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Geschichte
Kleinstadtidylle, Bullachstraße, Nähe Amper
Bis zum 19. Jahrhundert

Der Name Fürstenfeldbruck ist die Anreihung der Namen Fürstenfeld und Bruck.

Der Namensteil Fürstenfeld (Feld des Fürsten) sagt aus, dass diese Flur ehemals zum Besitz der Wittelsbacher gehörte. Dort wurde im Jahre 1263 das Zisterzienserkloster Fürstenfeld gegründet.

Siehe auch: Burgstall Engelsberg und Burgstall Gegenpoint
Kloster Fürstenfeld

Die Siedlung Bruck in direkter Nachbarschaft des Klosters war schon vorher am dortigen Amper-Übergang entstanden. Für die Überquerung dieser Brücke, die zu der – damals sehr bedeutenden – Salzstraße gehörte, erhob die Familie der Gegenpointer im Auftrag der Welfen Zoll.

Um diese Zollstation und eine dort gegründete Poststation wuchs eine Siedlung, die erstmals 1306 als Markt bezeichnet wurde. 1340 erwarb das Kloster die Grundherrschaft und das Dorfgericht über den Markt. 1425 gingen auch die letzten Besitzrechte von den Gegenpointern an das Kloster über. 1440 konnte die Leonhardskirche in Bruck geweiht werden. 1569 wurde erstmals die Brucker Poststation genannt. Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Kloster Fürstenfeld im Barockstil neu erbaut.

Im Jahre 1803 wurde das Kloster säkularisiert und ganz langsam entwickelte sich eine bürgerliche Selbstverwaltung. Seit 1873 ist Bruck mit der Bahn zu erreichen (Anschluss an die Bahnstrecke München-Lindau). Gerade auch die bessere Erreichbarkeit für die Münchner führte zu einem Aufschwung Brucks als Ausflugsziel. Beliebt waren hierbei das (Heil-)Bad in der Amper, Naturgenuss rings um den Markt (besonders seien hierbei auch jene Künstler hervorgehoben, die die Umgebung malend erkundeten) sowie das Schlittenfahren im Winter. Unter dem Elektropionier und Vater des Deutschen Museums Oskar von Miller (dessen Vater, der Erzgießer Ferdinand von Miller, aus Bruck gebürtig war) ging 1892 das erste gemeindliche Elektrizitätswerk Bayerns ans Netz.

20. Jahrhundert

Unterschiedliche Schreibweisen des Marktes Bruck durch verschiedene Behörden veranlassten die Regierung, eine einheitliche Bezeichnung festzulegen: Sie lautet seit dem 6. August 1908 Fürstenfeldbruck.[2]

Amperbrücke Fürstenfeldbruck

Am 30. September 1935 wurde der Markt zur Stadt erhoben. 1936 wurde der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck für die Luftwaffe fertiggestellt. Im April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen die Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl durch die Eingliederung von Heimatvertriebenen stark an.

Mit der Anbindung an die S-Bahn München im Jahr 1972 gewann Fürstenfeldbruck weiter an Bedeutung und die Bevölkerungszahl nahm rasch zu. Im gleichen Jahr – während der Olympischen Spiele – missglückte die Befreiung israelischer Olympiateilnehmer aus der Gewalt palästinensischer Terroristen auf dem Gelände des Fliegerhorsts. Seit 1978 gehören im Zuge der Gebietsreform in Bayern auch Aich, Hasenheide, Lindach, Neulindach, Pfaffing und Puch zu Fürstenfeldbruck. Dies konnte nicht verhindern, dass seit 1970 Fürstenfeldbruck nur noch die zweitgrößte Gemeinde des Landkreises ist, da das München benachbarte Germering einen noch stärkeren Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hatte.

21. Jahrhundert

Der Landkreis wuchs zu Beginn des neuen Jahrhunderts auf über 190.000 Einwohner, die Wohnbebauung seiner östlichen Bereiche wuchs teilweise sehr nah an die Landeshauptstadt München heran. Am 1. Januar 2006 wurde Fürstenfeldbruck zur Großen Kreisstadt erhoben.[3] Somit trägt das Stadtoberhaupt seitdem den Titel Oberbürgermeister.

Altstadt Pruggmayrstraße⊙48.17743311.256673

Ein wichtiges Diskussionsthema der Stadtentwicklung schon im 20. Jahrhundert und dann im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war die Entwicklung der Guten Stube von Bruck (von der Amper bis zum Neuen Rathaus) in engem Zusammenhang mit der Entwicklung des Straßenverkehrs – führt doch die Bundesstraße B 2 direkt durch das Zentrum. Nach langer Diskussion fand eine Fokussierung auf die sogenannte Deichenstegtrasse statt, auf der der Durchgangsverkehr das betroffene Gebiet östlich und mit einer neuen Amperquerung umfahren sollte. Nachdem ein Referendum gegen die Deichenstegtrasse zuvor gescheitert war, stimmten die Bürger am 27. September 2009 dann doch mehrheitlich gegen die Umgehung.

Verkehrspolitisch ebenfalls von Bedeutung ist die Taktung der S4, die trotz hoher Auslastung im Unterschied zu anderen Linien nur im 20-Minuten-Takt fährt. Gegen die Verknüpfung substantieller Verbesserungen mit der (unsicheren) Realisierung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke regt sich in der Region Widerstand aus Politik und Zivilgesellschaft.[4][5]

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1978 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Puch und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Aich und Malching eingegliedert.[6] Am 1. Mai 1978 kamen kleine Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Biburg hinzu.[7]

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner[8] 1.871 3.438 4.656 5.892 9.588 13.170 19.158 23.089 30.338 31.553 32.032 32.405 33.533 34.152 35.708

Politik
Stadtrat und Oberbürgermeister

Der Stadtrat hat 40 Mitglieder. Die Sitzverteilung stellt sich seit der Kommunalwahl vom 16. März 2014 im Vergleich mit den vorigen Wahlen wie folgt dar:

Partei / Liste 2014 2008 2002
CSU 14 Sitze 17 Sitze 19 Sitze
Brucker Bürgervereinigung (BBV) 11 Sitze 5 Sitze 5 Sitze
SPD 6 Sitze 8 Sitze 8 Sitze
Grüne 4 Sitze 4 Sitze 2 Sitze
Freie Wähler Fürstenfeldbruck 2 Sitze 3 Sitze 3 Sitze
FDP / Parteifreie Brucker 1 Sitz 3 Sitze 2 Sitze
ÖDP 1 Sitz
Piratenpartei 1 Sitz
REP 1 Sitz
Gesamtzahl der Sitze 40 Sitze 40 Sitze 40 Sitze
Wahlbeteiligung 48,3 % 51,8 % 55,5 %

Oberbürgermeister der Stadt ist seit 21. Mai 2017 Erich Raff (CSU). Er konnte sich in der Stichwahl mit 52,01 % der abgegebenen gültigen Stimmen gegen den Bewerber der BBV und der Grünen, Martin Runge durchsetzen. Die vorgezogene Wahl wurde notwendig, da der bisherige Amtsinhaber Klaus Pleil (BBV) gesundheitsbedingt aus dem Amt scheiden musste.

Wappen

Wegen der langen Abhängigkeit vom Kloster Fürstenfeld entstand ein eigenständiges Brucker Wappen erst relativ spät. Die erste Wappenverleihung erfolgte 1813.
Das heutige Wappen zeigt im Schildhaupt die bayerischen Rauten, darunter vor rotem Grund eine Brücke, die mit einem goldenen Kreuz geschmückt ist.
So vereint das Wappen die christliche (klösterliche) Tradition des Ortes mit der merkantil-bürgerlichen Tradition der Brücke an der Fernhandelsstraße.

Städtepartnerschaften

Livry-Gargan (Frankreich) (seit 28. Juni 1967)
Cerveteri (Italien) (seit 29. Juni 1973)
Wichita Falls (USA) (seit 3. Dezember 1985)
Zadar (Kroatien) (seit 2. Oktober 1989)
Almuñécar (Spanien) (seit 25. Juni 2005)

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Literatur

Die Nachkriegsatmosphäre in Fürstenfeldbruck ist Thema des umstrittenen Romans Trümmerkind des in Fürstenfeldbruck geborenen Autors Bernd Späth.

Veranstaltungen und Tagungen
St. Leonhard
St. Leonhard, Innenraum
Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld auf dem Gelände des ehemaligen Zisterzienserklosters bietet vielfältige Möglichkeiten für die unterschiedlichsten Veranstaltungen und Tagungen.
Das Brucker Volksfest findet an ca. 10 Tagen, die den letzten Aprilsonntag und den 1. Mai beinhalten, auf dem Volksfestplatz an der Julie-Mayr-Straße statt.
Seit 1996 findet im Juli in der gesamten Fürstenfeldbrucker Innenstadt das Altstadtfest statt.
Am 5. September vor dem Fliegerhorst: Gedenken an die Opfer des Olympia-Attentats von 1972
Jedes Jahr um den Monatswechsel Oktober zu November findet in Fürstenfeldbruck die Leonhardifahrt zu Ehren des Heiligen Leonhard statt. Dabei werden die festlich geschmückten Pferde gesegnet und ziehen anschließend in einer großen Runde durch die Stadt. Die Fürstenfeldbrucker Sankt-Leonhard-Kirche spielt an diesem Feiertag natürlich eine besondere Rolle.
Alljährlich am Samstag vor dem Volkstrauertag (zwei Sonntage vor dem Ersten Advent) Gedenkveranstaltung der Luftwaffe an die Toten der Luftwaffe und Luftfahrt am Luftwaffenehrenmal.
An den Adventswochenenden findet auf dem Viehmarktplatz der Christkindlmarkt statt.
Alljährlich am 13. Dezember pflegt man in Fürstenfeldbruck zu Ehren der Heiligen Lucia einen einzigartigen Brauch, das Lucien-Häuschen-Schwimmen. Von Kindern gefertigte Nachbildungen von Gebäuden der Stadt werden der nächtlichen Amper feierlich übergeben. Durch brennende Kerzen im Inneren der kleinen Kunstwerke wird der dunkle Fluss stimmungsvoll erleuchtet.
Museen

Das Stadtmuseum Fürstenfeldbruck, angesiedelt auf dem Areal des ehemaligen Zisterzienserklosters Fürstenfeld, befasst sich mit Heimatkunde und Geschichte der Kreisstadt und deren Umgebung. Die Schwerpunkte der Dauerausstellung sind hierbei die Epoche der römischen Herrschaft im Umkreis der heutigen Stadt, die Geschichte des Klosters sowie das bürgerliche Leben in Bruck zur Zeit der vorletzten Jahrhundertwende.
Ergänzt wird das Angebot durch zeitlich begrenzte Ausstellungen zu verschiedenen, die Region betreffenden Themen.

Am Bahnhof befindet sich das Feldbahnmuseum des Modelleisenbahnclubs Fürstenfeldbruck e. V.

Das Energiemuseum der Stadtwerke ist im Kraftwerk der ehemaligen Klosterökonomie Fürstenfeld untergebracht. Kernstück der Ausstellung ist die Maschinenhalle mit einer Francis-Turbine. Eine Lehrsammlung befasst sich mit der Stromerzeugung und -verteilung sowie mit den berühmten Persönlichkeiten aus dem Elektrizitätswesen. „Von der Kerze bis zur Halogenlampe“ und „Vom Kraftwerk bis zur Steckdose“ reicht das Informationsangebot der Ausstellung.

Bauwerke
Klosterkirche St. Maria
Ehemaliges Zisterzienser-Kloster Fürstenfeld. Eines der ehemaligen Hausklöster der Wittelsbacher, gegründet 1263 von Herzog Ludwig II., genannt „Der Strenge“, als Sühne für die ungerechtfertigte Hinrichtung seiner Ehefrau Maria von Brabant. Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt gilt als ein Hauptwerk des süddeutschen Spätbarocks.
St. Magdalena
Pfarrkirche St. Magdalena. Ein Bau der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, wohl aus der Miesbacher Bauschule, erneuert in Formen des späten Rokoko.
Wallfahrtskirche St. Leonhard. Ein seltener gotischer Zentralbau, der für die Leonhards-Wallfahrten und die damals üblichen Durchquerungen der Kirche zu Pferde im 15. Jahrhundert errichtet worden war.
Aumühle. Ein Industriedenkmal des späten 19. Jahrhunderts, heutige Stadtbibliothek von Fürstenfeldbruck und Sitz der Stadtwerke, früher Bullach-Mühle oder Altmil genannt, erste urkundliche Erwähnung 1331.
Altes Rathaus
Altes Rathaus. Die späte Einrichtung eines Rathauses in einem umgebauten Geschäftshaus erklärt sich aus der langen Abhängigkeit des Marktes Bruck vom nahen Kloster Fürstenfeld. Wegen dieser, erst durch die Säkularisation beendeten, politischen Konstellation, war ein bürgerliches Verwaltungszentrum bis in das 19. Jahrhundert hinein keine vordringliche Notwendigkeit gewesen. Das Gebäude wurde 1866 bis 1868 nach Plänen des Münchner Architekten Johann Marggraff errichtet. Darin sind Medaillons des in Fürstenfeldbruck geborenen Erzgießers Ferdinand von Miller, dem Erbauer der Bavaria bei der Ruhmeshalle über der Theresienwiese zu besichtigen. Heute finden im Sitzungssaal des ehemaligen Rathauses Hochzeiten statt.
Sankt Peter und Paul in Aich. Die jetzige Kirche besteht seit dem Jahr 1728. In der Einrichtung finden sich noch einige interessante Stücke des gotischen Vorgängerbaus. Andere Teile der Kirche weisen Züge des Rokoko auf.
Sankt Sebastian in Puch. Kirche im spätgotischen Stil – jedoch mit Stuckverzierungen. Vieles in der Kirchenausstattung weist auf die Verehrung der Seligen Edigna hin, die laut einer Legende in der benachbarten „1000-jährigen Linde“ ein Einsiedlerleben geführt haben soll. Der Schriftsteller Julius Langbehn liegt auf dem kleinen Friedhof begraben.
Bahnhof Fürstenfeldbruck, wurde in den Jahren 1871 und 1872 gebaut.
Alter Schlachthof und Badeanstalt auf der Lände. Der Alte Schlachthof auf der Lände wurde im April 1911 eröffnet. Architekt war Adolf Voll. Das Konzept beinhaltete die Kombination von Schlachthof und Volksbadeanstalt zur Verbesserung der hygienischen Verhältnisse. Beide Einrichtungen konnten auf gemeinsame technische Einrichtungen zurückgreifen.
Ehrenmal der Luftwaffe zur Erinnerung an alle gefallenen und tödlich verunglückten Angehörigen der Luftwaffe beider Weltkriege, der Luftfahrt und der Luftfahrtindustrie. (Errichtet 1962 von der Stiftung Luftwaffenehrenmal e. V., am 20. Mai 1966 an die Luftwaffe übergeben)
Die Erlöserkirche wurde 1925 errichtet.
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Fürstenfeldbruck
Parks
Der schönste Park von Fürstenfeldbruck liegt östlich der Hauptstraße. Mit seinem alten Baumbestand ist er ein Naherholungsgebiet für die Bevölkerung. Er grenzt an das Landschaftsschutzgebiet Hölzl an, ein Naherholungsgebiet, durch das die Amper mit vielen Abzweigungen fließt.
Der Fürstenfeldbrucker Stadtpark befindet sich südlich der Altstadt zwischen der Hauptpost und den Stadtwerken.
Die kleinste Parkanlage befindet sich beim Zusammentreffen von Augsburgerstraße (Hauptstraße) und Maisacherstraße.
Ein kleiner Park besteht auch rund um das Stadterhebungsdenkmal nördlich des Hallenbads.
Der Waldfriedhof im Fürstenfeldbrucker Westen ist in parkähnlichem Charakter angelegt.
Naturdenkmäler

Bekannt ist die uralte Edignalinde im Stadtteil Puch.

Sport

Im Internetauftritt der Stadt genannt werden (im November 2009) 61 Sportvereine. Einige bekannte Beispiele sind:

Boxclub Piccolo e. V.
EV Fürstenfeldbruck
Fursty Razorbacks
Sportclub Fürstenfeldbruck von 1919 e. V.
TSV-West e. V.
TuS Fürstenfeldbruck e. V.
Judoclub Fürstenfeldbruck e. V.

Der BSV Fürstenfeldbruck spielt seit der Saison 2010/2011 in der 1. Bundesliga Pool.

Seit 2013 werden jährlich die Brain Games, eines der größten deutschen Schnellschach-Turniere, in der Marthabräuhalle ausgetragen.[9][10]

Kulinarische Spezialitäten

Die traditionelle Küche bzw. Bewirtung orientiert sich an den Münchner und altbairischen Spezialitäten:
Die Münchner Weißwurst, der Leberkäs bzw. die Leberkässemmel, die Brezn, die Ausgezogenen (ein rundes Schmalzgebäck) und die bayerischen Biere. In der Stadt befindet sich der Hauptsitz der König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg (Produkte sind zum Beispiel König Ludwig Weissbier Hell und König Ludwig Dunkel).

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Empfangsgebäude des Bahnhofs Fürstenfeldbruck
Die Entfernung zu der Bundesautobahn 8 München–Stuttgart und der Bundesautobahn 96 München–Lindau beträgt jeweils ca. 10 km
Bundesstraße 2 und Bundesstraße 471
Staatsstraße 2054
Kreisstraße Fürstenfeldbruck 17
Bayerische Allgäubahn: S4 und (teilweise) S20 der Münchner S-Bahn mit zwei Haltepunkten im Stadtgebiet: Fürstenfeldbruck und Buchenau
Anbindung am S-Bahnhof FFB an die MVV-Buslinien 736, 839, 840, 843, 844, 846, 847, 852, 873, X845, X900
Anbindung am S-Bahnhof FFB-Buchenau an die MVV-Buslinien 838, 840, X900
Der Flugplatz Fürstenfeldbruck ist eine ehemalige Flugbetriebsfläche der Luftwaffe, nördlich des von der Bundeswehr auch heute noch genutzten Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck. Teile der Flugbetriebsfläche werden für zivile Kleinstflugzeuge genutzt.
Außerdem wird der Bahnhof FFB einmal werktags von KBS 650 von/nach Memmingen bedient.
Ansässige Unternehmen

Die größten Arbeitgeber in Fürstenfeldbruck sind ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH (Zentrale), die Kreisklinik Fürstenfeldbruck, die Sparkasse Fürstenfeldbruck, Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Fürstenfeldbruck, das Landratsamt, Güntner GmbH & Co. KG (Zentrale), Schleifring und Apparatebau GmbH (Zentrale), die Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck sowie die König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg.[11]

Medien
Der Sitz des regionalen Hörfunksenders 106.4 Top FM befindet sich in Fürstenfeldbruck.
Wochenzeitung Kreisbote: Erscheint in Fürstenfeldbruck sowie im Umland.
Tageszeitungen am Ort sind die Fürstenfeldbrucker SZ (eine Regionalausgabe der Süddeutschen Zeitung) sowie das Fürstenfeldbrucker Tagblatt (eine Regionalausgabe des Münchner Merkur).
Soziale Einrichtungen
Ökumenische Nachbarschaftshilfe mit Sozialdienst e. V. Fürstenfeldbruck und Emmering, Mehrgenerationenhaus mit Tagespflegeeinrichtung und Sozialstation
Stiftung Kinderhilfe Fürstenfeldbruck: Zweck der Stiftung Kinderhilfe ist die Förderung und Integration behinderter oder von Behinderung bedrohter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener
Kompass Brucker Weg: Ein renommiertes und seit mehr als zehn Jahren bestehendes sozialpädagogisches Betreutes Wohnen für ehemals drogenabhängige und drogengefährdete Jugendliche und junge erwachsene Mädchen, Jungen, Frauen und Männer
Caritas-Zentrum Fürstenfeldbruck: Verschiedene (Beratungs-)Angebote – Schuldenberatung, Sucht und Abhängigkeit, Ehrenamt und Freiwilligendienste, Leben im Alter, Senioren, Selbsthilfegruppen, Kompetenzzentrum für Demenz, Gebrauchtbuchladen usw.
Staatliche Einrichtungen
Eingang zum Fliegerhorst Fürstenfeldbruck
Amtsgericht
Bundeswehr
Hauptartikel: Fliegerhorst Fürstenfeldbruck
Mit ca. 1700 Beschäftigten (Soldaten, Beamte, Angestellte und Arbeiter) war die Bundeswehr bislang der größte Arbeitgeber in Fürstenfeldbruck. Der Fliegerhorst war bis 1994 einer der größten Bundeswehrstandorte in Süddeutschland. Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr soll der Standort Fürstenfeldbruck 2023 nun vollständig aufgegeben werden; die bislang dort stationierten Dienststellen werden nach Schleswig Holstein und Nordrhein-Westfalen verlegt oder werden aufgelöst (in Klammer: Planungsabsicht zur jeweiligen Dienststelle).[12]
Kommando 1. Luftwaffendivision (Bereits 2013 aufgelöst)
Offizierschule der Luftwaffe (Verlegung der Offizierausbildung nach Roth nach Fertigstellung der dortigen Neubaumassnahmen, ca. 2023)
Flugmedizinisches Institut der Luftwaffe (Verlegung nach Köln NRW nach Neubau der dortigen Infrastruktur; keine genauen Planungsdaten bekannt)
Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr, Schule für Wehrgeophysik (Verlegung nach Euskirchen NRW nach Neubau der dortigen Infrastruktur; keine Planungsdaten bekannt.)
Offizierschule der Luftwaffe Ausbildungszentrum für Abbildende Aufklärung Lw (Verlegung nach Jagel / Kropp Schleswig Holstein zum Taktischen Geschwader 51 nach Neubau der dortigen Infrastruktur. Keine Planungsdaten bekannt.)
Luftwaffenunterstützungskompanie (Auflösung)
Lehrmittelwerkstatt der Luftwaffe (Auflösung/Verlegung)
Kraftfahrausbildungszentrum (Auflösung)
Sanitätszentrum (Auflösung)
Sektor für Informationstechnik 1 (Umgliederung und Verlegung nach Untermeitingen nach Anpassung der dortigen Infrastruktur.)
Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (Auflösung)
Evangelisches und katholisches Militärpfarramt (Auflösung)

Die geplante Verlegung eines der fünf Organisationselementen nach Roth hat im Februar 2017 die Kritik des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages an dem verschwenderischen Umgang mit Steuergeldern hervorgerufen. Die Sinnhaftigkeit der Verlegung sei nicht nachvollziehbar. Während in Fürstenfeldbruck hervorragende Ünterkünfte und Einrichtungen verfügbar seien, würde an anderer Stelle neu gebaut. Insgesamt übersteigen die Investitionen nach Roth, Jagel, Köln, Euskirchen und Untermeitingen das ca. zehnfache der Sanierungskosten am Standort Fürstenfeldbruck.
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern – Fachbereich Polizei
Staatliches Schulamt Fürstenfeldbruck
Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck der bayerischen Polizei
Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck
Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck
Technisches Hilfswerk, Ortsverband Fürstenfeldbruck
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck
Bildung
Graf-Rasso-Gymnasium
Viscardi-Gymnasium
Ferdinand-von-Miller-Realschule
Staatliche Berufsschule Fürstenfeldbruck
Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Fürstenfeldbruck
Grund- und Mittelschule Nord Fürstenfeldbruck
Hauptschule West
Richard-Higgins-Grundschule (früher: Grundschule West)
Grundschule am Niederbronner Weg
Philipp-Weiß-Schule
Brucker Forum e.V. – kath. Kreisbildungswerk
Volkshochschule Fürstenfeldbruck
Stadtbibliothek in der Aumühle
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Johann Baptist Miller (1823–1899), 1. Bürgermeister von 1. Oktober 1857 bis 1. Januar 1894[13]
Ferdinand von Miller (1813–1887), Erzgießer, Erbauer der Bavaria
Söhne und Töchter der Stadt
Josef Drexl (* 1962), deutscher Jurist
Robert Glatzel (* 1994), Fußballspieler
Karl Groß (1869–1934), deutscher Bildhauer und Goldschmied
Olaf Ittenbach (* 1969), deutscher Horrorfilm-Regisseur
Anna Katharina Kränzlein (* 1980), Violinistin, Gründungsmitglied von Schandmaul
Corinna Lechner (* 1994), Radrennfahrerin
Eva-Maria May (* 1985), Schauspielerin
Ernst W. Mayr (* 1950), Informatiker, Professor der TU-München, Leibniz-Preisträger
Alexander Mazza (* 1972), Fernsehmoderator
Ferdinand von Miller (1813–1887), Erzgießer, Erbauer der Bavaria
Erich Raff (* 1953), Oberbürgermeister
Erni Singerl (1921–2005), bayerische Volksschauspielerin
Bernd Späth (* 1950) deutscher Schriftsteller
Johann Baptist Stiglmaier (1791–1844), Erzgießer und Bildhauer
Lars-Henrik Walther (* 1968), Handballprofi
Falk Wiesemann (* 1944), Historiker und Hochschullehrer
Personen mit Bezug zu Fürstenfeldbruck
Edigna von Puch († 1109), Einsiedlerin im Hochmittelalter, nach der Legende lebte sie in einer hohlen Linde in dem heutigen Brucker Stadtteil.
Johannes Mathesius (1504–1565), Luther-Biograf und Reformator: In Bruck bei Fürstenfeld studierte er im Hause des Pfarrers Zacharias Weichsner während seiner Lehr- und Wanderjahre Luthers Lehren.
Oskar von Miller (1855–1934), Gründer des Deutschen Museums, Erbauer des ersten deutschen Elektrizitätswerkes, Sohn des in Fürstenfeldbruck geborenen Ferdinand von Miller
Adolf Des Coudres (1862–1924), Landschaftsmaler, gestorben in Fürstenfeldbruck
Dr. Owlglass (eigentlich Hans Erich Blaich; 1873–1945), Schriftsteller, Lyriker und Redakteur beim Simplicissimus, gestorben in Fürstenfeldbruck
Melchior Kern (1872–1947), Maler; gründete und leitete bis 1911 in Fürstenfeldbruck eine Malschule
Henrik Moor (1876–1940), Kunstmaler
Selma Des Coudres (1883–1956), Malerin, gestorben in Fürstenfeldbruck
Paul Heinzelmann (1888–1961), Schriftsteller, Drucker und Verleger; Begründer des Steinklopfer-Verlags Fürstenfeldbruck
Justus Beyer (1910–1989), Jurist und SS-Führer, gestorben in Fürstenfeldbruck
Hubertus Grunhofer (1922–2000), Generaloberstabsarzt der Bundeswehr, gestorben in Fürstenfeldbruck
Richard W. Higgins (1922–1957), Pilot der USAF, opferte 1957 sein Leben, um einen Flugzeugabsturz über Fürstenfeldbruck zu verhindern
Guido Zingerl (eigentlich Heinrich Scholz; * 1933), Kunstmaler, Zeichner, Karikaturist
Radu-Anton Maier (geb. 1934), Maler, Grafiker, Buchillustrator
Horst Ganea (1938–2006), Maler, Grafiker, Karikaturist, Fotograf, gestorben in Fürstenfeldbruck
Horst Wawrzynski (* 1952), Polizeibeamter, Polizeipräsident in Leipzig 2008–2012 und 2013 Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in Leipzig
Alexander Wesselsky (* 1968), Sänger und Musiker, wohnt größtenteils in Fürstenfeldbruck und besuchte dort das Viscardi-Gymnasium
Sonstiges
FFB ist neben dem Autokennzeichen von Fürstenfeldbruck auch ein Lied der Spider Murphy Gang mit der Textzeile „Ja sie wui so gern wieda hoam, nach FFB“.
Fürstenfeldbruck ist der Handlungsort des Kriminalromans Werbevoodoo des Schriftstellers Ono Mothwurf sowie des Romans von Bernd Späth Über das Glück der Depperten[14],
Der Film The Burning Moon des deutschen Splatterregisseurs Olaf Ittenbach wurde 1992 teilweise in Fürstenfeldbruck gedreht.
Literatur
Carl A. Hoffmann: Fürstenfeldbruck. In: Der Landkreis Fürstenfeldbruck. 1992. ISBN 3-9803189-0-7
Andreas Toscano del Banner: Kunst- & Kulturführer – Region München. W. Ludwig Verlag, München 1992. ISBN 3-7787-2129-1. S. 78 f.
Volker Liebe, Robert Weinzierl: Denkmäler in Bayern. Band I.12. Landkreis Fürstenfeldbruck. Lipp-Verlag, München 1996. ISBN 3-87490-574-8
Birgitta Klemenz (Hrsg.): Fürstenfeldbruck. Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2006. ISBN 3-7954-1809-7
Walter Irlinger, Toni Drexler und Rolf Marquardt (Hrsg.): Landkreis Fürstenfeldbruck – Archäologie zwischen Ammersee und Dachauer Moos. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2007. ISBN 978-3-8062-2079-7.
Weblinks
 Commons: Fürstenfeldbruck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Offizielle Website der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck
Eintrag zum Wappen von Fürstenfeldbruck in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Fürstenfeldbruck: Amtliche Statistik des LfStat (PDF; 1,66 MB)