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Geschichte
Ausgrabung von Siedlungsrelikten der Bandkeramiker an der Nürtinger Straße durch das Landesdenkmalamt
Bis zum 19. Jahrhundert

Vormittelalterliche Siedlungsspuren können aus der Jungsteinzeit, der Kelten[4]- und der Römerzeit nachgewiesen werden. Alamannische Reihengräberfriedhöfe belegen die Existenz dreier Siedlungen der Völkerwanderungszeit im Stadtgebiet.

Wenn auch die erste urkundliche Erwähnung von Kirchheim erst auf das Jahr 960 datiert, geht der Ort mit Sicherheit auf die alemannische Zeit des 6.–7. Jahrhunderts zurück. Möglicherweise entstand die bestehende Siedlung im Zug der Christianisierung als Verdichtung der bestehenden Altsiedlungen gemeinsam mit der dem Heiligen Martin geweihten Kirche.

Im Jahr 960 gelangte Kirchheim in einem Tausch vom Bistum Chur in den Besitz Kaiser Ottos I., Mitte des 11. Jahrhunderts sind das Marktrecht und die Existenz einer königlichen Münzstätte überliefert.

Der Ort war im Besitz der Herzöge von Zähringen und ging von diesen 1186 an ihre Seitenlinie, die Herzöge von Teck über. Diese, seit 1252 genannt, trugen allerdings den Herzogstitel mehr als Familiennamen denn als Herrschaftstitel. Sie erhoben zwischen 1220 und 1230 die Marktsiedlung zur Stadt nach Freiburger Recht. 1240 wurde durch Herzog Ludwig I. von Teck das Kirchheimer Frauenkloster gegründet. Herzog Konrad II. von Teck veranlasste 1270 den Bau einer Stadtmauer.

Kirchheim 1683, Forstlagerbuch von Andreas Kieser
Blick über Kirchheim von der Burg Teck; im Vordergrund: Dettingen unter Teck (l.) mit Ortsteil Guckenrain (u. r.)

In einem längeren Prozess kam Kirchheim von 1303 bis 1386 aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten von den Herzögen von Teck über Österreich an Württemberg. Die Stadt wurde Sitz eines württembergischen Amtes, im 19. Jahrhundert des Oberamtes, und blieb es bis 1938. Nach der Rückkehr Herzog Ulrichs wurde ab 1539 Kirchheim zur württembergischen Landesfestung ausgebaut, gleichzeitig entstand das herzogliche Schloss und das Alte Haus. Das heutige Erscheinungsbild ist vom Wiederaufbau nach dem verheerenden Stadtbrand von 1690 geprägt. Neben dem Schloss sind nur die Gebäude „Max-Eyth-Haus“ (Max-Eyth-Straße 15) und „Altes Haus“ (Dettinger Straße 2) aus der Zeit vor dem Stadtbrand erhalten geblieben. Das Kirchheimer Rathaus wurde beim Wiederaufbau vom Gelände des heutigen Marktplatzes auf seine heutige Position versetzt.

Während im 14. Jahrhundert noch der Adel der Herrschaft Teck im Stadtregiment eine führende Rolle spielte, brachte der Aufstieg des Bürgertums einen wirtschaftlichen Aufschwung, vor allem im Textilgewerbe und im Textilhandel. Aus diesen Anfängen entwickelte sich im 18. Jahrhundert die Textilindustrie, die dem 1819 errichteten Wollmarkt eine überregionale Bedeutung verschaffte. Das zog die weitere Ansiedlung von Färbereien und Textilbetrieben, schließlich auch von Unternehmen der Metallindustrie nach sich.

1864 erhielt Kirchheim Anschluss an die erste Privateisenbahn in Württemberg, die Strecke Unterboihingen–Kirchheim.

20. Jahrhundert

Mit der Verwaltungsreform 1938 kam das Oberamt Kirchheim zum Landkreis Nürtingen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg, bedingt durch die Zuwanderung von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen, die Einwohnerzahl der Stadt erheblich an. 1948 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 20.000, und mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 erhielt sie kraft Gesetzes den Status einer Großen Kreisstadt.

Seit der Kreisreform 1973 gehört Kirchheim unter Teck zum Landkreis Esslingen. 1974 wurden die Nachbargemeinden Nabern und Jesingen eingegliedert. Damit erreichte die Stadt ihre heutige Ausdehnung.

Konfessionen

Die Bevölkerung von Kirchheim unter Teck gehörte ursprünglich zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat circa alpes, Landkapitel Kirchheim unterstellt. Da die Stadt schon früh zu Württemberg gehörte, wurde auch hier ab 1535 durch Herzog Ulrich die Reformation eingeführt. Daher war Kirchheim unter Teck über Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. In jener Zeit wurde die Stadt Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck), dessen Dekanatskirche die Martinskirche ist. Die Kirchengemeinde Kirchheim unter Teck wuchs vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg infolge Zuzugs stark an und wurde daher geteilt. Es entstand die Christusgemeinde (Kirche von 1909), die Kreuzkirchengemeinde (Kirche von 1956), die Thomaskirchengemeinde (Kirche von 1967) und die Auferstehungskirchengemeinde (Kirche von 1972). Diese fünf Gemeinden der Kernstadt bilden zusammen mit der Kirchengemeinde Ötlingen (eigene Pfarrei seit 1834) und der Matthäuskirchengemeinde Lindorf (Kirche erbaut 1961, früher zu Kirchheim, dann zu Ötlingen gehörig) die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Kirchheim unter Teck. Auch in den Stadtteilen Jesingen und Nabern wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg die Reformation eingeführt. Daher gibt es auch in diesen beiden Stadtteilen jeweils eine evangelische Kirchengemeinde und eine eigene Kirche. Alle evangelischen Gemeinden im Kirchheimer Stadtgebiet gehören zum Dekanat Kirchheim unter Teck innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Katholiken gibt es in Kirchheim unter Teck erst wieder seit dem späten 19. Jahrhundert. Für sie wurde 1910 eine eigene Kirche St. Ulrich gebaut. Zur Kirchengemeinde gehören auch die Stadtteile Ötlingen und Lindorf sowie einige Nachbargemeinden. 1967 wurde in Kirchheim unter Teck eine zweite Kirche, Maria Königin, erstellt, zu deren Kirchengemeinde auch die Katholiken aus Jesingen und Nabern und einiger Nachbargemeinden gehören. Beide Kirchheimer Kirchengemeinden bilden heute die Seelsorgeeinheit 5 innerhalb des Dekanats Esslingen-Nürtingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Kirchheim unter Teck auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Kirchheim unter Teck vertreten.

Eingemeindungen

In die Stadt Kirchheim unter Teck wurden folgende Gemeinden eingegliedert:

1. April 1935: Ötlingen und Lindorf
1. Januar 1974: Nabern[5]
1. September 1974: Jesingen[6]
Stadtteile
Jesingen

Hauptartikel: Jesingen

Jesingen liegt etwa zwei Kilometer südöstlich von Kirchheim in Richtung Weilheim an der Teck. Es ist der älteste schriftlich erwähnte Teilort von Kirchheim und wurde erstmals im Lorscher Codex in einer auf 769 datierten Schenkung an das Kloster Lorsch als Osingen genannt. Die Jesinger Markung ist 574 ha groß, die Ortschaft hat heute rund 3400 Einwohner.

Lindorf

Hauptartikel: Lindorf

Lindorf liegt rund zwei Kilometer entfernt im Westen von Kirchheim auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn A8. 1090 wurde Lindorf im Bempflinger Vertrag erstmals urkundlich erwähnt. Die Markungsfläche beträgt 262 ha, ungefähr 1500 Einwohner leben heute in Lindorf.

Nabern

Hauptartikel: Nabern

Nabern liegt rund vier Kilometer südöstlich von Kirchheim am Fuß der Burg Teck. Der Stadtteil hat rund 1900 Einwohner, die Markungsfläche beträgt 443 ha. Nabern wurde 861 in einer Schenkungsurkunde von Pfalzgraf Rudolf aus dem Geschlecht der Alaholfinger erstmals erwähnt. Nabern besitzt mit dem Verkehrslandeplatz Nabern den zweiten Flugplatz Kirchheims.

Ötlingen

Hauptartikel: Ötlingen

Ungefähr 2,5 Kilometer westlich vom Stadtzentrum von Kirchheim liegt Ötlingen, wobei die beiden Ortsteile heute durch ein Gewerbegebiet zwischen Kirchheim und Ötlingen zusammengewachsen sind. Die Ötlinger Markung ist 375 ha groß. Heute hat der Stadtteil Ötlingen rund 6400 Einwohner. Ötlingen gehört zu den früh genannten Orten. Im Lorscher Codex wurde bereits 788 das Dorf Adiningen erwähnt.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1600 ca. 2.500
1700 2.101
1763 2.911
1803 3.878
1843 5.372
1861 5.478
1. Dezember 1871 5.863
1. Dezember 1880¹ 6.632
1. Dezember 1890¹ 7.029
1. Dezember 1900¹ 8.235
1. Dezember 1910¹ 9.668
16. Juni 1925¹ 10.057
16. Juni 1933¹ 10.664
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939¹ 13.260
1946 18.700
13. September 1950¹ 20.138
6. Juni 1961¹ 25.007
27. Mai 1970¹ 28.842
31. Dezember 1975 31.666
31. Dezember 1980 32.136
25. Mai 1987¹ 33.920
31. Dezember 1990 35.842
31. Dezember 1995 38.205
31. Dezember 2000 38.834
31. Dezember 2005 39.970
31. Dezember 2010 39.859
31. Dezember 2015 40.094

¹ Volkszählungsergebnis

Politik
Fachwerk-Rathaus in Kirchheim unter Teck
Gemeinderat

In Kirchheim unter Teck wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Kirchheim hat nach der letzten Wahl 34 Mitglieder (vorher 36). Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis.[7] Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und der Oberbürgermeisterin als Vorsitzender. Die Oberbürgermeisterin ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009

Kommunalwahl 2014

 %3020100

21,45 %19,56 %19,33 %17,24 %10,12 %6,32 %5,98 %

FWCDUSPDGrüneFrauenFDP/KiBüCIK
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   4   2   0  -2  -4  -6

+2,20 %p
-1,32 %p+0,13 %p+1,95 %p+1,09 %p-4,71 %p+0,67 %p
FWCDUSPDGrüneFrauenFDP/KiBüCIK

FW Freie Wähler 21,45 7 19,25 7
CDU CDU 19,56 7 20,88 8
SPD SPD 19,33 7 19,20 7
GRÜNE GRÜNE 17,24 6 15,29 5
Frauen Frauenliste Kirchheim 10,12 3 9,03 3
FDP/KiBü FDP/Kirchheimer Bürgerliste 6,32 2 11,03 4
CIK Christliche Initiative Kirchheim 5,98 2 5,31 2
gesamt 100,0 34 100,0 36
Wahlbeteiligung 45,22 % 49,35 %

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt Kirchheim unter Teck stand in früherer Zeit ein Amtmann, später ein Obervogt. Dem standen Untervögte, Bürgermeister, Gericht und Rat zu Seite. Das Gericht war die Verwaltungsbehörde der Stadt. Seit dem 14. Jahrhundert bildete sich als Vertreter der Bürgerschaft ein Rat heraus. Dieser unterstand jedoch dem Gericht. Er war jedoch bei der Wahl der Bürgermeister beteiligt. Bürgermeister gab es meist zwei.

Seit dem 19. Jahrhundert trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung „Stadtschultheiß“, seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. April 1956 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf acht Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Stadtoberhäupter seit 1819

1819–1832: Christian Ludwig Glöckler
1832–1841: Philipp Gottlieb Osiander
1841–1849: Heinrich August Kübel
1849–1878: Johan Georg Heim
1878–1908: Ernst Michael Kröner
1908–1943: Andreas Marx
1943–1945: Reinhold Seeber
1945: Martin Schempp
1945–1975: Franz Kröning
1975–1988: Werner Hauser
1988–2004: Peter Jakob
seit 2004: Angelika Matt-Heidecker (SPD)

Am 4. Dezember 2011 wurde Matt-Heidecker mit 94,34 Prozent der Stimmen für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.[8]

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Kirchheim unter Teck zeigt unter goldenem Schildhaupt, darin eine liegende schwarze Hirschstange, in Blau ein mit Kesselrinken besetztes silbernes Kreuz (Kirchenspange). Die Stadtflagge ist gelb-blau.

Das Wappen wird schon lange geführt. Bereits 1295 ist es in den Stadtsiegeln belegt, wobei die württembergische Hirschstange erst später hinzukam. Das Wappensymbol wird auch als Kirchheimer Kreuz bezeichnet. Die Blasonierung des Wappens ist seit 1535 belegt. Die Stadtflagge wurde hingegen erst 1902 festgelegt.

Partner- und Patenschaften
Airbus A319-100 „Kirchheim unter Teck“ in Hamburg vor dem Start

Städtepartnerschaften bestehen

Frankreich seit 1967 mit Rambouillet in Frankreich
Ungarn seit 1997 mit Kalocsa in Ungarn
Serbien seit 2017 mit Bački Petrovac in Serbien

Patenschaften bestehen seit 1953 für Freiwaldau-Gräfenberg in Tschechien[9] und seit 1966 für Bulkes in Serbien; aus beiden Städten kamen viele Heimatvertriebene nach Kirchheim.

Ab 1992 war die Stadt Pate eines Lufthansa-Passagierflugzeugs der Baureihe Boeing 737-500 mit der Registrierung D-ABIZ; diese Maschine wurde im Juli 2011 außer Dienst gestellt. Seit September 2011 trägt der Airbus A319-114 mit dem Kennzeichen D-AIBG den Namen der Stadt.

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr

Kirchheim ist über die von Wendlingen nach Oberlenningen führende Teckbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Im Stadtgebiet liegen die Bahnhöfe Kirchheim (Teck)-Ötlingen und Kirchheim (Teck) sowie der Haltepunkt Kirchheim (Teck) Süd. Bis Kirchheim ist die Bahnstrecke in das Stuttgarter S-Bahn-Netz integriert und wird von der Linie S1 im 30-Minuten-Takt bedient. Im weiteren Verlauf bis Oberlenningen verkehren stündlich Regionalbahnen. Zudem fahren täglich mehrere Güterzüge nach Dettingen und Oberlenningen.

Die frühere Bahnstrecke Kirchheim (Teck) Süd–Weilheim (Teck) und die daran liegenden ehemaligen Haltepunkte Kirchheim (Teck)-Bohnau und Kirchheim (Teck)-Jesingen ist seit 1995 außer Betrieb, der Personenverkehr nach Weilheim wurde bereits 1982 aufgelassen. Nach der Fertigstellung von Stuttgart 21 soll die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm Kirchheim weitgehend im Albvorlandtunnel südlich der A 8 umfahren. Im Stadtgebiet versorgen vor allem zahlreiche Buslinien von OVK und RBS den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und binden Kirchheim an mehrere Nachbargemeinden an. Alle Linien verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS).

Kirchheim unter Teck ist Bestandteil des Fernbusnetzes von Flixbus.

Die Bundesautobahn 8 (Karlsruhe–München) verläuft durch das südliche Stadtgebiet. Kirchheim ist über die Anschlussstellen Kirchheim-West und Kirchheim-Ost zu erreichen. Ferner führt die Bundesstraße 297 (Lorch–Tübingen) durch die Stadt. In Kirchheim beginnt auch die Bundesstraße 465 nach Süden durch das Lenninger Tal bis Leutkirch im Allgäu.

Zu Kirchheim gehören auch der Verkehrslandeplatz Nabern und der Segelflugplatz Hahnweide, welche allerdings nicht kommerziell angeflogen werden.

2012 wurde Kirchheim als Fahrradfreundliche Kommune ausgezeichnet.

Öffentliche Einrichtungen

Die Stadtbücherei am Krautmarkt umfasst einen Bestand von 64.600 Medien und erzielte 2012 rund 281.000 Entleihungen.[10] Bis 1990 war die Stadtbücherei im gegenüberliegenden Max-Eyth-Haus untergebracht, seitdem befindet sie sich an ihrem jetzigen Standort am Krautmarkt.

Ansässige und ehemalige Unternehmen

In Kirchheim unter Teck begann bereits früh die Industrialisierung. Bekannte Vertreter nicht mehr existierender Unternehmen sind das Textilunternehmen Kolb & Schüle AG, die Schrauben- und Flanschenfabrik Emil Helfferich, die Maschinenfabrik Kirchheim, die Eisengießerei Grüninger und Prem, die Pianofortefabrik Kaim, die Firma Teck-Harmonium, die Papierwarenfabrik Otto Ficker AG, die Zigarrenfabrik Laukhardt oder der Rüstungsbetrieb MBB.

Zu den bekanntesten bestehenden Unternehmen mit Sitz in Kirchheim zählen der Sitzhersteller Recaro, Graupner Modellbau, der Wander- und Skistockhersteller Leki und Schempp-Hirth Flugzeugbau. Im Industriepark Nabern sitzen die Verwaltung des weltgrößten Omnibusherstellers EvoBus sowie NuCellSys, ein Unternehmen, das Brennstoffzellen entwickelt und die ACCUmotive, welche Batterien für Elektroautos entwickelt. Alle drei sind Tochtergesellschaften der Daimler AG. Der Antriebs- und Steuerungstechnikhersteller AMK und der Halbleiterproduzent Dialog Semiconductor (Ortsteil Nabern) haben ebenfalls ihren Hauptsitz in Kirchheim unter Teck, ebenso die Krankenkasse BKK Scheufelen.
Außerdem betreibt der Münchener Mischkonzern Siemens eine bedeutende Niederlassung in Kirchheim unter Teck.

Medien

In Kirchheim unter Teck erscheint als Tageszeitung „Der Teckbote“, eine Regionalausgabe der Südwest-Presse.

Behörden, Gericht und Einrichtungen

Kirchheim unter Teck verfügt über eine Außenstelle des Finanzamts Nürtingen, eine Außenstelle des Landratsamts Esslingen, ein Notariat und ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk und zum OLG-Bezirk Stuttgart gehört. Außerdem ist die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk an der Henriettenstraße mit dem Ortsverband Kirchheim/Teck vertreten.[11]

Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Kirchheim unter Teck der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

An Gesundheitseinrichtungen hat die Stadt ein Kreiskrankenhaus des Landkreises Esslingen, die Medius-Klinik Kirchheim. Nach dem Umzug der psychiatrischen Abteilung von Nürtingen nach Kirchheim im Februar 2017 hat der Standort Kirchheim 435 Betten und ist mit 900 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in Kirchheim.[12]

Darüber hinaus gibt es mehrere Sport- und Freizeiteinrichtungen, darunter ein Freibad, 11 Sport- und Veranstaltungshallen, eine Skateanlage, einen Reitstall sowie 10 Stadien bzw. Sportplätze.

Bildung
Ludwig-Uhland-Gymnasium

In Kirchheim unter Teck gibt es ein Pädagogisches Fachseminar (zur Ausbildung von Lehrern), zwei allgemeinbildende Gymnasien (das Schlossgymnasium und das Ludwig-Uhland-Gymnasium), ein technisches Gymnasium (innerhalb der Max-Eyth-Schule) sowie ein Wirtschaftsgymnasium (innerhalb der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule), zwei Realschulen (Freihof- und Teck-Realschule), eine Förderschule (Konrad-Widerholt-Schule), vier Grund- und Hauptschulen bzw. Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Eduard-Mörike-Schule Ötlingen mit Außenstelle Haldenschule, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Alleenschule, Jesingen und Raunerschule) sowie drei selbständige Grundschulen (Freihofschule, Grundschule Nabern und Konrad-Widerholt-Schule mit Außenstelle auf dem Schafhof).

Der Landkreis Esslingen ist Schulträger der Beruflichen Schulen (Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule – Kaufmännische Schule und Max-Eyth-Schule – Gewerbliche Schule) sowie des Carl-Weber-Schulkindergartens für Geistigbehinderte.

Die private Freie Waldorfschule, die Janusz-Korczak-Schule für Erziehungshilfe am Heim sowie Sonderberufsfachschule der Paulinenpflege und die private Krankenpflegeschule des Diakonissenmutterhauses Aidlingen am Kreiskrankenhaus runden das schulische Angebot in Kirchheim unter Teck ab.

Bei der Volkshochschule Kirchheim unter Teck e. V. gibt es seit 1947 ein vielfältiges Kursangebot; die DEULA bietet agrartechnische Fortbildungen an.

Für kleinere Kinder gibt es 49 Kindergartengruppen mit 1328 Plätzen, 5 Gruppen in einer Kindertagesstätte mit 85–88 Plätzen, fünf Gruppen in kirchlichen Kindergärten mit 75–81 Plätzen und fünf Gruppen in freien Kindergärten mit 119 Plätzen.

Es gibt eine DEULA zur Schulung junger Teilnehmer im Bereich Landbau und eine verkehrspädagogische Akademie (VPA) zur Fahrlehrerausbildung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Burg Teck

Kirchheim liegt an der Südroute der Deutschen Fachwerkstraße mit vielen Sehenswürdigkeiten.

Museen
Städtisches Museum im Kornhaus
Literarisches Museum im Max-Eyth-Haus
Galerie im Kornhaus – Galerie für regionale und zeitgenössische Kunst
Schlossmuseum mit acht Fürstenzimmern im Kirchheimer Schloss
Feuerwehrmuseum am Technischen Zentrum in der Henriettenstraße
Gedenkstätten

Am ehemaligen Pfarrhaus erinnern eine Gedenktafel und im Inneren ein Versammlungsraum an den erklärten Hitlergegner und protestantischen Pfarrer der Bekennenden Kirche, Otto Mörike.[13]

Stolpersteine

Innerhalb des Stadtgebiets sind bisher 14 Stolpersteine verlegt worden. Sie sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die während des Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Hauptartikel: Stolpersteine in Kirchheim unter Teck
Bauwerke
Renaissance-Schloss
Martinskirche
Fachwerkhäuser und Rathaus

Sehenswert ist die historische Altstadt von Kirchheim mit vielen Fachwerkhäusern, darunter das alte Rathaus (Wahrzeichen der Stadt) mit Kassettendecke und Mondphasenuhr. Die Martinskirche ist die evangelische Hauptkirche der Stadt. Die Kirche wurde erstmals 960 erwähnt und in der Mitte des 15. Jahrhunderts in ihrer heutigen Form im Stil der Gotik errichtet. Zu den weiteren historischen Bauwerken der Stadt zählen das Schlößle, das im Kern aus dem Jahr 1427 stammt, das Kornhaus, erbaut um 1550, das Renaissance-Schloss (errichtet von 1538 bis 1560) sowie Reste der Stadtmauer und der Schlossgraben mit Bastion, ferner das Max-Eyth-Haus (Geburtshaus von Max Eyth), das mit dem 1538 errichteten Alten Haus (ehem. Stadttorherberge) eines der ältesten Gebäude der Stadt ist, das Wachthaus (das einzig erhaltene von ehemals vier Wachthäusern) und das Spital aus dem 14. Jahrhundert.

Weitere evangelische Kirchen in der Kernstadt sind die Christuskirche von 1909, die Kreuzkirche von 1956, die Thomaskirche von 1967 und die Auferstehungskirche von 1972. Katholische Kirchen sind St. Ulrich von 1910 und Maria Königin von 1967.

Die namensgebende Burg Teck liegt einige Kilometer südlich von Kirchheim bei Owen (Teck).

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen: Evangelische Kirche Jesingen (neugotisch mit Resten aus dem 13. Jahrhundert), evangelische Kirche Nabern (spätgotisch mit freistehendem Turm, der 1870 einen Achteckhelm erhielt), Johanneskirche in Ötlingen (erbaut um 1600) und Matthäuskirche Lindorf (erbaut 1961).

Reste der Startrampen für die Natter im Hasenholz-Wald

Im Jahre 1945 wurden im Hasenholz-Wald drei Startrampen für das Raketenflugzeug Bachem Ba 349 „Natter“ errichtet. Im Zuge der Bauarbeiten zu S21 wurden die zwei nördlich liegenden entfernt. Die verbleibende gilt als die einzig öffentlich zugängliche, da die Startrampe auf dem Ochsenkopf des Truppenübungsplatzes Heuberg, von der aus Lothar Sieber einen tödlichen bemannten Testflug unternahm, weiterhin in einem militärischen Sperrbezirk liegt.

Kirchheimer Kunstweg

Der Kirchheimer Kunstweg umfasst seit 2004 eine Sammlung zeitgenössischer Werke deutscher und internationaler Künstler in der Innenstadt und in Ötlingen.

Regelmäßige Veranstaltungen
März: Märzenmarkt
April/Mai: Internationaler Hahnweide-Segelflug-Wettbewerb
Juni: Haft- und Hoka-Fescht
Juni: Kirchheimer Musiknacht
Juli: Kunst und Kultur am Schloss
August: Kirchheimer Weindorf
August/September: Sommernachtskino
Oktober: „Goldene Oktobertage“
November: Gallusmarkt
November/Dezember: Weihnachtsmarkt
Dezember: Silvesterlauf zur Teck
Oldtimer-Fliegertreffen auf der Hahnweide Anfang September (nur an ungeraden Jahren)
Sport

Die Basketballer der Kirchheim Knights spielen in der Pro A. Die Heimspiele werden in der Sporthalle Stadtmitte (Alleenschule) ausgetragen.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger

Die Stadt Kirchheim unter Teck hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

1873: Gottlieb Christian Friedrich von Hauff (1802–1882), Oberamtsarzt: Er war ab 1841 in Kirchheim u. a. als Leibarzt für Herzogin Henriette von Württemberg tätig und machte wegen seines Einsatzes von Chloroform bei Operationen von sich reden. Wegen seiner großen Verdienste auf wissenschaftlichem und literarischem Gebiet, insbesondere einem Buch über die Ruhr und zahlreichen Zeitschriftenabhandlungen, wurde ihm die Ehrenbürgerwürde verliehen.
1891: Karl Strölin (1824–1901), Rektor: Für sein überaus engagiertes und sehr erfolgreiches pädagogisches Wirken erhielt er 1868 den Titel des Rektors der Lateinschule und 1885 das Ritterkreuz erster Klasse des württembergischen Friedrichsordens. Unter seiner Führung stieg die Zahl der Schüler auf 150. Aus Anlass seiner 25-jährigen Tätigkeit in Kirchheim verlieh ihm die Stadt das Ehrenbürgerrecht.
1908: Ernst Kröner (1842–1926), Stadtschultheiß: Er widmete sich allen Bereichen der Kommune, wie Förderung des Schulwesens, Verlängerung der Eisenbahn, die Gas- und Wasserversorgung, Elektrizität und Kanalisation, sowie Erschließung neuer Wohngebiete. Für seine vorzügliche Amtsführung erhielt er aus der Hand des Königs mit dem Friedrichsorden 1. Klasse die höchste Auszeichnung, die es in Württemberg gab. Die Stadt würdigte seine Verdienste in dreißig Jahren Amtszeit mit dem Ehrenbürgerrecht.
1915: Friedrich Wilhelm Schönig (1847–1923), Rektor: Wegen seiner bedeutenden Leistungen im Zusammenhang mit dem Ausbau der höheren Schule, dem Realprogymnasium, und des ausgeprägten ehrenamtlichen Engagements im Gewerbeverein, im Turnverein, Kirchengemeinderat und Verschönerungsverein, wurde ihm das Ehrenbürgerrecht verliehen.
1915: Julius Krauß (1841–1923), Oberamtsarzt: Zum Ehrenbürger der Stadt wurde er für sein fünfzigjähriges, unermüdliches Wirken als Arzt in Kirchheim, für ein wissenschaftliches Werk über das Medizinalwesen Württembergs sowie für seinen Einsatz für die Kinderkrippe ernannt. Er war ein gewissenhafter Berater zur Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse im Stadtgebiet und betreute das Wilhelmhospital.
1919: Otto Ficker (1859–1928), Fabrikant: Neben seiner beruflichen Tätigkeit hat er stets regen Anteil am bürgerlichen Leben genommen. Als Gemeinderat, Mäzen, Förderer der Kultur und der Schulen, ist er bis heute unvergessen. Er vertrat als Stadtvorstand Bürgermeister Marx im Ersten Weltkrieg. Durch großzügige Stiftungen ermöglichte er u. a. die Einrichtung des Altenheims Fickerstift. Bürgermeister Marx zeichnete ihn mit dem Ehrenbürgerrecht aus.
1933: Wilhelm Murr (1888–1945), Reichsstatthalter[14]
1933: Christian Mergenthaler (1884–1980), württembergischer Ministerpräsident[14]
1956: Andreas Marx (1876–1963), Bürgermeister: Er hatte sich das Ehrenbürgerrecht als Bürgermeister von 1909 bis 1943 in schweren Zeiten der Stadt verdient. Sein Augenmerk galt dem Schul- und Bildungswesen, dem Wohnungsbau und der Wasserver- und -entsorgung. Er war federführend bei der Gründung des Gewerbeschulverbands und der Ansiedlung des staatlichen Hauswirtschaftlichen Seminars.
1960: Walter Jacob (1893–1982), Direktor: Als Direktor des ältesten Kirchheimer Industrieunternehmens Kolb & Schüle erwarb er sich durch seinen engagierten Einsatz große Verdienste. Er stellte sich für die Mitarbeit im Gemeinderat zur Verfügung und war bis 1965 erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Zudem wurde er in den Aufsichtsrat der Kreisbaugesellschaft und der Otto Ficker AG gewählt. Sein Einsatz wurde ihm mit der Ehrenbürgerwürde gedankt.
1975: Franz Kröning (1914–1991), Oberbürgermeister: In seiner dreißigjährigen Amtszeit hat er sich insbesondere in den schweren Nachkriegsjahren als Stadtvorstand außerordentliche Verdienste erworben. Er brachte nach 1945 die Verwaltung wieder in Gang und die 7.000 Flüchtlinge und Heimatvertriebene in der 13.000 Einwohner zählenden Stadt unter. Linderung der Wohnungsnot, Ansiedlung von Industrie und Gewerbe, Bau von Schulen und Kindergärten waren einige seiner Schwerpunkte. Er begründete die Städtepatenschaften mit Freiwaldau-Gräfenberg und Bulkes und die Städtepartnerschaft mit Rambouillet. Mit dem Ehrenbürgerrecht erhielt er den Ehrenring der Stadt Kirchheim unter Teck.
1979: Jacqueline Thome-Patenôtre (1906–1995), Bürgermeisterin der Partnerstadt Rambouillet: Die Bürgermeisterin der französischen Stadt Rambouillet war Staatssekretärin, Mitglied und Vizepräsidentin der Nationalversammlung sowie Europaabgeordnete. Sie erwarb sich in ihrer 35-jährigen Amtszeit große Verdienste bei der mit Franz Kröning begründeten Städtepartnerschaft von Rambouillet und Kirchheim unter Teck. Der Gemeinderat Kirchheims beschloss, ihr für diesen unermüdlichen Einsatz das Ehrenbürgerrecht zu verleihen.
1990: Karl Schmid (1921–2002), Verwaltungsangestellter: Er hatte sich in vier Jahrzehnten bleibende Verdienste im öffentlichen, politischen und wirtschaftlich-sozialen Leben erworben. Bedeutend sind sein Engagement für den VdK und als ehrenamtlicher Sozialrichter, seine 31 Jahre dauernde Gemeinderatstätigkeit, der Fraktionsvorsitz der SPD und die Tätigkeit als ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters.
Söhne und Töchter der Stadt
Johann Scheubel (1494–1570), Mathematiker, Wegbereiter der Algebra in Europa
Hans Dorn (nach 1550–1594), württembergischer Maler
Magnus von Württemberg-Neuenbürg (1594–1622), Herzog von Württemberg
Christoph Wölfflin (1625–1688), Professor an der Universität Tübingen
Johann Andreas Hochstetter (1637–1720), Theologe und Professor an der Universität Tübingen
Max Eyth
Samuel Urlsperger (1685–1772), lutherischer Theologe
Anna Maria Benz (1694–1738), Kunstmalerin
Christoph Friedrich von Pfleiderer (1736–1821), Mathematiker
Johannes Kolb (1736–1810), Textilunternehmer, Gründer der Kolb & Schüle
Nikolaus Ferdinand Auberlen, (1755–1828), Musiker und Komponist
Johann Simon von Kerner (1755–1830), Arzt und Botaniker
Johann Friedrich Osiander (1787–1855), Gynäkologe und Urologe
Christian Friedrich Osiander (1789–1839), Buchhändler
Karl Friedrich Bardili (1790–1826), württembergischer Oberamtmann
Christoph Friedrich Schlienz (1803–1868), Missionar
Rudolf Friedrich Schüle I. (1808–1886), Unternehmer und Mitbegründer der Kirchheimer Eisenbahn-Gesellschaft
Heinrich Kraz (1811–1891), Rektor und Politiker, Landtagsabgeordneter
Christian Ehninger (1818–1896), Kaufmann, Landtagsabgeordneter (1883–1895)
Wolfgang Friedrich Geß (1819–1891), evangelischer Theologe
Jakob Friedrich Schöllkopf (1819–1899), Gründer der Niagara Falls Hydraulic Power Company
Christoph Friedrich Eppler (1822–1902), Theologe und Kirchenlieddichter
Gottlieb Heileman (1824–1878), Unternehmer, Gründer der City Brewery
Georg Christian Wernle (1825–1879), württembergischer Oberamtmann
Theodor Ehninger (1834–1890), Posthalter und Landtagsabgeordneter
Max Eyth (1836–1906), Ingenieur und Dichter
Karl von Berg (1837–1921), Theologe, Generalsuperintendent von Heilbronn und Ludwigsburg
Richard Julius von Preu, (1837–1910), württembergischer Oberamtmann
Paulus von Braun (1842–1924), Generalsuperintendent (Bischof) von Schwäbisch Hall, Landtagsabgeordneter
Wilhelm Beurlen (1843–1924), württembergischer Landtagsabgeordneter
Friedrich Braun (1850–1904), Theologe
Franz Kaim (1856–1935), Dirigent, königlich württembergischer Hofrat
Gottlieb Kenngott (1862–1945), Politiker (SPD), Mitglied der Weimarer Nationalversammlung, MdL (Württemberg)
Hermann Hiller (1867–1931), Politiker, Landtagsabgeordneter
Hermann Gustav Bayer (1876–1928), Politiker, Landtagsabgeordneter
Oskar Rupp (1876–1963), Jurist, württembergischer Oberamtmann
Otto Dorfner (1885–1955), Buchbindermeister und Einbandgestalter
Wilhelm Mößner (1888–1955), Politiker (SPD), Landtagsabgeordneter
Stephan Weickert (1892–1952), Vertriebenenpolitiker, Bundestagsabgeordneter
Richard Lohrmann (1896–1970), Forstmann und Naturschützer
Franz Frank (1897–1986), Maler und Graphiker
Eugen Gerstenmaier (1906–1986), Politiker (CDU), MdB, Bundestagspräsident, Widerstandskämpfer im Dritten Reich
Willy Schneider (1907–1983), Musikpädagoge, Komponist und Dirigent
Karl Gösele (1912–2004), Bauphysiker
Helmuth Bott (1925–1994), Ingenieur, Entwicklungschef Porsche (1979–1988)
Gerhard Einsele (1925–2010) Geologe, Hochschullehrer
Kurt Rommel (1926–2011), Pfarrer und Dichter von Kirchenliedern
Martin Einsele (1928–2000), Stadtplaner und Hochschullehrer
Klaus Croissant (1931–2002), Rechtsanwalt, Verteidiger von Andreas Baader im Stammheim-Prozess
Gerhard Remppis (* 1940), Politiker (SPD), Landtagsabgeordneter 1976–1988, Schulleiter a. D.
Roland Prinzinger (* 1948) Biologe, spezialisiert auf Ornithologie und Physiologie
Karl Zimmermann (* 1951), Politiker (CDU), Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg
Uli Keuler (* 1952), Kabarettist
Rolf Walter (* 1953), Historiker für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Sangit Om, Stefan Petersilge, (* 1954), Musiker, Komponist, Musikproduzent
Andreas Kenner (* 1956), Altenpfleger, Politiker (SPD), seit 2016 Landtagsabgeordneter
Kay Winkler (* 1956), Bildhauer und Installationskünstler
Iris Lemanczyk (* 1964), Kinder- und Jugendbuchautorin
Udo Moll (* 1966), Jazzmusiker und Improvisator
David Kadel (* 1967), Fernsehmoderator, Kabarettist und Autor
Oliver Otto (* 1972), Fußballspieler
Valerie Koch (* 1974), Schauspielerin
Lado Fumic (* 1976), Mountainbikefahrer
Astrid Hochstetter (* 1979), Eiskunstläuferin
Christine Wolf (* 1980), Leichtathletin
Manuel (Filip) Fumic (* 1982), Mountainbikefahrer (Weltmeister und Olympiateilnehmer)
Justus Hütter (* 1982), deutscher Rapper und Moderator
Andreas Schwarz (* 1979), Stadtrat und seit 2011 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg (Grüne), Wirtschaftsjurist
Ralf Herbst (* 1986), Eishockeyspieler
Jasmina Keber (* 1988), slowenische Speed-Badminton-Spielerin
Sven Suton (* 1993), deutsch-bosnischer Handballspieler
Jelena Wlk (* 1993), Volleyballspielerin
Tim Suton (* 1996), deutsch-kroatischer Handballspieler
Persönlichkeiten, die mit Kirchheim verbunden sind

Berühmte Persönlichkeiten, die einen Teil ihres Lebens in Kirchheim verbracht haben:

Konrad Widerholt, * 20. April 1598 in Ziegenhain; † 13. Juni 1667 in Kirchheim (Teck), Festungskommandant der Festung Hohentwiel im Dreißigjährigen Krieg, ab 1650 Obervogt in Kirchheim
Johann Conrad Hochstetter, * 1583 in Gerhausen; † 10. Februar 1661 in Kirchheim (Teck), ab 1626 Stadtpfarrer in Kirchheim und Spezialsuperintendent
Herzogin Magdalena Sibylla von Württemberg, * 28. April 1652 in Darmstadt; † 11. August 1712 in Kirchheim (Teck), 1677 bis 1693 Regentin von Württemberg, lebte von 1694 bis 1712 in Kirchheim
Herzogin Johanna Elisabeth von Württemberg, * 3. Oktober 1680 in Durlach; † 2. Juli 1757 in Schloss Stetten in Stetten im Remstal, Witwe von Herzog Eberhard Ludwig, lebte von 1735 bis 1757 in Kirchheim
Herzogin Franziska von Württemberg, * 11. Januar 1748 in Adelmannsfelden, † 1. Januar 1811 in Kirchheim (Teck), Witwe des regierenden Herzogs Carl Eugen, lebte von 1793 bis 1811 auf Schloss Kirchheim
Ludwig von Württemberg, * 30. August 1756 in Treptow an der Rega; † 20. September 1817 in Kirchheim unter Teck, Ehemann von Herzogin Henrietta, lebte ab 1811 im Kirchheimer Schloss
Herzogin Henrietta von Württemberg, * 22. April 1780 in Kirchheimbolanden; † 2. Januar 1857 in Kirchheim (Teck), Wohltäterin der Stadt
Adolf Hirzel, * 17. Dezember 1809 in Künzelsau, † 17. Oktober 1898 in Kirchheim (Teck), Oberamtspfleger in Kirchheim, Landtagsabgeordneter 1851–1856
Werner Gneist, * 10. März 1898 in Ulm, † 19. August 1980 in Kirchheim (Teck), dt. Liederkomponist, erhielt 1973 die Konrad-Widerholt-Gedenkmünze der Stadt Kirchheim
Klaus Holighaus, * 14. Juli 1940 in Eibelshausen; † 9. August 1994 am Rheinwaldhorn, Segelflugzeugkonstrukteur
Peter Boudgoust, * 16. Dezember 1954 in Mannheim, Jurist und Intendant des Südwestrundfunks. Er lebt in Kirchheim
Fabian Schläper, * 1976 in Aachen, Songkabarettist und Textdichter. Er wuchs in Kirchheim (Teck) auf.
Tobias Unger, * 10. Juli 1979 in München, Leichtathlet und Olympiateilnehmer. Er lebt in Kirchheim
Literatur
Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 388–528.
Erich Keyser: Württembergisches Städtebuch. Band IV, Teilband Baden-Württemberg, Band 2 aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Stuttgart 1961.
Werner Frasch: Kirchheim unter Teck – aus Geschichte und Gegenwart einer Stadt und ihrer Bewohner Verlag der Teckbote, Kirchheim unter Teck 1985, ISBN 3-925589-00-7.
Kirchheim unter Teck – Marktort/Amtsstadt/Mittelalterzentrum. Hrsg. von Rainer Kilian i. A. der Stadt Kirchheim (Teck), GO Druck Media Verlag, Kirchheim unter Teck 2006, ISBN 978-3-925589-38-6.
Der Landkreis Esslingen. Hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg i. V. mit dem Landkreis Esslingen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, Band 2, Seite 45.
Kirchheim unter Teck um 1000 n. Chr. – Geschichte und Archäologie. – Hrsg. Regierungspräsidium Stuttgart – Landesamt für Denkmalpflege Esslingen, Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg Heft 62, Stuttgart: Verlagsbüro Wais und Partner, 2011, ISBN 978-3-942227-03-2.
Roland Deigendesch: Mit Tina und Mehmet Kirchheim unter Teck entdecken – Stadtgeschichte(n) für Kinder. Hrsg. von der AG Museumspädagogik in Verbindung mit dem Stadtarchiv Kirchheim unter Teck. GO Druck Media, Kirchheim unter Teck 2011, ISBN 978-3-925589-56-0.
Jörg Bofinger et al.: Langhäuser und Keltengold am Albtrauf. Rettungsgrabungen im zukünftigen Gewerbegebiet am „Hegelesberg“ bei Kirchheim unter Teck. Nachrichtenblatt der Denkmalpflege in Baden-Württemberg, Jahr 2017, Heft 1, S.36-41 (PDF; 7,9 MB)
Weblinks
 Commons: Kirchheim unter Teck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Kirchheim unter Teck – in der Beschreibung des Oberamts Kirchheim von 1842
 Wikivoyage: Kirchheim unter Teck – Reiseführer
 Wikinews: Kirchheim unter Teck – in den Nachrichten
kirchheim-teck.de – Internetpräsenz der Stadt Kirchheim unter Teck