Liebe Personaler aus Heidelberg:
mehr Bewerber – Optimierte Kosten – Ganz einfach!

Senken Sie aktiv die Kosten pro Bewerbung und holen Sie mehr aus Ihrem Budget heraus. Mit Data Driven Recruiting und Recruitics. Performance orientierte Budgetverteilung zur Stellenbesetzung.

  • Qualifizierte Bewerber – Gewinnen Sie Fachkräfte für Ihr Unternehmen
  • Mehr Bewerbungen – Steigern Sie die Anzahl Ihrer eingehenden Bewerbungen
  • Abrechnung pro Klick – transparent und flexibel ohne Festpreis

  • Bessere Ergebnisse bei gleichem Budget
  • NEU: Recruiting mit einer künstlichen Intelligenz

Multiposting im CPC-Bereich​

Klassische Stellenbörsen schalten Ihre Stellenanzeige nach dem „Post and Pray“-Prinzip zum Festpreis. Wieviele Klicks generiert werden und wieviel eine Bewerbung letztlich kostet, steht erst am Ende der Laufzeit fest. Die HR-Monkeys bieten mit Recruitics eine neuartige Form des Online-Recruitings.
Der klare Vorteil dabei: Sie können aktiv Einfluss darauf nehmen, wie viel Budget tatsächlich für eine Bewerbung ausgegeben werden muss. Möglich wird dies durch die Abrechnung pro Klick (Cost-per-Click, CPC) auf der Basis von großen Datenmengen (Data Driven Recruiting).

Alles aus einer Hand: Mit Recruitics lassen sich mehrere CPC-Anbieter auf einmal steuern. Indeed, Adzuna, Jobrapido und noch zahlreiche andere Jobsuchmaschinen werden mit Recruitics einfach bedienbar – das ist Multiposting im CPC-Bereich.

5 Tipps für Ihr Recruiting in Heidelberg

Messen Sie die Herkunft Ihrer Bewerber?

Mit dem kostenlosen Analysetool „Analytics“ von Recruitics erfassen Sie den gesamten Traffic Ihrer Karriereseite. Nutzen Sie dieses Wissen für eine zielgenaue Ausschreibung.

Bezahlen Sie nur für das was Sie bekommen?

CPC – Cost per Click ist das Zauberwort. Zahlen Sie nur für Klicks, die auch tatsächlich entstehen – positionsorientiert.

Optimieren Sie die Kosten pro Bewerbung?

Weisen Sie den Plattformen, von denen die meisten Bewerber kommen, das entsprechende/gewünschte Budget zu. Mit den Daten von „Analytics“ wird das zum Kinderspiel.

Setzen Sie das Budget optimal ein?

Recruitics bietet die Möglichkeit, Budgets exakt auf den Job zu verteilen. Damit haben Sie die Möglichkeit, fast in Echtzeit Budgets ergebnisorientiert anzupassen.

Nutzen Sie performancebasierte Anzeigenschaltung?

Mit einer performancebasierten Anzeigenschaltung erscheinen Ihre Stellen genau da, wo sie zum besten Preis die besten Bewerber finden.

Wer im Recruiting die falschen Kanäle nutzt, verspielt die Chance auf qualifizierte Bewerber. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen und dabei Ihre Ziele erreichen.

Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Heidelberg nicht vorenthalten.

Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Heidelbergs

Die Stadt Heidelberg wurde im 12. Jahrhundert gegründet; ihre Geschichte reicht aber bis in keltische und römische Zeiten zurück. Vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1720 war Heidelberg Residenz der Pfalzgrafen bei Rhein und Hauptstadt der Kurpfalz.

Vorgeschichte
Rekonstruktion des Unterkiefers von Mauer

Nahe bei Heidelberg, in der Gemeinde Mauer, fand man 1907 in einer Sandgrube den Unterkiefer eines Urmenschen (Unterkiefer von Mauer), einen der ältesten Funde der Gattung Homo in Europa überhaupt. Von dieser ausgestorbenen Hominiden-Art Homo heidelbergensis (Heidelbergmensch) stammt der Neandertaler ab.

Kelten

Ab etwa 500 v. Chr. gründeten die Kelten auf dem Heiligenberg eine größere befestigte Siedlung. Deren doppelter Ringwall, zum Schutz gegen die vordringenden Germanen angelegt, ist noch zu erkennen. 200 Jahre später wurde diese Anlage aus ungeklärten Gründen wieder aufgegeben.

Römer

Das römerzeitliche Heidelberg bestand vom 1. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. Um 70 n. Chr. gründeten die Römer ein Lager im heutigen Neuenheim, das um 90 durch zwei steinerne Kastelle ersetzt wurde. Über den Neckar führte zunächst eine hölzerne Brücke, ab circa 200 eine Steinpfeilerbrücke. Auf dem Gipfel des Heiligenbergs entstand ein Merkurtempel, auch der Mithras-Kult war in Heidelberg verbreitet. Der Hauptort der Region war in römischer Zeit das benachbarte Lopodunum (heute Ladenburg), aber auch um das Militärlager in Heidelberg (dessen lateinischer Name unbekannt ist) entwickelte sich ein florierendes Töpfereizentrum.

Nach 260 mussten sich die Römer vor dem Germanenstamm der Alamannen, der den Limes durchbrochen und in römisches Territorium eingefallen war, an den Rhein zurückziehen. Der Sieg des Merowingerkönigs Chlodwig I. über die Alamannen im Jahr 506 machte Heidelberg schließlich zu einem Teil des Frankenreichs, zugleich wurde das Gebiet christianisiert.

Mittelalter

870 wurde auf dem Gipfel des Heiligenbergs an Stelle des alten Merkurtempels das Michaelskloster als Filialkloster des Klosters Lorsch, das zu jener Zeit mit dem Bistum Worms um die Vorherrschaft in der Region rang, gegründet. Später folgten eine weitere Filiale, das Stephanskloster, und das Stift Neuburg.

Die älteste schriftliche Erwähnung Heidelbergs stammt aus dem Jahr 1196. Es ist aber davon auszugehen, dass der Ort bereits im Laufe des 12. Jahrhunderts entstanden war. Zu jener Zeit war Heidelberg im Besitz des Bistums Worms und bestand aus der Oberen Burg auf der Molkenkur am Hang des Königsstuhls und einem Burgweiler im Bereich der Peterskirche am Fuße des Berges. Viele der heutigen Stadtteile Heidelbergs gehen auf Dörfer zurück, die schon zur Frankenzeit im 6. Jahrhundert entstanden waren. Einige von ihnen wurden im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt, Neuenheim und Handschuhsheim etwa im Jahr 765.

Der Hexenturm im Innenhof der Neuen Universität ist das einzige Überbleibsel der mittelalterlichen Stadtbefestigung

Der Vorgängerbau des Heidelberger Schlosses wurde im 13. Jahrhundert auf dem Jettenbühl errichtet. Wohl zur gleichen Zeit wurde die Stadt im Bereich zwischen Königstuhl und Neckar planmäßig mit einem rechtwinkligen Grundriss und dem Marktplatz im Zentrum angelegt. Diese Stadtanlage nahm den östlichen Teil der heutigen Altstadt bis zur Grabengasse ein. Sie war von einer Stadtmauer umgeben, über den Neckar führte eine Brücke.

Kaiser Friedrich I. Barbarossa hatte 1156 seinen Halbbruder Konrad den Staufer zum Pfalzgrafen bei Rhein ernannt. Die Pfalzgrafschaft wurde von der Dynastie der Wittelsbacher regiert und entwickelte sich zu einem größeren Territorialgebilde innerhalb des Heiligen Römischen Reichs. Im Jahr 1225 erhielt der Pfalzgraf bei Rhein das vormals Wormser Heidelberg als Lehen. In der Goldenen Bulle wurde 1356 den Pfalzgrafen bei Rhein die Kurwürde verliehen. Von da an waren sie als Kurfürsten von der Pfalz bekannt, ihr Herrschaftsgebiet wurde als Kurpfalz bezeichnet. Anfangs hatten die Pfalzgrafen keine feste Residenz, sondern hielten sich an verschiedenen Orten ihres Herrschaftsbereichs auf. Schon im 13. Jahrhundert hatte Heidelberg den Charakter einer Residenzstadt entwickelt. Als im 14. Jahrhundert die Reiseherrschaft aufgegeben wurde, konnte sich die Stadt gegen Neustadt an der Haardt durchsetzen und wurde zur Hauptstadt der Kurpfalz.

Im Jahr 1386 gründete Ruprecht I. die Universität Heidelberg als dritte Hochschule im Heiligen Römischen Reich (nach Prag und Wien). Sie ist die älteste Universität in Deutschland. 1392 wurde Heidelberg umfangreich erweitert, das Stadtgebiet nahezu verdoppelt und entsprach der heutigen Altstadt. Von der Herrschaft Ruprechts III., der im Jahr 1400 zum römisch-deutschen König gewählt wurde, profitierte Heidelberg durch den Bau der Heiliggeistkirche. Seine Nachfolger machten die Universität Heidelberg gegen Ende des 15. Jahrhunderts zu einer Hochburg des frühen Humanismus.

Neuzeit
Kupferstich Heidelbergs von Matthäus Merian aus dem Jahr 1620
Einnahme Heidelbergs durch die Truppen Tillys. Siehe auch: Belagerung und Einnahme Heidelbergs 1622
Ansicht des Schlosses, 1645

Martin Luthers reformatorische Ideen hatten sich schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Südwestdeutschland verbreitet. Unter Kurfürst Ottheinrich (1556–1559) wurde in der Kurpfalz schließlich die Reformation eingeführt. Nach dem Übergang zum Calvinismus zog Heidelberg Studenten und Wissenschaftler aus ganz Westeuropa an und galt nach Leiden als drittes Genf. So erschien 1563 in Heidelberg der Heidelberger Katechismus und 1572 die erste deutsche Gesamtübersetzung der Institutio Christianae Religionis, des Hauptwerks von Johannes Calvin. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde in Heidelberg eine Vielzahl prächtiger Renaissancebauten errichtet, die – abgesehen vom Haus zum Ritter – im Pfälzer Erbfolgekrieg allesamt zerstört wurden. Auch das Schloss wurde damals wesentlich erweitert und von der mittelalterlichen Burg zu einer neuzeitlichen Residenz umgestaltet.

Um seiner Gattin, der englischen Königstochter Elisabeth Stuart, ein standesgemäßes Hofleben bieten zu können, ließ Kurfürst Friedrich V. (1610–1623) das Heidelberger Schloss durch den Bau des Hortus Palatinus umgestalten. Auf politischem Terrain war Friedrich als Führer der Protestantischen Union in die Wirren des Dreißigjährigen Kriegs verwickelt, als er sich 1619 zum böhmischen König wählen ließ. Er konnte sich aber nicht gegen den katholischen Kaiser durchsetzen und wurde 1620 in der Schlacht am Weißen Berge geschlagen. Wegen seiner kurzen Herrschaft ging er als Winterkönig in die Geschichte ein. Im Jahr 1622 eroberte Tilly als Heerführer der Katholischen Liga Heidelberg. Die Stadt blieb, wie die ganze rechtsrheinische Kurpfalz, bis zu den Friedensschlüssen von Münster und Osnabrück bayerisch besetzt (während die linksrheinische Kurpfalz spanisch wurde). Während dieser Zeit schenkte Herzog Maximilian I. von Bayern die Bibliotheca Palatina Papst Gregor XV. Sie wird seitdem in der Bibliotheca Vaticana verwahrt (und hat auf diese Weise die spätere Zerstörung Heidelbergs durch die Truppen Ludwigs XIV. im Pfälzischen Erbfolgekrieg sicher überdauert). Heidelberg wurde vom Krieg schwer getroffen, die Bevölkerung litt große Not. Im Westfälischen Frieden, der 1648 den Dreißigjährigen Krieg beendete, wurde die Kurpfalz wiederhergestellt, sie verlor aber viel von ihrem politischen Gewicht.

Das Heidelberger Schloss wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den Franzosen zerstört, Gemälde von Carl Blechen

Als Kurfürst Karl II. 1685 kinderlos verstarb, erlosch die Linie Pfalz-Simmern des Hauses Wittelsbach, und die Kurfürstenwürde ging auf die katholische Nebenlinie Pfalz-Neuburg über. Aus den Erbansprüchen, die der französische König Ludwig XIV. nun mit Verweis auf seine Schwägerin Elisabeth Charlotte (besser bekannt als Liselotte von der Pfalz) erhob, resultierte der Pfälzische Erbfolgekrieg. Im Verlaufe dieses Krieges wurde Heidelberg zweimal, 1688 und 1693, von französischen Truppen eingenommen und dabei komplett verwüstet. Nachdem der Erbfolgekrieg 1697 beendet war, baute man das zerstörte Heidelberg im Stil des Barock auf mittelalterlichem Grundriss wieder auf. Die nunmehr katholischen Kurfürsten siedelten in der Stadt Jesuiten an.

Das Heidelberger Schloss war nach der Zerstörung durch die Franzosen unbewohnbar, entsprach aber ohnehin nicht mehr dem barocken Zeitgeschmack, der großzügige Schlossanlagen nach dem Vorbild von Versailles bevorzugte. Pläne, eine solche Residenz in der Ebene im Bereich des heutigen Stadtteils Bergheim zu bauen, scheiterten am Widerstand der Heidelberger Bürgerschaft, und so entschloss sich Karl III. Philipp 1720 nach einem Streit mit den Heidelberger Protestanten, seine Residenz nach Mannheim zu verlegen. In der Quadratestadt, die dem barocken Zeitgeist und dem Repräsentationsinteresse des Kurfürsten weitaus mehr entsprach als das mittelalterliche Heidelberg, ließ er das prunkvolle Schloss Mannheim errichten. Heidelberg verlor seine Stellung als politisches Machtzentrum und litt auch ökonomisch durch den Weggang des Hofstaats. Von der Herrschaftszeit Kurfürst Carl Theodors (1743–1799) profitierte aber auch Heidelberg durch den Bau der Alten Brücke und des Karlstores. Die Instandsetzung des Schlosses wurde 1764 nach einem verheerenden Blitzschlag wieder eingestellt.

1803 bis 1933

Im Reichsdeputationshauptschluss des Jahres 1803 wurde die Kurpfalz aufgelöst, die rechtsrheinischen Gebiete und somit auch Heidelberg wurden dem bald darauf zum Großherzogtum erhobenen Baden zugeschlagen. Der badische Großherzog Karl Friedrich (1771–1811) machte die Hochschule zu einer staatlich finanzierten Lehranstalt und verhalf ihr zum Wiederaufstieg zu einer renommierten Bildungsstätte. Ihm und dem Universitätsgründer, Kurfürst Ruprecht I., zu Ehren erhielt die Universität Heidelberg den neuen Namen „Ruprecht-Karls-Universität“.

Das Heidelberger Schloss, Karl Rottmann, 1815

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Neckarstadt zu einem der wichtigsten Orte der deutschen Romantik, begünstigt durch die schöne Landschaft und die pittoreske Schlossruine. Das Wirken von Dichtern wie Friedrich Hölderlin, Ludwig Achim von Arnim, Clemens Brentano und Joseph von Eichendorff wurde als „Heidelberger Romantik“ bekannt. Arnim und Brentano veröffentlichten zwischen 1806 und 1808 in Heidelberg unter dem Titel Des Knaben Wunderhorn eine Sammlung deutscher Volkslieder. Auch ein Künstlerzirkel um die Maler Carl Philipp Fohr, Carl Rottmann und Ernst Fries entstand in Heidelberg.

Während des Vormärzes wurden an der Heidelberger Universität nationale, liberale und demokratische Ideen verbreitet. Nach Beginn der Märzrevolution versammelten sich am 5. März 1848 liberale und demokratische Politiker aus Südwestdeutschland zur Heidelberger Versammlung, die maßgebliche Impulse zum Vorparlament und somit zur Konstituierung der Frankfurter Nationalversammlung setzte. Nach dem Scheitern der Nationalversammlung wurde der Maiaufstand in Baden von zu Hilfe gerufenen preußischen Truppen niedergeschlagen. Auch in Heidelberg kam es zu Kämpfen gegen liberale Freischärler.

Ausfahrt eines Zuges aus dem Heidelberger Bahnhof, Lithografie aus dem Jahr 1842

Die Industrialisierung ging an der Neckarstadt ohne größere Spuren vorbei. Der Tourismus entwickelte sich ab dem frühen 19. Jahrhundert, vor allem ab dem Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz im Jahr 1840, zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor in Heidelberg, ebenfalls nahm die Zahl der Studenten zu, von denen viele den Studentenverbindungen angehörten. Joseph Victor von Scheffels Gedicht Alt-Heidelberg, du feine (später in der vertonten Version ein populäres Studentenlied) und das 1901 uraufgeführte Schauspiel Alt-Heidelberg machten Heidelberg zu einem Sinnbild des Studentenlebens im 19. Jahrhundert.

Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts erlebte Heidelberg eine rasante Expansion, als das Stadtgebiet durch zahlreiche Eingemeindungen vergrößert wurde. Die Einwohnerzahl Heidelbergs stieg von 20.000 im Jahr 1871 auf 85.000, also mehr als das Vierfache, im Jahr 1933. Zugleich wurde die Infrastruktur mit der Einführung der Straßenbahn und der Bergbahn sowie der Kanalisierung des Neckars (in den 1920er Jahren) ausgebaut. 1930 ermöglichten großzügige Spenden von einflussreichen US-Bürgern den Bau des Hörsaalgebäudes der Neuen Universität am Universitätsplatz. Eine Gedenkplakette im Innern des Hörsaalgebäudes nennt unter anderem die Familie Chrysler.

Die Wahlergebnisse der NSDAP lagen in Heidelberg meist über dem Durchschnitt der Ergebnisse im Reich oder in Baden: Bei der Reichstagswahl am 20. Mai 1928 im Reich 2,6 %, in Baden 2,9 % und in Heidelberg 4,4 %; bei der Reichstagswahl am 14. September 1930 im Reich 18,3 %, in Baden 19,2 % und in Heidelberg 30,2 %.[10]

Zeit des Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
Die Thingstätte auf dem Heiligenberg

Nach der Machtübertragung an die NSDAP am 30. Januar 1933 begann eines der dunkelsten Kapitel der Stadt, die organisierte Diskriminierung von Juden und anderen „Nichtariern“. Die NSDAP wurde bei den Reichstagswahlen vom 5. März 1933 mit 45,8 % der abgegebenen Stimmen (Reich: 43,9 %; Baden: 45,4 %) die stärkste Partei in der Stadt.[10] Im April 1933 wurden alle „nichtarischen“ Beamten zwangsbeurlaubt, bis 1939 verlor die Heidelberger Universität mehr als ein Drittel ihres Lehrkörpers aus rassistischen oder politischen Gründen. Während der Reichspogromnacht am 9. November 1938 brannten Heidelberger Nationalsozialisten die Synagogen in der Altstadt und Rohrbach nieder und verwüsteten und plünderten zahlreiche Geschäfte und Wohnungen jüdischer Bürger vor den Augen der Polizei. Am nächsten Tag wurden 150 Heidelberger Juden in das Konzentrationslager Dachau zur Schutzhaft verschleppt, um sie zur Emigration zu nötigen und ihr Vermögen zu arisieren.[11] Knapp zwei Jahre später, am 22. Oktober 1940, wurden in der „Wagner-Bürckel-Aktion“ über 6000 badische Juden, darunter 280 aus Heidelberg, in das Internierungslager Camp de Gurs nach Südwestfrankreich deportiert. Nur wenige überlebten.

Als sichtbare bauliche Hinterlassenschaft steht die Thingstätte auf dem Heiligenberg, eine zwischen 1934 und 1935 vom Reichsarbeitsdienst und Heidelberger Studenten errichtete Freilichtbühne. Ebenso wurde der Ehrenfriedhof auf dem Ameisenbuckel 1934 vom Reichsarbeitsdienst angelegt. 1935 wurde die Reichsautobahn Heidelberg–Mannheim eingeweiht, heute als A 656 bekannt, und an beiden Endstücken, in Mannheim und Heidelberg, auf Bundesstraßenniveau herabgesetzt, heute die B 37. Bis in die späten 1990er Jahre führte die A 656 direkt nach Mannheim und Heidelberg hinein.

Das mit Lazaretten angefüllte Heidelberg überstand als eine der wenigen deutschen Großstädte den Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt. Kleinere Luftangriffe in den Jahren 1944 und 1945 hatten nur geringe Schäden angerichtet.[12]

Bei ihrem Rückzug am 29. März 1945 sprengte die Wehrmacht u. a. die Alte Brücke. Am 30. März konnten die amerikanischen Truppen der 63rd Infantry Division der 7. US-Armee einmarschieren, ohne auf nennenswerten Widerstand zu treffen. Die amerikanischen Truppen konnten viele Gebäude in der Stadt für ihre Zwecke übernehmen, u. a. die Großdeutschland-Kaserne, die seitdem den Namen Campbell Barracks trägt. Bis Kriegsende war dort das deutsche Infanterieregiment 110 stationiert, das der 33. Infanteriedivision und ab Ende 1940 der 112. Infanteriedivision unterstellt und im Frankreich- und Russlandfeldzug eingesetzt worden war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg
Heidelberg in den 1950er Jahren

Das unversehrte Heidelberg zog nach dem Zweiten Weltkrieg viele ausgebombte und vertriebene Deutsche an. Heidelberg wurde Teil der amerikanischen Besatzungszone und Standort hoher Kommandostellen der US-Armee und später auch der NATO. Dafür enteigneten die amerikanischen Behörden Immobilien, was zunächst für Unmut sorgte. Von 1948 bis 2013 waren die Campbell Barracks in Heidelberg Sitz des Hauptquartiers der United States Army Europe (USAREUR), der früheren 7. US-Armee. Bis 2013 war die Stadt zudem Sitz des NATO-Landhauptquartiers Mitteleuropa.[13]

Im Oktober 2009 wurde bekanntgegeben, dass das Hauptquartier von USAREUR nach Wiesbaden verlegt werden sollte. Bereits im August 2011 verließ das traditionsreiche V. US Army Corps Heidelberg und zog nach Wiesbaden um.[14]
Im September 2013 wurden die Campbell Barracks offiziell von der US-Armee geschlossen.[15]
Mit dem Umzug in das neue Hauptquartier nach Wiesbaden-Erbenheim ging 2013 in Heidelberg die 65 Jahre währende Geschichte der USAREUR – und der amerikanischen Truppen generell – zu Ende. Im Jahre 2008 hatten die amerikanischen Streitkräfte noch fast 200 Hektar Fläche belegt, unter anderem für zwei Kasernen, zwei Wohnsiedlungen sowie ein Militärkrankenhaus (Nachrichten Kaserne). 2010 lebten rund 16.000 US-Amerikaner in Heidelberg;[16] die Amerikaner hatten damals also einen Anteil an der Heidelberger Bevölkerung von zehn Prozent.

Die Ruprecht-Karls-Universität nahm im Januar 1946 als zweite westdeutsche Hochschule nach Göttingen den Lehrbetrieb wieder auf. Schon vor dem Krieg waren vereinzelte Einrichtungen der Universität vom Altstadtcampus nach Neuenheim auf die andere Neckarseite verlegt worden, ab 1951 begann man dann mit dem Aufbau eines komplett neuen Campus, des Neuenheimer Feldes, am westlichen Stadtrand. Mitte der 1970er Jahre war der Ausbau des 120 Hektar großen Geländes im Wesentlichen beendet. 1955 wurde der Hauptbahnhof an seine heutige Stelle rund 1,2 Kilometer westlich des alten Standortes verlegt. Die freigewordene Fläche nutzte man für den Bau zahlreicher Verwaltungsgebäude an der Kurfürstenanlage. Um der wachsenden Einwohnerzahl Heidelbergs Rechnung zu tragen, entstanden in den 1960er und 1970er Jahren im Süden der Stadt mit Boxberg und Emmertsgrund zwei gänzlich neue Wohngebiete.

Mit der Eingemeindung der im Neckartal gelegenen Gemeinde Ziegelhausen war die flächenmäßige Expansion Heidelbergs 1975 abgeschlossen. Während der Amtszeit von Oberbürgermeister Reinhold Zundel von 1966–1990 wurde die Altstadt saniert, die Hauptstraße mit 1,6 Kilometern Länge in eine der längsten Fußgängerzonen Europas umgewandelt und der Bismarckplatz erhielt seine heutige Form.

In den 1970er und 1980er Jahren verübte die Terrororganisation RAF in Heidelberg zwei Anschläge gegen amerikanische Militäreinrichtungen. Am 24. Mai 1972 wurden durch einen Sprengstoffanschlag auf das US-Hauptquartier der 7. US-Armee in den Campbell Barracks die amerikanischen Soldaten Clyde R. Bonner, Charles L. Peck sowie Ronald A. Woodward getötet und fünf weitere Personen schwer verletzt. Das Attentat vom 15. September 1981 auf den Oberbefehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa, General Frederick James Kroesen, mit einer reaktiven Panzerbüchse des sowjetischen Typs RPG-7 am Heidelberger Karlstor scheiterte, da das LKA Baden-Württemberg ihm kurz zuvor eine gepanzerte Mercedes-Benz-Limousine zugeteilt hatte, nachdem verdächtige Personen bei der Observation Kroesens beobachtet worden waren.

Ein Antrag auf die Aufnahme des Schlosses und der Altstadt in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes wurde 2005 und 2007 abgelehnt.[17]

Bevölkerung
Religionen
Kornmarktmadonna
Jesuitenkirche in der Merianstraße
Christentum

Nach ersten Anfängen unter Kurfürst Friedrich II. führte endgültig Kurfürst Ottheinrich ab 1556 in der Kurpfalz die lutherische Reformation ein. Sein Nachfolger Friedrich III. neigte mehr einer calvinistischen Richtung der Reformation zu. 1563 entstand in Heidelberg der für alle reformierten Gläubigen wegweisende „Heidelberger Katechismus“. Nach einem kurzen lutherischen Zwischenspiel unter Ludwig VI. blieben Heidelberg und die Kurpfalz für lange Zeit reformiert. Die Rekatholisierungsversuche unter bayerischer und spanischer Besetzung während des Dreißigjährigen Krieges waren eine vorübergehende Episode. Erst als im Jahr 1685 mit dem Tod des Kurfürsten Karl II. die reformierte Linie Pfalz-Simmern erlosch und die Kurpfalz an die katholische Linie Pfalz-Neuburg überging, begann die Rekatholisierung Heidelbergs, von der bis heute viele Marienstatuen wie die Kornmarkt-Madonna zeugen. Die katholischen Kurfürsten siedelten hierfür, insbesondere aber auch für die Reorganisation der Universität, Jesuiten an. Auch die Unbeschuhten Karmeliten waren lange Zeit in Heidelberg ansässig, bis im Jahr 1803 der Orden im Zuge der Säkularisation sein Kloster – das damals die Fläche des heutigen Karlsplatzes einnahm – verlassen musste. Obwohl trotz dieser Maßnahmen das reformierte Bekenntnis vorherrschend blieb, machte die katholische Bevölkerung allmählich fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung aus. Insgesamt ist der häufige Konfessionswechsel eine Besonderheit der Kurpfälzer und Heidelberger Religionsgeschichte.

Exemplarisch für die konfessionelle Spaltung Heidelbergs ist das Schicksal der Heiliggeistkirche. Ab 1706 wurde sie im Zuge der so genannten Religionsdeklaration durch eine Mauer geteilt: Der reformierten, später evangelisch-unierten, Gemeinde gehörte das Kirchenschiff, der Chor gehörte der katholischen, ab 1874 der altkatholischen Kirche. Der Versuch des Kurfürsten Karl Philipp, die ganze Kirche zur katholischen Hofkirche zu machen, führte zu einer reichsweiten Krise. Erst 1936 ging die gesamte Heiliggeistkirche in das Eigentum der Evangelischen Landeskirche in Baden über, worauf die Scheidemauer niedergerissen werden konnte.

1821 wurde im Großherzogtum Baden die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden eingeführt. Heute gehören die protestantischen Gemeinden, sofern sie nicht zu einer Freikirche gehören, zum Dekanat Heidelberg innerhalb des Kirchenkreises Nordbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden. Die römisch-katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Heidelberg-Weinheim der Erzdiözese Freiburg.

Neben den großen Kirchen gibt es eine Vielzahl weiterer christlicher Glaubensgemeinschaften, z. B. die Alt-Katholische Kirche[18] und die anglikanische Kirche,[19] die Brüdergemeinde, Mormonen[20]
und Zeugen Jehovas.

Die Neuapostolische Kirche ist in Heidelberg mit fünf Gemeinden vertreten. Die Baptisten haben 1963 in der Feuerbachstraße eine Kirche erbaut, die seit 1988 den Namen Hoffnungskirche trägt.[21] Seit 2009 gibt es in Heidelberg eine koptisch-orthodoxe Gemeinde St. Maria und St. Josef,[22] die seit einiger Zeit in der Kirche St. Albert (Bergheim) an den ersten drei Sonntagen im Monat ihre Gottesdienste feiert. Die rumänisch-orthodoxe Gemeinde „Hl. Dreifaltigkeit“[23] setzt die im 19. Jahrhundert begonnene Religionsausübung des orthodoxen Glaubens in Heidelberg fort und feiert seit 1997 jeden zweiten Sonntag im Monat die Johannes Chrysostomos – Liturgie in der Kapelle St. Anna in der Plöck, Altstadt.

Judentum

Die erste Synagoge in Heidelberg wird 1390 im Zuge der Vertreibung der Juden aus Heidelberg durch Ruprecht II. erwähnt. Sie stand in der Unteren Straße/Ecke Judengasse (heute Dreikönigstraße) in der Altstadt. Erst nach 1740 konnte die jüdische Gemeinde wieder ein Haus in der Mantelgasse erwerben und als Synagoge nutzen. 1875 wurde diese Synagoge abgerissen und 1878 durch einen Neubau ersetzt. Diese Synagoge wurde jedoch ebenso wie eine orthodoxe Synagoge in der Plöck in der Reichspogromnacht zerstört.[24]

Gegen die jüdischen Bewohner der Stadt kam es schon vor der Zeit des Nationalsozialismus gelegentlich, z. B. 1819, zu Ausschreitungen. Mit dem Bergfriedhof wurde auch ein neuer jüdischer Friedhof angelegt, der – anders als die Synagogen und viele Privathäuser, die 1938 zerstört wurden – auch den Nationalsozialismus überstanden hat. Im Jahr 1933 lebten 1102 Bürger jüdischen Glaubens in Heidelberg. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 waren es nur noch 483 und 1946 gerade mal mehr 196. Im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion, in der über 6000 Juden aus Baden und der Saarpfalz nach Frankreich deportiert wurden, wurden am 22. Oktober 1940 auch 282 Heidelberger Juden in das Internierungslager Camp de Gurs verschleppt. Die meisten deportierten Heidelberger wurden danach in Auschwitz ermordet.

Seit 1990 gibt es in der Stadt wieder eine Synagoge einer liberalen Reformgemeinde. 1994 wurde in der Weststadt eine neue Synagoge mit Gemeindezentrum auf dem Gelände des älteren Gemeindehauses fertiggestellt. Die ansässige jüdische Gemeinde hat heute 482 Mitglieder (Stand 2010) und ist eine Einheitsgemeinde, die sich am orthodoxen Ritus orientiert, jedoch Juden aller religiösen Richtungen willkommen heißt.[25]

Neben der Universität und mit ihr verbunden gibt es bereits seit 1979 eine Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. Sie bietet mit zehn Lehrstühlen ein breites Fächerspektrum sowohl für jüdische als auch für nichtjüdische Studenten an. Unter anderem ermöglicht sie die Ausbildung zum Rabbiner. 2009 wurde ein geräumiger Neubau eingeweiht.
Im Oktober 2010 wurden erstmals Stolpersteine in der Stadt verlegt.[26]

Sonstige

Weiterhin gibt es in Heidelberg eine größere Zahl an Muslimen, für die zwei Moscheen existieren: eine freie Moschee am Kurpfalzring (Stadtteil Pfaffengrund) und eine DITIB-Moschee im Gewerbegebiet Rohrbach Süd. Außerdem existieren eine buddhistische sowie eine Bahai-Gemeinde.

Einwohnerentwicklung
Bevölkerungsentwicklung

Die Einwohnerzahl der Stadt Heidelberg überschritt 1946 die Grenze von 100.000, wodurch sie zu einer Großstadt wurde. Sie ist eine Stadt mit internationaler Bevölkerung, 26,9 % der Bevölkerung der Stadt haben einen Migrationshintergrund (Stand: 2008).[27] Im deutschlandweiten Vergleich stammen überdurchschnittlich viele davon aus den arabischen Ländern, dem Iran und aus Ostasien. Außerdem hatte die Stadt eine der größten US-amerikanischen Gemeinden außerhalb Nordamerikas – bedingt durch die Universität, die schon in der Zwischenkriegszeit mit den USA verbunden war, den romantischen Ruf der Stadt und die hier stationierten US-amerikanischen Soldaten, wobei letztere Gruppe in der Heidelberger Einwohnerstatistik nicht geführt wird. 2013 zählte Heidelberg (ohne die Soldaten und Angestellten der US-Armee und deren Angehörige, insgesamt rund 20.000 Personen) nach amtlicher Fortschreibung 152.113 Einwohner mit Hauptwohnsitz – historischer Höchststand.[28]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1439 5.200
1588 6.300
1717 4.800
1784 10.754
1810 10.312
1812 9.826
1830 13.345
3. Dezember 1852¹ 14.564
3. Dezember 1858¹ 15.600
3. Dezember 1861¹ 16.300
3. Dezember 1864¹ 17.666
3. Dezember 1867¹ 18.300
1. Dezember 1871¹ 19.983
1. Dezember 1875¹ 22.334
Jahr Einwohner
1. Dezember 1880¹ 24.417
1. Dezember 1885¹ 26.900
1. Dezember 1890¹ 31.739
2. Dezember 1895¹ 35.190
1. Dezember 1900¹ 40.121
1. Dezember 1905¹ 49.527
1. Dezember 1910¹ 56.016
1. Dezember 1916¹ 47.554
5. Dezember 1917¹ 47.483
8. Oktober 1919¹ 60.831
16. Juni 1925¹ 73.034
16. Juni 1933¹ 84.641
17. Mai 1939¹ 86.467
31. Dezember 1945 95.811
Jahr Einwohner
29. Oktober 1946¹ 111.488
13. September 1950¹ 116.488
25. September 1956¹ 121.910
6. Juni 1961¹ 125.264
31. Dezember 1965 125.507
27. Mai 1970¹ 129.656
31. Dezember 1975 129.368
31. Dezember 1980 133.227
31. Dezember 1985 134.724
25. Mai 1987¹ 127.768
31. Dezember 1990 136.796
31. Dezember 1995 138.781
31. Dezember 2000 140.259
31. Dezember 2005 142.933
Jahr Einwohner
31. Dezember 2010 147.312
31. Dezember 2011 149.633
31. Dezember 2012 150.335
31. Dezember 2013 152.113
31. Dezember 2014 154.715
31. Dezember 2015 156.267
30. Juni 2016 158.058

¹ Volkszählungsergebnis

Mit einer Geburtenrate von 1,1 Kindern je Frau gab es im Stadtkreis Heidelberg 2008 anteilig die wenigsten Geburten in Baden-Württemberg.[29]

Politik

Gemeinderatswahl 2014
in Prozent

 %3020100

20,819,717,38,15,14,44,44,116,3

CDUGrüneSPDHDGHDGALFDPLinkehSonst.
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   8   6   4   2   0  -2  -4  -6

+0,7
+4,6+0,5-0,5-0,8-5,8-4,7-1,5+7,4
CDUGrüneSPDHDGHDGALFDPLinkehSonst.Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen

Anmerkungen:h 2009 gemeinsam mit der „Bunten Linken“

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%
Aktuelle Sitzverteilung im Gemeinderat[30]
2

8

10

3

4

6

2

11

2
2 8 10 3 4 6 2 11 2 

Insgesamt 48 Sitze Linke: 2 SPD: 8 Grüne: 10 GAL: 3 HD: 4 Sonst.: 6 FDP: 2 CDU: 11 AfD: 2

Partei Stimmen Sitze Stimmen Sitze Stimmen Sitze
CDU 25,9 % 11 20,1 % 9 20,81 % 10
SPD 21,6 % 9 16,8 % 7 17,26 % 8
Grüne 15,1 % 6 19,67 % 10
GAL 21,4 % 9 10,2 % 4 4,37 % 2
FDP 6,8 % 3 9,1 % 4 4,36 % 2
Heidelberger 10,6 % 4 8,6 % 3 8,10 % 4
generation.hd 3,2 % 1 5,8 % 2 5,05 % 2
FWV 4,5 % 2 5,8 % 2 3,34 % 2
Bunte Linke 3,1 % 1 5,4 % 2 3,75 % 2
HDE 3,1 % 1 2,72 % 1
Die Linke 4,08 % 2
AfD 3,84 % 2
Piraten 2,64 % 1
Andere 2,8 % 0
Wahlbeteiligung 50,5 % 48,8 % 51,29 %

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 aus 48 ehrenamtlichen Mitgliedern[31]
und dem Oberbürgermeister als Vorsitzendem. Der Rat wird jeweils für die Dauer von fünf Jahren direkt gewählt. Aufgabe des Gemeinderates ist, zusammen mit dem vorsitzenden Oberbürgermeister über alle Angelegenheiten der Stadt zu entscheiden. Der Rat kontrolliert die Stadtverwaltung und überwacht die Durchsetzung seiner Beschlüsse.

Heidelberg ist schon seit deren Gründung in den 1980er Jahren eine Hochburg der Grünen.

Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Heidelberg
Stadtoberhaupt

An der Spitze der Stadtverwaltung in Heidelberg stand als herrschaftlicher Beamter über lange Zeit der Stadtschultheiß, der seit 1717 den Titel Stadtdirektor trug. Nach dem Übergang an Baden trug das Stadtoberhaupt zunächst den Titel Oberbürgermeister, ab 1819 Erster Bürgermeister und ab 1875 erneut Oberbürgermeister. Seit 2006 ist der parteilose Eckart Würzner Oberbürgermeister von Heidelberg. Eine Liste mit allen Bürgermeistern seit 1701 gibt es in der Liste Heidelberger Persönlichkeiten.

Sonstige Gremien
Bezirksbeiräte

Die Vertretung der Stadtteile wird seit der Wahl 2014 durch 15 Bezirksbeiräte erweitert.[32]
Die Mitglieder werden proportional durch die Fraktionen des Gemeinderats benannt. Sie werden von der Stadtverwaltung bei stadtteilbezogenen Fragen informiert und einbezogen. Die Bezirksbeiräte haben eine beratende Funktion für den Gemeinderat der Stadt und tagen regelmäßig mindestens dreimal im Jahr.

Für alle 15 Stadtteile hat die Stadtverwaltung eine Stadtteilrahmenplanung initiiert. Darin stehen ausführlich alle wichtigen bei der Stadt vorhandenen Stadtteilinformationen, ein Entwicklungskonzept und Maßnahmenvorschläge sowohl der Stadtverwaltung als auch aus der Bürgerbeteiligung. Dadurch stehen für Interessierte und die Gemeinde- und Bezirksbeiräte relativ aktuelle Informationspakete bereit.[33]

Ausländerrat/Migrationsrat

Seit 1989 tagt der Ausländerrat/Migrationsrat. Der Ausländerrat arbeitet mit allen ausländischen und deutsch-ausländischen Vereinigungen der Stadt Heidelberg zusammen. Seit 2003 ist er auch für Migranten zuständig, was sich in der Namenserweiterung widerspiegelt. Der Ausländerrat/Migrationsrat vertritt die Interessen ausländischer Einwohner gegenüber dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung.

Jugendgemeinderat

Im November 2005 wurde zum ersten Mal der Heidelberger Jugendgemeinderat gewählt. Er setzt sich aus insgesamt 30 Schülern aus Heidelberger Schulen zusammen und wird für die Dauer von zwei Jahren von allen Heidelberger Schülern gewählt. Mitglieder dürfen zum Wahlzeitpunkt nicht älter als 19 Jahre sein. Die Sitze verteilen sich auf die Schultypen wie folgt: fünf Haupt- oder Förderschüler, fünf Realschüler, zehn Gymnasiasten sowie zehn Berufsschüler. Der JGR hat beratende Mitglieder im Jugendhilfe-, Kultur-, Sport und Stadtentwicklungsausschuss. Der Jugendgemeinderat löste den bisherigen Jugendrat ab, der 1999 gegründet und bislang ausschließlich von den Heidelberger Schülersprechern gewählt wurde. Die Initiative zur Weiterentwicklung des Modellprojekts Heidelberger Jugendrat und der Einrichtung eines Jugendgemeinderates ging von den Mitgliedern des Jugendrates selbst aus. Sie strebten damit eine stärkere Mitarbeit im Gemeinderat und seinen Ausschüssen an.

Ombudsmann

Der inzwischen vierte Bürgerbeauftragte ist Gustav Adolf Apfel. Heidelberg hat als einzige Stadt Deutschlands einen ehrenamtlichen, von der Verwaltung völlig unabhängigen Bürgerbeauftragten (Ombudsmann). Der Bürgerbeauftragte kann in laufenden Verwaltungsverfahren von der Verwaltung Auskünfte und Einsicht in Akten und Unterlagen verlangen. In Gerichtsverfahren kann der Bürgerbeauftragte nicht eingreifen.

Regionale Gremien

Die Stadt gehört zum Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim, der im Auftrag seiner 18 Mitgliedsgemeinden den Flächennutzungsplan erstellt. Er umfasst in Nordbaden circa 488 km² mit etwa 666.000 Einwohnern.

Bürgerschaftliches Engagement

Das Lokale Bündnis für Familie läuft im Jahr 2008 noch als eines von bundesweit mehreren Modellprojekten. Es dient der Förderung der Familien und des bürgerschaftlichen Engagements in Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung, Bürgern, Bildungseinrichtungen und Vereinen.

2009 wurde die Bürgerstiftung Heidelberg gegründet.[34] Idee der Stiftung ist, dass sich Bürger engagieren, um die Zukunft ihrer Stadt mitzugestalten. Die Gründung wurde unterstützt vom Verein Bürger für Heidelberg, der sich seit 1972 insbesondere im Bereich der Stadtplanung politisch betätigt.[35]

Stiftungen, die Heidelberg im Namen tragen

Die gemeinnützige Stiftung Stadt-Heidelberg-Stiftung wurde 1986 anlässlich der 600-Jahr-Feier der Universität Heidelberg von der Stadt Heidelberg gegründet und soll die Verbindungen zwischen Universität und der Bürgerschaft Heidelbergs festigen. Sie ist eine kommunale Stiftung des Bürgerlichen Rechts. Stiftungszweck ist die Förderung geistes- und sozialwissenschaftlicher Vorhaben der Universität Heidelberg und ihrer Studierenden, Doktoranden und jungen Wissenschaftler. Die Stiftung fördert bevorzugt Vorhaben, die eine breite Öffentlichkeit über die Aktivitäten der Universität Heidelberg informieren. Gewährt werden zum Beispiel Zuschüsse für öffentliche Vorlesungen, Ausstellungen, Personalmittel für wissenschaftliche Projekte sowie Honorare für öffentliche Veranstaltungen.[36][37]

Die zweite Stiftung, die Heidelberg im Namen trägt, ist die oberhalb, im Abschnitt Bürgerschaftliches Engagement bereits erwähnte Bürgerstiftung Heidelberg.[34] Hier laden Bürger ihre Nachbarn und die Freunde der Stadt ein, durch persönliches Engagement das Ansehen der Stadt zu wahren zu fördern. Es ist eine Stiftung des bürgerlichen Rechts und es sollen Stifter, Spender und ehrenamtlich Tätige zusammengeführt werden.[38] Ihre Förderung konzentriert sich auf die Bereiche Bildung und Integration.[39]

Es gibt außerdem noch die Stiftung Universität Heidelberg und die Heidelberger Stiftung Chirurgie.

Die SRH (Stiftung Rehabilitation Heidelberg) ist eine private, gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Heidelberg-Wieblingen. Seit 1966 setzt sie sich für die Weiterentwicklung des Bildungs- und Gesundheitswesens ein und fördert wissenschaftliche Vorhaben. Bundesweit betreibt sie private Hochschulen (u.a. die SRH Hochschule Heidelberg), Bildungszentren, Reha-Einrichtungen, Schulen und Krankenhäuser. 2013 hat die SRH die erste deutschsprachige Hochschule Paraguays, die Universidad Paraguayo Alemana (UPA), in Asunción gegründet.[40]

Stadtverwaltung

Die Ämter der Stadtverwaltung sind in fünf Dezernaten zusammengefasst. Jedes Dezernat wird von einem hauptamtlichen Bürgermeister geleitet, einer davon ist als Erster Bürgermeister der Stellvertreter des Oberbürgermeisters, der mit Dezernat I, u. a. für Feuerwehr, Öffentlichkeitsarbeit und Personal zuständig ist. Neben dem Oberbürgermeister Eckart Würzner gibt es derzeit den Ersten Bürgermeister Jürgen Odszuck (Dezernat II, Bauen und Verkehr), Joachim Gerner (Dezernat III, Familie, Soziales, und Kultur), Wolfgang Erichson (Dezernat IV, Integration, Chancengleichheit und Bürgerdienste) und Hans-Jürgen Heiß (Dezernat V, Konversion und Finanzen).

Stadtwappen in der Form von 1898[41]

Stark stilisierte heutige Variante (1969)[42]

Logo für Corporate Design (1994)

Logo der Stadt Heidelberg (2016)

Wappen

Das Wappen der Stadt Heidelberg zeigt in Schwarz auf einem grünem Dreiberg nach rechts schreitend den rot bewehrten, rot bezungten und rot gekrönten goldenen kurpfälzischen Löwen. Das Wappen wurde in seiner heutigen Form 1898 von der Stadt angenommen und wird in der heutigen stark stilisierten Form seit 1969 geführt.

Der Löwe ist als das Wappentier der Pfalzgrafen übernommen, da Heidelberg lange Residenzstadt der Kurfürsten bei Rhein war. Der Dreiberg spielt wohl auf den Namen der Stadt an und ist insofern ein so genanntes redendes Symbol. Zeitweise war dieser Dreiberg auch nicht im Wappen abgebildet. Der Schweif des Löwen ist hier nicht zweigeteilt.

Logo

Daneben gibt es seit 1994 auch ein modernes Signet für das seit 1995 verwendete städtische Corporate Design: Auf einem weißen Quadrat (Bildmarke) stehen drei markante Linien für das Heidelberger Schloss, den Neckar und die „Alte Brücke“ (Karl-Theodor-Brücke), in Schwarz, Blau und Rot (Entwurf von Erwin Poell). Entwickelt wurde das Signet zuerst für das Jubiläum „800 Jahre Heidelberg“. Später wurde es weiterentwickelt und als Stadtlogo eingesetzt.

Seit der Einführung eines neuen einheitlichen Corporate Designs und Überarbeitung der städtischen Homepage im September 2013[43] verwendet die Stadt Heidelberg ein Logo bestehend aus der ursprünglichen Bildmarke Poells sowie der Wortmarke „Heidelberg“. Beides in der Farbe „Heidelbeer“. Das modernisierte Corporate Design transportiert die Positionierung der Stadt Heidelberg als traditionsreiche Stadt des Tourismus, aber auch als wichtigen Wissenschafts-, Wirtschafts- und Konferenzstandort mit hoher Lebensqualität.

Städtepartnerschaften

Heidelberg unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:[44]

Frankreich Montpellier, Frankreich, seit 1961
Vereinigtes Konigreich Cambridge, Großbritannien, seit 1965
Israel Rehovot, Israel, seit 1983
Ukraine Simferopol, Ukraine, seit 1991
Deutschland Bautzen, Deutschland, seit 1991
Japan Kumamoto, Japan, seit 1992
Im Oktober 2006 unterzeichnete Oberbürgermeisterin Beate Weber einen Freundschaftsvertrag („Charta der Freundschaft“) mit der Stadt Heidelberg (Gauteng), Südafrika.
Freundschaftliche Beziehungen existieren außerdem zu den Städten
Mostar (Bosnien-Herzegowina) und
Jelenia Góra (Polen).
Beziehungen zu Calamba City (Philippinen) werden aufgebaut.

Außerdem gibt es in Heidelberg das Amerika-Haus (Deutsch-Amerikanisches Institut) und das Montpellier-Haus, das in der Altstadt in der Kettengasse liegt. In Montpellier gibt es entsprechend ein Maison de Heidelberg. Die Universität ist Partner eines Konfuzius-Instituts.[45]

Im Juni 2017 wurde bekannt, dass Heidelberg neue Partnerstadt von Palo Alto und Hangzhou wird.[46]

Nachbarschaftsverband

Heidelberg gehört zum Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim, dessen Aufgabe es ist, den regionalen Flächennutzungsplan zu erstellen.

Die Stadt als Namenspate

Wegen ihrer historischen Signifikanz dient die Stadt Heidelberg häufig als Namenspate. So benannte die Lufthansa in ihrer Geschichte bereits vier Flugzeuge nach der Stadt am Neckar: Zuletzt 1990 einen Airbus A320-200 für 139 Passagiere. Ein ICE-Zug der Deutschen Bahn trägt ebenfalls den Namen Heidelberg.

Ein etwa 600.000 Jahre alter Unterkiefer eines bis dahin unbekannten Vorläufers des Menschen wurde 1907 auf dem Land der Gemeinde Mauer bei Heidelberg gefunden. Die neue Spezies wurde Homo heidelbergensis benannt, entsprechend der Region und dem Forschungsort (Universität Heidelberg) des namengebenden Forschers Otto Schoetensack.

In mehreren kolonialisierten Ländern wurden Städte nach Heidelberg benannt, beispielsweise Heidelberg (Victoria) in Australien oder Heidelberg (Texas) in den USA, ferner auch in Südafrika. Eine Heidelberger Forschergruppe benannte eine Insel in der Antarktis als Heidelberginsel.

Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft

Jahrhundertelang war Heidelberg eine ‚Residenz des Geistes‘. Auch heute ist die Universitätsstadt das Dienstleistungs- und Wissenschaftszentrum der Rhein-Neckar-Region. Dem Trend der meisten deutschen Großstädte folgend, ist der tertiäre Bereich in den vergangenen Jahrzehnten noch gewachsen. Im Jahr 2013 arbeiteten 83,8 % aller Menschen im Dienstleistungssektor, lediglich 16,1 % arbeiteten im produzierenden Gewerbe.[47]

69,4 % der rund 85.600 Arbeitsplätze wurden 2014 von Pendlern eingenommen.[48]

Die Arbeitslosenquote lag 2014 bei 5,4 %.[49]

Print Media Academy: Büro- und Schulungsgebäude der Heidelberger Druckmaschinen AG am Hauptsitz in Heidelberg. Im Vordergrund das „S-Printing Horse“.

Der größte Arbeitgeber in Heidelberg ist die Universität Heidelberg mit ihrem Universitätsklinikum, die mehr als 15.000 Arbeitsplätze bietet. Internationale Unternehmen wie ABB Stotz-Kontakt, Heidelberger Druckmaschinen, HeidelbergCement, Henkel-Teroson, Lamy, Prominent Dosiertechnik, Rockwell Collins, SAP und SAS Institute sind in der Stadt ansässig.[50]

2007 wies Heidelberg nach Angaben des Statistischen Landesamtes unter den Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg die höchste Arztdichte auf. In Heidelberg kam auf 272 Einwohner ein Mediziner, wohingegen der Landesdurchschnitt bei 646 Einwohnern lag.

Im Bereich des Bankensektors haben die Sparkasse Heidelberg, die Heidelberger Volksbank eG und die Volksbank Kurpfalz eG ihren Hauptsitz in Heidelberg. Daneben existieren Filialen überregionaler Kreditinstitute.

Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Im Jahr 2014 erbrachten 11,9 Millionen Touristen und 1,12 Millionen gewerbliche Übernachtungen einen Bruttoumsatz von 535 Millionen Euro.[51]

Verkehr
Straßenverkehr
Verkehrsanbindung

Heidelberg wird im Westen von der A 5 tangiert, die die Region Richtung Norden mit Frankfurt am Main und Richtung Süden mit Karlsruhe verbindet. Die westlich der Innenstadt beginnende A 656, die zwischen zwei Teilstücken der B 37 liegt, verbindet Heidelberg mit Mannheim. Beide Autobahnen treffen sich auf Heidelberger Stadtgebiet im Autobahnkreuz Heidelberg. Die A 656 trifft sich am Autobahnkreuz Mannheim mit der A 6, die Heidelberg nach Osten und Westen mit dem Süden Deutschland verbindet.

Ferner durchziehen die Stadt in Nord-Süd-Richtung die B 3 (Frankfurt am Main–Karlsruhe) und in Ost-West-Richtung die B 37 (Mannheim–Eberbach). Beide treffen sich im Stadtzentrum am Bismarckplatz. Die B 535 beginnt im Süden Heidelbergs und führt nach Schwetzingen.

Es gibt Planungen, die B 37 im Bereich der Heidelberger Innenstadt am Neckarufer in einen Tunnel zu verlegen. Diese werden zurzeit (2015) jedoch nicht weiterverfolgt.[52][53]

Umweltschutz und Lebensqualität

Am 1. Januar 2010 wurde in Heidelberg eine Umweltzone eingeführt.[54]
Sie umfasst die Stadtteile Handschuhsheim, Neuenheim, Bergheim, Altstadt, Weststadt, Südstadt und Rohrbach. Seit 2013 dürfen wegen der Feinstaub-Belastung in Heidelberg nur noch Kraftfahrzeuge fahren, die mindestens die Schadstoffgruppe 4 (grüne Plakette) erfüllen.[55]

Seit 2008 sollte im Rahmen eines Projektes namens „Stadt an den Fluss“ die Verlegung der Bundesstraße 37 auf einer Länge von 2,2 Kilometern in einen Tunnel geplant werden. Ziel ist ein verkehrsberuhigtes Flussufer für die Altstadt und die Möglichkeit einer neuen Straßenbahntrasse als „Campuslinie“. Der momentane Stand der Dinge wurde oben genannt.

Touristische Straßen

Heidelberg liegt an vier Ferienstraßen:

Bergstraße
Bertha Benz Memorial Route
Burgenstraße
Straße der Demokratie
Brücken

Geprägt vom Neckartal sind in Heidelberg für den Straßenverkehr die fünf nachfolgenden Neckarbrücken wichtig:

Alte Brücke (offiziell Karl-Theodor-Brücke) – verbindet die Altstadt und Neuenheim
Theodor-Heuss-Brücke – verbindet den Bismarckplatz im Stadtteil Bergheim mit Neuenheim
Ernst-Walz-Brücke – verbindet Bergheim und Neuenheim
Neckarbrücke Schlierbach-Ziegelhausen – verbindet die genannten Stadtteile
Nördlich von Wieblingen führt die A 5 über den Neckar

Weiter gibt es noch zwei über den Neckar führende Fußgängerstege im Zusammenhang mit Wehren. Die archäologisch belegte Römerbrücke stand etwa zwischen der Theodor-Heuss-Brücke und der Ernst-Walz-Brücke.

Ebenso ist die über die Bahngleise am Hauptbahnhof führende Czernybrücke verkehrstechnisch bedeutend. Sie wurde nach dem Chirurgen und Krebsforscher Vincenz Czerny benannt und verbindet die Stadtteile Bergheim und Bahnstadt. Die nach der französischen Partnerstadt benannte Montpellierbrücke führt auch über die Eisenbahnschienen und liegt in der Weststadt.

Schiffsverkehr

Der Neckar wird seit alters her als Transport- und Verkehrsweg genutzt. 1920 beschloss der Reichstag den Bau des Neckarkanals. Am 15. Juni 1925 wurde die Staustufe Wieblingen-Schwabenheimer Hof in Betrieb genommen. Im Oktober des Jahres 1928 wurde die Schifffahrtsstraße Heidelberg–Neckargemünd fertiggestellt, und am 19. Dezember 1929 wurde der Steg über das Stauwehr Hirschgasse für den allgemeinen Verkehr freigegeben. 1935 war die Schifffahrtsstrecke Mannheim-Heilbronn mit 113 km Länge befahrbar und am 12. Dezember 1954 wurde die Ziegelhausen-Schlierbach-Brücke eingeweiht.

2007 wurden ca. 7,5 Millionen Tonnen Güter auf dem Neckar bewegt.

Heute sind vor allem in der Sommersaison zahlreiche kleine und mittelgroße Ausflugsboote im touristischen Einsatz, meist wird in kürzeren Fahrten das Stadtpanorama besichtigt. Weitere Fahrten gehen z. B. den Neckar bergauf über die Orte Neckargemünd, Neckarsteinach, Hirschhorn bis Eberbach. Auf Sonderfahrten kann man bis Heilbronn oder Stuttgart gelangen. Nach Westen gelangt man über Ladenburg und Mannheim in den Rhein; Sonderfahrten bis zum Mittelrhein sind sehr beliebt. Eine Attraktion ist seit Juni 2004 der Katamaran „SolarSchiff“, ein Solarboot, das 110 Personen fast lautloses Gleiten bietet, aber nur bei geringer Strömung eingesetzt werden kann.

Im Neckar befinden sich auf Heidelberger Gemarkung zahlreiche Bauwerke, die der Regulierung des Flusses dienen. Es sind dies: der Seitenkanal Wieblingen, das Stauwehr Wieblingen und die Staustufe Heidelberg.

Schienenverkehr
Fernverkehr

Im Fernverkehr der Bahn ist Heidelberg mit ICE-Zügen der Linien Stuttgart–Köln, Zürich–Frankfurt am Main und Stuttgart–Hamburg erreichbar sowie mit EC/IC-Zügen der Linien Salzburg–Frankfurt, Stuttgart–Dortmund und Karlsruhe–Stralsund.

Hauptartikel: Heidelberg Hauptbahnhof
Nahverkehr
Endstation der Bergbahn am Königstuhl
Straßenbahn der Linie 24 in Rohrbach
Hauptartikel: Nahverkehr in Heidelberg

Der wichtigste Nahverkehrsknotenpunkt Heidelbergs ist der Bismarckplatz. Mehrere Hauptverkehrsadern der Stadt kreuzen sich hier, und eine der längsten Fußgängerzonen Europas, die Hauptstraße, zieht sich durch die gesamte Heidelberger Altstadt. In unmittelbarer Nähe befand sich lange Zeit der Hauptbahnhof, welcher damals noch ein kombinierter Kopf- und Durchgangsbahnhof war. Er wurde 1955 etwa 1,5 km weiter nach Westen hin verschoben, so dass auch die nach Süden verkehrenden Züge keinen Richtungswechsel mehr benötigten. Der neue Hauptbahnhof stieg damit zum zweiten wichtigen Verkehrsknotenpunkt Heidelbergs auf.

Seit 1885 gibt es in Heidelberg den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), zu dieser Zeit noch in der Form einer Pferdebahn, die in jenem Jahr in Betrieb genommen wurde.[56] Aufgrund des rasant ansteigenden Transportaufkommens wurde am 20. Dezember 1901 in einer außerordentlichen Generalversammlung die Umwandlung der Pferdebahn auf elektrischen Betrieb beschlossen.

Am 16. März 1902 lief die erste elektrische Straßenbahn auf der Rohrbacher Straße unter Mitbenutzung der Bahnanlagen der 1901 von der Deutschen Eisenbahngesellschaft erbauten elektrischen Vorortbahn Heidelberg – Wiesloch. Bis in die 1950er Jahre wurde das Straßenbahnnetz Stück für Stück erweitert. Als das schnell beliebter werdende Automobil die Betreiber des Personennahverkehrs vor immer größere Probleme stellte, wurde das Straßenbahnnetz schrittweise zu einem auf die Grundversorgung ausgerichteten Netzwerk zurückgebaut. Erst am 10. Dezember 2006 wurde mit der Anbindung Kirchheims wieder eine neue Straßenbahnlinie eröffnet. Heute ist die RNV für das Betreiben der Straßenbahn- und Buslinien zuständig. Seit 1989 können sie alle mit einem einheitlichen Tarif innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) benutzt werden.

Seit 14. Dezember 2003 ist Heidelberg an das Netz der S-Bahn RheinNeckar angeschlossen, die den gesamten Rhein-Neckar-Raum erschließt und Linien bis in die Pfalz, das Saarland und nach Südhessen führt. Eine Anknüpfung an das S-Bahn-Netz nach Karlsruhe ist bereits erfolgt. Damit war der Rhein-Neckar-Raum eines der letzten Ballungsgebiete, das eine eigene S-Bahn erhielt. Mit der Planung wurde schon vor Jahrzehnten begonnen; weil sich jedoch vier Bundesländer untereinander koordinieren mussten (Baden-Württemberg, Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz) verzögerte sich die Durchführung so lange.

Die Bergbahn fährt seit 2005 mit neuen Triebwagen im unteren Teil vom Kornmarkt zur Molkenkur-Aussicht und den historischen Wagen von 1907 im oberen Streckenabschnitt von der Molkenkur-Aussicht auf den Königstuhl. Sie ist eines der beliebtesten Mittel, um das Heidelberger Schloss zu erreichen. Die ersten Planungen für die Bergbahn begannen schon 1873. Wegen fehlender Geldmittel konnte der erste Streckenabschnitt jedoch erst 1890 eröffnet werden. 2004 wurde die obere Bergbahn in das Denkmalbuch des Landes Baden-Württemberg aufgenommen.

Rad- und Wanderwege

Heidelberg liegt am Europäischen Fernwanderweg E1 (Mittelschweden–Umbrien).

Der Odenwald-Madonnen-Weg führt ab Tauberbischofsheim durch den Odenwald bei Hardheim und Walldürn, das Neckartal bei Eberbach und Heidelberg bis in die Rheinebene nach Speyer.[57]

Energie

Aufgrund der Förderung der Solarenergie, einem innovativen Mieterstrommodell und dem Ziel einer klimaneutralen Stadt wurde Heidelberg im Februar 2015 als „Energie-Kommune“ ausgezeichnet.[58]

Medien

In Heidelberg erscheint als einzige lokale Tageszeitung die Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ). Sie hat mehrere Lokalausgaben. Die Stadt gibt ein wöchentliches Amtsblatt, das Stadtblatt, heraus. Es erscheint außerdem das Stadtmagazin mit Veranstaltungskalender Heidelberg aktuell. Das Rhein-Neckar-Journal (RNJ) – eine Hörzeitung für Blinde und Sehbehinderte – bringt jede Woche Informationen aus dem Raum Heidelberg für Blinde und Sehbehinderte zu Gehör. Seit August 2009 gibt es auch eine Online-Veröffentlichung mit lokalen Nachrichten unter dem Titel „Die Stadtredaktion“.[59]

Der Süddeutsche Rundfunk (heute Südwestrundfunk) unterhielt lange Jahre ein Regionalstudio, das inzwischen seinen Sitz in Mannheim hat. Ferner gibt es das Rhein-Neckar Fernsehen als lokalen Fernsehsender. Seit Beginn der 1990er Jahre entwickelte sich auch seitens der Studentenschaft reges Interesse, mit eigenen Medien vertreten zu sein. Neben den Studierendenzeitungen Ruprecht und unimut sendet auf UKW 105,4 MHz das Campusradio Rhein-Neckar, RadioAktiv. Heidelberger Studenten engagieren sich gemeinsam mit Kommilitonen aus der Nachbaruniversität Mannheim, um den Radiobetrieb aufrechtzuerhalten und die Studentenschaft mit Musik und Neuigkeiten vom Campus zu versorgen.

Heidelberg ist Standort einiger Rundfunk-Sendeanlagen. Neben dem Fernsehturm des SWR auf dem Königstuhl gibt es auch die direkt benachbarte Sendeanlage der Deutschen Telekom AG.

Vom Fernsehturm Heidelberg-Königstuhl wird DVB-T ausgestrahlt. Es sind 13 Programme auf drei Transpondern, Kanal 21, 474 MHz (ZDF), Kanal 49, 698 MHz und 60, 786 MHz (SWR bzw. ARD) zu empfangen. Aus dem Rhein-Main-Raum und vom Fernmeldeturm Stuttgart können mit Dachantenne auch im Rhein-Neckar-Gebiet private Sender empfangen werden. Das DVB-T-Signal vom Königstuhl hat eine Reichweite von 80 bis 100 Kilometern.

Behördenzentrum Heidelberg, in dem Amtsgericht, Landgericht und Staatsanwaltschaft untergebracht sind
Gerichte, Behörden und Einrichtungen

In Heidelberg gibt es ein Amtsgericht und ein Landgericht, die beide zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehören, sowie eine Staatsanwaltschaft. Außerdem befinden sich in Heidelberg auswärtige Kammern des Arbeitsgerichts Mannheim. Als Teil der freiwilligen Gerichtsbarkeit fungiert ein staatliches Notariat.

Darüber hinaus ist in der Stadt der Sitz der Berufsgenossenschaft der Chemischen Industrie, des Kirchenbezirks Heidelberg der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Heidelberg des Erzbistums Freiburg.

Heidelberg war Sitz des NATO-Landhauptquartiers Mitteleuropa (Land Headquarters; früher LANDCENT) unter dem Kommando der Supreme Headquarters Allied Powers Europe. Das Hauptquartier der 7. US-Armee war in den Campbell Barracks (V. US-Corps Headquarters) ansässig. Auch in der näheren Umgebung befanden sich viele amerikanische Militäreinrichtungen. 2008 waren etwa 1000 zivile Arbeitnehmer bei den US-Streitkräften angestellt. Geschätzte zehn Millionen Euro gaben Mitglieder des US-Militärs sowie deren Angehörige im Heidelberger Einzelhandel aus, weitere fünf Millionen Euro in der Gastronomie. Etwa 30 Millionen Euro betrug die jährliche Investitionssumme des US-Militärs für eigene Bauten und Anlagen.[60]
Bis Ende 2012 zog allerdings ein großer Teil der US-Streitkräfte nach Wiesbaden um, wo ein neues Hauptquartier errichtet wurde. Bis 2015 wurde das US-Militär aus Heidelberg komplett abgezogen.[61]

Siegel der Universität Heidelberg
„Dem lebendigen Geist“ über dem Portal der Neuen Universität
Bildung und Forschung
Universität, Hochschulen, Seminar

Heidelberg ist weit über die Region hinaus bekannt für seine Bildungseinrichtungen. Die renommierteste von ihnen ist die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Sie wurde 1386 gegründet und ist die älteste Universität auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Ihr Campus ist aufgeteilt auf zwei Stadtgebiete sowie mehrere Einzelgebäude: In zahlreichen historischen Gebäuden in der Altstadt befinden sich die Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften. Die Naturwissenschaften und Medizin sind zum überwiegenden Teil auf dem neuen Campus im Neuenheimer Feld angesiedelt.

1904 wurde die Pädagogische Hochschule Heidelberg gegründet. Nach mehreren Erweiterungen und Umbenennungen wurde sie 1971 schließlich eine wissenschaftliche Hochschule mit dem heutigen Namen.

Mit der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg verfügt Heidelberg ebenfalls über ein auf Musik spezialisiertes Institut. Es öffnete seine Tore erstmals 1931 als Einrichtung der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Die SRH Hochschule Heidelberg ist eine private Hochschule der SRH-Gruppe (Stiftung Rehabilitation Heidelberg). Sie wurde 1969 gegründet und wurde 2004 als erste private Fachhochschule durch den deutschen Wissenschaftsrat akkreditiert. Sie befindet sich im „Science Tower“ im Stadtteil Wieblingen.

Die Hochschule für Internationales Management Heidelberg (HIM) ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule. Ihre Bachelor- und Master-Studiengänge sind nach den Vorgaben des deutschen und des britischen Hochschulsystems akkreditiert. Die Studierenden erwerben so gleichzeitig einen deutschen und einen britischen Hochschulabschluss.

1979 wurde die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg gegründet. Sie verfügt über neun Teilbereiche der Religion und Kultur des Judentums.

Die Schiller International University ist mit einem Campus in Heidelberg vertreten. Die private amerikanische Universität bietet Bachelor- und Master-Studiengänge im Bereich International Business und International Relations & Diplomacy an.

Heidelberg hat ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien und Sonderschulen) sowie ein Institut für Übersetzen und Dolmetschen (IÜD), das Teil der Ruprecht-Karls-Universität ist.

Eine sehr detaillierte Beschreibung des Studentenlebens im ausgehenden 19. Jahrhundert stammt von dem amerikanischen Dichter Mark Twain aus seinem halb-fiktiven Reisebericht Bummel durch Europa von 1880.[62]

Forschung

In Heidelberg gibt es eine Vielzahl von Forschungsinstituten insbesondere für Biowissenschaften.

Die wichtigste Trägergesellschaft in der Heidelberger Forschungslandschaft ist die Universität Heidelberg. Unter ihrem Dach befinden sich zahlreiche Institute wie das Biochemie-Zentrum Heidelberg (BZH), das Interdisziplinäre Zentrum für Neurowissenschaften (IZN), das Interdisziplinäre Zentrum für wissenschaftliches Rechnen (IWR), das Südasien-Institut (SAI), das Heidelberg Center for American Studies (HCA), das Heidelberg Center Lateinamerika sowie das Zentrum für Astronomie Heidelberg (ZAH). Anfang 2007 kam dazu das im Neuenheimer Feld neugebaute Zentrum für quantitative Analyse molekularer und zellulärer Biosysteme (BIOQUANT).

Bekannte Institute sind das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), gegründet 1964 und das Zentrum für Molekulare Biologie Heidelberg (ZMBH), gegründet 1983. Beide Institute haben sich der biologischen Grundlagenforschung verschrieben.

Ebenfalls in Heidelberg ansässig ist die Zentraleinrichtung des European Molecular Biology Laboratory (EMBL), gegründet 1974, Außenstellen befinden sich u. a. in Monterotondo (Italien), Hinxton (England), Grenoble (Frankreich) und Hamburg. Es wird von 18 europäischen Staaten betrieben.

Mit vier Instituten bildet Heidelberg einen regionalen Schwerpunkt der Max-Planck-Gesellschaft. Das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, das Max-Planck-Institut für Kernphysik, das Max-Planck-Institut für Astronomie sowie das Max-Planck-Institut für medizinische Forschung sind hier angesiedelt. Die Stadt Heidelberg ist außerdem „Korporativ Förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.[63]

Weitere Forschungsanstalten sind die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau, die Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl, die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, das European Media Laboratory (EML), ein privates Forschungsinstitut für angewandte Informatik sowie die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e. V., die von der evangelischen Kirche getragen wird.

Schulen

Es gibt zahlreiche Grund-, Gemeinschafts-, Real- und Berufsschulen (staatlich und privat) sowie Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren. In Heidelberg finden sich, bedingt durch den großen Akademikeranteil an der Gesamtbevölkerung, eine hohe Zahl von Gymnasien. 2011/12 lag die Übergangsquote von der Grundschule auf ein Gymnasium bei 65 Prozent des Jahrgangs.[64]

Schulen besonderer Prägung sind die Freie Waldorfschule Heidelberg (privat) und die Internationale Gesamtschule Heidelberg (IGH) (staatlich). Die IGH ist eine additive Gesamtschule, die mit zwei weiteren Gesamtschulen im baden-württembergischen Schulgesetz als Schule außerordentlicher Prägung namentliche Erwähnung findet. An beiden Schulen besteht die Möglichkeit, das Abitur abzulegen. Ebenfalls eine besondere Prägung hat die private, staatlich anerkannte Ergänzungsschule Heidelberg International School (HIS) in Wieblingen. Die Unterrichtssprache ist Englisch und es wird Schulgeld erhoben.

An der Johannes-Gutenberg-Schule Heidelberg gibt es, neben Stuttgart und Karlsruhe, eines der drei staatlichen Berufskollegs für Grafik und Design in Baden-Württemberg.

Neben der Volkshochschule existiert auch die Musik- und Singschule der Stadt Heidelberg mit dem Johannes-Brahms-Saal. Außerdem gibt es eine Hotelfachschule und zahlreiche private berufsbildende Schulen wie das bfw und die F&U-Schulen. Neben diesen Schulen finden sich auch außerschulische Bildungseinrichtungen, etwa das Life-Science Lab, ein Schülerlabor am Deutschen Krebsforschungszentrum.

Die Akademie für Ältere, 1984 als Verein gegründet, bietet älteren Menschen (60 Jahre und älter) ein breites Spektrum an Bildungsangebote in Form von Vortragsveranstaltungen und Seminaren an. Sie fördert Integration, Schaffung neuer Netzwerke, ehrenamtliches Engagement und Politikteilhabe Älterer.

Siehe auch: Liste Heidelberger Schulen
Stadtbücherei

Die 1904 gegründete Stadtbücherei Heidelberg (Gesamtbestand: über 200.000 Medien) belegte bei der Leistungsmessung durch den Bibliotheksindex mehrfach Spitzenplätze in der Kategorie „Großstadt-Bibliothek“.[65]
Diese Spitzenplatzierung[66] konnte die Stadtbücherei nach mehreren Jahren kommunaler Sparvorgaben durch eine umfassende Sanierung 2009 wieder einnehmen.[67]

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke und Anlagen

Heidelberg ist eine der wenigen deutschen Großstädte, die im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurden. Eine Besonderheit ist die barocke Altstadt, die – nach den Zerstörungen in den Jahren 1689 und 1693 – auf mittelalterlichem Grundriss neu errichtet wurde. In der Altstadt, die mit 1,6 km Länge eine der längsten Fußgängerzonen Europas hat, befinden sich auch die meisten der bedeutenden Bauwerke. Im gesamten Stadtgebiet stehen, Stand April 2017, etwa 2830 Gebäude unter Denkmalschutz.[68]

Schloss
Heidelberger Schloss
Hauptartikel: Heidelberger Schloss

Das Heidelberger Schloss ist eine der berühmtesten Ruinen Deutschlands und das Wahrzeichen der Stadt. Das Bauwerk entstand ursprünglich als wehrhafte Burg an strategisch günstiger Lage oberhalb einer Verengung des Neckartals und wurde später zur prachtvollen Residenz der Kurfürsten von der Pfalz ausgebaut. Seit den Zerstörungen 1689 und 1693 im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Schloss nur teilweise restauriert. 1764 besiegelte ein weiterer Brand nach Blitzschlag das Los des damals gerade renovierten Schlosses. Es wurde aufgegeben und die Ruine als Steinbruch (Baumaterial) für das neue Schwetzinger Sommerschloss und später für die Heidelberger Bürger verwendet, bevor es Ende des 18. Jahrhunderts von Literaten entdeckt und als Sinnbild für die Vergänglichkeit, in der Epoche der napoleonischen Kriege aber auch als patriotisches Monument begriffen wurde. Die Schlossruine erhebt sich 80 Meter über dem Talgrund am Nordhang des Königstuhls und dominiert von dort das Bild der Altstadt. Der Ottheinrichsbau, einer der Palastbauten des Schlosses, gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Renaissance nördlich der Alpen.

Alte Brücke
Hauptartikel: Alte Brücke

Der offizielle Name der Alten Brücke ist Karl-Theodor-Brücke. Sie gehört zu Deutschlands ältesten Brückenbauten und wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. Es gab viele Vorgängerbauten aus Holz, die jedoch wiederholt durch Eisgang zerstört wurden. In ihrer heutigen Form wurde sie 1788 erbaut, jedoch wurden gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zwei Pfeiler von der Wehrmacht gesprengt, um die vorrückenden alliierten Truppen aufzuhalten. Bereits 1947 war die Brücke vollständig rekonstruiert.

Alte Brücke

Heidelberger Schloss, die Alte Brücke und der Neckar

Das Tor der Alten Brücke von Norden her gesehen…

…und von Süden her gesehen

Blick auf den Philosophenweg mit Schlangenweg (rechts)

vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenHeidelberg nördlich des Neckars
Bedeutende Kirchen

Die Heiliggeistkirche ist die bekannteste Kirche Heidelbergs. Sie steht im Zentrum der Stadt, nur unweit des Heidelberger Schlosses. Ihre Fassade prägt zusammen mit dem Schloss die Silhouette der Neckarstadt. Sie diente einst als Aufbewahrungsort der berühmten Bibliotheca Palatina, doch während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Sammlung von Handschriften und frühen Drucken von Kurfürst Maximilian I. geraubt und dem Papst als Geschenk überreicht.

Die älteste Kirche der Heidelberger Altstadt ist die Peterskirche. Es wird vermutet, dass die Peterskirche schon vor der Gründung Heidelbergs errichtet wurde. Ihr Alter wird auf etwa 900 Jahre geschätzt. Im Spätmittelalter wurde sie zur Universitätskapelle. Sie dient als letzte Ruhestätte für etwa 150 Professoren und kurfürstliche Hofleute. Unter anderem ist hier auch Marsilius von Inghen begraben, der Gründungsrektor der Universität Heidelberg. Zum 400. Geburtstag Martin Luthers wurde an der Ostseite 1883 die Luthereiche gepflanzt.

Unweit befindet sich die im Jahr 1749 fertiggestellte Jesuitenkirche. Sie ist das Wahrzeichen der Gegenreformation in Heidelberg und bildete einst den Mittelpunkt des ehemaligen Jesuitenviertels.

Repräsentative Kirchbauten des Historismus entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts in der planmäßig angelegten Weststadt: die evangelische Christuskirche (1904) und die katholische Bonifatiuskirche (1903).

Siehe auch: Liste der Sakralbauten in Heidelberg

Die Heiliggeistkirche

Die Heidelberger Jesuitenkirche

Peterskirche

Christuskirche in der Weststadt

Bonifatiuskirche in der Weststadt

Historische Bauwerke
Rathaus Heidelberg mit Herkulesbrunnen

Eines der ältesten noch erhaltenen Gebäude in der Heidelberger Altstadt ist das Hotel „Zum Ritter“. Es wurde 1592 von einer Tuchhändlerfamilie erbaut. Mit seinem Standort in der Altstadt gegenüber der Heiliggeistkirche ist es eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Heidelbergs.

Am östlichen Rand der Altstadt steht das Karlstor, ein freistehender Torbogen, welcher ein Geschenk der Bürger Heidelbergs an den Kurfürsten Karl Theodor war. Die Bauarbeiten dauerten sechs Jahre und wurden 1781 abgeschlossen. Das Karlstor ist dekoriert, unter anderem befinden sich das Wappen des Kurfürsten sowie Porträts von ihm und seiner Ehefrau auf dem Torbogen.

In der Altstadt befinden sich weitere historische Gebäude der Universität Heidelberg. Eines der bedeutendsten ist die Universitätsbibliothek, in der die zentrale Bibliothek der Universität und ein Museum mit alten Handschriften und Codices, ebenfalls Teil des Buchbestandes der Universität, untergebracht sind. Eine davon ist der Codex Manesse, die umfangreichste und berühmteste deutsche Liederhandschrift des Mittelalters. Die gesamte Bibliothek befindet sich in einem klassizistischen Gebäude aus rotem Sandstein.

Das Hotel „Zum Ritter“

Barockbau „Haus zum Riesen“

Akademie der Wissenschaften

Ehemalige Hofapotheke

Siehe auch
Alte Anatomie
Alte Universität
Badischer Hof
Friedrichsbau
Großherzogliches Palais
Haus zum Riesen
Holländer Hof
Marstall
Palais Boisserée
Palais Morass
Palais Weimar
Rathaus
Sternwarte
Villa Bosch
Wormser Hof
Palais Mittermaier
Neuzeitliche Bauwerke
Feuerwache Heidelberg

Aus der Zeit des Nationalsozialismus stammt die Thingstätte auf dem Heiligenberg. Bei der Thingstätte handelt es sich um eine Freilichtbühne im Stil eines griechischen Theaters. Sie wurde vom nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienst erbaut und 1935 von Joseph Goebbels eingeweiht. Die Thingstätte war vor allem als Propagandaplattform gedacht. Heute dient sie als Freilichtbühne für kulturelle Aufführungen aller Art.

Erwähnenswert ist auch die neue Synagoge in der Weststadt. Nachdem die jüdischen Gotteshäuser in Heidelberg in der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 niedergebrannt worden waren, gab es bis zur Neugründung der jüdischen Gemeinde Ende des Krieges 1945 keine festen Gebetsräume mehr für jüdische Bürger. Nach einer Reihe von Umzügen fand die Gemeinde in der 1994 eingeweihten neuen Synagoge ihr heutiges Zuhause.

Schon seit 1981 nicht mehr als Bad genutzt wird das Städtische Reinigungs- und Schwimmbad in Bergheim, das zu den letzten erhaltenen Jugendstil-Hallenschwimmbädern zählt (Altes Hallenbad). Seit 2013 wird es als Markthalle mit Geschäften, Gastronomie und kulturellen Angeboten genutzt.[69]

Der Fernsehturm Heidelberg, der Fernmeldeturm Heidelberg sowie der Fernmeldeturm der US-Streitkräfte Heidelberg verdeutlichen, dass Heidelberg auch in der Telekommunikation für die gesamte Region eine wichtige Rolle spielt. Alle drei Sendetürme befinden sich auf dem Königsstuhl.

Die Stadthalle ist das 1901–1903 erbaute Kongress- und Kulturzentrum am Neckarufer der Altstadt mit einer reichen roten Sandsteinfassade (Gründerzeit-, Neorenaissance- und Jugendstilarchitektur).

Die als Passivhaus erbaute Feuerwache der Feuerwehr Heidelberg wurde von Peter Kulka geplant und wird seit 2007 genutzt. Sie gilt als eine der modernsten und innovativsten Feuerwachen Deutschlands und ist dadurch auch Ziel von Architekturtourismus.

Historische Orte

Einen berühmten und oft dargestellten Ausblick auf die Heidelberger Altstadt hat man vom Philosophenweg. Der Weg beginnt im Stadtteil Neuenheim, führt halb auf den Heiligenberg, welcher sich auf dem dem Heidelberger Schloss gegenüberliegenden Neckarufer befindet, und zieht sich dann oberhalb vom Neckar durch das Tal bis nach Ziegelhausen.

Friedrich Ebert, 1925

Der Bergfriedhof ist eine der bekanntesten letzten Ruhestätten Deutschlands. Viele bedeutende Persönlichkeiten wie der erste Reichspräsident Friedrich Ebert oder die Wissenschaftler Carl Bosch und Robert Bunsen liegen hier begraben. Zahlreiche Denkmäler erinnern an die Opfer vergangener Kriege und des Holocaust.

Siehe auch
Karlsplatz mit verschiedenen Palais
Marktplatz / Rathaus
Alter Synagogenplatz
Universitätsplatz
Museen
Der Kupferstecher und Landschaftsmaler Charles de Graimberg
Siehe auch: Liste der Museen in Heidelberg

Der Geschichte der Stadt Heidelberg und der Kurpfalz widmet sich das Kurpfälzische Museum. Die Entstehung verdankt das Museum dem Engagement des französischen Emigranten Charles de Graimberg, der ab 1810 begann, sich für die Annalen des pfälzischen Fürstenhauses zu interessieren. Seine Sammlung an Münzen, Waffen, Gemälden und anderen historischen Stücken bildeten den Grundstein für den Bestand des Museums. Auch der bekannte Zwölfbotenaltar von Tilman Riemenschneider wurde schon von Graimberg erworben. 1879 kaufte die Stadt die Privatsammlung auf, und 1908 eröffnete das Museum seine Pforten im Palais Morass. Der Museumsbestand wurde seit seinen Anfängen stark erweitert, so dass man sich dort heute über die Geschichte der Kurpfalz bis in die frühgeschichtliche Zeit informieren kann.

Eine bundesweit wirkende Gedenkstätte und Museum ist das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma.

Das Völkerkundemuseum beherbergt eine Sammlung von Kunstwerken und ethnografischen Objekten aus Asien, Afrika und Ozeanien. Es bietet einen Einblick in Kunst, Weltsicht und Rituale der Völker jener Gebiete. Das Völkerkundemuseum geht auf das Jahr 1921 zurück und ist heute im Palais Weimar untergebracht. Seit seiner Gründung befindet es sich in der alleinigen Trägerschaft der J. & E. von Portheim-Stiftung, die 1919 von Victor Mordechai Goldschmidt gegründet wurde. Die umfangreiche Sammlung des jüdischen Gelehrten bildete den Grundbestand des Museums.

Der Heidelberger Kunstverein, mit über 1000 Mitgliedern einer der größten Deutschlands, ist laut Satzung der Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst verpflichtet, das Museum Haus Cajeth hingegen widmet sich der „primitiven Kunst“.

Fünf der vierzehn Stadtteile unterhalten Heimatmuseen; sie bewahren die Geschichte des jeweiligen Stadtteils und machen sie dem interessierten Publikum zugänglich.

Unweit der Alten Brücke befindet sich das Geburtshaus von Friedrich Ebert (1871–1925), dem ersten demokratisch gewählten Staatsoberhaupt in der deutschen Geschichte. Dort, im Haus Pfaffengasse 18, im Herzen der Altstadt, vermittelt die 46 m² kleine Wohnung, in der Friedrich Ebert am 4. Februar 1871 als siebentes von neun Kindern geboren wurde, einen Eindruck der beengten Lebensverhältnisse einer Kleinhandwerkerfamilie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus informiert die Dauerausstellung „Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten: Friedrich Ebert (1871–1925)“ über das Leben und politische Wirken Friedrich Eberts vor dem Hintergrund des deutschen Kaiserreichs, des Ersten Weltkriegs, der Novemberrevolution und der Weimarer Republik.

Träger des Friedrich-Ebert-Hauses ist die durch Bundesgesetz 1986 gegründete Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte.

Der Karzer war unfreiwilliges Heim für eine Vielzahl von Studenten

Mit ihren zahlreichen Sammlungen und Ausstellungen ist die Universität Heidelberg ein Gigant in der Museumslandschaft der Stadt. Viele der universitären Institute und Fakultäten sind im Besitz umfangreicher Bestände, die öffentlich zugänglich sind. Völlig unterschiedliche Fachbereiche wie Ägyptologie, Botanik, Paläontologie oder Zoologie sind auf diese Weise auch dem Laien zugänglich. Die Universität leistet sich sogar ein eigenes Universitätsmuseum. Unter all diesen Einrichtungen ragen zwei besonders hervor: der Karzer sowie die Universitätsbibliothek. Der Studentenkarzer ist Teil des Studentenmuseums in der Alten Universität. Als die Universität noch eine eigene Rechtsprechung über Studenten hatte, diente ein Karzer als Gefängnis für allzu aufsässige Kommilitonen. Generationen von Studenten haben hier eingesessen und mit Schreibutensilien aller Art an den Wänden der akademischen Haftanstalt den Frust über ihre Alma Mater für die Nachwelt konserviert. Neben einer Vielzahl neuerer Bücher beherbergt die Universitätsbibliothek eine der bekanntesten Sammlungen alter Bücher und Schriften. Prunkstück des Bestandes ist die mittelhochdeutsche Liederhandschrift Codex Manesse. Bei der „Manessischen Liederhandschrift“ handelt es sich um die umfangreichste und berühmteste deutsche Sammlung dichterischer Werke des Mittelalters. Ein Faksimile ist ständig in der Universitätsbibliothek zu sehen.

In der Thoraxklinik Heidelberg-Rohrbach gibt es seit 2011 das Deutsche Tuberkulose-Archiv, zu dem ein Museum gehört.[70]

Die alljährliche „Lange Nacht der Museen“ (gemeinsam mit Mannheim und Ludwigshafen) gilt nach Berlin als zweitgrößte Veranstaltung dieser Art in Deutschland.

Der Heidelberger Zoo wurde 1933 gegründet und zieht jedes Jahr rund eine halbe Million Besucher an. Der Tierbestand umfasst etwa 1347 Tiere aus 178 Arten (Stand: 2014).[71]
Zoodirektor ist seit 1998 Klaus Wünnemann.

Gedenkstätten
Eine Gedenkstätte auf dem Bergfriedhof nahe dem Eingang Görresstraße erinnert an 27 Opfer des Nationalsozialismus, die dort begraben sind, darunter 19 Widerstandskämpfer der „Lechleiter-Gruppe“, benannt nach dem KPD-Landtagsabgeordneten Georg Lechleiter, der mit den anderen Mitgliedern 1943 ermordet wurde. Eine weitere Gedenkplatte informiert über französische Widerstandskämpfer der „Wodli-Gruppe“, die Sabotageakte an rüstungswichtigen Anlagen verübten. An der Familiengrabstätte Goerdeler verweist eine Tafel auf Carl Friedrich Goerdeler, einen der führenden Köpfe des Attentats vom 20. Juli 1944. Er wurde zusammen mit seinem Bruder Fritz 1944 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Der Ehrenfriedhof von 1934 oberhalb des Bergfriedhofs wurde 1953 erweitert zur Gedenkstätte für 177 Häftlinge von KZ-Außenlagern, die aus Polen, der Sowjetunion und Jugoslawien zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurden.
An der Trauerhalle des Jüdischen Friedhofs wird mit einer Gedenktafel der verfolgten und ermordeten jüdischen Einwohner gedacht. Unterhalb der Tafel erinnert ein Stein an die beim Novemberpogrom 1938 zerstörte Synagoge. An ihrem früheren Standort Große Mantelgasse/Lauerstraße wird ebenfalls an dieses Gotteshaus erinnert.
Am Mombertplatz im Stadtteil Emmertsgrund gibt es eine Gedenktafel für den jüdischen Rechtsanwalt und Dichter Alfred Mombert, der nach seiner Deportation 1940 in das Lager Gurs an den Haftfolgen verstorben ist.
An der Altstadtkirche Heiliggeist informiert eine Gedenktafel über das Wirken des protestantischen Pfarrers Hermann Maas, der zur Bekennenden Kirche gehörte und bedrohten Juden zur Flucht verhalf. Das Prälat-Hermann-Maas-Archiv bewahrt das Andenken an diesen Ehrenbürger Heidelbergs.
Auf dem Rathausplatz des Stadtteils Rohrbach erinnert ein als Davidsstern gebildeter Gedenkstein an die zerstörte Synagoge.
Ein Gedenkstein auf dem Friedhof des Stadtteils Kirchheim hält das Andenken an mindestens 100 Gefangene der NS-Diktatur aufrecht, die der Zwangsarbeit zum Opfer fielen.
Im Stadtteil Wieblingen gedenken die Einwohner mit der Elisabeth-von-Thadden-Schule und weiteren Gedenkzeichen der bürgerlichen Hitlergegnerin, die 1944 in Berlin-Plötzensee ermordet wurde.
Die Fehrentzstraße im Stadtteil Bergheim ist der Erinnerung an den Arbeitersportler und Ringer Heinrich Fehrentz gewidmet, der 1943 ermordet wurde und nach 1945 auf dem Städtischen Friedhof in einem Ehrengrab bestattet wurde.[72]
Theater

Das Theater der Stadt Heidelberg ist der größte Theaterbetrieb der Stadt, ein kommunales Vier-Sparten-Theater mit Musik-, Sprech-, und Tanztheater sowie einem eigenen Ensemble für Kinder- und Jugendtheater, welches 2009 sein 25-jähriges Jubiläum feierte.[73]

Der größte Spielort „Städtische Bühne“ wurde von 2009 bis 2012 erweitert und umgebaut und mit einem Fest am 24. November 2012 wieder eröffnet. Das Projekt war mit 52,9 Millionen Euro veranschlagt. Möglich wurde diese Entscheidung durch das bundesweit einzigartige bürgerschaftliche Engagement im Umfang von 16,5 Millionen Euro.[74]
Hauptspielstätten waren während des Umbaus das „Opernzelt“ und das im ehemaligen Schlosskino untergebrachte „Theaterkino“ sowie das Kinder- und Jugendtheater „Zwinger 3“ und die Studiobühne „Zwinger 1“. Das 1853 mit einer Aufführung von Friedrich Schillers Die Braut von Messina eröffnete Stadttheater organisiert auch die Schlossfestspiele im Heidelberger Schloss.

Auch die Universität Heidelberg unterhält mit dem Romanischen Keller ein eigenes Theater. Es ist das größte Forum für studentisches und freies Theater in der Neckarstadt. Die Reputation des Romanischen Kellers reicht weit über Heidelberg hinaus.

Ein Theater mit einem ganz anderen Stil ist das Zimmertheater. Es wurde 1950 von den jungen Schauspielern Jochen Ballin, Claire Hahn, Helga Schmidle, Karl-Heinz Walther und Brigitte Zepf gegründet und hat bis heute seinen Kleintheater-Charme erhalten. Durch seine Erst- und Uraufführungen ist das Zimmertheater auch über die Grenzen Heidelbergs hinaus bekannt geworden. Es ist das älteste Privattheater Deutschlands. Das Zimmertheater wird vom Förderverein der Freunde des Zimmertheaters finanziell unterstützt.

Das Taeter Theater ist eines der jüngeren Theater Heidelbergs. Es wurde 1984 gegründet und fand 1987 in der alten Tabakfabrik Landfried sein Zuhause. Der Name des Theaters ist ein Wortspiel mit den Begriffen Theater und Täter, welches auf das Prinzip der Gruppe hinweist: Am Anfang steht die Tat – alles andere wird sich ergeben.

Das Puppentheater Plappermaul ist ein Theater, das ein Programm vor allem für jüngere Zuschauer anbietet. Erwähnenswert ist weiterhin das Roadside Theater, das englischsprachige Theater der US-Streitkräfte in Heidelberg. Es bietet ein angelsächsisch geprägtes Theaterprogramm an, welches sich an den Stil amerikanischer „community theaters“ anlehnt. Weitere Theater in Heidelberg, die über eine eigene Spielstätte verfügen, sind das Augustinum, die Bühne 14, das Cabaret Kleinkunst im Anna-Blum-Haus, das Stephge, die Theatergruppe Vogelfrei im Garten des Germanistischen Seminars, die Theaterwerkstatt Heidelberg, das TiKK sowie das UnterwegsTheater und die Theatersport Gruppe „Drama Light“.

Kino
Harmonie Lux (1979)

Heidelberg war einst die Stadt mit der höchsten Kinodichte Deutschlands und hat nach dem Kinosterben der letzten Jahre und der Schließung des Harmonie Lux Kinocenter derzeit kein kommerzielles Kino; das Luxor-Großkino, das im Juni 2017 im Stadtteil Bahnstadt eröffnet werden sollte[75], eröffnete zum Teil mit sechs Kinosälen am 23. November 2017. Weitere Säle und ein Open-Air Kinosaal sollen 2018 folgen.[76] Eine Kuriosität ist, dass das Harmonie Lux Kinocenter bis Anfang 2014 im historischen Stadthaus der Wormser Bischöfe untergebracht war. Das Kino war ein Überrest der Ufa-Konkursmasse und wurde zwischenzeitlich von den Mitarbeitern geführt. Seit 2014 wird das Gebäude zum Kauf- und Literaturhaus umgebaut.

Cinema Augustinum Heidelberg

Das Gloria & Gloriette, die Kamera, das Cinema Augustinum[77] sowie das kommunale Karlstorkino bieten ein überwiegend gehobenes Programm mit vielen künstlerischen und internationalen Filmen. Das Karlstorkino hat darüber hinaus regelmäßig wechselnde Themenschwerpunkte, zu denen fremdsprachige Filme und Dokumentationen gezeigt werden. Besonders erwähnenswert sind das jährlich stattfindende Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg, bei welchem überwiegend Filme von ‚unentdeckten‘ Regisseuren gezeigt werden, und die „Filmtage des Mittelmeeres“. Außerdem gibt es das Kurzfilmfestival „Zum Goldenen Hirsch“, bei dem ausschließlich Filmproduktionen aus der Metropolregion Rhein-Neckar zu sehen sind.

Senioren- und Bürgerzentren

Nach grundlegender Planung bereits in den 1980er Jahren wurden in zwölf Stadtteilen Senioren- und Bürgerzentren eingerichtet. Sie dienen als Ort des Zeitvertreibs genauso wie als Beratungsstelle der Wohlfahrtsverbände und der Stadtverwaltung.

Ganz unterschiedliche Programmgestaltung erfolgt durch die örtlichen ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Die Stadt finanziert nur die Gebäude und einen Teil der hauptamtlichen Mitarbeitenden. Dadurch gibt es flächendeckend Anlaufpunkte für hilfsbedürftige Personen und deren Angehörige.

Sport

Die Stadt Heidelberg unterhält seit Jahren ein spezielles Sportförderprogramm zur Unterstützung der Vereine. 2006 gab es in Heidelberg 120 Sportvereine, 22 städtische Sportanlagen und 40 Sport- und Gymnastikhallen. Heidelberg gilt außerdem als eine deutsche Rugby-Hochburg, da es fünf Rugbyvereine im Stadtgebiet gibt, von denen derzeit (Saison 2015/16) alle zu den 24 Mannschaften der Rugby-Bundesliga gehören.

Der mitgliederstärkste Sportverein Heidelbergs ist die 1889 als Turnverein gegründete TSG Rohrbach. Aktuell hat der Verein über 3000 Mitglieder. Die TSG Rohrbach zählt damit zu den zehn größten Vereinen in Nordbaden.

Mehrere Heidelberger Vereine haben bereits wiederholt Meisterschaften gewonnen. Ein prominentes Beispiel ist der Basketballverein USC Heidelberg, der mit neun Titeln die zweitmeisten deutschen Basketball-Meisterschaften in der Geschichte der Basketball-Bundesliga gewonnen hat. Heute spielt der Verein in der 2. Liga ProA und ist besonders für seine Jugendabteilung bekannt, die bereits mehrfach Nationalspieler hervorgebracht hat. Ein weiteres Beispiel ist der Schwimmverein SV Nikar Heidelberg. Die Damen-Mannschaft des Heidelberger TC wurde zwischen 1982 und 1998 insgesamt zehnmal Deutscher Mannschaftsmeister. Der SGK Heidelberg führt die derzeit erfolgreichste Fußballabteilung Heidelbergs.

Im Jahr 2003 wurde ein Verbund von drei Heidelberger Schulen – das Helmholtz-Gymnasium, die Johannes-Kepler-Realschule sowie die Willy-Hellpach-Schule – vom Deutschen Sportbund das Prädikat „Eliteschule des Sports“ verliehen. Die Auszeichnung wurde vergeben für die besonderen Sport-Förderprogramme, die diese Schulen in Kooperation mit dem Heidelberger Olympiastützpunkt im Neuenheimer Feld anbieten. Junge Sportler, die an diesem Förderprogramm teilnehmen, erhalten besonderes Entgegenkommen, um Schule und Training in Einklang zu bringen. Aus dem Programm sind bereits mehrere deutsche Meister und internationale Erfolge hervorgegangen. In ganz Baden-Württemberg gibt es bisher nur drei andere Städte mit Eliteschulen des Sports: Stuttgart, Furtwangen und Tauberbischofsheim.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende überregional bekannte Veranstaltungen finden in Heidelberg regelmäßig statt:

März/April: Heidelberger Frühling, jährlich stattfindendes Festival für klassische und zeitgenössische Musik mit international anerkannten Künstlern[78]
Internationaler Ostereiermarkt Heidelberg
drei Wochen vor Ostern (Sonntag Laetare): traditioneller Sommertagszug
April: Heidelberger Halbmarathon am letzten Wochenende im April
April/Mai: Queer Festival Heidelberg
April/Mai: Heidelberger Stückemarkt, Theatertage mit jungen Autoren
Mai: Heidelberger Symposium
Frühsommer: Jährliche Verleihung des von der Stadt gestifteten Clemens-Brentano-Preises
Mai: Frühlingsmesse auf dem Messplatz
Mai: Heidelberger Ruderregatta
Juli: Theatermarathon an öffentlichen Plätzen und an den Spielstätten
Juni/Juli/August: Heidelberger Schlossfestspiele im Schlosshof
Juli/August: HeidelbergMan, ein Triathlon-Bewerb
Juni–September: jeweils am ersten Samstag im Juni und September und am zweiten Samstag im Juli – die Heidelberger Schlossbeleuchtung mit Brillantfeuerwerk von der Alten Brücke.
September: Heidelberger Herbst in der Altstadt und auf der ein Kilometer langen Fußgängerzone am letzten Samstag im September
Oktober: Herbstmesse
Oktober/November: Enjoy Jazz, ein internationales Festival für Jazz und Anderes
Oktober/November/Dezember: Kabarettherbst „denke schön“ vom Kulturfenster [79]
November: Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg
November/Dezember: Heidelberger Weihnachtsmarkt
Heidelberg in der Dichtung
Joseph Victor von Scheffel verfasste das bekannte Gedicht Alt-Heidelberg, du feine.
Hauptartikel: Heidelberg in der Dichtung

Heidelberg ist Gegenstand zahlreicher Gedichte. Zu den bekanntesten zählen Oswald von Wolkensteins Ich rühm dich Heidelberg, mehrere Gedichte von Martin Opitz, die Ode Lange lieb ich dich schon von Friedrich Hölderlin, das Lied von eines Studenten Ankunft in Heidelberg von Clemens Brentano, Gottfried Kellers Gedicht auf die Alte Brücke sowie Alt-Heidelberg, du feine von Joseph Victor von Scheffel.

Literarische Bedeutung erlangte Heidelberg zudem dadurch, dass hier im September 1815 Johann Wolfgang von Goethe und Marianne von Willemer einander zum letzten Mal begegneten. Bei dieser Begegnung oder unmittelbar danach entstanden etwa 15 der Gedichte des West-östlichen Divans. Auch Aufenthalte weiterer Dichter in Heidelberg wie Joseph von Eichendorff, Jean Paul und Nikolaus Lenau sind dokumentiert. In Heidelberg lebten und arbeiteten Alfred Mombert und Hilde Domin. Im Dezember 2014 wurde Heidelberg als erste deutsche Stadt UNESCO-Literaturstadt.[80]

Dialekt

Die lokale Mundart des Heidelberger Raumes ist „Kurpellsisch“ oder auf Hochdeutsch: der Pfälzer Dialekt in Kurpfälzer Ausprägung. Vieles in Heidelberg hat einen kurpfälzischen Namen, wie beispielsweise Hendesse für den Stadtteil Handschuhsheim.

Von Kaiserslautern bis Mosbach wird ein fränkischer bzw. rheinfränkischer Dialekt in unzähligen kleinräumigen Varianten „gebabbelt“, das Hochdeutsche und der hohe Anteil Zugezogener hat den Dialekt etwas zurückgedrängt. Unvergessen sind Elsbeth Jandas Vorträge, beispielsweise die Rolle der Liselotte von der Pfalz.

Persönlichkeiten

In der Stadt Heidelberg lebten und wirkten viele bekannte Persönlichkeiten. An unscheinbaren Häusern der Altstadt sind oft Gedenktafeln zu finden, die daran erinnern, dass hier einst eine berühmte Persönlichkeit lebte oder arbeitete.

Der Humanist Johannes Reuchlin schrieb hier in den Jahren 1496–1497 das lateinische Schuldrama Henno.

Liselotte von der Pfalz, geboren 1652 in Heidelberg

Robert Wilhelm Bunsen, erfand 1859 in Heidelberg die Spektroskopie, Namensgeber des Bunsen-Gymnasiums in Neuenheim

König Ananda Mahidol auf einer zeitgenössischen Briefmarke

Die tragende Rolle der Universität Heidelberg in der Forschung ist einer der Gründe für die Vielzahl bekannter Persönlichkeiten der Stadt. Viele Nobelpreisträger haben hier gelebt, studiert oder gelehrt:

Carl Bosch, Nobelpreisträger Chemie 1931
Georg Wittig, Nobelpreis für Chemie 1979
Walther Bothe, Nobelpreis für Physik 1954
Ernst Ruska, Nobelpreis für Physik 1986
Otto Meyerhof, Nobelpreisträger Medizin 1923
Bert Sakmann, Nobelpreis für Medizin 1991
Harald zur Hausen, Nobelpreisträger für Medizin 2008
Wolfgang Ketterle, Nobelpreis für Physik 2001

Bahnbrechende Erfindungen wie die Spektroskopie sind in Heidelberg von dort lebenden Gelehrten entwickelt worden.

Zu bekannten Persönlichkeiten Heidelbergs gehören:

Friedrich Ebert, erster Reichspräsident
Karl Jaspers, Philosoph
Ernst Jünger, Schriftsteller
Marie Marcks, Cartoonistin
Liselotte von der Pfalz, Herzogin von Orléans
Silvia Sommerlath, Königin von Schweden
Ananda Mahidol, König von Siam/Thailand
Max Weber, Soziologe
Elisabeth Seitz, Deutsche Kunstturnerin
Götz Werner, Unternehmer
Michael Fassbender, Schauspieler
Irie Révoltés, Musikgruppe
Siehe auch: Liste Heidelberger Persönlichkeiten
Literatur
Richard Benz: Heidelberg. Schicksal und Geist. 2. Auflage. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1975, ISBN 3-7995-4008-3.
Michael Buselmeier: Literarische Führungen durch Heidelberg. Eine Stadtgeschichte im Gehen. Das Wunderhorn, Heidelberg 1996, erweiterte Auflage 2007, ISBN 978-3-88423-257-6.
Andreas Cser: Kleine Geschichte der Stadt Heidelberg und ihrer Universität. Verlag G. Braun, Karlsruhe 2007, ISBN 978-3-7650-8337-2.
Oliver Fink: Kleine Heidelberger Stadtgeschichte. Pustet, Regensburg 2005, ISBN 3-7917-1971-8.
Günter Heinemann: Heidelberg. Verlag Brigitte Guderjahn, Heidelberg 1996, ISBN 3-924973-01-6.
Erich Keyser (Hrsg.): Badisches Städtebuch. Band IV–2. Teilband aus: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen Städtetag-Städtebund-Gemeindetag. Stuttgart 1959.
Keuchenius (Hrsg.): Heidelberg – Geist und Rätsel. DossenVerlag, Dossenheim 2012, ISBN 978-3-942909-03-7.
Elmar Mittler (Hrsg.): Heidelberg. Geschichte und Gestalt. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-921524-46-6.
Karl Pfaff: Heidelberg und Umgebung. Verlag Brigitte Guderjahn, Heidelberg 1995, ISBN 3-924973-26-1. (nach der dritten, umgearbeiteten Auflage von 1910)
Anneliese Seeliger-Zeiss: Heidelberg, Stadt der Romantik und Stadtdenkmal des Historismus. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg. 6. Jahrgang, Heft 2, 1977, S. 51–59, (PDF; 9,8 MB).
Roland Vetter: „Die ganze Stadt ist abgebrannt.“ Heidelbergs zweite Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg. G. Braun Verlag, Karlsruhe 2009, ISBN 978-3-7650-8517-8.
Amtliche Erhebungen
Staatliche Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit den Städten und den Landkreisen Heidelberg und Mannheim (Hrsg.): Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung.
Band 1: Allgemeiner Teil. Karlsruhe 1966.
Band 2: Die Stadt Heidelberg und die Gemeinden des Landkreises Heidelberg. Karlsruhe 1968.
Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.) – Das Land Baden-Württemberg – Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. (In acht Bänden), Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe. Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2.
Filme
Heidelberg – Der Film. Die Geschichte. Dokumentarfilm, Deutschland, 2016, 44:37 Min., Buch und Regie: Anita Bindner, Produktion: Haus des Dokumentarfilms Stuttgart, SWR, Reihe: Geschichte im Südwesten, Erstsendung: 14. April 2017 bei SWR Fernsehen, Inhaltsangabe von HDF, online-Video verfügbar bis 12. April 2018. Diese Dokumentation enthält viele historische Privataufnahmen von Heidelberger Einwohnern.
Goodbye G.I. Dokumentarfilm, Deutschland, 2014, 81:20 Min., Buch und Regie: Uli Gaulke und Agnes Lisa Wegner, Kamera: Sebastian Bäumler, Produktion: kurhaus production, SWR, Erstsendung: 12. August 2014 in Das Erste, Inhaltsangabe mit Vorschau von der Filmförderung Baden-Württemberg.[81]
Heidelberg – eine Zeitreise durch die 50er und 60er Jahre. Film-Collage, Deutschland, 2013, 44 Min., Buch und Regie: Eberhard Reuß, Produktion: SWR, Erstsendung: 1. November 2013 bei SWR, Inhaltsangabe mit Filmfotos von SWR (Memento vom 4. August 2014 im Webarchiv archive.is) und Inhaltsangabe von ARD.
Ballermann am Neckar – Streit um die Heidelberger Partymeile. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2010, 28:10 Min., Buch und Regie: Ulrike Baur, Produktion: SWR, Reihe: Schlaglicht, Erstsendung: 21. September 2010 bei SWR, Inhaltsangabe von ARD.
Bilderbuch Deutschland: Heidelberg. Dokumentarfilm, Deutschland, 2007, 45 Min., Buch und Regie: Christina Brecht-Benze, Produktion: SWR, Erstausstrahlung: 9. September 2007, Inhaltsangabe (Memento vom 31. Oktober 2007 im Internet Archive) vom SWR.
Mythos Heidelberg. Romantik, Romanzen und der lebendige Geist. Dokumentarfilm, Deutschland, 1996, 52 Min., Buch und Regie: Mario Damolin und Bernhard Kilian, Produktion: Damolin & Kilian Filmproduktion, arte, Erstsendung: 10. Dezember 1996 bei arte im Themenabend: Heidelberg: Der Schatten eines Traumes, Inhaltsangabe von M. Damolin.
Vom lebendigen Geist zum Geist der Moderne. Eine Geschichte der Universität Heidelberg. Dokumentarfilm, Deutschland, 1996, 43:55 Min., Buch und Regie: Mario Damolin und Bernhard Kilian, Produktion: Damolin & Kilian Filmproduktion, SDR – Studio Mannheim, Erstsendung: 1. September 1996 bei Südwest 3, Film-Daten in der Deutschen Digitalen Bibliothek.
Produkt Heidelberg. Tourismus zwischen Romantik und Rezession. Dokumentarfilm, Deutschland, 1994, 43:30 Min., Buch und Regie: Mario Damolin und Bernhard Kilian, Produktion: Damolin & Kilian Filmproduktion, SDR, Erstsendung: 20. Mai 1994 beim SDR, Film-Daten in der Deutschen Digitalen Bibliothek.
Weblinks

Weitere Inhalte in den
Schwesterprojekten von Wikipedia:

Commons – Multimedia-Inhalte
Wiktionary – Wörterbucheinträge
Wikisource – Quellen und Volltexte
Wikiquote – Zitate
Wikinews – Nachrichten
Wikivoyage – Reiseführer

Stadt Heidelberg – Amtliche Seite
 Portal: Heidelberg – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Heidelberg
Literatur zum Thema Heidelberg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (derzeit 72 Titel, überwiegend städtische Publikationen und 471 andere Titel nach Erscheinen sortiert)
Heidelberger Bibliografie (Diese Listung enthält neben umfangreichen Angaben zur wissenschaftlichen Literatur über die Stadt auch Abschnitte zur geraubten Bibliotheca Palatina, zur Belletristik um Heidelberg und zu Zeitschriften/Reihen.)
Kulturerbe Heidelberg auf Landeskunde online
Heidelberg als Ort kultureller Erinnerung
Stadtrundgang durch Heidelberg
Historischer Pfad zu historischen Punkten der Belagerung Heidelbergs durch Tilly im Jahre 1622
Enzyklopädie des Heidelberger Geschichtsvereins
Linkkatalog zum Thema Heidelberg bei curlie.org (ehemals DMOZ)