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Geschichte
Vorgeschichte
Eichstätter Exemplar des Archaeopteryx

Vor etwa 150 Millionen Jahren war hier der nördliche Rand des Jurameeres mit Korallenriffen und Lagunen, auf deren Grund sich Kalk in Schichten als Plattenkalk ablagerte. Eingeschlossene Tier- und Pflanzenreste blieben als Fossilien erhalten, unter anderem Juravenator und Archaeopteryx, von dem einige Exemplare in Eichstätter Steinbrüchen gefunden wurden. Nach Ende der Weichsel/Würm-Kaltzeit wurde das mittlere Altmühltal durch die Urdonau, in diesem Abschnitt auch Altmühldonau genannt, geschaffen. Dabei blieben versteinerte Korallenriffe als markante Steinformationen erhalten und prägen noch heute die Jurahänge. Die ersten Spuren von Menschen in der Gegend von Eichstätt werden auf das 10. Jahrtausend v. Chr. datiert.

Frühgeschichte und Altertum

Bereits in der Hallstattzeit (8. bis 6. Jahrhundert v. Chr.) und der Zeit der Kelten (Latènezeit ab 5. Jahrhundert v. Chr.) befand sich eine kleine Ansiedlung ungefähr an der Stelle des Domes, die den Namen Eistedd (vermutlich aus dem Keltischen: Wohn- oder Versammlungsstätte) trug. Zwischen 80 und 260 n. Chr. war Eichstätt Teil der Provinz Raetia und beherbergte eine kleine Römersiedlung (Villa rustica), deren Lage nördlich oder nordöstlich des Doms vermutet wird. Zwar wurden im Dombereich römische Funde gemacht, römische Baureste wurden jedoch nicht gefunden.[2] Nördlich von Eichstätt verlief der Limes. Dieser wurde in den Jahren 213, 233 und 259 von den Alemannen gestürmt und die Römer zogen sich über die Donau zurück.

Mittelalter

Um 740 n. Chr. errichtete Winfried Bonifatius ein Kloster und Willibald von Eichstätt wurde zum ersten Bischof im Bistum Eichstätt ernannt. Um 880 wurden die Gebeine der Schwester des hl. Willibald, der hl. Walburga, von Heidenheim nach Eichstätt überführt; an ihrem Grab wurde 1035 ein Benediktinerinnen-Kloster gegründet, das bis heute Wallfahrtsziel ist. Diese Heilige wird nahezu weltweit verehrt. Im 8. Jahrhundert gehörte Eichstätt politisch dem Nordgau an.[3] Am 5. Februar 908 verlieh König Ludwig IV. dem Bischof Erchanbald das Markt-, Münz- und Zollrecht sowie das Recht zur Ummauerung. „Eihstat“ durfte sich 1042 „civitas“ (Stadt) nennen. Im Jahr 1003 schlug der deutsche König Heinrich II. einen Aufstand von Heinrich von Schweinfurt nieder. In der Folge wurde der Nordgau in Teilgrafschaften aufgelöst. Die Gebiete um Eichstätt kamen zum Graf Berengar.[4] 1205 erhielten die Grafen von Grögling-Hirschberg Vogteirechte. Eichstätt wurde zur Residenzstadt der Grafschaft Hirschberg. Überregional bekannt wurde der Arzt und, ein bedeutendes Regimen sanitatis verfassende, Schriftsteller Konrad von Eichstätt (* um 1275; † August 1342), Sohn des Eichstätter Stadtrichters Hiltbrand.[5] Konrad, 1327 mit dem „Zehnten zu Piburch“ von Bischof Gebhard von Eichstätt belehnt, betrieb zudem in Eichstätt eine Badestube, die 1341 zum Brauhaus umfunktioniert wurde.[6] Von 1305 bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts herrschten die Bischöfe von Eichstätt über Stadt und Hochstift Eichstätt. Das Hochstift war von 1500 bis 1806 Teil des Fränkischen Reichskreises innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Hexenverfolgung in Eichstätt

Hauptartikel: Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt

Von 1582 bis 1723 wurden im Hochstift Eichstätt mindestens 241 Menschen, 211 Frauen (88 %) und 30 Männer (12 %), wegen des Verdachts auf sogenannte Hexerei angeklagt und verhaftet. 222 (195 Frauen, 27 Männer) von ihnen wurden nachweislich in Hexenprozessen zum Tode verurteilt und hingerichtet, darunter Kunigunde Sterzl, Eva Hohenschildin und Helena Schneckin. Für die übrigen ist die Hinrichtung entweder bisher nicht sicher belegt oder sie starben während der Haft oder wurden wieder freigelassen. Die Hauptphase der Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt dauerte von 1617 bis 1630 und fiel in die Regierungszeit des Fürstbischofs Johann Christoph von Westerstetten. In diesen 14 Jahren sind mindestens 185 Verhaftungen und Prozesse und 167 Hinrichtungen von 141 Frauen und 26 Männern wegen Hexerei nachweisbar, davon kontinuierlich jedes Jahr zwischen vier und 25 (1620) Todesurteile. Die letzte bisher bekannte Hinrichtung wegen Hexerei fand in Eichstätt 1723 statt.

Neuzeit
Ansicht Mitte des 19. Jahrhunderts

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die als „Hochburg des Katholizismus“ geltende Stadt von den Schweden erobert und geplündert. Am 12. Februar 1634 wurden weite Teile der heutigen Innenstadt fast völlig zerstört. Bis Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte der barocke Wiederaufbau der Stadt durch Graubündener und italienische Baumeister, vor allem Gabriel de Gabrieli. Durch die Säkularisation 1802/03 und den Friede von Pressburg 1805[7] kam die Stadt zuerst für drei Jahre zum Kurfürstentum Salzburg und im Dezember 1805 zu Bayern. 1817 bis 1833 war Eichstätt Hauptstadt der bayerischen Mediatherrschaft Fürstentum Eichstätt, das die Herzöge von Leuchtenberg innehatten.

Im 19. Jahrhundert verlor Eichstätt seine Eigengerichtsbarkeit an Ingolstadt. Die kirchliche Gerichtsbarkeit, das Offizialat hat allerdings noch heute Bestand.[8] Um 1900 wurde am Ort, direkt gegenüber dem unteren Bahnhof eine eigene Justizvollzugsanstalt mit historischem Kopfbau errichtet, die mit Erweiterungsbauten seither ununterbrochen genutzt wird.

Seit 1926 gibt es eine Polizeikaserne, die die heutige 2. Bereitschaftspolizeiabteilung (II.BPA) nebst Ausbildungskompanie beherbergt.

Während des Nationalsozialismus war Bischof Konrad Graf von Preysing das einzige katholische Bistumsoberhaupt in Deutschland, das sich gegen das 1933 vom Heiligen Stuhl und der Reichsregierung vereinbarte Reichskonkordat wandte. Zwischen 1939 und 1945 befand sich in der Ostenvorstadt von Eichstätt das Kriegsgefangenenlager Oflag VII B. Außerdem war die Willibaldsburg in Eichstätt von Oktober 1944 bis Januar 1945 Standort eines Außenlagers des Konzentrationslagers Flossenbürg, dort waren 22 Häftlinge untergebracht. In Eichstätt gab es keine Todesopfer.[9]
Im Stadtbereich von Eichstätt gab es, im Gegensatz zu den umliegenden Gemeinden und Städten, keine nennenswerten Kriegsschäden durch alliierte Angriffe.

Mit der bayerischen Gebietsreform 1972 wechselte Eichstätt, das seit 1838 zum Regierungsbezirk Mittelfranken gehört hatte, nach Oberbayern.

Seit 2011 wird der neue Stadtteil Spitalstadt zwischen Bahnhofsgelände und Altmühl errichtet.[10] Er soll Raum für Dienstleistungs- und Einzelhandelsunternehmen, Verwaltungseinrichtungen, Wohnungen, ein Hotel und einen neuen Busbahnhof bieten. Die ersten Gebäude wurden 2014 fertig gestellt[11], der neue Busbahnhof 2015.[12]

2014 wurde Eichstätt der Titel Fair-Trade-Stadt verliehen.[13]

Zwei Stolpersteine in der Luitpoldstraße

Seit Mai 2015 befinden sich auf dem Eichstätter Stadtgebiet sieben Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.[14]

Siehe auch: Liste der Stolpersteine in Eichstätt
Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Landershofen und Wasserzell eingegliedert.[15] Am 1. Januar 1974 kam Marienstein hinzu. Buchenhüll und Wintershof sowie kleine Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Pietenfeld folgten am 1. Mai 1978.[16]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1840 8.453
1871 8.586
1900 9.488
1925 9.782
1939 10.092
1950 12.879
1961 12.484
Jahr Einwohner
1970 12.958
1987 11.978
1991 12.362
1995 12.163
2003 13.100
2004 12.986
2005 12.964
Jahr Einwohner
2006 13.721
2007 14.050
2008 14.103
2009 13.835
2010 13.788
2011 13.189
2012 13.146
Jahr Einwohner
2013 13.155
2014 13.300
2015 13.407

Politik
Stadtrat

Stadtratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 57,75 %

 %403020100

38,31 %21,59 %21,31 %12,73 %6,06 %

CSUSPDFWGrüneÖDP
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2008
 %p   6   4   2   0  -2  -4  -6  -8-10

-8,85 %p
+2,97 %p+2,68 %p+4,24 %p-1,04 %p
CSUSPDFWGrüneÖDP

Für die Verteilung der 24 Sitze wurde bei der Stadtratswahl am 16. März 2014 folgendes Ergebnis erzielt:[17]

Partei Prozent Sitze G/V
CSU 38,31 % 9 − 3
SPD 21,59 % 5 + 1
GRÜNE 12,73 % 3 + 1
FW 21,31 % 5 + 1
ödp 6,06 % 2 ± 0

Bürgermeister und Oberbürgermeister

1825–1847: Joseph Holl
1847–1849: Carl Nar
1849–1885: Georg Fehlner
1885–1896: Karl Schneider
1896–1919: Eduard Mager
1919–1934: Otto Betz
1934–1938: Walter Krauß
1938–1944: Edgar Emmert
1944–1945: Hans Rösch
1945–1948: Romuald Blei
1948–1949: Richard Jaeger, CSU
1949–1951: Romuald Blei
1951–1976: Hans Hutter, CSU
1976–1994: Ludwig Kärtner, CSU
1994–2012: Arnulf Neumeyer, SPD
seit 2012: Andreas Steppberger, FW

Städtepartnerschaften
Italien Vestenanova (Italien)
Tschechien Kratzau/Chrastava (Tschechien)
Weitere Partnerschaften
Indien Pune (Indien) (Partnerdiözese)
Patenschaft
Tschechien 1953 übernahm die Stadt Eichstätt die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt Kratzau im Kreis Reichenberg im Sudetenland.
Wappen

Blasonierung: „In Rot aus grünem Bogenschildfuß wachsend eine durchgehende schwarzgefugte silberne Stadtmauer mit zentralem offenem steingefassten Tor, von zwei gezinnten silbernen Butterfasstürmen flankiert, dahinter ein stilisierter symmetrischer grüner Eichbaum mit zwei sich gabelnden Ästen, fünf Blättern und sechs goldenen Eicheln.“

Ein Siegel der Stadt wird bereits im Jahre 1256 erwähnt. Das älteste erhaltene Siegel befindet sich an einer Urkunde vom Jahre 1304 und zeigt obenstehendes Wappen.

Der Ort Eichstätt wird erstmals 740 in Zusammenhang mit der Bistumsgründung als „Eihstat“ erwähnt. 908 erreichte Bischof Erchanbald von König Ludwig IV. dem Kind das Markt-, Münz- und Zollrecht sowie das Recht, eine Burg zu bauen. Die Bezeichnung Stadt (civitas) findet sich zuerst auf Münzen des Bischofs Heribert (1022–1042), dann in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. aus dem Jahre 1080. Auf diese Erhebung zur Stadt nimmt das Wappen durch die Abbildung der Stadtummauerung Bezug. Da man den Namen „Eichstätt“ als „Eichenstätte“ deutete, wurde in das Wappen eine Eiche aufgenommen; das Eichstätter Wappen ist also ein „redendes Wappen“, das den Namen des Ortes erklärt.

Bildung und Kultur
Universität und Schulen
Schulzentrum Schottenau

In Eichstätt hat die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt ihren Hauptsitz. Daneben gibt es hier zahlreiche Schulen, so das musische Gabrieli-Gymnasium, das sprachlich und naturwissenschaftlich-technische Willibald-Gymnasium, die Teilhauptschule II Eichstätt-Schottenau, die Montessori-Schule Eichstätt mit Primar- und Sekundarstufe, die Maria-Ward-Mädchenrealschule und die Knabenrealschule Rebdorf der Diözese Eichstätt, die Grundschulen Am Graben und St. Walburg, die Staatliche Berufsschule, das Förderzentrum Eichstätt, die FOS/BOS, sowie die Fachakademie für Sozialpädagogik.[18]

Vereine, die regelmäßig öffentliche Bildungsmaßnahmen anbieten, sind die Volkshochschule, das Katholische Bildungswerk im Landkreis Eichstätt, das KEB-Diözesanbildungswerk Eichstätt, das Bildungswerk des Katholischen Frauenbundes, das Kolping-Bildungswerk/Erwachsenen-Bildungswerk Eichstätt, der Bürgernetzverein Altmühltal (AltmuehlNet) und der Musikschulverein.

Bibliotheken
städtische Bücherei
Zentralbibliothek der Katholischen Universität von Günter Behnisch
drei weitere Teilbibliotheken der KU
Museen
Harthof bei Eichstätt mit dem Museum Bergér
Jura-Museum in der Willibaldsburg (u. a. ein fossiler Archaeopteryx aus Solnhofen).
Museum Bergér im Harthof bei Eichstätt [19]
Museum für Ur- und Frühgeschichte auf der Willibaldsburg (Regionalgeschichte Steinzeit bis Frühmittelalter)
Informationszentrum Naturpark Altmühltal
Diözesanmuseum mit Domschatz
Veranstaltungen

Es finden jährlich weit über 500 öffentliche Veranstaltungen unterschiedlichster Couleur in Eichstätt statt, z. B. die Walburgi-Dult, Konzerte der Eichstätter Stadtkapelle, Jura Massive, Veranstaltungen auf der Kleinkunstbühne „Im Gutmann“, die Dom-Konzerte, Veranstaltungen des Eichstätter Domchors, Orgelmusik am Mittag, Eichstätter Seminarkonzerte, Orgelkonzerte in der Erlöserkirche, Veranstaltungen des Eichstätter Kammerorchesters, Schola Gregoriana im Dom, Veranstaltungen des Blechbläserensembles Stahlblosn, das Musikfestival Open Air am Berg, der Volksmusiktag, das Fliegerfest, Märkte, Veranstaltungen der Universität, jährliche Sprachschulen der studentischen Flüchtlingsinitiative tun.Starthilfe usw.[20]

Sport
Liqui-Moly-Stadion

In Eichstätt existieren zahlreiche Sportvereine. Am bekanntesten ist der VfB Eichstätt mit seiner Fußballsparte, die nach der Meisterschaft in der Bayernliga Nord 2017 seit der Saison 2017/18 in der Fußball-Regionalliga Bayern spielt. Beheimatet ist der Verein im Liqui-Moly-Stadion, das 2090 Zuschauer fasst.

Daneben existiert die DJK Eichstätt, der Boxclub Eichstätt, eine Sektion des Deutschen Alpenvereins, der Tennisclub Rot-Weiß Eichstätt, der FC Sportverein Türk Gücü Eichstätt, der Fliegerclub Eichstätt, die JFG Region Eichstätt, der Polizei-Sportverein Eichstätt, der Sportverein Marienstein, der Schachclub Eichstätt, der Eichstätter Tanzsportclub, die Kgl. Priv. Feuerschützengesellschaft Eichstätt, der Schützenverein Rebdorf Marienstein, der Sportclub Wasserzell und der Voltigierverein Eichstätt.[21] Darüber hinaus bietet auch die Katholische Universität ein vielfältiges Sportprogramm an.

Religionen

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Dom, Westfassade
Dom innen
Willibald-Statue von Loy Hering im Dom
Katholische Kirchen
Dom mit Mortuarium
Schutzengelkirche (ehemalige Jesuitenkirche)
Pfarrkirche Hl. Familie
Pfarrkirche St. Johannes Baptist (Rebdorf; ehemalige Rebdorfer Klosterkirche)
Kapelle Maria Hilf (Westenstraße)
Marienkapelle auf dem Frauenberg
Heilig-Geist-Spitalkirche
Friedhofskapelle Maria Schnee, 1711 am Ostenfriedhof neu gebaut
Vierzehn Nothelfer Kirche in Wasserzell
Kirche Hl-Kreuz in Wintershof
St. Benedikt Landershofen
Wallfahrtskirche St. Marien Eichstätt-Buchenhüll
ehemalige Dominikanerkirche St. Peter und Paul (sakrale Wiedernutzung seit Dezember 2007)
Klöster und Kirchliche Ausbildungsstätten
Existierende Klöster bzw. klösterliche Gemeinschaften
Kloster- und Pfarrkirche St. Walburg (Benediktinerinnen)
Kapuzinerkloster mit der ehemaligen Kapuzinerkirche Hl. Kreuz und einem Hl. Grab
Kloster Rebdorf der Missionare vom Heiligsten Herzen Jesu, genannt: Herz-Jesu-Missionare
Kloster der Missionarinnen Christi im Stadtteil Rebdorf
Salesianum Rosental – Kloster der Oblaten des hl. Franz von Sales
Congregatio Jesu, vormals Institut der Englischen Fräulein
Franziskanerinnen von Maria Stern in Eichstätt-Marienstein, Kinderdorf
Schwestern vom Göttlichen Erlöser = Niederbronner Schwestern im Caritas-Altenheim St. Elisabeth
Schwestern von der Schmerzhaften Mutter im „Haus der Begegnung“, Notre-Dame-Weg 2
Säkularinstitut der Schönstätter Marienschwestern im Kinderhaus der Dompfarrei
Ehemalige Klöster
Dominikanerkloster und Dominikanerkirche St. Peter
Kloster und Klosterkirche Notre Dame du Sacré Cœur
Augustiner-Chorfrauen-Kloster Marienstein im Ortsteil Marienstein
Heilig-Geist-Konvent
Augustiner-Chorherren-Kloster Rebdorf
Collegium Willibaldinum, Jesuitenkolleg Eichstätt
Bruderhaus St. Sebastian in der Spitalvorstadt
Schottenkloster (heute Kapuzinerkloster)
Weltpriesterliche Ausbildungsstätten
Collegium Willibaldinum, das Bischöfliche Priesterseminar der Diözese Eichstätt
Collegium Orientale, ein Studienkolleg, das Angehörigen der mit Rom unierten katholischen Ostkirchen, der byzantinisch-orthodoxen und der orientalisch-orthodoxen Kirchen offensteht. Die Studenten sind im Gebäude des ehemaligen „Kleinen Seminars“ des Priesterseminars Eichstätt untergebracht; dort gibt es die „Heilig Geist Kapelle“, eine neobyzantinische Kapelle aus dem Jahre 1998.[22]
Andere Religionsgemeinschaften
Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche (Erlöserkirche) am Übergang des Leonrodplatzes zum Residenzplatz
Islamischer Gebetsraum an der Weißenburger Straße
Königreichssaal der Zeugen Jehovas im Gewerbegebiet des Stadtteils Wintershof
Ehemaliger jüdischer Gebetsraum in einem Bürgerhaus der Pfahlstraße
Ehemalige Neuapostolische Kirche in Marienstein
Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Eichstätt
Burgen und Schlösser
Willibaldsburg
Ehemalige fürstbischöfliche Residenz (Der Residenzplatz ist ein barockes Bauensemble von selten geschlossener Erhaltung.)
Ehemalige fürstbischöfliche Sommerresidenz (heute Verwaltungsgebäude der Kath. Universität)
Plätze
Residenzplatz mit Mariensäule
Marktplatz mit Willibaldsbrunnen
Pater-Philipp-Jenningen-Platz
Residenzplatz:
Der Residenzplatz wurde im 18. Jahrhundert durch den fürstbischöflichen Baumeister Gabriel de Gabrieli geschaffen. An diesem Platz ist auch der Hauptsitz verschiedener öffentlicher Einrichtungen in historischen Gebäuden, wie u. a. das Landratsamt und weitere Behörden, die Caritas sowie eine Außenstelle der Flüchtlings-Erstaufnahmeeinrichtung München im ehemaligen Gebäude der Maria-Ward-Realschule.
Marktplatz:
Am Marktplatz befinden sich das Rathaus, der Willibaldsbrunnen, die Reste der Collegiata-Pfarrkirche und das mittelalterliche Gebäude-Ensemble Paradeis.
Leonrodplatz:
Am Leonrodplatz befinden sich die Schutzengelkirche und ein barockes Ensemble (u. a. Collegium Willibaldinum).
Domplatz:
Der Domplatz befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom, dem Dom-Augusta-Haus und der ehemaligen Johannis-Kirche.
Pater-Philipp-Jenningen-Platz:
An diesem Platz findet sich das Bischöfliche Palais und der Ulmer Hof, welcher heute die Theologische Fakultät und die Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit sowie die Teilbibliothek 1 der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt beherbergt.
Kardinal-Preysing-Platz:
Der Kardinal-Preysing-Platz grenzt an die ehemalige Reitschule, in der heute Hörsäle und die Teilbibliothek 2 Aula der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt untergebracht sind. Außerdem liegt das Gebäude der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG-Zentrum) an diesem Platz.
Franz-Xaver-Platz:
Der Franz-Xaver-Platz konnte im Zuge der Neugestaltung der Kernstadt neu geschaffen werden. Früher gehörte dieser zum Bahnhofsgelände, diente dem Umschlag von Schwer- und Schüttgütern bspw. Importkohle oder lokalen Steinbrucherzeugnissen. Heute befinden sich dort Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen sowie Wohnungen.
Bahnhofplatz:
Ebenfalls im Zuge der Neugestaltung der Kernstadt wurde auch das zuvor als improvisierter Busbahnhof genutzte Areal vor dem Bahnhofsgebäude neu gestaltet.
Historische Gebäude
Altes Stadttheater

Eichstätt, im Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt geblieben, weist eine Vielzahl historischer Gebäude auf, neben Burg, Residenz, Kirchen, Klöstern und Domherrenhöfen u. a.:

Bischöfliches Palais (gegenüber dem „Ulmer Hof“)
„Ulmer Hof“, Kanonikerhof, dann Willibald-Gymnasium, heute Teilbibliothek der Universität
Jesuiten-Gymnasium, später Haus des Kath. Kasinos, heute eines der Verwaltungsgebäude des Bistums Eichstätt
Bischöfliches Ordinariat (gegenüber der Schutzengelkirche)
Collegium Willibaldinum, früher Jesuitenkolleg, heute Priesterseminar
Rathaus (davor der Willibaldsbrunnen)
Mittelalterliche Wohngebäude neben dem Rathaus (heute zum Teil Café) aus dem 13. Jahrhundert
Orangerie (heute EDV-Zentrum der Universität)
Altes Waisenhaus (heute Journalistengebäude der Universität)
Gabrieli-Haus (heute Wohn- und Geschäftshaus)
Cobenzlschlösschen mit Gartenpavillon (1864–1964 Gaswerk; heute u. a. kommunal genutzt)
Linding-Mühle in der Westenvorstadt (heute Haus der K.D.St.V. Alcimonia Eichstätt)
Stadtmauer mit Türmen (nicht begehbar/besteigbar)
Altes Stadttheater (nach Entkernung als städtisches Veranstaltungshaus und Kino völlig neu gestaltet)
Siechhof (in Privatbesitz)
Ehemalige „Johanniskirche“, heute „Haus des Gastes“ (städtischer Ausstellungsraum)
Notre Dame du Sacré Cœur, ehemaliges Kloster und Klosterkirche, heute Sitz des Informationszentrums Naturpark Altmühltal und Ausstellungsraum.
Katholisches Gesellenhaus (Kolping-Haus)
Teile der 1818 abgerissenen gotischen Kollegiat- bzw. Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau“ am Marktplatz (ehemals Volksbank; heute universitäre Nutzung)
Getreidekasten des mittelalterlichen Bruderhauses St. Sebastian (heute Wohnhaus)
Ehemaliges kgl. bay. Zuchthaus (heute Justizvollzugsanstalt)
Jurahäuser: im gesamten Stadtgebiet und insbesondere in den historischen Vorstädten befinden sich zahlreiche Exemplare dieses regionalen Haustyps mit ihrer gedrungenen Form, der flachen Dachneigung und dem charakteristischen Kalkplattendach. Gebäude mit steilerer Dachneigung sind auch häufig mit Zwicktaschen gedeckt.
Parks und Gärten, Friedhöfe
Pavillon im Hofgarten
Bastionsgarten auf der Willibaldsburg
Hofgarten an der Sommerresidenz mit barocker Ausstattung
Neu angelegter Bastionsgarten über die Pflanzenwelt des „Hortus Eystettensis“ (botanisches Prachtwerk von Basilius Besler) auf der Willibaldsburg
Ehemaliger Westenfriedhof mit St. Michaelskapelle
Ostenfriedhof

Da Eichstätt Sitz oder zumindest Niederlassung einiger Ordensgemeinschaften ist, haben auch diese einzelne Friedhöfe in der Stadt Eichstätt. Der Hauptfriedhof der „Region Bayern“ der Oblaten des hl. Franz von Sales befindet sich in südöstlicher Richtung des Salesianums Rosental.

Weitere Ordensfriedhöfe sind z. B. an der Abtei St. Walburga oder im Kloster Rebdorf zu finden.

Moderne Kunst und Architektur
Schmetterlingshaus in der Pfahlstraße
Figurenfeld im Hessental
Mehrere Gebäude von Karljosef Schattner, u. a. die Pfarrkirche Heilige Familie an der Kipfenberger Straße oder die Neugestaltung des Innenraums des Ulmer Hofes
Mahnmal für Opfer der Hexenverfolgung an der Henkerskapelle auf dem Hochgericht am ehemaligen Galgenberg[23]
Galerie des Kipfenbergers Malers Carl Otto Müller („Cézanne des Altmühltales“) im Landratsamt
Schmetterlingshaus von Marc Köschinger (diese Kunstaktion existiert nicht mehr)
Wirtschaft und Infrastruktur

Auf wirtschaftlichem Gebiet ist Eichstätt vor allem bekannt durch die Natursteinindustrie. In den Steinbrüchen der Umgebung werden die Solnhofener Platten (bekannt durch die Lithographie) und der Jura-Marmor gewonnen. Der Blumenberg bei Eichstätt ist der Fundort eines der wohl berühmtesten Fossilien der Welt: das so genannte Berliner Exemplar des Urvogels Archaeopteryx.
Eichstätt ist mit einer Arbeitslosenquote von 1,3 % (Stand: Juni 2017) die Stadt mit der geringsten Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland. Es herrscht Vollbeschäftigung.

Verkehr
Straße

Die Bundesstraße 13, die von Würzburg über Ansbach und das Fränkische Seenland nach München führt, verläuft in West-Ost-Richtung durch das Stadtgebiet von Eichstätt. Diese Bundesstraße bindet die Universitätsstadt an die nahegelegene Großstadt Ingolstadt und damit auch an das Autobahnnetz an. Die Zufahrt von Eichstätt zur Bundesautobahn 9 in Fahrtrichtung München erfolgt wahlweise über die Anschlussstellen Lenting oder Ingolstadt-Nord. Darüber hinaus ist Eichstätt über die B 13 und die Anschlussstelle Ansbach auch an die Bundesautobahn 6 angebunden. Über die Jura-Hochstraße gelangt man von Eichstätt aus nach Kinding im Altmühltal und hat damit Richtung Norden, also Richtung Nürnberg Anbindung an das deutsche Fernstraßennetz. Außerdem verbindet die Jura-Hochstraße den östlichen Landkreis Eichstätt mit der Kreisstadt. Die Staatsstraße Richtung Titting und Thalmässing verbindet die Bischofsstadt mit dem nordwestlichen Landkreis und auch darüber hinaus mit Nürnberg. Weiterhin besteht über die nahe gelegene Ausfahrt Pietenfeld an der B 13 Anbindung Richtung Süden, also Richtung der Nachbarkreisstadt Neuburg an der Donau. Von dort aus besteht die Möglichkeit, über die Bundesstraße 16 nach Regensburg bzw. nach Donauwörth und ebenso nach Ulm zu fahren. Von Neuburg aus ist Eichstätt auch an Augsburg und das schwäbisch-bayerische Voralpenland angebunden. Von Eichstätt aus erreicht man auch auf Kreis- und Staatsstraßen die Orte Kipfenberg (vom Osten Eichstätts aus), Dollnstein (vom Westen Eichstätts aus) und Solnhofen.

Siehe auch: Liste Eichstätter Straßennamen
Bahn
Bahnhof Eichstätt Stadt
Hauptbahn Ingolstadt–Eichstätt Bahnhof–Treuchtlingen (KBS 990): Stundentakt nach München und Treuchtlingen/Nürnberg, in der Hauptverkehrszeit zusätzlich Halbstundentakt nach Ingolstadt
Nebenbahn Eichstätt Bahnhof–Eichstätt Stadt (KBS 991): Zubringerfahrten zur Hauptstrecke Ingolstadt–Treuchtlingen

Der Bahnhof Eichstätt Bahnhof liegt etwa sechs Kilometer außerhalb der Stadt. Der zentrumsnah gelegene Haltepunkt Eichstätt Stadt befindet sich direkt neben dem zentralen Busbahnhof und soll demnächst erneuert werden.[24]

ÖPNV

Der innerstädtische Nahverkehr wird seit 1992 von einem eigenen Stadtbusnetz abgewickelt. Der Betreiber der Stadtlinie ist die vor Ort ansässige Firma Jägle Verkehrsbetriebe GmbH (JVB) sowie die Stadtwerke Eichstätt. Die Stadtlinie Eichstätt bedient auf vier Hauptlinien und einer Ergänzungslinie das gesamte Stadtgebiet im Halbstundentakt und gehört mit etwa 600.000 Fahrgästen pro Jahr zu den erfolgreichsten Stadtverkehren in einer Kleinstadt in Deutschland überhaupt. Neben der Stadtlinie Eichstätt gibt es auch noch das Angebot eines Fernbusses nach Ingolstadt. Vor allem Studenten der Universität und Arbeiter und Angestellte Ingolstädter Firmen nutzen dieses Angebot.[25]

Verschiedene Nahverkehrsunternehmen aus der Region haben sich in der Verkehrsgemeinschaft Altmühltal zusammengeschlossen.

Luftverkehr

Einen Kilometer südlich der Kernstadt besitzt Eichstätt den Flugplatz Eichstätt mit einer 715 Meter langen Rollbahn und eigener Tankstelle. Dieser ist allerdings bisher nur in mehreren unzusammenhängenden 100-Meter-Stücken teilbefestigt. Dies schränkt die Tragfähigkeit auf Maschinen unter 2 bzw. 5 Tonnen Fluggewicht stark ein. Er wird deshalb nur gelegentlich von einigen Freizeitfliegern und der Luftrettungsstaffel Bayern genutzt. Eine regelmäßige Personenbeförderung oder eine Frachtabfertigung finden dort nicht statt.

Hilfsorganisationen

In Eichstätt befinden sich mehrere Hilfsorganisationen. Das Bayerische Rote Kreuz ist mit einem Kreisverband in Eichstätt vertreten. Der Malteser Hilfsdienst hilft dem BRK aus und betreut zusätzlich noch Sterbende und Angehörige von Schwerstbehinderten in einer ambulanten Hospizhilfe. Neben den beiden Rettungsdiensten gibt es noch die Freiwillige Feuerwehr der Großen Kreisstadt Eichstätt. Ebenso gibt es das Technische Hilfswerk, das mit einem Ortsverband in Eichstätt vertreten ist. Für die Diözese Eichstätt existiert auch ein Caritasverband.

Medien
Logo des Eichstätter Kuriers

In Eichstätt erscheint als Tageszeitung der Eichstätter Kurier, als Zeitschrift unter anderem das Eichstätter Journal.

Informationen rund um Eichstätts Universität bietet das Studentenradio Radio Pegasus montags um 20 Uhr auf der Frequenz des Ingolstädter Radiosenders Radio Galaxy.

Die kirchliche Hörfunkproduktionsstätte radio k 1 ist in Eichstätt angesiedelt und sendet auch auf den Frequenzen von Radio IN wöchentlich ihre Programme aus.

Einen direkten Lokalfernsehsender gibt es nicht, teils berichtet aber auch der nahegelegene Ingolstädter Fernsehsender intv – der infokanal über Eichstätt.

Das Landratsamt Eichstätt sowie die Diözese Eichstätt betreiben in Eichstätt Medienausleihstellen.

Ebenso ist Eichstätt Sitz mehrerer Verlage, darunter der Verlag Siegfried Sporer jun und der Eichstätter Verlag. Daneben gibt es noch verlagsähnliche Einrichtungen, z. B. den universitätseigenen Verlag oder den Jura-Verlag Eichstätt/Dollnstein.

In Eichstätt wird die Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt im Willibaldsverlag produziert.

Überregionale Bedeutung hat der Franz-von-Sales-Verlag, der maßgeblich von der Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales (kurz: OSFS) getragen und finanziert wird. Dieser gibt seit vielen Jahren das Magazin Licht heraus, eine Zeitschrift für die Salesianische Spiritualität.

Sender Wintershof

Von einem Füllsender der Deutschen Telekom (48° 54′ 10,9″ N, 11° 9′ 45,3″ O48.90302777777811.162583333333) im Eichstätter Stadtteil Wintershof werden folgende Frequenzen ausgestrahlt:

Frequenz 
(in MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
99,1 Radio IN RADIO_IN D71B Eichstätt 0,1 ND H
106,6 Antenne Bayern _ANTENNE_ D318 0,5 ND H

Unterhalb des Senders Wintershof betreibt der Bayerische Rundfunk einen eigenen kleinen Füllsender. Er wird international auch „Sender Eichstätt/Schönblick“ genannt wegen des nahe gelegenen Rundblicks über Eichstätt und einer benachbarten Gaststätte. (48° 54′ 4″ N, 11° 9′ 40,5″ O48.90111111111111.16125):[26]
Von ihm werden international koordiniert folgende Sender ausgestrahlt, von denen aber bisher nur eine Frequenz freigeschaltet ist (fett geschrieben).[27]

Frequenz 
(in MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
89,1 Bayern 1 BAYERN_1 bzw. BR_1_OBB geplant Oberbayern bzw. Südbayern 0,01 ND H
89,9 Bayern 2 BAYERN_2 bzw. BR_2_SUED geplant Oberbayern bzw. Südbayern 0,01 ND H
91,5 Bayern 3 BAYERN_3 D313 0,01 ND H
93,3 BR-Klassik BR-KLASSIK geplant 0,01 ND H

Unternehmen
Hotel Schönblick

In Eichstätt sind mehrere Unternehmen ansässig. Als touristisch geprägte Stadt sind Einzelhandels-, Hotel- und Gastronomiebetriebe vorherrschend. Die Leuchtmittelhersteller Osram und Ledvance unterhalten ein Werk im Industriegebiet. Bereits seit 1492 existiert die ortsansässige Privatbrauerei Hofmühl. Die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt hat einen Sitz in der Gabrielistraße.

Garnison

Eichstätt fungierte in der Vergangenheit auch als Militärgarnison. Bis 1890 befand sich dort das 3. Jägerbataillon, anschließend bis 1919 das III. Bataillon des 13. Infanterieregiments der Königlich Bayerischen Armee. Nach der Gründung der Wehrmacht 1935 stand in Eichstätt ein Bataillon des Infanterieregiments 63.

Haftanstalt
JVA Eichstätt, ab Juni 2017 die zentrale Abschiebehaftanstalt Bayerns

In Eichstätt existierte bis 2016 die im Jahre 1900 in Betrieb genommene Justizvollzugsanstalt Eichstätt mit einer Belegungsfähigkeit von bis zu 88 Personen. Nach dem Beschluss der bayerischen Staatsregierung, die Abschiebehaftanstalt in Mühldorf am Inn an einen zentraleren Ort in Bayern zu verlegen, wurde die JVA geschlossen und umgebaut.[28][29] Ab Juni 2017[30] wird sie nach mehreren Verzögerungen als zentrale Abschiebehaftanstalt Bayerns in Betrieb gehen. Im Zuge dessen gründete sich auch ein überparteiliches Aktionsbündnis gegen Abschiebehaft Eichstätt, das u. a. am 14. Mai 2017 eine Demonstration gegen Abschiebehaft organisierte.[31]

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
1930: Georg Wohlmuth (1865–1952), Priester, Professor und Politiker
27. November 1949: Maria Anna Benedicta von Spiegel (1874–1950), 1926–1950 Äbtissin von St. Walburg
1967: Joseph Schröffer (1903–1983), 1948–1967 Bischof von Eichstätt[32]
Alfons Fleischmann (1907–1998), 1972–1976 Gründungsrektor der Kirchlichen Gesamthochschule Eichstätt
Alois Brems (1906–1987; in Eichstätt geboren und gestorben), 1968–1983 Bischof von Eichstätt
24. Februar 2005: Konrad Regler (1931–2012), 1970–1996 Landrat des Landkreises Eichstätt
21. Februar 2008: Karljosef Schattner (1924–2012), Architekt, Diözesanbaumeister
8. Januar 2014: Franziska Kloos (* 1942), seit 1985 Äbtissin von St. Walburg[33]
Söhne und Töchter der Stadt
Konrad von Eichstätt (* um 1275 oder letztes Viertel des 13. Jahrhunderts; † August 1342), Arzt, Badehausbetreiber und Schriftsteller[34]
Konrad Kyeser (1366 – nach 1405), Edelmann und Kriegstechniker des mittelalterlichen Europas
Erhard Bauer († 1493), Stadtbaumeister von Eger (u. a. St. Nikolaus)
Caritas Pirckheimer (1467–1532), Äbtissin in Nürnberg in der Reformationszeit
Willibald Pirckheimer (1470–1530), Humanist
Kunigunde Sterzl (um 1544 – 1620), Opfer der Hexenverfolgung
Caspar Adelmann (1641–1703), Jesuit und Lehrer
Philipp Jeningen (1642–1704), Jesuit, Volksmissionar und Mystiker
Balthasar Adelmann (1645–1713), Jesuit und Lehrer
Joseph Adelmann (1648–1693), Jesuit und Hochschullehrer
Johann Baptist Gegg (1664–1730), Weihbischof des Bistums Worms und Titularbischof von Trapezopolis
Lorenz Krach (um 1724 – 1805), Burgkommandant
Anton Fils (1733–1760), Komponist
Johann Ignatz Balthasar Pick(e)l (1736–1818), Jesuit, Mathematiker, Astronom, Physiker und Altertumsforscher
Christian Wink (1738–1797), Münchner Hofmaler
Marquard Adolph Barth (1809–1885), Mitglied Frankfurt Nationalversammlung, Reichstag und Landtag
Raymund Schlecht (1811–1891), Theologe, Direktor des Schullehrerseminares Eichstätt, Musikwissenschaftler und Choralforscher
Max von Widnmann (1812–1895), Bildhauer und Nachfolger Schwanthalers als Professor an der Akademie der Bildenden Künste in München (1849–1887)
Heinrich von Buz (1833–1918), Techniker und Industrieller
Hermann von Sicherer (1839−1901), Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer
Ludwig von Welser (1841–1931), Verwaltungsbeamter im höheren Dienst, Regierungspräsident
Edmund Harburger (1846–1906), Münchner Zeichner und Maler
Adolf Gelius (1863–1945), Stadtbaumeister in Mainz
Erich Emminger (1880–1951), Reichsjustizminister von 1923 bis 1924
Friedrich Gruber (1883–1971), Politiker, Oberbürgermeister von Ingolstadt
Lothar Debes (1890–1960), Generalleutnant der Waffen-SS und SS-Gruppenführer
Franz Kolbrand (1892–1952), Buchillustrator des 20. Jahrhunderts
Hans Schneider (1921– 2017), Antiquar und Musikverleger
Traugott Scherg (1936–2017), Politiker (CSU)
Hartwig Bauer (* 1942), Chirurg
Raimund Wünsche (* 1944), Klassischer Archäologe
Wolfgang Sellinger (* 1949), Konzeptkünstler und Galerist
Franz Hawlata (* 1963), Opernsänger (Bass)
Thomas Böhm (* 1964), römisch-katholischer Theologe
Günther Knör (* 1965), Naturwissenschaftler
Michael Paulwitz (* 1965), Historiker und Journalist
Tobias Barnerssoi (* 1969), Skirennläufer und Sportreporter
Thomas Paulwitz (* 1973), Historiker und Journalist
Anna Knauer (* 1995), Radrennfahrerin
Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen
Papst Viktor II. (Gebhard von Dollnstein-Hirschberg) († 1057), fünfter deutscher Papst 1055–1057
Bischof Gundekar II. (1019–1075), Reichs- und Kirchenpolitiker, (Sarkophag in der Johannes-Kapelle des Domes). Er wird als Seliger verehrt. Das unter ihm geschaffene Pontifikale Gundekarianum ist eine seltene Geschichtsquelle.
Domherr Bernhard Adelmann von Adelmannsfelden († 1523), 1515 Stifter des Sebastiansbruderhauses
Loy Hering (* 1484/85), Bildhauer aus Kaufbeuren, Ratsmitglied und Bürgermeister in Eichstätt
Eva Hohenschildin (1584–1620) in den Hexenprozessen unter Fürstbischof Johann Christoph von Westerstetten hingerichtet
Elias Holl (1573–1646), Baumeister aus Augsburg, Architekt der Willibaldsburg
Jakob Engel (Giacomo Angelini) (1632–1714), Festungsbaumeister und Fürstbischöflich Eichstättischer Hofbaudirektor
Karl Engel, (* vor 1664-† nach 1702), Bruder von Jakob Engel, Schreiner- und Baumeister (1675 Seitenaltäre von St. Walburg)
Meta Forkel-Liebeskind, (1765-1853), Schriftstellerin und Übersetzerin
Gabriel de Gabrieli (1671–1747), Fürstbischöflich Eichstättischer Hofbaudirektor
Franz de Gabrieli (1688–1726), Bruder von Gabriel de Gabrieli, Stuckateur in Eichstätt
Adam Emanuel de Gabrieli (1715–1785), Sohn von Gabriel de Gabrieli, Jesuitenprofessor, Spitalpfarrer in Eichstätt
Mauritio Pedetti (1719–1799), Fürstbischöflich Eichstättischer Hofbaudirektor
Johann Anton III. Freiherr von Zehmen (1715–1790), Fürstbischof von Eichstätt
Franz Seraph A. Widnmann (1765–1848), Arzt und Pionier der Homöopathie, Leibarzt des Fürstbischofs, ab 1817 Leibarzt von Eugène de Beauharnais
Anton Gmelch (1821–1905), Lehrer an der Lehrerbildungsanstalt Eichstätt, Liechtensteinischer Landtagsabgeordneter
Johann Evangelist von Pruner (1827–1907), Kapitularvikar des Bistums Eichstätt
Franz Xaver Witt (1834–1888), Kirchenmusiker, Komponist, Reformer, Gründer des allgemeinen deutschen Cäcilienvereines, 1870–1871 Domkapellmeister von Eichstätt
Heinrich Federer (1866–1928), Priester, Schweizer Dichter, 1888 Student in Eichstätt
Max von Sachsen (1870–1951), Studium, Priesterweihe und Kaplanstätigkeit in Eichstätt, Ostkirchenforscher
Heinrich Ullmann (1872–1953), Architekt, Denkmalpfleger, Maler und Fotograf, erster Lobbyist für den Erhalt der Jurahäuser, die Willibaldsburg war eines seiner Lieblingsmotive, 1919 Erwerb des Schlösschens Inching
Cesare Orsenigo (1873–1946 in Eichstätt), von 1930 bis 1945 apostolischer Nuntius in Deutschland, Nachfolger von Pius XII. (Eugenio Pacelli) als Apostolischer Nuntius im Deutschen Reich
Karl Friedrich Lippmann (1883–1957), Kunstmaler, 1943–1955 in Eichstätt
Ingbert Naab (1885–1935), Kapuzinerpater, Gegner des Nationalsozialismus
Valentin Müller (1891–1951), rettete 1944 die Stadt Assisi vor der Zerstörung.
Fritz Burkhardt (1900–1983), Münchner Maler und Grafiker der „Neuen Sachlichkeit“, 1914–1920 Schüler in Eichstätt
Alois Wünsche-Mitterecker (1903–1975), Künstler, Schuf die Figuren für das Figurenfeld im Hessental als Mahnmal gegen Krieg und Gewalt
Edmund Aigner (1903–1978), Münchner Maler, als Schüler in Eichstätt
Edmund Endl (1922–2013), Architekt, ehemaliger Landbaudirektor; u. a. Wiederherstellung der historischen Gestalt des Residenzplatzes.
Karljosef Schattner (1924–2012), Architekt, Diözesanbaumeister
Wolfram Menschick (1937–2010), 1969–2002 Domkapellmeister, Domorganist und Diözesankirchenmusikdirektor am Dom zu Eichstätt
Karl Röttel (* 1939), Autor und Grenzsteinforscher
Alexander Rauch (* 1943), Kunsthistoriker, Denkmalpfleger, Autor der Denkmälerliste Stadt Eichstätt, Forschung zur Wiederherstellung des Residenzplatzes.
Matthias Schlüter (* 1952), Bildender Künstler
Christoph Kühn (* 1963), Studium, Priesterweihe 1990 in Eichstätt, Diplomat des Heiligen Stuhls, seit 2012 Domkapitular in Eichstätt
Michael Gurski (* 1979), Fußballspieler beim VfB Eichstätt
Eichstätter Bischöfe

Da Eichstätt über 1200 Jahre Bischofsstadt ist, haben hier sehr viele Bischöfe (Stand Juli 2017: 82) gewirkt. Für einen genaueren Überblick eignet sich die Liste der Bischöfe von Eichstätt. Sie enthält auch weitere Links zu den einzelnen Bischöfen.

Sonstiges
Ortsneckname

Sausackschleifer: Der Sage nach wollten die Eichstätter einen neuen Bischof mit einem Sausack vor dem Stadttor begrüßen. Dieser war allerdings so groß, dass er nicht durch das Tor durchpasste. Deswegen griffen die Eichstätter zu Schleifsteinen und bearbeiteten den Sausack, bis er die entsprechende Größe hatte. Eine andere Version berichtet, dass der Sausack so groß war, dass er nicht auf das Tablett passte.

Panoramen
vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenBlick von der B13 aus Richtung Weißenburg kommend
vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenAufgenommen am Altmühltal-Panoramaweg
Literatur
Alexander Rauch: STADT EICHSTÄTT Band 9 der Reihe Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland, hrsgg. vom Landesamt für Denkmalpflege, Schnell & Steiner, München-Zürich, 1989, 216 S.
Alexander Rauch: Eichstätts fürstliches Erbe: Zur Wiederherstellung und Geschichte des Residenzplatzes in: Festschrift zur Wiederherstellung des Residenzplatzes in Eichstätt, Hrg. Landbauamt Eichstätt, 1985, S. 42–63.
Alexander Rauch: Der Hochfürstlich-Eichstädtische Residenzplatz gegen Aufgang, Bemerkungen zum Realitätscharakter einer spätbarocken Stichvedute, in: BRUCKMANNS PANTHEON, Internationale Jahreszeitschrift für Kunst, Bd. IV, 1983, S. 335–345.
Alexander Rauch: DER RESIDENZPLATZ IN EICHSTÄTT, Analysen und Gedanken zur Wiederherstellung seiner historischen Gestalt in: Historische Blätter für Stadt und Landkreis Eichstätt, 29.Jhrg.Nr.2, 1980.
Wolfgang (=Wolf)-Armin Freiherr von Reitzenstein: Der Ortsname Eichstätt. In: Sammelblatt Historischer Verein Eichstätt. 77/78 (1984/1985), S. 120–134.
Stefan Weinfurter: Eichstätt im Mittelalter. Kloster – Bistum – Fürstentum. Pustet. Regensburg 2010, ISBN 978-3-7917-2273-3.
Claudia Grund und Simone Hartmann: Eichstätt – Stadtansichten des 15. bis 19. Jahrhunderts. Begleitband zur Ausstellung vom 18. Juli bis 3. November 2013. Hrsg.: Domschatz- und Diözesanmuseum. Schnell und Steiner, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7954-2747-4 (Inhaltsverzeichnis [abgerufen am 26. Juli 2013]). 
Franz Xaver Buchner: Familienbuch Eichstätt. Bürgerbuch der Stadt Eichstätt und der eingepfarrten Orte von 1589 bis 1618, erstellt aus den Matrikeln der Pfarreien ‚Unserer lieben Frau’ und ‚Sankt Wolfgang’. Nürnberg 2007 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 17). ISBN 978-3-929865-51-6.
Franz Xaver Lang: Topographische Beschreibung und Geschichte der königl. baier. Kreishauptstadt Eichstätt. Mit 2 Kupfern. Eichstätt 1835 (E-Kopie)
Weblinks
 Commons: Eichstätt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Eichstätt – Quellen und Volltexte
 Wikinews: Eichstätt – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Eichstätt – Reiseführer
Website von Eichstätt
Bilder von Wappen in Eichstätt (über Ortsregister Eichstätt aufrufen)
Eintrag zum Wappen von Eichstätt in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Eichstätt: Amtliche Statistik des LfStat