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Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Freiberg

Die Stadt, deren Geschichte eng mit dem Bergbau verbunden ist, entstand ab etwa um 1162/1170. Im hohen Mittelalter war Freiberg die größte Stadt der Mark Meißen und wichtiger Handelsstandort. Ihr Silberreichtum und die bedeutsame Freiberger Münze machten das Kurfürstentum Sachsen zu einem wohlhabenden Staatswesen. 1913 wurde der Silberbergbau aufgrund des Verfalls des Silberpreises eingestellt. Vor dem Zweiten Weltkrieg wiederum aufgenommen, gab es bis 1969 wieder verstärkt Bergbauaktivitäten zur Blei-, Zink- und Zinngewinnung. 1765 wurde die Bergakademie gegründet, eine der weltweit ältesten bergbautechnischen Hochschulen.

Freiberg ist der Namensgeber für das 1853 durch Gustav Adolf Kenngott benannte Mineral Freibergit.

Ein amerikanischer Luftangriff auf Freiberg, besonders die Bahnhofsvorstadt, am 7. Oktober 1944 forderte 172 Todesopfer [12]

2015 ereigneten sich in Freiberg ein Sprengstoffanschlag auf ein Asylbewerberheim sowie fremdenfeindliche Ausschreitungen gegen einen Flüchtlingskonvoi, wodurch der Ort bundesweit in die Medien geriet.[13][14][15][16]

Gedenkstätten
Denkmal mit Namen und Daten für die im Ersten Weltkrieg gefallenen und vermissten Soldaten des Reserve-Jäger-Bataillons 26 auf dem Bebelplatz.[17]
Gedenktafel für W. Hartenstein
Gedenkstätte für die Oktoberopfer
Gedenkstein auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof an der Himmelfahrtsgasse (vorher auf dem Donatsfriedhof) für die Opfer des Faschismus in den von Deutschland während des Zweiten Weltkrieges besetzten Ländern, für elf unbekannte KZ-Häftlinge aus einem Außenlager des KZ Buchenwald, die im April 1945 von SS-Männern ermordet wurden, sowie für den ersten Nachkriegsbürgermeister Karl Günzel, einem ehemaligen Buchenwaldhäftling
Gedenkstätte am Platz der Oktoberopfer, wo am 27. Oktober 1923 bei einer Demonstration 27 Demonstranten von Einheiten der Reichswehr getötet und 25 verletzt wurden.[18]
Gedenktafel am Sächsischen Porzellanwerk GmbH, wo im Frühjahr 1933 von den NS-Behörden politische Gegner des Regimes interniert und gefoltert wurden. Die Tafel wurde nach 1990 entfernt.
Gedenktafel am Landratsamt an der Frauensteiner Straße, zur Erinnerung an die 1000 jüdischen Frauenhäftlinge eines Außenlagers des KZ Flossenbürg und polnischen Zwangsarbeiterinnen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden.
Gedenktafel an gleicher Stelle für den jüdischen Direktor der Porzellanfabrik Dr. Werner Hofmann, der seiner Verfolgung 1939 durch den Freitod entging.
Gedenktafel für Werner Hartenstein (1879–1947), der Oberbürgermeister der Stadt von 1924 bis 1945 war und bei Kriegsende 1945 die Stadt vor unnötigen Verlusten bewahrte. Im Juni 1945 vom NKWD verhaftet, verstarb Hartenstein am 11. Februar 1947 im Speziallager Jamlitz.[19][20]
Eingemeindungen

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Freibergsdorf[21] 7380091862501. Jan. 1907 südwestlich gelegene Vorstadt
Friedeburg[21] 7384854742501. Apr. 1908 westlich gelegene Vorstadt
Lößnitz[22] 7573583862501. Jan. 1957 nordwestlich gelegene Streusiedlung
Loßnitz[22] 7573583862501. Jan. 1957 nördlich gelegenes Waldhufendorf
Halsbach[22] 7658720342501. Jan. 1979 östlich gelegene Streusiedlung
Zug[23] 7717065622501. Feb. 1994 südlich gelege Streu- und Bergbausiedlung; mit Langenrinne, das am 1. Juli 1950 nach Zug eingemeindet wurde[22][24]
Kleinwaltersdorf[23] 7717363302501. Mär. 1994 westlich gelegenes Waldhufendorf
Muldenhütten[23] 7786425062501. Jan. 2012 Industriesiedlung; war bis zu diesem Zeitpunkt Ortsteil von Hilbersdorf, das wiederum Teil der Verwaltungsgemeinschaft Freiberg war. Mit dem Zusammenschluss von Hilbersdorf und Bobritzsch wurde diese aufgelöst und Muldenhütten nach Freiberg umgegliedert.

Darüber hinaus wurden am 1. Januar 1997 Flurstücke der Gemeinden Weißenborn und Oberschöna sowie am 1. April der Großen Kreisstadt Brand-Erbisdorf eingemeindet.[25]

Einwohnerentwicklung

Im Dezember 2015 hatte die Stadt 41.641 Einwohner.[26]

Bevölkerungsentwicklung

von 1471 bis 1988

Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl
vor 1471 4.845 1776 etwa 7.800 1910 etwa 36.200
1474 4.112 1870 etwa 21.600 1946 42.278
1499 5.603 1880 etwa 25.300 1966 etwa 48.400
1515 6.380 1885 etwa 26.000 1972 50.549
1533 8.480 1890 etwa 29.000 1984 50.964
1546 9.228 1905 etwa 30.600 1988 etwa 51.600

Quelle: unter anderem Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, Schriftenreihe 6, 1986.

Die Volkszählung am 17. Mai 1939 ergab 35.712 Einwohner, davon 16.302 Männer und 19.410 Frauen.[27]

seit 1990[26][28][29]

Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl
1990 48.609 2000 45.428 2010 41.342
1991 47.582 2001 45.228 2011 40.020
1992 46.983 2002 44.533 2012 40.083
1993 46.537 2003 44.105 2013 40.268
1994 47.928 2004 43.683 2014 40.829
1995 47.403 2005 43.305 2015 41.641
1996 47.123 2006 42.897
1997 46.966 2007 42.364
1998 46.503 2008 41.823
1999 46.027 2009 41.701

Politik
Stadtrat

Ergebnis der Stadtratswahl vom 25. Mai 2014:[30]

Partei Stimmenanteil G/V* Sitze G/V*
CDU 28,2 % + 0,6 10 ± 0
Die Linke 19,1 % + 0,4 7 ± 0
SPD 13,0 % + 1,7 5 + 1
Grüne 7,8 % + 4,3 2 + 1
FDP 5,9 % − 2,1 2 − 1
AfD 6,0 % + 6,0 2 + 2
NPD 3,5 % − 0,7 1 ± 0
Haus/Grund 6,9 % − 2,6 2 − 1
Freie Wähler 6,0 % + 6,0 2 + 2
IFS** 3,7 % − 1,1 1 ± 0

* G/V: Gewinn oder Verlust im Vergleich zur Wahl 2009   ** IFS: Initiative Freiberger Sport

Die Wahlbeteiligung lag bei 48,1 % (2009: 56,5 %).

Bürgermeister

Am 24. Juni 2015 wurde Sven Krüger (SPD) im zweiten Wahlgang mit deutlicher Stimmenmehrheit zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Freiberg gewählt. Er war zuvor als Beigeordneter für Verwaltung und Finanzen in der Stadt tätig und löste den parteilosen Bernd-Erwin Schramm ab, der seit 1. August 2008 Oberbürgermeister war und 2015 das Rentenalter erreichte. Dezernent ist seit 1. April 2009 Holger Reuter (Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bauwesen, CDU).

Wappen, Flagge, Dienstsiegel

Das Wappen der Stadt Freiberg ist erstmals 1227 als Siegel belegt und damit das älteste Stadtsiegel der Mark Meißen. Die Stadt Freiberg führt es in der am 1. Juni 1899 durch die Königliche Kreishauptmannschaft Dresden genehmigten Form.

Wappenbeschreibung

„Das städtische Wappen zeigt im blauen Renaissanceschild eine silberne, zinnengekrönte Mauer, in deren erhöhtem Mittelteil sich ein Tor mit hochgezogenem Fallgitter befindet. Das Tor ist mit einem goldenen Renaissanceschild belegt, der einen aufgerichteten, nach rechts gewendeten schwarzen Löwen zeigt. Die Mauer wird von drei silbernen Türmen überragt. Die Türme sind mit Rundbogenöffnungen, roten Dächern, goldenen Knöpfen und nach rechts weisenden goldenen Windfähnchen versehen. Der Mittelturm ist höher und stärker. Er hat unter dem Dach zwei und unter diesen drei Rundbogenöffnungen; die beiden Seitentürme besitzen oben drei und darunter zwei solcher Öffnungen […]. Für die Metalle Gold und Silber ist die Verwendung von Gelb und Grau zugelassen.“[31]

Flaggenbeschreibung

„Die Flagge der Stadt ist Schwarz oben und Gold (Gelb) unten.“[32]

Dienstsiegel
Das Dienstsiegel der Stadt enthält das Stadtwappen. Die Führung des Dienstsiegels ist dem Oberbürgermeister vorbehalten.[32] Nachdem der Sächsische Staatsminister des Innern, Markus Ulbig, am 11. Januar 2015 Freiberg den Titel „Universitätsstadt“ verliehen hat,[2][33] führt Freiberg diesen Titel auch in der Beschriftung seines Dienstsiegels.

Wappen laut Wappenordnung

Wappendarstellung von 1752 über dem Westportal der Nikolaikirche

Wappendarstellung von 1510 über dem Eingangsportal des Rathauses

Wappen an einem Rathauserker; im Giebelfeld angeblich der Kopf des Kunz von Kauffungen als Gaffkopf

Stadtfarben Schwarz-Gelb

heutiges Dienstsiegel mit dem Titel „Universitätsstadt“

Dienstsiegel bis 2015 mit der Bezeichnung „Stadt“

Stadtlogo

Städtepartnerschaften

Freiberg unterhält Städtepartnerschaften in Deutschland mit

Bayern Amberg in Bayern
Niedersachsen Clausthal-Zellerfeld in Niedersachsen
Hessen Darmstadt in Hessen

Außerhalb Deutschlands werden Partnerschaften gepflegt mit

Niederlande Delft in den Niederlanden
Frankreich Gentilly in Frankreich
Israel Nes Ziona in Israel
Tschechien Příbram (Pribrans oder Freiberg in Böhmen) in Tschechien
Polen Wałbrzych (Waldenburg) in Polen
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Hauptartikel: Liste der Kulturdenkmale in Freiberg

Freiberg verfügt über 1250 technische, kunstgeschichtliche und kulturelle Denkmäler verschiedener Art und Größe. Die historische Altstadt, umgeben von Resten der Stadtmauer, besteht aus einem unzerstörten Stadtkern mit unverändertem Grundriss aus dem 12./13. Jahrhundert. Ergänzt wird die Vielfalt durch zahlreiche geowissenschaftliche Sammlungen.

Stadttheater

Tagesanlagen der Alten Elisabeth-Fundgrube

Untermarkt mit Dom und Museum

Blick vom Obermarkt zur Kirche St. Petri, links ist der Hahnenturm, rechts der höhere der beiden Westtürme zu sehen

die alte, vor 1900 abgetragene Jakobikirche in der Unterstadt

Freibergsdorfer Hammer

Theater

Das Theater wurde 1790 gegründet und gilt als ältestes in ursprünglicher Form erhaltenes und kontinuierlich von einem städtischen Theaterensemble bespieltes Stadttheater der Welt. 1800 wurde dort die erste Oper Das stumme Waldmädchen des damals vierzehnjährigen Carl Maria von Weber uraufgeführt. In den 1900er Jahren hatte Harry Liedtke hier eines seiner ersten Engagements. Später spielte auch Inge Keller auf dieser Bühne. Seit 1993 wird das Haus zusammen mit dem Stadttheater Döbeln als Mittelsächsisches Theater Freiberg und Döbeln geführt. Es umfasst die Sparten Schauspiel, Musiktheater und Philharmonie.

Museen/Ausstellungen
Ausstellung terra mineralia im Schloss Freudenstein
„Mineralogische Sammlung Deutschland“ im Krügerhaus
Stadt- und Bergbaumuseum
Naturkundemuseum (dauerhaft geschlossen)
Geowissenschaftliche Sammlungen der Bergakademie Freiberg
Sammlungen der Bergakademie Freiberg mit Historicum und Winkler-Gedenkstätte
Lehr- und Besucherbergwerk Himmelfahrt Fundgrube (einziges Lehrbergwerk der Welt) mit
Abrahamschacht
Davidschacht
Turmhofschacht
Alte Elisabeth
Reiche Zeche
Bergbautechnische Denkmäler
Drei-Brüder-Schacht (in Zug)
Betten- und Schlafmuseum Freiberg
Bauwerke
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Freiberg
Dom St. Marien
Hauptartikel: Freiberger Dom

Zu den bedeutendsten baulichen Sehenswürdigkeiten Freibergs zählt der Dom St. Marien, häufig als Freiberger Dom oder Dom zu Freiberg bezeichnet, eine spätgotische Hallenkirche 1484 bis 1501 am Untermarkt errichtet. An der Südseite des Domes befindet sich die markante Goldene Pforte. An den Dom schließt sich die 1594 durch Maria Nossini[34] im italienischen Renaissancestil ausgebaute, 1885 restaurierte Kurfürstliche Begräbniskapelle an. Hier ruhen alle protestantischen Fürsten der Albertinischen Linie von Heinrich dem Frommen († 1541) bis zu Johann Georg IV. († 1694). Sehenswert ist u. a. das marmorne lebensgroße Standbild des Kurfürsten Moritz († 1553). Im Inneren des Doms finden sich eine Triumphkreuzgruppe, die freistehende steinerne Tulpenkanzel und die große Silbermann-Orgel.

Stadtkirche St. Petri
Hauptartikel: Stadtkirche St. Petri (Freiberg)

Auf dem höchsten Punkt der Innenstadt, am Petriplatz unweit des Obermarktes, liegt die Stadtkirche St. Petri. Ihr Nordwestturm, dessen Höhe bis zur Spitze der vergoldeten Spille 74,10 m beträgt, bietet dem Besucher aus rund 45 m Höhe (Wachstube) einen Blick über weite Teile des Osterzgebirges. Die Holzkonstruktion mit den Wohnräumen und der Wachstube wurde 1733 fertiggestellt. Diese vermitteln einen Einblick in die Arbeits- und Lebensbedingungen vergangener Jahrhunderte.[35]

Weitere Kirchen
Jakobikirche am Donatsfriedhof
Die Jakobi- oder Jacobikirche ist ebenfalls mit einer Orgel Gottfried Silbermanns ausgestattet. Sie befindet sich an der Stelle, an der einer der Verbindungswege des Netzes der Jakobswege, die Frankenstraße, die Stadt von Osten her erreichte. Die Kirche wurde um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erbaut, weil das Vorgängerbauwerk, der älteste Freiberger Kirchenbau, abgebrochen worden war.
Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Neu-Friedeburg
Die Nikolaikirche steht ebenfalls in der Innenstadt, wird aber nicht mehr als Gotteshaus genutzt.
Johanniskirche im Stadtteil Freibergsdorf
Dorfkirche im Ortsteil Kleinwaltersdorf
Kapelle im Ortsteil Zug
Profane Bauwerke
Herrenhaus Lößnitz, Alnpeck-Haus
Herrenhaus Friedeburg, Ohein-Haus
Das 1410 entstandene Rathaus am Obermarkt besitzt einen stattlichen Uhrturm und ein Porzellanglockenspiel aus Meißner Porzellan.
Der 1545 erbaute Ratskeller (Obermarkt 16) steht neben dem höchsten Gebäude des Marktes mit markantem Steildach an der nordwestlichen Seite.
Auf dem Obermarkt bezeichnet ein durch ein eingehauenes Kreuz kenntlich gemachter, bläulicher Stein der Überlieferung nach die Stelle, wo 1455 der sächsische Prinzenräuber Kunz von Kauffungen hingerichtet wurde.
Das Brunnendenkmal trägt das Standbild des Stadtgründers sowie vier wasserspeiende meißnische Wappenlöwen.
Hauptartikel: Obermarkt (Freiberg)

Im Norden, Nordosten und Osten der Altstadt zwischen Schloss Freudenstein und Donatsturm (in der Nähe eines alten Stadttores) stehen zwei komplett erhaltene, jedoch nicht mehr miteinander verbundene Teile der Stadtmauer mit mehreren Türmen (Altschloßturm, Turm des Pestpfarrers, Oberer Roßmühlenturm, Lazarett-Turm, Donatsturm, Kalkturm, Gelber Löweturm). Das vor dem im 19. Jahrhundert abgerissenen Peterstor auf dem Bebelplatz stehende Schwedendenkmal erinnert an die heldenmütige Verteidigung der Stadt gegen die belagernden schwedischen Truppen unter dem Kommando von Lennart Torstensson im Jahre 1643. Weitere bauliche Sehenswürdigkeiten sind der Petriplatz, das ehemalige Freibergsdorfer Hammerwerk und drei erhaltene Kursächsische Postdistanzsäulen von 1723 sowie drei Weichbild- beziehungsweise Stadtgrenzsäulen von 1791.

Weite Flächen nordöstlich, östlich, südöstlich und südlich der Stadt sind durch den Bergbau geprägt. Dort, wie ebenfalls in den nördlich und südlich unmittelbar angrenzenden Nachbarstädten Großschirma und Brand-Erbisdorf, der Gemeinde Halsbrücke und im (seit 2012 zu Freiberg gehörenden) Ortsteil Muldenhütten stehen dicht gedrängt eine große Anzahl technischer Anlagen, die unmittelbar mit dem 800-jährigen Bergbau, der Aufbereitung, dem Transport, der Verhüttung des Erzes sowie der Haldenwirtschaft in Zusammenhang stehen. Gegenwärtig werden diese Flächen hauptsächlich als Industrie- und Gewerbegebiete genutzt.

Silbermann-Orgel im Freiberger Dom

Tulpenkanzel im Freiberger Dom

Nikolaikirche

Brunnendenkmal und Petrikirche

Jakobikirche

Kirche St. Johannis

Schloss Freudenstein

Donatsturm

Renaissance-Erker

Dom mit Domherrenhof von Nordosten, 1956

Gerberhäuser in der Unterstadt, 1956, teilweise abgebrannt 2004

Portal am Obermarkt, 1956

Kursächsische Postmeilensäule in Form einer Distanzsäule von 1723 an der Meißner Gasse, ehem. vorm Meißner Tor

Parks und Wälder
Von Eduard Heuchler entworfenes Schwedendenkmal im Albertpark

Der Stadtkern wird von dem anstelle der mittelalterlichen Stadtbefestigung angelegten Grünanlagen- oder Altstadtring umschlossen. Im südwestlichen und westlichen Teil, dem Tal des Goldbaches, der auch Saubach genannt wird, liegt als Erweiterung der Albertpark mit den beiden Kreuzteichen (Mittlerer und Unterer oder Großer Kreuzteich). Im nördlichen Teil dieses Ringes ist unter anderem der Schlüsselteich zu lokalisieren. Historisch verfügte Freiberg über noch mehr Teiche im Zuge des Grünanlagenrings und Goldbaches. Westlich des Albertparkes befindet sich der Johannispark mit mehreren Tiergehegen und der Pferdeschwemme und dem daran westlich anschließenden Ludwig-Renn-Park. Am südwestlichen Stadtrand befindet sich der Hospitalwald, beziehungsweise bereits der Freiberger Stadtwald, nordwestlich der Fürstenwald (auch Fürstenbusch oder Loßnitzforst) mit dem Nonnenwald und dem Zechenteich sowie dem Schwarzen Teich. Südöstlich der Stadt, an den Talhängen beiderseits der Freiberger Mulde, trifft man auf den Rosinenbusch. Viele der ehemaligen Bergbauhalden sind mit Wald bestockt und wertvolle Biotope. Diese zählen in großen Flächenanteilen zu den Freiberger Forsten.

Naturdenkmäler
Torstensson-Linde

In Freibergsdorf befindet sich die Torstensson-Linde, an der der schwedische Feldherr Lennart Torstensson im Dreißigjährigen Krieg die Befehle zur Belagerung Freibergs gegeben haben soll. In größerer Entfernung liegen der Freiberger Stadtwald mit Großem Teich und Mittelteich, der Zellwald und der Tharandter Wald, sowie das Striegistal. Botanisch und technisch bemerkenswert ist darüber hinaus die so genannte Grabentour.

Vereine
Sportvereine
Bergstädtischer Sportclub (BSC)
(Fußball, 2009/10 Bezirksliga Chemnitz, 7. Liga). Der Verein hieß vor dem Zweiten Weltkrieg Sportfreunde Freiberg. In der DDR wechselten die Namen häufig, von BSG Einheit zu HSG Wissenschaft und dann bis 1967 zu BSG Turbine. Der Nachfolger SG Union Freiberg wurde 1981 in BSG Geologie umbenannt. Am 1. Juni 1990 erfolgte eine erneute Umbenennung in SV Bergstadt Freiberg. Im Februar 1995 folgte die Fusion mit dem Ortsrivalen PSV Freiberg zum BSC.
HSG Freiberg
Handballspielgemeinschaft Freiberg e. V. (Handball, 2017/18 Mitteldeutsche Oberliga der Männer, 4. Liga) Der Verein hat eine über 90-jährige Handball-Tradition. Die Heimstätte der „Dachse“ genannten HSG Freiberg ist die Ernst-Grube-Halle auf dem Wasserberg in Freiberg.
TVL Freiberg
Trainingsverein Leichtathletik, Leichtathletik
SV Oberschöna 1902 e. V.
Abteilung Pferdesport im Münzbachtal Freiberg
RFV Freiberg
Reit- und Fahrverein, Reiten
SSV Freiberg
Schwimmsportverein, Schwimmen
SV Siltronic Freiberg
Sportverein, Volleyball, Fußball, Aerobic, Tischtennis, Nordic Walking
1. VVF Freiberg
Volleyball-Verein, Volleyball (2009/10 Sachsenklasse West); etwa 300 Mitglieder

Freiberger HTC (FHTC)
Hockey- und Tennisclub (Hockey, Hallensaison 2012/13 Mitteldeutsche Oberliga Herren) (Tennis, 2012 Oberliga Herren)
Turnverein 1844 Freiberg
Sächs’scher Maunt’nverein Freiberg e. V. SMF
Bergsport, insbesondere Felsklettern
Freiberger Polizeisportverein e.V.
Leichtathletik
SV Saxonia Freiberg
Tischtennis
ATSV Freiberg
Basketball, Volleyball
Vereine für Traditionspflege und Geschichte
Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft e. V.
Traditionsverein zur Pflege und Erhaltung berg- und hüttenmänischer Traditionen. Zur Arbeit des Vereins gehören unter anderem die international bekannte Berg- und Hüttenparade (Aufzüge neben vielen Regionen Deutschlands auch in Brasilien, zur Steubenparade in New York, in Norwegen, Polen, Slowakei, Frankreich, Tschechien), eine aktive Kinder- und Jugendarbeit, Erhaltung von Schauanlagen des Berg- und Hüttenwesens (Radstube in Oberschöna und Zylindergebläse in Muldenhütten) sowie die Publikation von Forschungsergebnissen.
Förderverein Himmelfahrtfundgrube
Freiberger Altertumsverein e. V.
Freiberger Münzfreunde e. V.
Freiberger Mineralienfreunde e. V.
Künstlerisch tätige Vereine und Organisationen
Freiberger Kunstverein
Freiberger Fotofreunde
Freiberger Künstlervereinigung Die Kaue
Form-Farbe-Geste e. V.
Theater für Kinder e. V.
Akademie zur Wahrung musikhistorisch angewandter Kunst e. V.
Bergmusikkorps Saxonia Freiberg e. V.[36]
Chöre
A-cappella Kammerchor Freiberg
Freiberger Domchor
Stadtchor Freiberg
Chor des Collegium Musicum
Freiberger Bergsänger
Freiberger Männerchor
Knabenchor Musikschule Freiberg
Regelmäßige Veranstaltungen
Bergmannsaufzug zum Bergstadtfest, 2015

Jährlich wird in Freiberg das Bergstadtfest mit dem Aufzug der historischen Berg- und Hüttenknappschaft, der Berg- und Hüttenparade, am letzten Juniwochenende abgehalten. Der Weihnachtsmarkt, der Freiberger Christmarkt genannt wird, findet zur Adventszeit statt. Dabei wird eine so genannte Mettenschicht mit dem Aufzug der Berg- und Hüttenknappschaft und dem Bergmusikkorps Saxonia abgehalten. Dazu gehören traditionell die Bergpredigt in der Petrikirche und die bergmännische Aufwartung am Sonnabend vor dem zweiten Advent. Fest etabliert hat sich das Treffen der Töpfer an einem Wochenende in der zweiten Aprilhälfte auf dem Obermarkt. Ende Juli findet seit 1998 und seit 2005 jährlich das Sun-Flower-Festival, ein überregionales Musikfestival der Hippie-Szene, statt. Jährlich findet auf dem Drei-Brüder-Schacht im Stadtteil Zug ein Dampfmodelltreffen statt. In jedem Jahr wird der Freiberger Kunstförderpreis vergeben und die Bergstadt-Königin gekürt.

Kulinarische Spezialitäten
Freiberger Eierschecke

Der Freiberger Bauerhase ist ein in Form eines Hasen gestaltetes Fastengebäck. Freiberger Eierschecke ist eine in Freiberg und der nahen Umgebung verbreitete Form der Eierschecke. In einer modernen Braustätte nördlich des Stadtgebietes wird Freiberger Pils gebraut.

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Straße

Freiberg ist über die Autobahn A 4, Abfahrt Siebenlehn und die Bundesstraße 101, aus Richtung Dresden beziehungsweise Chemnitz über die Bundesstraße 173 zu erreichen. Aus Richtung Leipzig führt die Autobahn A 14, Abfahrt Nossen-Ost und die Bundesstraße 101 nach Freiberg. Aus Richtung Prag ist die Anbindung über die A 17, Abfahrt Dresden-Gorbitz über die Bundesstraße 173 gegeben. Freiberg ist Kreuzungs- und Ausgangspunkt mehrerer Staatsstraßen in Richtung Reinsberg, Halsbrücke, Dippoldiswalde, Frauenstein, Altenberg (Erzgebirge), Brand-Erbisdorf, Kleinschirma und Hainichen. Abschnitte der Bundesstraßen 173 und 101 sind Teil der Silberstraße. Diese war mit dem Silberwagenweg zwischen Annaberg und Freiberg eine alte Poststraße. Die Staatsstraße in Richtung Frauenstein entspricht in ihrem Verlauf in Teilen der Alten Freiberg-Teplitzer Poststraße. Die verkehrstechnische Bedeutung Freibergs lässt sich unter anderem an den noch vorhandenen drei Sächsischen Postmeilensäulen ermessen. Kein weiterer Ort verfügt heute noch über eine solche Dichte von Postsäulen.

Eine 13,5 Kilometer lange Ortsumgehung von Freiberg, ausgehend von der B 173 östlich Halsbach über die B 101 im Süden, über die B 173 im Westen bis zur B 101 im Nordwesten, befand sich im Planfeststellungsverfahren. Dieses wurde vom Bundesverwaltungsgericht, mit Urteil vom 14. Juli 2011, AZ. 9 A 12/10, für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt.[37]

Eisenbahn

Freiberg liegt mit seinen beiden, in Betrieb befindlichen Bahnhöfen Bahnhof Freiberg (Sachs) in 413 m ü. NN und dem Bahnhof Muldenhütten (etwa 395 m ü. NN) an der Sachsen-Franken-Magistrale auf deren Teilabschnitt Bahnstrecke Dresden–Werdau. Von Freiberg führt die Eisenbahnstrecke Nossen–Moldau ins Erzgebirge auf dem noch in Betrieb befindlichen Teilabschnitt bis nach Holzhau. In Richtung Nossen, nach Norden, liegt der stillgelegte Haltepunkt Kleinwaltersdorf (etwa 395 m ü. NN). Diese Strecke wird in Richtung Süden von der Freiberger Eisenbahn, die zur Rhenus-Veniro-Gruppe gehört, im Auftrag des Verkehrsverbundes Mittelsachsen betrieben. Die Bahnstrecke Freiberg–Halsbrücke mit dem Bahnhof Freiberg (Sachs) Ost, 422 m ü. NN, ist stillgelegt.

Luftverkehr

Die nächstgelegenen Flughäfen sind Dresden-Klotzsche (45 km), Leipzig-Altenburg (85 km) und Leipzig/Halle (110 km). In der Nähe von Großschirma beziehungsweise Langhennersdorf gibt es einen Sonderlandeplatz.

ÖPNV

Der ÖPNV wird durch die Regiobus Mittelsachsen erbracht. Diese betreibt in der Stadt neun Stadtbuslinien (Linien A–I), die unter anderem nach Brand-Erbisdorf, Zug, Halsbrücke und Oberschöna führen. Zentraler Umsteigepunkt ist neben dem Bahnhof Freiberg der Busbahnhof. Hier besteht die Umsteigemöglichkeit zwischen allen Stadtbussen und vielen Regionalbussen. In der Schwachlastzeit, im Nacht- und teilweise im Wochenendverkehr, werden die Stadtbuslinien durch das AnrufLinienTaxi ergänzt.

Freiberg gehört zum Verbundgebiet des Verkehrsverbundes Mittelsachsen mit der Tarifzone 10. Zwischen 1902 und 1919 verkehrte in der Stadt Freiberg die Städtische Straßenbahn Freiberg in Sachsen mit einer Spurweite von 1000 Millimetern.

Ansässige Unternehmen
Schlägel und Eisen als Symbol des Bergbaus

Der Freiberger Silberbergbau beruhte auf dem Vorkommen von zirka 1.000 Erzgängen. Im Freiberger Bergrevier wurden etwa 180 verschiedene Mineralien gefunden. Der Bergbau förderte die Stadtentstehung entscheidend, war aber nicht allein für die Stadtgründung ausschlaggebend, denn etwa zur gleichen Zeit wurde der Landesausbau des südlichen Teils der Mark Meißen vorangetrieben. Der später auf andere Metalle erweiterte Erzbergbau, die Erzaufbereitung und -verhüttung, das damit in enger Verbindung stehende Handwerk, die Dienstleistung und weiterverarbeitende Industrien sowie die Wissenschaft, insbesondere die Montan- und Geowissenschaften, prägten über 800 Jahre die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Ein Beispiel ist das Deutsche Brennstoffinstitut, das für die Gaswirtschaft zuständig war.

In der Stadt waren neben dem Bergbau die Aufbereitung und Verhüttung fast aller Nichteisenmetalle, der Spurenelemente und Edelmetalle zu Hause. Freiberg und Muldenhütten waren Münzstätten. In Freiberg werden Halbleiterwerkstoffe hergestellt und Einkristalle gezüchtet. Der Maschinenbau (Papiermaschinen), der Metallleichtbau, die Elektronik, die feinmechanische und optische Industrie, die Lederindustrie, die Textilherstellung, die Porzellanindustrie und die Lebensmittelindustrie sind oder waren in der Stadt vertreten.

Wichtigster Arbeitgeber der Stadt ist derzeit die TU Bergakademie Freiberg. Eine chancenreiche wirtschaftliche Alternative zu den traditionell in Freiberg beheimateten Wirtschaftszweigen scheint sich mit der ressourcenschonenden Energiegewinnung und der Herstellung entsprechender technischer Anlagen zu entwickeln. Bisher gibt es folgende Einrichtungen und Anlagen:

Lokale Windkraftanlagen
Zwei Bürgerkraftwerke
Nutzung der Solarthermie in einem Seniorenheim
Wasserkraftanlage im Muldental in Halsbach
Holzgas-GuD-Kraftwerk Siebenlehn
Photovoltaikanlagen auf Freiberger Industriegebäuden
Private Photovoltaikanlagen auf Freiberger Dächern
Bau einer Erdgastankstelle bei Umstellung auf Erdgasfahrzeuge bei den Stadtwerken Freiberg
Geothermie
Freiberger Krankenhaus: im Sommer wird mit sauberer Luft aus dem Bergbau gekühlt und im Winter geheizt
Wärmepumpen als Heizung zur Warmwasseraufbereitung.

Für das Unternehmen Choren Industries, welche unter Einsatz von Fördermitteln als erstes Unternehmen weltweit eine Anlage zur Herstellung synthetischen BtL-Kraftstoffs durch Biomasseveredlung (Waldrestholz, Altholz) betreiben wollte, wurde am 6. Juli 2011 die vorläufige Insolvenzverwaltung[38][39] angeordnet. Die Insolvenz des ehemaligen Vorzeigeunternehmens war Auslöser für zahlreiche Medienberichte.[40]

Auf dem Gebiet der Hochtechnologie sind die Deutsche Solar AG (SolarWorld), die Siltronic AG, und die Freiberger Compound Materials GmbH tätig. Mit der Niederlassung der Deutschen Solar AG entstand in Freiberg in direkter Fortführung der Waferproduktion die größte integrierte Solarzellenfabrik Deutschlands, die jährlich Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 600 Megawatt produziert.[41] Am Standort Freiberg wird bereits seit der Gründung des VEB Spurenmetalle Freiberg 1957 Silizium verarbeitet.

Die 1995 gegründete ACTech GmbH Freiberg[42] verbindet Prototypenfertigung und Teileentwicklung mit dem Gießereihandwerk als Dienstleister im Bereich Gussteilentwicklung inzwischen auch mit Standorten in den USA und Indien.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Fremdenverkehr. Durch die Sehenswürdigkeiten und die historischen Bergbauanlagen ist Freiberg, das an der „Silberstraße“ liegt, vor allem für den technisch-historisch und kunsthistorisch interessierten Bildungstouristen ein Ziel. Seit Oktober 2008 existiert die Ausstellung terra mineralia im Schloss Freudenstein. Die Absicht, die Montanregion Erzgebirge, für die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes zu kandidieren, setzt neue Impulse.[43][44]

Sextant, Freiberger Präzisions­mechanik

Weiterhin sitzen in Freiberg Hersteller Feinmechanischer Geräte, von Messinstrumenten und pyrotechnischen Erzeugnissen.

Die Lebensmittelindustrie ist mit der Freiberger Brauhaus AG und der Molkerei Hainichen-Freiberg, die als Gemeinschaftsunternehmen (jeweils 50 %) von der Ehrmann AG und der Käserei Champignon Hofmeister betrieben wird, vertreten. Freiberg verfügt weiterhin über einen Dienstleistungssektor, vor allem spezialisiert sich die Stadt auf wissenschaftliche Dienstleistungen im Bereich der Geowissenschaften und der Geoinformatik, was über die üblichen Aufgaben eines Mittelzentrums hinausgeht.

Gesundheitswesen

1223 gab es mit dem St. Johannishospital das erste Krankenhaus in Freiberg. Die Kreiskrankenhaus Freiberg gGmbH[45] feierte am 8. November 2011 ihr 150-jähriges Jubiläum. Hauptgesellschafter des Krankenhauses ist der Landkreis Mittelsachsen, weiterer Gesellschafter ist die Sana Kliniken AG. Seit 1998 ist es eins von zehn Krankenhäusern der Schwerpunktversorgung in Sachsen. Das Krankenhaus besitzt ein zertifiziertes Schlaganfallzentrum.[46] 2010 wurde das Krankenhaus Akademisches Lehrkrankenhaus der medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden.

Medien
Fernsehen: Stadtfernsehen Freiberg „eff3“ (bis 2015?)[47]
Presse: Freie Presse, Wochenspiegel – Freiberger Anzeiger, Freiberger Lesehefte (1998–2011)
Bildung und Forschung
Hauptgebäude der Universität in der Akademiestraße

Die Technische Universität Bergakademie Freiberg ist die älteste noch existierende montanwissenschaftliche Bildungseinrichtung der Welt. Sie wurde 1765, im Zeitalter der Aufklärung, durch Prinz Xaver als Ausbildungsstätte für Bergleute in Freiberg gegründet, als Sachsen nach der Niederlage im Siebenjährigen Krieg den Bergbau forcieren musste, um Reparationen zu zahlen.

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg wurde im Jahre 1515 als Städtische Lateinschule gegründet und war damit das erste humanistische Gymnasium in Sachsen. Es verfügt über die wertvolle Andreas-Möller-Bibliothek, zwei Chöre, die Bläsergruppe Musica Concordia und zahlreiche Sportgruppen. Das Gymnasium besteht aus zwei Schulgebäuden, deren Rekonstruktion und Modernisierung 2002 beziehungsweise 2004 abgeschlossen wurden. Das Albertinum ist das Haupthaus und beherbergt neben der Schulleitung die Klassenstufen 9 bis 12, das Haus Dürer, benannt nach dem Maler Albrecht Dürer, die Klassenstufen 5 bis 8.

Das Ulrich-Rülein-Gymnasium entstand 1992 aus den polytechnischen Oberschulen Lenin und Gorki. Im Jahr 2007 wurde das Gymnasium mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium zusammengelegt und kurzzeitig als Gebäude Rülein des Geschwister-Scholl-Gymnasiums weitergeführt.

Das Freiberg-Kolleg ist eine staatliche Einrichtung des zweiten Bildungswegs im Land Sachsen. Es bietet Erwachsenen die Möglichkeit, nach Abschluss einer Berufsausbildung in Vollzeit die allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Das Freiberg-Kolleg ist mit dem Gründungsjahr 1949 das älteste der vier[48] Kollegs in Sachsen. Zurzeit lernen hier zirka 260 Schüler.

Garnison

Freiberg war bis 1945 Garnisonsstadt der Sächsischen Armee, Reichswehr und Wehrmacht. Errichtet wurde u. a. die König-Friedrich-August-Kaserne.

Persönlichkeiten
Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Freiberg
Literatur
Gustav Eduard Benseler: Geschichte Freibergs und seines Bergbaues. 2 Bände. Freiberg 1843/1853. (Digitalisat)
Freiberger Land (= Werte unserer Heimat. Band 47). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1988.
Karlheinz Blaschke: Freiberg. Deutscher Städteatlas, Lieferung II, Nr. 2. Dortmund 1979.
August Breithaupt: Die Bergstadt Freiberg im Königreich Sachsen. In Hinsicht auf Geschichte, Statistik, Kultur und Gewerbe, besonders auf Bergbau und Hüttenwesen skizzirt. Craz und Gerlach Verlag, Freiberg 1847. (Digitalisat)
Hubert Ermisch: Urkundenbuch der Stadt Freiberg in Sachsen. Band I–III. Leipzig 1883–1891.( = Codex diplomaticus Saxoniae regia II, 12–14.) (Digitalisate Band I, Band II, Band III)
Tom Graber: Urkundenbuch des Zisterzienserklosters Altzelle. Erster Teil 1162–1249. (= Codex diplomaticus Saxoniae II, 19). Hannover 2006.
Horst-Günther Hahmann: Bergbauwanderungen in und um Freiberg. Bildverlag Böttger, Witzschdorf 2012, ISBN 978-3-937496-48-1.
Walther Herrmann: Das Freiberger Bürgerbuch 1486–1605. (= Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte. 2). Dresden 1965.
Yves Hoffmann, Uwe Richter (Hrsg.): Denkmale in Sachsen. Stadt Freiberg. Beiträge I–III. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland). Werbung & Verlag, Freiberg 2002–2004, ISBN 3-936784-00-0.
Yves Hoffmann, Uwe Richter: Entstehung und Blüte der Stadt Freiberg. Die bauliche Entwicklung der Bergstadt vom 12. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2012, ISBN 978-3-89812-930-5.
Yves Hoffmann, Uwe Richter (Hrsg.): Die Frühgeschichte Freibergs im überregionalen Vergleich. Städtische Frühgeschichte – Bergbau – früher Hausbau. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2014, ISBN 978-3-95462-132-3.
Hanns-Heinz Kasper, Eberhard Wächtler (Hrsg.): Geschichte der Bergstadt Freiberg. Böhlau, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0051-1.
Heinrich Magirius: Der Freiberger Dom. Forschungen und Denkmalpflege. Weimar 1972.
Andreas Möller: Theatrum Chronicum Freibergense. Beschreibung der alten löblichen Berghauptstadt Freyberg in Meissen. Freyberg 1653.
Margot Pfannstiel: Die Tulpenkanzel. Bilder aus der Geschichte Freibergs und des Erzbergbaus. 2. Auflage. Urania-Verlag, Leipzig/Jena/Berlin 1983.
Uwe Richter: Archäologische Untersuchungen im Freiberg. Neue Erkenntnisse zur Frühgeschichte der Stadt. (= Schriftenreihe des Stadt- und Bergbaumuseums Freiberg. 12). Freiberg 1995.
Uwe Schirmer: Der Freiberger Silberbergbau im Spätmittelalter (1353–1485). In: Neues Archiv für sächsische Geschichte. 71, 2001, S. 1–26.
Richard Steche: Freiberg. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 3. Heft: Amtshauptmannschaft Freiberg. C. C. Meinhold, Dresden 1884, S. 8.
Manfred Unger: Stadtgemeinde und Bergwesen Freibergs im Mittelalter. (= Abhandlungen zur Handels- und Sozialgeschichte, 5). Weimar 1963.
Otfried Wagenbreth, Eberhard Wächtler (Hrsg.): Der Freiberger Bergbau. Technische Denkmale und Geschichte. 2. Auflage. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1988, ISBN 3-342-00117-8.
Günther Wartenberg: Die Einwirkungen Luthers auf die reformatorische Bewegung im Freiberger Gebiet und auf die Herausbildung des evangelischen Kirchenwesens unter Herzog Heinrich von Sachsen. In: Herbergen der Christenheit 1981/82. Berlin. 1982, S. 93–117.
Filmografie
Bilderbuch Deutschland. Freiberg, Dokumentation, Produktion: MDR, Regisseurin: Birgit von Gagern, Erstausstrahlung: 19. November 2000, 45 Min[49]
Weblinks
 Commons: Freiberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Freiberg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Freiberg – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Freiberg (Sachsen) – Reiseführer
Atlas Mittelsachsen
Linkkatalog zum Thema Freiberg (Sachsen) bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Offizielle Website der Stadt
Website der Stadtmarketing Freiberg GmbH
Freiberg im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
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