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Geschichte
Name

Der erste Teil des Namens Isernhagen leitet sich von Yser bzw. Yserne ab, was für ‚Eisen‘ steht. In der hier verlaufenden Wietzeniederung kam Raseneisenstein vor, der im Mittelalter vor Ort verhüttet und später auch als Baustoff verwendet wurde. Die Endung Hagene oder Hagen beschreibt ein Waldstück bzw. eine Einfriedung von Äckern, wie sie üblich war, um Tiere vom Ackerland fernzuhalten.[2]

Der Name oder die Endsilbe Hagen findet sich häufig in Niedersachsen, Westfalen und in den von diesen besiedelten mecklenburgischen Gebieten. Hag leitet sich vom germanischen haga oder hagaz ab und bedeutet Umzäunung, oder Gehege. Es bedeutet auch Schutz wie in hegen und behaglich. Ein Hag war ein von Hecken eingehegtes, eingefriedetes Gelände. Der mittelniederdeutsche Wortbestandteil -ha(a)g(en) in Flur- oder Ortsnamen deutet auf eine solche Siedlungsform hin.

Mittelalter

Die Siedlung Isernhagen wurde in der Endphase der mittelalterlichen Binnenkolonisation im 13. Jahrhundert auf Initiative der Welfen bzw. ihrer Vasallen, der Grafen der Grafschaft über dem Moore, in der Form eines klassischen langgestreckten Hagenhufendorfes angelegt. Im Zuge eines großen Rodungsunternehmens, das sich vermutlich über das gesamte 13. Jahrhundert hinzog, wurde eine Hagenhufparzelle neben die andere gelegt, bis einzelne Höfegruppen entstanden. Diese Höfegruppen wuchsen im Laufe der späteren Jahrhunderte durch Nachsiedlung zu einer geschlossenen und in Niedersachsen einmaligen hufeisenförmigen Siedlung zusammen.[2]

Isernhagen wird urkundlich erstmals 1322 als „Yserenhaghe“ im Bürgerbuch der Stadt Hannover genannt durch die erste Eintragung eines Isernhagener Bürgers namens Bernardus de Yserenhaghe.[3] Isernhagen war im 14. Jahrhundert Teil der Grafschaft über dem Moore, welche ihren Verwaltungsmittelpunkt in der Großburgwedeler Burg besaß. Später gehörte es zu der aus der Grafschaft hervorgegangenen Amtsvogtei Burgwedel.[4]

Mit dem Ausbau der Siedlung und dem Zusammenwachsen der Höfegruppen wurde das langgestreckte Hagenhufdorf Isernhagen der besseren Organisation halber in vier Bauerschaften unterteilt, und zwar in die:

Niedernhägener Bauerschaft (NB)
Kircher Bauerschaft (KB)
Farster Bauerschaft (FB)
Hohenhorster Bauerschaft (HB)

Diese Bauerschaften bilden die vier Altdörfer der heutigen Gemeinde Isernhagen. Zu welchem genauen Zeitpunkt die Siedlung Isernhagen derart unterteilt wurde, kann heute nicht mehr geklärt werden. Die Bauerschaften werden jedenfalls erstmals im 15. Jahrhundert in den Registern der Burgvogtei Celle erwähnt.[2]

Die anderen Ortsteile Isernhagens sind zum Teil noch älteren Ursprungs als die vier Altdörfer:

So geht das heute zur Gemeinde gehörende Altwarmbüchen auf ein bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähntes „Werenboke“ (Warmbüchen) zurück. Es handelt sich um ein mittelalterliches Rodungsdorf „von wilder Wurzel“, das auf Initiative eines Adeligen angelegt wurde.

Neuwarmbüchen hat seinen Ursprung in einem nahe der Wegtrasse des alten Postweges Hannover – Celle gelegenen Einzelhof und seiner Aufsiedelung durch Binnenkolonisten im Hochmittelalter. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt im Jahr 1437.

Der Teil der Gemeinde Isernhagen, der heute Kirchhorst heißt, wurde erst im Jahr 1929 durch den Zusammenschluss der drei Dörfer Kirchhorst, Großhorst und Stelle (jeweils erste Erwähnung 1329) gebildet.[2]

Spuren des Torfabbaus im Altwarmbüchener Moor

Diese bis ins 19. Jahrhundert hinein sehr kleinen Dörfer waren früher von Mooren umgeben. Ihre Bewohner stachen neben der Landwirtschaft im Nebenerwerb eifrig Torf und verkauften ihn als Brennmaterial auf Märkten im nahen Hannover.

Reformation und Neuzeit

Das Hagenhufdorf Isernhagen gehörte bis zur Reformation zum Bistum Hildesheim, das 815 von Ludwig dem Frommen gegründet worden war. Des Weiteren unterstand das Dorf dem Archidiakonat Sievershausen. Die St. Marien-Kirche zu Isernhagen wurden um 1450 in der Kircher Bauerschaft errichtet; das genaue Datum der Weihe der Kirche ist nicht bekannt. Das kunstgeschichtlich wertvolle Gebäude mit seinem schon von Weitem erkennbaren Turm verleiht der Umgebung ihr unverwechselbares Gepräge.

Herzog Ernst der Bekenner führte im Fürstentum Lüneburg, zu dem auch Isernhagen gehörte, im Jahr 1527 die Reformation ein. 1534 erschien in der Kirchengemeinde Isernhagen der erste lutherische Pfarrer.[5][6]

Die Bauern der vier Isernhagen-Altdörfer übten viele Nebentätigkeiten aus und gelangten durch Hopfen- und Pferdehandel vor allem im 16. und 17. Jahrhundert zu größerem Wohlstand. Aus dieser Zeit stammen auch die für Isernhagen so charakteristischen Fachwerkhäuser mit den reich verzierten, mehrfach vorkragenden Wirtschaftsgiebeln.

Während die Bevölkerung in Deutschland im 19. Jahrhundert stark zunahm, blieb sie in diesem Zeitraum in den Dörfern der heutigen Gemeinde Isernhagen weitgehend konstant. Um 1821 zählte man mit 2278 Einwohnern nur 173 Einwohner mehr als 1786. Bis 1871 gab es nur einen leichten Anstieg und danach sogar einen Rückgang bis die Kurve nach der Wende zum 20. Jahrhundert steil nach oben wies. Im Jahr 1925 zählte man 3097 Einwohner. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gelangten zahlreiche Heimatvertriebene und Flüchtlinge nach Isernhagen, die auf den Bauernhöfen Unterkunft fanden. Die Bevölkerungszahl stieg bis 1955 auf 7155 Personen an, was gegenüber 1925 einer Steigerung von 131 % entsprach. Auch in den folgenden Jahrzehnten wuchs die Bevölkerung in Isernhagen durch Zuzug weiter. Im Jahre 1992 hatte sich die Einwohnerzahl gegenüber 1821 verzehnfacht.[4]

Begünstigt wurde die Bevölkerungsentwicklung durch eine bedeutende Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in den 1930er Jahren. Im Jahre 1938 war der Bau der Eisenbahnverbindung zwischen Hannover und Celle abgeschlossen. In Isernhagen schloss man die Hohenhorster Bauerschaft mit einem außerhalb des Ortes gelegenen Bahnhof an das Schienennetz an.[7]
Mit der Anlage der Autobahnverbindung Köln-Hannover-Berlin erhielt das nahe Altwarmbüchen 1937–1938 einen direkten Verkehrsanschluss an die wirtschaftlich bedeutende Ost- West-Verbindung.

Im Zuge der niedersächsischen Verwaltungs- und Gebietsreform wurde am 1. März 1974 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Altwarmbüchen, Kirchhorst und Neuwarmbüchen sowie der vier Isernhagen-Altdörfer die neue Gemeinde Warmbüchen gebildet.[8] Ein kleines Gebiet der Stadt Hannover mit damals etwa 100 Einwohnern kam am 1. Januar 1975 hinzu. Die Gemeinde erhielt am 1. Juni 1975 den endgültigen Namen Isernhagen.[9] Der Ortsteil Isernhagen NB-Süd der Gemeinde Isernhagen kam am 1. März 1974 zur Stadt Hannover und wurde dort zum Stadtteil Isernhagen-Süd.[10] Seit dem 1. November 2001 gehört Isernhagen zur Region Hannover, in der der damalige Landkreis Hannover aufgegangen ist.

Politik

Gemeindewahl 2016[11]
Wahlbeteiligung: 61,6 % (2011: 55,5 %)

 %403020100

35,9 %24,2 %13,1 %11,8 %9,9 %2,8 %2,2 %n. k.

CDUSPDFDPGrüneAfDEB BobeBSt IsernhagenDie Linke
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2011
 %p 10   8   6   4   2   0  -2  -4  -6  -8-10

-9,0 %p
-3,8 %p+5,1 %p-5,4 %p+9,9 %p+2,8 %p+2,2 %p-1,9 %p
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Gemeinderat

Der Gemeinderat von Isernhagen setzt sich aus zehn Ratsfrauen und 25 Ratsherren folgender Parteien zusammen:[12]

CDU: 13 Sitze (incl. Bürgermeister)
SPD: 8 Sitze
FDP: 5 Sitze
GRÜNE: 4 Sitze
AfD: 3 Sitze
Einzelbewerberin Bobe: 1 Sitz
Bürgerstimme Isernhagen: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Bürgermeister

Der aktuelle Bürgermeister von Isernhagen ist Arpad Bogya (CDU).[13] Seine Stellvertreter sind Sabine Müller (SPD) und Christiane Hinze (FDP).[12]

Chronik der Bürgermeister
1919–1933: Willy Müller (ab 1928 CNBL)
1945–1948: Willy Müller (DP)

von der Gemeinde Isernhagen

 ?–2001: Klaus-Dieter Mukrasch (CDU)[14]
2001–heute: Arpad Bogya (CDU)[13]
Wappen

Der Entwurf des Gemeindewappens von Isernhagen stammt von Walter Pietschmann.[15] Die Genehmigung des Wappens wurde durch den Landkreis Hannover am 9. Januar 1978 erteilt.[16]

Blasonierung: „Geteilt durch einen silbernen Schrägwellenbalken, oben links in Rot drei silberne Lilien (2:1), unten rechts in Grün vier aufgerichtete, einander deckende, silberne Hufeisen.“[16]
Wappenbegründung: Die drei Lilien auf rotem Grund in der linken oberen Hälfte, sind dem Wappen der einst hier ansässigen Herren von Cramm entliehen und sie stehen für die drei Ortschaften der ehemaligen Samtgemeinde Kirchwarmbüchen. Die vier Bauernschaften, in denen Pferdezucht tonangebend ist, werden durch die vier Hufeisen symbolisiert. Dazwischen schlängelt sich als silbernes Band die Wietze, die alle Ortschaften dieser Gemeinde miteinander verbindet.

Die Wappen der Isernhagener Ortsteile

Die Entwürfe aller folgenden Wappen stammen von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der schon die Wappen von Großburgwedel, Mellendorf, Wunstorf und vielen anderen Ortschaften in der Region Hannover entworfen hat.[16]

Altwarmbüchen

Neuwarmbüchen

Kirchhorst

Farster Bauerschaft

Hohenhorster Bauerschaft

Kircher Bauerschaft

Niedernhägener Bauerschaft

Städtepartnerschaften

Isernhagen pflegt Partnerschaften mit Peacehaven in Südengland, das genau auf dem Nullmeridian liegt, Épinay-sous-Sénart in Frankreich, Suchy Las in Polen und Tamási in Ungarn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kirchen
St. Marien (KB)
St. Nikolai (Kirchhorst)
St. Marien in der Kircher Bauerschaft. Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut und stellt ein kunstgeschichtlich wertvolles Gebäude mit weithin sichtbarem Turm dar. Baumaterial war der in der Wietzeniederung vorkommende und auch hier verhüttete Raseneisenstein.
St. Nikolai in Kirchhorst. Sie ist eines der schönsten Baudenkmäler der Umgebung, wurde im 14. Jahrhundert erbaut, steht aber auf Grundmauern einer deutlich älteren romanischen Kapelle. Erwähnenswert sind Freskenmalereien im Chor und an den Innenwänden sowie der heilige St. Nikolaus als Schutzheiliger der Kirche.
Baudenkmäler

In den Isernhagendörfern findet sich eine große Anzahl gut erhaltener unter Denkmalschutz stehender Fachwerkbauten.
Siehe auch Liste der Baudenkmale in Isernhagen.

Museen
Wöhler-Dusche-Hof. Das Zweiständer-Fachhallenhaus im Ortsteil Niedernhägener Bauerschaft (N. B.) beherbergt das Nordhannoversche Bauernhaus Museum Isernhagen e. V. Nach seinen früheren Bewohnern als Wöhler-Dusche-Hof benannt, ist der Hof ein ländliches Baudenkmal des ausgehenden 16. Jahrhunderts. Das Hofensemble beinhaltet ein Haupthaus mit Schmuckgiebel, eine ehemalige Unterfahrscheune, Bauerngarten, Weide und Backhaus und einen Korbimkerstand. Das Fachwerkhaupthaus blieb an seinem ursprünglichen Standort gut erhalten. In ihm ist seit 1994 eine kleinere Sammlung bäuerlichen Kulturguts aus dem 19. Jahrhundert zu besichtigen. In der geräumigen Hausdiele finden jedes Jahr wechselnde Ausstellungen statt.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Altwarmbüchener See. Der 48 ha große See entstand 1978–81 beim Bau der BAB 37 (Moorautobahn) durch Sandaufspülungen, die hier entnommen wurden. Er hat die Ausmaße von 1500 m Länge und einer max. Breite von 450 m. Die Tiefe beträgt 7-12 m. Die Einweihung war im Juni 1982. Etwa 25 % der Seefläche liegen auf Gemeindegebiet von Isernhagen, 75 % auf dem Gebiet der bauplanenden und ausführenden Stadt Hannover. Der See stellt den Kern eines Naherholungsgebietes dar. Umgeben ist die Wasserfläche von Spiel- und Liegewiesen. Neben Baden an von der „Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft“ (DLRG) beaufsichtigten Sandstränden gibt es Freizeitmöglichkeiten, wie Spielen, Lagern, Segeln, Rudern und Surfen. An Einrichtungen sind vorhanden: Servicegebäude der Stadt Hannover, DLRG-Station, Segelschule, Bootsverleih, zwei Steganlagen eines ansässigen Wassersportvereins.
Kirchhorster See. Der 4,8 ha große und bis zu 7,5 m tiefe See entstand beim Ausbau der BAB 7 Ende der 1950er Jahre durch Sandentnahmen. Die Einweihung war am 17. Juni 1969. Am See gibt es eine öffentlich zugängliche Badestelle. Den See umgeben Liege- und Ruheflächen für den Badebetrieb von etwa 2 ha.
Parksee Lohne. Das Gewässer ist ein privat betriebener, 3,2 ha großer Badesee in einem Waldgebiet. Das Gelände verfügt über einen Campingplatz mit den üblichen gastronomischen Angeboten sowie einen Minigolfplatz.
Wietzepark. Der Park wurde 2005 fertiggestellt und liegt in der Wietzeniederung an der Gemeindegrenze zu Langenhagen, wobei der Fluss die Grenze darstellt. Die Ostseite des Parks gehört zu Isernhagen. Der Wietzepark ist ein Naherholungsgebiet mit der Wasserfläche des Hufeisensees (Baggersee), der über einen abgeteilte eine Badezone verfügt.
Isernhagenhof – Kulturzentrum in der Farster Bauerschaft (F. B.). Hier haben Musikschule, Kunstschule und Begegnungsstätte ihren Sitz neben der Veranstaltungsstätte des Isernhagenhof Kulturvereins e. V. Es handelt sich um einen ehemaligen Bauernhof, der in seinem ursprünglichen Zustand weitestgehend erhalten geblieben ist. In einer ehemaligen Scheune finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen, wie Musikkonzerte, statt. Die Räumlichkeiten können auch für weitere Anlässe, wie Firmen-Veranstaltungen, angemietet werden.
Alter Riethof. Es handelt sich um eine landwirtschaftliche Hofanlage, die seit dem 15. Jahrhundert im Besitz der Familie Redeken war. Zeitweise wurde sie vom königlichen Reiterregiment als Schmiede und Stall genutzt. Anfang des 19. Jahrhunderts kam der Hof wieder in bäuerliche Nutzung, ab 1842 wechselten mehrmals die Eigentümer. 2001 gab es eine Restauration des denkmalgeschützten Haupthauses von 1561 und dem Nachbau der Remise. Das Gebäude wird heute als Firmensitz genutzt.
Isernhagener Mitte. Sie stellt den geographischen Mittelpunkt zwischen den sieben Isernhagener Ortsteilen dar. Es handelt sich um eine Wegkreuzung in der Feldmark, an der während eines Bürgerfestes am 29. Juni 2014 durch den Bürgermeister Arpad Bogya und Vertreter der Bürgerstiftung Isernhagen ein Gedenkstein enthüllt wurde. Das Bürgerfest fand anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Gemeinde Isernhagen in ihrer jetzigen Form statt.

Fachhallenhaus des Wöhler-Dusche-Hofs

Altwarmbüchener See mit Badestrand, dahinter der Nordberg der Deponie Hannover-Lahe

Kirchhorster See mit Badeplattform

Wietzepark

Gedenkstein an der Isernhagener Mitte

Sport
Sportplatz des TSV Isernhagen
TSV Isernhagen von 1947 e. V.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs richtete die britische Militärregierung 1946 den Sportverein Hohenhorster Anfänger ein, der ab 1947 den Namen des heutigen TSV Isernhagen von 1947 e. V. trägt. Anfangs wurde nur Fußball gespielt, im Laufe der Jahre kamen weitere Sparten wie Turnen, Tennis und Segeln dazu. Seit einigen Jahren gibt es eine Kooperation mit dem Isernhagener Volkslauf. Das Sportgelände des Vereins mit Tennisplätzen und Vereinsgaststätte befindet sich im Ortsteil Hohenhorster Bauerschaft (HB).

TuS Altwarmbüchen v. 1954 e. V.

Der im Jahre 1954 gegründete Sportverein TuS Altwarmbüchen ist auf dem Gelände nahe dem Altwarmbüchener See beheimatet, hat jedoch auch Zugriff auf die Sporthallen Bernhard-Rehkopf-Straße, Helleweg, sowie auf die Leichtathletikanlage am Helleweg. Sparten sind unter anderem Fußball, Handball, Tennis, Leichtathletik, Turnen, Tanzen und Tischtennis.

FC Neuwarmbüchen e. V.

Am 1. September 1946 wurde der Fußball-Club Neuwarmbüchen ins Leben gerufen. Heute bietet er ein breites Spektrum an Sportarten an, unter anderem Fußball, Leichtathletik, Tennis, Tanzen, Kampfkunst, Cheerleader. 2004 wurde eine Beachvolleyball-Anlage eingerichtet.

WSV Altwarmbüchen e. V.

Der direkt am Altwarmbüchener See gelegene Wassersportverein Altwarmbüchen e. V. wurde im Jahr 1973 gegründet. Er verfügt über eine Segel- und seit 1983 über eine Rudersparte. Der WSV Altwarmbüchen ist der nach Anzahl der Mitglieder zweitgrößte Sportverein der Gemeinde Isernhagen.

Steller Sportverein KIrchhorst von 1932 e. V.

Der idyllisch und naturnah im Ortsteil Kirchhorst gelegene SSV Kirchhorst bietet sportliche Betätigung in 7 Sparten.

Regelmäßige Veranstaltungen
Mai: Schlemmerabend im A2-Center zugunsten der Bürgerstiftung Isernhagen
Juni: Isernhagener Matjesfest an der Marienkirche
Juni: Zehntfest im Ortsteil Kirchhorst (nur in ungeraden Jahren)
August: Moorfest Altwarmbüchen[17]
August: Schützenfest
November: Hubertusjagd mit Meute
Dezember: Weihnachtsmarkt um die Marienkirche
Wirtschaft und Verkehr
Unternehmen

Im Ortsteil Hohenhorster Bauerschaft haben Sitz oder größere Niederlassungen:

Heinz von Heiden Massivhäuser (Massivhausbau)
Saaten-Union GmbH
Niederlassungen von u. a.: Agravis Raiffeisen, Backring Nord, Hölling-DMA, Honold Logistik Gruppe, Hörmann

In anderen Ortsteilen ist Isernhagen Sitz folgender Unternehmen:

BREE Collection GmbH & Co. KG (Taschen, Accessoires)
Clinotest Rudolf Hoppe GmbH (Berufsbekleidung und Objekttextilien)
Street One GmbH (Mode)
Zentrale der Toyota Material Handling Deutschland GmbH (Gabelstapler, Hubwagen)

In den Ortsteilen Altwarmbüchen, Kirchhorst und Hohenhorster Bauerschaft befinden sich jeweils ausgiebige Einkaufsmöglichkeiten.

Verkehr

Isernhagen liegt nahe dem Schnittpunkt dreier Autobahnen:

Die BAB 2 von Berlin über Braunschweig, Hannover, Bielefeld nach Dortmund
Die BAB 7 von Hamburg über Hannover, Kassel nach Würzburg
Die BAB 37 von Hildesheim über Hannover nach Celle

Das Autobahnkreuz Hannover/Kirchhorst (A7/A37) liegt teilweise auf dem Gebiet der Gemeinde.

Der Bahnhof Isernhagen im Ortsteil Hohenhorster Bauerschaft befindet sich an der Bahnstrecke Hannover–Hamburg und wird stündlich von Zügen der Metronom Eisenbahngesellschaft bedient. Die bereits 1913 begonnene Strecke von Langenhagen an der Heidebahn nach Celle, auch „Hasenbahn“ genannt, wurde erst am 15. Mai 1938 eröffnet. Seitdem war das Führen der Züge Hamburg–Süddeutschland ohne den Umweg über Lehrte und Kopfmachen in Hannover möglich. Seit dem 2. November 1964 ist die Strecke zweigleisig befahrbar.[18]

Die Linie 3 der Stadtbahn Hannover verbindet den Ortsteil Altwarmbüchen mit Hannover. Sieben Buslinien des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH) erschließen Isernhagen und verbinden den Ort mit Nachbargemeinden.

Im benachbarten Langenhagen befindet sich der Flughafen Hannover-Langenhagen.

Persönlichkeiten
Gerhard Hoyermann (1835–1911) Gut Lohne, Erfinder Düngemittel Thomasmehl, Preußischer Landtag 1883–1908
Heinz Koberg (1914–2013), Redakteur, Foto-Chronist, Autor[19] und Dokumentarfilmer[20]
Anke Kühn (* 1981), ehemalige Hockeynationalspielerin (Olympiasiegerin 2004)
Peter Mim (* 1952), Pantomime
Oliver Pocher (* 1978), Comedian und Entertainer (besuchte die Realschule in Isernhagen)
Bastian Schulz (* 1985), Fußballspieler (1. FC Kaiserslautern)
Wilfried Ziegemeier (1926–2013), Architekt in Isernhagen

Söhne und Töchter der Gemeinde

Wilhelm Dusche (1863–1947), Politiker (DVP), MdR
Robert Dill (* 1982), Basketballspieler
Caroline Noeding (* 1991), amtierende Miss Germany
Nessi Tausendschön (bürgerlich Annette Maria Marx; * 1963), Diseuse
Gustav Völker (1889–1974), Heraldiker
Literatur
Kurt Griemsmann: Isernhagen in der Grafschaft Burgwedel. Selbstverlag der Gemeinde Isernhagen NB, 1973.
Claudia Kempf-Oldenburg und Jes Tüxen: Isernhagen Chronik Band 1. Hrsg. von der Gemeinde Isernhagen, 1990.
Claudia Kempf-Oldenburg und Jes Tüxen: Isernhagen Chronik Band 2. Hrsg. von der Gemeinde Isernhagen, 1992.
Heinz Koberg: Unser Isernhagen. Hrsg. von der Gemeinde Isernhagen, 1. Aufl., März 1984.
Weblinks
 Commons: Isernhagen – Sammlung von Bildern
Website der Gemeinde Isernhagen
Von Bürgern gegründetes Portal rund um und für Isernhagen (IsernhagenPortal)