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Geschichte
Marktplatz von Karlsbad-Mitte im 19. Jahrhundert
Alte und Neue Wiese (um 1900)
Zur Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie wurde Karlsbad einer der meistbesuchten Kurorte (Ansicht auf die Parkstraße mit der Synagoge, um 1900)
Lázeňskástraße

Es wurden Siedlungsspuren aus der Urzeit, der späteren Bronzezeit sowie aus den Anfängen der slawischen Besiedlung gefunden. Wann die Gegend um Karlsbad besiedelt wurde, ist nicht genau bekannt. Im heutigen Ortsteil Sedlec befand sich spätestens seit dem 10. Jahrhundert eine Burg der Sedlitschanen, die bisher allerdings nicht gefunden werden konnte. Wahrscheinlich lag sie auf dem Gelände des Schlosses Sedlec. Bis 1226 war sie Mittelpunkt einer provincia Sedlensis der Přemysliden. Danach wurde Loket Mittelpunkt des Zettlitzer Ländchens.

Die Heilwirkung der Karlsbader Thermalquellen ist wohl schon im 14. Jahrhundert bekannt gewesen. Zur Entdeckung gibt es die Sage, wonach ein durstiger Hirsch mit seinen Hufen die erste warme Quelle freigelegt haben soll. Daran erinnert der Hirschensprung (Jelení skok) oberhalb des Tals der Tepla mit der Hauptpromenade.

Am 14. August 1370 erhob der böhmische König und römisch-deutsche Kaiser Karl IV. den schon vorher bestehenden Ort Vary (Warmbad) zur Königsstadt, worauf der König in den Ortsnamen kam. Die Quellen wurden zunächst für Bäder genutzt, ab dem 16. Jahrhundert auch für Trinkkuren. 1522 erschien die erste schriftliche Abhandlung über die Heilkraft der Quellen.

Am 9. Mai 1582 wurde die Stadt von einem starken Hochwasser überschwemmt und am 13. August 1604 durch einen Brand fast völlig zerstört. Auch der Dreißigjährige Krieg hinterließ seine Spuren. Die Stadt erholte sich nur langsam. 1707 bestätigte ihr Kaiser Joseph I. jedoch alle Privilegien als freie Königsstadt. Der Kurbetrieb wurde vor Allem 1711 und 1712 durch die Besuche des russischen Zaren Peter der Große gefördert. 1711 wurde das erste Kurhaus der Stadt erbaut. 1759 vernichtete ein erneuter Brand wiederum einen großen Teil Karlsbads. Die Nutzung für Kuren wurde danach entscheidend durch den Arzt David Becher gefördert. Er hatte eine Schrift über die Kurbehandlung in Karlsbad veröffentlicht und die Förderung des Sprudelsalzes angeregt. 1795 wurde eine Kurgebühr eingeführt, mit deren Hilfe die Stadt wieder aufgebaut werden sollte.

1819 fand in der Stadt die Karlsbader Konferenz statt, auf der der österreichische Kanzler Fürst Metternich in den Karlsbader Beschlüssen alle Staaten des Deutschen Bundes auf eine strenge Pressezensur und andere Maßnahmen gegen die seit den Befreiungskriegen bestehenden Demokratiebestrebungen festlegte.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte der Badebetrieb einen wesentlichen Aufschwung. Der Balneologe und kaiserliche Leibarzt Josef von Löschner verhalf mit seinen Publikationen über die böhmischen Bäder und die Wirkung ihrer Heilwässer Karlsbad zu einer Blütezeit als Kurort von Weltruf. Entscheidend dafür war der Anschluss an das europäische Eisenbahnnetz im Jahr 1870. Zunächst wurde der Betrieb auf der Strecke Karlsbad–Eger aufgenommen und kurz darauf folgte die Strecke Prag–Karlsbad.

Am 24. November 1890 wurde die Stadt wieder von einem Hochwasser heimgesucht.

In Meyers Konversationslexikon von 1898 ist über die Kur in Karlsbad zu lesen: „Man trinkt des Morgens 3-6 Becher und gebraucht sowohl Mineralwasser- und Dampfbäder als auch mit vielem Erfolg Moorbäder, zu denen die Schlammerde dem Franzensbader Moorlager entnommen wird. Von Wichtigkeit sind auch die Quellenprodukte von Karlsbad und zwar das Sprudelsalz, welches durch Abdampfung der Sprudelquelle […] gewonnen wird. […] Die jährliche Versendung an Karlsbader Mineralwasser betrug über 1 Mill. Flaschen und Krüge, an Sprudelsalz und Sprudelseife über 23.000 kg.“ 1756 kamen in der Kursaison 134 Familien und Ende des 19. Jahrhunderts waren es im Mittel 26.000 Kurgäste, diese Anzahl stieg 1911 auf nahezu 71.000.

Panzerparade mit Hakenkreuzfahnen an den Gebäuden am 13. Oktober 1938 vor Walther von Brauchitsch

Im Jahr 1910 hatte die Stadt 17.446 Einwohner; davon waren 16.791 deutsch- und 95 tschechisch-sprachig.
Der Erste Weltkrieg bedeutete eine Zäsur für den Kurbetrieb, zumal am Ende des Krieges, 1918, die Donaumonarchie zerfiel. Aus den cisleithanischen Kronländern Böhmen, Mähren, Österreichisch-Schlesien und dem Norden Ungarns konstituierte sich am 28. Oktober 1918 die Tschechoslowakei. Der Vertrag von Saint-Germain bestätigte 1919 die Zugehörigkeit Deutschböhmens zur Tschechoslowakei.

Eine Demonstration in Karlsbad am 4. März 1919 für das Selbstbestimmungsrecht (am gleichen Tag trat die Konstituierende Nationalversammlung Deutschösterreichs erstmals zusammen) und gegen die Zugehörigkeit zur Tschechoslowakei endete ohne Blutvergießen. Später wurden jedoch bei der Auflösung einer anderen Demonstration sechs Demonstranten von der Armee getötet.

Mit 1. Oktober 1938 wurde nach dem Münchner Abkommen Karlsbad in das Dritte Reich annektiert. Am 1. Mai 1939 wurde die Stadt aus dem gleichnamigen Landkreis herausgelöst und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis. Gleichzeitig wurde dieser durch Eingemeindung der Stadt Fischern sowie der Dörfer Aich, Drahowitz, Espenthor, Kohlhau, Maierhöfen, Pirkenhammer und Weheditz vergrößert. Karlsbad wurde Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Eger.

Der Zweite Weltkrieg brachte den Kurbetrieb zum Erliegen. Während des Krieges war Karlsbad Lazarettstadt und als solche international gemeldet und gekennzeichnet. Trotzdem wurde die Stadt im September 1944 und im April 1945 durch die USAAF bombardiert. Zerstört wurde der Bahnhof, in dem sich zum Zeitpunkt des Angriffs zwei ebenfalls mit dem Roten Kreuz gekennzeichnete Lazarettzüge befanden. Es wurden große Teile der Stadt zerstört, jedoch war das Kurviertel nicht betroffen. Karlsbad wurde im Mai 1945 von den Amerikanern eingenommen und am 11. Mai 1945 an die Rote Armee übergeben.

Aufgrund des Potsdamer Abkommens und der nachfolgend erlassenen Beneš-Dekrete wurde 1945 die deutschböhmische Bevölkerung großteils enteignet und vertrieben. Nach dem Krieg setzte eine verstärkte und staatlicherseits geförderte Zuwanderung hauptsächlich aus Zentralböhmen, sowie Mähren und der Slowakei ein. Ferner zogen Repatrianten und Angehörige der ethnischen Minderheit der Roma nach Karlsbad.
Die Eingemeindungen von 1939 wurde, wie sämtliche während der Besetzung erfolgten Gemeindegebietsänderungen, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wieder aufgehoben. Die Kureinrichtungen wurden 1946 verstaatlicht. 1949 wurde die Gemeinden Karlovy Vary, Rybáře, Bohatice, Březová, Doubí, Drahovice, Dvory und Olšová Vrata zur neuen Gemeinde Karlovy Vary zusammengeschlossen.[3] Seit dem Ende des kommunistischen Regimes im Jahre 1989 ist der Kurbetrieb wieder auf ein internationales Publikum ausgerichtet und erfährt Fördermaßnahmen, um die Anzahl der Kurgäste zu erhöhen.

Karlsbad ist Sitz des Karlovarský kraj, bis 2002 war die Stadt auch Verwaltungssitz des Okres Karlovy Vary.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1869 1900 1930 1939 1947 1961 1991 2001 2008 2013 2014 2016
Bevölkerung[4][5] 14,185 42,653 54,652 53,339 31,322 50,034 56,291 53,857 53,708 53,737 49,864 49,326

Stadtgliederung
Katastralbezirke von Karlsbad

Die Stadt Karlovy Vary besteht aus den Ortsteilen Bohatice (Weheditz), Cihelny (Ziegelhütten, einer Exklave im Süden), Čankov (Schankau), Doubí (Aich), Drahovice (Drahowitz), Dvory (Meierhöfen), Hůrky (Berghäuseln), Karlovy Vary (Karlsbad), Olšová Vrata (Espenthor), Počerny (Putschirn), Rosnice (Roßnitz), Rybáře (Fischern), Sedlec (Zettlitz, auch Zedtlitz), Stará Role (Alt Rohlau) und Tašovice (Taschwitz).[6] Grundsiedlungseinheiten sind Bohatice, Cihelny, Čankov, Čankovská, Dolní Drahovice (Unter Drahowitz), Doubí, Dvory, Horní Drahovice (Ober Drahowitz), Hřbitov, Hůrky, Jáchymovská-východ, Jáchymovská-západ, Jelení skok (Hirschsprung), Karlovy Vary-lázeňské území, Lázeňské území-západ, Letiště, Mattoniho nábřeží, Na golfu, Na Ohři, Na vyhlídce, Na výsluní, Nemocnice, Niva, Nové Domky, Nové Drahovice (Neu Drahowitz), Nové Tuhnice, Olšová Vrata, Počerny, Pod lesem, Pod Vítkovým vrchem, Pražská, Rolava, Rosnice, Růžový vrch, Rybáře, Sedlec, Stará Kysibelská, Stará Role, Staré Tuhnice (Alt Donitz), Střed, Tašovice, U nemocnice, U tří křížů, U vysílačky, Vítězná, Vítkův vrch (Veitsberg), Výšina, Zlatý kopeček-východ und Zlatý kopeček-západ.[7]

Das Stadtgebiet gliedert sich in die 15 Katastralbezirke Bohatice, Cihelny, Čankov, Doubí u Karlových Var, Drahovice, Dvory, Karlovy Vary, Olšová Vrata, Počerny, Rosnice u Staré Role, Rybáře, Sedlec u Karlových Var, Stará Role, Tašovice und Tuhnice (Donitz).[8]

Städtepartnerschaften
Städtepartnerschaften

Karlsbad unterhält Städtepartnerschaften zu den folgenden sieben Städten und Gemeinden:[9][10]

Stadt Land
Baden-Baden Deutschland Baden-Württemberg, Deutschland
Bernkastel-Kues Deutschland Rheinland-Pfalz, Deutschland
Carlsbad Vereinigte Staaten Kalifornien, Vereinigte Staaten
Cassino Italien Latium, Italien
Eilat Israel Israel
Kusatsu Japan Gunma, Japan
Locarno Schweiz Tessin, Schweiz
Varberg Schweden Halland, Schweden
Viareggio Italien Toskana, Italien

Kultur und Sehenswürdigkeiten
vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenPanorama von Karlsbad. In der Ferne über dem hohen Schornstein ist der Keilberg zu erkennen, davor das Hotel Lázenský und ganz vorn die russisch-orthodoxe Kirche. Im rechten Teil des Bildes sind die Juri-Gagarin-Kolonnade, die Marien-Magdalenenkirche und das im April 1929 eröffnete Hotel Imperial[11] zu sehen, darüber die Goethe-Aussicht.
Kureinrichtungen, Hotels und andere Bauwerke
Die Mühlbrunnkolonnade

In der Stadt bestehen gut erhaltene historische Kureinrichtungen, darunter die Weißen Kolonnaden, die Marktkolonnade (1883, Fellner & Helmer), die Mühlbrunnkolonnade (1871–1881, Josef Zítek), die Parkkolonnade (Gartenkolonnade), die Sprudelkolonnade (1969–1975, Prof. Votruba) und die Schlosskolonnade (1911–1913, Friedrich Ohmann). In allen genannten Kolonnaden sind Heilbrunnen (pramen) untergebracht, deren Temperatur teilweise über 60° Celsius liegt.

Schlangenquelle in der Parkkolonnade

Karlsbad besitzt zwölf Quellen. Die bekannteste und stärkste befindet sich in den Weißen Kolonnaden und wird Sprudel (Vřídlo) genannt. Sie ist 72 °C heiß, schießt bis 14 Meter in die Höhe und hat eine Schüttung von 2000 Litern pro Minute. Insgesamt sind im zentralen Kurortgebiet 89 Austritte von mineralisierten Thermalwässern dokumentiert, 19 davon sind gemäß dem Kurortgesetz zugelassene, natürliche Heilwässer. Es handelt sich um hypotonisches, stark mineralisiertes Mineralwasser des Typs Na-HCO3SO4Cl (alkalisch, glaubersalzhaltig). Die Anwendungen der Karlsbader Heilquellen sind vielfältig: Störungen des Verdauungssystems, Stoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Gicht, Übergewicht, Parodontose, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Leber-, Gallen-, Gallengang- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen sowie onkologische Leiden. Die abführende Wirkung des Heilwassers ist auf das Glaubersalz zurückzuführen. Diese Wirkung auf den menschlichen Organismus ist erwünscht, daher sollten empfindliche Personen wie Kinder und schwangere Frauen das Heilwasser nur eingeschränkt trinken.

Bäder
Elisabethbad, Becher-Bad (Alžbětiny Lázně, Lázně 5)
Schlossbad (Zámecké Lazně)
Lázně III

Sehr bekannt ist das 1770 gegründete, am Ufer der Teplá gelegene Grandhotel Pupp, das der Hotelier Julius Pupp (1870–1936) zu einem Hotel der internationalen Spitzenklasse ausgebaut hatte. Das weitestgehend im Jugendstil gehaltene Innere kann auch von Touristen besichtigt werden.

Ein bemerkenswertes historisches Gebäude ist die 1736 nach Plänen von Kilian Ignaz Dientzenhofer erbaute Kirche der Maria Magdalena oberhalb des Sprudels. In Sichtweite steht das Stadttheater aus dem Jahr 1886. Ebenfalls erwähnenswert ist die russisch-orthodoxe Kirche St. Peter und Paul in der Straße Krále Jiřího mit ihren vergoldeten Kuppeldächern.

Das Stammhaus des Kräuterlikörs Karlsbader Becherbitter, der von dem Apotheker Josef Vitus Becher (1789–1860) erstmals hergestellt wurde und der als Becherovka im Handel ist, befindet sich ebenfalls in Karlsbad und wird „dreizehnte Karlsbader Quelle“ genannt. In dem inzwischen flaschengrün gestrichenen Haus ist ein Museum untergebracht, das Ausstellungsstücke der Familie Becher enthält und die Herstellung dieses Likörs zeigt.

Eine schlossähnliche Anlage, „Klein Versailles“ (Malé Versailles) liegt im Westen des Ortes.

Karlsbader Sehenswürdigkeiten

Juri-Gagarin-Kolonnade, erbaut 1984

Grandhotel Pupp

Marien-Magdalenenkirche

Schloss mit Marktkolonnade

Der „Sprudel“ (Vřídlo)

Hauptsitz von Becherovka

Russisch-orthodoxe Kirche St. Peter und Paul

Fluss Teplá im Stadtgebiet

Siehe auch: Vyhlídka Karla IV.
Umgebung und Geologie
Erbsenstein aus Karlsbad

Westlich des Stadtgebiets befindet sich eine Mittelwellensendeanlage mit zwei abgespannten Sendemasten. Der größere von beiden ist 107 Meter hoch und trägt zu seiner elektrischen Verlängerung eine kronenförmige Dachkapazität auf seiner Spitze. Die Sendefrequenz beträgt 954 kHz.
Der kleinere der beiden Masten wurde 1939 von der Firma C.H. Jucho errichtet.[12]

130 Kilometer Wanderwege führen durch die drei die Stadt umgebenden Bergketten. Oberhalb der Stadt steht der mittels Standseilbahn zugängliche Aussichtsturm Diana. Er ist 35 Meter hoch, wurde 1914 erbaut und hieß ursprünglich Freundschaftsaussichtsturm.

Im westlichen Vorort Doubí im Egertal befindet sich der Hans-Heiling-Felsen.

Karlsbader Zwilling aus dem Granit von Karlsbad (Typlokalität)

Für Mineralogen und Mineraliensammler bieten Karlsbad und seine Umgebung eine Besonderheit, die bereits von Johann Wolfgang von Goethe geschätzt wurde.[13] An den Thermalquellen tritt Aragonit, eine Form von Calciumcarbonat („kohlensaurer Kalk“), als Sinter­bildung auf, der hier als Sprudelstein und Erbsenstein bezeichnet wird.[14] Während es sich beim Sprudelstein um einen wellenförmig gebänderten Kalksinter handelt, ist der Erbsenstein eine Ansammlung von Kalkkügelchen. Diese bilden sich an heißen Quellen durch konzentrische Abscheidung von Aragonit an kleinen Gesteins- oder Mineralpartikeln, die durch die Wasserbewegung in der Schwebe gehalten werden. Dadurch nimmt ihr Eigengewicht zu. Werden die Kugeln zu schwer, sinken sie schließlich zu Boden und werden dort durch weitere Kalkabscheidungen miteinander zu einem Aggregat verkittet.

Der Granit von Karlsbad stellt auch die Typlokalität für die sogenannten Karlsbader Zwillinge (Orthoklas) dar.

Kulinarisches und Veranstaltungen
Karlsbader Oblate

Eine weithin bekannte Spezialität sind die Karlsbader Oblaten, ein Feingebäck, das von Barbara Bayer um das Jahr 1865 kreiert wurde und seither von Klein- und Kleinstbäckern hergestellt wird. Zusammen mit anderen Souvenirs werden diese Waffelspezialitäten im Straßenverkauf angeboten.

Von Bedeutung ist das alljährlich stattfindende Internationale Filmfestival Karlovy Vary.

Sport
Eishockey

1932 wurde der in der Stadt beheimatete HC Energie Karlovy Vary gegründet und spielt seit 1997 in der tschechischen Extraliga. Heimspielstätte des Vereins ist seit 2009 die KV Arena mit einer Zuschauer-Kapazität von 6.000 Zuschauern.

Infrastruktur und Wirtschaft
Kurbetrieb

Die für den Kurbetrieb erforderlichen Hotels, anderen Unterkünfte, Kurhäuser, Gastronomiebetriebe und Unterhaltungseinrichtungen (Casino) tragen wesentlich zum Arbeitsstellenangebot und dem städtischen Wirtschaftsergebnis bei. Zwei Drittel dieser Einrichtungen befinden sich im Besitz privater Investoren aus Russland und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken.

Verkehr
Am zentral gelegenen unteren Bahnhof steht ein Nahverkehrszug nach Johanngeorgenstadt bereit

Karlsbad besitzt einen Bahnhof (früher Oberer Bahnhof bzw. Karlsbad Hbf) an der elektrifizierten Hauptbahn Ústí nad Labem–Chomutov–Cheb. Dort abzweigende Strecken sind die Nebenbahnen nach Johanngeorgenstadt und nach Marienbad. Im nahen Dalovice hat die Strecke nach Merklín ihren Ausgangspunkt. Von Karlsbad bestehen Fernverbindungen nach Prag und Košice. Mit Regionalzügen sind Cheb, Chomutov, Zwickau, Johanngeorgenstadt, Marienbad und Merklín direkt erreichbar.

Durch Karlsbad führen die Europastraßen E 48, E 49 und E 442, sowie die Schnellstraße Rychlostní silnice 6 von Praha nach Cheb.

Neben Buslinien gibt es in der Stadt zwei Standseilbahnen. Eine führt von der Nähe des Grandhotels Pupp über den Hirschsprung zum Dianaturm. Die andere fährt von der gegenüberliegenden Teplaseite unterirdisch nach oben.

Karlsbad verfügt über einen Flughafen, von dem regelmäßig Prag, Moskau, Sankt Petersburg und Jekaterinburg sowie Baku und Kiew im Linienverkehr angeflogen werden (2011).

Karlsbad liegt auf dem Radfernweg Euregio Egrensis und auf der Karlsroute.

Für Touristen stehen in der Nähe der Stadtzufahrten Fiaker bereit. Für diese Pferdefuhrwerke stehen acht Stellplätze bereit.

Industrie
Mineralwasser­abfüllung (Marken Mattoni und Magnesia)
Likör Becherovka (Karlsbader Becherbitter)
Glashütten (Moser-Glas)
Porzellanherstellung (Karlsbader Porzellan)
Karlsbader Oblaten
Persönlichkeiten
Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Karlsbad
Literatur
Stanislav Burachovič: Karlovy Vary a jejich vlastivědné písemnictví. Průvodce světem carlovarensií (= Malé karlovarské Monografie. Band 1). Státní Okresní Archiv, Karlovy Vary 2000, ISBN 80-238-5363-5.
Leopold Fleckles: Karlsbad, seine Gesundbrunnen und Mineralbäder in geschichtlicher, topographischer, naturhistorischer und medicinischer Hinsicht. Scheible, Stuttgart 1838, (Digitalisat).
Anton Gnirs: Topographie der historischen und kunstgeschichtlichen Denkmale in dem Bezirke Karlsbad (Prag 1933) (= Handbuch der sudetendeutschen Kulturgeschichte. 8). Herausgegeben vom Collegium Carolinum. Besorgt von Anna Gnirs. Oldenbourg, München 1996, ISBN 3-486-56170-7.
Heimatverband der Karlsbader e. V. (Hrsg.): Die Karlsbader Landschaft. Das Buch der Heimat. Heimatverband der Karlsbader, Wiesbaden 1974.
Joseph Ernest Ryba: Karlsbad und seine Mineralquellen in ihren wichtigsten Beziehungen besonders in Hinsicht der zweckmäßigen Anwendung ihres Wassers als Heilmittels zunächst für Kurgäste. 2., verbesserte Auflage. Kronberger und Weber, Prag 1836, (Digitalisat)
Harald Salfellner (Hrsg.): LeseReise Karlsbad (= LeseReise. Band 6). Vitalis, Prag u. a. 2005, ISBN 3-89919-036-X.
Johanna Schopenhauer: Das Badeleben in Karlsbad während der Monate Julius und August im Jahre 1815. In: Johanna Schopenhauer: Nachlaß. Band 2: Jugendleben und Wanderbilder. Band 2. George Westermann, Braunschweig 1839, S. 286–308.
Heinz Schubert: Karlsbad. Ein Weltbad im Spiegel der Zeit. Callwey, München 1980, ISBN 3-7667-0509-1.
Weblinks
 Commons: Karlsbad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Carlsbad in der Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Karlsbad – Reiseführer
Webpräsenz der Stadt Karlsbad (auch deutsch)
Abbildungen und Stadtplan Anno 1725 (?), von A. F. Zuerner, verlegt bei Schenck (Amsterdam)
Abbildungen und Stadtplan Anno 1733, verlegt bei den Homannischen Erben (Nürnberg)
Virtual Tour von Karlsbad