Liebe Personaler aus Lübbecke:
mehr Bewerber – Optimierte Kosten – Ganz einfach!

Senken Sie aktiv die Kosten pro Bewerbung und holen Sie mehr aus Ihrem Budget heraus. Mit Data Driven Recruiting und Recruitics. Performance orientierte Budgetverteilung zur Stellenbesetzung.

  • Qualifizierte Bewerber – Gewinnen Sie Fachkräfte für Ihr Unternehmen
  • Mehr Bewerbungen – Steigern Sie die Anzahl Ihrer eingehenden Bewerbungen
  • Abrechnung pro Klick – transparent und flexibel ohne Festpreis

  • Bessere Ergebnisse bei gleichem Budget
  • NEU: Recruiting mit einer künstlichen Intelligenz

Multiposting im CPC-Bereich​

Klassische Stellenbörsen schalten Ihre Stellenanzeige nach dem „Post and Pray“-Prinzip zum Festpreis. Wieviele Klicks generiert werden und wieviel eine Bewerbung letztlich kostet, steht erst am Ende der Laufzeit fest. Die HR-Monkeys bieten mit Recruitics eine neuartige Form des Online-Recruitings.
Der klare Vorteil dabei: Sie können aktiv Einfluss darauf nehmen, wie viel Budget tatsächlich für eine Bewerbung ausgegeben werden muss. Möglich wird dies durch die Abrechnung pro Klick (Cost-per-Click, CPC) auf der Basis von großen Datenmengen (Data Driven Recruiting).

Alles aus einer Hand: Mit Recruitics lassen sich mehrere CPC-Anbieter auf einmal steuern. Indeed, Adzuna, Jobrapido und noch zahlreiche andere Jobsuchmaschinen werden mit Recruitics einfach bedienbar – das ist Multiposting im CPC-Bereich.

5 Tipps für Ihr Recruiting in Lübbecke

Messen Sie die Herkunft Ihrer Bewerber?

Mit dem kostenlosen Analysetool „Analytics“ von Recruitics erfassen Sie den gesamten Traffic Ihrer Karriereseite. Nutzen Sie dieses Wissen für eine zielgenaue Ausschreibung.

Bezahlen Sie nur für das was Sie bekommen?

CPC – Cost per Click ist das Zauberwort. Zahlen Sie nur für Klicks, die auch tatsächlich entstehen – positionsorientiert.

Optimieren Sie die Kosten pro Bewerbung?

Weisen Sie den Plattformen, von denen die meisten Bewerber kommen, das entsprechende/gewünschte Budget zu. Mit den Daten von „Analytics“ wird das zum Kinderspiel.

Setzen Sie das Budget optimal ein?

Recruitics bietet die Möglichkeit, Budgets exakt auf den Job zu verteilen. Damit haben Sie die Möglichkeit, fast in Echtzeit Budgets ergebnisorientiert anzupassen.

Nutzen Sie performancebasierte Anzeigenschaltung?

Mit einer performancebasierten Anzeigenschaltung erscheinen Ihre Stellen genau da, wo sie zum besten Preis die besten Bewerber finden.

Wer im Recruiting die falschen Kanäle nutzt, verspielt die Chance auf qualifizierte Bewerber. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen und dabei Ihre Ziele erreichen.

Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Lübbecke nicht vorenthalten.

Geschichte
Stadtplan Lübbeckes von 1829
Topographische Karte aus dem Jahr 1841. Damals gab es zwischen Lübbecke und Blasheim und Gehlenbeck noch weite Fluren. Die heutige Stadtgrenze ist gelb nachgezeichnet. Die rot umrandeten Gebiete gehörten zur ehemaligen Stadt Lübbecke (1) u. (3), bzw. zur ehemaligen Gemeinde Blasheim (2), wurden jedoch im Rahmen der Gebietsreform im Jahre 1973 nicht in die neue Stadt eingegliedert Blick auf die Kernstadt von Lübbecke vom Wiehengebirge. Im Vordergrund die Altstadt mit der St. Andreas Kirche; im Hintergrund das Industriegebiet und die Norddeutsche Tiefebene
Der zentrale Marktplatz Lübbeckes mit altem Rathaus (links) und dem Wahrzeichen der Stadt, dem Bierbrunnen (rechts)

Der Ort Lübbecke wird schriftlich erstmals 775 als hlidbek in den fränkischen Reichsannalen erwähnt. Damals überfielen Sachsen ein fränkisches Heerlager. Lübbecke war Zentralort des sächsischen hlidbeki-Gau. Zu dieser Zeit mag in hlidbeki bereits eine Kirche bestanden haben, die aus der Zeit der von Karl dem Großen betriebenen Christianisierung der in dieser Gegend ansässigen sächsischen Engern unter ihrem Herzog Widukind stammen kann. Lübbecke war Zentrum eines Urkirchspiels im Bistum Minden und so waren die in der Gegend beheimateten Adelsgeschlechter, so auch das Rittergeschlecht von Lübbecke, in der Ministerialität der Bischöfe von Minden. Bereits 1279 wurde Lübbecke durch den Mindener Bischof Volquin von Schwalenberg das Stadtrecht verliehen. Das Gebiet wurde durch die Bischöfe von Minden auch von der Landesburg Reineberg (heute Hüllhorst) aus kontrolliert. Die dort eingesetzten Herren stammten überwiegend aus der Ritterschaft Lübbeckes. Zur Burg gehörten wiederum die Burgmannshöfe in Lübbecke als Lehen. 1806 wurden in der Stadt zwölf dieser Burgmannshöfe verzeichnet. Die Burgmannen hatten außerdem die Mehrheit im Stadtrat, der im 1460 erstmals erwähnten Rathaus tagte.

Ab 1295 war in Lübbecke ein Kanonikerstift beheimatet. Dieses Stift wurde zunächst 1274 in Ahlden an der Aller gegründet, 1280 nach Neustadt am Rübenberge und 1295 nach Lübbecke an die St.-Andreas-Kirche verlegt. An diesem Standort bestand es bis zur Aufhebung im Jahre 1810. Dem Stift waren 4 Kapitelhöfe in der Stadt zugeordnet. 1549 tagte die Diözesansynode unter Bischof Franz von Waldeck. 1550 wurde die Reformation eingeführt und die Stadt lutherisch.[10]

1648 fiel das nun säkularisierte Fürstentum Minden (vor der Säkularisation als Fürstbistum Minden bezeichnet), zu dem das heutige Stadtgebiet gehörte, an Brandenburg-Preußen. Das Rathaus brannte 1705 nieder und wurde 1709 neu errichtet. Die preußischen Regierungsstellen ordneten 1765 die Teilung der Mark an, die durch die Vergabe von Eintreibesrechten und den Einnahmen aus der Jagd einen großen Teil der Einnahmen der Stadt generierten. Proteste der Lübbecker gegen die Markenteilung blieben erfolglos. Bis um Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die mittelalterlichen Befestigungsanlagen erhalten. Aufgrund der hohen Kosten der Instandhaltung und der nur noch geringen militärischen Zweckmäßigkeit wurden die Befestigungsanlagen bis 1830 geschleift, das Material als Baumaterial verwendet und die Wälle in Promenaden verwandelt.

Bis zur Errichtung des de facto französisch dominierten Königreichs Westphalen im Jahr 1807 und der Einführung französischer Verwaltungsstrukturen blieb die Burgmannschaft auch im preußischen Lübbecke ein bedeutender Machtfaktor. Ein Patriziat konnte sich kaum entwickeln. Das gewerbetreibende Bürgertum war aber immerhin mit sechs Senatorensitzen im Stadtrat vertreten und stellte einen bürgerlichen Bürgermeister, der zusammen mit einem adligen Bürgermeister in einer Doppelspitze der Stadt vorstand, jedoch blieben die Ritter bestimmend. Das 1727 von der preußischen Regierung erlassene „Rathäusliche Reglement“ institutionalisierte diese Doppelspitze und sah nur noch zwei Senatorenplätze vor. Im Königreich Westphalen war Lübbecke Kantonshauptstadt im Weser-Departement und im Distrikt Minden und blieb dieses auch als es 1811 direkt an Frankreich fiel (ab 1811 Département de l’Ems-Supérieur). 1813 wurde Lübbecke wieder preußisch und nach kurzer Zugehörigkeit zum Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein Teil der preußischen Provinz Westfalen. Nach umfangreichen Verwaltungsreformen und Auflösung des Fürstentums Minden war Lübbecke Teil des neugeschaffenen Regierungsbezirks Minden und des Kreises Rahden. 1832 wurde Lübbecke Verwaltungssitz des um Teile des aufgelösten Kreises Bünde vergrößerten Kreises Rahden, der entsprechend in Kreis Lübbecke umbenannt wurde.

Wie fast überall in Minden-Ravensberg entwickelte sich zunächst in protoindustrialistischer Form die Textilindustrie, die später mit dem Bau der Köln-Mindener Eisenbahn sowie ihrer 1899 eröffneten Nebenstrecke Bünde-Rahden durch den preußischen Staat gefördert wurde. Im Bünder Land sowie in den umliegenden Städten so auch in Lübbecke entwickelte sich ab etwa 1860 die Zigarrenindustrie zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. 1863 gründete August Blase eine Zigarrenfabrik, die 1938 bereits 6.000 Beschäftigte aufwies. Darin eingeschlossen sind die Beschäftigten in den zahlreichen Filialbetrieben, denn auch wie zuvor bei dem protoindustrialistisch organisierten Textilgewerbe, wurden die Zigarren oft in Heimarbeit in den Buden zugeschnitten, gerollt und gepresst. Diese beiden Wirtschaftszweige, Textil- und Tabakindustrie, sind bis heute in Lübbecke vertreten, wenngleich ihre Bedeutung mittlerweile hinter der Bedeutung Maschinenbau und anderer Industriezweige zurückbleibt. 1907 wurde das letzte Teilstück der Mindener Kreisbahnen bis Lübbecke eröffnet (Minden – Hille – Eickhorst 1903). In den 1950er Jahren erfolgte wegen der Güterbeförderung die Umstellung der meterspurigen Schmalspurbahn auf Normalspurbetrieb. Der Betrieb wurde 1974 eingestellt und die Gleise zwischen Hille und Lübbecke abgebaut. 1912 wurden die ersten Häuser an die elektrische Versorgung durch die Niedersächsischen Kraftwerke angeschlossen. Bereits 1899 wurde als Vorläufer der heutigen Stadtwerke die Gasfabrik am Hahlerbaum gegründet. Ab 1934 verfügte Lübbecke über eine zentrale Wasserversorgung.

Vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart

Im Zweiten Weltkrieg bezog in Lübbecke und in den umliegenden Dörfern im Oktober 1944 die Waffen-SS in Vorbereitung der Ardennenoffensive Quartier. Der Stab der Waffen-SS wurde in der Gauschulungsburg untergebracht, die auf Initiative des Lübbecker NSDAP-Kreisleiters Ernst Meiring gebaut und am 11. Juni 1939 vom Gauleiter von Westfalen-Nord, Alfred Meyer, eingeweiht worden war.[11] Im November zog die Waffen-SS ab, die beschlagnahmten Gebäude wurden wieder frei. Lübbecke wurde von Bombenabwürfen weitgehend verschont und kaum zerstört, da es als Hauptquartier der britischen Besatzungsmacht vorgesehen war. Am 3. April 1945 wurde Lübbecke von britischen Truppen ohne größeren Widerstand besetzt. Das nahe Bad Oeynhausen wurde Hauptquartier der britischen Besatzer und auch in Lübbecke wurden britische Verwaltungsinstanzen und militärische Stabsstellen beheimatet.

Das Schlüsseldenkmal auf dem Gänsemarkt

Dazu wurden 251 von 432 Häusern in Lübbecke als Wohnraum für die Alliierten beschlagnahmt und abgeriegelt. Dazu wurde fast die ganze Innenstadt zu einer exterritorialen Zone, weil alle wesentlichen Verwaltungsgebäude der städtischen Infrastruktur an die Briten gingen. Das Finanzamt an der Kaiserstraße wurde als Sitz der britischen Zonenhauptverwaltung gewählt. Dieses Gebäude blieb auch nach Gründung der Bundesrepublik Sitz britischer Militärstäbe, zuletzt des Hauptquartiers der 2. Britischen Panzerdivision, die 1983 abzog. Das Schlüsseldenkmal auf dem Gänsemarkt erinnert an „den Aufenthalt des Hauptquartiers der 2. britischen Panzerdivision in Lübbecke 1958 – 1982. … Die 2. Panzerdivision und die Stadt Lübbecke haben gekreuzte Schlüssel als Emblem. Die doppelt gekreuzten Schlüssel der Skulptur symbolisieren die enge Freundschaft, die zwischen dem Hauptquartier und der Stadt während dieses Zeitraums bestand.“[12]

Die Wahl des ersten frei gewählten Stadtrates erfolgte am 17. Oktober 1948.

Das Territorium der Stadt Lübbecke vor und nach der Gebietsreform – Lübbecke konnte die Fläche mehr als verdreifachen, musste aber auch Gebiete abtreten, die jahrhundertelang zur Stadt gehörten

Nach den Kommunalreformen gemäß dem Bielefeld-Gesetz, das am 1. Januar 1973 in Kraft trat, wurden die Kreise Minden und Lübbecke zum Kreis Minden-Lübbecke fusioniert und der Verwaltungssitz nach Minden verlegt. Die Stadt Lübbecke wurde zugleich deutlich vergrößert um die Gemeinden Blasheim, Gehlenbeck, Eilhausen, Nettelstedt und die Bauerschaft Alswede. Im Süden gewann die Stadt den Reineberger Hagen hinzu.

Eingemeindungen

Vor der Kommunalreform und der Gebietsneugliederung mit Wirkung zum 1. Januar 1973 (vgl. Bielefeld-Gesetz) bildeten die jetzigen Ortschaften eigene Gemeinden im Amt Gehlenbeck (Nettelstedt, Eilhausen, Gehlenbeck) oder waren gemeindeangehörige Bauerschaften (Obermehnen, Blasheim, Stockhausen und Alswede). Obermehnen, Stockhausen sowie die namensgebende Bauerschaft Blasheim gehörten zur Gemeinde Blasheim (Amt Preußisch Oldendorf). Die Bauerschaft Alswede war für die Gemeinde und das Amt Alswede namensgebend. Diese eingegliederten Gebiete lagen ganz überwiegend südlich des Mittellandkanals, wohingegen die am 1. Januar 1973 aufgelöste Gemeinde Alswede sowie die Ämter Gehlenbeck und Alswede weit nach Norden ausragten. Für die nördliche Stadtgrenze der 1973 neu formierten Stadt Lübbecke wählte man den Mittellandkanal, so dass kleinere Gebietsanteile nördlich des Kanals, u. a. auch zur bisherigen Stadt Lübbecke zählend, zur Stadt Espelkamp kamen; ein nur auf den ersten Blick vernachlässigbarer Verlust, denn es handelte sich um die Nordseite des Hafengeländes. Größere Umgliederungen waren allerdings im Bereich der bisherigen Gemeinde Alswede nötig. Deren bisherige nördlich des Kanals gelegenen Ortsteile wurden abgetrennt und zu Ortsteilen Espelkamps. Zu Lübbecke kam nur der südlich des Kanals gelegene Ortsteil Alswede.[13] Im Süden hatte Lübbecke einen einst zur Gemeinde Ahlsen-Reineberg (Amt Hüllhorst) gehörenden Teil des Wiehengebirges, den Reineberg und die Nordabdachung des Heidbrinks, also den Reineberger Hagen, erhalten, musste dafür aber einen rund 57 Hektar großen Waldstreifen an Hüllhorst abtreten: Die alte Stadt Lübbecke reichte bis 1973 im Südwesten jenseits des Kammes bis an den südlichen Waldrand gegen Oberbauerschaft; die Grenze wurde auch hier auf den Kammweg zurückverlegt.
Ganz im Westen verlor Lübbecke in gewisser Weise indirekt einige Gebiete: an Lübbecke wurde zwar im Großen und Ganzen die ehemalige Gemeinde Blasheim angegliedert, ohne aber einen rund 100 Hektar großen Streifen mit den Orten Blasheimer Busch und Knötinghausen sowie reichlichen landwirtschaftlichen Flächen, die an die Stadt Preußisch Oldendorf fielen.

Einwohnerentwicklung
Bevölkerungsentwicklung in Lübbecke von 1885 bis 2007
Lübbecke nach dem damaligen Gebietsstand

Jahr Einwohner
1885 (1. Dezember) ¹ 2.871
1900 (1. Dezember) ¹ 3.636
1910 (1. Dezember) ¹ 4.296
1925 (16. Juni) ¹ 4.434
1939 (17. Mai) ¹ 6.073
Jahr Einwohner
1950 (13. September) ¹ 8.549
1961 (6. Juni) ¹ 10.498
1970 (27. Mai) ¹ 11.290
1972 (31. Dezember) 11.489

Lübbecke nach dem heutigen Gebietsstand

Jahr Einwohner
1961 (6. Juni) ¹ 19.700
1970 (27. Mai) ¹ 20.822
1972 (31. Dezember) 21.264
1974 (30. Juni) 21.265
1975 (31. Dezember) 21.098
1980 (31. Dezember) 21.468
1985 (31. Dezember) 22.081
1987 (25. Mai) ¹ 22.191
1990 (31. Dezember) 23.695
1995 (31. Dezember) 25.301
Jahr Einwohner
2000 (31. Dezember) 25.908
2001 (31. Dezember) 25.937
2002 (31. Dezember) 26.342
2003 (31. Dezember) 26.318
2004 (31. Dezember) 26.263
2005 (31. Dezember) 26.261
2007 (31. Dezember) 26.044
2012 (31. Dezember) 25.467
2015 (31. Dezember) 25.462

Fußnote

1 Volkszählungsergebnis

Religion
St. Andreas Lübbecke

Die Bevölkerung ist ganz überwiegend evangelisch-lutherisch. Seit der Amtszeit des Fürstbischofs Franz von Waldeck (1530–1553) nahm die Bevölkerung mehr und mehr die evangelische Lehre an. Als das Fürstbistum Minden 1648 säkularisiert und dem Kurfürstentum Brandenburg zugeschlagen wurde, war der Vorrang der lutherischen Konfession langfristig gesichert. Heute gibt es die evangelisch-lutherischen Gemeinden in Alswede, Blasheim, Gehlenbeck, Lübbecke, Nettelstedt sowie die Selbständige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Petrusgemeinde in Stockhausen und die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Lübbecke. Einzige katholische Gemeinde in Lübbecke mit einem Gotteshaus am Niederwall 14 ist St. Johannes Baptist. Daneben gibt es einige weitere christliche und nichtchristliche Religionsgemeinschaften, beispielsweise die DITIB – Türkisch Islamische Gemeinde zu Lübbecke e. V in Gehlenbeck.

Ein Indiz für die Verteilung kann die Angabe der konfessionellen Zugehörigkeit der Hüllhorster Schüler sein. Demnach sind rund 72 % der Schüler evangelisch, 6,8 % katholisch, 4,4 % islamisch. 7,4 % geben an, einer sonstigen Konfession anzugehören, und 9,2 % rechnen sich keiner Konfession zu.[14]

Politik
Bürgermeister

Bürgermeister ist Frank Haberbosch (SPD). Bei der Bürgermeisterwahl am 13. September 2015 setzte sich der SPD-Kandidat mit 59,00 % vor der dem Gegenkandidaten Dirk Raddy (CDU) mit 41,00 % durch. Der bisherige Amtsinhaber Eckhard Witte (CDU) stand nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung.[15]

Stadtrat

Der Stadtrat von Lübbecke hat derzeit 38 Sitze. Hinzu kommt der Bürgermeister als Ratsvorsitzender. Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1975:

[16][17][18] 2014 2009 2004 1999 1994 1989 1984 1979 1975
Partei Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  %
SPD 16 42,22 15 38,04 14 38,29 14 36,76 18 42,39 20 49,95 19 48,63 20 52,03 n/v 48,12
CDU 11 29,83 14 35,61 13 35,00 16 42,42 14 34,49 12 30,94 15 37,24 16 41,05 n/v 38,70
Grüne 3 9,33 3 8,61 3 7,41 2 5,67 4 10,16 4 9,90 3 8,38
FDP 2 4,11 3 7,46 3 6,80 2 5,16 0 4,54 3 9,20 2 5,75 3 6,92 n/v 7,17
WL1 4 9,53 2 5,50 3 7,37 4 9,99 3 8,41
LK2 2 4,91 1 3,85 2 5,06
Einzelbewerber 0 0,06 0 0,93 0 0,08
FWG3 n/v 6,01
Gesamt4 38 100 38 100 38 100 38 100 39 100 39 100 39 100 39 100 n/v 100
Wahlbeteiligung 47,88 56,57 59,02 59,11 83,54 69,91 73,12 78,04 87,15

1Wählergemeinschaft Lübbecke
2Lübbecke Konkret
3Freie Wählergemeinschaft
4ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen

Sitzverteilung im Stadtrat von 2009 bis 2014

Zum Vergleich: Sitzverteilung im Stadtrat von 2004 bis 2009

Übersicht über die Wahlergebnisse

Wappen

Altes Wappen

Das Wappen zeigt in Silber (Weiß) einen roten Torbau mit zwei gezinnten Türmen und blauem, offenen Tor mit zwei silbernen (weißen) schräggestellten Schlüsseln mit abgewendeten Bärten; zwischen den Türmen ein goldener (gelber) sechsstrahliger Stern.

Das Recht zur Führung dieses Wappens, einer Flagge und eines Siegels wurde der Stadt am 7. Oktober 1974 durch den Regierungspräsidenten verliehen. Die Flagge der Stadt zeigt dieses Wappen auf einer von Rot und Weiß gestreiften Flagge. Die Umrisse des Wappens werden ebenfalls im Stadtsiegel gezeigt.[4]

Der sechsstrahlige Stern ist häufig in den Wappen der Region anzutreffen. Der sechsstrahlige Stern taucht unter anderem in den Wappen des aufgelösten Kreises Detmold, der Stadt Preußisch Oldendorf sowie Schieder-Schwalenberg auf. Dieses Symbol steht in enger Verbindung mit dem Adelsgeschlecht von Schwalenberg und deren Grafschaft Schwalenberg. In das Wappen Lübbeckes gelangte dieses Symbol, da der Mindener Bischof Volkwin V. von Schwalenberg 1279 Lübbecke die Stadtrechte verliehen hat. Daher haben in das Wappen der Stadt auch die Schlüssel als Symbol der Mindener Bischöfe Eingang gefunden. Die gekreuzten Schlüssel symbolisieren die Schlüssel des Heiligen Petrus. Sie sind Bestandteil vieler Wappen im Gebiet des ehemaligen Fürstbistums Minden (später Fürstentum Minden), so zum Beispiel des ehemaligen Kreises Lübbecke, der Städte Minden und Preußisch Oldendorf sowie des Kreises Minden-Lübbecke.

Die ältesten Darstellungen des Wappens zeigen statt der Schlüssel einen Bischof auf einem Thron unter einem Torbogen. Spätere Darstellungen aus dem 14. Jahrhundert zeigen lediglich die Schlüssel und den Stern. Anfänglich war der Stern in einem separaten Schild abgebildet. Im 16. Jahrhundert wurde das Wappen nur noch größtenteils in silber (weiß) und rot dargestellt und der separate Schild für den Stern entfiel. Die Farben Silber und Rot, die auch heute noch das Wappen dominieren, sind die Farben der Bischöfe von Minden. Nach der Gebietsreform führt die Stadt Lübbecke das Wappen in seiner heutigen Form.[19]

Städtepartnerschaften

Lübbecke unterhält Partnerschaften zu folgenden Gemeinden:

Bayeux in Frankreich seit 1968: Die Partnerschaft konzentriert sich derzeit auf den Schüleraustausch und Berufspraktika. Die Kantorei an St. Andreas ist – gemeinsam mit der Dorchester Choral Society – befreundet mit dem Orpheon de Bayeux, einer Chorvereinigung.
Dorchester in Dorset, Großbritannien seit 1973: Gemeinsame Sport- und Musikveranstaltungen, kirchliche Aktivitäten, Berufskolleg in Lübbecke hat Partnerschaft mit dem College im nahegelegenen Exeter
Tiszakécske im Komitat Bács-Kiskun, Ungarn seit 1989: basiert auf sportlichen Beziehungen der örtlichen Vereine, das Lübbecker Handwerksbildungszentrum hat ein westfälisches Fachwerkhaus in Ungarn erbaut.
Bad Liebenwerda in Brandenburg, Deutschland seit 1990: Besonders in der Aufbauphase der Stadtverwaltung Hilfe durch Lübbecke
Patenschaft

Die Stadt unterhält seit 1960 eine Patenschaft mit der Bundesheimatgruppe Striegau Stadt und Land e.V. In einer Heimatstube im Museum der Stadt Lübbecke werden die Erinnerungen an die Heimat der Striegauer bewahrt, die nach dem Krieg vertrieben wurden. Seit 1986 hängt in der Mauer des Burgmannshofes die Glocke der katholischen Kirche in Striegau. Alle zwei Jahre findet in Lübbecke das Bundesheimattreffen der ehemaligen Striegauer Bürger statt. Die alte Striegauer Glocke läutet dieses ein.

Siehe auch: Liste der Vertriebenendenkmale in Nordrhein-Westfalen#L
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der Wartturm auf dem Wurzelbrink
Gehrmker Hius Gehlenbeck
Königsmühle Eilhausen
Wassermühle Eilhausen
Gut Stockhausen
Gut Renkhausen
Ministerhaus Gut Obernfelde
Die Gehlenbecker Kirche
In Lübbecke brütet der Weißstorch
Theater

Die 1923 gegründete Freilichtbühne Nettelstedt ist eine Amateurtheaterbühne mit rund 900 Plätzen. Die Freilichtbühne Kahle Wart liegt unmittelbar an der Grenze der Stadt, allerdings bereits auf Hüllhorster Gebiet. In der bei Theaterveranstaltungen etwa 650 Zuschauer fassenden Stadthalle finden regelmäßig Schauspiele und Konzerte durch Gastensembles statt.

Musik

Die zahlreichen Posaunenchöre, beispielsweise der Posaunenchor Nettelstedt, sind aus pietistischen Posaunenbewegungen des späten 19. Jahrhunderts hervorgegangen und existieren bis heute fort. In Lübbecke gibt es eine Musikschule und den Jazzclub Lübbecke. Zur Kirche St. Andreas gehört eine gleichnamige Kantorei. In Gehlenbeck wurde 1922 ein „Volkschor“ gegründet. Die Idee stammte von den Arbeitern der damals zahlreichen Zigarrenfabriken, die bei der Arbeit oft Lieder sangen und ihrem Zeitvertreib nun in einem Verein nachkommen wollten.

Das Sinfonieorchester Lübbecke wurde 1950 als eingetragener Verein gegründet und konnte in der Konzertsaison 2009/2010 seinen 60. Geburtstag feiern. Solisten werden unter anderem aus dem Kreis der Lehrer der Musikschule Pro Musica Lübbecke gewonnen.

Museen
Brauereimuseum Barre’s Brauwelt: Das Museum zeigt in einem ehemaligen Lagerkeller der örtlichen Brauerei die Geschichte der Brauerei und des Bierbrauens ganz allgemein.
Museum der Stadt Lübbecke: Im alten Rathaus am Markt werden eine umfangreiche Trachtensammlung, eine Zigarrenmacherstube und eine Schusterwerkstatt sowie weitere Exponate zur Stadtgeschichte ausgestellt, darunter Münzen, Waffen, Gemälde und Silberschmuck aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Die ältesten Funde stammen aus der Bronzezeit. Die stadtgeschichtliche Sammlung verdankt sich zum Gutteil dem Lübbecker Kaufmann Rudolf Hunke († 1930). Außerdem beherbergt das Museum der Stadt Lübbecke die Striegauer Sammlung (bis 2007: Heimatstube Striegau) zur Geschichte und Kultur der schlesischen Stadt Striegau und über den größten Sohn Striegaus, den Dichter Johann Christian Günther.[20]
Das Gehrmker Hius in Gehlenbeck bietet einen Einblick in das Dorfleben vergangener Zeiten.
Bauwerke in Lübbecke
Evangelische Pfarrkirche St. Andreas. Die Kirche wurde 1160 bis 1180 im romanischen Stil errichtet und 1350 in eine gotische Hallenkirche umgewandelt.
Die Ruine der Burg Reineberg befindet sich auf dem Reineberg, dem Hausberg der Lübbecker. Die 1221 urkundlich erstmals erwähnte Anlage wurde 1723 weitgehend abgebrochen. Heute sind nur noch Wall- und Grabenreste zu erkennen.
Ehemaliges Rathaus (Kultur- und Medienzentrum). Das 1460 erstmals erwähnte Rathaus wurde nach einem Stadtbrand im Jahre 1709 weitgehend neu errichtet. Es handelt sich um einen zweigeschossigen verputzten Massivbau mit Satteldach. Bei den 1861 erfolgten Umbaumaßnahmen wurde er mit einem neugotischen Stufengiebel versehen. Der östliche Anbau mit anschließendem Feuerwehrturm, dessen spitzbogige Erdgeschossarkaden die Formen des Giebels aufgreifen, wurde erst 1936 hinzugefügt. 2006–2007 wurde das Gebäude zu einem Kultur- und Medienzentrum umgebaut und im rückwärtigen Bereich um einen Anbau erweitert.
Wohnbauten. Obwohl Lübbecke von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges weitgehend verschont blieb, bietet die Altstadt mittlerweile kein geschlossenes Bild mehr. Noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Straßen von einfachen giebelständigen Fachwerkbauten geprägt, die mehrheitlich aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammten. Etliche von ihnen waren mit Utluchten versehen. Erst die seit Ende der 1960er Jahre durchgeführte Stadtsanierung führte innerhalb des historischen Baubestandes zu erheblichen Verlusten. Besonders stark betroffen war der Marktplatz, dessen Neubebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern 1966 u. a. der Tribbenhof zum Opfer fiel. 1975 wurde mit Blüttenstraße 6 einer der schönsten Fachwerkbauten der Stadt abgebrochen, dessen Giebel über Knaggen zweifach vorkragte. Unter den noch erhaltenen steinernen Wohnbauten ragt das Haus der Fabrikantenfamilie Hecht, Ostertorstr. 7 hervor. Der klassizistische Putzbau mit Mittelrisalit wurde 1832 als Hotel „Berliner Hof“ erbaut. Die in den 1950er Jahren entfernte Freitreppe wurde in den 1990er Jahren rekonstruiert. An der Niedertorstraße liegt die so genannte Alte Apotheke. Das zweigeschossige Fachwerkhaus mit Mansarddach wurde 1820 errichtet. – Weitere Fachwerkbauten haben sich u. a. an der Langen Straße (so z. B. Nr. 23, 25, 26 und 44) und in der näheren Umgebung der Andreaskirche erhalten, darunter die Kurie des Stiftsdekans, Pfarrstraße 3 aus dem späten 18. Jahrhundert. Am Wilhelmsplatz 1 liegt etwas erhöht das eingeschossige Pfarrwitwenhaus, dessen Geschichte sich bis in das 18. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Es wurde 2002 umfassend saniert und dient heute als Gästehaus.
Burgmannshof von der Recke, Am Markt 19 (Heimatmuseum). Der zweigeschossige verputzte Massivbau mit Freitreppe ist über dem Hauptportal 1735 bezeichnet, im Kern aber vermutlich älter. Erhalten ist neben dem Herrenhaus ein Teil der Hofmauer und des Tores, sowie der 1985 restaurierte Speicher.
Grapendorfs Hof (Bürgerbegegnungsstätte), Gerichtsstraße 5. Von der ehemals aus mehreren Gebäuden bestehenden Hofanlage blieb nur das Herrenhaus erhalten, das im Kern noch aus dem Ende des 16. Jahrhunderts stammen soll. Bei einem Stadtbrand 1734 beschädigt, wurde der Hof noch im selben Jahr wiederhergestellt. Es präsentiert sich heute als schlichter, siebenachsiger Putzbau mit Mansarddach, dessen Freitreppe aus verkehrstechnischen Gründen in jüngerer Zeit entfernt wurde. 1828 wurde der einstige Burgmannshof vom Fiskus erworben, um ihn als Stadtgericht nutzen zu können. 1845–1846 erweiterte man das Gebäude um einen nördlichen, ebenfalls siebenachsigen Anbau, der als Kreisgefängnis diente. 1988, nach der Verlegung des Amtsgerichtes in ein größeres Gebäude, ging der Komplex in das Eigentum der Stadt über, die ihn anschließend zu einer Bürgerbegegnungsstätte umwandelte. Diese konnte 1993 eröffnet werden. Das alte Amtsgericht wird heute von zahlreichen Gruppen genutzt.
Brauerei Barre. Die ältesten Gebäudeteile wurden kurz nach Gründung der Brauerei im Jahre 1842 errichtet. Überragt wird die Anlage von dem mit einem gotisierenden Turm geschmückten Sudhaus.
Auf dem zweithöchsten, dafür aber zur Gänze zur Stadt gehörenden Berg Wurzelbrink (319 m ü. NN) steht der im 19. Jahrhundert erbaute Wartturm.
Bierbrunnen: der 1954 von Ernst-Ludwig Barre gestiftete Brunnen steht am Burgmannshof und spendet zum Bierbrunnenfest einmal im Jahr Bier.
Die denkmalgeschützte Villa August Wilhelm Blase.

Gänseliesel auf dem Gänsemarkt

Altar mit westfälischem Abendmahl und Kruzifix in der St. Andreaskirche

Gedenkstein am Standort der ehemaligen Synagoge vor dem Parkhaus Ost[21]

Bierbrunnen am Marktplatz

Auf dem Burgmannshof – Blick zum alten Rathaus

Bauwerke in den Stadtteilen
Die St. Nikolaus-Kirche in Gehlenbeck wurde um 1495 erbaut. Der Turm der Gehlenbecker Kirche ist wesentlich älter und vermutlich in der Zeit von 1100 bis 1150 erbaut worden. Einen Vorgängerbau muss es schon im 10. Jahrhundert gegeben haben, wie durch Ausgrabungen nachgewiesen werden konnte. Urkundlich erwähnt wird eine Kirche erstmals 1156.
St.-Andreas-Kirche in Alswede: Kirche maßgeblich erbaut aus der zerstörten Mesenburg oberhalb von Lübbecke.
Gehrmker Hius: Das Gehrmker Hius im heutigen Stil ist ein Fachwerkbauernhaus aus dem Jahr 1798. Es wird heute als Heimathaus genutzt.
Königsmühle Eilhausen: Der Galerieholländer in Eilhausen wurde 1748 erbaut und hat einen aus Sandsteinen gemauerten runden Mühlenturm. Die Mühle hat eine Windrosenanlage und windgängige Segelgatterflügel. Die Mühle ist eine Station der Westfälischen Mühlenstraße.
Wassermühle Eilhausen: Der Bruchsteinbau mit Fachwerkgiebeln könnte 1698 erbaut worden sein. Das oberschlächtige Wasserrad hat einen Durchmesser von 2,6 Metern. Im 19. Jahrhundert gab es in Lübbecke viele solcher Mühlen. Die Mühle ist eine Station der Westfälischen Mühlenstraße.
Gut Stockhausen: Das Gut ist eine Wasserburg in Stockhausen. Die Anfänge des Guts reichen mindestens in das 14. Jahrhundert zurück.
Stockhausen: Stockhausen zeichnet sich durch seine bäuerlichen Hofanlagen im regionaltypischen Fachwerk und den dazugehörenden Heuerlingshäusern aus. 19 Objekte stehend unter Denkmalschutz. Hofeichen, Streuobstwiesen und Bauerngärten verstärken den bäuerlichen Eindruck. Im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden wurde Stockhausen 1995 mehrfach mit Gold ausgezeichnet. 1997 wurde Stockhausen zu einem von vier „Kulturmusterdörfern“ in Ostwestfalen-Lippe ernannt.
Gut Renkhausen: Die als Herrenhaus im Neorenaissance-Stil einzuordnende Anlage gründet auf den Mauern einer alten Wasserburg, die 1278 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Gut Obernfelde: Das ehemalige Rittergut und Herrenhaus wird erstmals 1540 erwähnt.
Gut Eickel: Das früher Echolte bezeichnete Gut liegt bei Blasheim. Aus der Erwähnung eines Ritters Eylwart de Echolte geht hervor, dass das Gut wohl bereits vor 1183 existiert haben mag. Früher wurde unterschieden zwischen dem Gut Groß-Eickel und dem Gut Klein-Eickel. Diese beiden Güter wurden aber zu Anfang des 18. Jahrhunderts vereinigt.
Babilonie: Die La-Tène-zeitliche Wallanlage liegt auf einem Berg im Wiehengebirge bei Obermehnen und könnte eine Fliehburg gewesen sein.
Meesenburg: Diese Wehranlage am Meesenkopf ist nur noch in Resten erhalten und wurde vermutlich bereits im 12. Jahrhundert geschleift.

Für weitere Bauwerke siehe → Liste der Baudenkmäler in Lübbecke

Parks

Als Kleinstadt zwischen Moor und Wald hat die Stadt keinen Bedarf an ausgedehnten Parks im klassischen Sinne. Von der Lübbecker City ist man in 10 bis 15 Gehminuten im Wiehengebirge und im Naturpark TERRA.vita. Der Gallenkamp, eine parkähnliche hochliegende Freifläche in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum lädt den Städter zum Verweilen ein. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf das Lübbecker Land. Im Winter wird der Gallenkamp von der Lübbecker Jugend zum Rodeln genutzt. Auch im Bereich der Schützenstraße liegt ein länglicher Park.
Eine weitere größere stadtnahe Grünfläche mit Spazierwegen breitet sich zwischen Friedhof und dem Wittekind-Gymnasium aus. Bezeichnenderweise liegen sämtliche genannte Parks und Grünflächen im Bereich der bevorzugten Wohnlagen, die sowieso in unmittelbarer Nähe des Wiehengebirges liegen.

Außerhalb der Kernstadt sind vor allem um die Güter und Schlösser einige Parks entstanden. Dazu zählen folgende allesamt nicht öffentlich zugängliche Parks:

Gutspark Gut Stockhausen: Von den ehemals barocken Gartenanlagen ist nur wenig erhalten. Eine in Nord-Süd Richtung verlaufende etwa 200 Jahre alte Kastanienallee führt vom Gut zum Reckschen Erbbegräbnis und war einst ein Element der Gartenanlage.
Gutspark Gut Renkhausen: Um 1900 wurde der historische Landschaftspark am Gut angelegt. Zentrales Element ist der offene Rasenbereich, der von altem Baumbestand durchsetzt ist. Zur Anlage gehören ein angelegter Hügel sowie eine Grotte. In östlicher Richtung erstreckt sich vom Gut aus die etwa 100 Jahre alte Renkhauser Lindenallee.
Gutspark Gut Obernfelde: Der Gutspark wurde vermutlich zusammen mit der um 1829 entstandenen Orangerie – heute ein Wohnhaus – angelegt. Die Orangerie bildete den Mittelpunkt eines historischen Landschaftsparks mit einem relativ aufwändigen Wegesystem und Alleen. Vom ursprünglichen Park sind nur noch Restbereiche südlich der Orangerie erhalten.
Natur

Lübbecke verfügt auf relativ kleiner Fläche von rund 65 km² über eine recht vielgestaltige Anzahl unterschiedlicher Natur- und Landschaftsräume und damit unterschiedlicher Freizeiträume: Bewaldetes Mittelgebirge im Süden, Hochmoor in Nordosten, Feuchtwiesen im Norden- und Nordwesten, ausgestattet jeweils mit einem engmaschigen Netz an Wander- und auch Radwegen. Auch der Grünstreifen im Zuge des Mittellandkanals mit dem knapp zehn Kilometer langen Wander- und Radweg unmittelbar am Ufer verdient in diesem Zusammenhang Erwähnung. Rund ein Drittel der Fläche der Stadt sind diesen weitestgehend unbewohnten Natur- oder naturnahen Landschaften mit hohem Freizeitwert zuzurechnen.
Mit dem Wiehengebirge hat Lübbecke Anteil am Naturpark TERRA.vita (ehemals: Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge). In der Stadt sind sechs Naturschutzgebiete ausgewiesen:

Bastauwiesen: 1844 ha geschützte Feuchtwiesen entlang der Bastau. Große Teile des Gebietes liegen in Hille und der Stadt Minden.
Finkenburg: 13 ha großes Gebiet in Blasheim.
Gehlenbecker Masch: 45 ha großes Feuchtwiesengebiet
Großes Torfmoor: Westfalens größtes Hochmoor. Das 467 ha große Naturschutzgebiet liegt teilweise auch in Hille.
Rauhe Horst – Schäferwiesen: 198 ha großes Nass- und Feuchtgrünland.
Sonnenwinkel: 4,3 ha Laubwald

Der relative Flächenanteil an ausgewiesenen Naturschutzgebieten ist in Lübbecke mit über 10 Prozent damit signifikant größer als im Landes- (7,3 Prozent) und Bundesdurchschnitt (2 Prozent). Dieser hohe Wert ist umso beachtlicher, da das naturnahe Wiehengebirge bis auf den o. g. Sonnenwinkel keine weiteren formal ausgewiesenen Naturschutzflächen aufweist.

In Lübbecke leben unter anderem folgende größere Wildtiere in den naturnahen Wald- und Moorgebieten der Stadt: Schwarzwild und Rehwild, Fuchs, Dachs besonders im Wiehengebirge aber auch in den kultivierten Teilen. Im Moor gibt es u. a. den Weißstorch und die giftige Kreuzotter. Neben Petershagen brüten in Lübbecke die einzigen wildlebenden Weißstörche des Landes Nordrhein-Westfalen.
Im Bereich der südlichen Kernstadt ist der große Bestand an Fledermäusen augenscheinlich, die des Sommers ab der Dämmerung in den Gärten ihre Kreise ziehen.

In Lübbecke sind im Ortsteil Gehlenbeck und im Bereich der Kernstadt insgesamt 5 Baumgruppen oder Solitärbäume als Naturdenkmäler ausgewiesen.[22]

Es gibt konkrete Überlegungen, dass sich Lübbecke, ggf. in Kooperation mit der Nachbarstadt Espelkamp, für die die Ausrichtung Landesgartenschau im Jahre 2017 bewirbt.[23]

Siehe auch: Liste der Naturschutzgebiete
Sport
Der langjährige Handballbundesligist TuS Nettelstedt-Lübbecke (ehemals TuS Nettelstedt) ist in der Stadt beheimatet. Der Verein gewann 1981 den DHB-Pokal und den Europapokal der Pokalsieger. Nach einigen Ab- und Aufstiegen spielt der TuS seit 2009 wieder in der Bundesliga. Seine Heimspiele erfolgen in der 3.400 Zuschauer fassenden Kreissporthalle Lübbecke. Eine besondere Rivalität verbindet den Verein mit dem GWD Minden, welcher der zweite Bundesligist im Kreis Minden-Lübbecke ist.
Der Freeway-Cup, die „inoffizielle deutsche U-16-Fußball-Hallenmeisterschaft“, findet jährlich Mitte Januar in der Kreissporthalle Lübbecke statt.
Klassenhöchste Fußballvereine sind der BSC Blasheim, der FC Lübbecke und der HSC Alswede (alle Kreisliga A)
Regelmäßige Veranstaltungen

Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. Bitte hilf Wikipedia, das zu verbessern. Mehr zum Thema ist hier zu finden.

der Blasheimer Markt (1. Wochenende im September) ist eines der größten ostwestfälischen Volksfeste
das Bierbrunnenfest (Anfang August) mit jährlich bis zu 100.000 Besuchern. Die Brauerei Barre lässt seit 1954 für sieben Stunden Bier aus dem Bierbrunnen am Burgmannshof sprudeln.
das Bürgerschützenfest (Ende Juli) wurde vom 1492 gegründeten Bürgerschützen-Bataillon initiiert. Zum Fest gehört alle zwei Jahre das Ausschießen eines Schützenkönigs, ein Schützenball
der Wurstmarkt (November) beginnt mit dem Anschnitt einer „Riesenwurst“ durch den Bürgermeister. Das örtliche Fleischerhandwerk präsentiert sein Handwerk. Auf dem Gänsemarkt und in der Fußgängerzone sind Fahrgeschäfte und andere Attraktionen aufgebaut.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Straßen

Lübbecke liegt an der Kreuzung der Bundesstraßen 65 und 239. Beide Bundesstraßen sind gut ausgebaut. Die Stadt ist an das Autobahnnetz nicht unmittelbar angebunden. Die Autobahn A30 (Bad Oeynhausen-Osnabrück) befindet sich rund 15 km in südlicher Richtung, die Autobahn A2 (Köln-Berlin) ist rund 30 km entfernt. Die in den 1970er-Jahren geplante Autobahn „Löhne-Bremen“ (Verlängerung der A 5), die unmittelbar ostwärts des Stadtgebietes verlaufen wäre, wurde nicht verwirklicht und ist im Bundesverkehrswegeplan auch nicht mehr vorgesehen.

Schienen- und Busverkehr
Bahnhof Lübbecke

Der Bahnhof Lübbecke (Westf) liegt an der Ravensberger Bahn, auf der im Stundentakt, sonntags alle zwei Stunden, die gleichnamige Regionalbahn 71 Bielefeld – Herford – Bünde – Rahden verkehrt. Der Bahnhof Blasheim wurde vor Jahrzehnten stillgelegt. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der Eurobahn, die Diesel-Triebwagen der DB-Baureihe 643 für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt.

Der Öffentliche Straßenpersonennahverkehr (auch der Bahnverkehr) in Lübbecke gehört zum Tarifverbund „Der Sechser“ (OWL Verkehr GmbH). Neben dem stadterschließenden Nahverkehr verkehren eine Schnellbuslinie nach Minden und Regionalbusse nach Espelkamp, Rahden und Preußisch Oldendorf.

Wasserstraßen und Häfen

Der Mittellandkanal bildet die nördliche Stadtgrenze. Hier verfügt die Stadt mit dem Hafen Lübbecke über eine Anknüpfung an Rhein, Weser und Elbe. Unweit dieses Hafens gibt es auch einen kleinen Yachthafen und eine Anlegestelle für Ruderboote.

Rad- und Wanderrouten

Die weitgehend ebene Norddeutsche Tiefebene begünstigt das Radfahren. Der 40 Kilometer lange Lübbecker Landweg verbindet die Ortsteile der Stadt miteinander. Durch die Stadt führt außerdem die Westfälische Mühlenroute und die LandArt-Route, die Orte bäuerlichen Handwerks miteinander verbindet, sowie die Wellness-Radroute und die BahnRadRoute Weser-Lippe. Beliebt als Radweg ist außerdem der Betriebsweg entlang des Mittellandkanals.

Von den Wanderwegen dürfte der Wittekindsweg über den Kamm des Wiehengebirges im Naturpark TERRA.vita der bekannteste sein. Das Pendant zum Radweg Mühlenroute ist der Mühlensteig, der ebenfalls die Mühlen der Region verbindet. Der Arminiusweg folgt annähernd dem historischen Zugweg des römischen Heeres unter Arminius, das auf seinem Weg in die Vernichtung bei Kalkriese, wohl auch durch das Lübbecker Land zog. Durch das Große Torfmoor führt ein Moor-Erlebnis-Pfad. Im Naturpark TERRA.vita sind außerdem zahlreiche kleinere Wanderwege ausgeschildert. Eine Teilroute des Mühlenkreis Skate & Rail Inline-Skates-Weges führt auch durch Lübbecke.

Luftverkehr

Die nächsten Flughäfen sind die Flughäfen Hannover-Langenhagen (circa 1 Std. Fahrtzeit), Münster-Osnabrück (circa 1 Std. Fahrtzeit) und Bremen (circa 90 Min. Fahrtzeit). Am 5. November 2005 wurde ein Flugzeug der Lufthansa, ein Bombardier CRJ700 mit der Kennung D-ACPQ, auf den Namen der Stadt getauft. Nächster Verkehrslandeplatz ist der Flugplatz Vennebeck, 20 km südöstlich.

Ansässige Unternehmen
Gebäude der Firma Gauselmann in Lübbecke

Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. Bitte hilf Wikipedia, das zu verbessern. Mehr zum Thema ist hier zu finden.

Die nach Beschäftigten größten Unternehmen der Stadt sind:

IMA Klessmann (900 Beschäftigte, Holzbearbeitungssysteme)
Atronic International GmbH (gehörte zur Gauselmann-Gruppe, jetzt GTECH) AG (422 Beschäftigte, Entwicklung und Vertrieb von Casinospielgeräten)
Westfleisch, Standort Fleischcenter Lübbecke (400 Beschäftigte, Schlachterei)
Liberty Damenmoden GmbH (340 Beschäftigte, Verkauf von Damenoberbekleidung)
Dannemann Cigarrenfabrik GmbH (340 Beschäftigte, Hersteller hochwertiger Zigarren und Zigarillos)
Privatbrauerei Ernst Barre (95 Beschäftigte, Brauerei)
UFM GmbH (120 Beschäftigte, Unternehmensberatung)
H. Greve GmbH + Co. KG (105 Beschäftigte, Maschinenbau)
Adp Gauselmann GmbH (Tochter der Gauselmann-Gruppe, Glücksspielautomaten)
Gehwol Eduard Gerlach GmbH (Fußpflegeprodukte und -technik)
Ecovent GmbH & Co. KG (45 Beschäftigte, Hersteller von Abgasabsauganlagen)

Die meisten dieser Unternehmen sind in drei Industriegebieten („Gewerbegebiet Südlich Jockweg / westlich Heuweg“, „Gewerbegebiet Süd-Ost“ und „Industriegebiet am Hafen“) im Norden der Stadt an der B 239 beheimatet.

Medien

In der Stadt sind die Neue Westfälische (Geschäftsstelle in Lübbecke) und das Westfalenblatt als Regionalzeitung mit entsprechenden Lokalteilen für die Stadt vertreten. Das Lokalradio für den Kreis Minden-Lübbecke ist Radio Westfalica.

Öffentliche Einrichtungen
Das Lübbecker Krankenhaus am Hang des Wiehengebirges

Lübbecke ist einer von vier Standorten der Mühlenkreiskliniken. Daneben befindet sich hier das Hospiz Veritas.[24] In Lübbecke gibt es mit einem Finanzamt und einer Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamtes noch heute Institutionen, die man eher in einer Kreisstadt anzutreffen erwartet, die aber auch nach 1973 in der ehemaligen Kreisstadt Lübbecke verblieben sind. Weitere städtische Einrichtungen sind die Stadthalle und eine Mediothek (ehemals Stadtbücherei) im Kultur- und Medienzentrum im Alten Rathaus am Markt.

Die 1899 gegründeten Stadtwerke Lübbecke betreiben die Energie- und Wasserversorgung in der Stadt sowie den Hafen am Mittellandkanal. Sie befinden sich mit großer Mehrheit im Besitz der Stadt und haben 1995 das Stromnetz übernommen, das sie zusammen mit dem Partner RWE Westfalen-Weser-Ems AG betreiben. Am 26. April 1998 stimmte eine Mehrheit der Bürger in einem Bürgerentscheid noch gegen den Kauf des Stromnetzes. Die Stadt betreibt außerdem ein Hallenbad und ein Freibad in Gehlenbeck. Das ehemalige Freibad Lübbecke wurde nach einem am 2. Mai 2004 durchgeführten Bürgerentscheid geschlossen.

Der Abfall der Stadt Lübbecke wird gemäß Abfallgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Entsorgungszentrum Pohlsche Heide entsorgt.

Die Gerichtsbarkeit wird durch die Kreisstadt Minden wahrgenommen. So beherbergt Minden das Verwaltungsgericht Minden, ein Gericht der Verwaltungsgerichtsbarkeit, welches eines von sieben Verwaltungsgerichten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ist.

Das Freibad Gehlenbeck, früher Amtsfreibad Gehlenbeck, ist ein städtisches Freibad im Ortsteil Gehlenbeck.

Bildung

Die weiterführenden Schulen im Mittelzentrum Lübbecke nehmen Schüler aus Lübbecke und vielfach den umliegenden Gemeinden wie Hüllhorst und Preußisch Oldendorf auf. Zu den weiterführenden Schulen zählen:

Wittekind-Gymnasium Lübbecke (gegründet 1926, rund 1000 Schüler, benannt nach dem Sachsenherzog Widukind)
Stadtschule Lübbecke (Städt. Sekundarschule, gegründet 2012, 650 Schüler/innen im 5. bis 10. Jahrgang)[25]
Jahn-Realschule (1939 als Mittelschule aus der evangelischen Volksschule Lübbecke hervorgegangen, älteste Gebäudeteile aus dem Jahr 1928, 2017 geschlossen.)[26]
Hauptschule Lübbecke, 2017 geschlossen.
Berufskolleg Lübbecke (3700 Schüler, davon 2500 duale Ausbildungen (Lehre) und 1200 vollzeitschulische Bildungsgänge, Abschlüsse: Hauptschulabschluss bis Abitur)

Außerdem hat Lübbecke folgende sechs Grundschulen:

Astrid-Lindgren-Grundschule (1994 gegründet, seit 1995 nach Astrid Lindgren benannt, Schulgebäude ursprünglich englischsprachige und nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete St. Peter’s School)
Grundschule Blasheim (rund 225 Schüler, geht zurück auf eine 1890 errichtete Schule in Blasheim)
Grundschule Gehlenbeck (rund 200 Schüler, geht zurück auf die 1959 errichtete Volksschule)
Grundschule Im Kleinen Feld (rund 260 Schüler, Name seit 1995, gegründet 1973)
Grundschule Nettelstedt (rund 150 Schüler, gegründet 1975, geht zurück auf die ehemalige Nettelstedter Volksschule, Altgebäude aus dem Jahr 1927)
Grundschule Regenbogen (1993 gegründet, rund 250 Schüler, Integrationsklassen mit Anteil behinderter Kinder)

Weiterhin hat die Stadt zwei Förderschulen:

Schule am Buschkamp (Förderschwerpunkt: geistige Entwicklung, rund 135 Schüler, davon 46 Schwerstbehinderte, Träger: Ludwig-Steil-Hof)
Pestalozzi Schule (Förderschwerpunkt: Lernen)

Neben weiteren Berufsbildungsschulen sind noch die Musikschule Pro Musica sowie die Volkshochschule Lübbecker Land zu nennen. Weiterhin zu erwähnen ist, dass die Jahn-Realschule, welche aufgrund der neugegründeten Stadtschule ausläuft, nicht mehr in ihrem eigentlichen Gebäude, sondern im Gebäude der Pestalozzi-Schule, untergebracht ist. Dies rührt daher, dass aufgrund der hohen Asylbewerberzahlen im Rahmen der Flüchtlingskrise ab 2014 ein Gebäude mit ausreichendem Platzangebot nötig war. Ab dem 17. September 2015 wurde die Schule nach Ende der fünften Stunde geräumt und bereits wenige Tage später wurden 300 Asylbewerber dort untergebracht.[27]

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Huguette Brillaud (für Verdienste um die Städtepartnerschaft mit Bayeux)
Colin Lucas (für Verdienste um die Städtepartnerschaft mit Dorchester)
Paul Gauselmann (für Verdienste um den Wirtschaftsstandort Lübbecke und für das Engagement im Sportsponsoring)
Helmut Hüffmann (für Verdienste um die Aufarbeitung der Stadtgeschichte)[28]
Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Persönlichkeiten sind in Lübbecke geboren:

Eberhard von der Reck (* 1744 in Stockhausen; † 1816 in Merseburg), General und Politiker
Carl Friedrich Meyer (* 1803 in Lübbecke; 1886 in Eitorf), deutscher Arzt und Psychiater
Franz Heinrich Kleinschmidt (* 1812 in Blasheim; † 1864 in Otjimbingwe), Theologe
Otto von Strubberg (* 1821 in Lübbecke; † 1908 in Berlin), Theologe
Otto Michaelis (* 1826 in Lübbecke; † 1890 in Berlin), Politiker, Volkswirtschaftler und Journalist
Heinrich Cordes (1866–1927), Dolmetscher im Auswärtigen Dienst und Bankier
Friedrich Husemann (* 1867 in Blasheim; † 1959 in Buchenbach), anthroposophischer Arzt und Psychiater
Karl Röttger (* 1877 in Lübbecke; † 1942 in Düsseldorf), Schriftsteller
Erich Lossie (* 1886 in Lübbecke; † 1944 in Bielefeld), Bildhauer
Hans Rodenberg (* 1895 in Lübbecke; † 1978 in Berlin), Theaterwissenschaftler und Filmregisseur
Emmy Zehden (* 1900 in Lübbecke; † 1944 in Berlin-Plötzensee), Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
Gottfried Husemann (* 1900 in Blasheim; † 1972 in Arlesheim), Arzt und Psychiater
Hermann Busse (* 1903 in Lübbecke; † 1970 in Hemer), Politiker
Lore Shelley (* 1924 in Lübbecke; † 2011 in Riverdale (New York)), Schriftstellerin
Martin Horstmeier (* 1929 in Stockhausen), Landwirt und Psychiater
August-Wilhelm Scheer (* 1941 in Lübbecke), Wirtschaftsinformatiker und IT-Unternehmer
Martin Bartsch (* 1942 in Lübbecke), Kirchenmusiker
Antje Vollmer (* 1943 in Lübbecke), Politikerin
Gerd Nobbe (* 1944 in Lübbecke), Richter am Bundesgerichtshof
Gerd-Axel Ahrens (* 1948 in Lübbecke), deutscher Verkehrsplaner
Heinz-Dieter Heckmann (* 1953 in Lübbecke; † 2016), Philosoph und Professor
Thomas Lackmann (* 1954 in Lübbecke), Journalist
Martin Heidenreich (* 1956 in Lübbecke), Sozialwissenschaftler und Hochschullehrer
Jens Förster (* 1965 in Lübbecke), Sozialpsychologe, Professor, Direktor des Kurt-Lewin-Institutes an der Universität von Amsterdam
Andreas Spellig (* 1965 in Lübbecke), Journalist und Fernsehmoderator
Lotte Ohm (* 1975 in Lübbecke), Schauspielerin
David Bösch (* 1978 in Lübbecke), Theaterregisseur
Rolf Hermann (* 1981 in Lübbecke), Handballnationalspieler
Finn Holsing (* 1983 in Lübbecke), deutscher Fußballprofi
Weitere Persönlichkeiten

Folgende Persönlichkeiten wurden nicht in Lübbecke geboren, haben aber hier gewirkt:

Otto Piene (* 1928 in Laasphe; † 2014 in Berlin), Künstler, wuchs in Lübbecke auf
Ernst Wilm (* 1901 in Reinswalde, Kreis Sorau; † 1989 in Lübbecke), Pfarrer und Kirchenfunktionär
Herbert Lübking (* 1941 in Dankersen), Handballspieler
Eberhard Werner (* 1924 in Glogau/Schlesien; † 2002 in Lübbecke), Künstler (Landschaftsmaler) lebte und starb in Obermehnen bei Lübbecke
Friedrich Langewiesche (* 1867 in Elberfeld; † 1958 in Bünde), erforschte Babilonie
Siegfried von Campe (* 1885 in Münster; † 1972 in Hannover), Politiker, Referendar in Lübbecke
Kurt-Wolf von Borries (* 1928 in Bergen, Kreis Belgard; † 1985 in Köln), Künstler, Abitur in Lübbecke
Christian Rosenbohm (* 1878 in Kleinendorf; † 1948 in Lübbecke), Politiker, lebte und starb in Lübbecke
Hans Wilhelm Stodollick (* 1949 in Dortmund), Politiker, Kämmerer in Lübbecke
Salomon Blumenau (* 1825 in Bünde; † 1904 in Hannover), Pädagoge und Prediger, Schüler in Lübbecke
Ernst Weitkamp (* 1908 in Quernheim/Kreis Herford; † 1977 in Lübbecke), Zahnarzt, SS-Obersturmführer, nach Kriegsbeginn kurzzeitig Leiter der Zahnstation im KZ Mauthausen, Mitglied der Bekennenden Kirche, praktizierte von 1932 bis 1977 in Lübbecke
Jürgen Weitkamp (* 1938 in Bielefeld), Arzt, Zahnarzt, Ehrenpräsident der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe und der Bundeszahnärztekammer, praktiziert seit 1967 in Lübbecke
Karl-Friedrich Höcker (* 1911 in Engershausen; † 2000 in Lübbecke), SS-Obersturmführer, Adjutant der KZ-Kommandanten von Neuengamme und Majdanek (nach dem Krieg mehrjährige Haftstrafen), lebte und starb in Lübbecke
Franz Breithaupt (* 1880 in Berlin; † 1945 in Prien am Chiemsee), Generalleutnant der Polizei und SS-Obergruppenführer, Lehrling in Lübbecke
Cajus Julius Caesar (* 1951 in Rinteln), Politiker, besuchte die Schule in Lübbecke
Marie Schmalenbach (* 1835 in Holtrup; † 1924 in Mennighüffen), Lyrikerin, lebte in Lübbecke
Die Cornbergs waren durch Philipp Wilhelm von Cornberg (* 1553 in Kassel; † 1616 in Richelsdorf) in Lübbecke begütert
Harald Nickel (* 1953 in Espelkamp), Fußballprofi, Stammverein war der 1. FC Lübbecke[29]
Johann Heinrich Hadewig (1623–1671), evangelischer Pfarrer in Lübbecke und Kirchenlieddichter
Siehe auch: Landräte des Kreises Lübbecke
Literatur
Werner Ernstmeyer: Kreis Lübbecke (Kunstführer des Westfälischen Heimatbundes, Heft 9). Münster 1937
Helmut Hüffmann: Die St. Andreas-Kirche in Lübbecke. Lübbecke 1990
Helmut Hüffmann: 1200 Jahre Lübbecke. 2. erweiterte Auflage, Hüllhorst 1975
Helmut Hüffmann: Eine Beschreibung der Stadt Lübbecke nach dem Berichten ihres Stadtsekretärs Consbruch. Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 58 (1986), S. 137–148.
Helmut Hüffmann: Lübbecke – alte Bilder erzählen (Reihe Archivbilder). Erfurt 1999
Helmut Hüffmann: Lübbecke und das Lübbecker Land (Reihe Archivbilder), Erfurt 2003
Albert Ludorff: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Lübbecke (Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 22), Paderborn 1907
Dirk Möllering [Hrsg.]: Demokratischer Neubeginn im Altkreis Lübbecke. Zur Entstehung und Entwicklung der politischen Parteien nach 1945. Lübbecke 1988
Westfälischer Städteatlas; Band: III; 5 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission für Westfalen und mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob † und Wilfried Ehbrecht. Stadtmappe Lübbecke, Autor: Friedrich-Wilhelm Hemann, ISBN 3-89115-125-X; Dortmund-Altenbeken, 1988.
Weblinks
 Commons: Lübbecke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Lubbeke in der Topographia Westphaliae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
Internetauftritt der Stadt Lübbecke
Baukunstdenkmäler (1902) UB Bielefeld
Themenseite „Lübbecke und ostwestfälische Dörfer“ auf der Website des Obermehner Künstlers Eberhard Werner
Kriegserinnerung des ehemaligen Bürgermeisters
Kurzfilm über Zahlen und Fakten Lübbeckes auf Youtube
Lübbecke im Kulturatlas Westfalen