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Geschichte
Am alten Schloss in Grevenbroich

Nahe einer alten Römerstraße zwischen Rhein und Maas wurde das sumpfreiche Gebiet von den Grafen von Kessel, deren Stammsitz die Grafschaft Kessel an der Maas war, Ende des 13. Jahrhunderts urbar gemacht. Inmitten der Besitzungen errichteten sie auf einer Kiesbank eine befestigte Burganlage, die von Brüchen, Sümpfen und der Erft umgeben, einen sicheren Schutz gegen feindliche Angriffe bildete.

In der Folge wurde das Dorf nach seinen gräflichen Besitzern als „Bruche comitis“ – der Grafen Bruch oder Bruchland – bezeichnet. 1297 wurde das Wilhelmitenkloster in munitione Bruyke (in der befestigten Ansiedlung Broich) errichtet. Teile des Wilhelmitenklosters mit dem Bernardusturm sind heute noch zwischen der Pfarrkirche St. Peter und Paul und dem Alten Rathaus zu sehen. 1307 wurden Burg und Ort durch Schiedsspruch den Grafen und späteren Herzögen von Jülich zugesprochen.

Im 15. Jahrhundert bauten die Herzöge von Jülich die ehemalige Burganlage zum landesherrlichen Schloss (Altes Schloss) um, in dem seit 1425 mehrfach der Jülicher Landtag abgehalten wurde. Vom ehemaligen Schloss ist noch der Palasbau nebst einem Torgebäude, welches das Schloss von der Stadt trennte, vorhanden. Heute noch bildet das Alte Schloss mit seiner Gastronomie und großen Versammlungs- und Konferenzräumen einen kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt im Zentrum der Stadt, so dass Grevenbroich von jeher gerne als Schlossstadt bezeichnet wird.

Grevenbroich war bis zur Besetzung durch französische Revolutionstruppen im Jahre 1794 Sitz des jülichschen Amtes Grevenbroich, zu dem auch die Städte Mönchengladbach und Rheydt gehörten.

Karte Grevenbroichs von 1771

Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts wuchs die Stadt nicht über die Wälle mit davorliegenden Wassergräben hinaus, die sie als sogenannte „innere Festung“ umgaben. Dann entwickelte sie sich schnell. 1767 zählte Grevenbroich 330 Einwohner, 1820 waren es 627 und 1871 schon 1325. Entscheidend für diese Entwicklung war die Errichtung eines Eisenbahnknotenpunktes, der industrielle Ansiedlungen ermöglichte und die Stadt bald zum verkehrserschlossenen Standort der Textil-, Metall- und Nahrungsmittelindustrie sowie des Braunkohleabbaus machte. 1900 zählte die Stadt 3.410 Einwohner.

Der zur Stadt Grevenbroich gehörende Ort Gürath musste um 1900 als erstes Dorf dem Braunkohlebergbau im rheinischen Revier weichen. Gürath (ältere Schreibweisen: Judenrode, Gudenrode) war Sitz einer Kommende des Deutschen Ordens. Wie auch einige andere Gebiete im Stadtgebiet Grevenbroich wurde der Ort Elfgen ebenfalls weggebaggert und das damalige Gut Vollrath in Neuenhausen ab Mitte des 20. Jahrhunderts mit Abraum aus der Braunkohleförderung verschüttet. Dadurch entstanden die künstlichen Anhöhen Vollrather Höhe (auf deren Gebiet Gut Vollrath lag) und die Gustorfer Höhe. Diese sind renaturierte Abraumhalden, wodurch die natürliche Landschaft erheblich verändert wurde. Ein Teil der Einwohner Elfgens wurde in den neu angelegten Ortsteil Neu-Elfgen umgesiedelt.

1995 fand im Stadtpark der Stadt die Landesgartenschau statt.

Im Jahr 2005 wurde die Stadt mit „Gold“ beim bundesweiten Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ ausgezeichnet.

Religionen

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die Bevölkerung zu fast 100 % katholisch. Lediglich in Wevelinghoven gab es seit der Reformation eine evangelische Gemeinde. Die Kapelle der Industriellenfamilie Erckens gegenüber deren Villa diente den Evangelischen der Stadt als Versammlungsstätte. Heute wird sie von der Freien Christengemeinde genutzt. Durch den Zuzug Vertriebener ab 1945 wuchs der evangelische Anteil in der Stadt auf etwa 25 Prozent. Heute gibt es zahlreiche katholische, evangelische und freikirchliche Gemeinden sowie eine neuapostolische. In Hülchrath gab es ein kleines Bethaus der wenigen jüdischen Einwohner. Neben den Kirchen für die christlichen Religionsgemeinschaften gibt es eine Moschee in Grevenbroich-Stadtmitte sowie eine weitere in der Nähe des Kraftwerkes Frimmersdorf.

Die über 125 Jahre alte Gustorfer Kirche „St. Maria Himmelfahrt“ wurde unter anderem durch ihre drei romanischen Reliefplatten als „Gustorfer Chorschranken“ bekannt, die als Chorschranken dienten. Im August 2002 wurde sie „Kirche des Monats“ im Erzbistum Köln.[6]

Eingemeindungen
Ansicht auf Allrath

Von 1816 bis 1929 war die Stadt Verwaltungssitz für den ehemaligen Landkreis Grevenbroich, zu dem die Städte Grevenbroich und Wevelinghoven sowie 22 Gemeinden gehörten.

Siehe auch: Kreis Grevenbroich

1929 fand eine umfassende Gebietsreform statt, bei der die Landkreise Kreis Grevenbroich, Kreis Neuß und Teile des Kreises Gladbach aufgelöst und in den Landkreis Grevenbroich-Neuß eingeordnet wurden. 1946 wurde er in „Kreis Grevenbroich“ rückbenannt. Zu diesem Landkreis gehörten am Ende die Städte Dormagen, Grevenbroich, Meerbusch, Wevelinghoven und Zons sowie 28 weitere Gemeinden.

Siehe auch: Landkreis Grevenbroich-Neuß

Am 1. Januar 1975 wurden im Zuge der kommunalen Neugliederung in NRW der Kreis Grevenbroich und die kreisfreie Stadt Neuss zum neuen Kreis Neuss, heute Rhein-Kreis Neuss, zusammengelegt. Der Kreissitz befindet sich in Neuss, jedoch sind bedeutende Teile der Kreisverwaltung in Grevenbroich angesiedelt. Durch die Gebietsreform umfasst das heutige Stadtgebiet neben der ursprünglichen Stadt Grevenbroich die ehemaligen Gemeinden Frimmersdorf, Gustorf, Hemmerden, Kapellen/Erft und Wevelinghoven sowie den größten Teil der Gemeinde Neukirchen.[7]

Bevölkerungsentwicklung

Die Einwohnerzahl von Grevenbroich wuchs im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur langsam und ging durch zahlreiche Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Durch die Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1840 erst 823 Menschen in der Stadt, so waren es 1939 bereits 12.380. Auch danach stieg die Bevölkerungszahl weiter. 1961 hatte Grevenbroich 21.955 Einwohner.

Eingemeindungen mehrerer Orte in der Umgebung brachten der Stadt am 1. Januar 1975 einen Zuwachs von 30.343 Personen auf 56.935 Einwohner. Den historischen Höchststand erreichte die Bevölkerungszahl am 31. Dezember 2001 mit 65.039. Am 31. Dezember 2006 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Grevenbroich nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen 64.388 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Somit wurde die 65.000 Einwohner-Hürde als Ziel des Bürgermeisters erneut verfehlt.

Siehe auch: Einwohnerentwicklung von Grevenbroich
Politik
Stadtrat

Wahl des Grevenbroicher Stadtrats 2014[8]
(46,33 % Wahlbeteiligung – 1,46 % ungültige Stimmen)

 %403020100

35,6428,348,347,106,334,682,602,174,79

CDUSPDUWGFDPGrüneMein GVLinkePiratenSonst.
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   6   4   2   0  -2  -4  -6  -8-10

+2,37
-0,56-9,16-3,30+0,64+4,68+0,64+2,17+2,51
CDUSPDUWGFDPGrüneMein GVLinkePiratenSonst.Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu langVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – Dunkel

Die beiden Ratsmitglieder von DIE LINKE und PIRATEN haben sich zur Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE/PIRATEN zusammengeschlossen.

Sitzverteilung im
Grevenbroicher Stadtrat 2014
1

1

3

14

1

4

2

2

4

18
1 1 3 14 1 4 2 2 4 18 

Insgesamt 50 Sitze DIE LINKE.: 1 PIRATEN: 1 GRÜNE: 3 SPD: 14 FBG: 1 UWG: 4 Mein GV: 2 ABG: 2 FDP: 4 CDU: 18

Jugendrat

Am 9. Februar 2015 fand die letzte Jugendrats-Wahl der Stadt Grevenbroich statt. Schüler konnten aus insgesamt elf Kandidaten für einen Sitz im Jugendrat wählen. Es wurden letztlich sechs Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren in den Jugendrat gewählt.

Insgesamt war es bereits der vierte Jugendrat in Grevenbroich. Das verfolgte Ziel des Jugendrates ist es, Jugendliche in die demokratische Willensbildung einzubeziehen, indem Projekte für Jugendliche verwirklicht werden.

Bürgermeister

bis zum Jahr 1945:

Amtszeit Name
1839–1850 Fedor von Goldammer (1809–1862) danach Bürgermeister in Odenkirchen
1851–1875 Johann Theodor Wilbertz[9] einheimischer Fabrikant
1875–1889 Sebastian Bier[9]
1889–1919 Alfred Harnisch[9]
1924–1945 Lorenz Wilms[9] Vater der späteren Bundesministerin Dorothee Wilms

vor der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975:

Amtszeit Name Partei
1959–1969 Georg Budke[10] (1900–1994) CDU
1969–1975 Hans Wattler (1927–2008) CDU

seit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975:

Amtszeit Name Partei
1975–1979 Hans Wattler (1927–2008) CDU
1979–1994 Hans Gottfried Bernrath (1927–2010) SPD
1994–1999 Erich Heckelmann SPD
1999–2004 Theo Hoer CDU
2004–2009 Axel Prümm CDU
2009–2015 Ursula Kwasny CDU
seit 2015 Klaus Krützen SPD

Bei der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters am 27. September 2015 konnte sich der SPD-Herausforderer Klaus Krützen mit 55,19 % gegen die amtierende Bürgermeisterin Ursula Kwasny durchsetzen, die 44,81 % der Stimmen erhielt.[11]

Wappen

Blasonierung: „In Rot eine stilisierte schwarzgefugte silberne Burg mit ausgestellten Mauersockeln aus Wehrturm mit vorkragendem Zinnendach, rechts daran angesetztem Überzimmer, offenem Rundportal mit zwei darüberliegenden Schießscharten und linksseitig angesetzter ebensolcher Zinnenmauer mit einer Schießscharte, rechts beseitet mit einem goldenen Schild, darin ein rotbewehrter und -bezungter schwarzer Löwe, den Schildrand berührend.“
Das Stadtwappen in der heutigen Form wird seit dem 9. Februar 1976 geführt und geht auf das Schöffensiegel von 1308 zurück.[12]

Wappenerklärung: Der Löwe stellt den Jülicher Löwen aus dem Wappen der Grafen von Jülich dar, die stilisierte Burg die frühere Grevenbroicher Burg. Das Wappen ist damit ein „redendes Wappen“. Die Burg wurde im Jahre 1305 ein Besitz der Grafen von Jülich, repräsentiert durch den Wappenschild mit dem Jülicher Löwen. Im lokalen Dialekt der Stadt heißen Grafen „Greven“, Broich weist auf das ehemals sumpfige Gelände hin. Das älteste bekannte Siegel von 1308 wurde vermutlich im Jahre 1305 erstellt und zeigt schon eine Burg und den Löwen. Bis ins 16. Jahrhundert hatten Siegel und Wappen die gleiche Kombination, aber Größe und Anordnung variierten. Im 16. Jahrhundert wechselte der Löwe auf die heraldisch linke Seite, die Burg auf die rechte. Im 19. Jahrhundert wurde die alte Anordnung wiederhergestellt. Teilweise überdeckte der Löwenschild die Burg, der Löwe war zeitweise linksgewendet, die Burg rot auf silbernem Schild.

Altes Rathaus in GrevenbroichSiehe auch: Liste der Wappen mit dem Jülicher Löwen
Städtepartnerschaften

Grevenbroich unterhält momentan vier Städtepartnerschaften.[13]

Deutschland Auerbach (Vogtland) (Deutschland, Sachsen)
Niederlande Kessel (Niederlande)
Frankreich St. Chamond (Frankreich)
Slowenien Celje (Slowenien)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen

Einige Kilometer entfernt von Grevenbroich gibt es ein Feldbahnmuseum, in dem man alte Lokomotiven betrachten und in einer Dampflokomotive mitfahren kann. Das Museum befindet sich allerdings im Rommerskirchener Ortsteil Oekoven.

Das Anfang März 2012 eröffnete „Museum der Niederrheinischen Seele“ in der Villa Erckens im Grevenbroicher Stadtpark bietet neben seiner Dauerausstellung auch wechselnde Ausstellungen, sowie einen Präsentationsraum zum nahegelegenen Braunkohletagebau.[14][15]

Siehe auch: Liste der Museen im Rhein-Kreis Neuss

Musik

Bekannteste aus Grevenbroich stammende Musikgruppen sind die Dark-Metal-Band Bethlehem, die Punkrock-Band Planlos, die Metal-Band Adorned Brood, welche zu den dienstältesten Pagan-Metal-Bands Deutschlands zählt, sowie die Post-Hardcore-Band City Light Thief, welche bereits mehrfach beim Rock am Ring Festival auftrat.

Regelmäßige Veranstaltungen

Die wichtigsten Elemente des Grevenbroicher Brauchtums sind die 24 Schützen- und Heimatfeste von Mai bis zum 2. Wochenende im Oktober, vor allem das Fest in Grevenbroich Stadtmitte am ersten Wochenende im September.

Bauwerke
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Grevenbroich
Gedenktafel an Florenz von Wevelinghofen (Bischof von Münster 1364–1378) und seine Wewelinghöfer

Das im klassizistischen Stil gebaute Museum „Villa Erckens“ ist auch baulich und geschichtlich interessant. Der Name verweist auf den Industriellen Oskar Erckens, der die Villa im Jahre 1887 als Privatwohnsitz errichten ließ. Der wirtschaftliche Einbruch infolge des Zweiten Weltkrieges, von dem sich seine in unmittelbar angrenzender Nähe befindliche „Erckens & Co. Baumwollspinnerei und -Weberei“ nicht mehr erholte, führte 1956 zur Schließung seiner Betriebsstätte. Daraufhin erwarb die Stadt Grevenbroich Villa und Park von der Familie Erckens, um diese bis in die 1980er Jahre als Verwaltungsnebenstelle zu nutzen. Nach einem Umbau und Renovierung wurde die Villa Erckens am 17. Juni 1989 als „Museum im Stadtpark“ eröffnet.[16]

Bekannte Sehenswürdigkeiten sind, neben dem mittelalterlichen Schloss Hülchrath inklusive des Stadtteils Hülchrath, der Stadtteil Wevelinghoven mit dem Alten Pastorat von 1653, das Kloster Langwaden und das Haus Horr.

Etwa im Jahre 1145 erfolgt die Gründung des Klosters Langwaden als Prämonstratenserinnenkloster auf Wunsch des Grafen Christian von Wevelinghoven. Eine erste urkundliche Erwähnung erfährt das Kloster durch den Kölner Erzbischof Philipp I. von Heinsberg im Jahre 1173.

Eine Gedenktafel an Florenz von Wevelinghofen (Bischof von Münster 1364–1378) und seine Wewelinghöfer befindet sich an einem Gebäude am Klosterweg im Stadtteil Wevelinghoven. Der Wewelinghöfer ist ein Westfälischer Pfennig, der unter Kaiser Friedrich II. (regierend von 1212 bis 1250) in Dortmund, von dem Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden in Soest sowie von den Bischöfen von Münster und Osnabrück vom 13. bis ins 15. Jahrhundert geprägt wurde.

Die Aussichtsplattformen des Braunkohletagebaus Garzweiler ermöglichen den Blick auf riesige Schaufelradbagger, Absetzer und kilometerlange Förderbandstraßen. Über die Firma RWE-Power sind mit deren geländegängigen, zu Omnibussen umgebauten Lkw nach Voranmeldung auch Gruppenführungen im Braunkohletagebau möglich.

Zwischen dem Stadtteil Kapellen und dem Neusser Stadtteil Holzheim liegt die bis in die frühen 1990er Jahre betriebene NATO-Raketenstation, die mittlerweile von der Stiftung Insel Hombroich für ein Freilichtmuseum genutzt wird.

Parks

Das Alte Schloss und die darum herumliegenden Parkanlagen, übrig geblieben von der Landesgartenschau 1995, die von der Stadt weiter gepflegt werden, gelten als Sehenswürdigkeit in Grevenbroich und Umgebung.

Im erweiterten Gartenschaugelände liegt das Wildfreigehege Bend, ein relativ kleiner aber doch gemütlicher Park für Jung und Alt. Der Eintritt ist kostenlos, eine Grillhütte kann gemietet werden.

Sport und Freizeit
Basketball

Der lokale Basketballverein Grevenbroich Elephants spielt in der 1. Regionalliga West.

Motocross

Die am Grevenbroicher Tagebau Garzweiler gelegene, 1800 m lange Strecke des „MSC Grevenbroich e. V. 1963“ ist eine sandige und anspruchsvolle Strecke, die durch die nötige Rekultivierung des ehemaligen Tagebauabschnitts der Rheinbraun entstand. Es wird als größtes und schönstes Moto-Cross Gelände Deutschlands bezeichnet. Dort wird auch jährlich das Osterrennen des DAMCV (Deutscher Amateur Moto Cross Verband) veranstaltet, bei dem insgesamt ca. 450 Fahrer und Fahrerinnen in verschiedenen Klassen antreten und von dem viele Zuschauer aus der Umgebung angezogen werden. Neben der Hauptstrecke stehen noch weitere Strecken, z. B. für Anfänger, zur Verfügung. Um ganzjährig einen Betrieb zu ermöglichen, gibt es eine Winterstrecke. Zu bestimmten Terminen können auch Gäste fahren, sodass auch außerhalb der Reservierung für Rennen und Clubmitglieder die Strecken von Fahrern aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland genutzt werden.

Flugsport

Der Segelflugplatz im Stadtteil Gustorf hat eine leicht abfallende 1100 m lange Graspiste.

Ein passendes Gelände sollte eigentlich auf der „Vollrather Höhe“ in Grevenbroich entstehen, jedoch waren die Erwerbsbemühungen fruchtlos. Erst mit der verpflichtenden Rekultivierung der Abraumhalde des Braunkohletagebaus der Rheinbraun gelang es eine passende Fläche auf der „Gustorfer Höhe“ zu bekommen.
Inhaber des Platzes ist die „Segelflugplatz GmbH“. Neben Vertretern des Kreises Neuss, der Stadt Grevenbroich und des „Aero-Club Grevenbroich e. V.“ ist Erich Heckelmann einer der Vorsitzenden, der auch ehemaliger Präsident des darauf ansässigen „Aero-Club Grevenbroich e. V.“ ist. Auf dem Gelände ist eine Flugzeughalle nebst Werkstatt, ein Unterrichtsraum sowie eine weitere, kleine Halle vorhanden.

Während des jährlichen Flugplatzfests landete und startete auch der größte einmotorige Doppeldecker der Welt, die Antonow An-2 und zeigte das historische Flugzeug in Aktion. Außerdem bot während der Flugplatzfeste der letzten Jahre die Junkers Ju 52/3m (Tante Ju) aus Mönchengladbach Rundflüge von der Strecke aus an.

Ein Modellflugplatz grenzt an den Segelflugplatz. Durch die erhöhte Lage mit offenen Feldern (ohne Strommasten und Bäume) ist die „Gustorfer Höhe“ ebenfalls bei vereinslosen Modell- und Drachenfliegern beliebt, die auch längere Anfahrtswege in Kauf nehmen.

Imkerei

Der Bienenzuchtverein Grevenbroich und Umgebung ist einer der ältesten Vereine Grevenbroichs. Er wurde 1889 gegründet. Heute werden regelmäßig Nachwuchsimker ausgebildet.[17]

Golf

Während Planungen im Jahre 1990 für die Landesgartenschau 1995 in der Stadt Grevenbroich wurde eine Golfanlage in Erwägung gezogen. Durch die Rekultivierung eines Teils des Braunkohletagebaus fand sich ein 90 Hektar großes Gelände, das rechtzeitig zur Landesgartenschau 14 bespielbare Plätze bot und bis Mai 1997 zu einem 18-Loch-Golfplatz ausgebaut wurde, der von etwa 800 Mitgliedern genutzt wird (Stand Januar 2007).

Als Stadt zwischen Düsseldorf und Köln ist Grevenbroich natürlich auch dem Rheinischen Karneval zugeneigt.

Kultus Openair

Die Jugendinitiative Grevenbroich e. V. veranstaltet zusammen mit dem Jugendcafè Cafè Kultus einmal im Jahr ein großes Festival Am Markt von Grevenbroich.
Dieses nennt sich Kultus Openair und findet immer zum Sommerferienbeginn statt.

Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Neubau Kraftwerk Neurath

Grevenbroich bezeichnet sich selbst als „Bundeshauptstadt der Energie“. In Grevenbroich befindet sich die größte zusammenhängende Lagerstätte für Braunkohle in Europa. Auf 2500 Quadratkilometern wird der fossile Brennstoff gefördert. Ein Teil der Braunkohle wird in den Braunkohlekraftwerken der Umgebung zur Stromerzeugung verfeuert. Innerhalb der Stadtgrenzen liegen das Kraftwerk Frimmersdorf und das Kraftwerk Neurath, welches seit der Inbetriebnahme zweier neuer Blöcke im Jahr 2012 das leistungsstärkste Kraftwerk Deutschlands ist. Das Europäische Schadstoffemissionsregister EPER hat Grevenbroich an die oberste Stelle seiner Liste der zehn dreckigsten Städte Europas gesetzt.[18]

Die Firma Windtest Grevenbroich GmbH betreibt auf der „Frimmersdorfer Höhe“ in Grevenbroich nach eigenen Angaben das „weltgrößte Testfeld für Windkraftanlagen im Binnenland“. Dort steht unter anderem der Prototyp der Nordex N80/2500, die bei Errichtung im Jahr 2000 als der leistungsstärkste in Serie gefertigte Windkraftanlagentyp galt. Der Einweihung dieser Anlage im Februar 2000 wohnten unter anderem Bundeskanzler Gerhard Schröder und Wolfgang Clement, damals Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, bei. Anteilseigner am Unternehmen ist die Gelsenkirchener Firma energy engineers, der Energieversorger RWE, die NRW.BANK, der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Grevenbroich.
Am Neurather See wurde eine Photovoltaikanlage installiert.
Beide Anlagen dienen auch der Forschung und als Referenz für die Straße der Energie.

In Grevenbroich gibt es ein großes Aluminiumwerk der Hydro Aluminium.

In der Landwirtschaft werden traditionell Zuckerrüben und Kartoffeln angebaut.

Der ADAC betreibt seit dem 10. März 2005 im Elsbachtal am Rande des Braunkohletagebaus ein zwölf Hektar großes Fahrsicherheitszentrum. Die Trainingsanlage, die für alle Fahrzeugarten genutzt werden kann, kostete 13 Millionen €.

Finanzhaushalt
Turmkater

Obwohl für eine Stadt die Gewerbesteuer die wichtigste Einnahmequelle ist (die etwa ein Drittel der Einnahmen ausmacht), und die Stadt Grevenbroich mit einem Hebesatz von 450 % (wie auch Köln) zu den sehr teuren Städten gehört (Bundesdurchschnitt 380 % Hebesatz), ist die Stadt Grevenbroich Ende 2006 mit 69,2 Millionen € hoch verschuldet (Stand 31. Oktober 2005, Haushalts-Plan 2006). Grevenbroich zählt auf Grund hoher Gewerbesteuereinnahmen in dem für die Beurteilung maßgeblichen Zeitraum zu den reichsten Städten des Landes Nordrhein-Westfalen und gehört damit zu den Einzahlern im bundeslandinternen Finanzausgleich zwischen reichen und armen Städten.[19]

Die Stadt befindet sich seit 1994 ununterbrochen in der Haushaltssicherung (Stand: Oktober 2011). Damit ist sie eine von 198 Gemeinden, die sich darin zum Jahresende 2005 befanden und ein genehmigungspflichtiges Haushaltssicherungskonzept (HSK) aufstellen mussten. Darunter befanden sich zu der Zeit 20 kreisfreie Städte, 9 Kreise und 169 kreisangehörige Städte oder Gemeinden.

Jahr Haushalt geplant € Stand Haushalt real € Stand
1996 k.A. ~11.606.326,- SOLL 10. Februar 2000
1998 k.A. ~24.030.718,- SOLL 10. Februar 2000
1999 k.A. ~22.803.617,- SOLL 10. Februar 2000
2000 ~13.804.880,- HABEN
~24.118.388,- SOLL
1996
10. Februar 2000
k.A.
2001 ~16.361.340,- SOLL 10. Februar 2000 k.A.
2003 ~ 9.714.545,- HABEN 10. Februar 2000 k.A.
2005 ~60.000.000,- SOLL
~65.000.000,- SOLL
~63.100.000,- SOLL
November 2004
Mai 2005
k.A.
~51.800.000,- SOLL März 2006
2006 ~69.000.000,- SOLL 31. Oktober 2005 k.A.
2007 90.394.000,- SOLL[1] (PDF; 124 kB) 31. Dezember 2007
2008 ~84.000.000,- SOLL
~79.000.000,- SOLL
k.A.
März 2006
92.886.000,- SOLL[2] (PDF; 118 kB) 31. Dezember 2008
2009 ~78.400.000,- SOLL 31. Oktober 2005 93.726.000,- SOLL[3] (PDF; 133 kB) 31. Dezember 2009
2010 82.566.000,- SOLL[4] (PDF; 80 kB) 31. Dezember 2010

(Alle Beträge wurden auf Euro umgerechnet, um bessere Vergleichbarkeit zu ermöglichen.)

Verkehr
Das Bahnhofsgebäude in Grevenbroich
Erft-Bahn in Kapellen

Grevenbroich verfügt über sehr gute Anbindungen an das überörtliche Straßennetz. Es existieren direkte Anschlüsse an die A 46, die A 540 und die Bundesstraße 59. Zudem erreicht man innerhalb weniger Minuten die A 61 und die A 57.

Die Flughäfen Düsseldorf International und Köln/Bonn sowie der Verkehrslandeplatz Mönchengladbach sind von Grevenbroich aus kurzfristig über das Straßennetz zu erreichen, Düsseldorf International und Köln/Bonn werktags/tagsüber auch mit der Bahn.

Zahlreiche Radwege erschließen die Stadt und Umgebung (Erft-Radweg, Energiepfad Grevenbroich, Euroga zwischen Rhein und Maas, Niederrheinroute, Kaiser-Route).

Busverkehr

Der städtische Busverkehr wird hauptsächlich vom Busverkehr Rheinland (BVR) betrieben, so auch die drei Stadtbuslinien (891, 892, 893). Daneben gibt es noch Linien von der Stadtwerke Neuss GmbH und der KVG (ÖPNV Jüchen), sowie eine Linie aus dem VRS.

Grevenbroich und seine Stadtteile werden durch folgende Buslinien angebunden:

Linie Strecke Betrieb
091 Jüchen − Gierath (− Hemmerden) − Grevenbroich Montag-Freitag
098 (Jüchen Schulzentrum −) Jüchen Markt – Grevenbroich Zedernstraße (−VAW Leichtmetall) täglich
858 Grevenbroich-Elsen Auf dem Griessen − Neuss Stadthalle/Museum werktags
865 GV-Neurath − Grevenbroich − GV-Mühlrath Montag-Freitag
869 Neuss Stadthalle/Museum – Grevenbroich Bf täglich
871 Grevenbroich Bf – Dormagen Marktplatz/Kö werktags
877 Neuss Landestheater – GV-Wevelinghoven Marktplatz (– Grevenbroich Bf) werktags
878 (Grevenbroich Bf –) (nur →) GV-Wevelinghoven Marktplatz – Neuss Stüttgen (Kleinbus) Montag-Freitag
879 Grevenbroich − Rommerskirchen Bahnhof/Postamt (− Rommerskirchen Sinsteden) Montag-Freitag
891 Kapellen-Wevelinghoven Bf – Neurath Kirche täglich
892 Gindorf – Grevenbroich Bf – Rommerskirchen – Neurath Kirche täglich
893 Kapellen–Wevelinghoven Bf – Wevelinghoven – Grevenbroich Bf täglich
975 Grevenbroich Bergheimer Str. – Bergheim Bf täglich
NE11 Kapellen-Wevelinghoven Bf – Grevenbroich Bf – Neurath Kirche samstags
NE12 Kapellen-Wevelinghoven Bf – Grevenbroich Bf – Gindorf samstags

Bahnverkehr
Hauptartikel: Bahnhof Grevenbroich

Der Grevenbroicher Bahnhof bildet den Knotenpunkt der Bahnstrecke Köln–Mönchengladbach mit der Bahnstrecke Düren–Neuss. Er wird von den Linien RB 39 (Düssel-Erft-Bahn), RE 8 (Rhein-Erft-Express) und RB 27 (Rhein-Erft-Bahn) bedient und bietet tagsüber im Halbstundenrhythmus Verkehrsverbindungen in die Nachbarstädte Düsseldorf und Köln sowie mindestens im Stundenrhythmus nach Mönchengladbach. Folgende Bahnlinien verkehren am Grevenbroicher Bahnhof:

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf Taktfrequenz
RE 8 Rhein-Erft-Express Mönchengladbach – Grevenbroich – Köln – Köln/Bonn Flughafen – Linz (Rhein) – Neuwied – Koblenz Stundentakt
RB 27 Rhein-Erft-Bahn Mönchengladbach – Grevenbroich – Köln – Bonn-Beuel – Linz (Rhein) – Neuwied – Koblenz nur HVZ, Stundentakt
RB 39 Düssel-Erft-Bahn Düsseldorf – Neuss – Grevenbroich – Bedburg Halbstundentakt nach Neuss (Mo–Fr), sonst Stundentakt

Ansässige Unternehmen

(Alphabetisch)

Real Alloy Germany
Altana: ACTEGA Rhenania GmbH, ehemals Teil der Chemischen Fabrik Helfenberg
TOKAI Erftcarbon GmbH
Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, vormals VAW (Vereinigte Aluminiumwerke AG)
Intersnack GmbH (z. B. Kartoffelchips)
Rheinbraun AG, ist heute aufgegangen in RWE Power AG
RWE Power AG (mit den Braunkohlekraftwerken Kraftwerk Frimmersdorf und Kraftwerk Neurath)
Windtest Grevenbroich GmbH
Medien
Neuss-Grevenbroicher-Zeitung – regionale Tageszeitung, Neusser Zeitungsverlag GmbH, Mantelteil von der Rheinischen Post
Westdeutsche Zeitung – regionale Tageszeitung, Verlag W. Giradet KG
Erft-Kurier Grevenbroich – lokales Anzeigenblatt (Mittwoch und Sonntag), Neusser Druckerei und Verlag GmbH
Stattblatt – lokales Anzeigenblatt im Magazinformat (monatlich)
Belleview – Das Kulturmagazin für Grevenbroich

Die drei vorstehend genannten Verlagsgesellschaften gehören mit dem Lokalradio NE-WS 89.4 zur Mediengruppe des Pressehauses Neuss.

Öffentliche Einrichtungen
Das Amtsgericht Grevenbroich befindet sich auf der Lindenstraße in Grevenbroich Stadtmitte. Die zugehörige Staatsanwaltschaft ist die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach.
Gegenüber haben die Polizeiwache und das Kriminalkommissariat Grevenbroich, beide zugehörig zur Kreispolizeibehörde Neuss, ihren Sitz. Dort war auch Joachim Kardinal Meisner im Februar 2001 zu Besuch.[20]
Das St. Elisabeth Kreiskrankenhaus Grevenbroich ist ein Krankenhaus der Regelversorgung
Das Schlossbad Grevenbroich wurde im Jahre 2015 abgerissen. Ein neues Bad ist derzeit (2015) im Bau. Während der Bauarbeiten wurden bei Erdarbeiten vermutlich mittelalterliche Reste einer Mühlenanlage gefunden. Deren Sicherung verzögert derzeit die Bauarbeiten des neuen Schlossbades.
Bildung

In Grevenbroich befinden sich in städtischer Trägerschaft insgesamt 34 Kindergärten, 13 Grundschulen davon drei als offene Ganztagsschule, zwei Gesamtschulen (Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, Gesamtschule II, Hans-Sachs-Str., Grevenbroich-Orken), zwei Gymnasien (Pascal-Gymnasium und Erasmus-Gymnasium), zwei Realschulen, zwei Hauptschulen, eine Schule für Lernbehinderte, eine Volkshochschule und eine Jugendkunstschule.

Folgende Schulen werden durch den Kreis Neuss getragen: Berufsschule, Fachschule für Sozialpädagogik, Berufsfachschule für Gesundheitswesen und Sonderschule für geistig Behinderte.

Ein weiterer Bildungsträger ist das AOK Bildungszentrum.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die im heutigen Stadtgebiet geboren sind

Jörg Ahmann (* 1966), Volleyballspieler
Guido van den Berg (* 1975), Politiker (SPD), MdL
Hubert Berger (1889−1948), katholischer Geistlicher und Opfer des Nationalsozialismus
Arnold Burghartz (1886–1963), Politiker (Zentrum, CDU), MdL
Peter Daners (* 1935), Jurist und Politiker (CDU), MdL
Franz Daniels (1692−1749)[21], Abt des Klosters Kamp, Erbauer des Terrassengartens
Heinrich Dumoulin (1905–1995), katholischer Theologe und Religionswissenschaftler mit Zen-Buddhismus als Forschungsschwerpunkt
Franz Ernst (1891–1972), Jurist, Offizier und Generalrichter
Ulrike Guérot (* 1964), Politikwissenschafterin, Gründerin und Direktorin des European Democracy Lab an der European School of Governance in Berlin
Birgit Hagen (* 1957), Feldhockeyspielerin und Olympiateilnehmerin 1984
Wilhelm Henrichs (1897–1966), Politiker (CDU) und Landtagsabgeordneter
Vincenz Hundhausen (1878–1955), Drucker, Verleger, Dichter und Anwalt[22]
Dieter L. Kaufmann (* 28. Juni 1937). Koch, mit zwei Sternen im Guide Michelin ausgezeichnet
André F. Lichtschlag (* 1968), Publizist und Verleger
Carl Oberbach (1869–1939), Ratsmitglied der Stadt Grevenbroich, bekannter Grevenbroicher Maler und Heimatchronist
Karl Mommer (1910–1990), parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Bundestag und Vizepräsident des Deutschen Bundestages
Theodor Püllen (1871–1931), Marineoffizier, zuletzt Vizeadmiral[23]
Heinke Salisch (* 1941), Politikerin (SPD), Europaabgeordnete
Boris Schneider-Johne (* 1966), Journalist mit dem Fachgebiet Computer- und Videospiele
Hermann Josef Stübben (1845–1936), Architekt
Dagmar Täube (* 1961), Kunsthistorikerin und Museumsleiterin
Andrea Tillmanns (* 1972), Autorin
Diedrich Uhlhorn jun. (1843–1915), Ingenieur und Obstzüchter
Dorothee Wilms (* 1929), Politikerin (CDU), Bundesministerin 1982–1987 für Bildung und Wissenschaft, 1987–1991 für innerdeutsche Beziehungen
Arnold Wolff (* 1932), Architekt und Kölner Dombaumeister
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Peter Beier (1934–1996), evangelischer Theologe, Abitur am Erasmus-Gymnasium
Hans Gottfried Bernrath (1927–2010), SPD-Politiker
Kurt Bodewig (* 1955), SPD-Politiker, 2000 bis 2002 Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Oliver Decker (* 1968), Sozialpsychologe, Soziologe und Rechtsextremismusforscher
Bijan Djir-Sarai (* 1976), Politiker (FDP), MdB, Abitur am Pascal-Gymnasium
Adolf Dronke (1837−1898)[24], Gründer des Eifelvereins
Edmund Feuster (* 1954), SPD-Politiker
Jörg Haasters (* 1940), Orthopäde, Abitur am Erasmus-Gymnasium
Charlotte Häke (* 1957), Erste Ehrenamtliche Behindertenbeauftragte seit 23. März 2006 – Wiederwahl 3. Dezember 2009 – bis zum 3. Juli 2014[25]
Gilbert Tillmann (* 1982), Springreiter
Hans-Joachim Haase (1922–1997), Nervenarzt und Entwickler der neuroleptischen Schwelle
Andreas Lambertz (* 1984), Fußballspieler, aktiv beim VfR Neuss, Fortuna Düsseldorf und Dynamo Dresden
Claire Oelkers (* 1985), Reporterin, Musikerin und Schauspielerin; Abitur am Pascal-Gymnasium
Otto Rensing (* 1962), Rennfahrer
Werner Techenmacher (1590–1638), Pfarrer der reformierten Gemeinde in Grevenbroich
Diedrich Uhlhorn (1764–1837), Erfinder der modernen Kniehebelpresse zum Prägen von Münzen und Metallen
Dieter Wellershoff (* 1925), Schriftsteller
Simone Wiegele (* 1986), Sportlerin, Mannschaftsweltmeisterin im Voltigieren bei den Weltreiterspielen 2006, Bronzemedaillengewinnerin im Einzelvoltigieren bei den Weltreiterspielen 2010.
Vinzenz Jakob von Zuccalmaglio (Montanus) (1806–1876), Schriftsteller und Dichter, Notar in Grevenbroich
Ehrenbürger

Der Komiker Hape Kerkeling wurde aufgrund seiner indirekt für Grevenbroich werbenden Kunstfigur Horst Schlämmer als erster Ehrenbürger Grevenbroichs vorgeschlagen, dies wurde jedoch von der CDU in der Ratssitzung Ende August 2006 abgelehnt.

Literatur
Hans Georg Kirchhoff, Jost Auler: Grevenbroich – Die Stadtgeschichte. Von der Vorzeit bis zur Französischen Revolution (= Beiträge zur Geschichte der Stadt Grevenbroich, Band 17). Hrsg. vom Geschichtsverein für Grevenbroich und Umgebung. 2. erw. Auflage, Grevenbroich 2011.
Hans Georg Kirchhoff: Grevenbroich – Stadtgeschichte 2. Das 19. Jahrhundert (= Beiträge zur Geschichte der Stadt Grevenbroich, Band 25). Hrsg. vom Geschichtsverein für Grevenbroich und Umgebung. Grevenbroich 2017.
Siehe auch
Ehemaliger Kreis Grevenbroich
Liste der kreisangehörigen Städte mit Sonderstatus in Deutschland
Weblinks
 Commons: Grevenbroich – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Grevenbroich – Quellen und Volltexte
 Wikiversity: Geschichte Grevenbroichs – Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch
Website der Stadt Grevenbroich
Denkmale in der Stadt Grevenbroich
Geographische Informationen und Wetterdaten über Grevenbroich
Website des jährlichen Festivals in Grevenbroich