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Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Eningen unter Achalm nicht vorenthalten.

Geschichte
Blick auf Eningen vom Aussichtsturm auf der Achalm
Eningen im Jahre 1901
Eningen

Eningen wurde um 300 n. Chr. in einer sonnigen, bergumschirmten Waldschlucht vermutlich von der Sippe eines Alemannen Ano gegründet.
Die erste urkundliche Erwähnung des Namens Eningen findet sich 1089 im Bempflinger Vertrag des Klosters Zwiefalten. Seine Markung reichte im Mittelalter an Würtingen, bis zur Mädlinshalde gegen Pfullingen und schloss noch Loschenhalde und Betzenried ein. Hier durften die Eninger wie die Pfullinger ihr Vieh hertreiben, die Reutlinger mussten zur Behütung ihrer Weinberge einen Hirten halten, der dem Schultheiß von Eningen anzuzeigen hatte (Vertrag vom 7. Juli 1572). Nach dem Vertrag nach Judika 1513 gehörten die Weiden Eningen allein. Diese Rechte reichten noch länger zurück als der Kauf des Berges durch die Ermstalgrafen um das Jahr 1000 und blieben daher auch bestehen. Im Mittelalter nutzte man einen großen Teil des umgebenden Waldes und des heute landwirtschaftlich genutzten Ackerlandes als Viehweide. Gehalten hat sich zu diesem Zweck über lange Zeit die Hochfläche Eningens auf der Schwäbischen Alb, wo man heute die beiden Zuchtgüter Schafhaus und Oberer Lindenhof findet.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde ein Drittel der Eninger Häuser zerstört. Von 1637 bis 1648 gehörte der Ort – mit Unterbrechungen – zur „Pfandschaft Achalm“ und wurde von den Erzherzögen von Österreich-Tirol in Innsbruck regiert. Ein Versuch der Erzherzogin Claudia von Österreich-Tirol (1604–1648), die katholische Messe wieder einzuführen, scheiterte am Widerstand der Einwohner.[3]

Danach erfuhr das Dorf einen Aufschwung durch den Landhandel, der Eningen zum „schönsten und volkreichsten Dorf Württembergs“ machte. 1833 zählte man bereits über 5.000 Einwohner. Heute steht am ehemaligen Marktplatz an der Hauptstraße das Denkmal des Eninger Krämers.

Eitlingen

Neben dem Dorf Eningen befand sich einst noch das Dorf Eitlingen, dessen Name von einem Besitzer oder Haupt Neidling bzw. Nydling herrührte. Erwähnungen finden sich 1454 als Gewand Nydlingen und 1555 in Form einer Badstube im Neidling. Das Dorf befand sich dort, wo heute die Grabenstraße hinaufführt. Mit der Zeit wuchsen die Ansiedlungen zusammen, doch bis heute findet sich die Eitlinger Straße in Eningen.
Bis heute gibt es eine Anzahl von Orten mit ähnlich lautendem Namen. Es sind im Landkreis Esslingen die Gemeinde Neidlingen, im mittelfränkischen Landkreis Ansbach der Feuchtwanger Ortsteil Neidlingen und in Niederösterreich die Marktgemeinde Neidling nordwestlich von Sankt Pölten. Darüber hinaus existiert der Name Neidling als Familiennamen.

Einwohnerentwicklung
Evangelische Andreaskirche

Historische Einwohnerzahlen von Eningen unter Achalm.

ab 1871 Volkszählungsergebnisse, ab 1990 Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes BW
[4]

Jahr Einwohnerzahlen
1605 933
Um 1630 1.200
1654 691
1676 889
1716 1.417
1724 1.623
1736 2.024
1768 2.473
Jahr Einwohnerzahlen
1833 5.015
1846 4.844
1871 3.345
1890 3.510
1910 4.313
1925 4.351
1933 4.675
1950 6.158
Jahr Einwohnerzahlen
1970 8.041
1987 9.309
1990 9.675
1995 10.036
2000 10.413
2005 10.857
2010 11.069
2015 10.951

Politik
Gemeinderat
Eninger Rathaus

Der Gemeinderat in Eningen hat 18 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009

Kommunalwahl 2014

 %403020100

33,7 %31,3 %18,6 %16,4 %

FWCDUFGALSPD
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   6   4   2   0  -2  -4  -6

-5,1 %p
+4,7 %p+1,1 %p-0,7 %p
FWCDUFGALSPD

FW Freie Wählervereinigung Eningen 33,7 6 38,8 7
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,3 6 26,6 5
FGAL Freie Grüne und alternative Liste 18,6 3 17,5 3
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 16,4 3 17,1 3
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 52,0 % 55,0 %

Bürgermeister
Das Spital
Die Schillerschule

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt.

Alexander Schweizer ist seit dem 13. September 2007 der Bürgermeister von Eningen.

1383: Syfrit Kaib (von den Herren von Speth, Untertan des Grafen Eberhard dem Greiner)
1454, 1470 erwähnt: Hans Gretzinger
Um 1484: Hans Hummel
Um 1518: Ludwig Mutschler
Um 1521: Conrat Hummel
Um 1542: Hans Bausch
Um 1546: Gerhard Meulin (Mayle, Meile)
Um 1579: Hans Kifer
Um 1588: Kaspar Wickh
Um 1591: Hans Mickenmee
Um 1612: Melchior Jäger
Um 1619: Georg Müller
Um 1631: Michael Mader
Um 1644: Georg Müller
Um 1657: Peter Jäger
Um 1680: Hans Mader
Um 1687: Johannes Homel
1692–1710: Johann Jakob Sautter
1711–1716: Johann Georg Mühleisen
Um 1717: Franz Beckh
Um 1718: Michael Rall
Um 1725: Johann Jakob Rall
Um 1728: Michael Sautter
1729–1749: Johann Adam Wickh
1749–1762: Johannes Eytel
1763–1767: Christian Gottlieb Schmid
1767–1788: Johannes Eytel
1788–1805: Kraft Philipp Eytel
1806–1810: Jakob Friedrich Walther
1810–1824: Friedrich Wilhelm Louis Faber
1824–1833: Gottlieb Friedrich Rettich
1833–1842: Johann Christian Friedrich, sowie 1838–1842 Landtagsabgeordneter des Amts Urach (während Landtagssitzung am 31. Mai 1842 verstorben)
1842–1845: Christian Ag. Bilfinger
1845–1848: Ludwig Hoffmann
1848–1854: Gg. Fr. G. Hermann
1855–1873: Hermann Amos von Schramberg, sowie von 1861 bis 1868 Landtagsabgeordneter für Reutlingen-Land
1874–1899: Karl Sautter
1900–1930: Paul Hüzel
1930–1945: Hans Maier
1945–1949: Carl Krüger (Kommissarischer Außenstellenleiter der Stadt Reutlingen)
1949–1964: Hans Maier
1965–1987: Günther Zeller
1987–2003: Jürgen Steinhilber (Freie Wähler)
2003–2007: Margarete Krug (CDU)
seit 2007: Alexander Schweizer (SPD)

Schweizer konnte das Amt im Juni 2015 mit 62,20 Prozent der Stimmen gegen Mitbewerberin Barbara Dürr (34,49 %) verteidigen.

Wappen

Blasonierung: In Blau eine silberne Lilie.

Gemeindepartnerschaften

Eningen unterhält eine Partnerschaft mit dem französischen Charlieu (seit 20. April 1968) und dem englischen Calne in Wiltshire (seit 1988).

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Oberes Speicherbecken
Bauwerke
Evangelische Andreaskirche von 1929 / 30, ein Beispiel frühmoderner Kirchenarchitektur
Oberes Speicherbecken des Pumpspeicherwerks Glems (Fassungsvermögen: 0,9 Mio. m³)
90 Meter hoher Richtfunkmast in Stahlfachwerkbauweise auf dem Grasberg (778 m ü. NN)
Parks
Naherholungsgebiet „Eninger Weide“ mit Wildgehege
Krügerpark
Naherholung
Aussichtsturm auf der Achalm bei Eningen
Achalm (707 m) mit Aussichtsturm und mittelalterlichen Mauerresten
Arbachtal
Übersberg mit Mädlesfels
Obtal mit Waldfreibad
Ebene mit Rangenbergle
Sport
Waldfreibad
TSV Eningen, Sportanlagen im Arbachtal
SKV Eningen, Sportanlagen im Arbachtal
Trimm-Dich-Pfad Metzinger Wald
Trimm-Dich-Pfad St.Johann-Würtingen
Ortsgruppe Eningen des Schwäbischen Albvereins, 1995 mit der Eichendorff-Plakette ausgezeichnet[5]
Wirtschaft und Infrastruktur
Burgstraße in Eningen
Verkehr

Durch die Gemeinde führt die Landesstraße 380 und verbindet sie im Westen mit Reutlingen und Pfullingen und im Osten mit St. Johann.
Die Kreisstraße K 6714 verbindet Eningen im Norden mit Metzingen. Die Landesstraße 380a zweigt von dieser ab und führt über Metzingen-Glems nach Metzingen-Neuhausen.

Die Bundesstraße 312 tritt am Südbahnhof Reutlingen in Eninger Gemeindegebiet ein und hat etwa 2 km südwestlich des Ortskerns eine Abzweigung nach Eningen.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 220.

Medien
Logo von RTF.1

Eningen unter Achalm ist Sitz mehrerer Fernsehsender:

RTF.1, Reutlinger Tübinger Fernsehen, privater Fernsehsender für die Landkreise Reutlingen, Tübingen und den Zollernalbkreis. Es startete am 15. November 1999 sein Programm.
Prometheus Wissenschaftsfernsehen, privater landesweiter Fernsehsender im digitalen Kabelnetz von Baden-Württemberg. Sendestart war im Dezember 2003.
studio live junges fernsehen, privater landesweiter Fernsehsender im digitalen Kabelnetz von Baden-Württemberg. Sendestart war im Jahr 2004.
Literaturfernsehen, privater landesweiter Fernsehsender im digitalen Kabelnetz von Baden-Württemberg. Sendestart war im Jahr 2006.
BWeins Landtags- und Hauptstadtfernsehen, privater landesweiter Fernsehsender im digitalen Kabelnetz von Baden-Württemberg. Erster privater Parlamentskanal der Bundesrepublik Deutschland. Sendestart war im Jahr 2006.
Persönlichkeiten
Heimatmuseum Eningen mit Paul-Jauch-Haus
Träger der Bürgermedaille
1989: Franz-Georg Brustgi
1992: Dieter Baumann
1992: Jean-Paul Gysin
1998: Reinhold Rall
2015: Karl Rall [6]
Söhne und Töchter der Gemeinde
Rudolf Kittel (1853–1929), evangelischer Theologe (Alttestamentler)
Eugen Kittel (1859–1946), Ingenieur im Eisenbahnbau
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Johann Georg Hegel, 1649–1680 Pfarrer in Eningen, der Stammvater des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Friedrich Christoph Steinhofer, 1706–1761, 1756–1759 Pfarrer in Eningen, berühmter Erbauungsschriftsteller
Max Eifert (1808–1888), Pfarrer in Eningen von 1849 bis 1881, Schriftsteller
Edmund von Pfleiderer (1842–1902), Philosoph, war Vikar in Eningen
Karl Gußmann (1887–1909), bedeutender Geologe, der die Gußmannshöhle bei Lenningen entdeckte
Paul Jauch (1870–1957), der durch seine Mörike-Illustrationen bekannt gewordene Zeichner lebte ab 1913 als freischaffender Künstler in Eningen
Alfred Baeumler (1887–1968), Philosoph und Pädagoge, spielte eine führende Rolle bei der Gestaltung der Erziehung im Nationalsozialismus, lebte und arbeitete nach Gründung der Bundesrepublik in Eningen.
Helene Lange (1848–1930), Frauenrechtlerin, verbrachte 1864 ein prägendes Jahr im Eninger Pfarrhaus.[7]
HAP Grieshaber (1909–1981), bildender Künstler, expressionistischer Grafiker und Holzschneider, lebte von 1947 bis zu seinem Tod an der Ostflanke der Achalm.
Gudrun Krüger (1922–2004), bildende Künstlerin
Ulrich Raschke (1943–1999), Lyriker
Weblinks
 Commons: Eningen unter Achalm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Eningen in der Beschreibung des Oberamts Urach von 1831 – Quellen und Volltexte
Offizieller Internetauftritt der Gemeinde Eningen unter Achalm
Eningen-Blog in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein
Eningen-Seite zu Geschichte, Land und Leute