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Geschichte
Der Merianstich, erstellt vor dem Stadtbrand von 1635. Links steht das Schloss Herrenberg, in der Mitte ist die Stiftskirche Herrenberg abgebildet.
Herrenberg 1683, Forstlagerbuch von Andreas Kieser
Herrenberg Marktplatz, 1908

Herrenberg entstand aus den Weilern Mühlhausen und Raistingen, die mit der Stadtgründung im 13. Jahrhundert in der Stadt Herrenberg aufgingen. Markgraf Heinrich von Ronsberg schenkte 1182 große Güter um Altingen und Herrenberg dem Kloster Ottobeuren. Pfalzgraf Rudolf von Tübingen urkundete 1228 auf „castrum nostrum herrenberc“. Um 1245 wurde Herrenberg unter Rudolf III. von Tübingen Herrschaftssitz der Pfalzgrafen von Tübingen, die auch „Scheerer“ genannt wurden. Das älteste bekannte Siegel der Bürger Herrenbergs stammt aus dem Jahr 1278. Um 1276 wurde mit dem Bau der Stiftskirche begonnen. 1314 wurde der heutige Ortsteil Oberjesingen erstmals urkundlich erwähnt. Die Pfalzgrafen Rudolf IV. und Konrad I. teilten die Grafschaft Herrenberg im Jahr 1334 in zwei Teile, wobei die Stadt zunächst noch in gemeinsamem Besitz blieb, bevor 1347 die untere Stadt und hintere Burg an Rudolf, die obere Stadt und vordere Burg an Konrad gingen. Nach dem Tod von Rudolfs kinderlosem Sohn Ulrich in der Schlacht bei Reutlingen 1377 herrschte Konrad wieder allein über die Herrschaft Herrenberg, verpfändete jedoch bereits 1379 einen Teil an die Grafen von Württemberg, die 1382 die gesamte Herrschaft erwarben und sie zum Sitz eines Amtes machten.

Im Nürtinger Vertrag von 1442, der Württemberg unter Ludwig I. und Ulrich V. aufteilte, kam Herrenberg zur Uracher Linie von Graf Ludwig, bis zur Wiedervereinigung Württembergs 1482. Beim ersten großen Stadtbrand 1466 brannte Herrenberg fast vollständig nieder und wurde danach wieder neu aufgebaut. 1503 wurde das Herrenberger Stadtrecht erneuert.

Nach der Vertreibung von Herzog Ulrich ergab sich die Stadt 1519 dem Schwäbischen Bund. Am 5. März 1525 eroberte Ulrich die Stadt zunächst zurück, bevor sie am 17. März 1525 wieder von Truppen des Schwäbischen Bundes besetzt wurde. Im Bauernkrieg wurde die Stadt im Mai 1525 von Bauern erstürmt und geplündert. Die heftige Gegenwehr der Bürger gegen die Bauern bewog den Schwäbischen Bund, von der Bestrafung u.a. mit dem Verlust der städtischen Rechte wegen der Ergebung an Ulrich abzusehen. Nachdem Herzog Ulrich im Jahr 1534 Württemberg zurückgewonnen hatte, führte er dort, und damit auch in Herrenberg, die Reformation ein. Zu jener Zeit gab es häufige Pest-Epidemien, die auch in Herrenberg zahlreiche Tote forderten. Herzog Christoph wich 1551 wegen der Pest mit seinem Hofstaat von Stuttgart nach Herrenberg aus, auch die Universität Tübingen suchte zwischen 1554 und 1556 und erneut 1594 und 1610 mit mehreren Fakultäten in Herrenberg Zuflucht vor der Pest.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1635 durch den zweiten großen Stadtbrand fast ganz zerstört. 280 Häuser fielen der Katastrophe zum Opfer. Danach wurde die Altstadt Herrenbergs so aufgebaut, wie sie sich heute noch in einer einheitlichen, geschlossenen Form präsentiert. Obwohl 1635 ein ausgesprochenes Pestjahr mit 421 Toten in Herrenberg war, nahmen zwei Fakultäten der Tübinger Universität von 1635 bis 1641 erneut ihr Ausweichquartier in der Stadt.

In den Kriegen des späten 17. Jahrhunderts wurde Herrenberg 1688 von Franzosen besetzt. Nach der Zerstörung Calws durch die Franzosen flohen die meisten Einwohner Herrenbergs zeitweilig aus der Stadt.

1806 wurde das Amt Herrenberg zum Oberamt erhoben. 1810 kam die Stadt zur Landvogtei am Mittleren Neckar, 1814 wurde ein Hofkameralamt eingerichtet und 1814 kam Herrenberg zum Schwarzwaldkreis.

Unterdessen wurde 1807 das Schloss an einen Herrenberger Bürger „auf den Abbruch“ verkauft, der ehemalige Pulverturm des Schlosses wurde 1880 zum Aussichtsturm umgebaut. Nach 1820 wurden die Tor- und Mauertürme abgebrochen, ein erster genauer Stadtplan erstellt und verschiedene Schulen erbaut. Viele ehemals herrschaftliche Bauten kamen in öffentlichen oder Privatbesitz. 1841 erwarb die Gemeinde das Rathaus, 1851 den Stiftsfruchtkasten. In den 1860er Jahren wurden außerdem die Zünfte aufgelöst und aus deren Vermögen öffentliche Einrichtungen wie die Feuerwehr bedacht.

1875 erwarb die königliche Eisenbahnverwaltung das alte Hofkameralamt und richtete darin ein Bahn-Baubüro ein. Mit der 1879 eröffneten Gäubahn Stuttgart–Freudenstadt bekam die Stadt eine Bahnverbindung nach Stuttgart, die sich förderlich auf die Ansiedlung von Industrie auswirkte. Die Vollmöllersche Trikotfabrik beim Bahnhof war 1899 das erste Fabrikgebäude in Herrenberg. Von 1906 bis 1910 wurde außerdem die Bahnverbindung von Herrenberg nach Tübingen erbaut.

Bei der Kreisneugliederung 1938 wurde das Oberamt Herrenberg aufgelöst. Der größte Teil und mit ihm die Stadt Herrenberg kam zum Landkreis Böblingen.

Im Rahmen der Gebietsreform überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Herrenberg 1972 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung mit Wirkung vom 1. Januar 1974 beschloss.

1992 wurde Herrenberg an das Netz der S-Bahn Stuttgart angeschlossen.

Religionen

Die Bevölkerung von Herrenberg gehörte ursprünglich zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat ante nemus unterstellt. Da die Stadt schon früh zu Württemberg gehörte, wurde auch hier ab 1534 die Reformation eingeführt. Daher war Herrenberg über Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. In jener Zeit wurde die Stadt Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Herrenberg), deren Dekanatskirche die Stiftskirche ist. In der Kirchengemeinde Herrenberg sind heute mehrere Pfarrer tätig. Auch in den heute nach Herrenberg eingegliederten ehemaligen Gemeinden wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg die Reformation eingeführt. Herrenberg gilt als Zentrum des württembergischen Pietismus. So war der Theologe Friedrich Christoph Oetinger zwischen 1759 und 1765 Stadtpfarrer in Herrenberg. Alle Kirchengemeinden im Stadtgebiet Herrenbergs gehören zum Dekanat Herrenberg der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Es gab die Beginen, eine als religiös anerkannte Frauengemeinschaft.

Katholiken gibt es in Herrenberg erst wieder seit dem späten 19. Jahrhundert bzw. frühen 20. Jahrhundert. Für sie wurde 1933 eine eigene Kirche St. Josef gebaut. 1953 wurde dort eine eigene Pfarrei errichtet. Eine zweite katholische Kirche (St. Martin) wurde 1971 erbaut. Die Kirchengemeinde Herrenberg betreut auch die Katholiken der Stadtteile Gültstein, Haslach, Kayh und Mönchberg. In Gültstein gibt es jedoch seit 1968 eine eigene Kirche „Zum Guten Hirten“. Im Stadtteil Kuppingen wurde 1958 die katholische Kirche St. Antonius erbaut. 1971 wurde Kuppingen zur Pfarrei erhoben. Die Kirchengemeinde Kuppingen betreut auch die Katholiken der Stadtteile Affstätt und Oberjesingen sowie der Nachbarorte Deckenpfronn und Nufringen. Beide Kirchengemeinden (Herrenberg und Kuppingen) sollen künftig mit der Kirchengemeinde St. Maria, Hilfe der Christen in Unterjettingen die Seelsorgeeinheit 4 innerhalb des Dekanats Böblingen der Diözese Rottenburg-Stuttgart bilden.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Herrenberg auch Freikirchen, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche mit Gemeinden in Herrenberg und Kayh. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Herrenberg vertreten.

Des Weiteren sind vier Moscheen vorhanden.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). Alle Zahlen, so weit nicht anders angegeben, vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg.[6]

Jahr Einwohner
1622 ca. 1.800
1652 1.006
1771 1.570
1803 1.796
1825 1.985
1843 2.140
1861 2.015
1. Dezember 1871 ¹ 2.127
1. Dezember 1880 ¹ 2.646
1. Dezember 1890 ¹ 2.614
Jahr Einwohner
1. Dezember 1900 ¹ 2.557
1. Dezember 1910 ¹ 2.705
16. Juni 1925 ¹ 3.021
16. Juni 1933 ¹ 3.395
17. Mai 1939 ¹ 3.689
1946 5.605
13. September 1950 ¹ 6.292
6. Juni 1961 ¹ 9.539
27. Mai 1970 ¹ 12.573
31. Dezember 1975 24.389
Jahr Einwohner
31. Dezember 1980 25.422
27. Mai 1987 ¹ 26.001
31. Dezember 1990 27.344
31. Dezember 1995 28.839
31. Dezember 2000 30.377
31. Dezember 2005 31.255
31. Dezember 2010 31.292
31. Dezember 2015 31.003

Im August 2015 wohnten in Herrenberg 267 Flüchtlinge.[7]

Politik
Gemeinderat

Der Gemeinderat in Herrenberg hat 32 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis.[8] Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009

Kommunalwahl 2014

 %403020100

31,18 %23,55 %16,96 %16,61 %8,53 %3,19 %

FWCDUSPDGrüneFrauenFDP
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   4   2   0  -2  -4

+2,88 %p
-1,94 %p-1,86 %p-0,84 %p-1,41 %p+3,19 %p
FWCDUSPDGrüneFrauenFDP

FW Freie Wähler 31,18 10 28,30 11
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 23,55 8 25,49 10
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 16,96 5 18,82 7
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 16,61 5 17,45 6
Frauen Frauenliste Herrenberg 8,53 3 9,94 3
FDP Freie Demokratische Partei 3,19 1
gesamt 100,0 32 100,0 37
Wahlbeteiligung 53,56 % 55,0 %

Bürgermeister
Ansicht des Marktplatzes und des Rathauses

An der Spitze der Stadt Herrenberg stand seit 1276 ein so genannter Schultheiß. Der erste wurde vermutlich von Fürst Heinrich ernannt. Daneben gab es Bürgermeister und ein Gericht.

Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung „Stadtschultheiß“, seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Januar 1974 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“ und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“. Als Stadtoberhäupter seit 1953 sind zu nennen:

1953–1985: Heinz Schroth
1985–2008: Volker Gantner (Rücktritt zum 31. Januar 2008)
seit 2008: Thomas Sprißler (seit 21. Februar 2008)
Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Herrenberg zeigt „in Rot eine dreilatzige goldene (gelbe) Fahne an drei goldenen (gelben) Trageringen.“ Bereits das Stadtsiegel aus dem Jahre 1278 zeigt dieses auf die Pfalzgrafen von Tübingen zurückgehende Bild. Die gegenüber dem pfalzgräflichen Wappen umgekehrten Farben sind seit dem frühen 15. Jahrhundert belegt.[2]

Die Stadtflagge besteht aus zwei horizontalen Streifen, oben gelb, unten rot.

Siehe auch: Liste der Wappen mit dem Emblem der Pfalzgrafen von Tübingen
Der Place de Tarare in der Herrenberger Altstadt
Städtepartnerschaften

Herrenberg ist seit 1960 mit Tarare (Frankreich) partnerschaftlich verbunden. Zur Kontaktaufnahme und ersten Begegnungen kam es bereits 1958. Die Städtepartnerschaft mit Fidenza (Italien) besteht seit dem Jahr 1989. Im Zuge dieser Partnerschaften wurden nach den beiden Städten in der Herrenberger Altstadt zwei bislang namenlose Plätze offiziell als „Place de Tarare“ und „Piazza di Fidenza“ benannt, Stelen in der entsprechenden Landessprache und Deutsch informieren auf den Plätzen über die Partnerschaft.

Der Stadtteil Gültstein pflegt seit 1970 eine Partnerschaft mit Amplepuis in Frankreich.

Wirtschaft und Infrastruktur

Herrenberg ist der Standort einiger mittelständischer Unternehmen, die in der Produktion von Elektronik, Arzneimitteln und Möbeln tätig sind. Darüber hinaus gibt es Zweigstellen verschiedener multinationaler Konzerne, so etwa Omega Pharma.

Die weltweit tätige Designagentur Roman Klis Design GmbH, die bereits verschiedene Auszeichnungen und Preise gewann, ist ebenfalls in Herrenberg ansässig.

Verkehr

Die Stadt liegt an der Bundesautobahn 81 Würzburg–Stuttgart–Singen (Hohentwiel) und ist über die Anschlussstellen Herrenberg und Gärtringen zu erreichen. Die Bundesstraßen 14 (Stuttgart–Stockach) und 28 (Kehl–Ulm) kreuzen sich in Herrenberg. Die B 296 aus Bad Wildbad und Calw endet hier.

Seit 1. Januar 2009 ist für weite Bereiche der Kernstadt Herrenberg eine Umweltzone eingerichtet, sodass nur mit geeigneter Feinstaubplakette eine Einfahrt in die Innenstadt erlaubt ist.[9] Die Teilorte sind im Moment noch von dieser Regelung ausgeschlossen.

ÖPNV

Mittelpunkt des ÖPNV in Herrenberg ist der Bahnhof Herrenberg mit dem ZOB Bahnhofstraße sowie Kalkofenstraße in direkter Nachbarschaft. Die Zug- und Busverbindungen sind dabei weitestgehend aufeinander abgestimmt. So kommen die Züge und Busse zwischen 9 und 13 Minuten bzw. 39 und 43 Minuten nach an und fahren dann zwischen 17 und 21 Minuten bzw. 47 und 51 Minuten nach wieder ab. Dies soll ein problemloses Umsteigen ermöglichen. Allerdings ist das Umsteigen von der Linie S1, die planmäßig um 13 bzw. 43 ankommen soll, sehr oft aufgrund deren Verspätung nicht möglich.

Züge
Bahnhofsgebäude
Ein S-Bahn-Zug der Baureihe 423 kurz vor der Endstation der Linie S1 in Herrenberg

Der Bahnhof Herrenberg liegt an der Gäubahn Stuttgart–Singen und wird mit Regionalexpress-Zügen in Richtung Stuttgart und Singen bzw. Stuttgart und Freudenstadt/Rottweil bedient. Zusätzlich ist Herrenberg als Endstation der Linie S1 (Kirchheim (Teck)–Stuttgart–Herrenberg) an das S-Bahn-Netz Stuttgart angeschlossen, die Züge fahren mindestens halbstündig Richtung Stuttgart. Zudem besteht in den Nächten von Freitag auf Samstag ein direkter Anschluss mit der S41 der Stadtbahn Karlsruhe über Freudenstadt direkt in die Karlsruher Innenstadt. An den anderen Verkehrstagen (montags bis donnerstags) endet die Fahrt seit dem Fahrplanwechsel 2008/2009 bereits in Forbach (Schwarzwald).

Im Jahre 1999 wurde die Ammertalbahn, eine Bahnverbindung nach Tübingen, reaktiviert. An dieser Bahnstrecke liegen die beiden weiteren Bahnhöfe auf Herrenberger Gemarkung: Herrenberg-Zwerchweg und Gültstein. Alle Linien außer der Ammertalbahn (ab Gültstein Richtung Tübingen) verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Seit Januar 2002 ist Herrenberg auch in den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (naldo) integriert.

Busse

In Herrenberg gibt es den ZOB Bahnhofstraße und den ZOB Kalkofenstraße. Sie sind untereinander zu Fuß gut zu erreichen, zwischen ihnen liegen der Bahnhof und die Gleise. Vom ZOB Kalkofenstraße aus verkehren die Linien 770, 774 und 775. Die Linien 773 und 780 haben diesen ZOB als Station, bevor sie am ZOB Bahnhofstraße enden. Alle anderen Linien verkehren vom ZOB Bahnhofstraße.

Herrenberg ist ein Knotenpunkt vieler Regionalbuslinien. Hier verkehren folgende Linien:

Linie 770 Herrenberg–Nagold(–Altensteig) (Schnellbus)
Linie 773 Herrenberg–Deckenpfronn–Calw
Linie 774 Herrenberg–Mötzingen–Nagold–Altensteig
Linie 775 Herrenberg–Wildberg
Linie 783 Herrenberg–Mönchberg (nur Schülerverkehr)
Linie 790 Herrenberg–Mötzingen
Linie 791 Herrenberg–Ammerbuch–Tübingen
Linie 794 Herrenberg–Tailfingen
Linie N70 Herrenberg–Nagold (Nachtbus)
Linie N77 Gärtringen–Herrenberg–Deckenpfonn–Gärtringen (Nachtbus)
Linie N80 Herrenberg–Tübingen (Nachtbus)

Die Fahrten führen folgende Busunternehmen durch:

Däuble-Reisen (773, 783)
Verkehrsbetriebe Nagoldtal GmbH (770, 774, 775)
Regionalbus Stuttgart (790)
Regionalbus Neckar-Alb (791, 794)

Außerdem verkehrt hier der Citybus Herrenberg, zu dem folgende Linien gehören:

Linie 779: ZOB–Vogelsang–ZOB
Die Linie verkehrt unter der Woche von 6.00 bis 19.30 im 60-Minuten-Takt, außerdem gibt es vier Kurse am Samstagvormittag. Da der Wohnbereich, den sie erschließt, nicht weit weg von der Innenstadt und vom Bahnhof ist, ist die Nachfrage relativ gering.
Linie 780: ZOB–Holdergraben–Schwarzwaldsiedlung–ZOB
Die Linie 780 verkehrt unter der Woche von 6.30 bis 20.00 Uhr im Stundentakt, morgens besteht bis 9 Uhr ein 30-Minuten-Takt. Am Wochenende besteht ebenfalls ein 60-Minuten-Takt, samstags von 8 bis 18 Uhr, sonntags von 9 bis 18 Uhr. Am Wochenende fährt derselbe Bus danach jeweils als Linie 782 weiter, somit ist ein umstiegsloses Erreichen des Waldfriedhofes möglich. Wichtig ist die Linie für Bewohner im Bereich Schwarzwaldsiedlung/Holdergraben.
Linie 781: ZOB–ehem. IBM–Daimlerstraße–ZOB
Die Linie 781 fährt von Montag bis Freitag von 7.00 bis 18.30 Uhr im 60-Minuten-Takt, morgens gibt es einzelne Verstärkerfahrten. Die Linie ist vor allem wichtig, um den Bahnhof Herrenberg mit den Standorten der EnBW sowie dem Industriegebiet Nord zu verbinden. Die Fahrzeiten sind auf ein Umsteigen von der S-Bahn (morgens/vormittags) bzw. zur S-Bahn (mittags/nachmittags) ausgerichtet.
Linie 782: ZOB–Ehbühl(–Waldfriedhof)–ZOB

Die am stärksten frequentierte Linie des Citybusses verbindet den Bahnhof mit dem abgelegenen Wohngebiet Ehbühl, außerdem fährt sie bedarfsgerichtet noch weiter bis zum Waldfriedhof im Schönbuch. Unter der Woche besteht von 6 bis 21 Uhr ein 30-Minuten-Takt, weiter zum Waldfriedhof fährt sie dabei stündlich von 9 bis 21 Uhr (Sommer) bzw. 10 bis 17 Uhr (Winter). Samstags gibt es tagsüber von 7 bis 19 Uhr einen 60-Minuten Takt, die Busse fahren dabei von 9 bis 19 Uhr (Sommer) bzw. 10 bis 17 Uhr (Winter) zum Waldfriedhof. Sonntags verkehrt der Bus im Sommerhalbjahr von 8 bis 19 Uhr stündlich zum Waldfriedhof und zurück, im Winterhalbjahr wird ab 10 bis 19 Uhr ein Linientaxi eingesetzt, das nur bis 17 Uhr zum Waldfriedhof fährt. Genutzt wird die Linie hauptsächlich von Bewohnern des Wohngebiets Ehbühl, sowie Wanderern. Die Linie existiert als älteste der vier bestehenden schon seit 1992, dem Jahr der Anbindung Herrenbergs an das S-Bahn-Netz.

Der Betreiber sind die Stadtwerke Herrenberg, die Fahrten werden jedoch von der Firma Däuble durchgeführt. Zur Vereinheitlichung der Regiobuslinien in die einwohnerreichen Stadtteile und der Busse in der Kernstadt und zur besseren Auslastung der bislang in unattraktiven und für die Nutzer schwer verständlichen Schleifen fahrenden Citybuslinien sind derzeit Verbesserungen am Busnetz im Gespräch.
Auf den Linien 780 und 782 kommen täglich nach Betriebsschluss der Busse noch Ruftaxis zum Einsatz.

Kfz-Kennzeichen

Als Gemeinde im Landkreis Böblingen können Einwohner von Herrenberg ‚BB‘- oder ‚LEO‘-Kennzeichen erhalten. ‚LEO‘ ist sehr unüblich.

Medien

In Herrenberg erscheint als Tageszeitung der Gäubote, ein Kopfblatt im Mantel der Stuttgarter Nachrichten.

Behörden und Einrichtungen

Herrenberg hat ein Notariat. Ferner befinden sich hier Außenstellen des Landratsamts Böblingen (Kfz-Zulassungsstelle, Kreisjugendamt, Landwirtschaftsamt, Staatliche Gemeinschaftsunterkunft/Staatliches Übergangswohnheim).

Die Stadt ist Sitz des Kirchenbezirks Herrenberg der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Die Deutsche Post führt die Stadt in ihrem Adress-Erkennungssystem als „Herrenberg im Gäu“. Der Zusatz „im Gäu“ dient einerseits zur schnelleren Unterscheidung der Stadt von den zahlreichen gleichnamigen Ortsteilen anderer Gemeinden in Deutschland und der Schweiz und erfüllt andererseits den Zweck, die Stadt auch für Ortsunkundige dem Briefsortierzentrum im nahen Eutingen im Gäu zuzuordnen. Die Fortsetzung „im Gäu“ wird im Gegensatz zu Eutingen von der Stadt Herrenberg nicht offiziell verwendet, doch trägt die Deutsche Post mit dieser Namensführung wohl ein Stück weit mit zu einer Identifikation der Einwohner in ihrem geographischen Raum des Gäus bei.

Anfang 2016 kaufte das Land Baden-Württemberg das ehemalige IBM-Schulungsgebäude am Ortsrand der Herrenberger Kernstadt, um eine Landeserstaufnahmeeinrichtung für bis zu 1250 Flüchtlinge einzurichten. Aufgrund der mittlerweile entspannteren Situation liegt dieses Vorhaben derzeit „auf Eis“ (Stand: 11/2016).[10]

Bildung

In Herrenberg gibt es zwei Gymnasien (Andreae-Gymnasium, Schickhardt-Gymnasium), zwei Realschulen (Jerg-Ratgeb-Realschule, Theodor-Schüz-Realschule), eine Förderschule (Albert-Schweitzer-Schule), zwei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Vogt-Heß-Schule und Grund- und Nachbarschaftshauptschule Kuppingen) sowie sieben selbstständige Grundschulen (Pfalzgraf-Rudolf-Grundschule in der Kernstadt und je eine in den Stadtteilen Affstätt, Gültstein, Haslach, Kayh, Mönchberg und Oberjesingen). Daneben gibt es noch eine Volkshochschule und eine Musikschule in Herrenberg.

Die Schulen im Stadtgebiet sind zum Großteil in den beiden Schulzentren Längenholz (Hilde-Domin-Schule, Jerg-Ratgeb-Realschule, Pfalzgraf-Rudolf-Grundschule und Schickhardt-Gymnasium) und Markweg (Andreae-Gymnasium, Theodor-Schüz-Realschule und Vogt-Heß-Schule) gruppiert. Die beiden Gymnasien zählen mit jeweils ca. 1000 Schülern zu den zehn größten Baden-Württembergs.

Der Landkreis Böblingen ist Schulträger der Hilde-Domin-Schule (Berufliche Schule für Haus- und Landwirtschaft) sowie der Friedrich-Fröbel-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten für Geistigbehinderte.

Die private Krankenpflegeschule am Kreiskrankenhaus rundet das schulische Angebot in Herrenberg ab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Herrenberg liegt an der Regionalstrecke Neckar-Schwarzwald und Bodensee der Deutschen Fachwerkstraße mit vielen Sehenswürdigkeiten.

Jerg Ratgeb Skulpturenpfad

Seit 2012 entsteht in Herrenberg der Jerg Ratgeb Skulpturenpfad. Als erste Station wurde die Kalligraphische Figur von Hellmut Ehrath am 22. Juli 2012 eingeweiht. Seither kamen etliche weitere Kunstwerke hinzu. Im Mai 2014 war es ein Werk von Timm Ulrichs.

Musikverein Stadtkapelle Herrenberg

Der Musikverein Stadtkapelle Herrenberg bezeichnet sich als ältesten Musikverein Deutschlands. Er geht auf eine 1457 gegründete Bruderschaft von Spielleuten zurück.[11]

Museen

In der Stiftskirche von Herrenberg befindet sich das Glockenmuseum, im ehemaligen Fruchtkasten gibt es ein Stadtmuseum.

Bauwerke
Stiftsfruchtkasten Herrenberg
Stiftskirche von Herrenberg
Ehemaliges Oberamtsgebäude

Die Stiftskirche von Herrenberg ist das Wahrzeichen der Stadt. Sie befindet sich in der historischen Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern. Auf dem Marktplatz steht das Rathaus mit dem Glocken- und Uhrtürmchen aus dem Jahr 1806 und der Marktbrunnen, der 1347 erstmals erwähnt wurde. Das Oberamtsgebäude wurde 1655 erbaut, es beherbergte bis 1938 die Kreisverwaltung. Weitere bedeutende Bauwerke sind die Spitalkirche zum Heiligen Geist, die nach 1635 wiederaufgebaut wurde, der Stiftsfruchtkasten von 1683 und das Dekanat von 1439. Die interessantesten Straßenzüge sind die Tübinger Straße, die Stuttgarter Straße und die Bronngasse. Am 16. Oktober 1936 wurde die Stadthalle eröffnet. Sie liegt am Stadtausgang Richtung Böblingen.

Stadthalle

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:

Die heutige evangelische Kirche Affstätt wurde 1927/1928 erbaut (Architekt: W. Jost), eine Kapelle St. Katharina ist aus dem Jahr 1353 bezeugt. Die evangelische Kirche Gültstein, eine ehemalige Wehrkirche, ist eine romanische Chorturmanlage mit netzrippengewölbtem Chor. Die Ausstattung ist teils spätgotisch, ansonsten vom 18. Jahrhundert. Die Haslacher Kirche wurde 1788 erbaut, doch ist auch hier eine Kapelle St. Jakob aus dem Jahr 1524 bezeugt. Die evangelische Kirche Kayh wurde 1487 unter Verwendung des Wehrturms der Vorgängerkapelle erbaut. Die Kuppinger Kirche ist eine Chorturmseitenlage, deren Chor um 1300 errichtet wurde. Das Schiff stammt aus dem 14. oder 15. Jahrhundert, 1581 wurde es verändert; der Turm ist romanisch. Die evangelische Kirche Mönchbergs stammt aus dem Jahr 1749. Der Turm wurde von der 1491 genannten Kapelle beibehalten. Die Oberjesinger evangelische Kirche wurde 1857/58 anstelle der früheren Kirche erbaut.

Siehe auch die Liste der Kulturdenkmale in Herrenberg.

Regelmäßige Veranstaltungen
Alte Turnhalle
Jugendhaus

Neben kleineren regelmäßigen Veranstaltungen findet an Fastnacht alljährlich der Rathaussturm am Schmotzigen Donnerstag und am Fasnachtsdienstag der Fasnachtsumzug statt. Parallel dazu gibt es den Krämermarkt verbunden mit dem Pferdemarkt. Im April gibt es das Jazzfestival „Jazzin’ Herrenberg“ in der Alten Turnhalle, an Pfingsten den Pfingstmarkt, im Juli das Kulturfestival „Sommerfarben“ sowie das Stadtfest und Sommernachtskino. Im September findet der Herbstmarkt statt und im Oktober findet jährlich die Verbrauchermesse „Herbstschau“ statt. Im Dezember gibt es auf dem Marktplatz einen Weihnachtsmarkt. Von 1993 bis 2016 fand im JuHa, dem Herrenberger Jugendhaus, im Sommer das 48-Stunden-Musikfestival „48er“ statt.

Parkanlagen

Das Arboretum liegt im Richtung Nagold gelegenen Kuppinger Wald des Herrenberger Stadtwaldes mit über 100 verschiedenen Baum- und Straucharten, heimische und fremdländische wie Mammutbäume, Scheinzypressen oder die Küstentanne. Am Waldfriedhof am Fuße des Schönbuchs beginnt ein Spaziergang zum Wildgehege im Naturpark Schönbuch. Auch kann man von hier aus in einem zweistündigen Fußmarsch das Kloster Bebenhausen (nahe bei Tübingen) erreichen.

Freizeit und Sport

Im Süden der Stadt befindet sich ein 1977 erbautes Hallenbad und ein 2015 eröffnetes Naturfreibad; zuvor gab es im Nordosten nahe der Innenstadt ein eigenständiges Freibad. Das neue Naturfreibad musste nach seiner Eröffnung wegen hoher Keimbelastung des Wassers wiederholt schließen und wurde Teil einiger Satieresendungen. Im August 2016 wurde die Badesaison aufgrund einer deutlichen Übersteigung der Grenzwerte für Pseudomonas-Bakterien frühzeitig beendet.[12] Nach mehreren Versuche, die Probleme zu beheben, startete es im Mai 2017 nach Austausch der Wasserfilter wieder in die Badesaison.[13]

In Herrenberg steht ein Stadion, das 1952 mit Hilfe der amerikanischen Besatzungstruppen erbaut wurde. Die Tribüne wurde 1982 errichtet.[14]

Der Baseball- & Softballclub Herrenberg Wanderers spielte mit den Herren 2002 und 2004 in der 1. Baseball-Bundesliga, seit 2007 sind die Damen in der 1. Softball-Bundesliga vertreten. 1999 wurde die Jugendmannschaft Deutscher Meister.

Die Fußballabteilung des TV Gültstein spielte mehrere Jahre in der drittklassigen 1. Amateurliga Nordwürttemberg. 1974 qualifizierte sich der Verein für den DFB-Pokal, wo er in der ersten Runde gegen Borussia Mönchengladbach mit 0:5 unterlag. Die Fußballabteilung des VfL Herrenberg wurde ab dem Jahr 2004 erfolgreich und konnte durch erfolgreiche Jugendarbeit auch den Aufstieg der aktiven Mannschaft von VfL Herrenberg erreichen, die damals in die Landesliga aufgestiegen ist. Zur Saison 2007/2008 spielten sie wieder in der Bezirksliga, da der Verein in der Saison 2006/2007 aus der Landesliga abgestiegen war. Im Gegensatz zur aktiven Mannschaft konnten dagegen die Jugendmannschaften des VfL Herrenbergs auftrumpfen. Die zuvor schon als spielstark empfundenen Herrenberger sind die wohl zweitbeste Jugendmannschaft im Bezirk Böblingen/Calw. Besonders die C-Jugend bis hin zur A-Jugend sind spielstarke Teams. Die beste Altersgruppe beim VfL Herrenberg war in der Saison 2006/2007 die B-Jugend, die in der Bezirksstaffel in Böblingen/Calw den 1. Platz mit 16 Punkten Vorsprung gewannen. Außerdem konnten die B-Junioren den Bezirkspokal in der Saison 2006/2007 holen.

Die erste Männermannschaft der Handballspielgemeinschaft SG H2Ku Herrenberg (SGH2Ku) sicherte sich am letzten Spieltag der Saison 2009/2010 den Meistertitel in der Regionalliga Süd und somit den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga, der zweiten Handballliga. Die Saison 2010/2011 beendete die SG auf Platz 14. Dieser reichte aufgrund der Liga-Restrukturierung nicht zum Klassenerhalt in der 2. Handballliga. Die SG spielte in der Saison 2011/2012 in der 3. Liga. Im Juni 2011 erfolgte die Umbenennung in SG H2Ku Herrenberg.[15] Die weibliche A-Jugend wurde in der Saison 2002/2003 deutscher Vizemeister.

Die erste Herrenmannschaft des Tennisclubs Herrenberg spielt seit 2009 der Verbandsklasse, die Herren 2 in der Bezirksliga. Die Junioren 1 spielen in der Verbandsliga und die Mädchen 1 qualifizierten sich 2009 für die Württembergische Endrunde der besten acht Mannschaften.

Zwei überregionale Sportevents haben sich mittlerweile fest etabliert. Der zweijährig stattfindende 100 km Altstadtlauf (in ungeraden Jahren) im Juni hat 1000 Teilnehmer. Die „Schönbuchtrophy“ Ende April vereint über zwei Tage ein Mountainbikerennen im Schönbuch mit dem ersten Marathon im Kreis Böblingen und weist ebenfalls weit über 1000 Teilnehmer aus.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Herrenberg
Söhne und Töchter der Stadt
1505, 25. April, Marx Schickhardt, † 1555 in Herrenberg, Kunstschreiner
1511, 2. November, Lucas Schickhardt (I.), † 13. August 1585 in Herrenberg, Kunstschreiner
1512, Hans Schickhardt, † 17. Oktober 1585 in Tübingen, Maler
1550, 23. Oktober, Maria Andreae geborene Moser, † 1632 in Calw, deutsche Apothekerin
1560, 9. Februar, Lucas Schickhardt (II.), † 7. September 1602, Kunstschreiner
1558, 5. Februar, Heinrich Schickhardt, † 14. Januar 1635 in Stuttgart, Baumeister der Renaissance
1562, 24. Juli, Philipp Schickhart, † 7. Oktober 1635 in Göppingen, Pfarrer, Dekan und Prälat
1572, 12. November, Johann Valentin Neuffer, † 5. April 1610 in Tübingen, Jurist und Professor für Jurisprudenz an der Universität Tübingen
1582 Johann Christoph Neyffer, † 1632 in Tübingen, Maler und Zeichner
1585, um 1. Juni, Lucas Schickhardt, † vor 1613 in Mömpelgard, Goldschmied und Zeichner
1586, Johannes Schickhardt, † 12. Dezember 1623 in Herrenberg, Stadtschreiber, Kastenpfleger und Keller
1586, 17. August, Johann Valentin Andreae, † 27. Juni 1654, Theologe und Schriftsteller
1592, 22. April, Wilhelm Schickard, † 23. Oktober 1635 in Tübingen, Erfinder der Rechenmaschine
1603, 3. Januar, Lucas Schickhardt (III.), 24. September 1651 in Stuttgart, Präzeptor sowie Rentkammer-Expeditionsrat
1655, 23. November, Johann Conrad Klemm, † 18. Februar 1717 in Tübingen, Geistlicher, Theologe und Hochschullehrer
1696, 2. November, Conrad Weiser, geboren in Affstätt, † 13. Juli 1760 in Pennsylvania, USA. Siedler, Dolmetscher und Diplomat
1697, 15. Januar, Johann Georg Fischer, † 14. Oktober 1780 in Freiburg im Breisgau, Orgelbauer
1803, 3. Oktober, Rudolf von Mohl, † 18. August 1892 in Stuttgart, Präsident des Verwaltungsgerichtshofes
1805, 30. April, Theodor Eisenlohr, † 31. August 1869 in Nürtingen, Pädagoge, Rektor des Lehrerseminars, 1849 Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung
1807, 5. März, Karl Philipp Fischer, † 25. Februar 1885 in Winnenden, Philosoph, Professor an der Universität Tübingen
1856, 14. Dezember, Julius Ackerknecht, † 8. Juli 1932 in Stuttgart, Gymnasialprofessor u. a. für Französisch, Verfasser von Lehrmitteln zur Phonetik
1883, Julie Majer, † 1963 in Herrenberg, antifaschistische Widerstandskämpferin
1900, 8. Juli, Karl Kühnle, geboren in Kuppingen, † 15. Oktober 1981 ebenda, Künstler (Maler des Gäus)
1926, 17. März, Bernhard Ulrich, Forstwissenschaftler und Ökosystemforscher, † 14. Oktober 2015
1927, 21. Februar, Otto Roller, geboren in Oberjesingen, † 10. Mai 2017 in Speyer, Archäologe
1935, 8. Mai, Martin Dorn, Landtagsabgeordneter
1942, 27. Juli, Karl Link, Olympiasieger und Weltmeister 1964 Bahnradsport 4000 m Mannschaftsverfolgung
1953, 22. Dezember, Hans-Michael Holczer, Leiter des ehemaligen Radsportteams Gerolsteiner
1957, 24. März, Martin Kolbe, Gitarrist
1960, 16. Oktober, Hartmut Schick, Musikwissenschaftler
1968, 4. April, Jochen Novodomsky, ehemaliger Profi-Fußballer der Stuttgarter Kickers
1974, Bernd Lange, Drehbuchautor und Regisseur
1983, 6. Januar, Sven Krauß, Radrennfahrer
1984, 9. Juni, Stephanie Halm, Rennfahrerin
1986, 7. August, Mahir Savranlıoğlu, Fußballspieler
1986, 25. August, Thorsten Barg, Fußballspieler
1990, 3. April, Laura Glaser, Handballtorfrau
1990, 9. April, Kim Kulig, Fußball-Nationalspielerin
1993, 17. September, Manuel Bihr, Fußballspieler
Bedeutende Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben
Friedrich Christoph Oetinger (1702–1782), pietistischer Theologe, 1759–1765/1766 Spezialsuperintendent (Dekan) und Erster Stadtpfarrer in Herrenberg, seit 2. Dezember 1765 (Ernennung; 1766 Amtsantritt) Herzoglicher Rat, Prälat sowie Abt des evangelischen Klosters Murrhardt, dazu Erster Stadtpfarrer in Murrhardt
Philipp Matthäus Hahn (1739–1790), pietistischer Theologe und Mechaniker, 1762–1763 Vikar in Herrenberg bei Friedrich Christoph Oetinger, zuletzt (1781–1790), Pfarrer in Echterdingen, dem heutigen Stadtteil von Leinfelden-Echterdingen
Willy Planck (1870–1956), Maler, beeinflusst vom Schwäbischen Impressionismus, bekannter Illustrator von Heidi- und Karl May-Büchern, verwandt mit dem Nobelpreisträger Max Planck
Luise Schöffel (1914–1997), Gründerin des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter
Literatur
Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961
Traugott Schmolz: Herrenberg – Chronik einer Stadt, Herrenberg 1987
Gabriel Holom, Thomas Morawitzky: Herrenberg. 1. Auflage. Silberburg-Verlag, Tübingen 2006, ISBN 978-3-87407-711-8. 
Gerhard Bäuerle, Dieter Balinger, Norbert Weimper: Herrenberg (Sondereinband). DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 1994, ISBN 978-3-87181-296-5. 
Volker Gantner: Herrenberg …Herrenberg…: Geschichte in unserer Zeit Erinnerung an die Jahre 1985–2008. 1. Auflage. DRW-Verlag, 2010, ISBN 978-3-87181-786-1. 
Weblinks
 Commons: Herrenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Herrenberg – Reiseführer
 Wikisource: Herrenberg in der Beschreibung des Oberamts Herrenberg von 1855 – Quellen und Volltexte
Internetpräsenz der Stadt Herrenberg