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Geschichte
Der Bayersturm
Bis zum 18. Jahrhundert

Die Stadt Lohr am Main ist spätestens seit dem 8. Jahrhundert besiedelt und war bei der ersten zweifelsfreien urkundlichen Nennung im Jahr 1295 als „Lare“ schon Kernort der Grafschaft Rieneck. 1333 erhielt Lohr das Stadtrecht,[7] erklärbar aus den Auseinandersetzungen um das Erbe der ausgestorbenen Linie der Grafen von Rieneck-Rothenfels. Stadt war der Ort zu diesem Zeitpunkt schon lange. Kaiser Ludwig der Bayer wollte jedoch in dieser Auseinandersetzung den Rienecker Stadtherren aus Dank für ihrerseits geleistete Dienste politisch den Rücken stärken. Das Stadtrecht schützte allerdings nicht vor der wohl schon seit langem bestehenden Lehenshoheit durch das Erzstift Mainz, auch wenn der Erzbischof von Mainz erst seit 1366 als Lehnsherr nachweisbar ist. Als Sühne für die Teilnahme am Bauernkrieg wurden den Lohrer Bürgern von 1525 bis 1535 die Privilegien entzogen.

1559, nach dem Tod des letzten Rienecker Grafen Philipp III., kam Lohr daher als heimgefallenes Lehen an das Erzstift Mainz. Lohr erlebte in der Folgezeit eine Blütezeit, die sich noch heute im Stadtbild zeigt. Die Reformation wurde in Lohr noch von Philipp III. eingeleitet. Er hatte im Rahmen seines Besetzungsrechts 1543 Martin Luther und Philipp Melanchthon um Entsendung eines geeigneten Theologen gebeten. Der von ihnen empfohlene Schaffhausener Reformator Johann Konrad Ulmer traf noch im selben Jahr in Lohr ein und wirkte hier bis 1566. Obwohl Lohr seit 1559 mainzisch war, wurde erst unter dem Erzbischof Johann Adam von Bicken1603 die Rekatholisierung in Angriff genommen und im Wesentlichen bis 1605 abgeschlossen. Zwischen 1611 und 1629 fielen etwa 70 Bürger in der Lohrer Region der Hexenverfolgung zum Opfer, unter ihnen die Spitalmeisterin Margreth Scherchen aus Lohr am Main 1756.[8] In dem Secret, dem Kerker im Alten Rathaus, waren die Angeklagten inhaftiert, die durch Folter zu Geständnissen gezwungen wurden.[9]

Nach Daten der Gesellschaft für Leprakunde existierte in Lohr ein mittelalterliches Leprosorium, dessen Gründung allerdings nicht genauer datiert werden kann. Der Flurname „Siechenwiese“ weist auf das Leprosorium hin.[10]

Den Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) hat Lohr zunächst unbeschadet überstanden; 1632 fielen jedoch Schweden ein. Zur Drangsal des Krieges kam die Pest. Bis zu ihrem Erlöschen verlor die Stadt „… mehr als die halbe Bürgerschaft durch die grassierende Infection …“. Nach 1648 erholte sich die Stadt langsam. Das handwerkliche Leben auf den vier Lohrer Schiffbauplätzen erblühte. Die Gründung der kurmainzischen Spiegelmanufaktur Anfang des 17. Jahrhunderts brachte für damalige Verhältnisse eine Großinvestition in die Stadt. Die Manufaktur bestand bis 1806.

Durch Johann Jost Schleich (um 1645–um 1707[11]) und seine Familie war Lohr ein Zentrum des Orgelbaus, das „den mainfränkischen Orgelbau des 17. und 18. Jahrhunderts entscheidend prägte“.[12]

19. bis 21. Jahrhundert

Friedrich Stein errichtete 1817 in der leerstehenden Manufaktur ein Eisenwalzwerk, das 1850 von den Brüdern Rexroth erworben wurde. Politisch wurde das Oberamt des Erzstiftes Mainz 1803 zugunsten des Fürstentums Aschaffenburg (Fürstprimas von Dalberg) säkularisiert und fiel mit ihm 1814 (damals ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Stadtgemeinde.

1875 kam es zum Bau der alten Mainbrücke. 1936 erfolgte die Gründung der Lindigsiedlung, 1939 die Eingemeindung von Sendelbach.

Juden konnten sich in der Rienecker und Mainzer Zeit in Lohr, wenn überhaupt, nur vereinzelt und nie dauerhaft niederlassen. Eine jüdische Gemeinde in Lohr konnte erst ab 1862 mit Liberalisierung des Zuzugsrechts für Bewohner jüdischen Glaubens in Bayern entstehen (s. Bayerisches Judenedikt von 1813 und Wegfall des sog. Matrikelparagraphen). Um 1867 war die Gemeinde mit ca. 40 Mitgliedern bereits so zahlreich, dass sie einen vorläufigen Betsaal wohl im Eckhaus der heutigen Kellereigasse 6 anmietete (gegenüber dem südlichen Eingang der Tiefgarage). 1871 erwarb sie dann ein Haus in der Fischergasse als Gemeindehaus und Synagoge. Im Jahre 1890 gab es 91 Lohrer Einwohner jüdischen Glaubens. 1933 waren in Lohr einschließlich der etwa 25 jüdischen Patienten der damaligen Heil- und Pflegeanstalt (heute „Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie“) noch 70 Personen jüdischen Glaubens gemeldet. Während der Novemberpogrome 1938 wurde am 10. November 1938 auch in Lohr das Innere der Synagoge und verschiedener Häuser jüdischer Bürger verwüstet. Die Gemeinde löste sich danach faktisch durch Wegzug der meisten Mitglieder und Aufgabe des Gemeindehauses in der Fischergasse 1939 auf. Von den weggezogenen jüdischen Mitbürgern wurden fünfzehn vorwiegend von anderen Orten deportiert und ermordet.[13]

Aus der damaligen Heil- und Pflegeanstalt (s. o.) wurden in der Zeit der NS-Gewaltherrschaft im Rahmen der „Euthanasie“-Tötungsaktion T4 im September 1940 19 jüdische Patientinnen und Patienten in die Tötungsanstalt Hartheim bei Linz deportiert und ermordet.[14] Im Oktober/November 1940 folgten 451 nichtjüdische Kinder, Frauen und Männer. Sie wurden in die Tötungsanstalten Pirna-Sonnenstein und Grafeneck deportiert und ebenfalls ermordet. Im Frühjahr 1944 wurden 18 Frauen und Männer aus dem Maßregelvollzug der damaligen Heil- und Pflegeanstalt in die Konzentrationslager Auschwitz und Mauthausen „verlegt“. Drei Männer und zwei Frauen überlebten.[15] Seit 1993 erinnert ein in die Straße eingelassenes Bronzerelief des Künstlers Rainer Stoltz an diese Opfer des NS-Regimes.

Am 2. April 1945 wurde der Arzt Carl Brand, der zu jener Zeit beruflich in Lohr zu tun hatte, von der Gestapo verhaftet und am gleichen Tage nach einem Standgerichtsurteil erschossen, weil er die Stadt den US-Truppen kampflos übergeben wollte. Daran erinnert seit 1979 ein Gedenkstein.[16] 2008 wurde eine Straße im neuen Baugebiet Schafhof-Ost nach ihm benannt, nachdem vorherige Bemühungen des Lohrer Bürgers Dietrich Kohl in den Jahren 2005 und 2006 erfolglos geblieben waren.[17][18]

Am 2. und 3. April fanden in Lohr heftige Kämpfe zwischen der Wehrmacht und US-Armee statt. Letztere verlor hier 8 Sherman-Panzer.

Am 1. Juli 1972 wurde der Großteil des Landkreises Lohr am Main Teil des neuen „Landkreises Mittelmain“, der am 1. Mai 1973 seine heutige Bezeichnung „Landkreis Main-Spessart“ erhielt. Als Kreisstadt wurde zunächst Lohr am Main bestimmt. Im Oktober 1972 entschied man sich jedoch für Karlstadt als neuen Kreissitz und verlegte das Landratsamt von Lohr nach Karlstadt. Hiergegen gab es große Proteste in der Bevölkerung, die sich unter anderem in einer Protestfahrt von ca. 4000 Lohrern und Spessartern am 26. Februar 1973 nach München sowie Unterschriftensammlungen mit 27.000 Unterschriften gegen die Entscheidung zeigten. In der Folge traten Hunderte CSU-Mitglieder in der Region aus der Partei aus, da der Beschluss für den neuen Kreissitz von der damaligen CSU-Mehrheit im Maximilianeum in München gefasst worden war; es lösten sich stellenweise ganze Ortsverbände auf. Die Stadt Lohr strengte vergebens eine Normenkontrollklage an.[19]

Eingemeindungen

Im Jahr 1939 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Sendelbach eingegliedert. Im Rahmen der Gemeindegebietsneugliederungen in Bayern kamen am 1. Januar 1972 Halsbach, Rodenbach, Ruppertshütten, Sackenbach, Steinbach und Wombach hinzu.[20] Pflochsbach folgte am 1. Januar 1978.[21]

Politik
Bürgermeister

Zum neuen Bürgermeister der Stadt Lohr wurde am 16. März 2014 als Nachfolger von Amtsinhaber Ernst-Heinrich Prüße (CSU) Mario Paul (als Kandidat von Grünen und SPD unterstützt) gewählt. Prüße hatte das Amt seit Mai 2008 bekleidet.[22]

Stadtrat

In der Wahlperiode 2014–2020 gehören dem Stadtrat von Lohr 24 Stadtratsmitglieder an. Sie verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Parteien oder Listen:

Partei / Liste Sitze
CSU 7
SPD 6
Die Grünen 5
Freie Wähler 4
BLuU* 2

* Bürgerverein Lohr und Umgebung

Städtepartnerschaften

Die Stadt Lohr am Main unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Tschechien Přísečnice (Preßnitz) (Tschechische Republik), seit 1956 (auch Patenschaft für die von dort vertriebenen Sudetendeutschen)
Italien Burgeis (Italien), seit 1972
Frankreich Ouistreham Riva-Bella (Frankreich), seit 1992
Polen Milicz (Militsch) (Polen), seit 2001
Wirtschaft und Infrastruktur
Lohr Maintal und Industriegebiet
Ansässige Unternehmen

Wichtige Arbeitgeber in Lohr sind:

Bosch Rexroth AG (Hydraulik, Maschinenbau und Automationstechnik) mit ca. 5400 Beschäftigten in Lohr (Stand Anfang 2017)
Bezirkskrankenhaus Lohr (Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und psychosomatische Medizin) mit 607 Beschäftigten
Krankenhaus Lohr (unter dem Dach des Klinikums Main-Spessart) mit 450 Beschäftigten
Gerresheimer Lohr GmbH (Glaserzeugnisse) mit 350 Beschäftigten
Nikolaus Sorg GmbH & Co. KG (Glasverarbeitungsanlagen und Zubehör) mit 165 Beschäftigten
Walter Hunger KG (Hydraulikkomponenten) mit 160 Beschäftigten
OWI Oskar Winkler GmbH & Co. KG (Formteile aus Holz und Kunststoffen) mit 120 Beschäftigten
hinzu kommen diverse holzverarbeitende Betriebe

Die Stadt Lohr am Main ist von alters her reich an Wald. Die Herkunft ist ungeklärt. Nach einer neuen, durchaus plausiblen Überlegung gelangte der Besitz im Wege einer Dotation im 10. Jh. an die Lohrer Pfarrgemeinde (damals St. Martin) und über diese an den Grundherrn und an die Kommune. Mit einer Waldfläche von immer noch über 4000 ha ist Lohr zweitgrößter kommunaler Waldbesitzer in Bayern nach Augsburg. Der Wald der Stadt Lohr ist ein nach den Grundsätzen der Arbeitsgemeinschaft naturgemäßer Waldwirtschaft (ANW) bewirtschafteter Laubmischwald. Seit dem Jahr 2000 ist der Stadtwald Lohr nach den Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert.

Verkehr
Luftverkehr

Der internationale Flughafen Frankfurt am Main liegt ca. 85 km von Lohr entfernt und ist über die B 26 und A 3 zu erreichen.

Schiene

Die Main-Spessart-Bahn, aus Würzburg und Gemünden kommend, verlässt auf dem Weg nach Aschaffenburg–Frankfurt am Main in Lohr das Maintal und durchquert den Spessart.

Als 2006 die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München in Betrieb ging, wurde ein direkter Früh-Intercity bzw. -Interregio nach München durch eine Regionalbahn zuerst nach Würzburg, später als Regionalexpress nach Nürnberg ersetzt. Nächste ICE-Halte sind Aschaffenburg und Würzburg.

Am östlichen Rand des Gemeindegebiets verläuft ein kurzes Stück des Mühlbergtunnels der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg in Nord-Süd-Richtung. Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt auch ein Abschnitt der Nantenbacher Kurve mit dem Schönraintunnel.

Die Bahnstrecke Lohr–Wertheim von Lohr Bahnhof über Lohr Stadt war eine eingleisige, nicht elektrifizierte und normalspurige Strecke nach Wertheim; der Personenverkehr zwischen Lohr Stadtbahnhof und Wertheim wurde am 30. Mai 1976 eingestellt, der Abschnitt Lohr Bahnhof–Lohr Stadt folgte am 22. Mai 1977. Dort wird heute noch der Güterverkehr bedient. Der ehemalige Haltepunkt Lohr Stadt ist als „Stattbahnhof“ ein Lokal neben dem Parkdeck und dem Busbahnhof.

Straße

Lohr liegt an der B 26, der B 276, der Staatsstraße 2435 und der Staatsstraße 2315. Die nächsten Autobahnen sind die BAB 3 (München – Würzburg – Frankfurt/Main), Anschlussstellen Weibersbrunn, Hösbach und Marktheidenfeld, sowie die BAB 7 (Würzburg – Kassel), Anschlussstelle Hammelburg.

Wasserstraße

Der Main ist eine Bundeswasserstraße erster Ordnung, für die das Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt zuständig ist.

Tourismuskonzept „Schneewittchenstadt“

1985/1986 bemerkten der Lohrer Apotheker und Pharmaziehistoriker Karl Heinz Bartels und seine beiden Lohrer Stammtischfreunde, der Museumsleiter Werner Loibl und der Schuhmachermeister Helmuth Walch, dass sich in dem Märchen Schneewittchen Bezugspunkte zu ihrer Heimatstadt und deren Umgebung im Spessart finden lassen. Bartels stellte daraufhin scherzhaft die These auf, dass, falls es ein historisches Vorbild für Schneewittchen gab, dieses eine Lohrerin gewesen sein müsse. Er untermauerte diese Überlegungen in seiner Publikation Schneewittchen – Zur Fabulologie des Spessarts mit sogenannten „wissenschaftlichen Methoden der Fabulologie“: Alles galt es mit historischen Fakten zu belegen und genau zu verorten.[23][24][25]

Die Stadt integrierte diese Idee in ihr Tourismuskonzept, indem sie begann, für Lohr als „Schneewittchenstadt“ zu werben.[26][27][28] Seit 2012/2013 weisen auch Autobahnschilder an der A3 im Spessart auf die „Schneewittchenstadt“ hin. Die Stadt und der Kreis haben zudem diverse touristische Angebote zum Thema – darunter Ausstellungsstücke wie den ‚Sprechenden Spiegel‘ im Spessartmuseum im Lohrer Schloss. Auch einen Schneewittchen-Wanderweg gibt es. Er entspricht dem von den Lohrer ‚Fabulologen‘ bestimmten Fluchtweg Schneewittchens über sieben konkrete, im Spessart verortete Berge zu den „sieben Zwergen“ im ehemaligen Bergbauort Bieber. Ein örtlicher Arbeitskreis „Schneewittchen“ hat mit dazu beigetragen, die Märchenfigur noch stärker als bislang im Stadtbild zu verankern.[29]

Als 2013 bei einem Künstlerwettbewerb der Stadt unter dem Motto „Schneewittchen verzaubert Lohr“ der Entwurf für eine baumhaft-abstrahierende Skulptur den ersten Platz errang,[30] kam es zu Kontroversen bezüglich einer Realisierung als Kunstwerk im öffentlichen Raum. Sowohl die voraussichtlichen Kosten von etwa 100.000 Euro als auch das Aussehen der Figur stießen bei zahlreichen Bürgern und auch im Stadtrat auf Ablehnung.[31][32]

Karlheinz Bartels’ Lohrer Schneewittchen

Karlheinz Bartels’ Nachforschungen zufolge handelt es sich bei Schneewittchens Vorbild um die 1725 in Lohr geborene Maria Sophia Margaretha Catharina von Erthal,[33] die kurz vor der ersten Niederschrift des Märchens durch die Brüder Grimm starb. Ihr Vater, Philipp Christoph von und zu Erthal, war 1719–1748 kurmainzischer Amtmann in Lohr[34][35] und viel als Gesandter des Erzstifts unterwegs. Er verkehrte in dieser Funktion mit Kaisern und Königen in ganz Europa,[36] wodurch die von Erthals auf die Lohrer wie eine königliche Familie gewirkt hätten. Auf Grund ihrer rühmenswerten Eigenschaften sei Maria Sophia von diesen außerdem geradezu märchenhaft zum Idealbild eines Königskindes verklärt worden.

Familiensitz war das Lohrer Schloss. Nach dem Tod von Maria Sophias leiblicher Mutter 1738 heiratete der Vater 1743 Claudia Elisabeth Maria, verwitwete von Venningen, geb. Reichsgräfin von Reichenstein (die Mutter des kurpfälzischen Regierungspräsidenten Carl Philipp von Venningen). Diese sei herrschsüchtig gewesen und habe ihre Stellung – Philipp Christoph war nur selten in Lohr – zum Vorteil ihrer Kinder aus erster Ehe ausgenutzt.[37] Die häufige Abwesenheit des Vaters auf Grund seiner vielen Auslandsreisen könne die „merkwürdig inaktive“ Rolle des Königs im Märchen erklären, die Theodor Ruf konstatiert.[38]

Als wichtigstes Indiz dafür, dass Schneewittchen eine Lohrerin war, nennt Bartels den ‚Sprechenden Spiegel‘, der im Spessartmuseum im Schloss ausgestellt wird. Er ist ein Erzeugnis aus der Kurmainzischen Spiegelmanufaktur in Lohr,[39] die als staatlicher Betrieb unter der Oberaufsicht von Philipp Christoph von und zu Erthal stand.
Der Spiegel war wahrscheinlich ein Geschenk von ihm an seine zweite Frau Claudia und ‚spricht‘ wie die meisten Lohrer Spiegel durch seine Sinnsprüche. Die rechte obere Ecke enthält einen Hinweis auf die Selbstliebe („Amour Propre“), den Bartels mit der Eitelkeit der Stiefmutter im Märchen in Verbindung bringt.[40]

Der „wilde Wald“, in dem Schneewittchen ausgesetzt wurde, könnte den Spessart bezeichnen, der Fluchtweg Schneewittchens „über die sieben Berge“ sei vielleicht ein alter Höhenweg – die sogenannte ‚Wiesener Straße‘. Auf ihm konnte man von Lohr aus über sieben Spessartberge zu den Bergwerken bei Bieber gelangen.[41] Die „sieben Zwerge, die nach Erz hackten und gruben“, könnten kleinwüchsige Bergleute bzw. zur Arbeit eingesetzte Kinder in den Bergwerken gewesen sein. Der „durchsichtige Sarg von Glas“ und die „eisernen Pantoffel“, in denen die Stiefmutter tanzen musste, hätten sich in den Glashütten bzw. Eisenhämmern des Spessarts herstellen lassen.[42]

Bildung und Kultur
Bildung
Grundschulen: Lohr am Main, Rodenbach, Sackenbach, Sendelbach, Wombach
Förderschule: St. Kilian-Schule Sonderpädagogisches Förderzentrum Marktheidenfeld – Lohr
Mittelschule: Gustav-Woehrnitz-Volksschule Lohr am Main
Realschule: Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule[43]
Gymnasium: Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium, neusprachlicher und naturwissenschaftlich-technologischer Zweig[44]
Berufsschule: Staatl. Berufsschule Main-Spessart mit Berufsaufbauschule und Ausbildungszentrum
Berufsfachschule – Berufsfachschule für Krankenpflege
Bayerische Forstschule und Technikerschule für Waldwirtschaft Lohr am Main der Bayerischen Forstverwaltung[45] (vgl. Forsttechniker)

Weitere Bildungseinrichtungen

IGM-Bildungsstätte
Musikschule: Städt. Sing- und Musikschule
Volkshochschule: Volkshochschule der Stadt Lohr am Main
Museen
Lohrer Schloss

Im Lohrer Schloss ist das Spessartmuseum untergebracht, das sich hauptsächlich mit Wirtschaft und Handwerk, aber auch mit der Geschichte des Raumes Spessart befasst. Im Zusammenhang mit der vom Lohrer Karlheinz Bartels entwickelten Theorie, dass das historische Schneewittchen im Lohrer Schloss geboren wurde, befinden sich auch Ausstellungsstücke wie der ‚Sprechende Spiegel‘ im Museum.[46]

Im Stadtteil Sendelbach gibt es ein anschauliches Schulmuseum mit den Schwerpunkten Kaiserreich (1871–1918) und Drittes Reich (1933–1945).

Das Isolatorenmuseum findet sich in der Haaggasse in einem denkmalgeschützten ehemaligen Transformatorenhäuschen: Lothar Vormwald stellt dort Isolatoren aller Art aus.

Bauwerke
Altes Rathaus

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Stadtkern sind

das Alte Rathaus (1599–1602), ein Renaissancebau von Michael Imkeller mit großen Arkaden im Sockelgeschoss, das einst eine offene Markthalle war. Eine Vielzahl von Masken und Karyatiden wurden an der Fassade angebracht; das Relief an der Krieger-Gedenktafel von 1870/71 im 1. Stock ist ein Frühwerk von Ignatius Taschner.[47]
das Lohrer Schloss, in seinen ältesten Teilen im 14. Jahrhundert als Herrschaftssitz der Grafen von Rieneck erbaut, wurde nach ihrem Aussterben 1559 von den Mainzer Kurfürsten als neuen Landesherren übernommen und umgestaltet. So auch von Philipp Christoph von und zu Erthal, der von 1719 bis 1748 Mainzer Amtmann in Lohr war.[48] Danach war es nacheinander Sitz des Landgerichts, des Bezirksamts und des Landratsamts;heute beherbergt es das Spessartmuseum. Nebengebäude der einstigen Kurmainzischen Administration am Schlossplatz sind die ehemalige Kellereischeune in Fachwerk sowie die ehemalige Waldbauschule und das Forstamt; die Kellereischeune war einst das „Bandhaus“ der Rienecker (die gräfliche Küferei und Weinkellerei), erbaut kurz nach 1415 und damit eines der ältesten erhaltenen Gebäude Lohrs.
der Bayersturm (Stadtturm, 1330–1385), Wahrzeichen der Stadt Lohr, und einige wenige Reste der Stadtmauer, die größtenteils im 19. Jahrhundert abgebrochen wurde;
die Pfarrkirche St. Michael (12.–15. Jh.) ist eine spätgotische Kirche auf Fundamenten einer romanischen Pfeilerbasilika und frühmittelalterlicher Vorgängerbauten des 8. Jahrhunderts, wie die Ausgrabungen von Alfons Ruf 1978 erbrachten.[49] Der frei stehende Glockenturm wurde 1496 hinzugefügt. Die Inneneinrichtung stammt aus dem 19. Jahrhundert.
die 1934 eingeweihte Auferstehungskirche am Fuße des Valentinusbergs ist ein Umbau des evangelischen Bet-und Schulhauses von 1872. Das Altarbild Auferstehung Christi sowie ein Bild an der Seite des Hauptschiffes ist das letzte große Werk von Matthäus Schiestl.
Gasthof Krone 1567

Die untere Altstadt (Hauptstraße und einige Seitenstraßen) ist ein architektonisch geschlossenes Ensemble von Fachwerkhäusern im fränkischen Stil geblieben. Das größte zusammenhängende Sichtfachwerkgebäude ist der 1567 erstmals erwähnte Gasthof Krone (Lohrtorstraße 2); das imposante denkmalgeschützte Anwesen mit Portal von 1589 ist der einzige noch in Betrieb befindliche historische Gasthof in der Lohrer Altstadt. Weitere Beispiele repräsentativer Fachwerkhäuser sind das Eckhaus Hauptstraße 2 (1559), das spätgotische Doppelhaus Hauptstraße 3/5, das „Maulaffeneck“ (Ecke Turmstraße, 1589), die Häuser des so genannten „Malerwinkels“ (Hauptstraße 19–27), die Marienapotheke Ecke Hauptstraße/Apothekergasse (seit ca. 1735, vormals seit ca. 1560 „Gasthof Zum Ochsen“) sowie einige andere, teilweise mit Erkern und Skulpturenschmuck, die heute Geschäfte, Cafés und Gaststätten beherbergen. Am Unteren Marktplatz (Hauptstraße/Ecke Brunnengasse) steht heute statt des mittelalterlichen Brunnens der Märchenbrunnen (Hermann Amrhein 1936, Brüderchen und Schwesterchen).

Auch das historische Fischerviertel weist mittelalterliche Fachwerkbauten auf (ein schönes Beispiel Fischergasse 15 + 17, 1786). Eine moderne Reminiszenz an die Fischerzunft am Main ist der Sandsteinbrunnen von Helmut Weber (1983): Hier zieht ein stämmiger Mann mit Bart sein volles Netz aus dem Wasser (Durchgang Fischergasse / Muschelgasse).

Seit 1875 wird der Main von der Alten Mainbrücke überspannt. Für den kunstvollen Oberbau kamen etliche Steinmetze nach Lohr, u. a. Bartholomäus Taschner, der Vater von Ignatius Taschner. Hundert Jahre später folgte der alten Bogenbrücke eine zweite, die 417 m lange Neue Mainbrücke, eine Spannbetonkonstruktion.

Ehemalige Spiegelmanufaktur

Außerhalb der Stadtkerns, auf dem Gelände der heutigen Bosch Rexroth AG, errichtete Kurfürst Lothar Franz von Schönborn die kurmainzische Spiegelmanufaktur zu Lohr (1698–1806). Sie ist als Gebäudegruppe bis heute, wenn auch modern überformt, deutlich erkennbar.[50] Der mächtige Original-Wappenstein des Kurfürsten Philipp Karl von Eltz-Kempenich an ihrer Ostseite zeugt von größeren Umbaumaßnahmen nach 1732.[51] Die Manufaktur machte in ihrer Blütezeit mit den prunkvollen „Lohrer Spiegeln“ sogar Venedig Konkurrenz und Lohr in aller Welt bekannt. Die Spiegel fanden ihren Weg bis nach Indien und Amerika. Lohr kann damit heute auf eine über 300-jährige Industriegeschichte zurückblicken.[52]

Außerhalb Lohrs sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Schloss Steinbach, das Barockschloss des Würzburger Fürstbischofs Christoph Franz von Hutten mit Park, 1725–1728 nach Plänen Balthasar Neumanns errichtet (Privatbesitz, innen nicht zugänglich) sowie
Kloster Mariabuchen.
Baudenkmäler
Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Lohr am Main
Regelmäßige Veranstaltungen
Lohrer Karfreitagsprozession 2012
Hauptartikel: Karfreitagsprozession (Lohr)

Auf ein Pestgelübde geht der seit 1666 geübte Brauch der Lohrer Bürger zurück, alle Jahre am Gedenktag des hl. Rochus (16. August) in einer Prozession zur Valentinuskapelle auf den Valentinusberg über der Stadt zu ziehen und dort einen feierlichen Gottesdienst zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit zu halten.

Unter Spessartsommer wird eine Reihe von Festen und kulturellen Veranstaltungen zusammengefasst; zu ihnen gehören das Lohrer Tanzfest, das Altstadtfest, das City-Festival und Klingendes Lohr.

Herausragende Bedeutung hat die Spessartfestwoche, die zehn Tage lang um den 1. August herum stattfindet. Ein bayerisches Bierzelt mit 4500 Sitzplätzen und Live-Musik, ein Biergarten direkt am Mainufer mit weiteren 2000 Sitzplätzen bilden den Kern der Veranstaltung, ein Rummelplatz mit Fahrgeschäften sowie ein großes Abschlussfeuerwerk runden es ab. Im Jahr 2013 fand die 68. Spessartfestwoche mit um die 100 000 Besuchern[53] statt. 20 678 Fahrgäste benutzten dabei die Linien des Festwochen-Expresses (Sonderbuslinien).[54]

Kabarett- und Laientheaterveranstaltungen gibt es in Lohr und einigen Stadtteilen.

Öffentliche Einrichtungen

Lohr verfügt über ein Kreiskrankenhaus mit den Fachrichtungen Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie, Neurologie, Urologie, Augenheilkunde und HNO, sowie über das Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Forensische Medizin des Bezirks Unterfranken.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Lohr a. Main
Söhne und Töchter der Stadt
Hans Blum (zwischen 1520 und 1527–um oder nach 1552), Architekturtheoretiker
Philipp Valentin Voit von Rieneck (1612–1672), Fürstbischof des Hochstift Bamberg
Adam Öhninger (um 1646–1716), Franziskaner, Orgelbauer
Franz Christoph von Hutten zum Stolzenberg (1706–1770), Bischof von Speyer (geboren in Steinbach)
Kinder von Philipp Christoph von und zu Erthal, dem kurmainzischen Amtmann zu Lohr (1719–1748):
Maria Anna Magdalena von und zu Erthal (1722–1774)
Maria Sophia Margaretha von Erthal (1725–1796)
Maria Amalia Elisabeth Franziska von und zu Erthal (1728–1774)
Franz Ludwig von Erthal (1730–1795), Fürstbischof von Bamberg und Würzburg
Franz Anton Brendel (1735–1799), konstitutioneller (von der Kirche nicht autorisierter) Bischof von Straßburg während der französischen Revolution
Franz Jakob Kreuter (1813–1889), deutscher Architekt und Bauingenieur.
Franz Joseph Keßler (1838–1904), Bürgermeister, Reichstags- und Landtagsabgeordneter
Georg Trapp (1847–1930), Jurist
Joseph Koeth (1870–1936), Politiker und Reichswirtschaftsminister
Friedrich Oegg (1870–1959), erster Präsident am Reichsarbeitsgericht
Bruno Rothschild (1900–1932), Priester
Otto Schecher (* 1933), Historiker „Die Grafen von Rieneck“ Universität Würzburg 1963.
Karlheinz Bartels (1937–2016), Apotheker, Pharmaziehistoriker, Heimatforscher
Katrine von Hutten (1944–2013), Schriftstellerin und Übersetzerin
Günter Rausch (* 1952), Pädagoge
Matthias Pöhm (* 1960), freiberuflicher Rhetorik- und Schlagfertigkeitstrainer und Schriftsteller
Hermann Joha (* 1960), Inhaber und Geschäftsführer der Actionfilm-Produktionsfirma action concept (→ Der Clown oder Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei) und Inhaber des Hotels Franziskushöhe in Lohr
Achim Greser (* 1961), Karikaturist
Günther Felbinger (* 1962), Kommunal- und Landespolitiker (Freie Wähler) und Bayerischer Landtagsabgeordneter
Nadine Angerer (* 1978), Fußballweltmeisterin 2007, Europameisterin 2009 und 2013.
Nicolai Müller (* 1987), Fußballspieler
Wolfgang Vorwerk (* 1948), Jurist, Diplomat und Heimatforscher
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben oder noch wirken
Karlheinz Bartels (1937–2016), Apotheker, Pharmaziehistoriker, Heimatforscher
Johann Konrad Ulmer (1519–1600), Reformator von Lohr und der Grafschaft Rieneck
Philipp Christoph von und zu Erthal (1689–1748), von 1719 bis 1748 kurmainzischer Amtmann zu Lohr
Lothar Franz von und zu Erthal (1717–1805), Nachfolger seines Vaters Philipp Christoph von und zu Erthal als Amtmann zu Lohr von 1750 bis 1780
Friedrich Carl Joseph von Erthal (1719–1802), Kurfürst und Erzbischof von Mainz, Fürstbischof zu Worms (1774–1802), Sohn von Philipp Christoph von und zu Erthal, dem Amtmann zu Lohr von 1719 bis 1748
Nicolaus Eckart (1794–1862), Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49
Maximilian Hoferer (1852–1935), von 1907 bis 1920 Direktor des humanistischen Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums und Autor
Ignatius Taschner (1871–1913), Künstler zwischen Jugendstil und Neoklassizismus
Carl Brand (1893–1945), deutscher Allgemeinmediziner und NS-Opfer (siehe Abschnitt Geschichte)
Werner Kubitza (1919–1995), Pädagoge und Politiker
Karlheinz Bartels (1937–2016), Apotheker, Pharmaziehistoriker, Heimatforscher
Werner Loibl (1943–2014), Leiter des Spessartmuseums von 1980 bis 1994, international anerkannter Erforscher barocker Glashütten und Spiegelmanufakturen in Deutschland
Eberhard Sinner (* 1944), ehem. Kommunal- und Landespolitiker (CSU), u. a. Mitglied des Bayerischen Landtages 1986–2013, Staatsminister a.D.
Krystyna Kuhn (* 1960), Schriftstellerin
Sonstiges
In Lohr betreibt der Verein „Bürgernetz Mainspessart e. V.“ seine Technik für das größte zusammenhängende WaveLan-Netz Europas. Das sogenannte Funknetz Wavelink wird vereinsintern allen Mitgliedern angeboten, die im Gebiet zwischen Gemünden und Erlach wohnen.
Gebürtige Lohrer werden „Mopper“ genannt, die Zugezogenen „Schnüdel“.
Das sechste Buch (Mr. Monk goes to Germany) zur US-Fernsehserie Monk spielt in Lohr.
Das Lohrer Schloss, das Alte Rathaus und der Bayersturm dienen auch als Trauungsstätten.[55]
Literatur
Karlheinz Bartels: Schneewittchen – Zur Fabulologie des Spessarts. 2., ergänzte Neuauflage. Hrsg. Geschichts- und Museumsverein Lohr a. Main. Lohr am Main 2012, ISBN 978-3-934128-40-8.
Günter Christ: Lohr am Main. Der ehemalige Landkreis. Hrsg. von der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Laßleben, Kallmünz 2007, ISBN 978-3-7696-6854-4.
Werner Loibl: Die kurmainzische Spiegelmanufaktur Lohr am Main (1698–1806) und die Nachfolgebetriebe im Spessart. 3 Bände. Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e. V., herausgegeben von Heinrich Fußbahn. Aschaffenburg 2012.
Band 1: Die kurmainzische Spiegelmanufaktur Lohr am Main (1698–1806) im Rahmen der allgemeinen Geschichte. ISBN 978-3-87965-116-0.
Band 2: Der Regiebetrieb der kurmainzischen Spiegelmanufaktur Lohr am Main. ISBN 978-3-87965-117-7.
Band 3: Die Zweig- und Nachfolgebetriebe der kurmainzischen Spiegelmanufaktur im Spessart. ISBN 978-3-87965-118-4.
Werner Loibl: Der Vater der fürstbischöflichen Erthals – Philipp Christoph von und zu Erthal (1689–1748). Veröffentlichungen des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e. V., herausgegeben von Heinrich Fußbahn. Band 64. Aschaffenburg 2016. ISBN 978-3-87965-126-9.
Alfons Ruf: Die Pfarrkirche St. Michael in Lohr und ihre Baugeschichte. Lohr am Main 1983, ISBN 3-9800281-1-9.
Theodor Ruf: Quellen und Erläuterungen zur Geschichte der Stadt Lohr am Main bis zum Jahr 1559. Lohr am Main 2011, ISBN 978-3-00-035963-7.
Theodor Ruf: Die Grafen von Rieneck. Genealogie und Territorienbildung. Würzburg 1984, DNB 551095377.
Wolfgang Vorwerk: „Historische Spurensuche. Beiträge zur Geschichte des Lohrer Schloß- und Amtsviertels, zur Straßengeschichte des Spessarts und zu einigen anderen Themen.“ Hrsg. Geschichte- und Museumsverein Lohr a.Main, Lohr 2000. ISBN 3-934128-04-1.
Weblinks
 Commons: Lohr am Main – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Lohr am Main – Reiseführer
 Wikisource: Lohr am Main in der Topographia Franconiae (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte
Lohr. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 10, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 875.
Linkkatalog zum Thema Lohr am Main bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Eintrag zum Wappen von Lohr am Main in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Lohr am Main: Amtliche Statistik des LfStat
Urkunden des Stadtarchivs Lohr
Virtueller Stadtrundgang durch Lohr am Main