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Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Gräfenberg nicht vorenthalten.

Geschichte
Bis zum 19. Jahrhundert

Gräfenberg wurde erstmals 1172 urkundlich erwähnt. Die Nürnberger Patrizierfamilie Haller hatte seit 1333 die Herrschaft im Ort inne. König Karl IV. verlieh dem Ort im Jahr 1371 das Stadtrecht. Am 4. Juni 1567 vernichtete der große Stadtbrand alle Häuser innerhalb der Stadtmauern. Im 16. Jahrhundert erwarb die Reichsstadt Nürnberg Gräfenberg. Am 8. Juni 1778 wurde Gräfenberg nach einem gewaltigen Gewitter von einer Flutwelle heimgesucht, die mehrere Bürger in den Tod riss. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss kam der Ort 1803 zu Bayern. Am 30. und 31. Juli 1866 wurde während des Deutschen Bruderkriegs in dem Ort, der Hauptquartier der vorrückenden Preußen war, ein Waffenstillstand ausgehandelt.

Eingemeindungen

Die Gemeinde Guttenburg mit dem Stadtteil Gräfenbergerhüll schloss sich am 1. April 1959 der Stadt Gräfenberg an.[6] Am 1. Juli 1976 wurde die Gemeinde Walkersbrunn (1021 als Waltgeresbrunnun erstmals urkundlich erwähnt) mit ihren Ortsteilen Kasberg, Rangen und Schlichenreuth in die Stadt Gräfenberg eingegliedert. Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Thuisbrunn (1007 unter dem Namen Tuosibrunno erstmals erwähnt) mit ihren Ortsteilen Hohenschwärz, Höfles, Dörnhof, Neusles und Haidhof eingemeindet, lediglich der Ortsteil Haselstauden wurde Teil der Gemeinde Obertrubach. Auch schlossen sich aus der Gemeinde Lilling (1205 mit dem Namen Lugelinge erstmals urkundlich erwähnt, Umbenennung der Gemeinde Wölfersdorf in Lilling am 1. Januar 1870[6]) die Ortsteile Lilling und Sollenberg der Stadt Gräfenberg an.[7] Die Ortsteile Erlastrut und Wölfersdorf schlossen sich dem Markt Hiltpoltstein an.

Religion

Gräfenberg ist mehrheitlich evangelisch und Dekanatssitz, lediglich Lilling und Sollenberg sind katholisch, da diese früher dem Kloster Weißenohe und damit der Oberpfalz zugehörig waren. Die Dreieinigkeitskirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde mit der Reformation evangelisch-lutherisch. Die älteste christliche Kirche stand in frühmittelalterlicher Zeit auf dem Michelsberg als Michaelskapelle. Weitere evangelische Kirchen befinden sich in Thuisbrunn und Walkersbrunn.
Die Katholiken feiern ihre Gottesdienste in einer modernen Filialkirche (1967) und gehören zur Kirchengemeinde Weißenohe im Dekanat Erlangen im Erzbistum Bamberg. Daneben befindet sich in Lillinger Höhe eine Kapelle, in der im Mai regelmäßig Andachten stattfinden.

Politik
Verwaltungsgemeinschaft

Gräfenberg bildet zusammen mit den Gemeinden Hiltpoltstein und Weißenohe eine Verwaltungsgemeinschaft. Der Vorsitzende ist der Gräfenberger Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla.

Stadtrat

Der Stadtrat hat nach der Kommunalwahl vom 16. März 2014 folgende Sitzverteilung :

Freie Wähler 5 Sitze
SPD 4 Sitze
CSU 4 Sitze
Gräfenberger Bürger Liste (GBL) 2 Sitze
Bündnis 90/Die Grünen 1 Sitz
Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Hans-Jürgen Nekolla (SPD), der in der Stichwahl am 30. März 2014 gegen Hans Derbfuß (CSU) mit knapp 62 % der Stimmen gewann. Nekolla übte seit 2008 bereits das Amt des 2. Bürgermeisters aus. Sein Vorgänger war seit 1996 Werner Wolf von den Freien Wählern.

Werner Wolf bekleidete das Amt des Ersten Bürgermeisters von 1996 bis 2014. Mit insgesamt 18 Dienstjahren ist er der dienstälteste Bürgermeister der Stadt Gräfenberg seit 1852 (vgl. Anlage V. 1. Teil der Chronik von Hans Ackermann „Gräfenberg in Vergangenheit und Gegenwart“ vom August 1973).

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Rot über grünem Dreiberg eine silberne Zinnenmauer, die mit einem gespaltenen Schild belegt ist; darin vorne in Gold ein halber, rot gezungter schwarzer Adler am Spalt, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber; darüber ein wachsender, doppelschwänziger, golden gekrönter und blau bewehrter silberner Löwe.“

Das Wappen ist durch Siegelführung seit 1437 belegt.

Städtepartnerschaften
Frankreich Frankreich: Gräfenberg pflegt seit 1987 eine Städtepartnerschaft mit dem Ort Pringy[8].
Ungarn Ungarn: Am 1. Mai 2003 wurde eine weitere Städtepartnerschaft mit der Stadt Tiszaföldvár begründet.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen

In Gräfenberg ist ein Turmuhren-Museum [9] beheimatet, welches sich in Privatbesitz befindet. Von April bis Oktober können dort jeweils sonntags verschiedene Uhren und der Fortschritt der Mechanik über mehrere Jahrhunderte besichtigt werden.

Bauwerke
Gemälde am Hiltpoltsteiner Tor in Gräfenberg (1925)

Die Anlage des Ortes am bzw. auf dem Berg ist städtebaulich von großem Reiz.

Das historische Gräfenberger Rathaus wurde im Jahr 1689 durch Conrad Kramer erbaut und war seit dem Jahr 1871 Sitz des Gräfenberger Stadtrats. Im Jahr 1989 wurde das Gebäude saniert und restauriert. In ihm finden noch regelmäßig Sitzungen des Stadtrates und standesamtliche Trauungen statt.

Das moderne Rathaus, Sitz der Verwaltungsgemeinschaft, war früher das Schloss der Patrizierfamilie Haller; der weitläufige Schlossgarten wurde jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts zugunsten des Gesteinsabbaus aufgelöst.

Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Gräfenberg
Regelmäßige Veranstaltungen
Das Historische Bürgerfest mit Mittelaltermarkt findet zu Ehren des Wirnt von Grafenberg alle fünf Jahre statt (in den mit 4 und 9 endenden Jahren).
Am dritten Adventssonntag veranstaltet der Fränkische-Schweiz-Verein Gräfenberg auf dem Kirchplatz die traditionelle Gräfenberger Vorweihnacht, einen der ältesten Weihnachtsmärkte der Fränkischen Schweiz (seit 1976). Als Höhepunkt beschließt jedes Jahr das Nürnberger Christkind den Markt und spricht neben dem Nürnberger einen vor vielen Jahren verfassten Gräfenberger Prolog.
Am ersten Sonntag im August wird in der Gräfenberger Altstadt die Kirchweih gefeiert. Die Michaeliskirchweih folgt am letzten Sonntag im September.
Am dritten Sonntag im September ist Kirchweih (Kerwa) in Walkersbrunn.
Alljährlich findet eine Woche vor Ostern der Palmsonntagsmarkt und am Ewigkeitssonntag (Totensonntag) im November der Andreasmarkt statt. Dabei wird das historische Rathaus vom Gartenbauverein bzw. von den Altstadtfreunden Gräfenberg in ein „Rathauscafé“ verwandelt.
Am Weißen Sonntag ist Konfirmation in Gräfenberg.
Im renovierten Jugendzentrum am Schelmberg finden regelmäßige Veranstaltungen für die Jugend statt.
Gräfenberg ist bunt organisiert seit 2007 jeweils am Samstag vor dem Ende der bayerischen Sommerferien das alljährliche Open-Mind-Festival. [10]
Natur und Geologie
Kasberger Schlucht, befindet sich südöstlich von Kasberg
Teufelstisch, markante Felsformation südlich von Guttenburg
Thuisbrunner Leitenweg, Weg durch die Magerrasen und Trockenlandschaft rund um Thuisbrunn
Kalkach; entlang der Stadtmauer und am Bahnhof befinden sich Wasserfälle und Sinterstufen, die teilweise durch einen Weg erschlossen sind.
Todsfelder Tal, 1,5 km langes Tal mit Trockenhängen und Dolomitfelsen
Lillachquelle, entspringt in der Gemarkung Lilling fließt über Sinterstufen in Richtung Weißenohe
„Gräfenberg ist bunt“
Anti-Nazi-Demonstration „Gräfenberg ist bunt“ am 18. August 2007 auf dem Marktplatz

Seit 1999 marschierte die NPD alljährlich am Volkstrauertag, von Dezember 2006 bis zum Herbst 2009 monatlich zum Gräfenberger Kriegerdenkmal. Dagegen richtete sich breiter und engagierter Bürger-Protest der Aktion Gräfenberg ist bunt [11]Vorlage:Toter Link/!…nourl (Seite nicht mehr abrufbar), einer parteiübergreifenden Bewegung gegen Nationalsozialismus und Rassismus. Mit kreativen Aktionen setzen sich die Gräfenberger Bürger für Frieden, Vielfalt und Völkerverständigung ein. Das Bürgerforum Gräfenberg ist bunt hat überregionale Bedeutung, ist Träger des Würzburger Friedenspreises[12] und genießt bundesweit Anerkennung.[13][14]

Am Tag der Deutschen Einheit 2007 feierten 2000 Gräfenberger und Nazi-Gegner aus der Umgebung ein zweitägiges Fest Für Demokratie und Menschenrechte im geeinten Deutschland und protestierten mit einem ökumenischen Gottesdienst, vielen Grußworten und einem bunten kulturellen Programm gegen eine Versammlung von Neo-Nazis. Prominente Besucher waren Arno Hamburger, Susanne Kastner, Ulrich Maly, Eva Bulling-Schröter, Ulrike Gote, Elisabeth Scharfenberg und Christine Stahl.

Im Oktober 2009 hat die NPD erklärt, ihre Aktivitäten künftig mehr in die Oberpfalz, nach Niederbayern und ins nahegelegene Weißenohe (dem Wohnort der Gründer des Bürgerforums) zu verlegen.[15]
Seit einigen Jahren organisieren Neonazis zudem Veranstaltungen in dem nur einige Kilometer entfernt liegenden Geschwand bei Obertrubach.[16]Vorlage:Toter Link/!…nourl (Seite nicht mehr abrufbar)
Michael Helmbrecht [17]

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Gräfenbergbahn

Gräfenberg ist Endhaltestelle der Gräfenbergbahn R21, mit der insbesondere in den wärmeren Jahreszeiten auch Ausflügler und Wanderer nach Gräfenberg gelangen. Es gibt fünf Buslinien, die die umliegenden Ortschaften vom Bahnhof aus erschließen, sowie eine Buslinie als Querverbindung nach Forchheim.[18]

Die Stadt liegt an der Bundesstraße 2 zwischen Nürnberg und Pegnitz.

Ansässige Unternehmen
Brauereien

In Gräfenberg und seinen Ortsteilen gibt es vier Brauereien:

Brauerei Friedmann, seit 1875 in Familienbesitz, aus dem Heldschen Brauhaus hervorgegangen.
Lindenbräu (Brehmer), Brauerei seit 1932
Brauerei Hofmann, Hohenschwärz, Brauerei seit 1897
Elch-Bräu, Thuisbrunn, Wiedereröffnung 2007
Persönlichkeiten
Der mittelhochdeutsche Dichter Wirnt von Grafenberg stammte vermutlich aus Gräfenberg.
Der Tübinger Altphilologe Martin Crusius wurde am 19. September 1526 im heutigen Gräfenberger Stadtteil Walkersbrunn, damals Pfarrei „Zu den Drei Heiligen Gräbern“ (heute Evangelisch-Lutherische Pfarrei Ermreuth), geboren und starb am 7. März 1607 (neuen Stils) in Tübingen.
Michael Helmbrecht (* 1958), engagiert sich gegen Rechtsextremismus in Mittelfranken, dokumentiert vom Bayerischer Rundfunk 2017.[19]
Schulen

Gräfenberg verfügt über eine Hauptschule (seit 2010: Mittelschule), eine Grundschule und die Ritter-von-Wirnt-Realschule; das nächste Gymnasium befindet sich im neun Kilometer entfernten Eckental.

Tourismus

Aufgrund seiner mittelalterlichen Altstadt, seiner Lage am Rande der Fränkischen Schweiz und seiner vielen gastronomischen Betriebe ist Gräfenberg ein beliebtes Naherholungsziel für Gäste aus Nürnberg, Fürth und Erlangen.

Fünf-Seidla-Steig

Der Fünf-Seidla-Steig ist ein etwa 19 Kilometer langer, 2008 eröffneter Wanderweg zwischen den vier Brauereien der Stadt Gräfenberg und der Klosterbrauerei Weißenohe.[20] Benannt ist er nach dem fränkischen Bierkrug, dem Seidla. Die Brauereien erzeugen insgesamt 21 verschiedene Biere.[21]

Sport

Der TSV 09 Gräfenberg ist der größte Verein Gräfenbergs mit den Abteilungen Fußball, Ski (Langlauf), Volleyball und Tennis.
Der Verein besitzt ein Sportheim etwas außerhalb von Gräfenberg.

Freizeitangebote

Im Sommer ist das stadteigene Freibad bei gutem Wetter geöffnet.

Sonstiges

Das erste dokumentierte Schafkopfspiel nach „bayerischen Regeln“ fand 1849 in Gräfenberg statt.[22]

Siehe auch
Kasberger Linde
Weblinks
 Commons: Gräfenberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Gräfenberg – Reiseführer
 Wikisource: Grevenberg in der Topographia Franconiae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
Offizielle Internetpräsenz der Stadt Gräfenberg
Eintrag zum Wappen von Gräfenberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Gräfenberg: Amtliche Statistik des LfStat