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Geschichte
Rommelshausen um 1900
Gemeindefusion

Kernen im Remstal entstand durch die Gebietsreform in Baden-Württemberg am 20. September 1975 aus den ehemals eigenständigen Gemeinden Rommelshausen und Stetten im Remstal.[5]

Name

Nach der Zusammenlegung der beiden Ortschaften lautete der Name der so entstandenen Gemeinde übergangsweise Stetten-Rommelshausen. Der durch einen Wettbewerb ermittelte Ortsname Kernen im Remstal wurde am 1. Januar 1977 offiziell angenommen[5] und bezieht sich auf den 513 Meter hohen Hausberg der Gemeinde, den Kernen, der sich allerdings auf Fellbacher Stadtgebiet befindet.[6]

Die offizielle Benennung der Ortsteile erfolgt durch vorangestellten Gemeindenamen und mit Bindestrich nachgestelltem Ortsteilnamen.

Rommelshausen

Die ältesten Besiedelungsspuren auf Rommelshauser Gemarkung stammen aus der Römerzeit. 1971 wurde von W. D. Forster und M. A. Benzin ein römischer Gutshof (villa rustica) ausgegraben. Der Gesamthof umfasste ca. 70 Ar. Das Hauptgebäude war ca. 21 × 13 Meter groß. Auf Grund von Münzfunden wird das Alter auf die Zeit zwischen 180 und 235 n. Chr. geschätzt.

Zwischen 650 und 750 n. Chr. wurde die erste Siedlung von Alamannen gegründet. Indiz hierfür sind etliche Alamannengräber. Von diesen ersten Siedlern kann Rommelshausen auch seinen Namen bekommen haben. Möglicherweise wurde die Siedlung nach dem Anführer der Siedler benannt. Dieser könnte Rumold geheißen haben. Zeugnisse hierfür gibt es allerdings nicht.

Die erste urkundliche Erwähnung Rumoldeshusen stammt aus dem Jahre 1146. In einer Schenkungsurkunde, in der dem Kloster Oberzell der Erwerb eines Eigengutes durch den römisch-deutschen König Konrad III. bescheinigt wird, ist auch ein Wortwin de Rumoldeshusen als Zeuge genannt. Wer dieser Wortwin de Rumoldeshusen ist, ist nicht bekannt. Da als weitere Zeugen Graf Ludwig von Württemberg und die Herren von Plochingen aus der Umgebung genannt werden, liegt die Vermutung nahe, dass er zum Umfeld des Grafen gehörte und dort eine gehobene Stellung hatte.

Neben diesem Namen tauchen die Bezeichnungen Rummeltzhausen, Rumelshusen und Rommeltzhausen für den Ort auf. Erstmals 1686 wird in einer Urkunde der Name Rommelshausen genannt.

Zwischen 1293 und 1300 gehörte Rommelshausen zum Herrschaftsgebiet der Herzöge von Teck. Im Jahre 1300 wurde das Gebiet von Rommelshausen an die Grafen von Württemberg verkauft.

Stetten im Remstal um 1900
Stetten
Ansicht von Stetten im Remstal im Jahr 1685, Kiesersche Forstkarte
Stetten um 1820 vom Schloss aus gesehen
Stettener Kirchplatz um 1830

Bereits in der Mittleren Steinzeit war das heutige Stetten besiedelt. Es wurden Pfeilspitzen und Abschläge von Bearbeitungen aus dieser Epoche gefunden.[7] Aus der Jungen Steinzeit wurden Tongefäße, Speer- und Pfeilspitzen, Schaber, Messerteile, Steinbeile, Reste von Häusern und Feuerstellen gefunden.

Im Herbst 1973 wurde ein Alamannengrab am Stettener Finkenweg entdeckt.

Im Jahre 1241 wurde Stetten das erste Mal urkundlich genannt. Am 2. Februar 1241 verkauften die Grafen Ulrich und Eberhard von Württemberg einen Hof an das Kloster Heiligenkreuztal. Als Zeuge wird ein Eberhardus dapifer de Stetin genannt, also Eberhard, Truchsess von Stetten. Truchsesse waren leibeigene Dienstmänner der Grafen von Württemberg. Sie hatten die Rolle des ersten Hofmarschalls. Bei wichtigen Entscheidungen waren stets die Herren Truchsessen von Stetten als Hofbeamte der Württembergischen Grafen und Herzöge dabei. Die Herren von Stetten kamen aus dem Gebiet der Herzöge von Teck (Wernau-Pfauhausen) und führten deshalb die „teckschen Wecken“ (drei blaue Rauten auf goldenem Grund) in ihrem Wappen.[8]

Das Dorf Stetten wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verkauft.

Um 1300 wurde die Yburg oberhalb des Tales errichtet. Anfangs trug sie den Namen Eibenberg, der über Yberg zu Yburg mutierte. Dort wohnten die Herren von Yberg. Die Burg wurde seit 1442 nicht mehr bewohnt. Nach dem Tod des letzten Herren der Yburg kam die Yburg an das Haus Württemberg.[9] 1490 kaufte Ritter Truchsess von Stetten die Yburg von Graf Eberhard von Württemberg. Nach dem Tod des letzten Herren von Stetten wird die Yburg an Dietrich von Weiler, dem Herren der
Burg Lichtenberg im Bottwartal verkauft. Im Jahre 1760/61 wurde sie auf Geheiß von Herzog Karl Eugen bis auf die Zargenmauern abgebrochen.[10]

Zwischen 1384 und 1387 wurde das Stettener Schloss im Tal gebaut.

Stetten war, laut einer Urkunde aus dem Jahre 1413 ein kirchliches Filial von Beutelsbach.[11] Deshalb mussten die Toten dort zum Friedhof getragen werden. Der Weg, welcher noch heute Totenfurt genannt wird führt am heutigen ehemaligen Fernsehumsetzer vorbei. Dort stand auch später der Galgen, welcher womöglich nie genutzt wurde. Erst 1482 wurde Stetten zur selbständigen Pfarrei, durch den Bischof von Konstanz erhoben. 1488 hat Hans I. von Stetten den berühmten Altar gestiftet, der mittlerweile im württembergischen Landesmuseum in Stuttgart ausgestellt wird.

Der württembergische Erbmarschall Konrad Thumb von Neuburg kaufte Stetten im Jahr 1507 und erhielt die hohe Gerichtsbarkeit über den Ort. Sein Sohn Hans Konrad Thumb von Neuburg förderte dort um 1530 die Reformation und führte sie später auch durch. Die Thumb von Neuburg herrschten bis 1645 in Stetten.

1664 wurde Stetten an Herzog Eberhard III. verkauft.

Herzogin Magdalena Sibylla von Hessen-Darmstadt, Tochter des Landgrafen von Hessen erhielt das Dorf und das Schloss Stetten als Brautgabe. Als ihr Mann, Herzog Ludwig von Württemberg 1677 starb, erhielt sie Stetten als Witwensitz.[12] Sie wohnte jedes Jahr von März bis Oktober in Stetten. Sie ließ die Stettener St.Veits-Kirche im Jahre 1698 erneuern.[13]

Ihre Nachfolgerin als Ortsherrin nach ihrem Tod 1712 wurde Wilhelmine von Grävenitz aus Mecklenburg, Nebenfrau von Herzog Eberhard Ludwig. Da dieser oft nach Stetten kam, wurde das Schloss standesgemäß ausgebaut. Außerdem wurde der Stettener Pfarrer zum Dekan ernannt, damit Wilhelmine von Grävenitz nicht vom Dekan in Waiblingen abhängig war. Der Herzog schickte sie 1731 außer Landes.

Nach dem Tod des Herzogs 1733 wurde seine Witwe Johanna Elisabeth Herrscherin von Stetten. Diese starb 1757 und die Herrschaft über das Dorf fiel an Herzog Karl Eugen.[14] Dieser hatte für das Dorf nicht viel übrig und es ärgerte ihn, dass Stetten zwar sein Privatbesitz war, aber dennoch die Steuern an die Reichsritterschaft gingen. Außerdem hatte diese das Recht auf die Aushebung von Soldaten.

Im Jahre 1798 wurde zwischen Endersbacher- und Rommelshauser Straße eine Zehntscheuer errichtet.[15] Dort wurden bis Mitte des 19. Jahrhunderts Zehnten abgelöst bzw. in Geldabgaben verwandelt. Die Zehnten gehörten dem Stift Stuttgart, der Ortsherrschaft und dem Stift zum Heiligen Kreuz in Stuttgart. In den 1960ern wurde diese abgerissen.

1806 verloren die kleinen Fürsten ihre Selbstständigkeit und Stetten kam zum Oberamt Esslingen. 1807 dann zum Oberamt Cannstatt.[16]

1898 wird die Haltestelle Stetten (Heute: S-Bahn Haltepunkt Stetten-Beinstein) der Eisenbahn Cannstatt-Wasseralfingen eingerichtet.[17] Dazu wurde ein Betriebsgebäude gebaut.

Im Ersten Weltkrieg wurden 366 Männer aus Stetten eingezogen. Davon fanden 63 den Tod.[18]

Zweiter Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg besaß Stetten keine kriegswichtigen Ziele. Dennoch wurde es im März 1944 auch Ziel eines Bombenangriffes – wahrscheinlich nur, weil sich die alliierten Flieger vertan hatten oder ihre Last vorzeitig abwerfen mussten. Getroffen und zerstört wurden die Häuser am Kegelplatz. Es kamen allerdings keine Menschen zu Schaden.[19]

Kurz vor Einmarsch der US-Truppen wurde unter Anleitung von Ortsgruppenleiter Wilhelm Hehner belastendes Material im Backhäusle verbrannt. Am 21. April 1945 rollten Panzer der US-Armee von Rommelshausen über das Hardtwiesentäle an.[20] Stetten wurde kampflos übergeben. Die US-Armee durchsuchte die Häuser nach Waffen und Wertgegenständen. Auf Geheiß der Amerikaner wurden die Schilder der Adolf-Hitler-Straße (die Nazis benannten 1933 die Langgaß nach dem Führer) abmontiert.[21]

Befreit wurde das jüdische Ehepaar Max und Ines Krakauer, welches in den letzten Kriegswochen durch die Pfarrersfrau Hildegard Spieth im Pfarrhaus versteckt gehalten worden war. Diese bekam dafür im Jahre 1979 das Bundesverdienstkreuz.[22] Am Pfarrhaus wurde 2004 eine Gedenktafel für diese Tat angebracht.

Die Kommandantur der US-Armee wurde gegenüber dem Gasthof „Ochsen“ eingerichtet. Es herrschten Ausgangssperren mit Ausnahme von 8 bis 10 Uhr und 15 bis 17 Uhr. Der NS-Ortsgruppenleiter Heher erhängte sich nach seiner Festnahme in seiner Zelle im Gefängnis in Waiblingen.

Im Zweiten Weltkrieg wurden 540 Stettener eingezogen. 94 fanden den Tod, 53 wurden vermisst.[18]

Religionen

Nach der Reformation wurden beide Ortschaften protestantisch. Der letzte katholische Pfarrer musste Rommelshausen im Jahre 1535 verlassen. Die vorhandenen katholischen Kirchen wurden „reformiert“.
Erst im 19. Jahrhundert siedelten sich wieder Katholiken in Rommelshausen und Stetten an. 1917 wohnten in Stetten 50 und in Rommelshausen 120 Katholiken. Die katholischen Kirchen wurden 1954 (Stetten) und 1960 (Rommelshausen) errichtet.

Neben protestantischen und katholischen gibt es in Kernen zwei Neuapostolische Kirchen, eine Evangelisch-methodistische Kirche und zwei Landeskirchliche Gemeinschaften.

Politik
Logo der Gemeinde für das Marketing
Gemeinderat
Rathaus in Rommelshausen

Der Gemeinderat in Kernen hat 22 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[23]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009

Kommunalwahl 2014

 %403020100

31,58 %23,93 %20,79 %17,51 %6,18 %

CDUUFWSPDOGLPFB
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   8   6   4   2   0  -2  -4  -6

-0,12 %p
-5,37 %p-0,51 %p-0,19 %p+6,18 %p
CDUUFWSPDOGLPFBVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – Dunkel

CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,58 7 31,7 7
UFW Unabhängige Freie Wähler 23,93 5 29,3 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 20,79 5 21,3 5
OGL Offene Grüne Liste 17,51 4 17,7 4
PFB Parteifreies Bündnis 6,18 1
gesamt 100,0 22 100,0 22
Wahlbeteiligung 52,88 % 53,76 %

Wappen

Wappen der Gemeinde Kernen im Remstal (seit 1977)

Wappen von Rommelshausen

Wappen von Stetten

Beschreibung:
Das am 3. Januar 1977 vom Landratsamt Rems-Murr-Kreis mit der Flagge verliehene Wappen Kernens zeigt auf gelbem Grund zwei parallele Reihen von Rhomben.[24] Die Reihen verlaufen diagonal von unten nach oben, bestehen aus jeweils 3 Rhomben und haben die Farben blau (obere Reihe) und schwarz.

Wappen der Truchsessen von Stetten

Bedeutung:
Das Wappen wurde aus den beiden bestehenden Wappen von Rommelshausen und Stetten gebildet. Die Rauten symbolisieren die „teckschen Rauten“. Beide Ortsteile gehörten einige Zeit zum Herrschaftsgebiet der Herzöge von Teck.

Das ehemalige Wappen von Rommelshausen führt im unteren Teil gelb auf schwarz die teckschen Rauten. Die Farben stehen für Farben von Alt-Württemberg. Im oberen Teil steht der Buchstabe R für Rommelshausen. Das Wappen wurde Rommelshausen im Jahr 1938 vom Reichsstatthalter verliehen.

Stetten führte seit ca. 1900 in seinem Wappen die teckschen Rauten in blau auf gelbem Grund. Diese entstammen dem Wappen der Truchsessen von Stetten. Das älteste bekannte Wappen von Stetten, aus dem 18. Jahrhundert trägt die Initialen ST, ein Stern und ein Hirschgeweih.[25] Ein anderes Wappen aus demselben Jahrhundert zeigt vier Sterne und ein Hirschgeweih.

Städtepartnerschaften
Frankreich Saint-Pierre-d’Albigny, Frankreich (seit 1972)
Frankreich Saint-Rambert-d’Albon, Frankreich
Simbabwe Masvingo, Simbabwe
Ungarn Dombóvár, Ungarn (seit 1991)
Wirtschaft und Infrastruktur
Stettener Weinberge mit der Y-Burg
Karte der Weinlagen um Stetten

Rommelshausen und Stetten waren lange Zeit durch Landwirtschaft und Weinbau geprägt. In der Umgebung beider Orte liegt Löß- und Keuperboden, der für Landwirtschaft bzw. Weinbau hervorragend geeignet ist. Die Bedeutung des Weinbaus für Stetten wird erstmals 1379 urkundlich dokumentiert:

Das Stettener Brotwasser ist eine der besten Riesling-Lagen des Landes. Seine Sandstein-Terrassen liegen direkt unterhalb der Ruine Y-Burg – da, wo im Remstal der Schnee als allererstes schmilzt.
Der ungewöhnliche Lagename rührt von einer im ausgehenden 17. Jahrhundert in Stetten residierenden Hofdame her. Diese ersann eine List, um ihren Weinkonsum vor der höfischen Öffentlichkeit zu verbergen. Sie ließ sich einfach den Krug, der für das Brotwasser bestimmt war, mit Wein füllen. Und jedes Mal, wenn sie das trockene Brot in das vermeintliche Wasser tauchte, konnte sie – ohne dass es irgend jemandem auffiel – einen ordentlichen Schluck Wein zu sich nehmen. Da nun die Dienerschaft jener Dame stets in den Keller statt zum Brunnen lief, um den Krug aufs neue zu füllen, blieb die kleine List nicht sehr lange verborgen und ihr Lieblingswein bekam den Namen „Brotwasser“. (Quelle: Hofkammer-Kellerei)

siehe auch: Württemberg (Weinbaugebiet) und Württemberger Weinstraße.

Durch die Industrialisierung zog auch die Industrie in beiden Ortsteilen ein.
Rommelshausen war bei der Entwicklung der ortsansässigen Industrie bevorzugt, da es seit 1861 eine eigene Haltestelle der Remstalbahn hatte.

Verkehr
S-Bahn-Haltestelle Rommelshausen

Nördlich von Rommelshausen zweigt die Bundesstraße 29 (nächste Anschlussstelle: Beinstein) von der Bundesstraße 14 (nächste Anschlussstelle: Fellbach Süd) ab.

Kernen ist durch die S-Bahn-Linie S2 (Schorndorf – Stuttgart – Flughafen – Filderstadt) an das Stuttgarter S-Bahn-Netz angeschlossen. Im Gemeindegebiet von Kernen befindet sich der Haltepunkt Rommelshausen (der Haltepunkt Stetten-Beinstein befindet sich auf Weinstädter Gemarkung).

Des Weiteren ist Kernen durch vier reguläre Buslinien mit Esslingen am Neckar (X20, 116), Weinstadt (116), Waiblingen (X20, 211) und Fellbach (212) verbunden. Diese werden durch die Firma Schlienz betrieben.
Außerdem existiert noch eine Nachtbuslinie (N31), welche die Gemeinde nachts (an Wochenenden und Feiertagen) an die umliegenden Ortschaften anschließt.

Ansässige Unternehmen

Heutzutage sind die größten Arbeitgeber die Diakonie Stetten, die Willy Rüsch GmbH und die Schetter Haustechnik GmbH. Das Ahoj-Brausepulver der ehemaligen Robert Friedel GmbH (Frigeo) wird heute nicht mehr im Ortsteil Rommelshausen produziert. Im Ortsteil Stetten befindet sich das laut Gault Millau am höchsten bewertete griechische Restaurant Deutschlands (2 Hauben, 16/20 Punkte, 1 Stern im Guide Michelin), welches von Joannis Malathounis betrieben wird.[26]

Bildungseinrichtungen

Kernen hat im Ortsteil Rommelshausen eine Grund- (Haldenschule) und eine Realschule (Rumoldrealschule). Im Ortsteil Stetten befindet sich eine Grund- und Hauptschule (Karl-Mauch-Schule). In Stetten wird von der Diakonie Stetten eine Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche betrieben. In die Theodor-Dierlamm-Schule gehen hauptsächlich Schwerstbehinderte, in die Schlosschule leichter behinderte Schüler.

Im Alter von 15 Jahren ist von Juni bis Oktober 1892 mit einer kurzen Unterbrechung der spätere Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse als sehr sensibler und geistig vielseitig begabter Jugendlicher durch seine Eltern zwangsweise der damaligen Nervenheilanstalt Stetten zugeführt worden. Er arbeitete im Garten mit und half beim Unterricht der geistig behinderten Kinder.

Die Volkshochschule Unteres Remstal e. V. sowie die Musikschule Unteres Remstal e. V. haben Zweigstellen in Kernen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die Yburg
Altes Rathaus (Stetten)
Alte Kelter in Stetten mit der Yburg im Hintergrund
Gasthaus zum Pfeffer; Ansichtskarte um 1910
Weinwegweiser auf der Straße
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Kernen im Remstal
Bauwerke
Die Yburg oberhalb des Tals
Die Glockenkelter in Stetten
Das Bädle im Ortskern von Stetten
Der Gasthof zum Ochsen, die ehemalige Herberge der Herren von Stetten
Das Gasthaus zum Pfeffer mit Wandmalereien in Stetten
1384 wurde das Schloss Stetten erbaut, mittlerweile befindet sich darin ein Behindertenwohnheim der Diakonie Stetten.
Die Villa rustica auf Rommelshauser Gemarkung
Die St.-Veits-Kirche in Stetten
Das alte Rathaus von Stetten
Das alte Pfarrhaus im Ortskern Rommelshausen (derzeitiger Polizeiposten)
Die Mauritiuskirche in Rommelshausen
Museen
Museum unter der Y-Burg mit Karl-Mauch-Stube
Stettener Weinweg

Etwa einstündiger Weinberg-Rundgang; ungefähr 30 Schautafeln informieren über Wissenswertes und Kurioses zum Thema Wein und den hier angebauten Sorten.

Sport

Die Spvgg Rommelshausen wurde 1907 gegründet und hat rund 1800 Mitglieder. Die Leichtathletik Abteilung ist die größte, gefolgt von der Fußball und der Turnabteilung.

Alle drei nehmen sowohl an nationalen als auch Internationalen Wettbewerben teil.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger Kernens
Günter Haußmann (* 1934 in Trossingen; † 2014), Bürgermeister von Rommelshausen (1964 bis 1975) und Stetten-Rommelshausen bzw. Kernen (1977 bis 1992); Ehrenbürger seit 1992
Ehrenbürger Rommelshausens
Willy Rüsch, Industrieller in der Katheter-Industrie
Paul Käßer (1904–1997), Bürgermeister 1937–1945 und 1948–1964
Ehrenbürger Stettens
Karl Mauch (1837–1875), Afrikaforscher; bereiste zwischen 1865 und 1872 Transvaal, Natal und Südrhodesien
Söhne und Töchter der Gemeinde
Johann David Pfeffer (1769–1842), Spielmann
Karl Mauch (1837–1875), Afrikaforscher
Otto Pfleiderer (1839–1908), protestantischer Theologe
Paul von Wunderlich (1844–1930), geboren in Stetten, Generalsuperintendent von Heilbronn
Immanuel Herrmann (1870–1945), Politiker (SPD)
Hermann Medinger (1900–1979), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Mitwirkender beim Stuttgarter Kabelattentat
Otto Linsenmaier (1918–2009), Württemberger Weinbauexperte
Jörg Schlaich (* 1934), Bauingenieur und Professor an der Universität Stuttgart
Klaus Schlaich (1937–2005), Rechtswissenschaftler
Karl-Heinz Umbach (* 1944), Physiker und Forscher mit Arbeitsschwerpunkt Bekleidungsphysiologie
Wolfgang Dietrich (* 1948), Unternehmer und Projektsprecher für das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm
Rüdiger Faul (* 1948), Aerodynamiker und Ingenieur
Dorothee Schlegel (* 1959 in Rommelshausen), Politikerin (SPD), Bundestagsabgeordnete
Bernd Bachofer (* 1967), Koch und Fachbuchautor, mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet
Literatur
Frieder Gadesmann: Alle Menschen wollen leben. In: Ders. u. a., Das Leben suchen 7/8. S. 85ff, ISBN 3-425-07867-4
Weblinks
 Commons: Kernen im Remstal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Rommelshausen – und Stetten in der Beschreibung des Oberamts Cannstatt von 1832
Gemeinde Kernen im Remstal
Internetpräsenz von Kernen-Stetten
Fußnoten

↑ Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).

Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 525–526.

↑ Hauptsatzung der Gemeinde Kernen im Remstal vom 19. Juli 1984

↑ Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Kernen im Remstal.

↑ a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 464. 

Ortslexikon Baden-Württemberg: Kernen im Remstal, bsz-bw.de, abgerufen: 1. März 2015

↑ Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, ISBN 3-935383-92-4, S. 8.

↑ Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 13.

↑ Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 18.

↑ Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 20.

↑ Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 15.

↑ Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 25.

↑ Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 29.

↑ Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 35.

↑ Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 11.

↑ Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 36.

↑ Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 102.

↑ a b Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 97.

↑ David Pfeffer Geschichtswerkstatt – Geschichten aus der Geschichte Stettens – Der Bombenangriff im März 1944 im Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen vom 28. Oktober 2015 (PDF)

↑ David Pfeffer Geschichtswerkstatt – Geschichten aus der Geschichte Stettens – Der Einmarsch der US-Armee (1. Teil) im Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen vom 22. April 2015 (PDF)

↑ David Pfeffer Geschichtswerkstatt – Geschichten aus der Geschichte Stettens – Der Einmarsch der US-Armee (2. Teil) im Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen vom 29. April 2015 (PDF)

↑ David Pfeffer Geschichtswerkstatt – Geschichten aus der Geschichte Stettens – Die Befreiung der Krakauers im Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen vom 6. Mai 2015 (PDF)

↑ Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart

Ortslexikon Baden-Württemberg: Kernen im Remstal, bsz-bw.de, abgerufen: 1. März 2015

↑ Klemens Stadler: Band 8 von Deutsche Wappen; Bundesrepublik DeutschlandDeutsche Wappen; Bundesrepublik Deutschland: Die Gemeindewappen des Bundeslandes Baden-Württemberg Angelsachsen-Verlag, 1971, S. 98.

↑ Gault Millau Artikel über griechische Küche in Deutschland (Memento vom 20. November 2009 im Internet Archive)

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Kategorien: Kernen im RemstalGemeinde in Baden-WürttembergWeinort im Weinbaugebiet WürttembergGegründet 1975

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Diese Seite wurde zuletzt am 1. Dezember 2017 um 04:53 Uhr bearbeitet.
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