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Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Jugenheim in Rheinhessen nicht vorenthalten.

Geschichte

Bereits seit der jüngeren Steinzeit war die Gegend um Jugenheim besiedelt, was sich durch zahlreiche Funde beweisen lässt. Ein südlich des Dorfes 1924 entdeckter fränkischer Friedhof und die Endung des Ortsnamens auf -heim lassen darauf schließen, dass es sich bei Jugenheim um eine Gründung der Franken in der Landnahmezeit (5./6. Jahrhundert) handelt. Ob sich die Erwähnung eines Ortes „Gaginheim“ im Lorscher Codex von 767 auf Jugenheim bezieht, wird von der Forschung gelegentlich bestritten. In Urkunden tritt der Ortsname im 9. Jahrhundert als „Goganheim“ sowie im 13. bzw. 14. Jahrhundert als „Guginheim“ und „Gugenheym“ auf, bis sich die endgültige Bezeichnung „Jugenheim“ daraus entwickelte.
Nur wenige Urkunden belegen die Entwicklung im hohen Mittelalter.

Kaiser Otto I. schenkte 966 der Kirche des Heiligen Moritz in Magdeburg verschiedene Güter in Jugenheim. Durch einen Gütertausch kam das Dorf 1112 an den Mainzer Erzbischof Adalbert I. von Saarbrücken. Nachdem Jugenheim nachweislich seit dem Anfang des 14. Jahrhunderts im Besitz der Raugrafen von der Altenbaumburg und danach derer von Sponheim-Dannenfels war, gelangte der Ort 1393 durch Heirat an die Dynastie Nassau. Diese Zugehörigkeit an wechselnde Linien des Hauses Nassau-Saarbrücken blieb bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bestehen. Von 1769 bis 1777 war Jugenheim an Nassau-Usingen verpfändet. 1794 wurde Jugenheim kurzzeitig Residenz des Saarbrücker Fürsten (Erbprinz) Heinrich (Ludwig Karl Albrecht), der auf der Flucht vor den französischen Revolutionstruppen, die 1795 Jugenheim besetzten, hierher geflohen war. Bis heute blieb der Löwe von Nassau-Saarbrücken im Ortswappen.

Seit dem 13. Jahrhundert war Jugenheim Sitz eines Gerichts, unter Nassau-Saarbrücken wurde der Ort Mittelpunkt eines Amtes, zu dem Tiefenthal sowie Teile von Wöllstein, Gumbsheim und Pleitersheim gehörten.

Dem Haus Nassau-Saarbrücken verdankt Jugenheim auch eine neue Kirche St. Martin, die Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken (1718–1768) nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges am 31. März 1762 erbauen ließ. Die erste Erwähnung der Pfarrei Jugenheim stammt von 1299, bei der damals schon bestehenden Kirche handelt es sich um eine Chorturmkirche, die dem Mainzer Dompatron, dem Heiligen Martin, geweiht war. Erst am 28. Mai 1775 konnte nach vielen finanziellen Schwierigkeiten das neue Gotteshaus seiner Bestimmung übergeben werden. Eine gebrauchte Orgel wurde erst 1804 angeschafft.
Als bedeutendste Epoche Jugenheims kann das 18. Jahrhundert bezeichnet werden, in dem die Neubauten von Kirche, Amtshaus und Pfarrhaus entstanden. Von der dreifachen Umwallung und den drei mittelalterlichen Toren ist nichts mehr erhalten.[2] Von 1798 bis 1814 gehörte der Ort zum Kanton Oberingelheim im Departement Donnersberg.

Das 19. Jahrhundert brachte für Jugenheim eine ruhige Entwicklung. Die Bevölkerungszahl stieg von 717 in 1815 auf 1100 Einwohner an. Maßgebend für die bescheidene bauliche Entwicklung blieben die alten Grenzen des Ortes, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg überschritten wurden. 1852 wurde ein „Rettungshaus für sittlich verwahrloste Knaben“ in einem heute noch erhaltenen und renovierten Haus am Edelsberg eingerichtet. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts wurde Jugenheim an die rheinhessische Wasserversorgung angeschlossen, die Kanalisierung erfolgte in den 1920er Jahren. Seit 1904/05 gab es eine eingleisige Bahnlinie nach Ingelheim am Rhein. Die Strecke, an die der inzwischen Wohnzwecken dienende Bahnhof erinnert, wurde 1954 aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt. Ein Kriegerdenkmal, das eine Statue der Germania zeigt, wurde zum Andenken an den Krieg 1870/71 an der Hauptstraße gegenüber dem neuen Dorfplatz errichtet. Gedenkstätten an die Toten der beiden Weltkriege finden sich auf dem alten Friedhof bei der Kirche. Der neue Friedhof wurde an der Straße nach Stadecken-Elsheim angelegt. Westlich des Ortes liegt der alte Judenfriedhof, ein bedeutendes historisches Zeugnis. Bestattet wurden hier Juden aus Jugenheim und umliegenden Gemeinden vom 18. Jahrhundert bis etwa 1935.

Zu den wenigen öffentlichen Bauaufgaben nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte unter anderem die Errichtung eines neuen Schulhauses 1951. Seit Auflösung der Schule dient das Gebäude als Rathaus und Dorfgemeinschaftshaus. 1978 konnte die Sport- und Gemeindehalle eingeweiht werden. Im Zuge der Gebietsreform kam Jugenheim zur Verbandsgemeinde Nieder-Olm im Landkreis Mainz-Bingen. Die Bauliche Entwicklung des Ortes hat Ende der 1980er Jahre die alten Dorfgrenzen überschritten. Seit 1960 wurden Neubaugebiete im Süden des Ortskerns angelegt. Nach wie vor kommt der Landwirtschaft – vor allem der Weinbau – große Bedeutung zu, doch werden immer mehr Betriebe im Nebenerwerb geführt. Die meisten der erwerbstätigen Einwohner gehen auswärts einer Tätigkeit nach.[3] Seit 1987 ist Jugenheim eine anerkannte Dorferneuerungsgemeinde.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Jugenheim in Rheinhessen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 717
1835 1.050
1871 1.132
1905 1.093
1939 869
1950 1.083
Jahr Einwohner
1961 927
1970 1.008
1987 1.016
1997 1.418
2005 1.649
2015 1.606

Politik
Gemeinderat
Rathaus

Der Gemeinderat in Jugenheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 9 2 5 16 Sitze
2009 10 1 5 16 Sitze
2004 9 2 5 16 Sitze

FWG = Freie Wählergruppe in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm
Wappen

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Widerspruch: Die Darstellung mit dem J war angeblich nur Vorschlag und ist durch keine andere Quelle belegbar.[1]. Das vorherige Wappen war allerdings auch nur ein Flickwerk, vgl. Friesenheim. ↔ Benutzer:Perhelion 21:32, 20. Jun. 2016 (CEST)

Blasonierung: „Im blauen, mit silbernen Kreuzchen bestreuten Schild ein rot -gekrönter und -bewehrter silberner Löwe, zwischen den Vorderpranken ein goldenes J führend.“[6]

Konträre Wappenbeschreibung der Gemeindeseite: „Auf blauem, mit sieben silbernen Kreuzchen bestreutem Grund ein silberner, steigender, rot gekrönter und silbern rot bewehrter Löwe“.[7]

Das seit 1484 belegte Gerichtssiegel der Gemeinde – mit der Umschrift „Sigillum-dess-Gericht-in-Gogenem“ – zeigt in dieser Form als Wappentier den obigen nassau-saarbrückischen Löwen, dem 1956 zur Unterscheidung hier ein Gemerke in Gestalt des Anfangsbuchstabens des Ortsnamens beigegeben worden ist. Der Ort, der 1393 an Nassau-Saarbrücken überging, führte 1466 noch kein eigenes Gerichtssiegel.

Gemeindepartnerschaften
Die Partnergemeinde von Jugenheim ist seit 1987 Oberhoffen-sur-Moder im Elsass.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
ehemaliges Mühlenanwesen in der Hauptstraße
Bauwerke

Die evangelische Martinskirche wurde 1775 geweiht und ist mit ihren 1.000 Sitzplätzen eine der größten Kirchen Rheinhessens. Ihre Wegmann-Orgel von 1762 samt originaler Orgelbrüstung stammt aus der Mainzer Welschnonnenkirche. An den Wänden und in den tiefen Laibungen der drei Fenster des Turmes konnten qualitätvolle Wandmalereien aus der Zeit um 1420 erhalten werden. Im späten 15. Jahrhundert wurde ein gotisches Sakramentshäuschen eingebaut.[8]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Jugenheim in Rheinhessen

Vereine
Freiwillige Feuerwehr
Landfrauenverein
gIG-Jugenheim e.V. (gewerbliche InteressensGemeinschaft)
GV Jugenheim
Jugenheimer MusikFreunde 2001
Reit- und Zuchtverein Rheinhessen-Mitte
TC 1988 Jugenheim
TuS 1899 Jugenheim
Sport
drei Tennisplätze unter freiem Himmel
die 1999 erbaute Tennishalle mit 2 Spielfeldern
Sportanlage mit Naturrasenplatz
Reitplatz mit Reithalle
Beachvolleyballfeld (erbaut 2005)
Skaterpark (erbaut 2009)
Wirtschaft und Infrastruktur

Im Ort gibt es eine seit dem 18. Jahrhundert immer noch im Familienbesitz stammende Brot- und Feinbäckerei. Die älteste Gaststätte wurde um 1880 gegründet. Außerdem gibt es einen CAP-Lebensmittelmarkt.

Seit 1980 ist Jugenheim am Erdgas-Verbundnetz angeschlossen.

Öffentliche Einrichtungen
Gemeindekindergarten
Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde
Freiwillige Feuerwehr
Gemeindehaus
Jugendtreff im Rathauskeller
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
Claus Schick (* 6. November 1944), Politiker der SPD und Landrat des Landkreises Mainz-Bingen.
Literatur
Rheinische Kunststätten: „Jugenheim in Rheinhessen“, Heft 281, 1. Auflage 1982
Literatur über Jugenheim in Rheinhessen in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Weblinks
 Commons: Jugenheim in Rheinhessen – Sammlung von Bildern
Webpräsenz der Ortsgemeinde Jugenheim in Rheinhessen
Geschichte von Jugenheim bei regionalgeschichte.net, Institut für Geschichtliche Landeskunde, Universität Mainz