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Geschichte

Kerpen wurde erstmals im Jahre 871 unter dem Namen „Kerpinna“ urkundlich erwähnt.
Nach der Schlacht bei Worringen 1288 wurde Kerpen brabantische Enklave mitten im vom Kurfürstentum Köln und der Grafschaft Jülich beherrschten Gebiet, was Kerpen zu einer tatsächlichen Eigenständigkeit verhalf.
Das Herzogtum Burgund übernahm das brabantische Erbe, das nach dem Tod Karls des Kühnen 1477 an das Haus Habsburg überging. Als König Karl V. 1522 das Reich unter seinen Söhnen aufteilte, fiel Kerpen mit den Niederlanden an den König von Spanien.
Bis zum Frieden von Utrecht 1712 blieb Kerpen spanisch – noch in den 1970er Jahren erinnerte die heute nicht mehr existierende Gastwirtschaft „König von Spanien“ in der heutigen Stiftsstraße daran.

Anschließend wurde Kerpen mit dem ihm herrschaftlich verbundenen Lommersum eigenständige Reichsgrafschaft unter dem Grafen von Schaesberg. Mit der Besitzergreifung des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen verlor Kerpen 1794 seine Unabhängigkeit, wurde aber 1798 Kantonssitz (chef-lieu). Zu diesem Kanton gehörten die Mairien Blatzheim, Buir, Kerpen, Sindorf und Türnich. Der Kanton Kerpen war dem Arrondissement Köln im Rur-Departement zugeteilt. 1815 wurde Kerpen nach dem Wiener Kongress Bestandteil der preußischen Rheinprovinz im Kreis Bergheim (Erft). Kerpen erhielt 1941 die Stadtrechte.

Die heutige Stadt Kerpen ist am 1. Januar 1975 aus der damaligen Stadt Kerpen und sieben bis dahin eigenständigen Gemeinden im Rahmen einer Gemeindereform durch das Köln-Gesetz von 1974 entstanden.[4] Die Stadtteile sind überwiegend noch immer durch große freie Flächen voneinander getrennt und haben sich daher eine gewisse Eigenständigkeit erhalten.

Die Stadtteile Mödrath und Bottenbroich wurden aufgrund des Braunkohletagebaus Frechen in den 1950er Jahren umgesiedelt. Die Einwohner des alten Mödrath bekamen ein Baugebiet im Nordosten Kerpens zugewiesen, die Einwohner Bottenbroichs ein Baugebiet im Osten Horrems. Ein Überbleibsel der Umsiedlung ist das Präfix „Neu-“ im Namen Neu-Bottenbroich.

Der Ortsteil Manheim wird etwa bis 2022 dem Tagebau Hambach weichen. Die Einwohner bestimmten in einer Abstimmung Kerpen-Dickbusch als Umsiedlungsstandort. Der neue Standort Dickbusch wird seit dem Frühjahr 2012 bebaut. Seit 2016 können auch hinzugezogene Einwohner ein Grundstück erwerben.

Politik
Stadtrat

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 46,2 % (- 8,1) zu folgendem Ergebnis:[5]

Partei/Liste CDU SPD Grüne FDP Linke BBK* UWG Piraten**
Sitze 18 15 5 4 2 1 1 1
Stimmenanteil 40,97 % 32,88 % 10,66 % 4,75 % 4,29 % 3,17 % 1,19 % 2,09 %
Gewinn/Verlust + 2,12 – 0,44 + 0,13 – 4,19 + 0,09 + 0,28 – 0,08 + 2,09

* Bürger Bündnis Kerpen   ** Piraten Kerpen

Städtepartnerschaften
Belgien Sankt Vith, Belgien, seit 1975
Polen Oświęcim (Auschwitz), Polen, seit 1993

Um die Beziehungen durch Vereine, Schulen und Politik kümmert sich der Partnerschaftsverein. Die Partnerschaft mit St. Vith ist aus den Beziehungen der nach dem Versailler Vertrag aus dem Eisenbahnknoten St. Vith zum neuen Knoten Mödrath (an der Bahntrasse zur Ahr) umgesiedelten Bediensteten der Reichsbahn entstanden. Seit 1975 wird die Partnerschaft von der Stadt gepflegt.
Die Partnerschaft mit Oświęcim/Auschwitz ging 1993 aus den Beziehungen der jeweiligen Sekundarschulen hervor, die nach der Öffnung Polens zum Westen 1991 aufgenommen wurden.

Wappen, Banner und Flagge

Wappen

Banner

Hissflagge

Wappen

Blasonierung: „Gespalten und vorn geteilt, vorn oben in schwarz ein rotbezungter und bewehrter goldener Löwe; unten in silber ein rotbezungter, golden gekrönter und bewehrter, doppelschwänziger roter Löwe, hinten in Gold ein roter Turm mit Walmdach und offenem, schwarzen Fallgatter.“

Der Stadt Kerpen ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Köln vom 10. September 1976 das Recht zur Führung eines Wappens, einer Flagge und eines Banners verliehen worden.
Der Limburger und der Brabanter Löwe sind dem Kerpener Schöffensiegel von 1306 entnommen, sie weisen auf die Kerpener Territorialgeschichte hin: da Kerpen seit Ende des 13. Jahrhunderts zusammen mit dem ehemals Limburgischen Lommersum zu Brabant gehörte, ist neben dem Brabantischen auch der Limburger Löwe zu sehen. Hinten ist in Gold als Symbol für die Kerpener Burg ein roter Torturm mit offenem Fallgitter abgebildet.[6]

Flagge

Als Banner: „Gold (Gelb)-Rot-Gold (Gelb) im Verhältnis 1:4:1, längsgestreift mit dem über die Mitte nach oben verschobenen Wappenschild der Stadt.“
Als Hissflagge: „Gold (Gelb)-Rot-Gold (Gelb) im Verhältnis 1:4:1, längsgestreift mit dem zur Stange verschobenen Wappenschild.“[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Geburtshaus Kolpings in Kerpen
Stiftskirche St. Martin im Ortskern von Kerpen
Museen
Das Adolph-Kolping-Museum in Kerpen wurde in einem Nebengebäude des Hauses eingerichtet, das Adolph Kolpings Bruder an der Stelle von Kolpings Geburtshaus neu erbaut hatte. Haus und Ausstellung wurden zum 200sten gründlich renoviert und neu geordnet.[8][9]
Haus für Kunst und Geschichte[10]
Museum H. J. Baum[11]
Das Museum für Rennsportgeschichte in der Villa Trips in Kerpen-Horrem war vor allem der Erinnerung an den verunglückten Rennfahrer Graf Berghe von Trips gewidmet.[12] Es ist seit Januar 2015 endgültig aufgelöst. 5000 Teile der Sammlung wurden vereinbarungsgemäß in das Prototyp-Museum, Hamburg, als Dauerleihgaben überstellt. Der schriftliche Nachlass geht ans Stadtarchiv und steht dort auch der Forschung zur Verfügung.[13]
Die Welt der Schumachers, Rennsportmuseum[14]
Schreibmaschinenmuseum QWERTZUIOPÜ in Kerpen-Sindorf[15]
Traktorenmuseum der Gebrüder Stollenwerk auf der Wasserburg Bergerhausen[16]
Naturkundemuseum „Martin Reimer“ der Stadt Kerpen in Kerpen-Brüggen[17]

Siehe auch: Liste der Museen im Rhein-Erft-Kreis

Bauwerke
Schloss Loersfeld
Stadtkern
Stiftskirche: Der Kirchturm von St. Martinus ist mit seinen 78 m nach dem Kölner Dom und dem Bonner Münster der dritthöchste im Erzbistum Köln. Der achtseitige Spitzhelm, der nach einem Brand durch Blitzschlag 1817 verkürzt wurde, ist 1902 wieder um 12 m zur alten Höhe ergänzt worden.[18]
Evangelische Johanneskirche von 1853, neuromanisch
Neue Moschee am Marktplatz
Schloss Loersfeld mit sehenswertem Schlosspark
An die Alte Kerpener Burg erinnert nur ein Hügel in der Nähe „Burgstraße“ und „An der alten Burg“.
Burg Mödrath
Der jüdische Friedhof
Ortsteile
Burg Hemmersbach in Kerpen-Horrem
Clemenskirche in Kerpen-Horrem
Die Kirche St. Cyriakus in Götzenkirchen
Burg Bergerhausen in Kerpen-Bergerhausen
Kommandeursburg in Kerpen-Blatzheim
Ev. Johannes-Bugenhagen-Kirche in Blatzheim
St. Ulrich in Kerpen-Sindorf, erbaut 1484
Der jüdische Friedhof in Kerpen-Sindorf
Der jüdische Friedhof in Kerpen-Brüggen
Schloss Türnich in Kerpen-Türnich
Der gotische Torbogen der ehemaligen Burg Brüggen in Kerpen-Brüggen
Die Kirche St. Josef in Kerpen-Brüggen
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Kerpen
Mühlen
Obermühle (Kerpen)
Langenicher Mühle
Parks
Papsthügel auf dem Marienfeld, dem Veranstaltungsort des Weltjugendtags 2005
Park Schloss Türnich mit der sogenannten Lindenkathedrale
Park Burg Bergerhausen
Naturdenkmäler

Kerpen liegt mit den Naturschutzgebieten Kerpener Bruch/Parrig und Dickbusch, Lörsfelder Busch, Steinheide im Naturpark Rheinland. Das neue Informationszentrum für den nördlichen Teil des Naturparks, die Gymnicher Mühle an der Erft, liegt jenseits der Grenze zu Gymnich. Seit wenigen Jahren ist auch das Rekultivierungsgebiet des ehemaligen Braunkohletagebaus Frechen zu einer Naturlandschaft mit mehreren Seen etc. geworden; es ist seit dem Papstbesuch zum XX. Weltjugendtag im Jahre 2005 unter dem Namen Marienfeld bekannt. Der größte See hier ist der Boisdorfer See.

Sport

Die Kartbahn Erftlandring in Manheim ist als Michael Schumachers Hausbahn über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Für junge Rennsportler gibt es seit 1977 den Seifenkistenverein Flinke Flitzer. Seit seiner Gründung 1977 bis 2008 hat der Verein bereits einen zweiten und einen dritten Platz bei den deutschen Meisterschaften gewonnen. Das Vierjahreszeitenbad Erftlagune in Sindorf sowie das Türnicher Freibad sind Stätten für Wassersport. In Türnich wird eine Minigolfanlage betrieben.

Seit 2012 darf sich Kerpen Fahrradfreundliche Stadt nennen.[19]

Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft

Kerpen und seine Stadtteile sind immer noch geprägt von der im Umkreis liegenden Braunkohleindustrie des Rheinischen Braunkohlereviers mit Tagebauen und Brikett-Fabriken. Der Tagebau Frechen im Osten ist ausgekohlt – dort befindet sich ein Rekultivierungsgebiet mit dem vom Weltjugendtag 2005 bekannten Marienfeld – (kleinere Felder wie das der Grube Louise bei Brüggen/Türnich mit Brikettfabriken I und II waren schon 1952 erschöpft), der neue Tief-Tagebau Hambach rückt an den Ortsteil Manheim heran. An die Sindorfer Glashütte 1911 bis 1978 erinnert nur noch die Hüttenstraße mit den ehemaligen Werkswohnungen. Die Braunkohlekraftwerke auf dem Villerücken sind nicht weit und bieten auch Kerpenern Arbeit. Die Autozubehörfirma Visteon hat ihre Europazentrale mit ca. 770 Mitarbeitern in Sindorf. Europäische Bedeutung hat auch der NATO-Militärflugplatz Nörvenich. Die dort stationierten Luftwaffensoldaten sind in der Kerpener Boelcke-Kaserne und in der Nörvenicher Kaserne Haus Hardt untergebracht. Die Boelcke-Kaserne in Kerpen wurde, wie am 26. Oktober 2011 bekannt gegeben, 2015 geschlossen.[20] Bis zum Jahre 2017 soll die Zahl der 980 auf dem Fliegerhorst beschäftigten Soldaten im Jahre 2011 auf 1.110 steigen.[21] Außerdem hat der Kabelnetzbetreiber Unitymedia seine technische Zentrale in Sindorf. Neben der Deutschlandzentrale des IT-Systemdienstleisters Computacenter mit 4.700 Mitarbeitern in Deutschland zählt vor allem auch die Firma Boll & Kirch Filterbau mit ihren ca. 600 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern in Sindorf. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der Einzelhandel in Kerpen. Durch die Schaffung des EKK (Erft-Karree-Kerpen) in Kerpen mit seinen Großfilialisten OBI, SATURN, Staples, Roller und Intersport, sowie vielen kleineren Handelsunternehmen ist auch in Sindorf mit dem „Modepark“ mit Unternehmen wie Modepark Röther, C&A, Woolworth, KiK u. v. m. ein wichtiges Einkaufszentrum entstanden, welches auch viele Kunden aus den benachbarten Städten anzieht.

Verkehr
Der umgebaute S-Bahnhof Sindorf an der Strecke Köln–Aachen
Bahnhof Horrem: neues Bahnhofsgebäude

Kerpen liegt am Autobahnkreuz (Kreuz Kerpen) der Bundesautobahnen 4 und 61.

In Blatzheim kreuzen sich die Bundesstraßen 264 und 477. Innerörtlich und mit den Nachbargemeinden werden die Ortsteile durch Buslinien der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) erschlossen, die durch ein Anrufsammeltaxisystem ergänzt werden. Es gibt insgesamt drei Autobahnausfahrten auf dem Stadtgebiet sowie drei in sehr naher Entfernung in direkter Nähe. Die Aachener Straße aus Köln endet direkt zwischen Kerpen-Sindorf und Bergheim-Ahe.

Im Bahnhof Horrem, dem größten Bahnhof im Stadtgebiet, am Bahnknoten der Bahnstrecke Köln–Aachen–Brüssel zweigt die Erftbahn nach Bedburg über Bergheim ab. Dort verkehrt neben Regionalzügen auch eine S-Bahn, die den Abschnitt Köln–Düren befährt.

Seit Mitte 2014 steht in Horrem nun der erste CO2-freie Bahnhof Deutschlands. Da das alte Bahnhofsgebäude marode und nicht mehr zeitgemäß war, wurde in Horrem nun der „grüne“ Bahnhof erstellt. Das Gebäude verfügt über eine Photovoltaikanlage mit einer Jahresleistung von 31.000 Kilowattstunden. Energie für Heizung und Kühlung wird mittels Geothermie erzeugt und für die Warmwasser-Aufbereitung wird Solarthermie genutzt. Über das auf dem begrünten Dach aufgefangene Regenwasser werden die öffentlichen Toiletten mit Wasser versorgt. Durch die Kombination von LED-Beleuchtung und Tageslicht wird in Verbindung mit den übrigen Maßnahmen erzielt, dass dieser Bahnhof kein CO2 produziert. Ein Pilotprojekt, das sicher in Zukunft auch in anderen Städten zum Einsatz kommt.

Insgesamt hat die heutige Stadt Kerpen drei Bahnhöfe; Buir, Horrem und Sindorf. Der Stadtkern von Kerpen hat keinen Bahnanschluss mehr. 1913 wurde die Bergheimer Kreisbahn verstaatlicht. In den 1950ern mussten Teile der Strecke (insbesondere der Bahnhof Mödrath) einem Tagebau weichen. Der Abbau der Strecke erfolgte nach und nach in den 1960ern.

Die Stadt ist an mehrere Radwanderwege angeschlossen:

Die 524 km lange Wasserburgen-Route verbindet mehr als 130 Burgen am Rand der Eifel und in der Kölner Bucht.
Die 480 km lange Kaiser-Route verläuft von Aachen nach Paderborn und ist nach Kaiser Karl dem Großen benannt, der in Aachen residierte. Der Routenverlauf orientiert sich an der mutmaßlichen Route, die das kaiserliche Heer im Jahr 775 auf seinem Kreuzzug in das Gebiet der Sachsen nahm.
Der Erft-Radweg führt über rund 110 Kilometer an der Erft entlang. Von der Quelle in Nettersheim-Holzmülheim bis zur Mündung in den Rhein in Neuss.
Die Deutsche Fußballroute NRW führt 800 Kilometer quer durch Nordrhein-Westfalen. Sie ist der bislang einzige unter einem populären und landesübergreifenden Thema angelegte Erlebnisradweg in NRW. Die „Sagenroute des Deutschen Fußballs“ erschließt neben fußballerischen Kultorten wie Veltins-Arena in Gelsenkirchen oder Borusseum in Dortmund auch die touristischen Highlights in NRW.
Das 265 km lange Radwegenetz der Tälerroute erschließt touristisch interessante Orte in Nordrhein-Westfalen auf familienfreundlicher Strecke.
Auf Initiative von Schülern des Gymnasiums der Stadt Kerpen und mit Unterstützung der Fahrradfreundlichen Stadt Kerpen (seit 2012)[19] und Sponsoren wurde im Jubiläumsjahr 200 Jahre Adolph Kolping ein 20 km (mit Erweiterung 30 km) langer Rundweg ausgeschildert, der zu zahlreichen Erinnerungsstationen aus dem Leben Kolpings führt, die zugleich Sehenswürdigkeiten der Stadt sind.[22]
Öffentliche Einrichtungen
Höhere Schule, 1898
Das Amtsgericht Kerpen, zuständig für Kerpen und Frechen, befindet sich in der Stadt.
Die Stadt Kerpen unterhält ein eigenes Archiv, das allgemein zugänglich ist.
Die Stadt Kerpen hat die Aufgaben der öffentlichen Büchereiversorgung der Katholischen Kirchengemeinde St. Martinus übertragen, die für die Stadt Kerpen die Aufgaben einer Stadtbücherei wahrnimmt. Darüber hinaus ist die Bibliothek des Kerpener Gymnasiums mit 32.000 Bänden öffentlich zugänglich.
Sonstige kulturelle Einrichtungen

Kerpen hat zwei Kinos, die auch für kulturelle Veranstaltungen und Veranstaltungen der Vereine genutzt werden: das traditionelle Capitol aus den 1950er Jahren, modernisiert, mit zwei Sälen und das Euromax mit fünf Sälen.

Bildung

In Kerpen existieren zwölf Grundschulen, die sich auf alle Stadtteile verteilen, das Gymnasium der Stadt Kerpen, zwei Realschulen, zwei Berufsschulen, zwei Hauptschulen, eine Gesamtschule sowie eine Sonderschule.

Persönlichkeiten
Kolpingdenkmal in Kerpen
In Kerpen geboren
Adolph Kolping (1813–1865), Priester und Gründer des Kolpingwerks, Gesellenvater
Wilhelm Joseph Reiff (1822–?), Kommis und Angeklagter im Kölner Kommunistenprozess; geboren in Hemmersbach
Hermann Josef Baum (1927–2009), Künstler mit nach ihm benannten Museum im Haus für Kunst und Geschichte, Kerpen
Karlheinz Stockhausen (1928–2007), Komponist; geboren in Kerpen-Mödrath
Josef Stollenwerk, (1930–2016), deutscher Unternehmer und Karnevalist
Kurt Moll (1938–2017), klassischer Sänger (Bass); geboren in Kerpen-Buir
Karin von Welck (* 1947), Ethnologin, 2004–2010 Kultursenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg; geboren in Kerpen-Buir
Ady Zehnpfennig (* 1949), Musiker
Franz-Peter Hofmeister (* 1951), Leichtathlet und Olympiamedaillengewinner
Joachim Wundrak (* 1955), Generalleutnant der Luftwaffe der Bundeswehr
Marlies Sieburg (* 1959), 2004–2015 Bürgermeisterin von Kerpen; geboren in Kerpen-Buir
Patrice Bart-Williams (* 1979), Reggae-Musiker; geboren in Kerpen-Brüggen
Mit Kerpen verbunden
Ludwig van Beethoven (1770–1827), Komponist, lebte einige Zeit in Kerpen, sein Haus war das frühere Geschäft „Strohband“
Peter Hecker (1884–1971) Maler, lebte in Kerpen
Wolfgang Graf Berghe von Trips (1928–1961), Formel-1-Rennfahrer, aufgewachsen in Burg Hemmersbach (Horrem) und begraben in Horrem
Adolf „Addi“ Furler (1933–2000), deutscher Sportjournalist, lebte in Kerpen-Türnich
Günter Noris (1935–2007), lebte und starb in Kerpen; deutscher Bandleader (Bundeswehr Bigband), Pianist, Arrangeur und Komponist
Manuela (1943–2001), deutsche Schlagersängerin, lebte von 1985 bis 1991 in Kerpen-Horrem
Graham Bonney (* 1943), Schlagersänger, hat in der Stadt seinen Wohnsitz
Petra Hammesfahr (* 1951), Schriftstellerin und Drehbuchautorin, lebt in Kerpen
Michael Robert Rhein (* 1964), Sänger und Gründer der deutschen Mittelalter-Rockband In Extremo
Guido Paul (1969–2015), Spiele- und Comicautor, lebte in Kerpen
Michael Schumacher (* 1969) Formel-1-Rennfahrer, wuchs in Kerpen auf
Peter Sitt (* 1969) 1988 Olympiadritter 4 × 200-m-Freistil, 1987 Europameister 4 × 200-m-Freistil
Ralf Paul (* 1971), Comiczeichner, lebt in Kerpen
Ralf Schumacher (* 1975), Formel-1-Rennfahrer, wuchs in Kerpen auf
Timo Hübsch (* 1977), Schauspieler, lebt in Kerpen
Jan Rouven (* 1978 als Jan Rouven Füchtener), Magier, wuchs in Kerpen auf
Sontje Peplow (* 1981), Schauspielerin, wuchs in Kerpen auf
Katharina Hackhausen (* 1985), Schauspielerin, wuchs in Kerpen-Horrem auf
Adam Matuschyk (* 1989), Fußballspieler, wohnt in Kerpen
Dominik Hees (* 1989), Schauspieler und Musicaldarsteller, wuchs in Kerpen auf
Oskar Keymer (* 2003), Schauspieler, lebt in Kerpen
Sonstiges
Telefonvorwahlen

In Kerpen gibt es mehrere Telefonvorwahlen:

02237 für Balkhausen, Brüggen, Kerpen, Langenich und Türnich;
02273 für Horrem und Sindorf;
02275 für Blatzheim, Buir und Manheim.
Postleitzahlen

Kerpen ist in mehrere Postleitzahlenbereiche unterteilt:

50169 für Horrem, Türnich, Brüggen und Balkhausen;
50170 für Sindorf, Buir und Manheim(-alt);
50171 für Kerpen-Mitte, Langenich, Mödrath, Manheim-neu, Blatzheim, Bergerhausen und Niederbolheim.
Literatur
Bernhard Gondorf: Die Burgen der Eifel und ihrer Randgebiete. Ein Lexikon der „festen Häuser“. J. P. Bachem, Köln 1984, ISBN 3-7616-0723-7, S. 102–107. 
Buir (Anstelburg, Voigtburg). S. 104.
Brüggen (Torhaus). S. 104.
Gymnich (Schloss). S. 69. (Erftstadt-Gymnich)
Horrem (Motte Hemmersbach, Burg Hemmersbach). S. 105 f.
Mödrath (sog. Burg). S. 106
Niederbohlheim (Schloss Onnau). S. 106.
Türnich (Motte im Schlosspark). S. 106.
Harald Herzog: Rheinische Schloßbauten im 19. Jahrhundert. Rheinland-Verlag, Köln 1981, ISBN 3-7927-0585-0 (Landeskonservator Rheinland. Arbeitsheft 37), (Zugleich: Köln, Univ., Diss., 1979: Künstlerische Vorgänge im rheinischen Schloßausbau des 19. Jahrhunderts.)
Horrem: Schloß Hemmersbach. S. 25, Abb. 119–128.
Kerpen: Burg Lörsfeld. S. 42, Abb. 111.
Türnich. S. 29, S. 44, Abb 130–146.
Hermann Hinz: Archäologische Funde und Denkmäler des Rheinlandes. Band 2: Kreis Bergheim. Rheinland-Verlag, Köln 1969.
Blatzheim. S. 208–218, Tafel 61/1, Dorfplan 1767: Tafel 79.
Buir. S. 219–224.
Horrem. S. 252–256, Tafel 70, Burg Hemmersbach: Tafel 76/2.
Kerpen. S. 276–283, Tafel 67/1,2, ehem. Burg: Tafel 77.
Manheim. S. 290–295.
(Alt-) Mödrath. S. 296 f.
Sindorf. S. 339–342, Tafel 61/2.
Türnich. S. 343–346.
Stadt Kerpen (Hrsg.): Kerpen in Geschichte und Gegenwart. Festbuch aus Anlaß der ersten urkundlichen Erwähnung vor elfhundert Jahren. Rey, Kerpen 1971.
Richard Klapheck: Die Baukunst am Nieder-Rhein. Band 2: Von Jan Wellem und der Baukunst des Jahrhunderts Karl Theodors von der Pfalz. Kunst-Verein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1916, S. 149–145 sowie Abb. 161–164 (Unveränderter Nachdruck. Weidlich, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-8128-0020-9)
Kerpen. S. 119 und Abb. 120.
Bergerhausen. S. 133–136 und Abb. 138 sowie 140.
Frank Kretzschmar: Kirchen Klöster und Kapellen im Erftkreis. Rheinland-Verlag Köln 1984, ISBN 3-7927-0821-3 (Erftkreisveröffentlichung 94)
Horrem: St. Clemens. S. 18–21, S. 199.
Horrem (Götzenkirchen): St. Cyriakus. S. 106 f.
Kerpen: St. Martinus. S. 178–180.
Kerpen: evangelische Kirche. S. 144 f.
Sindorf: St. Ulrich. S. 52 f.
Türnich: Schloßkapelle St. Elisabeth von Thüringen. S. 134–137.
Henriette Meynen: Wasserburgen Schösser und Landsitze im Erftkreis. Rheinland-Verlag, Köln 1979, ISBN 3-7927-0521-4.
Bergerhausen: Burg. S. 96–99.
Blatzheim: Kommandeursburg. S. 100 f.
Horrem: Schloß Hemmersbach. S. 88–91.
Kerpen: Burg Lörsfeld. S. 92 f.
Kerpen: Haus Hahn. S. 94 f.
Niederbolheim: Herrenhaus (sog. Burg). S. 102 f.
Türnich: Schloß. S. 104–108.
Annaliese Ohm, Albert Verbeek: Kreis Bergheim. Band 1: Angelsdorf – Glesch. Schwann, Düsseldorf 1970 (Die Denkmäler des Rheinlandes 15)
Bergerhausen. S. 73–79.
inkl. Dorsfeld, Geilrath, Giffelsberg, Niederbolheim, Onnau, Seelrath.
Blatzheim. S. 68–72.
Buir. S. 79–84.
Annaliese Ohm, Albert Verbeek: Kreis Bergheim. Band 2: Heppendorf – Kerpen. Schwann, Düsseldorf 1971 (Die Denkmäler des Rheinlandes 16)
Horrem inkl. Götzenkirchen. S. 27–44.
Kerpen (Stadtkern). S. 88–106.
inkl. Haus Hahn, Langenich, Lörsfeld.
Annaliese Ohm, Albert Verbeek: Kreis Bergheim. Band 3: Königshoven – Türnich. Schwann, Düsseldorf 1971, ISBN 3-508-00186-5 (Die Denkmäler des Rheinlandes 17)
Balkhausen. S. 99 f.
(Alt-) Bottenbroich. S. 100.
Brüggen. S. 100 f.
Manheim. S. 17–20.
(Alt- und Neu-) Mödrath S. 20–23.
Sindorf. S. 89–94.
Türnich. S. 95–99.
Helmut Weingarten: Die Eisenbahn zwischen Rhein und Erft. Ein Lesebuch für Eisenbahnfreunde. Rheinland-Verlag, Köln 1987, ISBN 3-7927-0973-2, S. 36–47 (Beiträge zur Geschichte des Erftkreises 5).
Gemeinde Türnich (Hrsg.): Türnich im Wandel der Zeit. Gemeinde Türnich, Türnich 1974.
Balkhausen. S. 179–181.
(Alt-) Bottenbroich. S. 185–189.
Brüggen. S. 182–185.
Türnich. S. 161–179.
Helmut Weingarten (Red.): Klöster und Stifte im Erftkreis. Herausgegeben vom Erftkreis. Rheinland-Verlag, Pulheim-Brauweiler 1988, ISBN 3-7927-1044-7 (Beiträge zur Geschichte des Erftkreises 6 = Erftkreisveröffentlichung 128)
Blatzheim: Hans Elmar Onnau: Das Cistercienserinnenkloster Blatzheim. S. 65–84.
(Alt-) Bottenbroich: Hans Elmar Onnau: Kloster Bottenbroich. S. 85–102.
Kerpen: Fritz Hemmersbach: Das Kollegiatstift St. Martinus Kerpen. S. 209–225.
Helmuth Weingarten: Die Ordensniederlassungen des 19. und 20. Jahrhunderts.
Brüggen. S. 293.
Buir. S. 285.
Horrem. S. 283, S. 295.
Kerpen. S. 293.
Sindorf. S. 290.
Türnich. S. 292.