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Geschichte
Propstei des ehemaligen Prämonstratenserklosters in Clarholz

In der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts wurde das Benediktinerinnenkloster Herzebrock gegründet, 1133 das Prämonstratenserkloster Clarholz, mit dem ursprünglich eine weibliche Niederlassung des Ordens im benachbarten Lette verbunden war. Beide Klöster besaßen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft umfangreichen Grundbesitz. In der Herrschaft Rheda bildeten sie zusammen mit dem Kloster Marienfeld die Landstandschaft. Im Zuge der Säkularisation wurden die Klöster 1803 durch Graf Moritz Casimir II. von Bentheim-Tecklenburg aufgelöst. Die Chorfrauen und -herren wurden vertrieben, der Grundbesitz fiel an das Grafen- und heutige Fürstenhaus.

Nach der Mediatisierung der Herrschaft Rheda und der Eingliederung als Kanton in das Großherzogtum Berg bildeten Herzebrock und Clarholz mit Lette eigenständige Mairien (Bürgermeistereien). An dieser lokalen Verwaltungsstruktur wurde festgehalten, nachdem die ehemalige Herrschaft Rheda in das Königreich Preußen eingegliedert worden war. Die Bürgermeistereien Herzebrock und Clarholz, von einem Bürgermeister gemeinsam verwaltet, gehörten zum Kreis Wiedenbrück im Regierungsbezirk Minden. 1851 wurden die beiden Bürgermeistereien zum Amt Herzebrock zusammengefasst, das aus den drei selbstständigen Gemeinden Herzebrock, Clarholz und Lette bestand.

Herzebrock und Clarholz lagen verkehrsgünstig an der Chaussee von Münster nach Paderborn und erhielten 1887 einen Anschluss an das Eisenbahnnetz mit der Verbindung von Münster nach Lippstadt. Auf dieser Grundlage entwickelten sich in den landwirtschaftlich geprägten Orten Anfänge der gewerblichen Entwicklung. In Clarholz wurde die Firma Claas gegründet, die 1919 nach Harsewinkel übersiedelte, in Herzebrock 1899 die Firma Miele, die 1907 ihren Sitz nach Gütersloh verlegte. In Lette entstand die Firma Cordes, die heute zur Firma Miele gehört. Alle drei Firmen waren auf die Herstellung von technischen Geräten für den Bedarf der Landwirtschaft spezialisiert; bei Miele und Cordes kam die Herstellung von Waschmaschinen hinzu. In die von Miele verlassenen Produktionshallen zog das Press-, Stanz- und Hammerwerk, heute Firma Paul Craemer ein. Seit den 1920er-Jahren entwickelte sich auf der Grundlage von handwerklichen Tischlereien eine umfangreiche Möbelindustrie.

Wie überall in Deutschland kam es in Herzebrock während des Nationalsozialismus zur systematischen Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Einwohner, die schließlich entweder flohen oder in Ghettos bzw. Konzentrationslager deportiert wurden: Insgesamt 27 aus Herzebrock stammende Personen wurden dort von den Nationalsozialisten ermordet. Nach dem Krieg kehrte lediglich eine jüdische Familie in die Gemeinde zurück.

In den überwiegend katholischen geprägten Gemeinden entstand durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen nach 1945 ein evangelisches Gemeindeleben, das sich in dem Bau von Kirchen in beiden Ortsteilen niederschlug. Heute bilden Herzebrock und Clarholz einen Pfarrbezirk in der evangelischen Kirchengemeinde Rheda.

Religion

Mit 62,2 % ist der überwiegende Anteil der Bevölkerung historisch bedingt römisch-katholischer Konfession. Weitere 18,3 % haben ein evangelisches Glaubensbekenntnis. 19,5 % der Bevölkerung haben ein anderes Bekenntnis oder sind konfessionslos.[5]

Eingemeindungen

Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurden mit dem „Gesetz zur Neugliederung des Kreises Wiedenbrück und von Teilen des Kreises Bielefeld“ vom 4. Dezember 1969 die beiden Gemeinden Herzebrock und Clarholz zum 1. Januar 1970 zur neuen Gemeinde Herzebrock zusammengeschlossen. In die neue Gemeinde wurden Teile der Gemeinde Kirchspiel Oelde (Amt Oelde, Kreis Beckum) sowie ein Flurstück aus der Stadt Gütersloh eingegliedert.[7] Das Amt Herzebrock wurde aufgelöst, Rechtsnachfolgerin ist die Gemeinde Herzebrock bzw. heute Herzebrock-Clarholz. Lette, die dritte Gemeinde des aufgelösten Amts, sowie einige Flurstücke der Gemeinde Clarholz wurde in die Stadt Oelde (Kreis Beckum, heute Kreis Warendorf) eingegliedert. Vorausgegangen war eine Abstimmung der Letter Bürger, die sich mit einer Mehrheit von 78 % für den Anschluss an Oelde ausgesprochen hatten. Spätere Proteste gegen dieses Votum blieben ergebnislos.

Nachdem seit Anfang der 1980er-Jahre aus dem Ortsteil Clarholz die Forderung laut geworden war, der Zweipoligkeit der Gemeinde müsse durch einen Doppelnamen Genüge getan werden, verlieh der nordrhein-westfälische Innenminister der Gemeinde mit Wirkung vom 26. April 1985 den Namen Herzebrock-Clarholz.

Einwohnerentwicklung
Bevölkerungsentwicklung in Herzebrock-Clarholz von 1939 bis 2007

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Gemeinde Herzebrock-Clarholz bzw. für 1939, 1950 und 1961 die Einwohnerzahlen des heutigen Gemeindegebietes. Bei den Zahlen handelt es sich bis 1970 und für 1987 um Volkszählungsergebnisse[8] und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik[9]. Die Zahlen von 1975 bis 1985 sind geschätzte Werte, die Zahlen ab 1990 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der Volkszählung von 1987. Die Angaben beziehen sich auf die Wohnbevölkerung und ab 1985 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung.

Jahr Einwohner
1939 (17. Mai) 6.698
1950 (13. Sep.) 9.410
1961 (6. Juni) 10.183
1969 (31. Dez.) 11.120
1970 (27. Mai) 11.256
1974 (30. Juni) 11.763
1975 (31. Dez.) 12.054
1980 (31. Dez.) 12.782
1985 (31. Dez.) 12.691
1987 (25. Mai) 12.626
Jahr Einwohner
1990 (31. Dez.) 13.351
1995 (31. Dez.) 14.898
2000 (31. Dez.) 15.795
2005 (31. Dez.) 16.175
2007 (31. Dez.) 16.161
2012 (31. Dez.) 15.875

Politik

Herzebrock-Clarholz gehört zum Landtagswahlkreis Gütersloh II, in dem bei der Landtagswahl 2010 Ursula Doppmeier (CDU) zum dritten Mal in Folge als Direktkandidatin gewählt wurde. Auf Bundesebene gehört Herzebrock-Clarholz zum Bundestagswahlkreis Gütersloh, in dem 2009 Ralph Brinkhaus (CDU) als Direktkandidat gewählt wurde.

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2014

 %50403020100

47,117,09,023,13,7

CDUSPDGALUWGFDP
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   6   4   2   0  -2  -4  -6  -8

+1,0
+4,6+2,3± 0,0-8,0
CDUSPDGALUWGFDP
Sitzverteilung im
Gemeinderat 2014

     

Insgesamt 34 Sitze GAL: 3 SPD: 6 UWG: 8 FDP: 1 CDU: 16

Der Gemeinderat hat gegenwärtig 34 Mitglieder aus fünf Parteien. Hinzu kommt der Bürgermeister.

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahl-Ergebnisse seit 1975:

Rat der Gemeinde Herzebrock-Clarholz: Wähleranteil und Gemeinderäte seit 1975
UWG1 GAL Gesamt2 Wahl-
beteiligung
Wahlperiode  %  %  %  %  %  %  %
1975–1979 69,41 23 25,28 8 5,31 2 100 33 90,69
1979–1984 66,76 22 28,04 9 5,20 2 100 33 75,54
1984–1989 61,05 21 23,08 7 5,99 2 9,87 3 100 33 74,27
1989–1994 40,84 15 29,34 10 18,40 6 4,67 0 6,76 2 100 33 75,62
1994–1999 49,18 17 20,98 7 19,24 7 3,40 0 7,20 2 100 33 84,80
1999–2004 58,99 20 22,98 8 18,03 6 100 34 61,96
2004–2009 52,82 18 17,80 6 16,71 6 6,80 2 5,90 2 100 34 59,85
2009–2014 46,12 16 23,08 8 12,36 4 11,72 4 6,72 2 100 34 55,74
2014–2020[10] 47,10 16 23,13 8 17,06 6 3,70 1 9,01 3 100 34 51,26
Prozentanteile gerundet. Quellen: Landesdatenbank NRW[11]; Landesbetrieb Information und Technik NRW[12]

1 Unabhängige Wählergemeinschaft, 2ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen

Bürgermeister

Bürgermeister der Gemeinde ist Marco Diethelm (CDU). Er wurde im September 2015 im zweiten Wahlgang zum Nachfolger von Jürgen Lohmann (CDU) gewählt.[13] Er ist stimmberechtigter Vorsitzender des Rates, ohne dessen Mitglied zu sein. Zum Zeitpunkt des Amtseintritts im Oktober 2015 war er der jüngste CDU-Bürgermeister des Landes NRW.
[14]

Weitere Wahlergebnisse

Für die Landtagswahlen gehört Herzebrock-Clarholz zum Wahlkreis 95 – Gütersloh II, in dem bei der Landtagswahl 2012 Hans Feuß (SPD) zum ersten Mal als Direktkandidat gewählt wurde. Auf Bundesebene gehört Herzebrock-Clarholz zum Wahlkreis 132 – Kreis Gütersloh, in dem 2009 Ralph Brinkhaus (CDU) als Direktkandidat gewählt wurde. Die Ergebnisse der letzten Landtags-, Bundestags- und Europawahlen in Herzebrock-Clarholz werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Für Bundes- und Landtagswahlen sind die Stimmanteile in der Zweitstimme angegeben.

weitere Wahlergebnisse in Herzebrock-Clarholz
Sonstige Wahl-
beteiligung
Wahl  %  %  %  %  %  %  %  %  %
Europawahl 2009[15] 52,93 15,87 9,02 13,15 3,13 0,61 5,29 47,18
Bundestagswahl 2009[16] 44,74 19,53 7,75 17,20 5,62 5,17 74,11
Landtagswahl 2010[17] 47,60 25,16 10,14 7,96 4,18 1,23 3,74 59,66
Landtagswahl 2012[18] 38,40 31,24 9,05 8,01 1,72 7,39 4,19 60,39
Bundestagswahl 2013[19] 52,08 24,74 6,58 5,23 4,05 1,81 3,32 2,18 74,07
Europawahl 2014[20] 51,84 22,44 8,53 3,41 3,37 1,25 4,81 4,35 56,61

Wappen

Blasonierung: „Von Grün und Silber (weiß) unter einem silbernen (weißen) Wellenbalken schräg geteilt. Im grünen Feld ein springendes silbernes Pferd, im silbernen Feld ein grüner Eichbaum.“
Wappenbegründung: In das nach der kommunalen Neugliederung 1973 verliehene Wappen wurden die Farben und die Symbole der Wappen der Gemeinden Herzebrock und Clarholz übernommen. Beide Wappensymbole sind sprechende Symbole und leiten sich von etymologischen Erklärungen der Ortsnamen her: Herzebrock von Horsabruch (etymologisch zweifelhafte Deutung: Pferdeweide) sowie Clarholz von Claholte und Cleholte (Wald auf Kleiboden). Der Wellenbalken weist auf die wasserreiche Gegend am Rande der Ems hin.

Städtepartnerschaften

Seit 1973 besteht eine Partnerschaft zu Le Chambon-Feugerolles im gleichnamigen Kanton in Frankreich. In ihrem Rahmen finden jedes Jahr Austausche von Jugend- und Erwachsenengruppen aus beiden Kommunen statt.

1994 wurde die Partnerschaft zur Gemeinde Brederwiede (Niederlande) aufgenommen, die 2001 im Rahmen einer kommunalen Neugliederung in der Stadt Steenwijk und 2003 in Steenwijkerland aufgegangen ist. Mit der Partnerschaft wird an Beziehungen des Klosters Clarholz in die Provinz Overijssel während des Mittelalters erinnert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Herzebrock-Clarholz
Benediktinerinnenkloster Herzebrock
Pfarrkirche St.Christina und das Konventshaus des ehem. Klosters Herzebrock
Hauptartikel: Benediktinerinnenkloster Herzebrock

Von dem 1803 aufgelösten Kloster sind noch Teile der Gebäude aus der umfassenden Neubauphase am Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts vorhanden. Zu nennen sind das Abtei- und Konventsgebäude, in dem sich neben der Wohnung der Äbtissin auch das Dormitorium und das Refektorium der Nonnen befunden haben. Der langgestreckte rechteckige Hauptbau hat einen vorspringenden Ostflügel und ist in Bruchsteinmauerwerk errichtet. An der Westseite sind noch Teile des alten Kreuzgangs erhalten. Auf der Westseite des früheren Kreuzganghofes steht das Haus der Laienschwestern, das heute als Pfarrgemeindezentrum dient. An der Ostseite Wirtschaftshofes steht außerdem das 1712 fertiggestellte Pfarrhaus.

Pfarrkirche St. Christina Herzebrock
Klosteranlage mit der Pfarrkirche St.Christina in Herzebrock.
Hauptartikel: St. Christina (Herzebrock)

An den romanischen Turm aus dem 12. Jahrhundert wurde 1474 eine einschiffige gotische Kirche angebaut, die 1899/1901 nach Plänen des Paderborner Dombaumeisters Arnold Güldenpfennig zu einer Basilika erweitert und mit einem Querschiff versehen wurde. Aus der spätgotischen Bauphase erhalten sind noch das Mittelschiff der heutigen Kirche sowie der Chor.
Das Mittelschiff erstreckt sich über vier Gewölbejoche, von denen die drei westlichen reich mit Pflanzenornamenten ausgeschmückte Netzgewölbe aufweisen. Die zur Säkularisation des Klosters befand sich hier die Nonnenempore. Die Empore selbst wurde 1901 abgerissen. Altar, Nebenaltäre und Kanzel sind neugotische Werke aus der Wiedenbrücker Bildhauerschule.

Lordemann’sche Kapelle Herzebrock

An der alten Poststraße ließ 1661 der Klostersekretär Heinrich Lordemann auf quadratischem Grundriss eine barocke Kapelle errichten. Diese wurde nach Einweihung des Herzebrocker Krankenhauses nach Osten erweitert und diente bis zur Schließung des Krankenhauses als Krankenhauskapelle.

Kirchplatz Herzebrock
Kirchplatz in Herzebrock

Die noch weitgehend geschlossene Kirchplatzbebauung wird mehrheitlich von traufständingen Fachwerkbauten des 17. bis 19. Jahrhunderts geprägt, die zum Teil jedoch verputzt oder verschiefert sind. Besonders ansehnlich ist Kirchplatz 13. Das zweigeschossige Traufenhaus von 1730, dessen Obergeschoss über Knaggen weit vorkragt, wurde 1979 durchgebaut.

Pfarrkirche St. Laurentius Clarholz
Pfarrkirche St.Laurentius in Clarholz
Hauptartikel: St. Laurentius (Clarholz)

An den mächtigen romanischen Westriegel mit wenigen Rundbogen- und Schlitzöffnungen schloss ursprünglich eine Basilika an, von der die Apsiden der Seitenschiffe noch vorhanden sind. Im 14. Jahrhundert wurde die romanische Kirche zu einer gotischen Hallenkirche umgebaut und um den Neubau des Chores erweitert. Bemerkenswert am Außenbau ist die spätromanische Kreuzigungsgruppe aus Baumberger Sandstein. Im Innenraum sind die Gewölbemalereien zu nennen, an denen noch die Teilung in die Kloster- und Pfarrkirche ablesbar sind. Während die Ausmalung der Gewölbe im der Gemeinde vorbehaltenen Langhaus relativ schlicht ist, weisen Chor und Querhaus, die ausschließlich vom Konvent des Klosters genutzt wurden, eine reiche Ausmalung auf. Besonders zu erwähnen ist die reiche Tiersymbolik im südlichen Querschiff.

Prämonstratenserkloster Clarholz
Propstei mit Klostergarten in Clarholz
Hauptartikel: Stift Clarholz

Bedeutendstes Zeugnis der klösterlichen Zeit ist das von Baumeister Nikolaus Wurmstich aus Lippstadt zwischen 1705 und 1707 unter der Ägide des Propstes Elbert von Kückelsheim errichtete Propsteigebäude. Der Ziegelbau erhebt sich auf einem verputzten Sandsteingeschoss. Die Sandsteinlaibungen der Fenster und die Eckquaderungen kontrastieren mit dem Rot der Ziegel im Mauerwerk. Die drei mittleren Fensterachsen treten risalitartig hervor und werden von einem Dreiecksgiebel bekrönt. Über eine Freitreppe erreicht man das reich verzierte Portal zu dem das barocke Repräsentationsbedürfnis des Abtes dokumentierenden Gebäude.

Südlich der Pfarrkirche steht das ehemalige Konventshaus, das heute als Pfarrgemeindezentrum dient. Ebenso sind die Gebäude des Wirtschaftshofes sowie die Zehntscheune mit einer Dokumentation zur Ortsgeschichte noch erhalten.

Kirchplatz Clarholz
Fachwerkhäuser am Kirchplatz in Clarholz

Im Bereich des Kirchplatzes befinden sich noch einige ältere Wohngebäude, darunter das „Gasthaus Rugge“, ein stattlicher Fachwerkbau von 1667, und das denkmalgeschützte Haus Gildemeister-Samson. Bei Letzterem handelt es sich um einen Ziegelbau mit doppelläufiger Freitreppe, der 1843 durch den Architekten Conrad Niermann in einfachen klassizistischen Formen erbaut wurde. Das Haus gehört zum Clarholzer Klosterensemble und liegt direkt an der B 64 (Wiedenbrück – Münster). Teile der zeitgenössischen Innenausstattung blieben erhalten. In den Galerieräumen des Hauses Samson befindet sich die ständige Ausstellung der Künstlergemeinschaft Gruppe 13 sowie eine Galerieabteilung für Gastausstellungen [21].

Schloss Möhler
Hauptflügel des Schloss Möhler
Hauptartikel: Schloss Möhler

Das im 11. Jahrhundert erstmals erwähnte Möhler ging Anfang des 18. Jahrhunderts in das Eigentum der Freiherren von Ketteler über, die zwischen 1710 und 1715 einen zweiflügeligen Adelssitz, vermutlich an Stelle eines Vorgängerbaus aus der Renaissance, errichten ließen. Von dem typisch westfälischen Herrenhaus ist heute nur noch der Hauptflügel erhalten. Die beiden Seitenflügel wurden abgerissen. Das Schloss ist in privatem Eigentum und nicht frei zugänglich.

Theater

Regelmäßige Theateraufführungen gibt es in Herzebrock-Clarholz nicht. Für unregelmäßig stattfindende Aufführungen, zum Beispiel Schulaufführungen, wird die Aula der Bolandschule genutzt.

Museen

Im Abtei- und Konventsgebäude des Benediktinerinnenklosters Herzebrock befindet sich die Heimatstube Herzebrock, die vom Heimatverein Herzebrock betreut wird. Gezeigt werden Exponate zur Klostergeschichte und Geschichte des Dorfes aus den Bereichen Landwirtschaft, Industrie und Handwerk.

In den Räumen der „Kellnerei“ der Propstei Clarholz wird zwischen Juni 2007 und Oktober 2008 das Museum in der Kellnerei unterhalten. Dort werden 18 Gemälde der Kunstschule Cusco aus Südamerika gezeigt. Auch Führungen durch die Kirche und die Klosteranlage sind nach Vereinbarung möglich.

Musik

In der Gemeinde existieren 15 Musik- und Chorgemeinschaften:

Chöre
Jugendchor Herzebrock-Clarholz
Kirchenchor St. Christina
Craemer Werkschor
Männerchor Concordia
Männerchor Eintracht
Pfarr-Cäcilienchor St. Laurentius
Projektchor der Evang. Kirchengemeinde
Shanty-Chor Clarholz
Singekreis Herzebrock – Chor der Evang. Kirche Herzebrock-Clarholz
Bläser
Blechbläserkreis St. Michael
Fanfarenzug Thron-Bläser 93-94 der Schützengilde Herzebrock
Herzebrocker Blasorchester
Spielmannszüge
Spielmannszug Clarholz-Heerde
Spielmannszug Herzebrock
Sonstige
Ökumenischer Arbeitskreis Kirchenmusik
„Dance to Fox“ Die Schlager-Party und Marchingband mit eigener Funken und Showgarde

Die Musikschule für den Kreis Gütersloh bietet in Herzebrock-Clarholz Unterrichtsmöglichkeiten an.

Parks
Clarholz, Luftaufnahme nach Südwesten, Klostergelände und umgebende Münsterländer Parklandschaft, oben rechts die B 64 mit der parallel verlaufenden Bahnstrecke

Die Gebäude der beiden Klöster Herzebrock und Clarholz waren vor ihrer Säkularisation in umfangreiche Gartenanlagen eingebettet, die aus Nutzgärten für den Bedarf der klösterlichen Gemeinschaften und aus Ziergärten zur Erholung der Chorfrauen und -herren bestanden. Seit 2000 sind beide Gärten in Anlehnung an barocke Gartenanlagen neu gestaltet worden und geben so einen Eindruck von der traditionellen Einbettung der Klostergebäude in ihre Umgebung. Der Klostergarten in Clarholz ist ca. 5 ha groß, der Klostergarten in Herzebrock rund 3,8 ha groß. Die Außenanlagen sind jeweils öffentlich zugänglich.[22][23]

Das oben genannte Schloss Möhler verfügt über eine rekonstruierte barocke Gartenanlage von etwa 3,5 ha Größe. Eine Außenbesichtigung ist möglich, Zugang zum Garten ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.[24][25]

Naturdenkmäler
Die Mersch

Herzebrock-Clarholz verfügt mit der Mersch über ein Naturschutzgebiet. Insgesamt 0,09 % des Gemeindegebiets stehen unter Naturschutz.

An der Holzhofstraße in Clarholz finden sich sechs unter Schutz gestellte Platanen.

Sport
Vereine

Im Gemeindegebiet besehen zwei große Sportvereine mit jeweils mehreren Sparten, der Herzebrocker Sport-Verein[26] und der T.S.V. Victoria Clarholz[27] sowie ein kleinerer, DJK Eintracht Quenhorn[28]. Daneben besteht der Tennisclub, TC in Herzebrock [29].

Skatepark am Hallenbad

Anfang 1999 wurde ein Skatepark auf dem Gelände der Real- und Hauptschule erbaut. Mit Hilfe der Interessengemeinschaft Rollsport 4 & 8 (stellvertretend für 4 Rollen an einem Skateboard und 8 an Inlineskates) und einigen ehrenamtlichen Helfern wird die Anlage technisch gepflegt. In den letzten Jahren wurde der Park grundlegend umgebaut, um den wechselnden Ansprüchen zu genügen.

Regelmäßige Veranstaltungen
Jubiläums-Erntedankumzug 2011 in Clarholz

Die Schützenbruderschaft St. Hubertus in Heerde feiert am letzten Wochenende im August ihr Schützenfest. Ebenfalls im September findet das Cityfest in Herzebrock, im August die Laurentius-Kirmes in Clarholz statt.

Am Erntedanktag wird alljährlich in Clarholz ein Erntedankumzug veranstaltet. Die „Erntedankgemeinschaft Clarholz-Sundern“ wirbt damit, dass es sich bei diesem Umzug um den größten Erntedankumzug Deutschlands handele.[30]

An einem Adventswochenende findet in Herzebrock rund um den Kirchplatz ein Weihnachtsmarkt statt.

Kulinarische Spezialitäten

Der Pumpernickel der Landbäckerei Rohmann, der seit 1911 im Steinbackofen hergestellt wird, erfreut sich weit über die Grenzen der Gemeinde großer Beliebtheit. Die Firma unterhält aufgrund der überregionalen Nachfrage sogar einen Versanddienst.

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Haltepunkt Clarholz

Früher führte die Poststrecke Münster (Westf) – Paderborn durch Clarholz und Herzebrock. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die alte Verbindung zwischen den beiden Bischofsstädten zur Chaussee ausgebaut. Bis heute ist diese als B 64 die Hauptverkehrsader der Gemeinde. Die A 2 ist über die Anschlussstellen „Herzebrock-Clarholz“ oder „Rheda-Wiedenbrück“ in wenigen Minuten zu erreichen.

1887 wurde die parallel zur Chaussee angelegte Bahnstrecke Münster–Rheda-Wiedenbrück–Lippstadt eröffnet, von der der Streckenabschnitt zwischen Rheda-Wiedenbrück und Lippstadt mittlerweile weitgehend abgebaut ist. Dass die Bahnstrecke auch durch den Ort hindurch durchgehend direkt parallel der heutigen Bundesstraße verläuft, ist an dieser Strecke nur in Clarholz so. Eine derartige Gestaltung ist bundesweit selten, wenn nicht einzigartig. Personenverkehr findet heute auf der Warendorfer Bahn im Stundentakt (sonntags alle zwei Stunden) zwischen Münster und Bielefeld mit Haltepunkten in Herzebrock und Clarholz durch die Eurobahn statt. Auch die ehemals durchgehende Omnibuslinie Münster – Lippstadt wurde in mehrere Linien aufgeteilt. Regiobuslinien verbinden beide Ortsteile mit den Nachbarstädten Warendorf, Gütersloh und Oelde.

Herzebrock-Clarholz liegt im Schnittpunkt dreier Regionalflughäfen. Der Flughafen Paderborn/Lippstadt liegt etwa 50 km, der Flughafen Münster/Osnabrück etwa 60 km entfernt. Der Flughafen Dortmund liegt in rund 68 km Entfernung.

In Herzebrock-Clarholz wird traditionell, wie im benachbarten Münsterland, viel Fahrrad gefahren. Hilfreich dabei sind viele gut ausgebaute (Land-)Wirtschaftswege, sogenannte „Pättkes“. Im Norden der Gemeinde verläuft der Emsradweg, ein Radfernweg von der Quelle bis zur Mündung.

Ansässige Unternehmen
Verwaltungsgebäude der Paul Craemer GmbH

Der größte Arbeitgeber der Gemeinde (Stand 2010) ist die Steinel Unternehmensgruppe, ein Hersteller von Leuchten und Sensoren mit mehr als 1.000 Mitarbeitern weltweit. Sie hat Ihren Stammsitz in der Gemeinde und unterhält hier auch ein Werk. Die Craemer Gruppe, mit mehr als 600 Mitarbeitern tätig in der Metallumformung und Kunststoffverarbeitung, hat hier ebenfalls ihren Hauptsitz. Viele Unternehmensteile der arvato AG befinden sich in der Gemeinde. Weiterhin sind die Unternehmen Weeke Bohrsysteme (Homag Group), die Lübbering Gruppe, Rippert Anlagentechnik, Disselkamp Schlafraumsysteme oder adeco Türfüllungstechnik hier ansässig.

Die beiden Weltunternehmen Miele und Claas haben ihren Ursprung in Herzebrock-Clarholz, sind aber später nach Gütersloh und Harsewinkel übergesiedelt. Tönnies hat noch ein Werk im Gemeindegebiet, ein weit größeres in Rheda-Wiedenbrück.

Heute ist Herzebrock-Clarholz durch viele mittelständische Unternehmen geprägt. Traditionell haben Unternehmen der Möbelindustrie und der Fleischverarbeitung einen hohen Anteil. Mittlerweile haben aber metall- und kunststoffverarbeitende Unternehmen sowie Unternehmen aus der Elektroindustrie eine immer größer werdende Bedeutung für die Wirtschaft der Gemeinde.

Die ehemals selbstständige Volksbank Clarholz gehört heute zur Volksbank im Ostmünsterland mit Sitz in Harsewinkel. Die Volksbank in Herzebrock gehört zur Volksbank Bielefeld-Gütersloh.

Von den 6.785 in Herzebrock-Clarholz beschäftigten Arbeitnehmern (Stand: 1997) arbeiten etwa 4 % im primären Sektor (Landwirtschaft), 63 % im sekundären Sektor (verarbeitendes Gewerbe) und ca. 30 % im tertiären Sektor (Dienstleistungen).

An der A 2, auf der Gemarkung Marburg im Grenzbereich der Städte Oelde und Rheda-Wiedenbrück, liegt ein in Bau befindliches interregionales Gewerbegebiet, das unter der Bezeichnung „Aurea – das A-2-Wirtschaftszentrum“ vermarktet wird. Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz und die Städte Oelde und Rheda-Wiedenbrück erschließen ein insgesamt ca. 150 ha großes Gewerbeareal. Der eigens hierfür geschaffener Autobahnanschluss, die Anschlussstelle „Herzebrock-Clarholz“, wurde im September 2008 eingeweiht und dem Verkehr übergeben.

Medien
Druckmedien

Durch die Lage der Gemeinde sind in Herzebrock-Clarholz drei Tageszeitungen vertreten. Täglich von montags bis samstags erscheinen die Neue Westfälische mit Regionalteil sowie eine Lokalausgabe des Westfalen-Blatts. Beide Zeitungen beziehen Ihren Mantel von ihren jeweiligen Mantelredaktionen aus Bielefeld. Ebenfalls mit lokaler Berichterstattung erhältlich ist von montags bis samstags Die Glocke aus dem benachbarten Oelde.

Monatlich erscheint das vom Gewerbeverein Herzebrock-Clarholz herausgegebene Heft „Markt und Gemeinde“[31].

Radio und Fernsehen

Herzebrock-Clarholz gehört zum Berichtsgebiet des Regionalstudios Bielefeld des WDR und von Radio Gütersloh, das die Gemeinde in der Berichterstattung als Lokalradio mit abdeckt.

Social Media

Mittlerweile hat sich der Blog Herzeblog.de mit Infos aus der Gemeinde, Vereinen, Schulen, Unternehmen etc. in Herzebrock-Clarholz etabliert.

Öffentliche Einrichtungen
Pfarrbücherei von St. Laurentius Clarholz

Sowohl Herzebrock als auch Clarholz verfügen über ein Hallenbad. Während in Herzebrock Freizeitschwimmen möglich ist und das Bad eine 83 m lange Rutsche hat, wird in Clarholz lediglich Schul- und Vereinssport durchgeführt.

Die Volkshochschule Reckenberg-Ems bietet ein breites Weiterbildungsangebot.

Jugendlichen wird mit drei Jugendhäusern, dem Jugendhaus Pentagon, der Jugendfreizeitstätte St. Christina, dem Jugendhaus Klein Bonum und zusätzlich mit den Jugendtreffs der evangelischen Kirchengemeinde ein großes Angebot zur Auswahl gestellt.

Es gibt in Herzebrock-Clarholz kein Krankenhaus, daher müssen die Einrichtungen der umliegenden Städte und Gemeinden genutzt werden.

In Herzebrock unterhalten die evangelische Gemeinde und in Clarholz die katholische St.-Laurentius-Gemeinde je eine öffentliche Bücherei. In der Haupt- und Realschule gibt es eine Schulbibliothek.

Feuerwehrhaus in Quenhorn

Die Freiwillige Feuerwehr Herzebrock-Clarholz unterhält vier Löschzüge, davon jeweils einer in den Ortsteilen Clarholz, Herzebrock, Möhler und Quenhorn, und eine Jugendfeuerwehr.

Bildung
Josefsschule in Herzebrock

Die Gemeinde bietet drei Grundschulen, sowie seit 2012/2013 eine Gesamtschule, die seit dem Schuljahr 2017/18 die beiden früheren Haupt- und Realschulen komplett ersetzt.
Eine gymnasiale Oberstufe wird zum Schuljahr 2018/19 aufgebaut.
Für andere Schulformen muss auf Angebote der umliegenden Städte und Gemeinden ausgewichen werden, insbesondere werden die Gymnasien in Rheda-Wiedenbrück und Harsewinkel genutzt.

Im Jahr 2006 wurden an dem Schulen der Gemeinde mit 100 Lehrkräften insgesamt 1.589 Schüler unterrichtet, davon etwa 52 % an den Grundschulen, 23 % an der Haupt- und 26 % an der Realschule[4].

Die Gemeinde ist seit den Gründungen der Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen in den 1970er Jahren Mitgliedsgemeinde der Volkshochschule Reckenberg-Ems, Zweckverband der Kommunen Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Herzebrock-Clarholz und Langenberg.

Persönlichkeiten
Träger des Ehrenrings der Gemeinde Herzebrock-Clarholz
1979: Franz Noeker, Pfarrer [32]
1982: Hans Joachim Brandenburg, Bürgermeister[33]
2007: Horst Kortmann, Pfarrer
2010: Dieter Mersmann und Gottfried Pavenstädt, Ortsvorsteher
Söhne und Töchter der Gemeinde
Johann Bernhard Wilbrand (1779–1846), Mediziner, Physiologe und Naturphilosoph
Caspar von Zumbusch (1830–1915), Bildhauer
Julius Zumbusch (1832–1908), Bildhauer
Carl Miele (1869–1938), Unternehmer
August Claas (1887–1982), Unternehmer und Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern
Wilhelm Tophinke (1892–1961), Bildhauer
Heribert Meier (1940–2001), Politiker (CDU), Landtagsabgeordneter in Niedersachsen
Heinz Landwehr (* 1955), Chefredakteur Finanztest
Thomas Ostermann (* 1966), Fußballspieler
Personen in Verbindung mit Herzebrock-Clarholz
Johannes Meier (* 1948), Theologe, hat in seiner Schulzeit in Clarholz gewohnt
Diana Amft (* 1975), Schauspielerin, wurde durch Mädchen, Mädchen und Doctor’s Diary bekannt
Robert Oehle (* 1988), Basketballspieler bei den Walter Tigers Tübingen
Patrick Mainka (* 1994), Fußballspieler bei der Werder Bremen U23
Literatur
Heimatvereine Clarholz und Lette (Hrsg.): Clarholz und Lette in Geschichte und Gegenwart 1133–1983 – Heimatjahrbuch zur 850-Jahr-Feier. Herzebrock-Clarholz, Oelde-Lette 1983.
Heimatverein Herzebrock (Hrsg.): Altes und neues Herzebrock. Herzebrock 1982.
Herzebrock. 1150 Jahre Kloster- und Ortsgeschichte 860 bis 2010. Hrsg. von Eckhard Möller im Auftrag des Heimatvereins Herzebrock. Bielefeld:Verlag für Regionalgeschichte 2010. ISBN 978-3-89534-860-0
Edeltraud Klueting: Das Kanonissenstift und Benediktinerinnenkloster Herzebrock. Walter de Gruyter, Berlin 1986, ISBN 3-11-010566-7.
Johannes Meier: Clarholz – Pfarrkirche St. Laurentius (Schnell, Kunstführer, Heft 1039). München/Zürich 1975.
Johannes Meier: Clarholtensis Ecclesia – Forschungen zur Geschichte der Prämonstratenser in Clarholz und Lette (1133–1803). Bonifatius, Paderborn 1983, ISBN 3-87088-345-6.
Johannes Meier: Kloster Clarholz und die Pfarrkirche in Lette (Westfälische Kunststätten, Heft 56). Münster 1990.
Dorothee Menke: Die Fundplätze von Beelen und Herzebrock-Clarholz.Schlaglichter zum frühgeschichtlichen Bestattungswesen (Bodenaltertümer Westfalens Band 52), Philipp von Zabern, Darmstadt 2014, ISBN 978-3-8053-4811-9.
Bernhardine und Stephan Trostheide: 150 Jahre St. Ludgerus Möhler. Möhler/Menninghausen 2004.
Symbol eines Werkes – Werk eines Symbols. 50-jähriges Bestehen der Firma Preß- & Stanzwerk Paul Craemer KG. Verlag für Wirtschaftspublizistik, 1962.
Die elfhundertjährige Geschichte Herzebrocks 860-1960. Eusterhus, Herzebrock 1960.
Weblinks
 Commons: Herzebrock-Clarholz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Website der Gemeinde
Herzebrock-Clarholz im Kulturatlas Westfalen