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Multiposting im CPC-Bereich​

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Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Hengersberg nicht vorenthalten.

Geschichte
Bis zur Gemeindegründung

Hengersberg wurde im Jahr 997 als Helmgeresberg durch Abt Gotthard von Niederalteich gegründet. Der Ort lag damals noch an der Donau. Auf Godehard geht auch die Kirche auf dem Frauenberg, ursprünglich eine Schlosskirche, zurück.

Im Jahr 1009 verlieh Kaiser Heinrich II. auf Bitten Godehards dem Kloster Niederaltaich das Recht, hier einen Markt zu halten sowie eine Zoll- und Mautstelle einzurichten. Im Jahr 2009 feiert Hengersberg als ältester Markt Altbayerns dieses 1000-Jahr-Jubiläum.
Abt Hermann ließ 1270 ein Spital in Helingersberg errichten.
Die Ableitung der Donau 1343 bis 1353 verminderte zwar die Bedeutung des Ortes als Maut- und Zollstelle, aber die Herzöge Heinrich und Otto statteten die geschlossene Hofmark mit dem Marktrecht, landesfürstlichen Freiheiten und dem Sitz eines Pflegamts aus.

Im Jahr 1430 verlieh Herzog Heinrich XVI. dem Markt Henngensperig zwei Jahrmärkte, deren Zahl später bis auf sechs anwuchs. Besonders die Hengersberger Viehmärkte hatten große Bedeutung. Das nach der Verlegung der Donau überflüssige Zollhaus wandelte Abt Paulus im 16. Jahrhundert in ein Siechenhaus um, aus dem später das Bezirkskrankenhaus entstand.

Im Jahr 1590 ließ Abt Hermann III. auf dem Rohrberg die Pfarrkirche St. Michael erbauen. Im Dreißigjährigen Krieg und Österreichischen Erbfolgekrieg kam es mehrfach zu Plünderungen. 1513, 1796 und 1823 wüteten schwere Brände.

Das Pfleggericht, später Landgericht genannt, wurde mit dem von Winzer und 1803 mit dem von Deggendorf vereinigt. Stattdessen erhielt Hengersberg ein Rentamt, das etwa 1809 nach Niederalteich verlegt und etwa 1823 mit dem von Deggendorf vereinigt wurde.

19. bis 21. Jahrhundert

Im Jahr 1838 erfolgte die Neuerrichtung eines Landgerichts, das 1879 in ein Amtsgericht umgewandelt und 1969 aufgelöst wurde. 1852 erhielt Hengersberg eine königliche Postexpedition. 1843 entstand die steinerne Brücke bei Schwarzach über die Hengersberger Ohe.

Am 26. November 1913 erhielt Hengersberg mit der Eröffnung des Abschnitts Deggendorf–Hengersberg der Bahnstrecke Deggendorf–Kalteneck einen Eisenbahnanschluss. Heute bildet dieser Abschnitt, auf dem noch Güterverkehr stattfindet, den Rest der ansonsten ab- und zum Donau-Ilz-Radweg umgebauten Bahnstrecke.

Eingemeindungen

Gemeinde Einwohner
(1970)
Eingemeindungs-
datum
Bemerkungen
Altenufer[3] 368 1. Januar 1971
Schwanenkirchen[3] 961 1. April 1971 Eingliederung von 688 der 961 Einwohner, Umgliederung von 230 Einwohnern nach Schöllnach und von 43 Einwohnern nach Winzer
Schwarzach[3] 806 1. Januar 1972
Seebach[4] 1067 1. April 1976 Eingliederung von 236 der 1067 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Deggendorf
Waltersdorf[3] 400 1. April 1971

Einwohnerentwicklung
1961: 4825 Einwohner
1970: 5245 Einwohner
1987: 6150 Einwohner
1991: 6474 Einwohner
1995: 7131 Einwohner
2000: 7373 Einwohner
2005: 7634 Einwohner
2010: 7583 Einwohner
2015: 7476 Einwohner
Der Hengersberger Marktplatz früher (genaues Datum unbekannt)
Politik
Marktgemeinderat

Die Kommunalwahlen vom 16. März 2014 ergaben bei einer Wahlbeteiligung von 55,6 % folgendes Ergebnis:

CSU 6 Sitze (30,6 %)

Berger Mathias
Bernreiter Roland
Lallinger Willi
Mittermüller Ursula
Preisinger Roland
Wirth Bernhard

FW Hengersberg-Altenufer 5 Sitze (22,5 %)

Domani-Bauer Andrea
Donaubauer Anton
Dr. Einhellig Josef
Hielscher Walter
Seidl Karl-Heinz

SPD 3 Sitze (16,2 %)

Luksch Daniel
Nadolny Raimund
Straßer Ewald

FW Schwanenkirchen-Waltersdorf 2 Sitze (10,1 %)

Grill Johann
Maier Xaver

FW Schwarzach-Frohnstetten 2 Sitze (9,2 %)

Maiwald Gerhild
Schlederer Stefan

Hengersberger Bürgerblock 1 Sitz (6,0 %)

Schuster-Grill Alexandra

Junge Liste 1 Sitz (5,4 %)

Lang Michael
Das Rathaus am Hengersberger Marktplatz
Bürgermeister

Seit dem 16. Februar 2003 ist Christian Mayer (Freie Wähler) erster Bürgermeister. Er wurde bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 für weitere 6 Jahre mit 59,8 % wiedergewählt.

Bei der konstituierenden Sitzung des Marktgemeinderates am 8. Mai 2014 wurde Karl-Heinz Seidl (Freie Wähler) zum 2. Bürgermeister und Raimund Nadolny (SPD) zum 3. Bürgermeister gewählt.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber auf grünem Dreiberg stehend eine blaue Blume mit goldenem Butzen auf einem von vier grünen Blättern besetzten grünen Stängel; darüber am oberen Schildrand eine silberne Wolke, aus der goldene Strahlen hervorbrechen.

Städtepartnerschaften

Im Jahre 1990 wurde die Gemeindepartnerschaft mit Gunskirchen in Oberösterreich geschlossen. Bereits seit 1968 pflegten die beiden Kommunen freundschaftliche Beziehungen.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater und Museen

Spital Hengersberg mit Kunstsammlung Ostbayern

Bauwerke
Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Hengersberg

Soweit nicht anders angegeben, befinden sich die folgenden Bauwerke in Hengersberg:

Marienkirche auf dem Frauenberg
Pfarrkirche auf dem Rohrberg
Kunst-Museum im ehemaligen Spital
Rathaus, ehemaliges Amtsgerichtsgebäude
neugotische St.-Josephskapelle
neugotische Gotthardkapelle in Reichersdorf
St.-Gotthard-Gedächtnis-Raum (sog. Geburtszimmer) im Godlhof in Reichersdorf
gotische bzw. neugotische Pfarrkirche St. Laurentius und Gotthard in Schwanenkirchen
neugotische Kapelle der Unbefleckten Empfängnis Mariä in Schwanenkirchen
Wirtschaft und Infrastruktur

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 25, im Produzierenden Gewerbe 2529 und im Bereich Handel und Verkehr 320 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 573 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2523. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 12 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 152 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2690 ha. Davon waren 1722 ha Ackerfläche und 954 ha Dauergrünfläche. Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 4403 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1697 T€.

Verkehr

Der Markt liegt an der Bahnstrecke Deggendorf–Kalteneck, die heute in Hengersberg endet und nur noch im Güterverkehr betrieben wird. Außerdem besitzt der Ort eine eigene Anschlussstelle an der A3. Hengersberg liegt auch am Anfang der Bundesstraße 533 Richtung Bundesstraße 85 und Freyung.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

Kindergärten: 3 mit 225 Kindergartenplätzen und 222 Kindern
Volksschulen: 2 mit 35 Lehrern und 661 Schülern
Persönlichkeiten
Georg Hauer (ca. 1438 in Schwanenkirchen –?); Student in Ingolstadt im Gründungsjahr der dortigen Universität (1472), Mönch des Klosters Niederaltaich, 1485–1490 Administrator des Abtes Friedrich II., Verfasser einer Chronik der Bayerischen Herzöge („Gesta illustrium ducum Bavariae“, nur teilweise gedruckt)
Franz Xaver Schmid (* 17. August 1800 in Hengersberg; † 28. Juni 1871 in Traunstein), Pfarrer und Abgeordneter
Ludwig Muckenthaler (* 1872 in Holzberg; † 1909 in München), 1896–1900 Domorganist in Passau, 1900–1909 Stiftskapellmeister in Altötting, Komponist eines „Altöttinger Wallfahrtslied(s)“
Max Hebecker (1882–1948), Bergbauingenieur und Initiator des sog. Wära-Wunders von Schwanenkirchen
Harald Grill (* 20. Juli 1951 in Hengersberg), Schriftsteller
Monika Drasch (* 14. November 1965 in Hengersberg), Musikerin
Martin Großmann (* 8. Januar 1971 in Marl), Kabarettist, aufgewachsen in Hengersberg
Django Asül (* 19. April 1972 in Deggendorf), Kabarettist, aufgewachsen in Hengersberg
Siegfried Leffler (* 21. November 1900 in Azendorf, Ortsteil von Kasendorf; † 10. November 1983 in Hengersberg), war ein bekennender Nationalsozialist, protestantischer Theologe und ein Hauptvertreter des radikalen Thüringer Flügels der Deutschen Christen in der Zeit des Nationalsozialismus. Er ist trotz dieser nationalsozialistischen Vergangenheit bis heute Ehrenbürger des Marktes.
Sonstiges

Eine kleine Besonderheit ist, dass es in Hengersberg drei Kirchen gibt: zwei katholische Kirchen (Rohrberg- und Frauenbergkirche) und die evangelische Friedenskirche.

Das zur Gemeinde gehörende Schwanenkirchen gilt mit 1150 Jahren, im Jahr 857 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als eine der ältesten Ortschaften links der Donau.

Auch kam es in Schwanenkirchen zur Zeit der Weltwirtschaftskrise zu einem Wirtschaftswunder, da der damalige Bergwerksbesitzer das Notgeld „WÄRA“ einführte. Die Zeitungen in ganz Deutschland schrieben damals von der „WÄRA-Insel im Bayerischen Wald“. Nach dem Vorbild Schwanenkirchens führte dann auch Hengersberg (Schwanenkirchen war bis zur Gebietsreform 1971 eine eigene Gemeinde) die WÄRA ein, dieses Notgeld wurde jedoch im Jahre 1931 von der Regierung verboten.

Der Vater von Papst Benedikt XVI., Josef Ratzinger, stammt aus Rickering (Pfarrei Schwanenkirchen); er wurde dort im Jahr 1877 geboren.