem Westfälischen Frieden fiel es 1648 zusammen mit dem ebenfalls säkularisierten Herzogtum Bremen als Herzogtum Bremen-Verden mit Verwaltungssitz in Stade an Schweden. Nach dem Wiener Kongress ging dieses Territorium 1815 im Königreich Hannover auf und gehörte zum Deutschen Bund. 1866 von Preußen annektiert, verlor das Königreich Hannover seine Unabhängigkeit und war bei der Reichsgründung 1871 preußische Provinz. Seit dem Zweiten Weltkrieg gehört das Gebiet der ehemaligen Provinz Hannover zum 1946 neu gegründeten Bundesland Niedersachsen.

Eingemeindungen

1931 wurden die Gemeinden Altkloster, bis dahin im Landkreis Stade, sowie Neuland in die Stadt Buxtehude eingemeindet. Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Daensen, Dammhausen, Eilendorf, Hedendorf, Immenbeck, Ketzendorf, Neukloster, Ottensen und Ovelgönne eingegliedert, wobei Daensen, Eilendorf, Immenbeck, Ketzendorf und Ovelgönne bis dahin zum Landkreis Harburg gehörten.[16]

Folge der Eingemeindungen

Der Bereich Ovelgönne/Ketzendorf/Immenbeck und Eilendorf gehört auch heute noch zur ev. Kirchengemeinde Elstorf, nicht zu den Buxtehuder Kirchengemeinden. Der Bereich Ottensen gehört kirchlich zu Apensen. Dieses wird jedoch von den meisten Eltern ignoriert, die ihre Kinder trotzdem in Buxtehude konfirmieren lassen.
Hedendorf hat noch heute die Horneburger Ortsvorwahl (04163) und Ketzendorf sowie Teile von Ovelgönne die Elstorfer Ortsvorwahl (04168).

In Hedendorf und Neukloster gibt es noch Ortsräte mit den aus ihrer Mitte gewählten Ortsbürgermeister(inne)n, in den anderen Ortschaften Ortsvorsteher, die die Belange der Bürger aus den Ortschaften im Stadtrat und gegenüber der Stadtverwaltung vertreten sollen.

Aktuelle Ortschaften Buxtehudes:
Westmoor, Weide, Vogelsang, Ovelgönne/Ketzendorf, Ottensen, Ostmoor, Neuland, Neukloster, Immenbeck, Eilendorfermoor, Eilendorf, Dammhausen und Daensen (bestehend aus den Ortsteilen Daensen, Heimbruch und Pippensen).

Entwicklung der Einwohnerzahl
Einwohnerentwicklung von Buxtehude von 1987 bis 2015

Jahr Einwohner
31.12.1987 31.091
31.12.1990 32.276
31.12.1995 35.253
31.12.2000 36.699
31.12.2005 38.335
31.12.2010 39.748
31.12.2015 40.173

Politik
Stadtrat

Der Rat der Stadt Buxtehude besteht aus 38 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 30.001 und 40.000 Einwohnern.[17]

Die 38 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimmberechtigt im Stadtrat ist außerdem die hauptamtliche Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt (parteilos).

Kommunalwahl 2011[18]

 %403020100

36,7 %29,4 %19,2 %7,6 %4,0 %3,1 %

SPDCDUGrüneBBG/FWGFDPLinkeVorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Die letzten Kommunalwahlen (zuletzt am 11. September 2016) ergaben die folgenden Ergebnisse:

Partei 2016 2011 2006 2001
SPD 11 Sitze 14 Sitze 15 Sitze 15 Sitze
CDU 10 Sitze 11 Sitze 14 Sitze 14 Sitze
GRÜNE 7 Sitze 7 Sitze 3 Sitze 3 Sitze
FDP 2 Sitze 2 Sitze 3 Sitze 4 Sitze
Freie Wählergemeinschaft Buxtehude / Buxtehuder Bürger-Gemeinschaft 2 Sitze 3 Sitze 1+1 Sitz 1+1 Sitz
LINKE 2 Sitze 1 Sitz 1 Sitz
AfD 4 Sitze

Bürgermeister

Hauptamtliche Bürgermeisterin der Stadt Buxtehude ist Katja Oldenburg-Schmidt (parteilos). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 wurde sie mit 59,6 % der Stimmen gewählt. Ihr Gegenkandidat Michael Lemke (Grüne) erhielt 40,4 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,2 %.[19] Oldenburg-Schmidt trat ihr Amt am 1. November 2014 an und löste den bisherigen Amtsinhaber Jürgen Badur (parteilos) ab, der nicht mehr kandidiert hatte. Die Amtszeit endet am 31. Oktober 2021.

Jugendparlament

Das Buxtehuder Jugendparlament (JuPa) war eine Einrichtung der Stadt, die es zwischen 2002 und 2006 gab. Es bestand aus elf Jugendlichen im Alter von vierzehn bis achtzehn Jahren. Die Mitglieder wurden 2002 und 2004 gewählt. Nach sinkender Teilnehmerzahl an den Sitzungen wurde das Jugendparlament aufgelöst.

Vertreter in Landtag und Bundestag

Buxtehude gehört zum Landtagswahlkreis 55 (Buxtehude). Direkt gewählt wurde 2008 Helmut Dammann-Tamke (CDU).

Buxtehude gehört zum Bundestagswahlkreis Stade I – Rotenburg II. 2009 wurde Martina Krogmann (CDU) direkt gewählt, die ihr Mandat 2010 nach der Übernahme Wechsels des Amtes der Bevollmächtigten des Landes Niedersachsen beim Bund abgeben musste. Bei der Bundestagswahl im September 2009 zog Serkan Tören (FDP) über die Landesliste in den Bundestag ein.

Wappen
Großes Wappen in den Stadtfarben blau und gelb

Blasonierung: Auf blauem Schild zwei schräg gekreuzte, aufwärts gerichtete goldene Schlüssel mit abgewendeten Bärten, überhöht von einem schwarzen Tatzenspitzenkreuz. Auf dem Stechhelm mit blau-goldenen Decken zwei blau-golden über Eck geteilte Büffelhörner, dazwischen angestemmt ein weiteres schwarzes Tatzenspitzenkreuz.

Das schwarze Tatzenspitzenkreuz findet sich auch im Wappen des Bistums Verden, die gekreuzten Petrusschlüssel im Wappen des Erzbistums Bremen, zu denen Buxtehude lange gehörte. Die Farben blau und gelb waren die Farben der schwedischen Staats- und Kriegsflagge bei der schwedischen Eroberung Buxtehudes im 17. Jahrhundert.

Der Siegelstempel (Typar) ist im Buxtehuder Heimatmuseum ausgestellt.

Städtepartnerschaften

Buxtehude unterhält folgende Städtepartnerschaften:

Frankreich Blagnac (Südfrankreich), seit 1985, der Ort ist ebenfalls Standort einer Airbus-Niederlassung
Deutschland Ribnitz-Damgarten (Mecklenburg-Vorpommern), seit 1990
Internationale Mitgliedschaften

Buxtehude ist Mitglied im Verein Europäische Route der Backsteingotik[20] und im Städtebund Die HANSE.[21]

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Altstadt
Städtebauliches Sanierungsgebiet

Das Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen weist die Stadt Buxtehude als Mittelzentrum mit den besonderen Entwicklungsaufgaben „Wohnen und gewerbliche Wirtschaft“ aus. Um dieses Entwicklungsziel zu erreichen, wurde das Buxtehuder Stadtzentrum seit den 1970er Jahren durchgreifend modernisiert.

1978 hat die Stadt Buxtehude eine Gestaltungssatzung zum Schutz des Stadtbildes in der Altstadt erlassen.[22]

Im Mai 2002 hat die Stadt einen Abschlussbericht zur förmlichen Sanierungsmaßnahme „Altstadt“ vorgelegt, die mit Mitteln der öffentlichen Städtebauförderung und mit privater Initiative ermöglicht worden war.[23] Von der Stadt beauftragter Sanierungsträger war die NILEG Norddeutsche Immobiliengesellschaft.

Seit 2009 steht das so genannte Rathausquartier zwischen Breite Strasse, Lange Strasse und Kirchenstrasse unter dem besonderen Schutz einer Erhaltungssatzung.[24]

Bauwerke
St.-Petri-Kirche
Das Rathaus von Buxtehude
Brauhaus (links) und Fachwerkhäuser in der Kirchenstrasse
Die umgebaute Flethmühle
Evangelische Pfarrkirche St. Petri.[25] Die dreischiffige gewölbte Backsteinbasilika mit vorgelagertem Westturm entstand gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Die Fertigstellung des Bauwerks dürfte um 1320 anzusetzen sein. Der ursprüngliche Turm wurde 1853 durch Blitzschlag zerstört. Die anschließende Wiederherstellung erfolgte nach Plänen des aus Hamburg stammenden Architekten Carl Ludwig Wimmel. In den Jahren 1898/1899 wurde die Kirche durch Karl Börgemann (Hannover) durchgreifend erneuert. Das bedeutendste Ausstattungsstück ist der nach seinem Stifter benannte Halepagen-Altar von ca. 1500 im nördlichen Seitenschiff. Die frühbarocke Kanzel ist 1674 datiert. Der Turm der St. Petri-Kirche ist das Wahrzeichen der Hansestadt Buxtehude.
Der Marschtorzwinger[26] am Liebfrauenkirchhof ist als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung erhalten und wird heute für Ausstellungen, Lesungen und andere öffentliche Veranstaltungen genutzt.
Das mittelalterliche Rathaus von 1418 wurde 1911 zusammen mit den benachbarten Wohnbauten durch einen Brand zerstört. Der jetzige Neubau entstand nach Entwürfen des Architekten Alfred Sasse (Hannover). Es handelt sich um einen Backsteinbau im Stil der Heimatschutzarchitektur mit polygonalem Eckturm. Im Inneren wurden Reste der alten Ausstattung des 16. Jahrhunderts aus dem Vorgängerbau eingefügt.
Alte Markthalle (Brauhaus), Kirchenstraße 13. Im Buxtehuder Brauhaus, 1912/1913 als Viehmarkthalle in neuromanischen Formen errichtet, wurden zwei Sorten Bier gebraut: Buxtehuder Pilsener und Buxtehuder Dunkel. Diese Biere konnten in der gleichnamigen Gaststätte getrunken, aber auch käuflich erworben werden. Das Buxtehuder Brauhaus besaß einen großen Saal und einen Wintergarten, in denen oft Musikveranstaltungen (vorwiegend Jazz) stattfanden.
Ende 2011 wurde das Brauhaus geschlossen. Im Rahmen des Baus des sogenannten Rathausquartiers werden die als Denkmal geschützten Räume als Technikräume für die neue Einkaufsgalerie für Klima- und Heizungsanlage umgenutzt.[27]
Flethmühle. Die ehemalige, im 19. Jahrhundert errichtete Getreidemühle wurde 1979 zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut.
Bürgerhäuser: Der städtebauliche Denkmalschutz konnte in der Altstadt etliche ältere Wohnbauten erhalten. Geschlossene Straßenbilder sind zwar so gut wie nicht mehr vorhanden, doch gibt der Straßenzug am Westfleth noch einen ungefähren Eindruck von der ursprünglich giebelständigen Bebauung. Die Wohnhäuser wurden fast ausnahmslos in Fachwerktechnik erstellt, Massivbauten blieben bis in das 19. Jahrhundert hinein die Ausnahme. Etliche Häuser wurden jedoch später verputzt oder gar mit massiven Fronten versehen, so dass sie heute als Steinbauten erscheinen.
Lange Straße 25 ist der einzige noch vorhandene spätmittelalterliche Steinbau der Stadt. Aus großformatigen Backsteinen über hohem Kellergeschoss errichtet, stammt er wohl aus dem zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts. Das große Spitzbogenportal zeigt ein reich profiliertes Gewände mit Tau- und Birnstäben. Das zugehörige Hinterhaus wurde 1548 als Fachwerkbau errichtet.[28]
Ebenfalls aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammen die Fachwerkbauten Abtstraße 3, Westfleth 35 sowie die Hinterhäuser von Lange Straße 37 und St. Petri-Platz 13.
Zu den besonders aufwändig gestalteten Bürgerhäusern der Stadt zählt das um 1600 entstandene Haus Fischerstraße 3, das heute dem Heimatverein gehört. Auf den gebuckelten Fußstreben finden sich reiche Flachschnitzereien. Ähnlich gestaltet ist Breite Straße 17, das etwa zur selben Zeit entstanden sein dürfte.
Abtstraße 6 war seit dem 15. Jahrhundert das Stadthaus der Erzäbte von Harsefeld. Das mit figürlichen Konsolen versehene Haus wurde 1618–1628 neu errichtet.
Im 17. Jahrhundert wurde Kirchenstraße 5 erbaut. Bei der 1977 durchgeführten Sanierung wurde die Utlucht wiederhergestellt.
Stuckdecken haben sich noch in den Häusern Westfleth 29, bezeichnet 1768 und Nr. 45 erhalten.
Westfleth 25, ein zweigeschossiger Bau mit Mansardendach entstand im ausgehenden 19. Jahrhundert. Er weist noch die alte Haustür aus der Rokokozeit auf. Auf dem hinteren Teil des Grundstückes befinden sich Reste der mittelalterlichen Stadtmauer.
Am 14. August 1911 brach im Hinterhaus des damaligen Gasthauses Koop an der Breiten Straße ein Feuer aus, dem neben dem mittelalterlichen Rathaus auch zahlreiche ältere Wohnbauten zum Opfer fielen. Dieses Areal, das sich bis zur Kirchenstraße erstreckte, wurde anschließend völlig neu bebaut. In jüngster Zeit kam es zu erneuten Eingriffen in die historische Bausubstanz. So wurden im Frühjahr 2010 in der Breiten Straße die Häuser Nr. 13 und 15 zugunsten eines Geschäftsneubaus abgebrochen, dem an der Straßenseite jedoch Fachwerkfassaden vorgeblendet wurden, die den Vorgängerbauten ähneln.
Buxtehude·Museum
Fachwerkfassade des Heimatmuseums von 1913
Hinweisschild am Ortseingang von Buxtehude mit Turm der St.-Petri-Kirche (l.) und Marschtorzwinger (r.). Darüber Hase und Igel.

Das Museum mit der aufwendigen Fachwerkfassade wurde 1911 als Museumszweckbau für die Sammlungen des 1880 gegründeten Museumsvereins (heute Heimatverein Buxtehude) von dem Seifenfabrikanten Julius Cäsar Kähler erbaut und am 9. Februar 1913 als Heimatmuseum eröffnet. 1992 wurde es durch einen Neubau, in den auch der Haupteingang verlegt wurde, wesentlich vergrößert und konzeptionell und gestalterisch modernisiert.
Das Museum vereint Regionalgeschichte und Kunst: Im Heimatmuseum wird Wissenswertes zum Märchen vom Wettlauf von Has‘ und Igel, zu Wohnkultur und alter Handwerkskunst geboten. Im Neubau werden die historische Entwicklung der Stadt und „Buxtehude in der Moderne“ vorgestellt. Die Ausstellung wird ergänzt durch zeitgenössische künstlerische Arbeiten, die sich mit der Sammlung auseinandersetzen. Im „Sakralturm“ werden christliche Kunstwerke und ihre Restaurierung im Zusammenhang moderner Konzeptkunst gezeigt. Der britische Künstler Michael Craig-Martin verwandelte 1997 die Räume in ein begehbares Gemälde.
Sehenswert sind unter anderem der mittelalterliche Passionsaltar, eine Triumphkreuzgruppe und weitere sakrale Kunstwerke. Das Buxtehude·Museum präsentiert regelmäßig Sonderausstellungen zu Kunst und regionalgeschichtlichen Themen. Zudem fungiert das Museum als Herausgeber der seit 1992 erscheinenden Buxtehuder Museumshefte.

Märchenstadt

Buxtehude ist auch als Märchenstadt bekannt. Das Märchen vom Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel von Dr. Wilhelm Schröder (später nacherzählt von den Brüdern Grimm) spielt in Buxtehude (obwohl Schröder es ursprünglich in dem ähnlich klingenden Ort Bexhövede hörte). Hase und Igel gehören mit dem Turm der St.-Petri-Kirche und dem Marschtorzwinger zu den Wahrzeichen der Stadt und sind ihre Maskottchen. Sie sind seit 1968 dargestellt als Has’-und-Igel-Brunnen, gestaltet von Fritz Fleer. Seite Ende 2007 liegt Buxtehude an der Deutschen Märchenstraße.

Erwähnt wird Buxtehude auch in vielen weiteren Kinderbüchern, so in Otfried Preußlers Kinderbuch Der Räuber Hotzenplotz, in dem der Zauberer Petrosilius Zwackelmann zu einem befreundeten Zauberer nach Buxtehude fliegt. Ferner im Bildband Hein Schlotterbüx aus Buxtehude von Barbara Bartos-Höppner oder auch in Entenlärm in Buxtehude.
In der deutschen Film-Klamotte Tante Trude aus Buxtehude von 1971 spielt die Stadt ebenfalls eine Rolle.

Bemerkenswert ist, dass in Buxtehude der Redensart zufolge die „Hunde mit dem Schwanz bellen“.[29] Einer Bronzetafel nach, die an einem kleinen Denkmal vor der Sparkasse Harburg-Buxtehude angebracht ist, handelt es sich hierbei um einen aus dem Niederländischen stammenden Ausspruch: „De Hunten bellen“, was so viel besagen soll wie „Die Kirchenglocken läuten“. Da in Buxtehude die Glocken bereits per Seilzug geläutet worden seien, als dies woanders noch per Klöppel erfolgte, sei es durch den bildlichen Vergleich des Schwanzes und des Seilzuges sowie der Niederländischen Sprache zu der Redensart gekommen, in Buxtehude würden Hunde mit dem Schwanz bellen. Diese Herleitung lässt sich jedoch nicht belegen,[30] auch haben Glocken im Holländischen nie Hunte geheißen.
Andere Quellen vermuten aufgrund des ungewöhnlichen Ortsnamens mit „x“ eine Übertragung einer ähnlichen Redensart aus Ostpreußen, die dort im Zusammenhang mit der Ortschaft „Kraxtepellen“ bekannt war.[31]

Eine weitere Anekdote ist die Geschichte des Schmiedes mit den Wunderkuren. Diese besagt, dass es in Buxtehude einen Schmied gibt, der mit Hilfe seiner Tochter die Kunst beherrscht, Membrum virile zu stählen. Man erzählt diese Geschichte, um genau jene zu verulken, die offenbar einer entsprechenden Nachbesserung der Natur bedürfen.

Jugendbuchpreis

Buxtehude verleiht jährlich den Preis für das beste erzählende Jugendbuch in deutscher Sprache, den Buxtehuder Bullen. Der Preis wurde von 1971 bis 1980 jährlich von der Buchhandlung Ziemann und Ziemann vergeben, und seit 1981 durch die Stadt. Der Preis ist zurzeit mit 5000 € dotiert. Die Jury ist paritätisch aus Jugendlichen (14-18 Jahren) und Erwachsenen besetzt.

Buxtehuder Kleinkunst-Igel

Der Kleinkunst-Igel ist ein Verein, der sich die Förderung der Kleinkunst in Buxtehude auf die Fahne geschrieben hat. Gegründet wurde der Vorläufer des Vereins unter dem Namen „Das III. Programm“. Man wollte neben den üblichen Tourneetheatern und Musikaufführungen eine „dritte Schiene“ der Kunst auf die kleineren Buxtehuder Bühnen bringen.
Heute treten durch den Kleinkunst-Igel auch bekannte Künstler wie Mathias Richling, Dieter Nuhr, Django Asül, Ina Müller oder Georg Schramm in Buxtehude auf. Für diese „Großen der Branche“ weicht man auf Buxtehudes größten Saal, die Aula der Halepaghen-Schule (599 Plätze) aus. Diese Auftritte sind meist zwei bis drei Tage nach Eröffnung des Kartenvorverkaufs ausverkauft.
Der Kleinkunst-Igel ist jedoch seinen ursprünglichen Zielen treu geblieben und fördert auch regionale oder noch unbekannte Künstler. Die Auftritte finden im Forum Süd (ca. 150 Plätze) statt.

Kulturforum am Hafen

Das Kulturforum am Hafen Buxtehude[32] wurde 2008 eröffnet und befindet sich im umgebauten Seitenflügel der Buxtehuder Malerschule. Das Baudenkmal war einst das Hauptgebäude der 1853 von dem englischen Unternehmer William Dawson errichteten Steingutfabrik. Diese wurde auf der im Jahr 1849 zur Verbesserung der Strömungsverhältnisse aufgeschütteten Insel errichtet. 1861 schloss die Fabrik ihre Pforten. Die Überreste eines alten Brennofens können die Besucher durch eine Glasscheibe im Boden betrachten.

Angeboten werden Konzerte, Kleinkunst, regelmäßige Ausstellungen, Lesungen, Workshops, Theater und Filme, wobei der größte Teil des Programms mit Eintrittsgeldern finanziert werden kann. Außerdem vermietet das Kulturforum seine Räume für Seminare an Firmen und für Privatveranstaltungen. Im erweiterbaren Kino- und Theatersaal zeigt das KIK (Kommunale Initiative Kino) Kinderkino, Filmreihen, Dokumentarfilme, Kurzfilme und Klassiker.

Theater im Hinterhof

Das Theater im Hinterhof ist eine kleine, eigenständige und nicht subventionierte Bühne in Buxtehudes Stadtteil Altkloster. Ausschließlich professionelle Künstler treten dort auf. Prinzipalin war bis zu ihrem Tod am 3. August 2010 die Sopranistin Nina Zober, geb. Menneking. Ein Förderverein sorgt seither dafür, dass das Theater weitergeführt werden kann.

Eine Königliche Nacht

Die Königliche Nacht ist eine musikalisch-literarische Open-Air-Veranstaltung auf dem St.-Petri-Platz in Buxtehude. Erstaufführung war 2005, jedoch wurde die Königliche Nacht für die zweite Aufführung am 26. August 2006 ganz und gar neugestaltet. Es handelt sich dabei um eine szenische Lesung mit Dagmar Berghoff, Wilhelm Wieben und Horst Niebuhr. Das musikalische Programm gestaltet das Jugendsinfonieorchester des Schweriner Konservatoriums unter der Leitung des jungen Dirigenten Matthias Lorenz.
Die Königliche Nacht dreht sich um die britische Königin Caroline Amalie Elisabeth (* 17. Mai 1768 in Schloss Richmond bei Braunschweig; † 7. August 1821 in London). Ihr Leichnam wurde ihrem letzten Willen gemäß nach Braunschweig gebracht und dort im Dom bestattet. Bei der Überführung wurde sie für eine Nacht in der Kirche St. Petri in Buxtehude aufgebahrt. In dem Historienspektakel geht es um Caroline als Princess of Wales – und um den zeitgeschichtlichen Kontext, etwa Buxtehudes Zugehörigkeit zum kaiserlich-napoleonischen Frankreich während der Kontinentalsperre.

International Music Festival

2010 gründeten der chinesische Pianist Zhang Hai’ou, der Präsident des Kulturforums am Hafen und ein privater Unternehmer das International Music Festival Buxtehude & Altes Land.[33] Die Philosophie des Konzertprojektes ist es, in Buxtehude einmal im Jahr an mehreren Tagen klassische Musik von jungen, hochtalentierten Interpreten aus dem In- und Ausland zu präsentieren.

Volksfeste
Buxtehuder Pistennacht

Die sogenannte Pistennacht findet seit um 1986 zweimal im Jahr, im Frühjahr und Herbst, statt, bei dem in Kneipen, Cafés, Diskotheken und Restaurants die Nacht hindurch gefeiert wird.

Pfingstmarkt in Neukloster

Im Stadtteil Neukloster findet jedes Jahr der größte Pfingstmarkt Norddeutschlands statt, zu dem über Pfingsten die viel befahrene B 73 vollständig gesperrt wird. 2012 fand die Veranstaltung zum 135. Mal statt.

Erntefest in Neukloster

Im Pfarrgarten der St.-Marien-Kirche Neukloster findet in jedem Jahr, am Erntedanksonntag, das Erntefest statt. Veranstalter ist der „Trachtenverein Neukloster von 1989“.

Buxtehuder Altstadtfest

Das Buxtehuder Altstadtfest findet jedes Jahr am zweiten Juniwochenende statt. Die Hauptbühne befindet sich in der Straße Am Geesttor. Am Sonntag findet der größte Flohmarkt der Stadt in der Fußgängerzone und den Straßen rund um das Fleth statt.

Buxtehuder Weinfest

Das Weinfest findet jedes Jahr Ende August auf dem St.-Petri-Platz statt. Winzer und Weinhändler aus Deutschland bieten ihre Produkte an. Am Freitag und am Samstag treten abends Musikgruppen auf.

Schützenfeste

Am ersten Wochenende im Juli findet alljährlich das Schützenfest der Schützengilde der Stadt Buxtehude von 1539 statt.
Am ersten August-Wochenende findet das Schützenfest des Altkloster Schützenvereins auf dem Schafmarktplatz im Ortsteil Altkloster statt.

Wirtschaft und Verkehr
Stadtmarketing

2003 wurde der Arbeitskreis Stadtmarketing gegründet, Motto: Buxtehudes Weg in die Zukunft. Ziel der Aktivitäten war es, Buxtehude als Mittelzentrum im Wettbewerb mit den umliegenden Zentren Stade, Hamburg-Harburg und Lüneburg zu stärken. Der aus dem Arbeitskreis hervorgegangene Verein Stadtmarketing e. V. wurde zum 31. Dezember 2014 aufgelöst. Die Aufgaben des ehemaligen Vereins werden seitdem von der Stadtverwaltung Buxtehude wahrgenommen.[34]

Unternehmen
Airbus Operations GmbH Elektronische Flugzeugkabinen-Systeme (früherer Name: KID-Systeme; seit 2004 firmiert auch der Buxtehuder Standort an der Lüneburger Schanze unter Airbus)
Apollo Shipping GmbH & Co. KG, Schiffsbefrachter und Schiffsmakler (gegr. 1991 in Hamburg, 2009 Umzug an die Este)
Bacardi, Hersteller von Spirituosen, zentrales Werk für den europäischen und asiatischen Markt
NSB Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft, eine der größten Reedereien in Deutschland
Pioneer (Agrarunternehmen) (u. a. Maissaatgut)
Synthopol Chemie, Hersteller von Kunstharzen
Unilever, größter europäischer Produktionsstandort innerhalb des Konzerns zur Herstellung von Duschgel und Lotionen (Markennamen u. a. Axe, Dove, Lux und Rexona)
Interpane, Hersteller von Isolierglas und Sicherheitsglas
Lada Automobile GmbH, zentrale Auslieferung der russischen Automobilmarke AwtoWas für Deutschland
Emerell GmbH, Hersteller von Heissklebefolien und Beschichtungen mittels Extrusion
Crane Payment Solutions mit der Tochter National Rejectors (NRI), einem Herstellern von Münzprüfgeräten, Geldwechslern und bargeldlosen Zahlungssystemen
miprotek GmbH, Hersteller von Automationslösungen für industrielle Fertigungsprozesse sowie für die Asphaltindustrie

Historisch waren:

Nudelfabrik der Firma Birkel.[35]
Vin & Sprit unterhielt in Buxtehude durch ihre Tochter V&S Deutschland eine Abfüllanlage, in der unter anderem Malteserkreuz Aquavit abgefüllt wurde.
Das Granini Werk im Stadtteil Altkloster wurde nach der Fusion mit der Eckes AG 1995 geschlossen.
Schweppes wurde bis in die 1990er Jahre auch in Buxtehude abgefüllt.
Bundeswehrkaserne – Nachnutzung

Bis 1994 war Buxtehude Garnisonsstadt. In der Estetalkaserne waren neben dem Fernmeldebataillon 3 auch der Stab und die Stabskompanie der 3. Panzerdivision untergebracht.
Da die Haustechnik der Kasernenanlagen veraltet war, musste das gesamte Gebiet der Kaserne nach dem Abzug der Bundeswehr mit neuen Ver- und Entsorgungsleitungen versehen werden.
Im Zuge der Konversion wurden einige der historischen Wohnblocks abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Das ehemalige Stabsgebäude wurde technisch saniert und beherbergt heute neben vielen kleineren Büros eine Musikschule und ein Fitnessstudio. In das ehemalige Gebäude des Fernmeldebataillons zog die Volkshochschule ein.
Der Gebäudetrakt 10–14 wurde durch den Verein buxbau, Förderung der Fachhochschule in Buxtehude e. V. von Studierenden zu einem Studentenwohnheim umgebaut. Die neue private Hochschule 21 baut hier ihren Studienbetrieb allmählich auf.

Verkehr
Straßenverkehr

Buxtehude ist der nördliche Ausgangspunkt der Bundesstraße 3. In west-östlicher Richtung wird Buxtehude von der Bundesstraße 73 durchquert. In Planung ist die Anbindung an Hamburg durch die A 26.

Schienenverkehr

Buxtehude hat seit 1881 einen Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Cuxhaven–Hamburg (Niederelbebahn). Buxtehude ist Haltepunkt der Metronom-Züge und der Hamburger S-Bahn. Ein weiterer Bahnhof befindet sich im Stadtteil Neukloster (nur Halt von S-Bahn-Zügen).

Seit 1928 gibt es auch eine Bahnstrecke nach Harsefeld, die Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn, deren Anlagen am Bahnhof die Bezeichnung Buxtehude Süd trugen. Diese Strecke wird heute von der EVB als Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude betrieben.

Um den Voraussetzungen für den S-Bahn-Verkehr gerecht zu werden, wurden beide Buxtehuder Bahnhöfe umgebaut; so musste u. a. die Höhe der Bahnsteige angepasst werden. An beiden Bahnhöfen entstanden Park+Ride-Anlagen. Am Bahnhof Buxtehude wurde auch ein neuer Busbahnhof gebaut, um den reibungslosen Übergang zwischen Bus und Bahn zu gewährleisten. Bauherr der Anlage sind die Stadtwerke Buxtehude.

Busverkehr

Der Stadtbusverkehr wird ebenso wie der Großteil des Regionalbusverkehrs von der KVG Stade bedient. Treffpunkt der meisten Stadt- und Regionalbuslinien ist der ZOB in Altstadt-Nähe. In Abendstunden, sowie am Wochenende (ab Samstagnachmittag) ruht der Busverkehr. Der größte Teil des Stadtbusverkehrs wird auf zwei gegenläufigen Ringlinien erbracht (2101/2102), die den Süden der Stadt erschließen. Daneben gibt es zwei Radiallinien in Richtung Hedendorf und Ovelgönne.

HVV-Verbundtarif

Seit Dezember 2004 wird der gesamte ÖPNV des Landkreises Stade und somit auch Buxtehudes zu Bedingungen des Hamburger Verkehrsverbundes HVV durchgeführt.

Linie Verlauf
Pinneberg – Thesdorf – Halstenbek – Krupunder – Elbgaustraße – Eidelstedt – Stellingen – Langenfelde – Diebsteich – Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Hammerbrook – (im Bau: Elbbrücken –) Veddel – Wilhelmsburg – Harburg – Harburg Rathaus – Heimfeld – Neuwiedenthal – Neugraben – Fischbek – Neu Wulmstorf – Buxtehude – Neukloster – Horneburg – Dollern – Agathenburg – Stade

Wasserwege, Sportboothafen

Über die Este ist Buxtehude mit der 10 km entfernten Elbe verbunden. Früher wurde diese Verbindung für den Warentransport zum Hafen Buxtehude genutzt. Durch zunehmende Versandung des Flussbettes ist der Hafen heute nicht mehr mit Schiffen erreichbar. Es existiert der Sportboothafen, der bei Niedrigwasser nahezu trockenfällt.

Verkehrsberuhigung

In einem Modellversuch 1983 wurde unter dem damaligen Stadtbaurat Otto Wicht die Innenstadt flächendeckend verkehrsberuhigt, die die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h eingeführt und Straßen mit Hilfe von Verkehrsinseln mit Blumenkübel eingeengt. Jahre später wurden dann Blumenbeete und Verkehrsinseln angelegt.[36]

Aktion Heller Weg

Seit 2005 gibt es über das ganze Stadtgebiet Buxtehudes verteilt ein Netz von „hellen Wegen“, bei dem zahlreiche Laternen auf Dauerbetrieb umgeschaltet wurden.

Medien
Zeitungen

In Buxtehude erscheint das Buxtehuder Tageblatt aus dem Zeitungsverlag Krause (Stade). Im Stader Pressehaus werden das Stader Tageblatt, das Altländer Tageblatt und das Buxtehuder Tageblatt produziert. Die Buxtehuder und die Altländer Ausgabe sind bis auf den Namen inhaltlich identisch, während die Stader Ausgabe andere regionale Schwerpunkte setzt. Chefredakteur der Dreiergruppe ist Wolfgang Stephan, der zuvor der Leiter der Buxtehuder Redaktion war. Seinen Posten in Buxtehude übernahm Rainer Schwartau.
Die Buxtehuder Redaktion des Tageblatts befindet sich in der historischen Mühle am Fleth.

In Buxtehude erscheint seit 2008 eine Regionalausgabe vom Hamburger Abendblatt. Sie berichtet täglich über das politische, gesellschaftliche und sportliche Geschehen im Landkreis Stade.

Mittwochs und samstags erscheint kostenlos für alle Haushalte das Wochenblatt Neue Buxtehuder, welches sich durch Anzeigen finanziert. Die Wochenblätter der Gruppe werden an alle Haushalte in den Landkreisen Stade und Harburg verteilt, es gibt die unterschiedlichen Regionalausgaben Neue Stader, Neue Buxtehuder, Nordheide-Wochenblatt (Buchholz) und Elbe-Geest-Wochenblatt (Winsen/Luhe). Bemerkenswert ist, dass in allen vier Ausgaben sehr viel Wert auf eine umfangreiche kommunalpolitische Berichterstattung gelegt wird, was sie von den meisten anderen Anzeigenblättern in Deutschland unterscheidet.

DasMittwochsjournal der Tageblatt-Gruppe wird an alle Haushalte verteilt. Der Schwerpunkt liegt hier auf Veranstaltungshinweisen, Tipps für den Haushalt und Berichten aus der heimischen Wirtschaft.

Die Tageblattgruppe ist seit 2008 Produzent des Internetformates Tageblatt TV. Neben einer täglichen Wettervorhersage, werden beinahe täglich Informationen aus der Region in Nachrichtenblöcken zusammengefasst.

In einigen Bereichen Buxtehudes wird der Blick aus Neu Wulmstorf verteilt, ebenfalls ein Anzeigenblatt.

Eventfunk Nord (EFN)

2004 startete der Eventfunk Nord in Buxtehude und Stade sein Programm (sog. „Veranstaltungsrundfunk“) zu besonderen Anlässen (z. B. Altstadtfest). Sendestudio war ein alter Doppeldeckerbus. Das Programm wurde über vier ISDN-Leitungen zum Telekom-Turm in Buxtehude oder Stade übertragen und dort auf der Frequenz 106,0 MHz ausgestrahlt (jeweils nur in einer Stadt). Initiator war der Buxtehuder Bodo Lorenzen, der eine Veranstaltungsagentur betreibt. Er produzierte für Buxtehuder Unternehmen Werbespots, die im Programm ausgestrahlt wurden. Die Sendeleistung war schwach, und im Süden und Südosten von Buxtehude war das Programm nur schlecht zu empfangen (wegen Interferenz mit dem starken Sender Dannenberg, Hitradio Antenne auf 106,1 MHz). Das Programm war jedoch sehr gut von Dollern bis Neu Wulmstorf zu empfangen. Ursprünglich war die Kostendeckung durch Sponsoring aus der Wirtschaft geplant. Leider war hier nicht genügend Unterstützung vorhanden, und auch die Veranstalter, für die das Konzept entwickelt wurde, zeigten kein Interesse an diesem modernen Medium. Bereits Ende 2004 wurde das Programm daher wieder eingestellt, da sich der Betrieb nicht rechnete. Die Yagi-Antennen, die den Buxtehuder Telekom-Turm zierten, sind wieder abgebaut, und in Buxtehude empfängt man ausschließlich Rundfunkprogramme, die außerhalb des Landkreises Stade abgestrahlt werden (Haupt-Senderstandorte: Hamburg, Rosengarten-Langenrehm). Die Frequenz 106,0 MHz soll mit einer Leistung von 1 kW vom Fernmeldeturm an der Buxtehuder Poststraße künftig für den niedersächsischen Privatsender Radio 21 (Deutschland) verwendet werden. Eine entsprechende Entscheidung der Landesmedienanstalt NLM erging im Juni 2012.

Öffentliche Einrichtungen
Krankenhaus

1885 gab es im Armenhaus am Wehdenhof / Moortorstraße ein kleines Krankenhaus mit 20 Betten und einem kleinen Behandlungsraum. 1929 eröffnete das Krankenhaus in der Bahnhofstraße. Dieses Gebäude wurde 2006 abgerissen.

Das Krankenhaus auf dem Bullenberg wurde 1962 eingeweiht. Ende der 1980er Jahre erfolgte der Um-, An- und teilweise Neubau, 1994 wurde zusätzlich zu den bestehenden Abteilungen für Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie/Geburtshilfe, der Anästhesie mit Intensivstation sowie der Belegabteilung für Augenheilkunde die Dermatologie mit neu errichtetem Extragebäude eingeweiht. Es umfasst heute 250 Betten und gehört zum privatwirtschaftlich geführten Klinikverbund Buxtehude-Stade (Elbe Kliniken Stade-Buxtehude).

Bildung
Schulen

Die Hansestadt Buxtehude ist Schulträgerin von

sechs Grundschulen (Harburger Straße, Altkloster, Neukloster, Hedendorf, Rotkäppchenweg, Stieglitzweg)
einer Hauptschule im Schulzentrum Süd
einer Realschule im Schulzentrum Süd
einer Integrierten Gesamtschule (IGS) im alten Gebäude des Schulzentrum Nord seit 2011
zwei Gymnasien (Halepaghen-Schule und Gymnasium Buxtehude Süd).

Die wesentlichen Aufgaben der Schulträgerin sind nach dem niedersächsischen Schulgesetz die Bereitstellung von Schulräumen, deren Unterhaltung und die Ausstattung der Schulen mit Lehr- und Lernmitteln. Die Unterstützung der Eltern- und Schülerarbeit ist ebenfalls Aufgabe der Hansestadt Buxtehude.[37]

In Trägerschaft des Landkreises Stade befinden sich

die Berufsbildenden Schulen Buxtehude mit den Schulformen
Berufsschule (BS) duales Ausbildungssystem
Einjährige Berufsfachschule (einj. BFS)
Berufseinstiegsschule
Fachoberschule (Fos)
Berufliche Gymnasien Gesundheit und Soziales, Wirtschaft und Technik[38]
sowie die Albert-Schweitzer-Schule, Förderschule Schwerpunkt Lernen

Staatlich anerkannte Bildungseinrichtungen

ist die Kalle-Gerloff-Schule (anerkannte Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe Buxtehude);
die 2006 gegründete Freie Waldorfschule Buxtehude hat seit 2012 ihren Sitz in Apensen und firmiert daher heute als Freie Waldorfschule Apensen[39]
Hochschule

Buxtehude ist bereits seit 1875 Standort einer höheren Bildungseinrichtung. Aus dem Technikum für Bauberufe entwickelte sich eine Staatliche Ingenieurakademie für Bauwesen und schließlich 1971–2005 die Fachhochschule Nordostniedersachsen.

Seit 2004/2005 setzt diese Tradition die hochschule 21 fort. An dieser nunmehr staatlich anerkannten privaten Fachhochschule mit dualen Studiengängen studierten im Wintersemester 2015/16 rund 1.000 Studierende in acht Studiengängen.

Weitere Bildungseinrichtungen
Volkshochschule (VHS) mit zweitem Bildungsweg
Die Malerschule mit Meisterausbildung für Maler und Fahrzeuglackierer, 1877 als erste Einrichtung dieser Art in Deutschland gegründet, wurde wegen stetig zurückgehender Schülerzahlen zum 31. März 2016 geschlossen.
Friedhöfe

Buxtehude verfügt über fünf städtische Friedhöfe (Waldfriedhof am Heitmanns Weg, Friedhof Eilendorf/ Immenbeck, Friedhof Ottensen, Friedhof an der Stader Straße und Friedhof am Mühlenweg). Die St. Petri-Kirchengemeinde betreibt einen kircheneigenen Friedhof in der Ferdinandstraße. Seit 2006 gibt es zusätzlich die Möglichkeit einer Naturbestattung im Neukloster Forst.

Sport
Handball

Buxtehude bezeichnet sich selbst gerne als Sportstadt. Die Frauenmannschaft des Buxtehuder Sportvereins (BSV) spielt seit der Saison 1989/1990 in der ersten Handball-Bundesliga der Frauen.

In der Saison 1993/1994 gewannen die Handballdamen des Buxtehuder SV das Endspiel des europäischen Wettbewerbs EHF City-Cup gegen Bækkelagets SK Oslo.[40] Den Challenge-Cup 2009/2010 des Europäischen Handballverbands (EHF) gewannen die Frauen des BSV am 23. Mai 2010.[41] 2003 und 2011 wurden die Handballdamen deutscher Vizemeister.

Im Mai 2015 gewann die Frauenmannschaft des Buxtehuder Sportvereins (BSV) gegen den VfL Oldenburg den DHB-Pokal.[42]

Seit dem 1. Juli 2008 ist der ehemalige DHB-Juniorinnen-Nationaltrainer Dirk Leun Trainer der BSV Handball Frauen.

Rallycross
Blick auf den Estering
Hauptartikel: Estering

Für den Motorsport- respektive Autosport-Liebhaber ist Buxtehude das deutsche Rallycross-Mekka. Im Estetal, nicht weit außerhalb und südlich der Stadt, liegt der Estering, eine permanente Rennstrecke, auf der seit dem 21. Mai 1972 unter der Leitung des Automobilclubs Niederelbe e. V. im ADAC (ACN Buxtehude) jährlich bis zu vier internationale Rallycross-Veranstaltungen stattfinden. Das letzte jeder Saison war fast immer auch der Endlauf zur FIA Rallycross-Europameisterschaft, der stets tausende Zuschauer aus dem In- und Ausland nach Buxtehude lockte. Seit 2013 wird auf dem Estering die einzige Veranstaltung der WorldRallycross-Meisterschaft in Deutschland ausgetragen.

Fußball

Die Herrenmannschaft des Buxtehuder SV spielt zurzeit in der Oberliga Hamburg des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV).[43] Der Verein mit dem größten Jugendbereich in der Stadt Buxtehude ist der TSV Eintracht Immenbeck. Weitere Vereine sind der SV Ottensen, TSV Altkloster und VSV Hedendorf-Neukloster sowie der Post SV Buxtehude.

Persönlichkeiten

Chronologisch geordnet

Ehrenbürger
Heinrich David Denicke (1827–1912), Kaufmann, Senator in Buxtehude von 1863 bis 1905
Carl-Hermann Richter (1830–1913), Kaufmann, Vorsitzender des Bürgervorsteherkollegiums von 1884 bis 1890
Friedrich Hastedt (1856–1939), Mühlenbesitzer und Nudelfabrikant, Senator von 1905 bis 1924
Wilhelm Geerken (1881–1969), Kaufmann, Bürgermeister von 1945 bis 1948
Söhne und Töchter der Stadt
Gerhard Halepaghe (1420–1485), Geistlicher, Lehrer und Stifter
Hermann Langenbeck (1452–1517), Jurist und Bürgermeister in Hamburg
Tobias Reimers (1653–1716), Jurist und Bürgermeister der Stadt Lüneburg
Johann Hinrich Röding (1763–1815), Autor eines Marinelexikons
Heinrich Denicke (1856–1943), Jurist, von 1903 bis 1924 Oberbürgermeister der damals noch eigenständigen Stadt Harburg
Otto Lemmermann (1869–1953), Agrikulturchemiker
Willy Weyhe (1878–1914), Verwaltungsbeamter
Werner Issel (1884–1974), Architekt
Hermann Blumenthal (1903–1941), Germanist und Bibliothekar
Karl Stackmann (1922–2013), Germanist
Helga Wex (1924–1986), Politikerin
Adolf Köhnken (1938–2017), Altphilologe
Harmen Thies (* 1941), Professor für Baugeschichte an der TU Braunschweig[44]
Bernd Raebel (* 1948), Jurist
Wolf-Joachim Clauß (* 1950), Generalmajor
Dieter Perlowski (* 1950), Autor
Thomas Glagow (* 1961), Musikproduzent und Radiomoderator
Jörn Staecker (* 1961), Archäologe und Tübinger Professor
Stefan Studer (* 1964), Fußballspieler und -funktionär
Stefan Kroll (* 1965), Historiker
Joern Martens (* 1968), Koch und Filmtonmeister
Alexander Mierzwa (* 1974), Handballnationalspieler und Handballtrainer
Michael Stolle (* 1974), Leichtathlet und Olympiateilnehmer
Nils Winter (* 1977), Weitspringer
Alexander Nouri (* 1979), Fußballspieler und -trainer
Marcel Eris (* 1988), Entertainer, Webvideoproduzent und Livestreamer
Jannik Löhden (* 1989), Fußballspieler
Lisa Prior (* 1990), Handballspielerin
Jasper Frahm (* 1996), Radsportler
Persönlichkeiten, die mit Buxtehude verbunden sind
Paul Halcke (1662–1731), Mathematiker, Astronom, Schreib- und Rechenmeister, starb hier
Nicolaus Rohlfs (1695–1750), Mathematiker und Astronom, ab 1731 Schreib- und Rechenmeister („Arithmetikus“) an der öffentlichen Lateinschule in Buxtehude, starb hier
Lorenz Joachim Müller (1716–1771), 1745–1762 Rektor des Buxtehuder Gymnasiums, starb hier
Heinrich Wilhelm Rotermund (1761–1848), 1786–1792 Rektor des Buxtehuder Gymnasiums
Adolf Kottmeier (1822–1905), 1851–1862 Rektor der höheren Bürgerschule, später Gründer der Rotenburger Werke der Inneren Mission
Heinrich Brüning (1836–1920), 1864–1871 Bürgermeister von Buxtehude
Arnold Lyongrün (1871–1935), akademischer Maler, Lehrer an der Staatlichen Kunstgewerbeschule Hamburg, Mitglied der Hamburgischen Künstlerschaft, zeitweise wohnhaft und tätig in Buxtehude
Rudolf Welskopf (1902–1979), deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte zeitweilig in Buxtehude und heiratete hier
Johannes Güthling (1903–1979), 1954–1969 Oberstudiendirektor der Halepaghen-Schule Buxtehude, Initiator des Buxtehuder Modells, starb hier
Wilhelm Beiglböck (1905–1963), im Nürnberger Ärzteprozess verurteilter Mediziner, ab 1952 Leitender Arzt der Inneren Abteilung des Krankenhauses in Buxtehude, starb hier
Peter Robert Hofstätter (1913–1994), Sozialpsychologe, starb hier
Winfried Ziemann (1934–2010), Begründer des Jugendbuchpreises Buxtehuder Bulle, seit 1970 in Buxtehude ansässig, starb hier
Jürgen Kurbjuhn (1940–2014), Fußballspieler, Nationalspieler, nach seiner Sportlerkarriere in Buxtehude ansässig, starb hier
Monika Wörmer-Zimmermann (* 1944), Politikerin, MdL in Niedersachsen, von 1976 bis 2003 Ratsfrau der Stadt Buxtehude
Dieter Hünerkoch (* 1944), Journalist und Kommunikationsberater, lebt in Buxtehude
Elton (Moderator), (* 1971), ist hier zur Schule gegangen
Stefanie („Steffi“) Melbeck (* 1977), Handballnationalspielerin, langjährige Spielerin beim Buxtehuder SV
Simon Sommerfeld (* 1983), American-Football-Spieler, wuchs in Buxtehude auf und machte dort Abitur
Trivia

Die Bezeichnung Buxtehude wird, vor allem in Süddeutschland, als Synonym für einen abgelegenen, ländlichen und rückständigen Ort verwendet.[45] Es gibt die Redewendungen „jemand geht nach Buxtehude“ oder gesteigert „… nach Buxtehude, wo der Pfeffer wächst“. Vermutlich gehen diese Vorurteile darauf zurück, dass für Wehrpflichtige aus Süddeutschland eine Einteilung zur Ableistung des Grundwehrdienstes in Buxtehude schon alleine wegen der großen Entfernung nicht sehr attraktiv war.

In dem Kinderbuch Der Räuber Hotzenplotz wird der Name der Stadt in Zusammenhang mit der Figur des Zauberers Zwackelmann genannt.

Siehe auch
Hude-Orte
Literatur
Deutscher Städteatlas; Band: I; 2 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis – Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Buxtehude, Autor: Heinz Stoob, ISBN 3-89115-302-3; Dortmund-Altenbeken, 1973.
Hans-Cord Sarnighausen: Nachrichten über das Amtsgericht in Buxtehude und seine Beamten vor 1865, in: Heimat und Kultur zwischen Elbe und Weser, Landschaftsverband Stade, Heft 1/2015, S. 14–18.
Margarethe Schindler: Buxtehude: Studien zur mittelalterlichen Geschichte einer Gründungsstadt (= Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Beiheft Nr. 42), Steiner Wiesbaden 1959 DNB 480962472 (Philosophische Dissertation Universität Hamburg 7. Mai 1959, 89 Seiten).
Margarethe Schindler: Blick in Buxtehudes Vergangenheit: Geschichte der Stadt. 2. Auflage, Stadtsparkasse Buxtehude 1993, DNB 950130338.
Bernd Utermöhlen (Redaktion): 1196 – 1296 – 1996 : 800 Jahre Altes Kloster und 700 Jahre St.-Petri-Kirche in Buxtehude (= Buxtehuder Notizen Nr. 6), gemeinsam herausgegeben von der Stadt Buxtehude und der Stadtsparkasse Buxtehude 1996, ISBN 3-9803270-4-3.
Siehe auch
Liste der Städte in Deutschland
Liste von Städten mit historischem Stadtkern in Deutschland
Geschichte von Hadeln und Wursten
Weblinks
 Commons: Buxtehude – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Buxtehude – Reiseführer
 Wikisource: Buxtehude – Quellen und Volltexte
Alterthümer, Geschichten und Sagen der Herzogthümer Bremen und Verden
GenWiki Buxtehude
Homepage der Hansestadt Buxtehude
Homepage des Heimatvereins Buxtehude
Privates Buxtehude Design-Projekt für Touristen
Privates Buxtehude Blog Buxtehude-Stadt
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