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Wir lieben Statistiken und Daten…

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Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Haverlah nicht vorenthalten.

Geschichte

Bodenfunde aus den 1950er und 1960er Jahren haben ergeben, dass die Gegend um Haverlah schon früh besiedelt war. Eine erste Phase reichte von der Jungsteinzeit bis zur frühen Bronzezeit (etwa zwischen 5300 und 1500 v. Chr.) und ist durch Funde von steinernen Beil- und Streitäxten belegt. Aus der Zeit von Christi Geburt bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. sind drei kleinere Siedlungen sowie eine kleine Hofstelle nachgewiesen.

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes findet sich in der Stiftungsurkunde des Klosters Ringelheim von 941, in der unter den Besitztümern des Klosters auch welche in Haverlae – so er damalige Ortsname – aufgeführt werden. Die in den Überlieferungen genannten Namen des Ortes schwanken nur wenig, 1125 und 1240 heißt es z. B. Haverlo, ab 1257 Haverla und Hauerla. Die heutige Schreibweise Haverlah ist seit 1740 in Gebrauch.

Das Grundwort lah des Namens leitet sich von der niederdeutschen Silbe -loh ab, mit der eine auf einer Lichtung errichtete Siedlung bezeichnet wurde. Für das Bestimmungswort haver gibt es zwei Deutungen. Die einen sehen im Wort haver eine Abwandlung des althochdeutschen Wortes hevi, das so viel wie Erhöhung bedeutet. Andere gehen von einem Personennamen wie Havardus oder Haawart aus, der der Gründer der Siedlung gewesen sein könnte.[2]

Zu den Grundeigentümern im Ort gehörten neben dem Kloster Ringelheim die Klöster Marienrode und Wöltingerode, ein Teil der Güter wurde 1341 an das Kloster Riechenberg bei Goslar verkauft. Von den Adelsfamilien der Umgebung waren die Familien von Wallmoden, Schwicheldt, Bortfeld und Cramm im Ort begütert.

Seit der durch Karl den Großen eingeführten Aufteilung Ostfalens in Gaue gehörte Haverlah innerhalb des Fürstbistums Hildesheim zum Salzgau. Dieser hatte seinen Namen von den Salzquellen im heutigen Salzgitter-Bad erhalten, Sitz des Gaus war Ringelheim. Anfang des 14. Jahrhunderts wurden aus den bisherigen Bezirken Ämter gebildet und Haverlah gehört seitdem dem Amt Liebenburg an.

Nach Ende der Hildesheimer Stiftsfehde wurde 1523 ein Großteil des Bistums Hildesheim dem Herzogtum Braunschweig zugesprochen. Erst 1643 wurde dieses Urteil im Hildesheimer Hauptrezess revidiert und das Bistum erhielt seine Besitztümer wieder zurück. 1802 wurde Haverlah preußisch, als Hildesheim dem Königreich Preußen angegliedert wurde. In der napoleonischen Zeit von 1807 bis 1813 gehörte Haverlah als Commune im Canton Salzgitter des Distrikts Goslar im Departement der Oker zum Königreich Westphalen.

Nach Auflösung des napoleonischen Königreichs Westphalen kam der Ort 1814/15 zum neuen Königreich Hannover und gehörte wieder dem Amt Liebenburg an, das 1884 wiederum in den Landkreis Goslar überführt wurde. Als zum 1. April 1942 die Stadt Watenstedt-Salzgitter neugegründet wurde, mussten die auf dem Gebiet der Grube Haverlahwiese liegenden Flächen des früheren Vorwerkes von Haverlah an Salzgitter abgetreten werden, als Ausgleich erhielt Haverlah das Gut Söderhof.

Seit Mai 1974 gehört Haverlah zur Samtgemeinde Baddeckenstedt und damit zum Landkreis Wolfenbüttel.

Einwohnerentwicklung des Ortsteils Haverlah

Die Bevölkerung des Ortes bestand ursprünglich aus Landwirten und Handwerkern. Dies änderte sich nach 1937, als im benachbarten Salzgittergebiet der Eisenerzbergbau und die Reichswerke Hermann Göring aufgebaut wurden. Die Zahl der Einwohner, die Anfang des 20. Jahrhunderts bei 600 bis 650 lag, war 1939 auf 834 angestiegen. Bedingt durch den Zuzug von Flüchtlingen stieg diese Zahl nach Ende des Zweiten Weltkrieges bis auf 1350 an. Seit Ende der 1980er Jahre ist diese auf etwa 800 gesunken. Ein Großteil der Bevölkerung ist heute als Pendler in den umliegenden Industriebetrieben tätig.

Jahr Einwohner*[3]
1539 187
1616 172
1645 125
1664 238
1861 556
1911 648
1939 834
1998 1149

* Einwohnerzahl ohne Steinlah und Söderhof (1998 mit Söderhof)

Eingemeindungen

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Steinlah eingegliedert.[4]

Religionen
St.-Servatius-Kirche in Haverlah

Eine erste Kirche in Haverlah wird 1209 in einer Urkunde des Papstes Innozenz III. erwähnt, sie gehörte damals zum Kloster Ringelheim. Bei der Belagerung Salzgitters durch Goslarer und Braunschweiger Truppen zu Beginn der Hildesheimer Bierfehde (1481–1486) war dieses Gebäude zerstört worden. Das neue Kirchengebäude wurde wahrscheinlich schon zwei Jahre später errichtet, auf dieses Baujahr deutet die Inschrift „Anno domini 1483“ der Sonnenuhr an der Südseite des Turms der Kirche hin. Der Bau war wie eine Festung gestaltet, er besaß dicke Bruchsteinmauern und anstelle von Fenstern nur kleine Scharten, die Feinden das Eindringen erschweren sollten.

Bei dem großen Brand von 1754, dem ein großer Teil des Ortes zum Opfer fiel, wurde auch die Kirche zerstört, nur die Umfassungsmauern von Turm und Kirchenschiff blieben erhalten. Auf diesen Mauern wurde die Kirche in der heutigen Form wieder aufgebaut, das Kirchengebäude misst 21,5 m × 8 m, der Turm 6,50 m × 8 m. Nach dem Brand erhielt die Kirche auch eine neue Glocke, diese wurde 1853 umgegossen und wurde, da sie gesprungen war, 1910 durch drei neue Glocken ersetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurden diese eingeschmolzen und 1951 durch drei neue Stahlglocken ersetzt, die von der Firma J. F. Weule aus Bockenem gefertigt wurden. Die letzte große Renovierung der Kirche wurde 1973 ausgeführt. Bereits 1955 war die alte Orgel von 1849 durch einen Neubau ersetzt worden.

Bereits 1568 wurde im Herzogtum Braunschweig, zu dem Haverlah zu der Zeit gehörte, durch Herzog Julius (1568–1589) die Reformation eingeführt. Heute (2013) bildet die St.-Servatius-Kirche von Haverlah zusammen mit der St.-Katharinen-Kirche in Steinlah einen Pfarrverbund, der zur Propstei Goslar gehört.

Die nächstgelegene katholische Gemeinde ist in Salzgitter-Ringelheim.

Politik

Gemeindewahl 2016[5]
Wahlbeteiligung: 62,71 % (−1,62 Pp.)

 %50403020100

40,13 %33,90 %25,96 %n. k.

BüFoaSPDCDUFDP
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2011
 %p 18 16 14 12 10   8   6   4   2   0  -2  -4  -6  -8-10-12

+16,96 %p
-10,35 %p-4,25 %p-2,36 %p
BüFoaSPDCDUFDPVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen

Anmerkungen:a Bürgerforum

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Sitzverteilung im Gemeinderat

   

Insgesamt 11 Sitze SPD: 4 BüFo: 4 CDU: 3

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Haverlah setzt sich aus elf Ratsfrauen und Ratsherren zusammen (Veränderung zu 2011).

Bürgerforum: 4 Sitze (+1)
SPD: 4 Sitze (−1)
CDU: 3 Sitze (±0)

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)

Bürgermeister

Bürgermeister ist Hans-Heinrich Wolf (Bürgerforum), sein Stellvertreter ist Michael Tempel (SPD).

Wappen

Im Wappen von Haverlah tritt in Gold ein roter Hirsch aus dem hinteren Schildrand hervor. Der Hirsch versinnbildlicht die Endsilbe „lah“, die „Wald“ bedeutet. Die Farben Rot-Gold sind die des Fürstbistum Hildesheim, in dessen Einflussbereich Haverlah jahrhundertelang lag.

Persönlichkeiten
Justus Erich Walbaum (1768–1837) aus Steinlah, Schriftgießer und Schöpfer der nach ihm benannten Lettern
Franz Anton Erich Moritz Müller (1791–1858), der sich nach seinem Geburtsort „Moritz Steinla“ nannte, Professor an der Kunstakademie in Dresden und ein berühmter Kupferstecher
Hermann Beims (1863–1931), Oberbürgermeister Magdeburgs von 1919 bis 1931
Jochen-Konrad Fromme (* 1949), Bundestagsabgeordneter in der 14. bis 16. Wahlperiode und Landesvorsitzender des CDU-Landesverbandes Braunschweig
Literatur
Gustav Bruer: Geschichte des Ortes Haverlah, Eigenverlag 1996