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Multiposting im CPC-Bereich​

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Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Diedrichshagen nicht vorenthalten.

Geschichte
Diedrichshagen

Diedrichshagen wurde 1271 erstmals als thom Diderichshagen urkundlich erwähnt, als Herzog Barnim I. dem Kloster Eldena den Besitz von sechs Hufen in diesem Ort bestätigt. Wahrscheinlich bestätigt er damit ein Geschenk von Graf Konrad von Gützkow an das Kloster.[2][3] Aus der Folgezeit sind zudem die Bezeichnungen Dyetricheshagen (1280), Diderikeshaghen (1285), Dyderykeshaghen (1347), Diderkeshaghen (1462) und 1630 schließlich erstmals Diedrichshagen belegt.[4][5]

Der Ort ist eine typische deutsche Rodungssiedlung. Der Name geht, wie bei vielen anderen Orten auch, auf den Gründer der Siedlung (den Lokator) während der deutschen Ostexpansion zurück.

1275 und 1280 erhielt das Kloster weitere zwei Hufen von den von Behr, damit hatte das Kloster insgesamt lt. einer Urkunde von Bischof Hermann schon 17 Hufen aus Dietrichshagen. 1282 kam ein weiteres Geschenk mit vier Hufen und 1320 mit 10 Hufen der Grafen von Gützkow aus Dietrichshagen für das Kloster hinzu.[6]

Das Dorf gehörte zum Kloster „Hilda“ (Kloster Eldena), es richtete im Ort ein landwirtschaftliches Vorwerk ein. Nach der Säkularisation von 1534 war es erst herzogliches Domäne, die Herzöge übergaben es dann aber ab 1634 an die Universität Greifswald. Diese verpachtete das Vorwerk, auch Schäferei oder Gut genannt, damit diente es der Finanzierung der Einrichtung.

Diedrichshagen gehörte im 19. Jahrhundert zum Kirchspiel Groß Kiesow. Diedrichshagen hatte 1865 129 Einwohner, im Ort waren 1 Schule, 7 Wohnhäuser und 12 Wirtschaftsgebäude. Es wurde auch ein Schafbestand von 1200 Tieren genannt.

Gut Diedrichshagen wurde zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg aufgesiedelt. In den 1930er Jahren entstanden so mehrere kleine Bauernwirtschaften.
Die Bodenreform gab es deshalb in Diedrichshagen nur eingeschränkt (Großbauern und NS-Enteignungen sind möglich).

1887/88 wurde nördlich von Diedrichshagen ein städtisches Wasserwerk für Greifswald gebaut;[7] hiernach heißt die nördlichst gelegene Straße der Gemeinde „Am Wasserwerk“.

Im Ortsteil Diedrichshagen sind die ehemalige Schule (heute Gemeindezentrum) und die Bauernstellen aus den 1930er Jahren gut erhalten. Nach 1990 wurden zwischen diesen Gehöften zahlreiche Häuser verschiedenen Stils gebaut worden.

Ein zum Ort gehörendes Forsthaus wurde um 1900 erbaut und befindet sich im Waldgebiet nordöstlich von Diedrichshagen.

Im Ort befindet sich der Hauptsitz des „Zweckverbandes Wasser und Abwasser Boddenküste (ZWAB)“, zuständig für die Gebiete der Ämter Züssow, Landhagen und Lubmin.

Seit 2011 verläuft dicht an Diedrichshagen von Nordost nach Südwest die Erdgasleitung NEL von Lubmin in Richtung Westen.

Guest
Dorfstraße in Guest

Guest wurde erstmals 1249 als Gustin urkundlich genannt. Diese Urkunde ist aber nur ein Regest, die nicht als zuverlässig gilt. Erst 1658 wurde der Name „Güst“ verwandt, der aktuelle Namen wurde 1806 erwähnt.[5]

Nach einer anderen Deutung wurde Guest erst 1349 in einer Urkunde der Gützkower Grafen genannt.[8]

Der Name Guest (manchmal auch Güst geschrieben) ist dagegen offenbar die „Eindeutschung“ eines früheren (älteren) slawischen Ortsnamens (vermutlich Gustin o. ä.). Möglicherweise ist es eine Verballhornung, denn güst bedeutet im Niederdeutschen so viel wie unfruchtbar, trocken oder nicht trächtig, was die Bodeneigenschaften der meisten Flächen um den Ort charakterisiert.
In der schwedischen Vermessungskarte (Matrikelkarte) wurde der Name als Just geschrieben. Der Name bedeutet im slawischen so viel wie dicht, was sich auf den umliegenden Wald bezog, der erst durch die frühdeutschen Hagensiedlungen gerodet wurde.

Bei den Erstnennungen des Dorfes waren die Besitzer die Familie von Behr. Um 1600 gehörte das Gut dann der Familie Schmachtshagen. Als dieses Geschlecht 1656 erlosch, fiel der Besitz an den Lehnsherren – die schwedischen Könige zurück. Im Dorf gab es neben den Gutsarbeitern in ihren Katen nur einen Bauern und den Krüger (Gastwirt). 1747 erwarb dann wieder die Familie von Behr das Gut, die es aber 1776 an Hauptmann von Horn verkaufte. Aber schon 1784 verkaufte er es wieder und bis 1865 (Bericht Berghaus) und wohl auch danach wechselten laufend die Besitzer, es war damit ein so genanntes Walzengut.

Guest gehörte zum Kirchspiel Weitenhagen. Es hatte 1865 105 Einwohner, 7 Wohnhäuser, 1 Fabrikgebäude (Mühle) und 10 Wirtschaftsgebäude. Eine Besonderheit des Gutes war die große Schafherde mit 930 Tieren.

Das Gut Guest bestand bis 1945. 1945 richtete die Rote Armee hier ein Pferdelazarett ein, denn mit Pferden wurden im Nahbereich gut die Hälfte aller Transporte abgewickelt. Dadurch wurde das Gut Guest erst ein paar Jahre später aufgeteilt (wahrscheinlich 1948 oder 1949).
Es entstand danach entsprechend der Bodenreform eine Neubauernsiedlung neben dem Gutshof, die von Flüchtlingen bzw. Umsiedlern vorwiegend aus Ostpreußen errichtet wurde.

In Guest sind neben dem denkmalgeschützten Speicher (jetzt Kindergarten) auch das zum Mietshaus umgebaute Gutshaus und mehrere kleine Gebäude gut erhalten. Die stattlichen Ställe wurden durch die TLG Immobilien beseitigt, um die Flächen für Wohngrundstücke zu veräußern. Trotz inzwischen neu hinzugekommener Gebäude sind die Strukturen des früheren Gutes und der Siedlung noch erkennbar. In Guest gibt es einen kleinen Gutspark und Reste eines alten Gutsobstgartens.

Gemeindegebiet

Nach dem Dreißigjährigen Krieg gehörte dieser Teil Pommerns in den Jahren 1648–1815 zu Schweden und kam danach an Preußen.

Bereits nach 1952 entstanden in beiden Ortsteilen kleine Genossenschaften (LPG), die sich bald zusammenschlossen. Infolge der Bildung immer größerer landwirtschaftlicher Komplexe gehörten die Orte Diedrichshagen und Guest in den 1970er und 1980er Jahren zu den beiden LPG Pflanzenproduktion und Tierproduktion in Groß Kiesow.

Bis in die 1980er Jahre war etwa die Hälfte der Einwohner in der Landwirtschaft beschäftigt, die anderen überwiegend in der nahen Stadt Greifswald. Heute arbeiten nur noch einzelne Personen in der privatisierten Landwirtschaft, die meisten, sofern nicht arbeitslos, pendeln nach Greifswald, einige arbeiten in örtlichen Handels- und Dienstleistungsbetrieben.

Sehenswürdigkeiten und Kultur
Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Diedrichshagen
Nordöstlich von Diedrichshagen am Waldrand liegt ein bronzezeitlicher Schälchenstein. Dieser Kultstein aus Granit hat sechs verschieden große Schälchen, er ist 1,2 m lang, 0,85 m breit und 0,58 m hoch.
Das Dorfkino Diedrichshagen macht Programmkino als Teil des Mobilen Kinos „Filmklub Güstrow“ und als regionale Vertretung des Landesverbandes Filmkommunikation Mecklenburg-Vorpommern.
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Dietrichshagen selbst ist aber Standort von Gewerbebetrieben.

Verkehr

Durch die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 109. Die Bundesautobahn 20 ist über die etwa 20 Kilometer entfernte Anschlussstelle Gützkow erreichbar. Die Bahnstrecke Berlin–Angermünde–Stralsund tangiert das Gebiet im Westen, der nächste Bahnhof liegt in Greifswald, ein Haltepunkt in Groß Kiesow.

Kurz vor Guest zweigt von der Bahnstrecke Berlin–Stralsund ab den 1970er Jahren der Streckenabschnitt zum KKW Lubmin ab, der durch das Gemeindegebiet verläuft. Seit 1990 ist der Streckenabschnitt aber nur noch wenig frequentiert, nimmt aber wegen des neuen Abzweiges von 2012 nach Vierow zum Hafen wieder zu.

Parallel zur B 109 verlief nördlich von 1897 bis 1945 die Kleinbahnstrecke der Kleinbahngesellschaft Greifswald-Wolgast (KGW). Diedrichshagen hatte an der heutigen Tankstelle einen Haltepunkt.

Persönlichkeiten
Wilfried Krüger (* 1947), Musiker (Hornist)
Literatur
Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen, IV. Teils Band II, Anklam 1868, S. 436 u. 543, Google bücher.
Weblinks
 Commons: Diedrichshagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Gemeinde Diedrichshagen
Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern: Diedrichshagen im SIS-Online. Statistisches Informationssystem.