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Geschichte
Bis zur Gemeindegründung

1257 wird Lenggries zum ersten Mal urkundlich in einer Schenkungsurkunde erwähnt, die unter den Zeugen einen Wernherus Cellerarius de Lenggriesen nennt (Schenkungsgegenstand war die Leibeigene Frau Luitgard). Es hatte sich eine Flößersiedlung entwickelt und Bedienstete der nahen Burg Hohenburg lebten dort. Diese um 1100 erstmals urkundlich erwähnte Festung war jahrhundertelang das bedeutendste Herrschaftszentrum des Isarwinkels.
siehe auch Burgruine Schellenburg

Die Hohenburg auf einer Anhöhe am Hirschbach gehörte ursprünglich den Herren von Thann, kam Ende des 12. Jahrhunderts in den Besitz der Herren von Tölz und 1262 an die Wittelsbacher. Ab 1294 war diese Burg im Besitz der Herren von Egling. Ihnen folgten 1396 die Herren von Maxlrain, die 1410 bis 1420 einen großen Umbau und eine Erweiterung vornahmen. 1522 kam die stattliche Burg in den Besitz des Hauses Schellenberg. Dionys von Schellenberg verkaufte 1566 Burg und Gericht an seinen Neffen Hanns Paul Herwarth, in dessen Geschlecht der Besitz der Burg und Hofmark Hohenburg bis 1800 blieb. 1705 standen Lenggries und die Burg im Mittelpunkt der Bayerischen Volkserhebung, da hier der erste Widerstand gegen die österreichischen Besatzer organisiert wurde. Dieser Aufstand fand sein tragisches Ende in der Sendlinger Mordweihnacht. Laut Johann Nepomuk Sepp waren dabei 158 Mann aus Lenggries beteiligt. [3]

Schloss Hohenburg
Turm der Pfarrkirche St. Jakob

Während des Spanischen Erbfolgekrieges hielten österreichische Truppen die Burg besetzt, und am 21. Juli 1707 wurde sie bei einem, aus ungeklärten Gründen entstandenen Brand vollkommen zerstört. Die Burg wurde daraufhin größtenteils abgetragen und die Steine in der Lenggrieser Pfarrkirche St. Jakobus und dem neuen Schloss Hohenburg, das rund 300 m südlich entstand, verbaut. Dieses bis heute bestehende Schloss ließ Graf Ferdinand Joseph von Herwarth 1712 bis 1718 im klassischen Barockstil errichten. Der opulente Schlossgarten nach Versailler Muster wurde von Matthias Diesel angelegt. Ab 1800 wechselte der Besitz des Schlosses zwischen mehreren Adelshäusern. So wurde es 1866 vom aus Preußen vertriebenen Herzog Adolf von Nassau erworben, dem späteren Großherzog von Luxemburg. Dieser nutzte das Schloss fortan als Sommerresidenz. Unter den Luxemburgern wurde in Lenggries besonders die Fürstin Anna Maria verehrt, und der Ort, der 1870 2.416 Einwohner zählte, blühte auf. 1921 kam es zu einer Allianz mit dem Hause Wittelsbach, als in der Lenggrieser Pfarrkirche Kronprinz Rupprecht mit Prinzessin Antonia von Luxemburg vermählt wurde. Zur Zeit des Dritten Reiches wurde das Schloss beschlagnahmt. Im Jahr 1953 kam es in den Besitz des Landshuter Ursulinenklosters, das dort eine Mädchenschule mit Internat einrichtete.

Lenggries entwickelte sich im Zeitraum 1808 bis 1818 im Zusammenhang mit den in diesen beiden Jahren erlassenen bayerischen Gemeindeedikten zur selbständigen politischen Gemeinde, gehörte jedoch bis 1848 als Hofmark zum Schloss Hohenburg.

20. Jahrhundert

Am 1. Juni 1905 nahm die erste Kraftpostlinie Deutschlands ihren ständigen Betrieb zwischen Bad Tölz und Lenggries auf. 1924 wurde Lenggries an das Bahnnetz (heute von der Bayerischen Oberlandbahn befahren) angeschlossen. Damit gewann der Fremdenverkehr zunehmende Bedeutung für Lenggries. Lenggries, das seit jeher ein Flößer- und Kalkbrennerort war, litt sehr unter der Errichtung des Walchenseekraftwerkes 1924, da die Isar nun kaum genug Wasser für die Flößerei führte und durch die Lähmung des Flusses der Schliff der Kalksteine in der Isar behindert wurde.

Ab dem 15. September 1936 wurde in Lenggries in nur einem Jahr die Prinz-Heinrich-Kaserne erbaut, in der ab dem 3. Oktober 1937 das II. Bataillon des Gebirgsjäger-Regiments 98 der Wehrmacht stationiert war. Im Spätsommer 1939 brach die Eliteeinheit aus ihrer landläufig ‚Jägerkaserne‘ bezeichneten Unterkunft zum ersten Kriegseinsatz in Richtung Polen auf. Am 3. Mai 1945 wurde Lenggries vom 141. Infanterieregiment der 36. US-Infanteriedivision eingenommen, das sich zuvor im Isarwinkel noch letzte Gefechte mit Resten der SS-Division „Götz von Berlichingen“ geliefert hatte. Amerikanische Truppen fanden in der Kaserne zahlreiche Flugabwehrraketen vor.
Auch die gesamten Bestände und Unterlagen aus den Archiven der Gestapo, sowie Büchereien aus beschlagnahmtem Besitz, ebenso wie das Hauptarchiv der Partei, das gegen Kriegsende noch nach Schloss Hohenburg bei Lenggries verlagert worden war, ist in Hohenburg aufgefunden worden und wurde wenig später von der amerikanischen Besatzungsbehörde in die USA abtransportiert. Von 800 Einberufenen hatte Lenggries im Zweiten Weltkrieg 267 Gefallene und 98 Vermisste zu beklagen. [4]

Zentrum

Von 1954 bis 1959 entstand der Sylvensteinstausee, ein fjordartiger Stausee, der vor allem als Hochwasserschutz und Rückhaltebecken für Dürrezeiten dienen sollte. Das jahrhundertealte Bauern- und Jägerdorf Fall verschwand in diesem See, da einer seiner Arme das gesamte Tal flutete. Ab 1957 wurde daher für die Bewohner zur Umsiedelung an einem Ufer das Dorf Neu-Fall errichtet. Einige Grundmauerreste des alten Dorfes sind heute noch bei niedrigem Wasserpegel und günstigem Licht am Grunde des Sees zu sehen. Zahlreiche Prominente pflegten für Jagdurlaube einst nach Fall zu reisen, darunter Ludwig Ganghofer, Ludwig Thoma, Paul von Hindenburg und Ludwig II. (dieser baute in Vorderriß ein Jagdhaus und eine Kapelle, die heute zu besichtigen sind). Die Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft, deren Geschäftsstelle sich in Lenggries befindet, betreibt in Fall mehrere ihrer Stiftungshäuser. Der optisch reizvolle See ist heute ein beliebtes Ausflugsziel.

Bayerischer Staatsanzeiger 1970, Nr. 20

Mit Wirkung 1. Januar 1970 wurde das gemeindefreie Gebiet Lenggries südlich des Sylvensteinsees in die Gemeinde eingegliedert.[5] Dieses hatte eine Fläche von 6902,08 Hektar.[6]

Um den dörflichen Charakter des Ortes zu erhalten und Lenggries attraktiver zu machen, beschloss die Gemeinde 1986, den Durchgangsverkehr vom Ortskern Richtung B13 abzulenken. Dafür erfolgten einige Umgestaltungen. So wurden von 1991 bis 1992 der Nordplatz und von 1992 bis 1994 der Isarplatz und der Rathausplatz für insgesamt 2,3 Millionen Mark neu gestaltet, wobei Zuschüsse vom Staat kamen. [7]

21. Jahrhundert

2002 wurde die Prinz-Heinrich-Kaserne, in der seit 1973 das aus der Lindauer Luitpoldkaserne kommende Flugabwehrraketenbataillon 33 (MIM-23 HAWK) der Bundeswehr beheimatet war, aufgelöst. Über die weitere Nutzung der Gebäude wird bis heute diskutiert.[8]

Im Januar 2009 erhielt die Gemeinde Lenggries von der Internationalen Flößervereinigung das Prädikat „Flößerdorf“. Lenggries erhielt diese ehrende Auszeichnung als vierte Kommune Deutschlands und siebte Europas. Bürgermeister Weindl bezeichnete dieses Prädikat als „Denkmal für alle Lenggrieser Flößer“ und als „Bestätigung, alte Traditionen aufrechtzuerhalten“.[9]

Einwohnerentwicklung

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2002 2005 2010 2015
Einwohner 2.263 2.416 3.217 4.011 5.517 6.499 6.283 6.615 8.078 8.816 8.940 9.363 9.499 9.868 10.030

Politik
Gemeinderat

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat 20 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,2 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

Rathaus

CSU     11 Sitze  (53,8 %)
Freie Wählergemeinschaft e. V. 9 Sitze (46,2 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Bürgermeister
Josef März, 1. Bürgermeister (1984–1996)
Werner Weindl, 1. Bürgermeister (seit 1996), Wahl 2014: 84,73 %
Städtepartnerschaften

Seit 1981 bestehen Partnerschaften mit fünf bretonischen Gemeinden:

Plélo
Châtelaudren
Plouvara
Bringolo
Saint-Jean-Kerdaniel

Als Zeichen der Partnerschaften wurde die Verbindungsstraße zwischen Plélo und Châtelaudren „Rue de Lenggries“, deutsch ‚Lenggrieser Straße‘, und eine Isarbrücke in Lenggries „Bretonenbrücke“ benannt.[10]

Wappen

Blasonierung: In Grün ein springender, golden bewehrter silberner Hirsch mit goldenem Geweih. Das derzeitige Wappen wird seit 1939 geführt (Verleihung des Wappens durch den Reichsstatthalter in Bayern, Erlass vom 4. Mai 1939).[11]

Wirtschaft

Die Wirtschaft von Lenggries ist neben dem Tourismus (sowohl im Sommer, als auch im Winter) als Haupteinnahmequelle hauptsächlich auf Landwirtschaft aufgebaut. In der flächenmäßig sehr großen und waldreichen Gemeinde ist man vorwiegend auf Holzwirtschaft spezialisiert. Insgesamt umfasst die Gemeinde ein breites Spektrum alpiner Landschaft, von Hochmooren, saftigen Wiesen, bewaldeten Mittelgebirgskuppen und artenreichen Auwäldern bis hin zu einer behäbigen Flusslandschaft und schroffem Fels.

In den 1970er Jahren war die Firma McNamara Racing als Hersteller von Formelwagen, von Formel V über Formel 3 bis hin zu Formel 1 und Autos für das Indy 500[12] bekannt. Der Besitzer Francis McNamara ist nicht verwandt mit Robert McNamara.

Verkehr
Bundesstraße: B 13
Bahnlinie: Bahnstrecke Holzkirchen–Lenggries; EVU: Bayerische Oberlandbahn (BOB)
Buslinien der Regionalverkehr Oberbayern (RVO)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Lenggries

Eine Sehenswürdigkeit ist die Pfarrkirche St. Jakob, die 1722 fertiggestellt wurde. Diese Barockkirche ersetzte das an gleicher Stelle stehende gotische Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert. Der schlanke Turm der Kirche mit dem Laternenturm obenauf wurde größtenteils aus Teilen der 1707 abgebrannten Veste Hohenburg erbaut. Die Kirche bietet einen reichen Schatz an Fresken, Reliquien, Statuen und Tragstangen ehemaliger Bruderschaften. Graf Ferdinand Joseph von Herwarth (1663–1731), der sich für den Bau von Kirche, Schloss und Kalvarienberg verantwortlich zeigte, ruht in der Gruft der Kirche.

Sehenswert sind vor allem das 1718 fertiggestellte Barockschloss Schloss Hohenburg und die Ruine der alten Burg Hohenburg, die man auf einer bewaldeten Anhöhe, rund 300 Meter oberhalb des Schlosses finden kann. Das Schloss, das nicht öffentlich zu besichtigen ist, beherbergt, obwohl die Nonnen vor einigen Jahren abzogen, nach wie vor ein Mädchengymnasium und eine Mädchenrealschule. Bei der alten Burg sind die Wälle, der Turm des Bergfriedes und der Brunnenschacht erhalten. Für den 300. Jahrestag wurde 2006 der Burgverein gegründet, der sich der Erforschung und Erhaltung der (streng denkmalgeschützten) Ruine verschrieben hat. Zu diesem Sinne entstand eine umfangreiche Ausstellung, die ab dem 21. Juli 2007 bis Jahresende im Heimatmuseum zu sehen war und ein Buch (Ey wer so schön sing‘ darin – Der Untergang der Hohenburg von Stephan Bammer). Die Burgruine und die Anhöhe wurden zudem von Geodäten der Bundeswehr-Universität Neubiberg mit Lasern vermessen und geotechnisch untersucht. Dafür wurden vom Burgverein auch ein Ramadama durchgeführt, 24 Bäume gefällt, um die Ruine wieder mehr zur Geltung zu bringen. Die Hohenburg ist nun die erste Burg in Bayern, von der aufgrund der Vermessungstechnik eine virtuelle Darstellung entstanden ist.

Der letzte bestehende Lenggrieser Kalkofen
Waldkirche

Interessant ist des Weiteren der 1698 erbaute Kalvarienberg bei Hohenburg, eine streng geometrische Anlage, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts erweitert und ausgebaut wurde (1726 entstand die Hl. Kreuz Kapelle und 1865 das Benefiziatenhaus). Interessant ist der Vergleich mit dem Kalvarienberg im nahen Bad Tölz. Der Stiege diente als Vorbild die Scala Santa in Rom. An der Stelle des Berges befand sich die schon 1665 errichtete überlebensgroße Kreuzigungsgruppe, die dort bis heute zu sehen ist. Dort ist außerdem eine umfangreiche Sammlung von Votivtafeln beherbergt.

Am westlichen Isarufer steht bis heute der letzte freistehende Kalkofen im Isarwinkel. Dieser stammt aus dem 18. Jahrhundert und war bis 1958 in Betrieb. Das Ortsbild von Lenggries, besonders den Ortskern, prägen bis heute zahlreiche alte stattliche Bauernhäuser, die größtenteils aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. Erwähnenswert sind der Altwirt, ein Gasthaus das in seiner heutigen Form im 17. Jahrhundert entstand, wobei es als Taverne von Hohenburg bereits 1469 urkundlich erwähnt wurde, und die Bauernhäuser in der Bachmaiergasse, Am Gries, in der Gaißacher Straße, der Herwarthstraße, dem Grasleitenweg, der Wernhergasse und der Karwendelstraße, der Sylvensteinstraße und dem Kampenweg, die ein schönes Bild alter bayerischer Bauernkultur vermitteln. Das Rathaus stammt aus dem Jahre 1881, das von Robert Vorhoelzer und Karl Kergl erbaute Postamt von 1923. Etwas außerhalb der Ortschaft wurde 1954 die Evang.-Luth. Waldkirche erbaut.

Bildung
Volksschule Lenggries (Grund- und Hauptschule)
Volkshochschule Lenggries
Grundschule Wegscheid
Gymnasium und Realschule Hohenburg
Freizeit und Sport
Hallenbad Isarwelle
Naturfreibad Lenggries
Gemeindebücherei
Haus der Senioren
Minigolfanlage
Via Bavarica Tyrolensis – Ein 225 Kilometer langer Radwanderweg nach Tirol
Heimatmuseum (beherbergt zudem regelmäßig Sonderausstellungen)
Tiermuseum (das größte private Tiermuseum Deutschlands)
Hochseilgarten Isarwinkel
Brauneck-Bergbahn
Drachen- und Gleitschirmflüge (auch Tandemflüge) vom Brauneck
Falkenhof (Nähe Brauneck-Bergbahn)
Bikepark (Mountainbike)
Sommerrodelbahn (am Jaudenhang in Wegscheid)
Wintersport

Wintersport hat in Lenggries Tradition, so wurde 1952 die erste Skischule in Lenggries gegründet und 1957 die erste Liftanlage am Brauneck in Betrieb genommen. Heute umfasst das Skizentrum Lenggries-Wegscheid 18 Liftanlagen sowie 34 km präparierte Abfahrten, von denen rund 60 % mit Beschneiungsanlagen ausgestattet sind. Die längste Talabfahrt ist 6 km lang, die anspruchsvollste Abfahrt überwindet 800 Höhenmeter auf 4 km Länge. Zudem ist das Skigebiet Mitglied bei Alpen Plus, Deutschlands größtem Skipass- und Bergbahnverbund.

1980 (Slalom Herren) und 1982 (Slalom Damen) war Lenggries jeweils Austragungsort des Alpinen Skiweltcups. Seit der Saison 1994/95 finden alljährlich FIS-Rennen am Weltcuphang statt,[13] 2002, 2004, 2005, 2008, 2010, 2013 und 2016 war Lenggries jeweils Station des Alpinen Skieuropacup der Damen im Slalom. Seit der Saison 2000/2001 ist hier ein offizielles Nachwuchsleistungszentrum des DSV.[14] Aus Lenggries stammen zahlreiche internationale Top-Skiläufer wie zum Beispiel Martina Ertl, Hilde Gerg, Michaela Gerg, Andreas Ertl, Heidi Zacher, Florian Eckert, Annemarie Gerg, Traudl Treichl, Alexander Deubl und Michaela Wenig, bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2005 z.B. stammten vier der sechs deutschen Goldmedaillengewinner vom Skiclub Lenggries. Seit 2005 ist das Gymnasium Schloss Hohenburg offizielle „Partnerschule des Wintersports“.[15]

Der Isarwinkel ist mit seinem abwechslungsreichen und vielfältigen Netz an Langlauf-Loipen auch für Langläufer und Skiwanderer ein interessantes Ausflugsgebiet. Neben 42 km gepflegten Loipen im Ortsbereich und insgesamt 112 km Loipen im Nahbereich, gibt es auch eine rund 1,5 km lange Nachtloipe mit Flutlicht nördlich der Talstation der Brauneck-Bergbahn.[16]

Regelmäßige Veranstaltungen
Christkindlmarkt
Maibaum-Aufstellen
Lenggrieser Festwoche
Volksfest mit Bierzelt: jährlich
Flohmarkt: ca. alle zwei Wochen samstags am Volksfestplatz
Nachtflohmarkt: ca. einmal pro Monat am Volksfestplatz
Dorfessen: Ende Juli in der Marktstraße
regelmäßig Messen, Feste, Konzerte und Feten im Alpenfestsaal
KUNSTWOCHE Lenggries
Persönlichkeiten
Albert Grünwedel (1856–1935), Archäologe
Fritz Müller-Landeck (1865–1942), Maler und Kunstprofessor, starb in Lenggries
Franz Marc (1880–1916) im Sommer 1908 malte der Künstler in Lenggries
Claus Bergen (1885–1964), Maler und Illustrator
Günter Eich (1907–1972), Schriftsteller, lebte von 1956 bis 1963 mit seiner Ehefrau Ilse Aichinger und den Kindern Clemens (1954–1998) und Mirjam (* 1957) in Lenggries
Siegfried Block (1912–1991), Arzt, bekannt geworden durch Frischzellentherapie; in Lenggries ist die „Dr.-Siegfried-Block-Straße“ nach ihm benannt
Kaspar Seibold (1914–1995), Landwirt und Politiker (CSU), MdPR
Ilse Aichinger (1921–2016), Schriftstellerin
Blasius Gerg (1927–2007), Bildhauer
Frank McCourt (1930–2009), Schriftsteller, in den 1950er Jahren als US-Soldat in Lenggries stationiert
Georg Gilgenreiner (* 1948), Speedwayfahrer
Johann Kiefersauer (* 1948), Comiczeichner
Michaela Gerg-Leitner (* 1965), ehemalige Skirennläuferin
Toni Schwaiger (* 1966), Programmierer und Journalist
Martina Ertl (* 1973), ehemalige Skirennläuferin
Hilde Gerg (* 1975), ehemalige Skirennläuferin
Heidi Zacher (* 1988), Skicross-Fahrerin
Galerie

Heimatmuseum

Blick von der Lenggrieser Isarbrücke gen Süden

Kriegerdenkmal

Das alte Postgebäude

besondere Ereignisse

4. Juni 1931: An diesem Tag trat ein extremes Klimaereignis auf. An der Messstation Sylvenstein wurde innerhalb von 10 Stunden eine Niederschlagsmenge von 87,5 Liter pro Quadratmeter gemessen.

Panoramabild
vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenLenggries mit Brauneck gesehen vom Geierstein
Literatur
Dein Standort Lenggries – Informationsschr. für Gäste u. Soldaten. Koblenz, 1983
Gemeinde Lenggries (Hrsg.): Lenggries – Ein Streifzug durch Vergangenheit und Gegenwart. Lenggries, 2., erg. Aufl., 1989
„Lenggrieser Mikrokosmos“ – Das Urlaubsgipfelbuch von Renate Mayer, 2006. Interessante Lenggrieser Aspekte für Einheimische und Urlauber.
Albert Reinig: D’Lenggrieser san eigene Leit, Bauer-Verlag, 1995, ISBN 9783930888139.
Stephan Bammer: Ey wer so schön sing‘ darin, Eigenverlag, Lenggries 2007, ISBN 3-000217-37-1.
Jochem Ulrich: Die Burg über dem Dorf. 700 Jahre Hohenburg, 1. Auflage 2001, 2. Auflage 2007, ISBN 3-924439-00-1.
Gemeinde Lenggries (Hrsg.): Drum schau’n d’Lenggrieser so guad aus!, Bauer-Verlag, 1995, ISBN 978-3930888108.