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Multiposting im CPC-Bereich​

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Wer im Recruiting die falschen Kanäle nutzt, verspielt die Chance auf qualifizierte Bewerber. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen und dabei Ihre Ziele erreichen.

Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Haslach im Kinzigtal nicht vorenthalten.

Geschichte
Stadtmitte
Rathaus

Haslach ist eine sehr alte Stadt. Römerzeitliche Funde (Keramikscherben, Altarstein, Römisches Grabrelief) lassen eine Besiedlung bereits zu Zeiten des Baus der Militärstraße durch das Kinzigtal (um 74 n. Chr.) vermuten. Bodenfunde deuten auf eine römische Straßenstation hin. Haslach war von den Zähringern im 11. Jahrhundert als Marktstadt und Zentrum des lokalen Silberbergbaus gegründet worden. Letztere Funktion erlebte unter der Herrschaft der Fürstenberger (Ersterwähnung des Ortes 1240) einen enormen Aufschwung, Haslach war Sitz eines Bergrichters, der 400 Stollen und Schächte des Kinzigtals verwaltete. 1241 war Haslach in der staufischen Reichssteuerliste mit dem vergleichsweise hohen Betrag von 40 Mark Silber eingetragen, die Erhebung zur Stadt erfolgte 1278.

Siehe auch: Burg Schnellingen

Ab 1500 lag die Stadt im Schwäbischen Reichskreis. Nach dem Niedergang des Silberbergbaus im 16. Jahrhundert entwickelte sich Haslach als Amts- und Marktstadt weiter. Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde es 1704 komplett niedergebrannt. Am mittelalterlichen Grundriss der Stadt orientiert, entstanden daraufhin vergleichsweise moderne Fachwerkbauten in süddeutscher, barocker Abzimmerung. Nach Bildung des Großherzogtums Baden 1803 wurde Haslach Sitz des gleichnamigen Bezirksamtes. Als dieses 1857 aufgelöst wurde, kam die Stadt zum Bezirksamt Wolfach, aus dem 1939 der Landkreis Wolfach wurde.

In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs bestanden in der Nähe der Stadt, am Vulkan, zwei Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof und ein Außenlager des Sicherungslagers Schirmeck-Vorbruck. Grund für die Einrichtung des Lagers war die Verlagerung von Produktionsstätten mehrerer Rüstungsbetriebe in die bombensicheren Bergwerksstollen der Hartsteinwerke Vulkan. In dem Lager wurden etwa 1.700 Häftlinge aus 19 Ländern unter quälenden Bedingungen zur Zwangsarbeit gezwungen. Hunderte von Häftlingen überlebten ihren dortigen Aufenthalt nicht. Erst im Jahre 1998 wurde die „Gedenkstätte Vulkan“ eingeweiht, die an diese Zeit erinnert.[3]

Den Namenszusatz im Kinzigtal führt die Gemeinde seit dem 22. November 1962. Am 1. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Bollenbach eingemeindet.[4] 1973 wurden der Landkreis Wolfach aufgelöst und Haslach in den Ortenaukreis eingegliedert.

Politik
Verwaltungsgemeinschaft

Haslach ist Sitz einer Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft, der die Gemeinden Fischerbach, Hofstetten, Mühlenbach und Steinach angehören. In einer weiteren zentralörtlichen Funktion ist es Standortgemeinde des lokalen Notariats.

Stadtoberhaupt

Stadtoberhaupt ist der Bürgermeister, welcher für acht Jahre von allen wahlberechtigten Einwohnern Haslachs gewählt wird. Der bisherige Amtsinhaber Heinz Winkler kündigte an, für eine fünfte Amtsperiode nicht mehr zu kandidieren.[5] Am 19. März 2017 wurde Philipp Saar im ersten Wahlgang mit 91,6 % der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt.[6] Er hat sein Amt zum 1. Juni 2017 angetreten.

Amtsträger seit 1945
1945–1946: Julius Münzer
1946–1948: Josef Haberstroh
1948–1957: Fritz Kölmel
1957–1985: Josef Rau
1985–2017: Heinz Winkler
seit 2017: Philipp Saar
Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 18 Sitzen. Die Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2014 brachten folgendes Ergebnis:

CDU: 7 Sitze
Freie Wähler: 5 Sitze
GRÜNE: 3 Sitze
SPD: 3 Sitze

Für Bollenbach besteht ein eigener Ortschaftsrat.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens von Haslach im Kinzigtal lautet: „In Silber auf grünem Dreiberg ein grüner Haselstrauch.“

Städtepartnerschaften

Haslach im Kinzigtal unterhält mit folgender Stadt eine Städtepartnerschaft:

Frankreich Lagny-sur-Marne, Île-de-France, Frankreich, seit 1969
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Altstadt mit St. Arbogast
Hansjakob-Museum im Freihof

Die Haslacher Altstadt wurde 1978 als Gesamtanlage unter Ensembleschutz (Denkmalschutz des Landes Baden-Württemberg) gestellt. Seit dem Jahre 2001 ist die Stadt ein Ort am südlichen Zweig der Deutschen Fachwerkstraße (Neckar – Schwarzwald – Bodensee).

Die katholische Pfarrkirche St. Arbogast vereinigt gotische, frühklassizistische und neoklassizistische Elemente.

Seit November 2014 steht auf dem Urenkopf (554,8 m ü. NHN[7], Hausberg der Stadt) ein rund 34 Meter hoher Aussichtsturm, der als Stahl-Holz-Konstruktion ausgeführt wurde.[8]

Museen
Schwarzwälder Trachtenmuseum im alten Kapuzinerkloster Haslach
Museum Freihof mit Hansjakob-Museum
Besucherbergwerk Segen Gottes, ein ehemaliges Silberbergwerk
Gedenkstätten
Eine Gedenktafel an der Markthalle erinnert an die Opfer aus den KZ-Außenlagern Haslach der Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck und KZ Natzweiler-Struthof, die während der NS-Diktatur Opfer von Zwangsarbeit wurden.
Im Außenbereich von Haslach, Richtung Freiburg, befindet sich die „Gedenkstätte Vulkan“, die an die Opfer der Außenlager erinnert, wobei der „Vulkan“ selbst ein solches war (48° 15′ 49″ N, 8° 6′ 37″ O48.2637158.110275).
Ein Ehrengrab mit Gedenkstein auf dem Ortsfriedhof erinnert seit 1954 an die 75 nicht identifizierten KZ-Häftlinge, die dort nach Umbettung begraben sind. Die Mehrzahl der 223 toten Häftlingen der KZ-Außenlager Haslach wurden nach dem Krieg in ihre Heimatländer überführt.[9]
Auf dem Gefallenendenkmal am Kloster Haslach befinden sich auch die Namen von vier jüdischen Bürgern, die Opfer der Shoa wurden.
Seit 2010 wurden in Haslach 13 Stolpersteine verlegt.[10][11]
Ein Gedenkstein am Bächlewald zwischen Haslach und Hofstetten erinnert an den polnischen Zwangsarbeiter Jan Ciechanowski, der hier erhängt wurde wegen eines Liebesverhältnisses mit einer deutschen Frau.[12][13]
Brauchtum
Fasent
Ranzengardist (eine der Brunnenfiguren des Narrenbrunnens in Haslach)

Die Haslacher Fasent ist Teil der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Ihre Ursprünge gehen wohl bis ins Mittelalter zurück, auch wenn das genaue Alter nicht dokumentiert ist. Gesichert ist, dass die Fastnacht 1543 durch den Grafen Wilhelm von Fürstenberg verboten wurde und erst im 18. Jahrhundert wieder legalisiert wurde.

Die Haslacher Narrenzunft wurde 1860 gegründet und ist Mitglied der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN). Wichtigste Fastnachtsgestalten sind die Ranzengardisten, die bereits seit 1876 Teil der Veranstaltungen sind, die Haselnarros, welche erstmals 1965 in Erscheinung traten und die Schellenhansel, die 1995 eingeführt wurden. Ebenfalls von Bedeutung sind die Hemdglunker, die ein weißes Nachthemd sowie ein rotes Halstuch mit einer Brezel tragen. Ihr Ursprung geht bis in die Zeit um das Jahr 1900 zurück. Haslach zählt zu den wenigen Städten, in denen zur Fastnacht noch das „Kleppern“ ausgeübt wird.

Seit 2010 gibt es in Haslach außerdem die freie Narrenzunft GischtGeischtHexe, die keiner Narrenvereinigung angehört. Zu ihr gehören die Narrenfiguren Hexe und Geist.

Aus dem Stadtteil Bollenbach stammt der 1992 gegründete Narrenverein Bollenbach mit der Narrenfigur Ruhmattenschimmel.

Storchentag
Wandbild zum Storchentag

Jedes Jahr am 22. Februar wird in Haslach der Storchentag begangen. An diesem Tag folgt eine Kinderschar dem Storchenvater, der einen schwarzen Zylinderhut mit zwei Pappstörchen trägt, durch die Stadt. Mit dem Ruf „Heraus, Heraus!“ fordern sie die Bürger auf, ihnen Süßigkeiten, Obst und Laugenbrezeln zu schenken.

Vereine
Ältester bestehender Verein ist die Kolpingsfamilie Haslach. Sie wurde im Jahr 1859 gegründet.
Seit 1864 besteht der Turnverein Haslach, in dem neben Turnern auch Leichtathleten und Tanzsportler organisiert sind.
Der Fußballverein SV Haslach wurde 1911 gegründet.
Im Jahr 1968 wurde im Ortsteil Bollenbach (damals noch eigenständige Gemeinde) der Verschönerungsverein Bollenbach gegründet, der seitdem einen Pavillon, eine Brunnenanlage, einen Waldspielplatz und eine Grill- und Schutzhütte errichtet hat.
Die Historische Bürgerwehr wurde 1990 wieder ins Leben gerufen.
Haslach ist Sitz des Kunstvereins Mittleres Kinzigtal
Seit langem besitzt es auch eine Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr

Seit dem Bau der Schwarzwaldbahn 1866 ist Haslach an das Bahnnetz angeschlossen. Die zunächst eingleisige Strecke wurde 1887 zweigleisig ausgebaut. Heute halten am Bahnhof Haslach die Regional-Express-Züge der Relation Karlsruhe–Konstanz und die Züge der Ortenau-S-Bahn Offenburg–Freudenstadt Hbf. Zudem verkehren in Haslach Buslinien der Südwestbus AG (Tochtergesellschaft der DB) und SBG (Südbaden-Bus-Gesellschaft). Der öffentliche Personennahverkehr der Stadt ist in den Tarifverbund Ortenau eingegliedert.

Haslach ist durch die Bundesstraßen 33 (Willstätt–Ravensburg) und 294 (Bretten–Freiburg im Breisgau) an das überregionale Straßennetz angebunden.

Medien

Die Tageszeitungen Offenburger Tageblatt und Schwarzwälder Bote enthalten einen Haslacher Lokalteil. Die Stadt veröffentlicht jeden Freitag gemeinsam mit den Gemeinden Fischerbach, Hofstetten, Mühlenbach und Steinach das Bürgerblatt mit amtlichen Bekanntmachungen sowie Ankündigungen lokaler Organisationen.

Der Sendemast des Schwarzwaldradios (Funkhaus Ortenau) steht auf der Gemarkung Haslach. Das Schwarzwaldradio berichtet tagtäglich aus dem Kinzigtal.

Bildung

Das 1963 errichtete Schulzentrum Haslach umfasst eine Grundschule, eine Hauptschule, die Heinrich-Hansjakob-Realschule, eine Förderschule und die Brüder-Grimm-Sprachheilschule. Außerhalb des Schulzentrums gibt es mit der Carl-Sandhaas-Schule eine Bildungseinrichtung für geistig behinderte Schüler. Dazu bestehen zwei römisch-katholische Kindergärten (Stadtkindergarten Haslach und „Arche Noah“ Bollenbach) und ein privat betriebener Waldkindergarten.

Religionen
kath. Kirche St. Arbogast

Zwischen 1630 und 1823 befand sich in Haslach ein Kapuzinerkloster. Die Gebäude sind heute noch weitgehend unverändert erhalten.

Folgende Kirchen und Religionsgemeinschaften sind in Haslach vertreten:

Katholische Pfarrgemeinde St. Arbogast
Evangelische Kirchengemeinde Haslach
Freie Christengemeinde
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Neuapostolische Kirche Haslach
Jehovas Zeugen
Diyanet Türkisch-Islamischer Kulturverein e. V. Haslach
Persönlichkeiten
Ehrenbürger

Die Stadt Haslach hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

Heinrich Hansjakob (1837–1916), katholischer Pfarrer, Heimatschriftsteller, Historiker und Politiker
Paul von Hindenburg (1847–1934), Reichspräsident
Johann Karl Kempf (1853–1934), Heimathistoriker
Josef Haberstroh (1883–1960), Bürgermeister
Karl Hansjakob (1876–1963), Färbermeister
Franz Schmider (1884–1974), Heimathistoriker
Paul Thoma (1894–1971), Stadtrat, stellvertretender Bürgermeister
August Vetter (1888–1976), katholischer Stadtpfarrer, Geistlicher Rat
Josef Rau (1921–1994), Bürgermeister
Alfred Behr (1924–2004), katholischer Stadtpfarrer
Manfred Hildenbrand (1935–2017), Heimathistoriker
Horst Prinzbach (1931–2012), Chemiker, Gründer der Prinzbach-Kultur-Stiftung

Der früher selbständige Stadtteil Bollenbach hat zwei Personen zu Ehrenbürgern ernannt:

Andreas Moßmann (1881–1957), Landwirt, Gemeinderat
Karl Laumont (1899–1988), Schulleiter

Von 1933 bis 1946 waren auch Adolf Hitler und der badische Gauleiter Robert Wagner Ehrenbürger von Haslach.

Söhne und Töchter der Stadt
Josef Sandhaas (1784–1827), Maler für die großherzogliche badische Familie in Karlsruhe und später als Hessen-Darmstädtischer Großherzoglicher Hof- und Theatermaler in Darmstadt
Julius Allgeyer (1829–1900), Kupferstecher, Fotograf und Schriftsteller
Heinrich Hansjakob (1837–1916), katholischer Priester, Politiker und Heimatschriftsteller
Friedrich Schaettgen (1846–1911), Unternehmer, Reichstags- und Landtagsabgeordneter
Otto Laible (1898–1962), Maler
Ernst Engelberg (1909–2010), Historiker
Andreas Engermann (Pseudonym von Walter Düpmann) (1919–1995), Pädagoge und Autor
Walter Kern (1922–2007), deutsch-österreichischer Fundamentaltheologe
Horst Prinzbach (1931–2012), Chemiker und emeritierter Professor der Universität Lausanne sowie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Klaus Reinhardt (1935–2014), römisch-katholischer Geistlicher, Theologe und Ordinarius für Dogmatik und Dogmengeschichte in Trier
Xaver Paul Thoma (* 1953), Komponist, Bratschist und Musikpädagoge
Georg Siegel (* 1962; vermisst seit 7. Dezember 2010), Schachspieler
Ulrich Heimann (* 1964), Koch, mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet
Michael Geiger (* 1965), Tischtennisschiedsrichter und -funktionär
Martin Herrmann (* 1966), Koch, mit zwei Sternen im Guide Michelin ausgezeichnet
Marion Gentges (* 1971), Politikerin (CDU) und seit 2016 Landtagsabgeordnete
Anita Schätzle (* 1981), Freistilringerin und Olympiateilnehmerin
Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen
Carl Friedrich Sandhaas (1801–1859), Maler, wuchs in Haslach auf und kehrte später dorthin zurück
Bernhard Eitel (* 1959), Geowissenschaftler und Rektor der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg, wuchs in Haslach auf
Matthias Bühler (* 1986), Hürdenläufer, Weltmeisterschafts- und Olympiateilnehmer, lebt in Haslach