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Geschichte
Stadtgeschichte
Ansicht um 1850
Schlossanlage Forder- und Hinterglauchau

Der Name der Stadt wird so erklärt: Das altsorbische Wort gluch mit der Bedeutung „stiller Ort, dichter Wald“ sei ursprünglich als Waldbezeichnung Ausgangspunkt für Gluchov gewesen, aus dem Glauchau wurde.[4]

Im Schutze einer um 1170 vom Geschlecht der Schönburger errichteten Burg entstand Mitte des 13. Jahrhunderts mit der sogenannten Oberstadt ein planmäßig angelegter Ort. Deren Rat und Bürgermeister konnte für 1479 nachgewiesen werden, wie auch die Erwähnung der Herrschaft Glauchau im selben Jahr. Mit den ansässigen Gerbern, Schneidern, Tuch- und Schuhmachern bildete sich ein reges Wirtschaftsleben heraus. Im Jahr 1542 setzte sich in Glauchau die Reformation durch.

In Glauchau gerieten im Zeitraum von 1546 bis 1693 drei Personen in Hexenprozesse, eine wurde zur Todesstrafe verurteilt, dann des Landes verwiesen.[5]

1712 wurde Glauchau durch Feuer stark beschädigt.[6]

Wie fast überall in Sachsen begann auch in Glauchau Mitte des 19. Jahrhunderts die Industrielle Revolution. Hierbei entwickelte sich Glauchau zu einer Stadt der Textilindustrie, und es entstand die sogenannte Unterstadt. Als Zeichen für den industriellen Fortschritt galten die Eröffnung der Fernwasserleitung im Jahr 1857, die Errichtung des Elektrizitätswerkes im Jahr 1909 sowie die Eröffnung des durch die hohe Verkehrsdichte notwendig gewordenen Bahnhofs im Jahr 1926. Obwohl die Industrie stark wuchs und das Stadtbild prägte, entwickelte sich Glauchau Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Gartenstadt mit prächtigen und gepflegten Villenvierteln.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden in der Alten Polizeiwache, dem heutigen Rathaus, politische Gegner interniert und misshandelt. Bis 1989 war eine solche Zelle als Gedenkstätte eingerichtet.

Die Doppelschlossanlage befand sich bis zur entschädigungslosen Enteignung im Rahmen der Bodenreform 1945 im Besitz der Adelsfamilie der Grafen und Herren von Schönburg-Glauchau. Das Schloss wurde durch Artillerie-Beschuss im April 1945 beschädigt.

Nach der politischen Wende und der Wiedervereinigung etablierte sich Glauchau als eines der drei sächsischen Güterverkehrszentren. Seit 1994 führt Glauchau den Status einer „Großen Kreisstadt“.

Eingemeindungen

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Albertsthal[7] 1. August 1918   Eingemeindung nach Rothenbach
Ebersbach[8] 1. Januar 1974   Eingemeindung nach Reinholdshain
Elzenberg[7] vor 1880   Eingemeindung nach Niederlungwitz
Gesau[7] 1. April 1925 
Höckendorf[7] 1. Oktober 1929 
Hölzel[7] vor 1880   Eingemeindung nach Wernsdorf
Jerisau[7] 1. April 1937 
Kleinbernsdorf[7] vor 1880   Eingemeindung nach Reinholdshain
Lipprandis[8] 19. Mai 1974 
Niederlungwitz[9] 3. Oktober 1992 
Reinholdshain (mit Audörfel)[9] 3. Oktober 1992 
Rothenbach[7] 1. April 1929 
Schönbörnchen[7] 1. Oktober 1929 
Voigtlaide[8] 1. August 1973   Eingemeindung nach Wernsdorf
Wernsdorf[9] 3. Oktober 1992 

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960: 31. Dezember):

1834 bis 1939

1834: 6.296
1875: 21.743
1880: 21.358
1885: 21.715
1890: 23.405
1910: 25.155
1933: 31.199
1939: 33.833

1946 bis 1997

1946: 34.996 a
1950: 35.387 b
1960: 33.635
1971: 31.828
1981: 30.029
1984: 29.343
1995: 28.128
1997: 27.935

1999 bis 2010

1999: 27.592
2001: 27.047
2003: 26.633
2005: 26.044
2007: 25.357
2008: 24.991
2009: 24.684
2010: 24.442

2012 bis 2015

2012: 23.355
2013: 23.131
2014: 23.231
2015: 23.255

Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

a 29. Oktober
b 31. August

Gedenkstätten
Gedenkanlage im Schillerpark für kommunistische Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus
Eine Grabstätte mit Gedenktafel auf dem Friedhof des Ortsteiles Wernsdorf erinnert an sechs sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland verschleppt wurden.
Religionen
Stadtkirche St. Georgen

Christliche Kirchen und Gemeinden haben in Glauchau eine lange Tradition. Einige davon wurden im 19. Jahrhundert gegründet, die großen Kirchen schauen auf eine längere Geschichte zurück.

Zur Evangelisch-lutherischen Kirche gehören die Kirchgemeinde St. Georgen und die Luthergemeinde in Glauchau sowie die Kirchgemeinden Lobsdorf-Niederlungwitz und Wernsdorf. Die Glauchauer Katholiken gehören zur Pfarrei Mariä Himmelfahrt. Ferner gibt es eine Neuapostolische Gemeinde sowie verschiedene freikirchlichen Gemeinden.

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Glauchau & Meerane (Baptisten) ging im Jahre 1939 aus der Arbeit der Wagenmission des Pastors G. Mewes hervor. Seitdem hat sich diese Gemeinde ständig weiterentwickelt. Es wurde ein Gemeindehaus gebaut und eine Zweigstelle in Meerane gegründet.[10]

Die Zeugen Jehovas betreiben in der Grenayer Straße einen von insgesamt neun Kongresssälen in Deutschland, der für überregionale Kongresse und Tagungen der Religionsgemeinschaft genutzt wird. Im Kongresssaal sind auch die vier Glauchauer Gemeinden untergebracht, die sich dort zu ihren wöchentlichen Zusammenkünften treffen.[11]

Es gibt noch einige andere christlichen Gemeinden in Glauchau, darunter die Adventgemeinde Glauchau, die Evangelische C-Punkt-Gemeinde Glauchau und die Christengemeinde Elim. Kennzeichnend sind die Zusammenarbeit der Kirchen und Gemeinden und die Vielzahl gemeinsamer Projekte, z. B. Jesus House Glauchau.[12]

Die Mehrheit der Bevölkerung gehört keiner Glaubensgemeinschaft an.

Politik

Gemeinderatswahl 2014[13]
Wahlbeteiligung: 44,8 %

 %403020100

38,2 %17,7 %16,7 %16,3 %7,9 %3,3 %

CDULinkeSPDFWGFDPGrüne
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   6   4   2   0  -2  -4  -6

+1,2 %p
-1,8 %p+0,7 %p+4,6 %p-5,6 %p+3,3 %p
CDULinkeSPDFWGFDPGrüneVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Stadtrat
Rathaus Glauchau

Der Stadtrat von Glauchau setzt sich aus 26 Stadträten und dem Bürgermeister zusammen. Seit der Stadtratswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

CDU: 11 Sitze
LINKE: 5 Sitze
SPD: 4 Sitze
FWG: 4 Sitze
FDP: 2 Sitze
Wappen

Blasonierung: „In Blau eine silberne Burg mit Zinnenmauer und breitbedachtem, mit rotweißen Fähnchen bestecktem Turm; rechts vom Turm ein dreimal rotsilbern schräggeteilter Schild, links ein zugewendeter gesichtiger silberner Halbmond.“[14] Das Wappen erscheint erstmals auf einem Siegel von 1576.

Städtepartnerschaften

Glauchau pflegt Städtepartnerschaften mit

Bielefeld-Jöllenbeck, Nordrhein-Westfalen, seit 1989
Bürstadt, Hessen, seit 1990/1991
Iserlohn, Nordrhein-Westfalen, seit 1991/1992
Jibou, Rumänien, seit 1992
Zgierz, Polen, seit 1996/1997
Grenay, Frankreich, seit 1996/1997
Vermelles, Frankreich, seit 1998
Lynchburg (Virginia), USA, seit 2007
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke

Wo heute das Schloss Hinterglauchau steht, wurde zwischen 1170 und 1180 eine Burg errichtet. Zwischen 1470 und 1485 wurde diese in ein spätgotisches Schloss umgewandelt. Eine Doppelschlossanlage entstand mit der Errichtung von Schloss Forderglauchau von 1527 bis 1534, das als frühester Renaissancebau in Mitteldeutschland gilt. Im selben Zeitraum wurde Hinterglauchau im Renaissancestil umgebaut. Im April 1945 brannte durch Artilleriebeschuss der westliche Teil des Südtraktes des Schlosses Forderglauchau aus. Heute beherbergt Hinterglauchau das Heimatmuseum sowie eine Kunstsammlung, Forderglauchau eine Bibliothek, Musikschule und Galerie.

Bismarckturm Glauchau

Schloss Forderglauchau

Schloss Hinterglauchau

Die barocke Stadtkirche St. Georgen, nach dem Brand von 1712 in den Jahren 1726 bis 1728 wiederaufgebaut und 2005/2006 restauriert,[15] besitzt neben dem Hauptaltar aus Sandstein einen kleinen spätgotischen Flügelaltar von 1510 und eine Orgel [16] von Gottfried Silbermann aus dem Jahre 1730.

Das Villenviertel im Südwesten der Stadt ist ein einzigartiges Zeugnis der Gründerzeit. Heute befinden sich noch mehr als 25 Villen in diesem Viertel. Viele wurden im Stil des Historismus (Lossow’sche Villa, Clementinenstraße 8), der italienischen Renaissance (Hellmich-Villa, Friedrich-Ebert-Straße), des Jugendstils und des Klassizismus (Bößneck-Villa, Plantagenstraße) gebaut.

Im Rathausturm befindet sich ein Porzellanglockenspiel mit 13 Porzellanglocken aus Meißner Porzellan.

Der Glauchauer Bismarckturm, zu DDR-Zeiten Friedensturm genannt, wurde 1908–1910 als Wasserturm und Aussichtsturm zum Gedenken an Otto von Bismarck errichtet. Er gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der 46 Meter hohe Turm ist der höchste noch existierende Bismarckturm. Er ist im Normalfall regelmäßig geöffnet; bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zum Fichtelberg, wegen herabfallender Steine und einer geplanten Sanierung aber bis auf weiteres für Besucher geschlossen.

Der Speicher in Niederlungwitz ist ein spätgotischer dreigeschossiger Bau aus dem Jahr 1492. In Gesau befindet sich eine barocke Dorfkirche von 1741.

vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenAussicht vom Bismarckturm in westliche, nördliche und östliche Richtung
Sport

In Glauchau gibt es mehrere Sportvereine. Die bekanntesten sind der VfB Empor Glauchau, dessen erste Fußballmannschaft in der Landesliga Sachsen spielt, sowie der HC Glauchau/Meerane, der 2013 aus dem Zusammenschluss des HSV Glauchau und dem Sächsischen Handballclub Meerane entstand und dessen erste Männermannschaft in der Handball-Oberliga Mitteldeutschland spielt.

Regelmäßige Veranstaltungen

In Glauchau fand bis 2007 regelmäßig mit dem Woodstage Festival eine Großveranstaltung statt, die Fans der Independent-Kultur aus ganz Deutschland anzog.

Am letzten Sonntag im Oktober veranstaltet die TSG Glauchau e. V. den Glauchauer Herbstlauf, der mit mehr als 2000 Teilnehmern zu einer der größten Laufveranstaltungen in Sachsen zählt.[17]

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Bahnhof Glauchau
Haltepunkt Glauchau-Schönbörnchen (2016)

Glauchau ist über die zwei Anschlussstellen Glauchau Ost und Glauchau West an die nördlich entlangführende A 4 angebunden. Von Südwesten nach Nordosten wird die Stadt außerdem von der Bundesstraße 175 durchquert. Diese ist zwischen der Unterstadt und dem Anschluss Glauchau Ost der A 4 bereits vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut worden, heute ist sie vierspurig. Ein weiterer vierspuriger Ausbau nach Zwickau-Mosel zur B 93 ist vorgesehen.

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Dresden–Werdau, einem Teilstück der sogenannten Sachsen-Franken-Magistrale. Diese wird im Einstundentakt von den Regionalexpress-Zügen der Linie RE 3 Dresden–Hof sowie der ebenfalls im Einstundentakt verkehrenden Regionalbahnlinie RB 30 Dresden–Zwickau bedient. Von der Bahnstrecke zweigt die Mitte-Deutschland-Verbindung nach Erfurt ab, auf der RE-Züge im Zweistundentakt verkehren. Zudem besteht eine RB-Verbindung nach Gößnitz mit Anschluss nach Leipzig im Zweistundentakt. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit der City-Bahn nach Stollberg im Erzgebirge zu fahren.
Mit dem Bahnhof Glauchau (Sachs) und dem Haltepunkt Glauchau-Schönbörnchen hat Glauchau zwei Eisenbahnstationen.

Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen Leipzig/Halle. Der nur 20 km entfernte Leipzig-Altenburg Airport fertigt seit 2011 keine Linienflüge mehr ab.

Ansässige Unternehmen

In Glauchau sind viele Unternehmen der Bereiche Maschinenbau, Fahrzeugbau und Textilindustrie angesiedelt. Die Unternehmen aus dem Bereich Fahrzeugbau nutzen die direkte Nähe zum Volkswagenwerk Zwickau in Mosel, welches nur wenige Kilometer vor der Glauchauer Stadtgrenze liegt.

Große ansässige Unternehmen sind z. B:

Schnellecke Logistics Sachsen GmbH
Sachsentrans
ROOS GmbH Elektroheizgeräte
WEMA Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH
ELTA-Bau GmbH – Werkzeugmaschinenbau für die Betonstahlindustrie
A. Kayser Automotive Systems GmbH u. Co. KG Glauchau [18]
Gesundheitswesen

Das 1842 eröffnete Rudolf-Virchow-Klinikum Glauchau, ein ehemaliges Kreiskrankenhaus, ist ein Krankenhaus der Regelversorgung mit 325 Akutbetten und 30 tagesklinischen Plätzen. Träger ist der Landkreis Zwickau.
Die 1934 von Heinrich von Wolffersdorff gegründete Augenklinik ist auch eine Reaktion auf die „Glauchauer Augenkrankheit“ infolge der Luftverschmutzung durch die Chemieindustrie (H2S).[19][20] Sie besitzt mit ihren 25 Betten immer noch überregionale Bedeutung.[21]

Medien

In Glauchau erscheint als Tageszeitung die Glauchauer Zeitung, eine Lokalausgabe der in Chemnitz erscheinenden Freien Presse. Jeden Mittwoch und Samstag erscheint ferner das Anzeigenblatt WochenSpiegel in Glauchau.

Bildung
Berufsakademie Glauchau

In Glauchau existierte bereits vor 1500 eine Schule. Am 1. Januar 2007 gab es fünf Grundschulen, darunter eine europäische Grundschule, sowie zwei Oberschulen und ein Gymnasium. An der Berufsakademie studieren über 1300 Personen, um einen den akademischen Graden der Fachhochschulen gleichwertigen Abschluss zu erwerben. Das Berufliche Schulzentrum „Dr. Friedrich Dittes“ bildet in den Bereichen Metalltechnik, Elektrotechnik, Informatik, Bau, Ernährung und Hauswirtschaft aus. Mögliche Ausbildungsformen sind die duale Berufsausbildung, die Fachoberschule, die Berufsfachschule, die berufsbildende Förderschule, das Berufsgrundbildungsjahr und das Berufsvorbereitungsjahr.

Sicherheit

Die Stadt Glauchau unterhält im Stadtgebiet und in den Ortsteilen mehrere Feuerwehrhäuser der Freiwilligen Feuerwehr, die für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe sorgt. Die vier Feuerwehrhäuser der Feuerwehr der Kernstadt bestehen in der Erich-Fraaß-Straße, Schindmaaser Weg, Tunnelweg (Ortsteil Gesau) und in der Schönberger Straße (Ortsteil Jerisau), sowie weitere bei den örtlichen Feuerwehren Niederlungwitz, Reinholdshain und Wernsdorf.

Ehemalige Garnison

Mit dem Bau einer Kaserne wurde Glauchau ab 1913 Garnison der Sächsischen Armee. In der Folge war es Garnisonstadt der Wehrmacht und nach 1945 bis 1993 für die sowjetischen/russischen Truppen in Deutschland.

Personen
Ehrenbürger
1845 Ernst Volkmar Kohlschütter (1812–1889), Theologe
1848 Friedrich Wilhelm Pfotenhauer (1812–1877), Politiker
1871 Friedrich Ferdinand Haußmann, Fabrikant
1876 Karl Theodor Golle, Advokat und Direktor der Glauchauer Feuerwehr
1880 Karl Wilhelm Otto, Konsistorialrat und Superintendent
1889 Arwed Martini (1824–1892), Glauchauer Bürgermeister
1893 Ernst Boeßneck (1819–1895), Fabrikant
1895 Otto Fürst von Bismarck (1815–1898), Reichskanzler
1950 Paul Geipel (1869–1956), Medizinprofessor und Kunstsammler
2003 Hans Lorenz (1920–2006), Unternehmer

Drei Straßen erinnern an Glauchauer Ehrenbürger: Martini- und Paul-Geipel-Straße in der Mittelstadt sowie die Hans-Lorenz-Straße am Kreisverkehr Leipziger Platz.

Söhne und Töchter der Stadt
Georgius Agricola

Nach Geburtsjahr geordnet

Georgius Agricola (1494–1555), Arzt, Wissenschaftler und Begründer der Mineralogie
Albert Christian Ernst von Schönburg (1720–1799), Graf, siehe auch Gräflich Schönburgische Schloßcompagnie
Albert von Schönburg (1761–1841), Mitbesitzer der Herrschaft Rochsburg und Sächsischer Landtagsabgeordneter
Ludwig von Schönburg (1762–1842), bayerischer Generalmajor, Besitzer der Herrschaft Hinterglauchau in Sachsen
Ernst Friedrich Germar (1786–1853), Professor für Mineralogie, Entomologe und Kommunalpolitiker
Julius Heinrich Petermann (1801–1876), Orientalist
Heinrich Robert Stöckhardt (1802–1848), Jurist und Professor
Otto Ruppius (1819–1864), Schriftsteller
Hermann Rudolf Schaum (1819–1865), Insektenkundler, Arzt und Hochschullehrer
Paul Pfotenhauer (1842−1897), Archivar und Historiker
William Lossow (1852–1914), Architekt
Arthur Baessler (1857–1907), Forschungsreisender, Mäzen des Völkerkundemuseums in Berlin
Richard Schumann (1864–1945), Geodät und Astronom
Magnus Haack (1869–1931), SPD-Politiker und Gewerkschafter
Max Günther (1871–1934), SPD-Politiker und Gewerkschafter
Frances Magnus (1882–1969), DVP-Politikerin
Erich Fraaß (1893–1974), Maler
Alfred Stange (1894–1968), Kunsthistoriker
Fritz Schminke (1897–1971), Unternehmer und Erbauer des Hauses Schminke
Walter Schlesinger (1908–1984), Historiker für Landes- und Verfassungsgeschichte
Erhard Richard Brauny (1913–1950), SS-Hauptscharführer im Konzentrationslager Dora-Mittelbau
Gerhard Flämig (1919–2011), SPD-Politiker
Gottfried Engelmann (1926–2006), Volkswirt und Abgeordneter der Volkskammer 1971–1989
Joachim Graf von Schönburg-Glauchau (1929–1998), Jagdautor, Bundestagsabgeordneter der CDU 1990–1994
Gerhard Ebert (* 1930), Journalist, Theaterwissenschaftler, Theaterkritiker und Dramatiker.
Willy Holzmüller (* 1931), Fußballspieler
Bernhard Gentsch (1936–2016), Historiker, Journalist und Bibliothekar
Werner Engewald (* 1937), Chemiker (Analytische Chemie)
Wolfgang Funke (* 1937), Schriftsteller
Dieter Erler (1939–1998), DDR-Fußballspieler
Christine Spielberg (* 1941 in Niederlungwitz), Leichtathletin
Gerhard Zachar (1945–1978), Rockmusiker (Lift)
Fritz Böhme (1948–2013), Bildhauer
Joachim Schindler (* 1954), SPD-Politiker, ehemaliges Mitglied des Sächsischen Landtages und Hochschullehrer
Erik Hunker (* 1960), parteiloser Politiker
Andreas Karl (* 1963), NPD-Politiker
Torsten May (* 1969), Profiboxer
Annalena Breitenbach (* 1998), Fußballspielerin

Drei Straßennamen sind diesen Personen gewidmet: Agricolastraße, Schönburgstraße und Erich-Fraaß-Straße.

Personen, die in Glauchau gewirkt haben
Wilhelm Pfotenhauer (1812–1877), Glauchauer Bürgermeister und später erster Oberbürgermeister von Dresden
Heinrich-Carl Hedrich (1816–1900), Stifter der Hedrich-Säule
Daniel Reinhold Finsterbusch (1825–1902), Lehrer und Komponist
Erich Berlet (1860–1936), Lehrer und Chronist
Franz Heinrich Weißbach (1865–1944), Altorientalist
Walter Flemming (1890–1947), Jurist, 1930–1945 Oberbürgermeister in Glauchau
Ernst Otto Schimmel (1889–1930), Oberbürgermeister
Albert Sixtus (1892–1960), Kinder- und Jugendbuchautor
Heinrich von Wolffersdorff (1905–1966), Augenarzt, Gründer der Augenklinik und Professor der Universität Leipzig
Karl-Otto Stetter (* 1955), Bürgermeister/Oberbürgermeister (1990–2008)
Heike Dähne-Kummerow (* 1961), Schwimmerin und Apothekerin
Literatur
Werner Haueisen: Glauchau. Geburtsstadt von Georgius Agricola. Sutton, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-194-3.
Werner Haueisen: Glauchau (Reihe Archivbilder). Sutton, Erfurt 2003, ISBN 978-3-89702-589-9.
Werner Haueisen: Glauchau im 20. Jahrhundert. Sutton, Erfurt 2001, ISBN 978-3-89702-352-9.
Werner Haueisen: Glauchau. Die Stadt an der Mulde (Reihe Archivbilder). Sutton, Erfurt 1999, ISBN 978-3-89702-177-8.
Jens Hummel: Schwere Jahre. Glauchau 1928 bis 1948. Mironde 2008, ISBN 978-3-937654-24-9.
Stadtverwaltung Glauchau (Hg.): 775 – Das alles ist Glauchau. 1240–2015. Glauchau 2015 (Digitalisat)
Richard Steche: Glauchau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 13. Heft: Amtshauptmannschaft Glauchau. C. C. Meinhold, Dresden 1890, S. 7.
Weblinks
 Commons: Glauchau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Glauchau in der Topographia Superioris Saxoniae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
 Wikisource: Götze senior und Söhne – Quellen und Volltexte
 Wikisource: Manufacturwaarengeschäft und Spinnerei von Seydel und Söhne in Glauchau – Quellen und Volltexte
 Wikisource: Wollenfärberei von Friedrich Wilhelm Grüner in Glauchau – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Glauchau – Reiseführer
Glauchau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen