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Geschichte
Mittelalter

Gedern wurde am 24. Mai 780 erstmals in einer vom Kloster Lorsch ausgestellten Urkunde als Gauuirada/Gauuirida erwähnt.[4] 797 schenkte Regniher die Gederner Marienkirche samt 18 Hörigen dem Kloster Lorsch. 1000 n. Chr. wird Gedern in einer Fuldarer Urkunde als „Gewiridi“ erwähnt, 1187 wird „Wenings“ erstmals in einem Besitzverzeichnis der Johanniter zu Nidda erwähnt. 1247 fiel Gedern nach dem Tod Gerlachs von Büdigen an die von Breuberg und Trimberg. Erbberechtigt waren die Geschlechter Kempenich, Ysenburg und Breuberg.

1316 belehnte Erzbischof Balduin von Trier Eberhard III. von Breuberg mit der Gerichtsbarkeit von Gedern und der Hälfte des Ortes. 1320 wird Ober-Seemen erstmals als „Ober-Siemene“ erwähnt, als Luther von Isenburg in einer Urkunde den Verkauf des „Zehnten“ bestätigt. Das Landgericht Gedern fiel 1327 an Trimberg. 1336 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer Wenings die Stadtrechte. Die erste Pestwelle suchte Gedern in den Jahren 1348–1352 heim. Die Verleihung der Markt- und Stadtrechte an Konrad von Trimberg für den Ort „Gaudern“ (Gedern) durch Kaiser Karl IV. erfolgte 1356. Die Linie Trimberg starb 1376 aus und „Gaudern“ (Gedern) fiel an Eppenstein-Königstein. 1381 verpfändete Eberhard von Eppenstein das Gederner Gericht an Engelbert von Lißberg und an die Herren von Hanau und Schlitz. 1398 fand Gottfried von Eppenstein mit 330 Gulden den Johann von Rodenstein in Lißberg ab; die Herren von Lißberg waren ausgestorben. 1424 waren alle Pfandrechte an Gedern abgelöst, somit war Eppenstein Alleinbesitzer. Während des Bauernaufstandes 1431 wurden die Eisenhütten von Gedern und Hirzenhain zerstört. 1465 kaufte Eberhard von Eppenstein die Wüstung „Klein Niddern“, somit wird auch die Waldschmiede von Gedern urkundlich erwähnt. Wenings wurde im Jahre 1467 zur Festungsstadt erklärt, nachdem die Stadtmauer, fünf Türme sowie drei mächtige Tore fertiggestellt worden sind.

1468 wird eine Urkunde über die Verleihung der Pfarrstelle in Gedern ausgestellt, abhängige Kirchen sind in Ober-, Mittel- & Niederseemen sowie in Volkartshain. Im Jahr 1497 fiel das Gericht Gedern an das Haus Königstein, sieben Jahre später (1504) schied Böß-Gesäß aus dem Gericht Gedern aus. 1524 wurden Gedern und Wenings lutherisch. 1530 wurde der Betrieb der Eisenhütte am Schmitterberg eingestellt; heute ist noch gut zu erkennen, wo sich der Erzbruch in etwa befand. Mit Eberhard IV. von Eppenstein-Königstein starb sein Geschlecht in der männlichen Linie aus, und die Herrschaft Gedern fiel somit im Jahre 1535 an Graf Ludwig II. von Stolberg-Wernigerode. Am 29. Juli 1568 erhielt die Stadt „Gaidern“ durch Kaiser Maximilian II. das Recht, zwei Jahrmärkte abzuhalten. 1572 wurde die Eisenhütte „Schmitterberg“ an Hirzenhain verpachtet. Die bei den Bauernaufständen zerstörte Eisenhütte Gedern wurde 1585 neu errichtet.

Neuzeit
Evangelische Kirche, erbaut 1847

1635 erreichte die zweite Pestwelle die Stadt. 1638 wurde die Grafschaft Stolberg geteilt, Gedern wurde Sitz der älteren Linie. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges waren Stadt und umliegende Dörfer fast vollständig entvölkert.

Zwischen 1675 und 1710 baute Graf Ludwig Christian das Schloss Gedern zu seiner Residenz aus. 1678 wurde ein Galgen, 1679 die Brauerei errichtet, 1710 das Rentamt fertiggestellt. Die jetzige barocke Turmhaube, die einen gotischen Spitzturm ersetzte, erhielt die Gederner Kirche im Jahre 1738.

Gedern wurde 1742 Fürstentum, als Graf Friedrich Karl von Kaiser Karl VII. das Fürstenpatent erhielt. Nach dem Aussterben der Linie Stolberg-Gedern im Jahre 1804 fiel Gedern an die Hauptlinie der Grafen zu Stolberg-Wernigerode, die bereits 1806 Gedern durch die Rheinbundakte an das Großherzogtum Hessen abtreten mussten.

Das Gederner Kirchenschiff wurde 1884 zur Basilika umgebaut.

1888 wurde die Oberwaldbahn (Eisenbahnlinie Stockheim–Gedern) fertiggestellt.

20. Jahrhundert bis heute

1905 wurden die ersten Wasserleitungen in Gedern verbaut, hierbei wurden auf der heutigen Frankfurter- und Lauterbacherstraße Mauerreste entdeckt, die auf Stadttore schließen lassen, jedoch keine großen. Die steilste in Deutschland zulässige Bahntrasse wurde 1906 eröffnet. Sie umfasste die Strecke von Gedern nach Ober-Seemen (Stand 1995). Heute verläuft hier der Vulkanradweg.
1907 wurde das Fransecky-Denkmal enthüllt, es musste in den 1960ern dem Neubau der Volksbank und des Parkdecks weichen. 1925 wurde Gedern in den Bund oberhessischer Städte aufgenommen. 1926 zählte Gedern zum Kreis Büdingen. Ebenfalls 1926 erhielt Gedern sein Stadtwappen.
1929 wurde das Bezirkskrankenhaus erbaut und in Betrieb genommen. Die Jahre 1933 bis 1945 werden im Abschnitt Zeit des Nationalsozialismus und Andenken gesondert behandelt.
Ab 1950 orientierte sich Gedern nach und nach als Familienferienort und wurde auch später zum Luftkurort ausgebaut und erklärt.
1952 erwarb die Katholische Kirche ein Grundstück, um ihr Gotteshaus zu errichten, Weihnachten 1954 wurde der erste Gottesdienst dort abgehalten.

1969 verschwisterte sich die Stadt Wenings mit der französischen Stadt Nucourt.

Am 1. August 1972 wurde die Stadt in den neuen Wetteraukreis aufgenommen.

Zeit des Nationalsozialismus und Andenken
Gedenktafel für die jüdischen Opfer des NS-Regimes in Gedern

Bereits wenige Wochen nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, kam es in Gedern zu gewalttätigen, antisemitischen Ausschreitungen, die von der örtlichen SA initiiert wurden. Bereits am Abend des 13. März 1933 traf sich eine Menschenmenge auf dem Schlossberg und zog danach vom nördlichen Ende Gederns Richtung Stadtkern. Von dort lief die Menge über die Mühlstraße und die Untergasse weiter. Auf Ihrem Weg wurden wenigstens zwölf jüdische Familien heimgesucht und auf offener Straße sowie nach gewaltsamen Eindringen in deren Wohngebäude teils schwer misshandelt. Während der Misshandlungen kamen Knüppel und Motorradketten zum Einsatz. Die Schreie der Misshandelten waren weithin zu hören, wie in einem Gerichtsprotokoll vom Landgericht Gießen aus dem Jahre 1949 festgehalten wurde.
Am Abend des 26. September 1933 fand eine zweite Terroraktion gegen jüdische Einwohner aus Gedern statt. Wenigstens vier jüdische Männer wurden gewaltsam zu Reinigungsarbeiten herangezogen. Die Männer mussten unter zwang Wahlparolen der Eisernen Front entfernen und wurden dabei von Angehörigen der SA beaufsichtigt und auf ihrem Weg zu den Wahlplakaten misshandelt. Dies fand unter Beifall von etwa 100 bis 200 ortsansässigen Zuschauern statt.
Im Jahre 1937 waren alle in Gedern ansässigen Juden aufgrund der Repressalien geflohen – im Jahre 1933 lebten noch 118 jüdische Personen in Gedern. Die Existenzgrundlage war der jüdischen Gemeinde durch Boykott der Geschäfte entzogen worden. Viele versuchten die Flucht in die Anonymität nach Frankfurt am Main, einige wanderten direkt ins Ausland aus.[5][6][7]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die örtliche Synagoge in ein Wirtshaus umgewandelt. Durch den Umbau des Hauses deutet heute nichts mehr auf die ehemalige Nutzung hin. Im Jahre 2010 wurde vor dem Gebäude eine Gedenktafel errichtet, auf der 35 Familiennamen genannt sind, die zwischen 1933 und 1937 Gedern verlassen mussten.[8] Der neue und der alte Judenfriedhof von Gedern wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in einen würdigen Zustand versetzt und werden fortlaufend von der Kommune gepflegt.

Im Jahre 1987 kam Gedern bundesweit in die Schlagzeilen, als der jüdische Arzt Dan Kiesel in Gedern antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt war und daraufhin die Stadt verließ. Dan Kiesel sah sich Telefonterror, Sachbeschädigung und Brandstiftung ausgesetzt.[9]

Eingemeindungen

Am 1. Dezember 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ober-Seemen eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kam Steinberg hinzu. Burkhards, Kaulstoß, Mittel-Seemen, Nieder-Seemen, Sichenhausen und die Stadt Wenings folgten am 31. Dezember 1971.[10]

Ausgliederungen

Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass neben der Stadt Schotten auch Gedern in den neuen Vogelsbergkreis wechseln würde, doch Gedern entschied sich für den Wetteraukreis. So wurden die ehemaligen Vogelsberggemeinden Burkhards, Kaulstoß und Sichenhausen am 1. August 1972 an die Nachbarstadt Schotten abgetreten.
Aufgrund der ehemaligen Zugehörigkeit zu Gedern haben die Dörfer Burkhards, Kaulstoß und Sichenhausen heute noch die gleiche Vorwahl wie die Stadt Gedern, des Weiteren gehen die Schüler nach Gedern zur Schule.[10]

Politik
Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[11] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[12][13]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016

    

Insgesamt 29 Sitze SPD: 6 CDU: 11 FWG: 9 UBG: 3

Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,2 11 33,5 10 35,9 11 35,6 11
FWG Freie Wählergemeinschaft Gedern 32,5 9 27,8 9 25,7 8 20,9 7
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 20,0 6 25,8 8 24,0 7 30,1 9
UBG Unabhängige Bürger Gedern 11,3 3 8,4 3 6,2 2 7,3 2
BLG Bürgerliste Gedern 4,6 1 6,8 2
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 1,5 1
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 6,1 2
Gesamt 100,0 29 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 45,7 43,0 45,0 50,1

Bürgermeister

Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:

Gederner Schloss, heute Stadtverwaltung

Bürgermeister von Gedern
Amtszeit Name Partei
1782 Joh. Peter Dondorf
1783 Christian Stiebeling
1784 Christoph Meinhard
1785 Christian Oberheim
1786 Johann Müller
1787- Johann Müller
1825 Landmann
1826 Carl
1837 Lauter
1837–1845 Carl
1850–1861 Oberheim
1876–1889 Oberheim
1890–1919 Nispel
1919–1933 Otto Müller
1933–1943 Heinrich Beyer NSDAP
1943–03/1945 Hermann Stöhr NSDAP ?
03/1945–05/1945 Heinrich Beyer NSDAP
1945–1946 Ernst Wilhelm Oberheim
1946–1958 Phillip Merkel
1958–1982 Walter Merle SPD
1982–1993 Rainer Schwarz CDU
1993–2005 Wolfgang Zenkert CDU
2005–2011 Stefan Betz Parteilos
2012–2015 Klaus Bechtold SPD
ab 2015 Guido Kempel Parteilos

Mit der Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 wurde Klaus Bechtold (SPD) zum Nachfolger des parteilosen Diplom-Verwaltungswirts Stefan Betz gewählt. Klaus Bechtold trat Ende März 2015 aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Die daraufhin notwendig gewordene Neuwahl des Bürgermeisters fand am 5. Juli 2015 statt. Als sein Nachfolger wurde der parteilose Guido Kempel gewählt.

Wappen

Forellenbrunnen der Stadt Gedern in Anlehnung an das Wappen der Stadt

Das Wappen wurde am 23. August 1926 durch das Ministerium des Inneren genehmigt.

Blasonierung: „Auf rotem Feld mit zwei silbernen Pfählen zwei einander zugekehrte, pfahlweise gestellte Forellen in verwechselten Farben.“

1925/26 forschte man in Gedern nach einem alten Wappen der Stadt, jedoch ohne Erfolg. Im 1885 erschienenen Wappenbuch von Siebmacher wurden auch keine Hinweise auf eine Existenz eines alten Stadtwappens gefunden, im Gegenteil, dort wurde behauptet, dass Gedern gar kein Wappen habe.
Aufgrund dessen wurde ein Antrag auf Erteilung eines Wappens gestellt.
Am 21. August 1926 wurde vom Ministerium des Inneren ein Vorschlag mit folgender Begründung unterbreitet, der das Wappen darstellt so wie es noch heute zu sehen ist. Die Begründung des Ministers lautete wie folgt:
Das Haus Trimberg, mit dem Gederns Vergangenheit sehr verbunden ist, hätte die Farben rot-weiß gehabt, ebenso wie das Land Hessen. Deshalb solle das Stadtwappen aus einem rot-weiß oder rot-silber gestreiften Schild bestehen. Des Weiteren sollen zwei nach außen gekrümmte Forellen das Wappen zieren.
Als im Jahre 1417 in Wernigerode die Erbverbrüderung zwischen dem letzten Wernigeroder Grafen und Graf Botho zu Stolberg stattfand, wehte vom Turm des Wernigeroder Schlosses das Banner mit zwei roten Forellen auf weißem Feld.
1429 starb Graf Heinrich von Wernigerode und dessen Wappen wurde zerbrochen. Somit wurden die roten Forellen des zerbrochenen Wappens vom Minister ebenfalls für das Stadtwappen vorgeschlagen.
Am 31. August 1926 wurde dieser Vorschlag durch den Gemeinderat Gederns genehmigt. Des Weiteren passen die Forellen auch sehr gut zur Stadt, da sie symbolisch gesehen sehr gut zum Wasser- und Fischreichtum der Stadt passen.

Städtepartnerschaften

Seit 1992 (bezogen auf die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags) Gedern ist mit der amerikanischen Stadt Columbia in Illinois verschwistert.
Die Städtepartnerschaft hat ihren Ursprung in der Initiative von einigen Einwohnern Columbias, die nach ihren Ahnen forschten. Erst rund 150 Jahre nachdem 156 Leute aus Wernings und Umgebung in die USA (hauptsächlich Columbia und Waterloo) auswanderten wurden Verbindungen in die alte Heimat festgestellt. Dies geschah im Jahr 1990. Bereits ein Jahr später besuchte eine Delegation aus Gedern die Auswanderer in Columbia. Im April 1992 wurde während des Besuchs der Leute aus Columbia ein Freundschaftsvertrag unterzeichnet.
Die offizielle Verschwisterungsfeier war im Mai 1993 in Columbia, Illinois.

Des Weiteren ist Gedern seit 2004 mit der polnischen Stadt Polanow verschwistert. Der Stadtteil Wenings ist seit 1970 mit Nucourt in Frankreich verschwistert.

Öffentliche Einrichtungen
Bildungseinrichtungen

Gedern besitzt seit 1972 eine Gesamtschule mit einem Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialzweig bis zur 10. Klasse.

Freizeit- und Sportanlagen
Der Gederner See in einer Panoramafotografie

Der Gederner See zieht im Sommer viele Camper und Badegäste an.[14] Gedern verfügt weiter über ein beheiztes Hallenbad im Sportzentrum am Schmitterberg. Oberhalb des Gederner Sees liegt das Segelfluggelände Gedern.
Der so genannte Vulkanradweg verläuft auf der ehemaligen Bahnstrecke Stockheim–Lauterbach (Hess).[15] Der Vulkanradweg ist Teil des BahnRadweg Hessen, der auf ehemaligen Bahntrassen ca. 250 km durch den Vogelsberg und die Rhön führt. Der ehemalige Bahnhof wird heute als Gaststätte genutzt.[16] Im Ortsteil Ober-Seemen befindet sich das Kinder- und Jugendferiendorf des Landkreises Groß-Gerau.[17]

Verkehr
Straßenverkehr

Gedern wird von der Bundesstraße 275 durchzogen, die von Lauterbach nach Bad Schwalbach im Taunus führt. Am nördlichen Ortsrand von Gedern zweigt die Bundesstraße 275 in die Bundesstraße 276 ab, die von Dort nach Schotten führt. Diese Straßenanbindungen führen zu einem hohen Verkehrsaufkommen wegen des Pendlerverkehrs ins Rhein-Main-Gebiet

Öffentlicher Personennahverkehr

Bis ins Jahr 1975 war Gedern über die Vogelsbergbahn in den Schienenverkehr zwischen dem Bahnhof Glauburg-Stockheim und dem Bahnhof Lauterbach eingebunden. Das Schienennetz wurde in den 1970er bis 1980er Jahren zurückgebaut. Heute befindet sich auf der alten Bahnstrecke der Vulkanradweg.
Gedern ist heute über verschiedene Buslinien erreichbar im Nahverkehr erreichbar.

Luftverkehr

Gedern verfügt über ein Segelfluggelände, welches von Segelflugzeugen, selbststartenden Motorseglern und Luftfahrzeugen, soweit diese bestimmungsgemäß zum Schleppen von Segelflugzeugen oder Motorseglern zugelassen sind, angeflogen werden darf. Zudem besteht eine Sonderlandegenehmigung für eine historische Messerschmitt Bf 108 (D-EBFW).
Des Weiteren befindet sich auf einem Hügel zwischen Gedern und Ober-Seemen ein Drehfunkfeuer, welches für den internationalen Luftverkehr von Bedeutung ist. Das Funkfeuer wird unter anderem für An- und Abflüge auf dem Flughafen Frankfurt am Main genutzt. Das Funkfeuer sendet, neben den Richtungsradialen, auf der Frequenz 110,80 MHz den Erkennungscode GED für Gedern als Morsezeichen (− − · · − · ·).

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Hauptartikel: Liste der Kulturdenkmäler in Gedern
Hauptartikel: Liste der Naturdenkmäler in Gedern
Gederner Schloss, Torhalle mit Brücke
Gederner Schloss

Das Gederner Schloss entstand aus einer Befestigungsanlage des 14. Jahrhunderts.[18]
Auf einigen Gebäuden die sich auf dem Schlossberg befinden sind die Jahreszahlen der Errichtung eingemeißelt, zumeist sind diese am obersten Stein eines (Tor-)Bogens zu sehen.
Anhand dieser Zahlen lässt sich gut erkennen das der Ausbau des Schlossareals in mehreren Etappen geschehen sein muss. Aber gerade durch die Jahreszahlen an den Gebäuden kommen einige Geschichtlich Interessante Fragen auf. So wurde die Torhalle mit der Brücke auf das Jahr 1605 datiert, allerdings wurde die Schlossmauer zum Teil bereits im Mittelalter errichtet. Der Mittelbau des Schlosses stammt aus dem Jahre 1706, fast 100 Jahre nach Errichtung des Torbogens.
1225 wird ein Zeuge Wolfram aus Gedern genannt, deshalb hat sich in Gedern auch der Name Wolframsburg erhalten.

Zu den ältesten Bauten der Schlossanlage zählt die Torhalle mit Brücke, Marstall und das Schilderhaus (1605), der Bau der alten Brauerei gegenüber der Torhalle stammt von 1679. Das Hauptgebäude entstand in verschiedenen Bauabschnitten, die auf die Jahre 1770–1710 datiert sind. Erhalten sind ebenfalls Schmiede und die Remise. Das Schlossanlage liegt in einem englischen Park.

Bewohnt wurden die Gebäude von der Linie Stolberg bis 1927 und diente bis 1945 dem Arbeitsdienst als Unterkunft. Nach Kriegsende wurden in den Gebäuden Heimatlose und Flüchtlinge untergebracht. Am 1. August 1987 kaufte die Stadt Gedern das Schloss mit Nebengebäuden.

Nach umfangreicher Sanierung zog hier 1997 die Stadtverwaltung ein. Im ehemaligen Marstall sind eine Seifensiederei und das Stadtarchiv untergebracht. Im Torbogenhaus befindet sich ein kulturhistorisches Museum.
Des Weiteren befindet sich im Westflügel des Schlosses seit 2007 ein 4-Sterne Hotel.

Weidenkirche

Die Weidenkirche im Stadtteil Steinberg wurde von den Bürgern errichtet, um den Gottesdienst auch in der freien Natur feiern zu können.

Regelmäßige Veranstaltungen
MSC-Gedern 74 e. V. Kartrennen „Großer Preis von Gedern“
Internationales Teleskoptreffen Vogelsberg
Open Air-Konzert im Schlosspark
Seefest am Gederner See
Gederner Stadtlauf
Gassemäärt
Elvis-Festival am Gederner See
Nickelches-Määrt
Regionale Spezialitäten

In Gedern werden die sogenannten Spitzbuben und Beulches gekocht. Beulches sind wurstförmige Kartoffelrollen, die aus roh geriebenen Kartoffeln, gekocht geriebenen Kartoffeln und allerlei, was sich kochen lässt, bestehen. Meistens wird Dörrfleisch in diese Kartoffelmasse gegeben, es kann aber ebenso gut auch Blutwurst sein oder Speck. Man serviert die Beulches, nachdem man sie in Leinensäckchen (Beutelches) gekocht hat, zusammen mit Zwiebelsoße. Spitzbuben werden ähnlich hergestellt.

Söhne und Töchter der Stadt
Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode (1691–1771), regierender Graf der Grafschaft Wernigerode
Fürst Friedrich Carl zu Stolberg-Gedern (1693–1767), Besitzer der stolbergischen Herrschaft Gedern
Graf Christian zu Erbach-Schönberg (1728–1799), Statthalter des Deutschen Ordens
Prinzessin Luise Maximiliana zu Stolberg-Gedern (1752–1824), Gräfin von Albany
Eduard von Fransecky (1807–1890), preußischer General der Infanterie
Karl Dornseiff (1812–1886), Rechtsanwalt und Abgeordneter
Georg Christian Stiebeling (1830–1895), deutsch-amerikanischer Arzt und Sozialist
Gräfin Eleonore zu Stolberg-Wernigerode (1835–1903), Lieddichterin
Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode (1837–1896), Politiker und Vizekanzler unter Otto von Bismarck
Edgar Itt (* 1967), Leichtathlet
Sandra Minnert (* 1973), Fußballspielerin
Literatur
Heinrich Thomee: Geriwarda – Ein Heimatbuch der Stadt Gedern. 1956.
Hans-Velten Heuson: Zur Stadtgeschichte von Gedern. in: Büdinger Geschichtsblätter IX/X, 1980-81, S. 149–156
Rolf Knierriem: Gedern – Bilder aus vergangenen Tagen. 1985, ISBN 3-924932-36-0.
Rolf Knierriem: Gedern ist schön. Geiger-Verlag, 1986, ISBN 3-89264-045-9.
Erwin Diel, Hans-Dietrich Moritz: Damals bei uns dehaam – Gedern/Hirzenhain. Sparkasse Wetterau. AS-Druck und Verlag, 1990.
Thomas W. Lummitsch, Magistrat der Stadt Gedern: Jüdisches Leben in Gedern. AS-Druck und Verlag, 1991.
Rolf Knierriem: Unser Gedern. Siebenstern, 1995, ISBN 3-931769-00-3.
Rolf Knierriem: Gedern im Jahreslauf. Siebenstern, 1998, ISBN 3-931769-01-1.
Hans-Joachim Flach, Axel Listing (Hrsg.): Festbuch 2006. 2006.
Weblinks
 Commons: Gedern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Internetauftritt der Stadt Gedern
Gedern, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Literatur über Gedern in der Hessischen Bibliographie
Literatur zu Gedern im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Linkkatalog zum Thema Gedern bei curlie.org (ehemals DMOZ)