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Geschichte
Anschauliche Darstellung der Haselünner Wirtschaftsgeschichte auf dem Historischen Korn- und Hansemarkt

Bodenfunde und Hünengräber weisen auf eine Besiedelung im heutigen Stadtgebiet von Haselünne in der jüngeren Steinzeit hin. Der Wohnplatz Haselünne-Dörgen wurde 1935 von F. Wolf im Bereich einer Sandentnahmestelle entdeckt. Um 500 n. Chr. befand sich ein sächsischer Haupthof im Raum der heutigen Hofstätte. Im nahen Flusslauf wurde durch Einlegen von Rundhölzern eine Furt errichtet. Diese Rundhölzer hießen „lunni“ und sie gaben dem Ort den Namen „Lunni“, „Lunne“ und mit der Flussbezeichnung „Hassa“ = dunkles Wasser = Hase schließlich den Namen Haselünne.

834 hatte Kaiser Ludwig der Fromme, Nachfolger und Sohn Karls des Großen, dem Kloster Corvey Meppen mit allem Zubehör geschenkt. Hierzu zählte auch die Kirche mit dem Haupthof Lunni. Um das Jahr 1000 wird mehrfach der Herrenhof Lunni in den Corveyschen Abgaberegistern genannt. In derselben Zeit wird Haselünne urkundlich „oppidum“ genannt, das mit „Wigbold“ = befestigter Handelsplatz zu übersetzen ist. Mit der Bezeichnung „oppidum“ sollte die überörtliche Bedeutung des Ortes herausgestellt werden. Um 1130 fiel der Hof Lunni im Erbgang an die Grafen von Vechta-Ravensburg.

1252 kaufte der Bischof von Münster die Besitzungen der Ravensburger. Die Stadtrechte, die Haselünne schon vor 1250 erhalten hatte, wurden am 25. März 1272 vom Bischof von Münster urkundlich „erwähnt und erneuert“. Die Stadt gehörte zu dem Bund der Städte zwischen Rhein und Elbe, der 1268 gegründet wurde, um sich gegenseitig gegen Störenfriede des Handels zu schützen und zu verteidigen. Dieser Bund erweiterte sich später zur Hanse (1351 urkundliche Erwähnung). 550 Jahre gehörte Haselünne zum Niederstift des Fürstbistums Münster.

Am 25. Februar 1803 wurden die geistlichen Fürstentümer durch den Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst. Haselünne gelangte unter die Herrschaft des Herzogs von Arenberg. 1826 ging die Landeshoheit auf das Königreich Hannover über. Nach dem Krieg zwischen Preußen und Österreich im Jahre 1866 („Deutscher Krieg“) fiel das Königreich Hannover (und damit auch Haselünne) an Preußen. Seit 1946 gehört die Stadt zum Land Niedersachsen.

Im Jahre 1977 ging auch Haselünne an den damals aus den Altkreisen Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen (Ems) gegründeten Landkreis Emsland.

Historische Daten
1025: Haselünne erhält das Marktrecht
1252: Der Bischof von Münster kauft die Besitzungen der Ravensberger, Haselünne gehörte nun zum Niederstift Münster.
1272: Der Bischof von Münster erneuert die Stadtrechte, die Haselünne schon vorher erhalten hatte.
1733: Am 11. Juli werden 45 Gebäude durch einen Brand zerstört
1751: Erneuter Stadtbrand, bei dem 51 Häuser eingeäschert werden
1798: Am 18. Oktober bricht im Hause des Prokurators Anton Pattkamp an der Hasestraße ein Feuer aus, das auf die Achterstraße, die Steintorstraße und den Markt übergreift. Etwa 80 Häuser werden ein Raub der Flammen. Rathaus und Apotheke können gerettet werden.
1803: Das Hochstift Münster wird auf Grund der Beschlüsse des Reichsdeputationshauptschlusses aufgelöst. Das Amt Meppen und damit auch Haselünne geht an den Herzog von Arenberg als Ersatz für den Verlust seiner linksrheinischen Gebiete.
1810: Haselünne wird Teil des französischen Kaiserreichs.
1815: Die Landeshoheit geht auf das Königreich Hannover über.
1849: Bei dem großen Stadtbrand vom 10. August werden 101 Häuser vernichtet
1866: Das Königreich Hannover, und damit Haselünne, wird preußisch.
1894: Die Meppen-Haselünner Eisenbahn eröffnet die namensgebende Eisenbahnstrecke von Meppen nach Haselünne
9. April 1945: westalliierte Truppen besetzen Haselünne.[2]
1946: Die Stadt gehört zum neu gebildeten Land Niedersachsen.
1977: Bei der niedersächsischen Kreisreform werden am 1. August die ehemaligen Landkreise Lingen, Meppen und Aschendorf-Hümmling zum Landkreis Emsland vereinigt.
Eingemeindungen
Stadtgebiet von Haselünne

Am 1. März 1974 wurden die folgenden Orte eingemeindet[3]:

Andrup (397)
Bückelte
Dörgen (139)
Eltern (764)
Flechum (522)
Hamm (80)
Huden (130)
Hülsen (148)
Klosterholte
Lage (183)
Lahre
Lehrte (573)
Lohe (272)
Lotten
Westerloh (332)
Herkunft und Bedeutung der Namen
Bückelte: Der Name des Ortes hieß in alter Zeit Boclithi, was buchenbestandener Abhang bedeutet; „lithi“ findet sich sowohl als Bestimmungswort wie als Grundwort und bedeutet abhängendes Gelände.
Dörgen: „ing“, „ingen“ bedeutet herkommend, abstammend von …‚ scheint aber auch für Häusergruppen verwendet zu sein. Um 1000 Daringon oder Deringon. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass hier ein alter Personenname zugrunde liegt.
Religion

Die Einwohner sind überwiegend römisch-katholisch (78,9 %), 11,7 % sind evangelisch-lutherisch, 1,01 % muslimisch, 0,37 % evangelisch-reformiert, 0,22 % jüdisch, 0,13 % gehören den Zeugen Jehovas an und 7,67 % gehören keiner oder einer anderen Religion an. Stand 1. März 2006

Politik

Haselünne hat den Status einer Einheitsgemeinde.

Stadtrat

Der Rat der Stadt Haselünne besteht aus 30 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 12.001 und 15.000 Einwohnern.[4] Die 30 Ratsfrauen und Ratsherren werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Stimmberechtigt im Rat der Stadt ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Werner Schräer (CDU).

Dem Stadtrat gehörten nach der Gemeindewahl vom 11. September 2011 zwei Parteien und ein Einzelmitglied an:[5]

CDU: 21
SPD: 8
Einzelbewerber: 1

9

20

1
9 20 1 

Insgesamt 30 Sitze SPD: 9 CDU: 20 NPD: 1

Die Gemeindewahl vom 11. September 2016 führte bei einer Wahlbeteiligung von 59,8 % zu folgendem Ergebnis:[6]

Liste Stimmenanteil +/− Sitze
CDU 67,10 % − 3,95 %p 20
SPD 31,28 % + 2,33 %p 9
NPD 1,62 % + 1,62 %p 1

Die Wahlperiode beginnt am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Wappen

Blasonierung: Das Wappen der Stadt Haselünne zeigt ein Schild mit zwei roten waagerechten Balken auf goldenem Grund, der auf eine am Rande verschnörkelte Schildplatte aufgelegt ist, die von der Figur des Heiligen Paulus gehalten wird, dessen Rechte ein nach oben weisendes Schwert umfasst. Die heraldisch korrekte Blasonierung lautet wie folgt:„Das Wappen der Stadt Haselünne zeigt hinter einem grünen Hochrenaissance Schild; darauf ein kleiner goldener (gelber) Schild belegt mit zwei roten Balken, den hl. Paulus im blauen Gewand und goldenem (gelbem) Nimbus, in der Rechten ein silbernes (weißes) Schwert.“[7]

Kaiser Friedrich II. hat unter den Graf en Hermann und Otto von Ravensberg Haselünne die Privilegien einer Stadt um 1230/1240 verliehen. Graf Otto von Ravensberg stark 1238. Seine Gemahlin Jutta, eine geborene Oldenburgerin, erbte unter anderem die Stadt Haselünne. Jutta fühlte sich mehr als Oldenburgerin und führte das fünffach geteilte oldenburgische Balkenwappen ein. Im Jahre 1252 verkaufte Jutta von Ravensberg die Stadt Haselünne an den Fürstbischof von Münster. Dieser bestätigte 1272 die Stadtrechte für Haselünne und befahl St. Paulus im Stadtwappen zu führen. Offensichtlich haben die Haselünner diesen Befehl aber lange Zeit ignoriert, denn nachweislich erscheint der hl. Paulus erst 1760 im Wappen der Stadt Haselünne.

Flagge

Die Farben der Stadt Haselünne sind „Blau-weiß“. Das Banner ist blau-weiß-blau im Verhältnis 1:2:1 längsgestreift mit dem aufgelegten Wappen oberhalb der Mitte.[7]

Städtepartnerschaften

Stadt Land seit
Elburg Niederlande Niederlande 1989
Saint-Flour (Cantal) Frankreich Frankreich 1992

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Riesenrad im Stil der Zeit um 1600 auf dem Historischen Korn- und Hansemarkt
Museen
Heimatmuseum
Brennereimuseum
Bauwerke
Blick über den Hasesee auf St. Vincentius
Innenansicht der Kirche St. Vincentius in Haselünne

Die St.-Vincentius-Kirche ist eine dreischiffige spätgotische Hallenkirche und entstand vermutlich im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts.[8] Der unregelmäßige Grundriss mit den beiden ungleich breiten Seitenschiffen deutet darauf hin, dass ältere Bauteile einbezogen wurden. Mit dem 1509 datierten Chor war der Bau vollendet. Zu einem Vorgängerbau des 13. Jahrhunderts dürfte hingegen noch der Westturm gehören, den man 1471 erhöht und mit Bentheimer Sandstein verblendet hat. Seinen Spitzhelm erhielt er erst 1860. Das Mittelschiff wird von einem Sternrippengewölbe überspannt, das von schlanken Säulen getragen wird. Ältestes Ausstattungsstück ist der in das 13. Jahrhundert gehörende romanische Taufstein vom Bentheimer Typ, der von vier Löwen getragen wird. Zur weiteren Ausstattung gehören die Epitaphe der alten Burgmannsgeschlechter, Kronleuchter, barocke Gemälde, eine wertvolle Pieta, ein 5 m großes Triumphkreuz und eine Orgel aus der Werler Orgelbauwerkstätte Stockmann.

Von dem ab 1668 in der Neustadt errichteten Klarissenkloster blieb lediglich die 1685 geweihte Klosterkirche erhalten. Es handelt sich um eine Saalkirche mit polygonalem Chor, die ursprünglich von einem Dachreiter bekrönt wurde. 1906 wurde dieser von dem bestehenden Turm abgelöst. Von der barocken Innenausstattung blieben nur einige Stücke erhalten, die sich heute in St. Vincentius befinden. Zwischen 1960 und 1966 enthielt die Kirche eine Neuverglasung, die von dem aus Angelmodde stammenden Künstler Vinzenz Pieper geschaffen wurde. An der Stelle der Klostergebäude dehnt sich heute der umfangreiche Komplex Kreisgymnasiums St. Ursula aus. Am Nonnenwall sind noch Teile der Klostermauer zu sehen, die wohl auf den Fundamenten der ersten Stadtbefestigung errichtet wurde.

Das am Marktplatz gelegene Rathaus wurde 1850 von dem Architekten Josef Niehaus im Rundbogenstil erbaut. Der später veränderte Backsteinbau wurde 1989 in seiner ursprünglichen Form wieder hergestellt.

In der Stadt lassen sich insgesamt 22 Burgmannshöfe nachweisen, von denen jedoch nur ein geringer Teil vorhanden ist. Sie konzentrieren sich heute vor allem auf den Bereich der Ritterstraße.

Besonders gut erhalten ist das dreigeschossige Steinwerk des Hofes von Langen/von Westerholt (Ritterstraße 7), der zu den bedeutendsten mittelalterlichen Profanbauten des Emslandes zählt. Der aus Findlingen und Ziegeln erstellte Bau enthält im Erdgeschoss einen großen Saal mit Altarnische und spätgotischem Kamin vom Ende des 15. Jahrhunderts. Gertrud von Schatte († nach 1440) brachte die Schwakenburg bei Andrup sowie den Burgmannshof in ihre Ehe mit dem Burgmann Engelbert I. von Langen zu Kreyenborg ein. Der Hof kam dann über die von Hake durch Heirat an Michael Wilhelm Kobolt von Tambach († 1667) und später an die Grafen von Westerholt. Nach erneuten Besitzwechseln ging das Anwesen 1893 an die Berentzen Brennereien über, die den alten Adelshof jüngst restaurierte.

Weiter östlich, in der Ritterstraße 9, liegt der Hof von Dwingelo, dessen Eigentümer seit 1446 zur Burgmannschaft gehörten. 1761 gelangte das Anwesen an die Familie von der Hude. Am Außenbau ist eine 1758 bezeichnete Sonnenuhr angebracht. Die Fundamente des Hüntelhofes (Ritterstraße 5) sollen im Kern noch auf das 14. Jahrhundert zurückgehen. An der Stelle von Hasestraße 19 hat sich vermutlich der Hof des Johann von Schwenke befunden. Bis zur Fertigstellung des Klarissenklosters in der Neustadt diente das Haus zwischen 1652 und 1669 den Nonnen als Unterkunft.[9] Im 18. Jahrhundert gelangte das Gebäude in den Besitz des Kaufmanns und Bürgermeisters Anton Niehaus. Später wurde es als Küsterwohnung genutzt. Der stark veränderte Fachwerkbau, dessen Giebel über Volutenknaggen vorkragt, erhebt sich über einem älteren Steinkeller. Das Fachwerk im Giebeldreieck dürfte aus dem späten 17. oder dem 18. Jahrhundert stammen, der linke Anbau aus der Zeit um 1800. An der Steintorstraße liegen ferner zwei Wohnbauten, die ebenfalls auf den Fundamenten zweier, beim Stadtbrand von 1798 vernichteten Höfe entstanden. Beide sollen nach Plänen des arenbergischen Bauinspektors August Reinking errichtet worden sein. Das Haus des Weinhändlers Russel, Steintorstraße 7, ist ein eingeschossiger Backsteinbau mit hohem Mansarddach und Mittelrisalit. Das gut erhaltene Innere mit ovalem Festsaal wird heute gastronomisch genutzt. Ähnlich gestaltet ist das schräg gegenüber gelegene Haus Wiedehage (Steintorstraße 9), das noch über eine historische Treppenanlage verfügt.

Burgmannshof von Westerholt

Burgmannshof Lindenberg

Burgmannshof von Hütel

Nach mehreren Stadtbränden (1733, 1751, 1798, 1849) und umfangreichen Sanierungsmaßnahmen sind in der Innenstadt nur noch wenige ältere Wohnbauten vorhanden. Ehemals dürften eingeschossige Fachwerk-Dielenhäuser mit über Knaggen vorkragenden Giebeln vorherrschend gewesen sein, wie sie heute in ähnlicher Form noch in Quakenbrück mehrfach anzutreffen sind. Einen recht guten Eindruck von dieser Bauweise vermittelt das Haus Nonnenwall 3, das als eines der wenigen noch über sein Dielentor verfügt. Nach der Torbalkeninschrift entstand es unmittelbar nach einem Stadtbrand: 1733 DURCH BRENNEN VERSUGT BALLIG NUN IST VERZERT VON SEINEM OHM WIEERBAUET IST BEGERT DEN 2. MARTYS EINER SOLL FÜR DEN ANDEREN BITTEN – – JOHAN MOORMAN AESTIMATOR UND GERICHTSVOGT DIES HAUS SETZEN LASSEN FÜR SEIN VETTER GERD BUCK – – PAX INTRANTIBUS IHS SALUS EXEUNTIBUS – SOLI DEO GLORIA. Erwähnenswert sind ferner das Gasthaus „Zum alten Bock“, Petersilienstraße 23 von 1698 und Nr. 27 von 1751 (stark erneuert). In späterer Zeit wurden die Fachwerkbauten vielfach mit Backsteinfronten versehen, so dass diese heute als Massivbauten erscheinen. Ein Blick in die Traufgassen verrät aber oft noch den älteren Fachwerk-Kern. Der Stadtbrand von 1849, der weite Teile der Innenstadt erfasste, hat das Bild Haselünnes entscheidend verändert. Im Zuge des anschließenden Wiederaufbaus, den der aus der Stadt stammende Architekt Josef Niehaus durchführte, wurde u. a. die Marktstraße erheblich umgestaltet. Der Zuschnitt der Grundstücke wurde hier ebenso verändert, wie die Straßenbreite. Niehaus brach mit der giebelständigen Tradition und errichtete in der nahen Hasestraße etliche traufständige Backsteinbauten. Hierzu gehört das Vehmeyersche Haus, Hasestraße 25, das er 1851 für einen Verwandten schuf. Heute wird die Innenstadt an vielen Stellen von klinkerverblendeten, mehrgeschossigen Neubauten geprägt, die die eingeschossigen Wohnhäuser zunehmend verdrängen. Bei der historisch anmutenden Baugruppe Petersilienstraße 17–21 gegenüber von St. Vincentius handelt es sich ausnahmslos um Massivbauten, denen Pseudofachwerk vorgeblendet wurde. Sie entstanden erst seit den späten 1970er Jahren.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Verschiedene Brunnen der Stadt werden seit 2006 von Haselünner Grundschülern in sogenannte Osterbrunnen verwandelt.[10]

Eisenskulptur „Radfahrer“ von Joe Siewe (Station der Hasetaler Kunstroute)
Bückelter Kapelle
Naturschutzgebiete
Auf Troendoj
Dörgener Moor
Langenberger Moor
Natura-2000-Naturschutzgebiet in der unteren Haseniederung (in dem 2017 ausgewiesenen Naturschutzgebiet sind die bisherigen Naturschutzgebiete Hase-Insel und Hase-Altarm, Hasealtarm bei Wester, Haselünner Kuhweide als größter zusammenhängender Wacholderhain in Nordwestdeutschland, Koppelwiesen, Lahrer Moor und Negengehren aufgegangen)
Schweinefehn
Stadtveen

Hofstätte in Haselünne

Schottische Hochlandrinder im Wacholderhain

Heckpferde im Wacholderhain

Sport

Der Haselünner SV von 1920 e.V., auch „kleiner“ HSV genannt, wurde 1920 gegründet und bietet die Sportarten Fußball, Handball, Schwimmsport, Volleyball, Turnen, Radsport, Tischtennis, Gymnastik, Leichtathletik und Kegeln. Die erste Fußballmannschaft des Haselünner SV spielt seit der Saison 2015/2016 in der Kreisliga Emsland die Heimspiele finden im Hasestadion statt.[11]

Regelmäßige Veranstaltungen
Haselünner See in Flammen (zweijährlich)
Korn- und Hansemarkt (zweijährlich immer am zweiten Wochenende im September)
Kirmes im Oktober (jährlich)
Altstadtlauf (jährlich)
Haselünne blüht auf (Frühjahrsmarkt für Handel und Handwerk, zweijährlich)
Geschmückte Osterbrunnen (jährlich zwei Wochen um Ostern)
Osterfeuer (jährlich)
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Brennerei Berentzen Haselünne – Werkseingang

Die wichtigsten Arbeitgeber in Haselünne sind in der Getränkeindustrie zu finden. So sind im Bereich der Spirituosen vor allem die Firmen Berentzen, Heydt und Rosche und im Bereich der Softdrinks die Firma VivarisGetränke (vormals Emsland Getränke) zu nennen. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber ist die Firma Conditess, ein industrieller Hersteller verschiedener Fertigbackwaren.

Verkehr

Haselünne liegt am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen B 213 und B 402.
Die Bundesautobahn A 31 befindet sich hinter Meppen (20 km) in Richtung Emden sowie hinter Lingen (Ems) (30 km) in Richtung Oberhausen.

An das Schienennetz ist Haselünne durch die Strecke Meppen–Essen/Oldbg. der Emsländischen Eisenbahn angeschlossen, auf der jedoch nur Güter- und Museumsverkehr stattfindet. Busverbindung besteht zum Bahnhof Meppen (Kalmer, alle 30 Minuten). Nach einem Unfall am 31. Juli 2014, bei dem ein Güterzug die Gleisanlage schwer beschädigte, ist der Museumsbahnbetrieb vorübergehend eingestellt worden, wurde nach abgeschlossener Reparatur der Gleise 2015 wieder aufgenommen.

Der Radfernweg Hase-Ems-Tour verläuft entlang der Hase. Der Streckenverlauf in ihrem Abschnitt zwischen Bersenbrück und Meppen ist mit dem der Hasetaler Kunstroute identisch. Die Hase kann von Wassersportlern, insbesondere von Kanuten, als Verkehrsweg genutzt werden.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt

In Haselünne geboren sind folgende Personen:

Johann-Franz Riccius (1666–1756), Weihbischof von Straßburg
Karl Immendorf (1692–1752), Jesuit
Josef Niehaus (1802–1864), Architekt des Spätklassizismus
Anton Franz Johann Russell (1824–1878), Reichstags- und Landtagsabgeordneter
Anton Dreesmann (1854–1934), Gründer der niederländischen Kaufhaus-Kette Vroom & Dreesmann
Heinrich Többen (1880–1951), Rechtsmediziner, forensischer Psychiater und Hochschullehrer
Hans Berentzen (1927–2005), Unternehmer (Berentzen-Gruppe AG)
Friedrich Berentzen (1928–2009), Unternehmer (Berentzen-Gruppe AG)
Matthias Gatzemeier (* 1937), Philosoph
Bernhard Robben (* 1955), Übersetzer
Tobias Sudhoff (* 1972), Kabarettist, Jazzmusiker und Autor
Said Bahaji (* 1975), mutmaßlicher islamistischer Terrorist und mutmaßliches Mitglied der Hamburger Terrorzelle, die an den Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA beteiligt war.
Jens Robben (* 1983), Fußballspieler
Tobias Kroner (* 1985), Speedway-Rennfahrer
Persönlichkeiten, die in dieser Stadt gewirkt haben

Auf andere Weise mit Haselünne verbunden sind folgende Personen:

Dodo Freiherr zu Innhausen und Knyphausen (1583–1636), Feldherr im Dreißigjährigen Krieg, fiel am 1. Januar 1636 in der Schlacht bei Haselünne.
Wilhelm Anton Riedemann (1832–1920), Ehrenbürger der Stadt Meppen, Erfinder des ersten Tankschiffes, Mitbegründer von Exxon-Mobil.
Tonio Bödiker (1843–1917), preußischer Staatsmann und erster Präsident des Reichsversicherungsamtes, geboren in Meppen, verbrachte seine Kindheit in Haselünne.
Literatur
Hans Berentzen: 700 Jahre Stadt Haselünne: 1272–1972. Haselünne 1972.
I. B. Berentzen: Burgmannshöfe zu Haselünne. Haselünne 1983.
Alexander Geppert und Ernst Simmer: Heimatbuch der Stadt Haselünne. Haselünne 1949.
Kath. Pfarrgemeinde St. Vinzentius: St. Vinzentius zu Haselünne. Haselünne 1977.
Landkreis Emsland (Hg.): Kulturführer des Landkreises Emsland: Baudenkmale. Meppen 1993, S. 145–157.
Roswitha Poppe: Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Meppen. Meppen 1974.
Weblinks
 Commons: Haselünne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Haselünne in der Topographia Westphaliae (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte
Offizielle Seite der Stadt Haselünne
Häuserverzeichnis der Stadt Haselünne
Einzelnachweise und Anmerkungen

↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).

↑ info-haseluenne.de

↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 257. 

↑ Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 3. September 2013

↑ Rat der Stadt Haselünne, Wahlperiode 01.11.2011 – 31.10.2016, abgerufen am 30. Juli 2014

↑ Ergebnis zur Gemeindewahl 2016 am 11.09.2016 Stadt Haselünne, abgerufen am 3. November 2017

↑ a b Hauptsatzung der Stadt Haselünne (PDF; 23 kB), abgerufen am 3. September 2013

↑ Zur Datierung siehe: Poppe: Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Meppen, S. 14/15 und Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler Bremen/Niedersachsen, München/Berlin 1992, S. 653.

↑ Angaben nach dem Häuserverzeichnis der Stadt Haselünne

↑ Niedersächsischer Bildungsserver: Osterbrunnen. 2006

↑ Internetauftritt Haselünner SV von 1920 e.V., abgerufen am 3. September 2013

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Normdaten (Geografikum): GND: 4104376-5 (AKS) | VIAF: 239482167

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Diese Seite wurde zuletzt am 18. November 2017 um 15:37 Uhr bearbeitet.
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