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Multiposting im CPC-Bereich​

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Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Kötzting nicht vorenthalten.

Geschichte
Bis zum 19. Jahrhundert

Bad Kötzting wurde erstmals im Jahr 1085 als „Chostingen“ urkundlich erwähnt. Aus vier Urhöfen entstanden unterschiedliche Anwesen: 36 Marktlehen, zehn Sölden und zwanzig Häuser. Um 1260 wurden Kötzting die ersten Marktrechte verliehen, die 1344 durch Kaiser Ludwig den Bayern bestätigt wurden; Vollbürger (mit Braurecht) waren lediglich die Nutzer der Marktlehen. Die Grundherrschaft des Klosters Rott endete 1614, wenige Jahre später genehmigte der Markt dem Kloster ein Priorat.
siehe auch Burgstall Liebenstein

Im Dreißigjährigen Krieg brannten die Schweden unter Georg Christoph von Taupadel – Obrist im schwedischen Heer des Feldmarschalls Bernhard von Sachsen-Weimar – Ende November 1633 Kötzting völlig nieder, weil sich die Bevölkerung geweigert hatte den Anweisungen zu folgen.[3] Erneute Einfälle der schwedischen bzw. kaiserlichen Truppen gab es 1635 und 1640. Der Magistrat bestand aus dem inneren und dem äußeren Rat. Die vier inneren Räte stellten im halbjährigen Wechsel den Kammerer-Bürgermeister. Bedeutendster Kammerer Kötztings war Samuel Luckner, 1715–1794, der Bruder des Grafen Nikolaus von Luckner. Der Markt wurde 1805 selbständige Pfarrei und 1953 zur Stadt erhoben.

20. Jahrhundert

Beim Ende des Zweiten Weltkrieges setzte sich der Schmiedemeister Wolfgang Stöger zusammen mit anderen Bürgern für eine kampflose Übergabe des Ortes an die anrückenden US-Truppen ein. Stöger wurde im Amtsgerichtsgefängnis inhaftiert und wenig später von SS-Männern bei Schönbuchen ermordet. Ein Bildstock an der Mordstelle erinnert an dieses Geschehen.[4]

Kötzting war die Kreisstadt des Landkreises Kötzting, der zu Niederbayern gehörte. Dieser wurde im Zuge der Kreisreform am 1. Juli 1972 aufgelöst und dem Landkreis Cham und damit dem Regierungsbezirk Oberpfalz zugeschlagen. Seit 1986 ist Kötzting als Luftkurort anerkannt, seit 1995 als Kneippkurort.

21. Jahrhundert

Am 10. Dezember 2005 wurde die Stadt als Kneippheilbad anerkannt und der Name durch Bescheid des Landratsamtes in Bad Kötzting geändert.[5]

Eingemeindungen

Am 1. Oktober 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Arndorf, Gehstorf, Haus, Traidersdorf und Weißenregen eingegliedert.[6] Liebenstein kam am 1. Oktober 1977 hinzu. Am 1. Mai 1978 folgten Teile der aufgelösten Gemeinden Niederndorf und Wettzell.[7]

Politik
Stadtrat

Der Stadtrat besteht aus 20 Mitgliedern (Wahlperiode 2014/20). Die Kommunalwahl vom 16. März 2014 führte zu folgendem Ergebnis:[8]

Neues Rathaus in Bad Kötzting

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze G/V
CSU 28,7 % 6 − 1
SPD Bayern/Freie Bürger 13,2 % 2 − 1
Unabhängige Wählergemeinschaft Kötzting-Land 13,8 % 3 − 1
Freie Wähler Bayern – Ortsgruppe 30,6 % 6 + 3
Freie Wählergruppe Zellertal 8,5 % 2 ± 0
Wettzeller Liste-Umland 5,2 % 1 ± 0

G/V = Unterschied zur vorigen Wahlperiode

Bürgermeister

Seit Mai 2014 ist Markus Hofmann (* 1975) der Bürgermeister. [9]

Wappen

Blasonierung: In Silber auf grünem Boden ein buschiger grüner Baum. Wappen seit 1409.

Städtepartnerschaften

Bad Kötzting unterhält im Rahmen der Städtepartnerschaft Douzelage Verbindungen mit folgenden Kommunen in der EU.[10] (Navigationsleiste siehe unten)

Kultur, Brauchtum und Sehenswürdigkeiten
Blick auf die Wehranlage mit der Stadtpfarrkirche und der Kapelle St. Anna von Weißenregen aus
Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit äußerer Ringmauer
Ehemaliges Rathaus, Ausbau im 18. Jahrhundert
Bauwerke
Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt bildet den Mittelpunkt einer Wehranlage mit äußerer Ringmauer, Graben und innerem Befestigungsring. Die 1179 in einer Papsturkunde erwähnte Kirche wurde 1737/38 erweitert, Chor und Turm 1766/69 neu errichtet. Die Innenausstattung ist barock mit dem Hochaltar von 1771 und der Kanzel von 1730. Von den ursprünglich fünf Deckenfresken zum Thema Pfingstritt sind nur noch drei Deckenfresken erhalten und wurden von dem Kunstmaler des Neubarock Josef Wittmann im Jahr 1930 gemalt. Der rege Briefwechsel zwischen dem damaligen Pfarrer und dem Kunstmaler sowie anderen wichtigen Persönlichkeiten ist erhalten und im Original in der Pfarrei archiviert. Diese Pfingstrittfresken sind nach Dr. Hermann Reidel vom Diözesanmuseum Regensburg die einzigen Fresken nördlich der Alpen zu diesem Thema.

Das Schloss war ab 1361 Amtsgebäude des Land- und Pflegegerichts und dient seit 1805 als Pfarrhof.

Die benachbarte St.-Anna-Kapelle, ehemals Friedhofskapelle im Kirchenburgbereich, wurde um 1686 neu erbaut. Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1664 und enthält eine spätgotische Anna Selbdritt, die Seitenaltäre entstanden 1689. Im Anbau befinden sich ein romanischer Taufstein und Grabplatten.
Die Kirche St. Veit („Veitskirche“) wurde wahrscheinlich spätestens bei der Anlage der Marktstraße (vor 1250) erbaut, beim Schwedeneinfall 1633 niedergebrannt, danach notdürftig instandgesetzt. Nach dem Marktbrand 1867 erhielt sie anstelle der Kuppel einen Spitzturm. Vor der Kirche befindet sich der 1800 erbaute achteckige Marienbrunnen. Eine überlebensgroße Mariensäule kam erst 1903 dazu.
Neben der Kirche befindet sich ein kleiner Brunnen, auf dessen Auffangbecken der Spruch „Lieb, was rar ist, trink was klar ist, sprich was wahr ist“ zu finden ist. Dieser Spruch ist vierzeilig auch vor einem Brunnen neben der Wallfahrtskirche Bogenberg zu lesen. Unterhalb des Wasserhahns steht „A.D. – 1987 – Trinkwasser“.
Das Alte Rathaus aus der Barockzeit hat ein Schopfwalmdach mit zweigeschossigem Kuppelturm. Täglich um 11.00 Uhr ertönt ein Glockenspiel mit 18 Spielglocken und 2 Schlagglocken, dazu dreht sich ein Figurenspiel mit Gestalten aus dem Kötztinger Pfingstritt und dem Kötztinger Brauchtum.
Das Neue Rathaus war bis 1803 Pfarrhof und Propstei der Benediktiner von Kloster Rott, dann Landgericht, Bezirks- und Landratsamt, seit 1972 fungiert es als Rathaus.
Der Benediktinerbrunnen wurde 1993 von dem Bildhauer J. Neustifter geschaffen. Er erinnert an das Jahrhunderte währende Wirken der Benediktiner in der Gegend um Bad Kötzting.
Wallfahrtskirche Weißenregen
Der Pfingstreiterbrunnen ist ein Werk des Bildhauers J. Neustifter aus dem Jahr 1985. Der Sockel des Brunnens enthält die Namen der Pfingstreiter, die fünfzigmal oder öfter teilgenommen haben. Auf dem Hohlkörper aus Granit steht eine Bronzeskulptur mit Motiven aus der Pfingstrittgeschichte, den Abschluss bildet ein berittener Kreuzträger.
Im Ortsteil Weißenregen steht die barocke Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. Sie wurde von 1750 bis 1765 erbaut und enthält eine ungewöhnliche Schiffskanzel.
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bad Kötzting
Museen

Das Pfingstritt-Museum in der Kirchenburg, einer spätmittelalterlichen Wehranlage mit Friedhof, Kirche und Schloss zeigt mit historischen Objekten die Geschichte der Pfingstwallfahrt und die symbolische Pfingsthochzeit.

Wolframslinde
Naturdenkmäler

In Ried steht die alte Wolframslinde. Diese Sommerlinde (Tilia platyphyllos) ist einer der stärksten und ältesten Bäume Deutschlands. Benannt wurde sie nach dem Minnesänger Wolfram von Eschenbach. Ihr Alter wird auf 850 Jahre geschätzt. Sie hat einen Stammumfang von 12,21 Metern und eine Höhe von 13 Metern.[11]

Pfingstritt
Die Kirche von Steinbühl, das Ziel des Kötztinger Pfingstritts
Pfingstrittstadt
Pfingstritt 2001

Der Pfingstritt zu Bad Kötzting zählt zu den größten berittenen Bittprozessionen der Welt und geht, laut Überlieferung, auf ein Gelöbnis aus dem Jahr 1412 zurück. Demnach lag im Dorf Steinbühl, etwa sieben Kilometer von Kötzting entfernt, ein Mann im Sterben und bat um die heiligen Sterbesakramente. Der Pfarrer sah sich außerstande, ohne Schutz dorthin zu gelangen. Die Kötztinger Burschen gaben ihm auf seine Bitte hin das Geleit. Nach der glücklichen Rückkehr gelobten alle, den Ritt jedes Jahr zu wiederholen. Also ziehen jedes Jahr am Pfingstmontag oft bis zu 1000 Reiter, betend auf ihren Pferden und in Waidler-Trachten, hinaus durch das Zellertal bis nach Steinbühl.

Unter dem feierlichen Geläut der Pfingstglocken verlassen Bürger und Bauern um acht Uhr morgens auf den festlich geschmückten Pferden betend die Stadt, das uralte Gelöbnis erneuernd. Die Reiterprozession wird angeführt vom Kreuzträger. Ihm folgen Laternenträger, die Fanfarenbläser, Geistlicher Offiziator mit Mesner und Ministranten. Hinter ihnen reitet der Pfingstbräutigam mit den beiden Brautführern. Die offizielle Spitze des Zuges wird schließlich abgeschlossen vom Pfingstbräutigam des Vorjahres, der die Marktfahne trägt, seinen Brautführern und von der Vertretung der Burschenschaft. Daran schließen sich alle übrigen Reiter an. Viele der Reiter führen die großen Erinnerungsfahnen mit, die sie für ihre langjährige Rittteilnahme erhalten haben. An vier Stationen verkündet der Offiziator das Evangelium und segnet mit der Monstranz die Fluren.

In der Pfingstreiter-Wallfahrtskirche St. Nikolaus in Steinbühl wird schließlich der Reitergottesdienst zelebriert. Nach einer Pause für Ross und Reiter und deren Verpflegung macht sich die Reiterprozession gegen 12 Uhr mittags wieder auf den Weg zurück nach Bad Kötzting. Mit dem Festakt und dem eucharistischen Segen, der Überreichung des Tugendkränzchens, der Auszeichnung langjähriger Pfingstreiter, sowie dem feierlichen „Te Deum“ endet schließlich der kirchliche Teil des Rittes.

Nach dem Pfingstritt findet auf dem Platz vor der Kirche St. Veit im Stadtzentrum ein weiterer Festakt statt. Dem „Pfingstbräutigam“ wird vom mitreitenden Kooperator das sogenannte Tugendkränzchen überreicht. Anschließend folgt ein Zug der Burschen durch die Altstadt und schließlich die eigentliche Pfingsthochzeit, mit der symbolischen Trauung des „Tugendbräutigams“ mit der „Pfingstbraut“.

Während der gesamten Pfingstwoche finden in Bad Kötzting zahlreiche Veranstaltungen statt, unter anderem:

ein Volksfest mit traditionellem Volksfesteinzug (Festwirt, Festwägen, Pferde, Musikkapellen, Vereine, etc.)
Aufführungen des „Pfingstlspiels“ am Bad Kötztinger Rathausplatz,
eine Zugleistungsprüfung der Kaltblut- und Haflingerzuchtvereinigung Bayer. Wald,
ein Fackelzug des Burschen-Wanderer-Vereins Bad Kötzting mit Illumination der gesamten Stadt
Festspiele

In den Bad Kötztinger Waldfestspielen werden Mundartfassungen von Klassikern wie Goethes Faust, Georg Büchners Woyzeck, Shakespeares Drama Macbeth und anderen aufgeführt.

Einrichtungen
Die Spielbank Bad Kötzting
Deutsche Klinik für Traditionelle Chinesische Medizin, seit Februar 2010 Universitätsklinik aufgrund einer Kooperation mit der Peking-Universität[12]
Kneipp-Kurbetriebe
Mittelbayerisches Rehabilitationszentrum
„Klinikum Luitpold“ für Orthopädie und Rheumatologie
Rehabilitationsklinik Fachrichtung Neurologie
Bildungszentrum mit einer Fachschule für Altenpflege
Bayerische Spielbank Bad Kötzting (Spielcasino)
„AQACUR“ Badewelt Kötzting (Hallen- und Wellenfreibad) mit Saunawelt, Saunagarten mit FKK, Badcafé, Solebecken, verschiedene Gesundheitsbäder, Wellness-Oase, Solarien. Sportbecken 10 m × 25 m, Wellenfreibad 25 m × 12,5 m.
Kurpark (12.6 ha)
Geodätisches Observatorium Wettzell
Bildung
Kindergarten: „Heilig Geist“ und „Königin der Engel“
Förderschule: Sonderpädagogisches Förderzentrum Bad Kötzting
Grundschule: Grundschule Bad Kötzting
Hauptschule: Karl-Peter-Obermaier Hauptschule Bad Kötzting
Realschule: Staatliche Realschule Bad Kötzting
Gymnasium: Benedikt-Stattler-Gymnasium Bad Kötzting
Berufsschule: Außenstelle der Staatliche Berufsschule Cham und Berufsfachschule für Altenpflege
Musikschule: Landkreismusikschule Cham
Volkshochschule: VHS Cham
Ehemaliger Bundeswehrstandort

Ab 24. November 1965 bis 2004 war Bad Kötzting Garnison der Bundeswehr. In der Hohenbogen-Kaserne war eine Luftwaffeneinheit des Fernmelderegiments 72 stationiert, die den Aufklärungsturm auf dem Hohen Bogen, den Fernmeldesektor F, betrieb.

Medien
Kötztinger Zeitung – Regionalausgabe der Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung
Kötztinger Umschau – Regionalausgabe der Mittelbayerischen Zeitung
Verkehr
Straße

Bad Kötzting liegt an den Staatsstraßen St 2140 sowie St 2132.

Eisenbahn

Bad Kötzting liegt an der Bahnstrecke Cham–Lam. Die Züge der Oberpfalzbahn halten am Bahnhof Bad Kötzting sowie am Haltepunkt Zellertal im Zwei-Stunden-Takt in der Stadt.

Am Bahnhof Bad Kötzting trifft der von der DB Netz AG unterhaltene Streckenteil mit dem von der Regentalbahn unterhaltenen Streckenteil zusammen. Dieser besitzt eine Park-and-ride-Anlage und einen Busbahnhof.

Söhne und Töchter der Stadt
Joseph von Armansperg 1833
Benedikt Stattler (1728–1797), katholischer Theologe der Aufklärung
Joseph von Armansperg (1787–1853), bayerischer und griechischer Staatsmann
Michael Heigl (1816–1857), Räuber
Anton Schwarz (1858–1931), Komponist und Musikpädagoge
August Henneberger (* 1873), Bildhauer
Eugen Hubrich (1885–1963), Heimatdichter und NSDAP-Parteifunktionär
Walther Fischer-Schlemm (1888–1958), Hochschullehrer, Rektor der Universität Hohenheim
Hermann Berger (1926–2005), Indologe und Religionswissenschaftler
Hartmut Riederer (* 1942), Maler, Schriftsteller und Schauspieler
Helmut Brunner (* 1954), Politiker und seit 2008 bayerischer Staatsminister
Alfred Müller-Kranich, (* 1955), Komponist und Organist
Ruth Toma (* 1956), Drehbuchautorin
Gisela Dachs (* 1962), Publizistin und Journalistin, u. a. ZEIT-Korrespondentin in Tel Aviv
Johannes Reitmeier (* 1962), Autor, Regisseur und Intendant
Matthias Aschenbrenner (* 1972), Mathematiker
Thomas Dworzak (* 1972), Fotograf
Otto Schaffner (1913–1978), Theologe[13]
Literatur
Harald Stark: Die Familie Notthafft – auf Spurensuche im Egerland, in Bayern und Schwaben. Späthling, Weißenstadt 2006. ISBN 3-926621-46-X (zum Ortsteil Grub)