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Multiposting im CPC-Bereich​

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Wer im Recruiting die falschen Kanäle nutzt, verspielt die Chance auf qualifizierte Bewerber. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen und dabei Ihre Ziele erreichen.

Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Dettelbach nicht vorenthalten.

Geschichte
Restaurierter Pranger von 1674 für bös Leut.
Anleihe über 200 Mark der Stadt Dettelbach am Main vom 10. Juli 1889
Bis zum 19. Jahrhundert

Im Jahr 741 erfolgte die erste schriftliche Erwähnung, der Name der Stadt geht auf einen Franken namens Tetila zurück. Das Stadtrecht erhielt der Ort 1484 durch den Würzburger Fürstbischof Rudolf II. von Scherenberg. 1503 kam es zur Fertigstellung der Pfarrkirche St. Augustinus mit den beiden ungleichen Türmen. Drei Jahre später wurde die Wallfahrtskirche Maria im Sand errichtet und 1512 der Bau des spätgotischen Rathauses vollendet. Im Mittelalter existierte in Dettelbach „außerhalb der Stadt“ ein Leprosorium, das als Siechhaus bezeichnet wurde.[3]

Das Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, fiel 1803 (Reichsdeputationshauptschluss) an das Kurfürstentum Bayern und musste 1805 im Frieden von Pressburg dem Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen werden. 1814 wurde Dettelbach endgültig bayerisch und war bis um 1900 Landgerichtssitz.

Durch die Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 auch die heutige Gemeinde. Die Stadt war bis 1955 Sitz eines römisch-katholischen Dekanats im Bistum Würzburg.

20. und 21. Jahrhundert

Vom 30. August 1900 bis zum 2. Oktober 1960 war die fünf Kilometer lange Bahnstrecke Dettelbach Bahnhof–Dettelbach Stadt in Betrieb.

Die Stadt geriet im Februar 2016 in die Schlagzeilen, als ein Verschlüsselungstrojaner mit der Schadsoftware Teslacrypt die Server der Stadtverwaltung zeitweise lahmlegte. Trotz gegenteiliger Warnungen der Polizei zahlte die Stadt die von den Hackern geforderte Summe.[4]

Eingemeindungen

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden am 1. Juli 1972 die Gemeinden Bibergau, Brück und Effeldorf eingegliedert.[5] Mainsondheim kam am 1. Juli 1974 hinzu. Schernau folgte am 1. Januar 1976. Neusetz und Schnepfenbach wurden am 1. Januar 1978 eingemeindet. Mit der Eingliederung von Euerfeld und Neuses am Berg wurde die Reihe der Eingemeindungen am 1. Mai 1978 abgeschlossen.[6]

Jüdische Gemeinden

Auf dem heutigen Gemeindegebiet Dettelbachs existierten in der Vergangenheit mehrere israelitische Kultusgemeinden. Im 17. Jahrhundert sind Juden in Schernau und Bibergau nachgewiesen, sie wurden eines Ritualmordes verdächtigt und mussten vom Würzburger Fürstbischof verteidigt werden. Die Schernauer Gemeinde ging bald darauf ein. In Mainsondheim siedelten im Jahr 1752 die letzten Juden ins nahegelegene Mainstockheim über.

Ebenso im 17. Jahrhundert hatten sich Juden auch in Dettelbach selbst angesiedelt. Zusammen mit der Gemeinde in Bibergau bewohnten zeitweise über 250 Personen jüdischen Glaubens das heutige Gemeindegebiet. Während sich die Kultusgemeinde in Bibergau in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auflöste, bestand in Dettelbach bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 ein reges Gemeindeleben. Im September 1942 wurden die letzten Dettelbacher Juden nach Theresienstadt deportiert.

Siehe auch: Jüdische Gemeinde Dettelbach, Jüdischer Friedhof (Dettelbach) und Jüdische Gemeinde Bibergau
Politik
Stadtrat

Nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 mit einer Wahlbeteiligung von 57,8 % ergab sich folgende Verteilung der 20 Stadtratssitze:[7]

CSU SPD Freie Wähler UCW1 Mainsondheimer
Liste
gesamt
Sitze 6 3 8 1 2 20 Sitze
Stimmenanteil 30,5 % 17,4 % 37,8 % 4,2 % 10,0 % 100 %2

1 Unabhängige Christliche Wählergruppe e.V.     2 gerundet

Bürgermeister

Seit dem 12. Oktober ist 2012 Christine Konrad (Freie Wähler) Bürgermeisterin von Dettelbach. Sie wurde bei einer Wahlbeteiligung von 68,4 % mit 52,7 % der gültigen Stimmen gewählt. Sie ist qua Amt ebenfalls Mitglied des Gemeinderats. Aus den Reihen des Gemeinderats wurden für die Wahlperiode 2014–2020 Herbert Holzapfel (Freie Wähler) zum Zweiten Bürgermeister und Helmut Kapp (Mainsondheimer Liste) zum Dritten Bürgermeister gewählt.

Wappen
Blasonierung

In Silber eine rote Burg mit zwei Zinnentürmen, in deren offenem Tor ein wachsender, rot gekleideter Bischof mit silbernem Untergewand, in der Linken den goldenen Krummstab haltend, die Rechte zum Segen erhoben; darunter ein von Blau und Rot geteiltes Schildchen; oben eine schräg gestellte, eingekerbte, von Silber und Rot gevierte Fahne an goldener Stange, unten ein silberner Wellenbalken.

Wappengeschichte

Der Würzburger Bischof Rudolf von Scherenberg (1466–1495) bat Kaiser Friedrich III., Dettelbach zur Stadt zu erheben. Die Stadtrechte wurden darauf 1484 verliehen. Aus dem Jahr 1498 ist ein Siegelabdruck bekannt, dessen Darstellung bereits das Wappen zeigt und das sich im 15. und 16. Jahrhundert in vorhandenen Bauplastiken und Wappenbüchern kaum verändert hat. Die Burg mit den Zinnentürmen ist ein Hinweis auf den Begriff Stadt.
Die von Rot und Silber gevierte Fahne im kleinen Wappenschild ist das Würzburger Fähnlein des Hochstifts Würzburg. Der Abt im Wappen weist ebenfalls auf das Hochstift Würzburg hin, das die Stadtherrschaft bis zum Ende des alten Reichs 1803 ausübte. Der Wellenbalken steht als redendes Symbol für den Ortsnamenteil -bach. In den Jahren um 1920 wurde öfter nur der kleine Wappenschild als Stadtwappen verwendet. Auch Hupp hat dieses kleine Wappen in seinem Wappenbuch als Stadtwappen dargestellt. Das Wappen wird seit 1498 geführt.

Städtepartnerschaften

Dettelbach unterhält folgende Partnerschaften:

Osterreich Österreich: Poysdorf (seit 1986)
Italien Italien: Rufina (seit dem 29. Juli 2006)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Spätmittelalterliches Rathaus von Dettelbach
Die Wallfahrtskirche Maria im Sand in Dettelbach

Die mittelalterliche Stadtbefestigung mit Gräben, 52 Türmen und fünf Stadttoren ist in ihrem Verlauf trotz Abrissen fast vollständig erhalten, am eindrucksvollsten im nördlichen und östlichen Bereich. Schon im 19. Jahrhundert wurden drei der fünf Stadttore dem Straßenverkehr geopfert. Sehr gut erhalten sind das Brücker Tor im Norden und das Faltertor an der Nordostecke der Stadtmauer.

Ebenso mittelalterlich sind die engen Gassen und Fachwerkhäuser. Besonders sehenswert sind das spätgotische Rathaus und das Ensemble rund um den kleinen Marktplatz unterhalb der Stadtkirche. Nach einer Sage soll der Baumeister das Rathaus so geplant haben, dass drei Menschen, ohne sich zu sehen, das Rathaus gleichzeitig betreten können (Freitreppe, Durchfahrt, von der Westseite). Unterhalb der Stadtkirche kann noch ein Pranger mit Sockel und Eisenbügel und der Inschrift „für bös Leut“ besichtigt werden.

Seit 1616 bis 31. Januar 2017[8] bestand an der Wallfahrtskirche Maria im Sand ein Franziskanerkloster zur Betreuung der Wallfahrt.

Eine besondere örtliche Gebäck-Spezialität sind die Muskatzinen, die mit schleifenförmigen Holzmodeln aus dem Teig ausgestochen, dann gebacken werden und die in den beiden Konditoreien/Cafés der Stadt erhältlich sind. Bis weit in die 70er-Jahre war auch ein Gebäckstück in Form einer Judensau in einer örtlichen Bäckerei erhältlich, welches ebenfalls mit einer Modelform ausgestochen wurde.[9]

Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche St. Augustinus
Wallfahrtskirche Maria im Sand
Spätgotisches Rathaus
Hornsches Spital in der Spitalgasse
Die gesamte Altstadt
Baudenkmäler
Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Dettelbach
Museen
Museum der Heimatgruppe Haslau und Umgebung im Kirchnerhaus
Handwerkermuseum im Faltertor
Museum Dettelbach – Pilger & Wallfahrer im KUK Dettelbach
Spaziergänge

Der 2005 eröffnete Skulpturenweg Pilgervolk führt von der Altstadt zur Wallfahrtskirche.

Entlang der Stadtmauer verläuft ein Weg rund um die Altstadt vom Süden (Ortseinfahrt von der Staatsstraße 2450) zum Faltertor im Nordosten bis zur Stadtkirche im Zentrum.

Ein 2009 eröffneter Sagen- und Mythenweg führt südwestlich der Staatsstraße 2450 von der Egerländer Straße durch die Weinberge bis zur Straße Am Spielberg. Im Verlauf von zwei Kilometern werden auf zwölf Schautafeln Rebsorten, Lagen der Dettelbacher Weingüter, Windschutzhecken, Prall- und Gleithang des Mains, ökologischer Weinbau und wissenswertes (Sagen und Mythen) aus Dettelbach vorgestellt. Der Grenzstein „Sieben-Köpfe-Marter“ nach der Hälfte des Weges stellt auf seiner Schmalseite die Sage von der Köpfung von sieben Aufständischen dar.

Dettelbacher Muskatzine
Eine einzelne Dettelbacher Muskazine

In der Hochblüte der Dettelbacher Wallfahrt, am Anfang des Historismus, überlegte der Dettelbacher Zuckerbäcker Urban Degen, was er den Wallfahrern anbieten könne. Er komponierte ein Gebäck aus Muskat und mehreren Gewürzen und gab diesen den Namen Muskatzine. Da Urban Degen sehr eitel war und als bestangezogener Zuckerbäcker der Gegend galt, gab er den neuen Gebäck die Form einer gebundener Krawattenschleife. Er schnitzte sich eine Holzform mit denen er den Teig die Form der Muskatzine brachte. Urban Degen erfand die Muskatzinen 1850. Gerald Degen: und übertrug das Rezept vor seinem Tod an seine Dettelbacher Berufskollegen mit der Auflage die Originalrezeptur nur an ihre direkten Nachfolger weiter zu geben.[10] Die Dettelbacher Muskazine ist eine Gebäckspezialität aus Dettelbach, die in der Form einer Krawattenschleife (Fliege) gestaltet ist. Ihr Name stammt von der Haupt-Zutat Muskat. [11] Weitere Zutaten sind Honig, Mandeln, Marzipan, Zucker, Nüsse, Mehl sowie weitere Gewürze (Nelken, Zimt, Kardamom) und Backpulver. Muskazinen werden ganzjährig hergestellt.

Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft

Die Landwirtschaft ist stark vom Weinbau geprägt (ca. 200 Hektar) und verfügt über die Weinlagen Dettelbacher Honigberg, Dettelbacher Sonnenleite, Dettelbacher Berg-Rondell.[12] Weitere wichtige Agrarerzeugnisse sind Obst, Zuckerrüben und vermehrt Raps und Sonnenblumen zur Ölgewinnung.

Zu Dettelbach gehört der an der Grenze zum Landkreis Würzburg liegende Mainfrankenpark, der unter anderem ein Multiplex-Kino, ein 3-D-Kino (im ehemaligen IMAX-Gebäude), ein Bowling-Center und diverse Restaurants zu bieten hat. Neben den Freizeitstätten bietet der Mainfrankenpark Gewerbeflächen für unterschiedliche Unternehmen. Ein weiteres, älteres Industriegebiet (Industriegebiet Ost) liegt direkt vor den Toren der Stadt am Main. Hier werden hauptsächlich Baustoffe erzeugt.

Von Bedeutung ist auch der Fremdenverkehr, der mit Beginn der Wallfahrten zu Maria im Sand, eine 500-jährige, ungebrochene Tradition hat. Heute gewinnen allerdings Fahrradtouristen und Weinliebhaber an Bedeutung.

Tourismus

Dettelbach gilt als beliebtes Ferienziel im Landkreis Kitzingen. Um den Tourismus in der Region weiter zu stärken, wurden Die gastlichen Fünf gegründet, zu welchen neben Dettelbach noch die Gemeinden Gerolzhofen, Volkach, Kitzingen und Iphofen gehören. In der Stadt gibt es ein Angebot von 350 Gästebetten in Hotels, Privatzimmern und Ferienwohnungen.

Verkehr

Dettelbach wird von der Staatsstraße 2450 durchquert. Der Bahnhof Dettelbach liegt etwas außerhalb des Kernortes nahe der Staatsstraße 2450 an der Bahnstrecke Nürnberg–Würzburg.

Abgebaut wurde die ehemalige Bahnstrecke Dettelbach Bahnhof–Dettelbach Stadt über Bibergau. Zwischen Bibergau und Dettelbach Stadt verläuft in der Talsenke ein direkter asphaltierter, landwirtschaftlicher Weg, der an Sonntagen für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist und dann als Wanderweg genutzt werden kann.

Die Stadt liegt am Main. An der Gemarkungsgrenze verlaufen die Autobahnen A 3 (Ausfahrten Dettelbach Ost und West) und A 7. Diese treffen sich am Biebelrieder Kreuz. Ebenfalls in der Nähe verlaufen die Bundesstraße 8 und die Bundesstraße 22.

Über die Mainfähre Mainsondheim ist Dettelbach mit dem Ortsteil Mainsondheim verbunden.

Schulen

In Dettelbach befinden sich eine Grund- und Hauptschule, die Rudolf-von-Scherenberg Volksschule sowie eine überörtliche Realschule, die staatliche Realschule Dettelbach. Die nächsten Gymnasien sind das Egbert-Gymnasium in Schwarzach (sechs Kilometer) und das Armin-Knab-Gymnasium in Kitzingen (zehn Kilometer).

Sport

Dettelbach verfügt über mehrere Tennisplätze, einen Fußballplatz, einen Sandplatz für Beachvolleyball, eine Mehrzweckhalle mit Kegelbahn und ein Schwimmbad. Auf der gegenüberliegenden Mainseite in der eingemeindeten Ortschaft Mainsondheim befindet sich ein 18-Loch-Golfplatz. Die flachen Fahrradwege am Ufer des Mains werden auch häufig von Inline-Skatern genutzt, auf dem Main kann man mit geliehenen Kanus fahren (Kanuverleih).

Bilder aus Dettelbach

Reste der Stadtbefestigung

Falterstraße

Katholische Stadtpfarrkirche St. Augustinus

Brücker Tor

Faltertor

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
1895: Friedrich Roth (1847–1927), Pfarrer von 1885 bis 1895 in Dettelbach
1896: Luitpold Baumann (1844–1919), Abgeordneter und Bürgermeister, der für den Bahnanschluss der Gemeinde sorgte
1925: Konrad Lippert (1847–1927), Pfarrer von 1896 bis 1925 in Dettelbach
1958: Burkard Weissenberger (1885–1962), Pfarrer von 1937 bis 1958 in Dettelbach
Mit Dettelbach verbunden
Augustin Bossi (1740–1799), italienischer Stuckateur, wohnte in Dettelbach
Söhne und Töchter der Stadt
Paulus (Münsterschwarzach) († 1505), deutscher Benediktinerabt
Johann Simon Bauermüller (1679–1737), deutscher Mediziner und Anatom
Franz Christoph von Rothmund (1801–1891), deutscher Chirurg
Michael Schmerbach, genannt „Bachel“ (1824–1886), Arzt, Zeichner, Schriftsteller und Herausgeber
Georg von Breunig (1855–1933), bayerischer Staatsminister der Finanzen
Michael Adalbero Fleischer CMM (1874–1963), Bischof in Südafrika
Rudolf von Roman (1893–1970), geboren in Schernau, General der Artillerie
Ela Weber (* 1966), deutsch-italienische Ansagerin und Moderatorin
Susanne Glanzner (* 1977), Schriftstellerin
Literatur
Hans Bauer: Sagen und Geschichten aus Dettelbach. Verlag Dr. Josef H. Röll, Dettelbach, 1999, ISBN 3-89754-143-2.