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Geschichte
Vorgeschichtliche Funde

Zahlreiche Ausgrabungsfunde im Bereich der Stadt belegen die Besiedlung bereits zu vorgeschichtlicher Zeit.

Numeruskastell am Limes
Hauptartikel: Kastell Gunzenhausen
Wachtturmfundament am Schlossbuck

Um 90 n. Chr. besetzten die Römer die bis dahin von den Kelten bewohnten Gebiete nördlich der Donau und drangen bis in die Gegend um Gunzenhausen vor. Zur Kontrolle und Sicherung der Grenze der in das Römische Reich eingegliederten Gebiete wurde hier ein Numeruskastell am Limes errichtet. Die von Nordwesten einfallenden Alemannen zerstörten die Anlagen um 241 n. Chr.

Von der ersten urkundlichen Erwähnung bis 1806

Färberturm

Eine Urkunde aus dem Jahr 823 (21. August 823[4]) liefert den ersten verlässlichen schriftlichen Hinweis auf Gunzenhausen: Kaiser Ludwig der Fromme übereignete das Kloster Gunzinhusir dem Reichskloster Ellwangen. Im Mittelalter belehnten die Ellwanger Äbte zunächst die Adelsfamilien der Truhendinger und Oettinger mit Gunzenhausen, bis die Herrschaft 1349 an Burkhard von Seckendorff überging. 1368 erwarb Burggraf Friedrich von Nürnberg die Stadt, die dadurch in den Besitz der Hohenzollern wechselte. Die Stadt erhielt nun erstmals das Recht zur Abhaltung von Jahrmärkten, die Erlaubnis zum Bau umfangreicher Befestigungsanlagen mit Stadtmauer, Türmen und Graben sowie der großen Stadtkirche und gelangte in den ersten Jahrzehnten der Hohenzollern-Herrschaft zu einer ersten Blütezeit.

Die Hohenzollern-Nebenlinie des Markgraftums Brandenburg-Ansbach besaß und regierte die Territorien um Gunzenhausen. Architektonisch prägte der absolutistische Fürst Karl Wilhelm Friedrich (1712–1757), genannt auch der „Wilde Markgraf“, der Gunzenhausen zu seiner persönlichen Residenz ausbaute, das barocke Bild der Stadt im 18. Jahrhundert.

Am Ende des Alten Reiches fiel Gunzenhausen, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag, 1806 an das Königreich Bayern.

Gunzenhausen war Sitz des 1862 eingerichteten Bezirksamts Gunzenhausen, aus dem 1939 der Landkreis Gunzenhausen wurde. 1972 wurde dieser Landkreis im Zuge der Gebietsreform mit dem Landkreis Weißenburg zusammengelegt und Gunzenhausen verlor seinen Status als Kreisstadt.

Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs

Westmittelfranken war eine strukturschwache Agrarregion mit meist kleinbäuerlichen Höfen, einer überwiegend protestantischen Bevölkerung und einem in zahlreichen Orten relativ hohen Anteil an Juden. In Gunzenhausen lebten 1933 bei einer Gesamtbevölkerung von 5686 Bewohnern 184 Bürger jüdischen Glaubens. Der mittelfränkische Protestantismus besaß eine große Affinität zum Nationalsozialismus. Die NSDAP war in Mittelfranken unter ihrem Gauleiter Julius Streicher gegen Ende der 1920er Jahre sehr stark geworden. Sie agitierte permanent mit zahlreichen Ansprachen, Massenkundgebungen und SA-Aufmärschen. Fast die gesamte Auflage der antisemitischen Zeitung Der Stürmer wurde bis 1933 in Nürnberg und Mittelfranken verkauft.[5] Die NSDAP erzielte bei Wahlen überdurchschnittliche Ergebnisse: 1930 waren es bereits 35 % (gegenüber knapp 19 Prozent im Reichsdurchschnitt), 1932 66 %, am 6. März 1933 kam die NSDAP auf 67, 5 % gegenüber dem Reichsdurchschnitt von 43,9 % der Stimmen.

In der Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung tat sich die damalige Kreisstadt und ihre Umgebung hervor. Seit der 1922/1923 erfolgten Gründung der NSDAP-Ortsgruppe kam es verstärkt zu antisemitischen Zwischenfällen. Der jüdische Friedhof wurde geschändet, die Fenster der Synagoge eingeworfen. Juden wurden von Rechtsradikalen verdächtigt, Kommunisten zu sein. 1928/1929 gab es eine antisemitische Hetzwelle, die auch zu Überfällen auf jüdische Kaufleute führte. Die jüdische Gemeinde versuchte – mit nur wenig Erfolg – gegen die Verdächtigungen und gegen die Angriffe vorzugehen. 1932 trat der 1927 noch parteilose für 10 Jahre zum Bürgermeister gewählte Heinrich Münch der NSDAP und der SA bei. Er war ein glühender Verehrer Adolf Hitlers und entpuppte sich auch als radikaler Antisemit. Als Adolf Hitler Ende Januar 1933 an die Macht kam, waren die Juden fortan der nationalsozialistischen Willkür gegenüber schutzlos ausgesetzt. Zu den Verfolgern der Juden gehörte auch der Finanzbeamte Johann Appler, der sich 1928 der NSDAP angeschlossen hatte. 1929 wurde er Ortsvorsitzender und 1930 Kreisleiter der NSDAP. 1931 gründete Appler eine Ortsgruppe der SS. Er war ein weit über die Kreisgrenzen bekannter Antisemit.[6]Appler wurde auf Vorschlag des mächtigen Stadtrates und obersten SA Führers in Gunzenhausen, SA-Sturmbannführer Karl Bär, am 27. April 1933 zum Zweiten Bürgermeister ernannt. Karl Bär war der dritte starke Mann der Nationalsozialisten in Gunzenhausen. Bär war ein Alter Kämpfer der NSDAP und war als Steuersekretär in der Finanzverwaltung tätig. Ab 1929 saß er im Stadtrat von Gunzenhausen, 1926 war er der SS beigetreten und war Regisseur und Regisseur des SA-Terrors in der Öffentlichkeit. Vor 1933 waren gegen Bär mehrere Strafverfahren im Zusammenhang mit seiner SA-Tätigkeit anhängig gewesen. Nach 1933 übernahm ein „Orts-Aktionskomitee zur Abwehr der jüdischen Lügen- und Greuelpropaganda“ unter der Führung von Appler die antisemitische Agitation. „Willkürliche Verhaftungen, Boykott jüdischer Geschafte, öffentliche Anprangerungen, ärztliche Behandlungsverbote“ waren nur ein Teil der Maßnahmen. Am 1. April 1933 fand der reichsweite Boykott jüdischer Geschäfte in Deutschland und in Gunzenhausen statt. Dabei wurde die nichtjüdische Bevölkerung unter Druck gesetzt, u.a. nicht in jüdischen Geschäften zu kaufen, sich nicht von einem jüdischen Arzt behandeln zu lassen und beispielsweise nicht in der Gaststätte von „Simon Strauß“ zu verkehren. Der Gastwirt und sein Sohn wurden schon 1933 von der SA misshandelt. [7]Am 30. Juni 1933 scharten sich etwa 100 Nationalsozialisten vor jüdischen Häusern und Geschäften und verlangten, dass im Ort wohnende Juden in Schutzhaft genommen werden sollten. Die Polizei zerstreute den Auflauf, steckte aber drei jüdische Einwohner ins Gefängnis.[8] 1934 schrieb Münch an Goebbels: „Ein großer Tell des Wirtschaftslebens …befindet sich in jüdischen Händen…Politisch sind die Juden von jeher Demokraten.“[9] Neben der Politik machte Appler auch in der Finanzverwaltung Karriere. Nach dem überraschenden Tod des Bürgermeisters Münch im Juli 1935 setzte Julius Streicher Appler ins Amt des Ersten Bürgermeisters ein. Unter nationalsozialistischer Führung wurde in Gunzenhausen im April 1933 das erste Hitler-Denkmal des Deutschen Reiches errichtet. Der Völkische Beobachter bezeichnete Gunzenhausen als den „besten Bezirk“.[10] Auch das Diakonissen-Mutterhaus Hensoltshöhe suchte nicht nur mit seinem Engagement für die Deutschen Christen die Nähe zum Regime.[11] Man pflegte auch eine enge Beziehung zu Julius Streicher, der vieles in der Politik Gunzenhausens bestimmte.

Im März 1934 schlugen SA-Männer einen jüdischen Bürger krankenhausreif, der sich beim Bürgermeister Münch über Angriffe der SA auf Leben und Gut beschwert hatte.[12]
Am sogenannten Palmsonntag, dem 25. März 1934 hatte 22-jährige SA-Obersturmführer Kurt Bähr, der Neffe des SA-Sturmbannführers und SA Chefs von Gunzenhausen Karl Bähr, morgens Streit mit dem Inhaber des Bekleidungsgeschäftes Sigmund Rosenfelder gesucht, so dass dieser Schlimmeres befürchtete. Am Spätnachmittag überfiel Kurt Bähr mit seinen SA-Männern den Gasthof von Simon Strauß. Zuerst prügelten sie den deutschnationalen Gundelsheimer Bürgermeister Leopold Baumgärtner aus dem Gasthof von Simon Strauß, weil „er sein Bier beim Juden trank“. Danach griffen sie den Gastwirt Simon Strauß und seinen Sohn an und verletzten dabei den Sohn schwer. Darauf hielt Bär vor dem Gasthof eine judenfeindliche Hetzrede. Dort hatten sich eine schaulustige Menge und 15-20 SA-Männer und Arbeitsdienstangehörige versammelt. Als erstes wurde vor den Zuschauern die Gastwirtfamilie „zum Schutz“ ins Stadtgefängnis gebracht. Der bewußtlose Sohn Julius Strauß wurde von den ihn tragenden SA-Männern mehrfach fallengelassen und mit den Füßen getreten. Die um ihren Sohn besorgte Mutter Strauß erhielt von Kurt Bär einige Ohrfeigen. Das begrüßte die mittlerweile zusammengelaufene größere Volksmenge mit Zurufen wie „schlagt drauf“. In größeren und kleineren Trupps von meist 50 bis zu mehreren hundert Personen, zog die Menge angeführt von Kurt Bär und seinen Leuten bis 23:Uhr durch die Altstadt vor die jüdischen Anwesen. Unter Rufen wie „Juden müssen raus“ wurden Haus-und Wohnungseingangstüren gewaltsam geöffnet und 29 jüdische Männer und 6 Frauen unter Misshandlungen teils im Nachthemd ins Gefängnis begleitet und dort in „Schutzhaft genommen“. Die Täter waren SA- Männer, Bürger und Polizisten, sowie der erste Bürgermeister Münch. Die Zahl der an den Gewalttaten Beteiligten wird mit 750 bis 1500 Personen angegeben. Diese Vorgänge ereigneten sich auf einigen wenigen Straßen im Zentrum. Durch die Gewaltakte kamen zwei Männer ums Leben. Gegen 23 Uhr kam der heimliche Organisator des Pogrom, Obersturmbannführer Karl Bär, zum Gefängnis. Er ließ die Frauen frei und behielt die Männer bis zum nächsten Abend in Haft. [13]Über die Übergriffe wurde weltweit in der Presse berichtet: New York Times, Manchester Guardian und das Neue Wiener Journal. Das veranlasste die Nazis dazu, ein Gerichtsverfahren in Ansbach zu eröffnen. Die Richter sprachen in den folgenden zwei Prozessen von dem Pogrom als einem „reinigenden Gewitter“.[14] Die zwei zu Tode gekommenen jüdischen Bewohner waren einmal der 65-jährige Privatier Max Rosenau. Dieser hatte sich aus Angst vor dem in sein Haus einbrechendem Mob selbst Stichwunden beigebracht, die zu seinem Tod führten. Der 30-jährige Kaufmann Jakob Rosenfelder, ein Sozialdemokrat, wurde erhängt in einem Schuppen gefunden. Der Prozess gegen 24 SA-Mitglieder, die an dem Vorfall beteiligt waren, war eine rechtsstaatliche Farce. Die Mehrheit der SA-Leute wurde zu niedrigen Gefängnisstrafen verurteilt. Sie blieben aber auf freiem Fuß. Wenige Wochen später erschoss einer der Rädelsführer, der 22-jährige Obersturmführer Kurt Bär, Julius Strauß und verletzte den Vater schwer.[15] Beide hatten vor dem Landgericht Ansbach gegen ihn ausgesagt. Bär wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, jedoch bereits nach drei Jahren freigelassen.

Einen Tag vor der Reichspogromnacht 1938 kaufte die Stadt der israelitischen Kultusgemeinde die Synagoge ab, so blieb sie auf Intervention des Feuerwehrleiters als städtischer Besitz von einer Brandschatzung verschont. Symbolisch stürzte man eine Woche später die Kuppeln herab. Auch der Jüdische Friedhof an der Leonhardsruhstraße wurde geschändet und weitgehend zerstört, die Reste wurden 1948 instand gesetzt, woran ein Gedenkstein erinnert.[16] Anfang November 1938 sollen noch 64 jüdische Bürger in Gunzenhausen gelebt haben. Im Januar 1939 folgte die Erklärung zur „judenfreien Stadt“. Die Synagoge wurde bis zu ihrem Abriss 1981 gewerblich genutzt.[17]

Luftangriff: Am 16. April 1945 griffen in fünf Wellen 100 Martin B-26 „Marauder“-Bomber der 9. US-Luftflotte Gunzenhausen an. 358 Gebäude wurden zerstört und 141 Einwohner getötet, darunter 46 Kinder. Wenige Tage später besetzten US-Truppen die Stadt.[18]

Eingemeindungen

Im Zuge der Gemeindegebietsreform kamen insgesamt 14 bis dahin selbständige Gemeinden zu Gunzenhausen. Am 1. April 1971 wurden die Gemeinden Cronheim, Laubenzedel, Nordstetten, Pflaumfeld, Schlungenhof, Stetten, Streudorf, Unterasbach, Unterwurmbach und Wald eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kam Oberasbach hinzu.[19] Büchelberg folgte am 1. Januar 1978. Aha und Frickenfelden schlossen die Reihe der Eingemeindungen am 1. Mai 1978 ab.[20]

Politik

Stadtratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 57,4 %

 %50403020100

42,631,112,310,04,1

CSUSPDGrüneFWFDP
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2008
 %p   6   4   2   0  -2  -4  -6  -8

+4,7
+4,0+1,6-7,8-2,4
CSUSPDGrüneFWFDP
Stadtrat

Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Gunzenhausen. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle sechs Jahre. Die letzte Wahl fand am 16. März 2014 statt.

Sitzverteilung 2014 im Stadtrat

     

Insgesamt 24 Sitze CSU: 10 SPD: 8 Grüne: 3 FW: 2 FDP: 1

Bürgermeister

Am 16. März 2014 wurde Karl-Heinz Fitz (CSU) mit 50,5 % der gültigen Stimmen gewählt. Er löste damit Joachim Federschmidt (SPD) ab, der bei dieser Wahl nur knapp mit 49,5 % unterlag.

Gemeindepartnerschaften

Gunzenhausen unterhält Partnerschaften mit dem französischen Isle in der Region Nouvelle-Aquitaine (seit 1985) und mit dem US-amerikanischen Frankenmuth in Michigan (seit 1962).

1954 wurde die Patenschaft für die heimatvertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt Weipert im Erzgebirge übernommen, 1996 für die Gemeinde Auschowitz im Kreis Marienbad.

Sehenswürdigkeiten
Evangelische Marienkirche
Evangelische Stadtkirche (Marienkirche)

Die spätgotische evangelische Stadtkirche St. Maria (1448–1496) steht auf Grundmauern eines romanischen Vorgängerbaus auf dem Areal des ehemaligen Römer-Kastells und birgt mittelalterliche Fresken, insbesondere ein großflächiges Christophorus-Wandgemälde. Aus gotischer Zeit erhalten ist zudem das Grabmal des Ritters Paul von Absberg († 1503) mit einem dem Ritter zu Füßen liegenden Hund als Attribut, der heute als „Kiri der Kirchenhund“ die Touristen-Flyer ziert. Nach Umgestaltungen im 18. Jahrhundert gehören ein Kruzifix vor dem Triumphbogen und eine Kanzel nach Entwürfen des markgräflichen Hofbildhauers Giuseppe Volpini zur Inneneinrichtung. Die Chorfenster gestaltete Hans Gottfried von Stockhausen 1990.

Spitalkirche
Spitalkirche

Die Heilig-Geist-Kirche (Spitalkirche) wurde 1352 von Ritter Burkhard von Seckendorff gestiftet; umgebaut im Stil des Barock, u. a. mit reichhaltiger Stuckdecke, wurde sie 1701. Der mittelalterliche Spitalbau brannte im Dreißigjährigen Krieg ab. Ein Neubau von 1761 nach Plänen von Johann David Steingruber war bis 1969 Altenheim und nach Umbau 1980 Jugendzentrum. Ein Modell an der Außenwand der Spitalkirche dokumentiert das Aussehen des gesamten Komplexes um 1728. Mitten durch das Areal verlief einst der Limes mit einem Wachtturm. Auf dessen Überresten hatte in diesem Bereich im 13. Jahrhundert die Stadtburg der Grafen von Truhendingen gestanden, die nach dem Aussterben des Geschlechts im 16. Jahrhundert verfiel und von der nichts erhalten ist.

Katholische Stadtpfarrkirche St. Marien
Katholische Stadtpfarrkirche St. Marien, von Westen

Am 1. Mai 1960 wurde die katholische Marienkirche durch den Eichstätter Bischof Joseph Schröffer eingeweiht. Sie hat das Patrozinium Mariä unbefleckte Empfängnis. Erbaut wurde sie von dem Ingolstädter Architekten Josef Elfinger aus Kalkstein des Altmühljuras.

Weiteres
Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind ein Stück des Wehrgangs sowie drei Türme erhalten: der Blasturm (15. Jahrhundert), der Färberturm (um 1300) und der Storchenturm (um 1450). Der Blasturm, 1466 erbaut und 1603 aufgestockt, erhielt seinen Namen davon, dass früher an Feiertagen die Stadtkapelle ihre Festchoräle und der städtische Musikmeister seine Kirchenlieder vom Turm erklingen ließen. Der Färberturm (auch Diebsturm genannt) gehörte zu dem 1827 abgebrochenen Weißenburger Tor. Der Storchenturm (auch Drei-Brüder-Turm genannt) wurde im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt und im 18. Jahrhundert als Wohnhaus umgestaltet; er befindet sich heute in Privatbesitz.
Den historischen Marktplatz prägen bedeutende Barockbauten, die in der Regierungszeit des „Wilden Markgrafen“ entweder entstanden oder ihr heutiges Aussehen erhielten: Das heutige Rathaus (seit 1974 in dieser Funktion), ein ursprünglich im 16. Jahrhundert aus zwei separaten Gebäuden zusammengefügter Komplex, war seine Residenz, in der er 1757 starb. Aus derselben Ära stammen die Stadtvogtei (1749/50 errichtet), das ehemalige Amtshaus am Marktplatz (1726, seit 1805 Stadtapotheke), das Palais Heydenab (Wohnsitz eines markgräflichen Oberamtmanns, heute Bank) sowie das Zocha-Palais (heute Stadtmuseum). Die Sparkasse ließ ein Glockenspiel mit Figurenkarusell errichten.
Das ehemalige Jagdschloss des „Wilden Markgrafen“ (1749) mit großzügig angelegtem Hofgarten und historischem Baumbestand befindet sich oberhalb des Stadtkerns und wird seit 1982 als Haus des Gastes für Veranstaltungen genutzt.
Mehrere Fachwerkstadel verteilen sich auf das Stadtbild. Der auffälligste, den sich 1753 ein Korporal des „Wilden Markgrafen“ errichten ließ, befindet sich nahe der Altmühl. Dort sind erzgebirgliche Exponate von Gunzenhausens Partnerstadt Vejprty (deutsch Weipert) untergebracht.
Reste des Limes (UNESCO-Weltkulturerbe seit 2005) im Burgstallwald östlich der Stadt wurden 1980 restauriert. Ein ausgeschilderter Wanderweg führt zu einem rekonstruierten Palisadenzaun und einem Wachtturm.
Die Altmühlpromenade und der Altmühlsee sind im Sommer ein beliebtes Freizeitgelände. Dazu gehören auch die Sport- und Freizeitbäder Waldbad am Limes und Solebad Juramare.
Gunzenhausen beherbergt das sogenannte Hilfskrankenhaus Gunzenhausen, um bei einem nuklearen Angriff Patienten versorgen zu können. Es wurde 1965 gebaut und kann besichtigt werden.[21]
In der Brauerei Schorschbräu wird der Schorschbock 57, mit 57,5 Vol.-% Alkohol das alkoholhaltigste Bier Deutschlands gebraut.

Mittelalterlicher Wehrgang

Blasturm

Stadtmuseum

Glockenspiel

Baudenkmäler
Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Gunzenhausen
Museen
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Stadtmuseum
Gunzenhäuser Fachwerkstadel mit Erzgebirgsschau und Weiperter Heimatstube
Fossilien- und Steindruckmuseum, vormals auf dem Maxberg
Veranstaltungen
Gunzenhäuser Kirchweih

Die Gunzenhäuser Kirchweih (fränkisch „Kerwa“ oder „Körwa“) ist ein jährlich stattfindendes Volksfest auf dem Schießwasen. Anfangs wurde die unter Otto von Eichstätt erfolgte Weihe der Stadtkirche St. Maria jeweils am Trinitatisfest gefeiert. 1401 gab Friedrich V. der Stadt das Recht, an Pfingsten einen acht Tage dauernden Jahrmarkt abzuhalten. Zur Neuweihung der Spitalkirche 1601 wurde der Termin auf Mariä Geburt (im September) verlegt. Ab 1884 wurde die Kirchweih zu einem kommerziellen Volksfest erweitert. Seit 1912 findet ein Blumenumzug statt. Während der beiden Weltkriege wurde die Ausrichtung der Kirchweih unterbrochen.[22]

Wirtschaft und Infrastruktur
Bahnhof Gunzenhausen
Verkehr

Der Bahnhof Gunzenhausen liegt an den Bahnstrecken Treuchtlingen–Würzburg, Gunzenhausen–Pleinfeld und Nördlingen–Gunzenhausen. Auf der letztgenannten verkehren nur Museumsbahnen und Güterzüge. Weiterhin liegt Gunzenhausen an den Bundesstraßen 13 und 466. Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg sichergestellt.

Durch die Stadt verlaufen die folgenden Radfernwege:

Der Deutsche Limes-Radweg folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau
Der Altmühltalradweg verläuft über 250 km von Rothenburg ob der Tauber entlang der Altmühl bis zu ihrer Mündung in die Donau bei Kelheim

Zwei Fernwanderwege im Naturpark Altmühltal nehmen ihren Ausgangspunkt in Gunzenhausen:

Der Altmühltal-Panoramaweg führt über etwa 200 km nach Kelheim und verläuft dabei auf den Höhen rechts und links des Altmühltals.
Der Limeswanderweg führt über etwa 115 km nach Bad Gögging und folgt dabei bis zur Donau weitgehend dem Verlauf des Rätischen Limes.

Östlich von Gunzenhausen führt der Limesweg (Weg 46) des Fränkischen Albvereins über etwa 39 km nach Wilburgstetten an der Wörnitz[23], wo der Limes-Wanderweg des Schwäbischen Albvereins anschließt.

Östlich von Gunzenhausen gibt es einen kleinen Sonderlandeplatz, den Flugplatz Gunzenhausen-Reutberg mit asphaltierter Rollbahn. Von dort sind touristische Rundflüge über das Fränkische Seenland möglich.

Ansässige Unternehmen
Schaeffler Werk Gunzenhausen, ehemals GMN, (Automobilzulieferer Motorkomponenten)
Sitz der 1851 in Leipzig gegründeten Feurich Klavier- und Flügelfabrikation
Hauptsitz des international tätigen Kesselherstellers nun Bosch Industriekessel, ehemals Loos International
Hauptsitz der Internet-Hosting-Gesellschaft Hetzner Online GmbH
Hauptsitz Pressmetall Gunzenhausen [PMG] GmbH & Co. KG (Automobilzulieferer)
Müller + Ziegler GmbH & Co. KG, Fabrik für elektrische Messgeräte
Kaspar Lüther GmbH & Co. KG, Zinkdruckgusserzeugnisse sowie Dreh- und Frästeile
Medien

Im Stadtgebiet erscheint das wöchentliche Anzeigenblatt Stadtzeitung Weißenburg. Die örtliche Tageszeitung ist der 1849 gegründete Altmühl-Bote.

Schulen
Simon-Marius-Gymnasium (mathematisch-naturwissenschaftlich, wirtschaftlich und neusprachlich)
Stephani-Mittelschule am Hindenburgplatz, bestehend aus der Stephani-Grundschule und der Stephani-Mittelschule.
Staatliches Berufliches Schulzentrum Gunzenhausen mit Meisterschule für das Schreinerhandwerk und Staatlicher Wirtschaftsschule
Diakonissen-Mutterhaus Hensoltshöhe mit
Mädchen-Realschule
Fachakademie für Sozialpädagogik
Sonderpädagogisches Förderzentrum
Krankenpflegeschule am Kreiskrankenhaus
Fachschule für Altenpflege
Bibliotheken
Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen
Krankenhaus

Das Kreiskrankenhaus Gunzenhausen befindet sich im südlichen Teil von Gunzenhausen am Reutberg. Sie gehört zusammen mit dem Kreiskrankenhaus in Weißenburg zum Klinikum Altmühlfranken.

Behörden

Die KFZ-Zulassungsbehörde hat als eine der wenigen Landkreisbehörden des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen eine Nebendienststelle in Gunzenhausen. Die Arbeitsagentur Weißenburg hat eine Geschäftsstelle in Gunzenhausen. Ferner befinden sich in der Stadt das Finanzamt sowie eine Polizeiinspektion, welcher zusätzlich für die Wahrnehmung wasserschutzpolizeilicher Aufgaben in der Region verantwortlich ist.[24]

2015 beschloss die Bayerische Staatsregierung im Rahmen der Behördenverlagerungen zur Stärkung des ländlichen Raums die Gründung eines Landesamts für Schule, das ab 2016 in Gunzenhausen eingerichtet wurde[25] und Anfang 2017 seinen Betrieb aufnahm. Mit angeschlossen ist der Prüfungsamt des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, dessen Außenstelle seit 2017 Gunzenhausen darstellt.

Persönlichkeiten der Stadt
Hauptartikel: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Gunzenhausen
Söhne und Töchter der Stadt
Johann Agricola (um 1496–1570), Mediziner
Andreas Osiander (1498–1552), Theologe und Reformator
Simon Marius (1573–1624), Astronom
Carl Friedrich von Zocha (1683–1749), Minister des Markgraftums Brandenburg-Ansbach
Johann Christoph Zenker (1738–1799), evangelisch-lutherischer Geistlicher und Dichter
Ludwig von Ammon (1850–1922), Geologe und Paläontologe
Leonhard Blum (1857–1933), Maler und Architekt
Wilhelm Stählin (1883–1955), evangelisch-lutherischer Theologe und Bischof
Wilhelm Deinhardt (1904–1938), römisch-katholischer Theologe, Kirchenhistoriker und Hochschullehrer
Thomas Medicus (* 1953), Journalist und Autor
In Gunzenhausen wirkend
Heinrich Stephani (1761–1850), Theologe und Pädagoge; Dekan in Gunzenhausen
Heinrich Eidam (1849–1934), Obermedizinalrat und Limesforscher
Johann Appler (1892–1978), Reichstagsabgeordneter; Bürgermeister von Gunzenhausen in der Zeit des Nationalsozialismus
Ernst Lechner (1925–2013), ehemaliger Landtagsabgeordneter und Vizepräsident des Bayerischen Landtages
Ingo Friedrich (* 1942), Vizepräsident des Europäischen Parlaments; lebt in Gunzenhausen
J. D. Salinger (1919–2010), US-amerikanischer Schriftsteller; war nach dem Zweiten Weltkrieg als Mitarbeiter des US-Nachrichtendienstes in Gunzenhausen eingesetzt[26]
Literatur
Johann Kaspar Bundschuh: Gunzenhausen. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 441–446 (Digitalisat). 
Thomas Medicus: Heimat. Eine Suche. Rowohlt, Berlin 2014. (Rezension in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ))[27]
Thomas Medicus (Hg.): Verhängnisvoller Wandel. Ansichten aus der Provinz 1933–1949. Hamburg 2016, ISBN 978-3868543025.
Werner Mühlhäußer: Gunzenhausen, Sutton, Erfurt 2003. ISBN 978-3-89702-538-7.
Johann Schrenk: Chronik der Stadt Gunzenhausen, Bd. 1 Vor- und Frühgeschichte, Gunzenhausen 1996, ISBN 3-924270-28-7.
Johann Schrenk: Gunzenhausen – Zentrum des Fränkischen Seenlandes, Gunzenhausen 2008, ISBN 978-3-924270-35-3.
Johann Schrenk, Karl Friedrich Zink: Gottes Häuser. Kirchenführer Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Hrsg. in Zusammenarbeit mit den Evang.-Luth. Dekanaten Gunzenhausen.., Treuchtlingen 2008, ISBN 978-3-934145-64-1.
Gottfried Stieber: Gunzenhaussen. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 420–432 (Digitalisat). 
Heike Tagsold, Hrsg.: »Was brauchen wir einen Befehl, wenn es gegen Juden geht?« Das Pogrom von Gunzenhausen 1934. Antogo Verlag, Nürnberg 2006, ISBN 3-938286-04-0, (Hefte zur Regionalgeschichte Nr. 4 des Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e.V.)
Weblinks
 Commons: Gunzenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Gunzenhausen in der Topographia Franconiae (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte
Karte des Stadtgebietes von Gunzenhausen auf BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)
Jüdisches Leben in Gunzenhausen (beschäftigt sich hauptsächlich mit dem jüdischen Leben in der Zeit des Nationalsozialismus), ein Projekt der Stephani Mittelschule, das mit einem Preis eines Geschichtswettbewerbes des Bundespräsidenten ausgezeichnet wurde.
Das Projekt Alemannia Judaica über Gunzenhausen und seine jüdische Geschichte [3]
Eintrag zum Wappen von Gunzenhausen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Gunzenhausen: Amtliche Statistik des LfStat