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Geschichte

Die heutige Gemeinde Grenzach-Wyhlen entstand am 1. Januar 1975 aus den beiden selbstständigen Gemeinden Grenzach und Wyhlen im Zuge der baden-württembergischen Gemeindereform.[4]

Erste Siedlungen in der heutigen Gemarkung sind keltischen Ursprungs und gehen auf die Hallstattzeit im frühen 1. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurück. Der keltischen Besiedlung folgte die römische und ab dem 3. Jahrhundert eine alamannische.

Auf die alamannische Besiedelung geht der Name des Teilortes Wyhlen (ze wilon, bei den Gehöften) zurück.

Die römische Niederlassung hieß Carantiacum (Gut des Carantius). Aus diesem Namen ging der heutige Teilortname Grenzach hervor. Im Jahr 1982 fanden sich Reste einer römischen Villa und im Jahr darauf fanden sich erste Mauerreste eines Nebengebäudes. Diese wurden über zwei Jahre archäologisch untersucht. 1991 wurden weitere Mauern gefunden, die restauriert wurden und noch in den Becken sichtbar sind.

Die urkundliche Ersterwähnung der Siedlungen findet sich schließlich im 13. Jahrhundert. Grenzach und Wyhlen waren inzwischen unter fränkischer Herrschaft. Im späten Mittelalter trennte die Ortschaften eine Landesgrenze. Grenzach kam zur Markgrafschaft Baden, Wyhlen zu Vorderösterreich (Landschaft Rheintal in der Kameralherrschaft Rheinfelden). Seit etwa 1315 gab es in Grenzach ein Weiherschloss. Fast 250 Jahre (1491–1735) waren die Herren von Bärenfels, die in diesem Schloss residierten, ein bestimmender Faktor für das Dorf.

Im Dreißigjährigen Krieg und in späteren kriegerischen Auseinandersetzungen erlitten die Ortschaften schwere Verwüstungen. Mit der Gründung des Großherzogtums Baden wurde auch Wyhlen badisch, so dass die beiden Orte nach mehr als 500 Jahren wieder zur selben Territorialherrschaft gehörten.

Nordwestlich von Grenzach befindet sich der Rest einer prähistorischen Wehranlage, Burg Hornfels.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Wyhlen mit dem Kalkstein vom Dinkelberg und dem Salz aus der Saline Soda und Ammoniak produziert. Ein alter Bau der ehemaligen Saline ist heute noch zu sehen.[5]

Politik

Kommunalwahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 44,3 % (2009: 44,3 %)

 %3020100

25,4 %23,5 %20,0 %18,8 %12,3 %

CDUSPDGrüneFWGFDP
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   4   2   0  -2  -4  -6  -8-10-12

+3,0 %p
+1,9 %p+3,2 %p+3,1 %p-11,2 %p
CDUSPDGrüneFWGFDPVorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Rathaus im Ortsteil Grenzach
Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 brachte folgendes Ergebnis[7]:

Partei Stimmenanteil Sitze +/–
CDU 25,4 % 6 + 1
SPD 23,5 % 5 ± 0
GRÜNE 20,0 % 4 ± 0
FWG 18,8 % 4 + 1
FDP 12,3 % 3 − 2
Gesamt 100 % 22

Bürgermeister

Seit der Fusion von Grenzach und Wyhlen gab es drei Bürgermeister:[8]

1975–1999 Hans-Joachim Könsler
1999–2014 Jörg Lutz (parteilos)
seit 2014 Tobias Benz (CDU)

Von 1999 bis 2014 war der parteilose Jörg Lutz Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen; er wurde 2007 mit etwa 98 % Stimmenanteil wiedergewählt, bis er im Juli 2014 zum Oberbürgermeister von Lörrach gewählt wurde, so dass am 26. Oktober 2014 wiederum eine Bürgermeisterwahl in Grenzach-Wyhlen stattfand. Der von der CDU, SPD und FDP unterstützte Kandidat Tobias Benz (CDU) erreichte im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit (50,38 %) bei einer Wahlbeteiligung von 49,97 % und 8 Gegenkandidaten.[9] Er hat das Amt am 1. Dezember 2014 angetreten.

Bürgermeister von Wyhlen bis 1974
1898–1908 Wilhelm Deschler
1908–1911 Franz Xaver Böhler
1911–1920 Kornel Böhler
1920–1922 Herbert Pfeiffer
1922–1934 Wilhelm Voegele
1934–1943 Heribert Mutter
1943–1945 Franz Anton Deschler
1945–1948 Wilhelm Voegele
1946–1968 Johann Boll
1968–1971 Bernhard Schott (Amtsverweser)
1971–1974 Hans-Joachim Könsler
Bürgermeister von Grenzach bis 1974
1872–1905 August Oertlin
1906–1924 Johann Ernst Blubacher
1924–1934 Hermann Barth
1934–1937 Albert Karl Friedrich Schmidt
1938–1945 Fridolin Philipp
1945–1957 Jakob Ewelshäuser
1957–1974 Walter Bertsch

Bürgermeisterwahl 2014
Wahlbeteiligung: 49,97 %

 %6050403020100

50,38 %19,72 %10,58 %10,45 %3,54 %3,11 %1,17 %0,42 %0,39 %0,24 %

BenzSchmidNeuschützGretherCarrubaKuckOpitzWestermannWalzSonst.Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – DunkelVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – DunkelVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – DunkelVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – DunkelVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – DunkelVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – DunkelVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – DunkelVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – DunkelVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – Dunkel
Gemeindepartnerschaften

Grenzach-Wyhlen unterhält seit 1990 eine Gemeindepartnerschaft mit dem italienischen Italien Pietrasanta.

Seitdem haben sich weitere freundschaftliche, wenn auch nicht offizielle, Partnerschaften zu folgenden Städten entwickelt[10]:

Belgien Écaussinnes, Belgien

Frankreich Villeparisis, Frankreich

Ungarn Létavértes, Ungarn

Rumänien Săcueni, Rumänien

Wappen

Das Wappen der Gemeinde Grenzach-Wyhlen zeigt hinten auf goldenem Grund einen schwarzen linksgewendeten, rotgezungten, aufrecht stehenden Bären auf zwei blauen Wellenleisten. Vorne ist eine stilisierte, schwebende blaue Traube mit grünem Stiel und Blatt zu sehen. Die Wellenbalken deuten die Nähe des Ortes zum Rhein an, die Trauben stehen für den Weinbau. Wappen und Flagge in den Farben Blau-Gelb hat das Landratsamt Lörrach am 10. Januar 1978 verliehen.[11] Die goldene Wappenfarbe stammt vom alten Grenzacher Wappen. Der Bär war Teil des alten Wyhlener Wappens und ist dem Wappen der Herren von Bärenfels entlehnt.

Grenzach-Wyhlen

Grenzach (bis 1975)

Wyhlen (bis 1975)

Blasonierungen

Grenzach-Wyhlen: „In Gold zwei erniedrigte blaue Wellenleisten, darauf vorne ein linkshin aufgerichteter, rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Bär, hinten eine schwebende blaue Traube mit grünem Stiel und Blatt.“

Grenzach: Grenzstein mit Hexagramm (Winzerstern), darüber Rebmesser, beidseitig umrankt von Weinreben. Der Entwurf „In Gold ein rotes Hexagramm, darin ein Rebmesser mit blauer Schneide und schwarzem Griff“ wurde nicht angenommen, war jedoch inoffizielles Wappen.

Wyhlen: In gespaltenem Schild vorne in Gold auf grünem Dreiberg ein aufgerichteter, rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Bär, hinten in Rot ein silberner Balken.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Evangelische Kirche Grenzach
Sankt-Georg-Kirche in Wyhlen
Ehemaliges Rebhaus unterhalb des Grenzacher Hornfelsens.

Besondere Erwähnungen verdienen das Grenzacher Schlössle, ein Wasserschloss, das Zehnthaus in Wyhlen, das ehemalige Prämonstratenser-Kloster Himmelspforte und das Kraftwerk Wyhlen.

Im Waldgebiet der Teilgemeinde Grenzach lag knapp oberhalb des Grenzüberganges „Riehener Weg“ (am Fußwanderweg Richtung Hornfelsen) der südlichste Bunker des sogenannten „Westwalls“, der allerdings schon kurz nach Kriegsende gesprengt wurde. Gleichwohl ist die Bunkeranlage nebst den Gräben noch gut erhalten. Der Bunker wurde aus Sicherheitsgründen vor einigen Jahren restlos eingeebnet und ist nicht mehr sichtbar.

Im Waldrandgebiet des Ortsteils Wyhlen (Nähe Engeltal) befand sich im Wald ca. 200 bis 300 m nach dem Ortsende in Wanderrichtung Markhof (Herten) ebenfalls eine stattliche Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg. Auch sie wurde nach dem Krieg gesprengt, lag lange als gefährliche Ruine (herausstehende Armierungseisen, etc.) herum und ist heute kaum noch sichtbar.

Der Ortsteil Rührberg liegt am Westweg des Schwarzwaldvereins, einem Fernwanderweg von Pforzheim nach Basel, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Kirchen
St. Leodegar (Grenzach)
St. Michael (Grenzach)
Friedenskirche (Wyhlen)
St. Georg (Wyhlen)
Museen

In Grenzach befindet sich das Regional-Museum Römervilla, das vom Verein für Heimatgeschichte betreut wird. Bei der Ausgrabung wurden über zwei Meter hohe Mauerteile einer römischen Peristylvilla freigelegt sowie ein großes Badebecken, Säulen, Marmorprofile von Türen und Fenstern und hochqualitätsvolle Wandmalereien.
Mit der Umgestaltung 2011 wurde das Museum zum Regional-Museum aufgewertet und zeigt als Schwerpunkt römische Alltagskultur. Es ist das einzige Römermuseum im Landkreis Lörrach.

Schutzgebiete

Der Buchswald bei Grenzach ist ein Naturschutzgebiet von internationaler Bedeutung, wird aber immer mehr eingedämmt durch den Buchsbaumzünsler sowie eine bestimmte Pilzart.

Sport

Bei den Handballern des TV Grenzach spielten die 1. Damenmannschaft in der 3. Liga. Der örtliche Ruderclub RC Grenzach konnte schon einige Weltmeisterschafts-Medaillen erringen und stellt aktuelle Welt- und Europameister im Ruder- und Drachenbootsport. Außerdem besitzt der TV Grenzach eine Basketball-Abteilung die innerhalb des Basketballverbands Nordschweiz spielt. Darüber hinaus gibt auch die SG Grenzach-Wyhlen die aus dem SV Wyhlen und dem 1. FC Grenzach hervorgegangen ist, momentan spielt sie in der Kreisliga B und vor allem durch die große Jugendabteilung mit mehr als 250 Kindern und Jugendlichen bekannt ist. Weitere Vereine sind der Judoclub Grenzach-Wyhlen, zwei Tennis Vereine und andere.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Ortsteil Grenzach befindet sich mit der Kesslergrube eine Mischdeponie, auf der bis 1976 Erdaushub, Bauschutt, Haus- und Gewerbemüll sowie mehr als 15.000 Tonnen toxischer Abfälle abgelagert wurden.

Verkehr
Straßenverkehr

Folgende überregionale Straßen beginnen bzw. enden in Grenzach-Wyhlen:

(Basel Schweiz -) Grenzach-Wyhlen – Rheinfelden (Baden) / – Bad Säckingen – Waldshut-Tiengen – SchaffhausenSchweiz – Gottmadingen – Singen (Hohentwiel) – Bodman-Ludwigshafen
L 139 Grenzach-Wyhlen – Herten (Baden) – Degerfelden – Maulburg – Schopfheim – Langenau – Enkenstein – Wieslet L 140 – Tegernau – Neuenweg – L 131
K 6332 Grenzach-Wyhlen – Rührberg – Inzlingen K 6331 –

Der nächste Autobahnanschluss auf Schweizer Seite ist Basel-Wettstein / von wo aus in Richtung Norden Anschluss an die deutsche in Richtung Freiburg im Breisgau – Karlsruhe – Frankfurt besteht, sowie an die französische in Richtung Straßburg. In Richtung Süden erreicht man entweder Luzern – Gotthard – Tessin – Italien oder Zürich – Sankt Gallen.

Am nächstgelegenen deutschen Autobahnanschluss Rheinfelden-Süd befindet sich der Grenzübergang zur Schweiz auf die in Richtung Zürich – Sankt Gallen, sowie in Richtung Norden das Autobahndreieck Hochrhein mit der Überleitung auf die in Richtung Lörrach – Weil am Rhein – . Diese Autobahn erreicht man mit der Kreisstraße aus Grenzach-Wyhlen ebenfalls über die Anschlussstelle Lörrach-Ost .

Öffentlicher Personennahverkehr

Die Gemeinde gehört dem Regio Verkehrsverbund Lörrach an und ist mit zwei Haltepunkten (Grenzach und Wyhlen) über die Hochrheinbahn (Basel – Singen) mit dem überregionalen Schienennetz verbunden, bis 1981 existierte zudem ein dritter Haltepunkt Grenzacherhorn[12]. Am Badischen Bahnhof bestehen Anschlüsse an den internationalen Zugverkehr sowie an die Regio-S-Bahn Basel, die die Regionalbahn in der Vergangenheit als S7 bezeichnete. Mit dem Bau des Herzstücks in Basel und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn soll mittelfristig auch der S-Bahn-Verkehr in Grenzach-Wyhlen verbessert werden.

Liniennetz innerhalb Grenzach-Wyhlens

Darüber hinaus verfügt sie über einige lokale und regionale Busverbindungen. Insgesamt existieren 31 Bushaltestellen, verteilt über den ganzen Ort, auch in den höher gelegenen Gebieten Neufeld und Rührberg.

Seit Dezember 2008 verbindet die Buslinie 38 Grenzach-Wyhlen mit Basel. Sie wird von der BVB und dem SBG gemeinschaftlich betrieben und fährt halbstündlich über die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz. Dieses Angebot wurde seitdem immer weiter ausgebaut, sodass mittlerweile montags bis samstags ein 15-Minuten-Takt zwischen 6 und 20 Uhr besteht, die Busse fahren von 5 Uhr morgens bis Mitternacht. Sonntags besteht ein Stundentakt und in der Nächten von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag fahren je drei Nachtkurse von und nach Basel.

Die Linie 7301 verbindet Grenzach-Wyhlen ohne Umstieg mit der Kreisstadt Lörrach mit einzelnen Bussen, die Linie 7307 verbindet zudem einige Stadtteile der Nachbarstadt Rheinfelden (Baden) mit der Linie 38.

Als Citybus Grenzach-Wyhlen wird die Buslinie 7311 bezeichnet, die auf zwei Ästen die verschiedenen Ortsteile innerhalb Grenzach-Wyhlens halbstündlich bzw. stündlich mit den Bahnhöfen und der Linie 38 verbindet.

In den 2000er Jahren gab es Überlegungen für einen „Hochrhein-Güterbypass“, der auch die Gemeinde Grenzach-Wyhlen betroffen hätte. Gegen die Realisierung gab es jedoch in mehreren Orten entlang der Hochrheinbahn Anwohnerproteste, sodass das Projekt eingestellt wurde.[13]

Linie Strecke Betreiber Takt (Mo-Sa)
RB 730 Basel Badischer Bahnhof – GrenzachWyhlen – Rheinfelden (Baden) – Waldshut (- Lauchringen – Erzingen (Baden)) DB Regio Südbaden mindestens stündlich
38 Bachgraben – Kannenfeldplatz – Schifflände – Claraplatz – Wettsteinplatz – Tinguely Museum – Hörnli Grenze – Grenzacher HornSparkasseSchulzentrumWyhlen Siedlung BVB und SBG 15-Minuten-Takt sowie einzelne Nachtbusse
7301 Basel Badischer Bahnhof – Grenzach-Wyhlen – Rheinfelden (Baden) – Schwörstadt (- Bad Säckingen) SBG einzelne Busse
Lörrach – Riehen –
7307 Wyhlen Siedlung – Herten (Baden) – Degerfelden – Eichsel – Adelhausen SBG stündlich
7311

Citybus GW

Grenzach NeufeldHebelstraßeBahnhof GrenzachSparkasseWyhlen SchulzentrumHutmattenstraße KlosterstraßeHimmelspforteRührberg SBG halbstündlich stündlich
Wyhlen ZentrumBahnhof WyhlenKraftwerkIm Fallberg

Ansässige Unternehmen
Blick in die Generatorenhalle des Wasserkraftwerks Wyhlen (deutsche Seite)

In Grenzach-Wyhlen ist die Roche Pharma AG mit über 1.200 Mitarbeitern ansässig, die für das Marketing und den Vertrieb verschreibungspflichtiger Arzneimittel auf dem deutschen Markt zuständig ist. Ebenso ist hier der Sitz der Roche Deutschland Holding GmbH – der Dachorganisation der verschiedenen deutschen Roche-Gesellschaften, die in Deutschland knapp 10.000 Arbeitsplätze unterhält.

Auch die NaturEnergie AG, eine der bundesweit größten Anbieter von Ökostrom, hat in der Gemeinde ihren Sitz und betreibt an der Staustufe Augst/Wyhlen ein Wasserkraftwerk.

Bildung

In Grenzach-Wyhlen bestehen alle Schularten des dreigliedrigen Schulsystems. Am Lise-Meitner-Gymnasium kann das Abitur abgelegt werden. Auf dem gleichen Gelände in der Kantstraße besteht auch eine Realschule. Daneben gibt es mit der Bärenfelsschule in Grenzach und der Lindenschule in Wyhlen zwei Grundschulen. Seit dem Schuljahr 2010/2011 ist die Bärenfelsschule zur Werkrealschule ausgebaut worden. Die Hebelschule in Wyhlen (Grundschule), wurde 2012 aufgelöst und ging in der Lindenschule auf. Sie war eine der ersten Grundschulen die in Baden-Württemberg in Lerngruppen klassenübergreifend unterrichtet hat.

Für die Kleinsten gibt es zwei kommunale, zwei evangelische, zwei katholische und einen privaten Kindergarten.

Im Schulzentrum Wyhlen ist auch eine Außenstelle der Musikschule Rheinfelden (Baden) untergebracht.

Medien

Die Badische Zeitung (Ausgabe Rheinfelden) sowie Die Oberbadische (ehemals Oberbadisches Volksblatt) decken täglich die lokale Berichterstattung ab, gelegentlich zudem der Südkurier (Ausgabe Hochrhein).

In Grenzach-Wyhlen befand sich bis Anfang 2007 eine Sendeanlage des SWR. Sie verwendete als Antennenträger einen 111 Meter hohen, abgespannten Stahlfachwerkmast. Obwohl der Sendemast in Grenzach-Wyhlen höher als die üblicherweise bei Fernsehumsetzern verwendeten Antennenträger war, besaß die Anlage nur eine untergeordnete Bedeutung, da sie nur für das erste Fernsehprogramm auf Kanal 25 mit 35 Watt ERP Verwendung fand. Früher wurden auch noch die ersten drei Hörfunkprogramme mit 50 Watt ERP abgestrahlt.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Wyhlen

1930: Jakob Schaffner (1875–1944), Schriftsteller und Träger des Johann-Peter-Hebel-Preises 1943
Grenzach-Wyhlen

1997: Erhard Richter (* 26. Juli 1927 in Grenzach), Oberstudiendirektor, Heimatkundler und Träger des Bundesverdienstkreuzes, der Ehrenmedaille in Gold des Landkreises, der Verdienstmedaille sowie der Heimatmedaille des Landes Baden-Württemberg (2008) für die Verdienste im Bereich der Heimatpflege
Mit Grenzach-Wyhlen verbundene Persönlichkeiten
Der Dramatiker Rolf Hochhuth lebte jahrelang abwechselnd in Grenzach-Wyhlen und Berlin.
Die ehemalige Fußballerin Alexandra Stegmann, FIFA-U-19-Weltmeisterschafts-Dritte, wuchs in Grenzach-Wyhlen auf.
Der deutsch-schweizerische Ruderer Simon Niepmann (* 1985) wuchs in Grenzach auf und lebt noch immer dort.
Der österreichische Schauspieler Klaus Maria Brandauer lebte als Jugendlicher in Grenzach, wo sein deutscher Vater Zollbeamter war.
Die österreichische Sängerin Miriam Feuersinger lebt hier.
Söhne und Töchter des Ortes
Ernst Bürgin (1885–1966), Chemiker, Wehrwirtschaftsführer und verurteilter Kriegsverbrecher
Mano Ziegler (1908–1991), deutscher Testpilot und Schriftsteller
Barbara Claßen (1957–1990), Judoka
Literatur
Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Landkreis Lörrach (Hrsg.): Der Landkreis Lörrach, Band I (Aitern bis Inzlingen), Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993, ISBN 3-7995-1353-1, S. 802–853.
Erhard Richter: Ortssippenbuch Grenzach, Landkreis Lörrach in Baden. Grafenhausen: Köbele 1974(= Badische Ortssippenbücher 33), Bearbeiteter Zeitraum 1599–1973
Weblinks
 Commons: Grenzach-Wyhlen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Internetpräsenz der politischen Gemeinde Grenzach-Wyhlen
Badische Zeitung über Grenzach-Wyhlen
Die Oberbadische über Grenzach-Wyhlen
Südkurier über Grenzach-Wyhlen
swisstopo Luftbild vom 9. Juli 1934 von Grenzach
swisstopo Luftbild vom 9. Juli 1934 von Wyhlen
Prämonstratenserpriorat „Himmelspforte“ Wyhlen in der Datenbank Klöster in Baden-Württemberg des Landesarchivs Baden-Württemberg