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Geschichte
Mittelalter

Um Christi Geburt unterhielten römische Truppen im Gebiet des heutigen Ortsteils Beckinghausen das Uferlager für das Legionslager im angrenzenden Oberaden (s. Germania magna). Fränkische und sächsische Grabanlagen in Wethmar belegen frühmittelalterliche Siedlungen. Um 880/890 wird Lünen im Heberegister des Benediktinerklosters Werden an der Ruhr erstmals erwähnt. Das Urbar (Heberegister) enthält viele Orte und Bauerschaften im westfälischen Raum, die zum ersten Mal genannt werden. Für Lünen/Luynen sind dies die vier Bauerschaften Alstedde (Alstedi), Wethmar (Wetmeri), Nordlünen (Nordliunon) und Südlünen (Sudliunon). Liunon bedeutet Anhöhe/Schutz (vor dem Hochwasser der Lippe).

Aufgrund seiner Lage an einem Lippeübergang einer bedeutenden Fernhandelsstraße (vom Niederrhein bis zur Nord- und Ostsee) entwickelte sich Südlünen zum Kirchdorf Lünen. Um 1018 entstand der erste Steinbau der St.-Marien-Kirche. Anfang des 13. Jahrhunderts diente Lünen mehrmals als Versammlungsort der westfälischen Landesherren. Um 1215 erhielt der Ort eine Befestigung (Wall, Graben). In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts besaß Lünen den Status einer Stadt (1279 „oppidum“).

Ältestes Siegel von Lünen, um 1320

Um 1300 wurde die St.-Marien-Kirche nach ihrer Zerstörung 1254 (Schlacht bei Brechten) als frühgotische Hallenkirche neu errichtet. Kurz vor 1300 (1288?) gelangte Lünen in den Machtbereich des Grafen Eberhard von der Mark, nicht 1302 durch Verpfändung, wie lange Zeit vermutet wurde. 1336 verlegte Eberhards Nachfolger, Adolf II. (von der Mark), Lünen aus politischen und militärischen Gründen vom Nordufer auf das Südufer der Lippe und verlieh der Stadt 1341 (märkisches) Stadtrecht. Den Schützenverein Lünen e.V. gibt es seit 1332.

Im Jahre 1366 wurde die Lüner St.-Georg-Kirche als Filialkirche im Pfarrbezirk Brechten fertiggestellt. Erst 1627 wurde die Kirche von der Brechtener Mutterkirche gelöst. Nördlich der Lippe, im Umfeld der St.-Marien-Kirche, verblieben nur wenige Bewohner, die auch vom Wallfahrtsverkehr zum Gnadenbild in der Kirche lebten. Das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Lünen-Alt ist das älteste erhaltene Gnadenbild des Bistums Münster. Eine Besonderheit ist, dass sich die Wallfahrt bereits im Mittelalter nachweisen lässt. Somit ist die St.-Marien-Kirche der älteste Marienwallfahrtsort im Bistum Münster. Die Wallfahrt hatte eine große Bedeutung für die Entwicklung des frühen Lünens.

Neuzeit

Ein Großbrand im Jahre 1512 zerstörte nahezu alle Gebäude der Stadt. 1526 wurde Lünen von einer schweren Pestepidemie heimgesucht. Eine Zollliste aus den Jahren 1573 und 1574 dokumentierte den sogenannten „Ochsenweg“, über den Vieh, besonders Rinder, und Handelswaren, darunter Bier, Käse, Wein, Eisen, Kohle und Kalk, durch Lünen transportiert wurden. Der Stadt gelang es, bis 1598 alle Feinde zurückzuhalten. Erst eine neue Waffe, die Kanone, war den alten Verteidigungsanlagen überlegen, so dass die Lüner spanische Soldaten während des Spanisch-Niederländischen Krieges einlassen mussten. 1609 gelangte Lünen unter Johann Sigismund von Hohenzollern in den Machtbereich der Kurfürsten von Brandenburg. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges wurde Lünen mehrfach militärisch besetzt. Ein besonders schlimmes Jahr war 1634, als Lünen fünf verschiedene Besatzungen erleiden musste. Die Befestigungsanlagen wurden in diesem Krieg zweimal geschleift und wieder aufgebaut. 1719 lebten 1238 Menschen in Lünen, vor allem Handwerker, Kaufleute und Arbeiter, die nebenberuflich auch in der Landwirtschaft tätig waren (Ackerbürger). Im Siebenjährigen Krieg lag Lünen lange Zeit in einer Kampfzone, so dass die Stadt durch ständige Einquartierungen völlig verarmte. 1759 wurde die Stadtmauer teilweise geschleift; 1765 lebten in Lünen nur noch 972 Menschen.

Siegel der Mairie Lünen während der Napoleonischen Zeit

Die Stadt Lünen bildete an der langen Postroute von Kleve nach Berlin eine bedeutende Station, denn der Brief- und Paketverkehr aus der Grafschaft Mark lief über Lünen.
Der Erzähler und Publizist Heinrich von Kleist bewarb sich im Sommer 1808 auf die freigewordene Stelle eines Postdirektors in Lünen. Als nach dem Tilsiter Frieden im Jahre 1807 der Preußenkönig die westfälische Provinz an den Sieger abtreten musste, kam Lünen für kurze Zeit unter französische Fremdherrschaft: die Stadt wurde Napoleonische Mairie.

1822 wurde eine neue „Kunststraßenverbindung“ zwischen Lünen und Dortmund fertiggestellt, 1823 zwischen Lünen und Werne. Dank der Lippeschifffahrt erlangte Lünen im frühen 19. Jahrhundert als Umschlagplatz zeitweise überregionale Bedeutung; so wurde z.B. auf Frachtscheinen aufgrund des Kanalhafens in Lünen „Dortmund bei Lünen“ angegeben – statt – wie heute noch manchmal – „Lünen bei Dortmund“.[2] 1826 entstand in Altlünen die Eisenhütte „Westphalia“ als erstes Industrieunternehmen im Lüner Raum. 1838 erhielt Lünen einen Getreide- und Gemüsemarkt, der jeden Dienstag stattfand. 1847 schreibt der Geograph J.G.Fr.Cannabich im Lehrbuch der Geographie:

Lünen, St. am Einflusse der Sesike in die Lippe, hat 2250 E., die viele blecherne Dosen und Nägel verfertigen.

1874 wurde Lünen amtsfrei. 1875 ging die Eisenbahnstrecke Dortmund – Lünen – Enschede in Betrieb. 1896 wurde der Neubau der St.-Marien-Kirche geweiht.

Im Ersten Weltkrieg waren aus Lünen über 1000 Gefallene zu beklagen.

Am 1. Juli 1914 schloss sich Lippholthausen Lünen an, am 1. Oktober 1923 vergrößerte sich Lünen um die Landgemeinden Gahmen, Horstmar und Beckinghausen. Vom 24. Januar 1923 bis zum September 1924 waren in Lünen südlich der Lippe im Rahmen der Ruhrbesetzung unter dem örtlichen Major Ronforts französische Truppen stationiert. An den Lippe-Brücken, unter anderem an der Lange Straße, waren Grenzübergänge mit Passkontrollen eingerichtet. Mit Wirkung vom 1. April 1928 wurde der Ort Brambauer im Zuge der Kommunalreform eingemeindet. Gleichzeitig wurde Lünen kreisfreie Stadt. Im gleichen Jahr ging die Bahnstrecke Preußen – (Lünen) – Münster in Betrieb.

1930, acht Jahre vor der Pogromnacht, lebten in Lünen 218 Menschen jüdischen Glaubens.
Während der Novemberpogrome 1938 wurden drei jüdische Bürger ermordet (ein weiterer erlag später seinen schweren Verletzungen). Zu ihrem Gedächtnis wurde 1993 an der Lippebrücke, Lange Straße/Münsterstraße ein Mahnmal errichtet. In den Jahren 1940 bis 1945, während des Zweiten Weltkriegs, töteten Brand- und Sprengbomben 287 Bewohner und zerstörten über 2600 Häuser; 1083 Gefallene aus Lünen sind zu beklagen. Gegen Ende des Krieges wurde die Lippebrücke in der Innenstadt von deutschen Pionieren gesprengt. (siehe auch: Liste der Stolpersteine in Lünen und Synagoge (Lünen))

Am 17. Dezember 1946 war der Neubeginn der in Lünen einstweilig untergebrachten Pädagogischen Akademie Dortmund unter Leitung des Rektors Emil Figge.

In den 1960er und 1970er Jahren mussten, im Geiste der Zeit, viele der Gebäude in der Innenstadt (südlich der Lippe) großen Bauvorhaben wie dem neuen Rathaus und dem ehemaligen Kaufhaus Hertie – inzwischen zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut – weichen. Viele Fassaden wurden nach der Entfernung des Stucks und sonstiger Verzierungen ohne Fassadenrelief verputzt. Dennoch wurden in dieser Zeit auch einige interessante und sehenswerte Bauten errichtet. So ist die Stadt von starken Kontrasten geprägt, so dass man vom Willy-Brandt-Platz (Stadtmitte) mit Rathochhaus, technischem Rathaus und neuem Cineworld-Kino in nur ein paar Minuten die alten Straßen und Wege der Innenstadt mit ihren teilweise unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäusern erreicht.

Zwischen 1954 und 1960 entstanden das inzwischen abgerissene (alte) Hallenbad, das Heinz-Hilpert-Theater, das Geschwister-Scholl-Gymnasium (heute Gesamtschule) und das neue Rathaus. Am 1. Januar 1968 kam Niederaden zu Lünen. Im Zuge der Gemeinde- und Kreisgebietsreform schlossen sich mit Wirkung vom 1. Januar 1975 Lünen und Altlünen zusammen. Zugleich wurde Lünen Teil des Kreises Unna. 1996 fand in Lünen die nordrhein-westfälische Landesgartenschau statt. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts führt durch Lünen der Jakobsweg (Weg 1 durch Westfalen).

Im Jahre 2016 beging Lünen die 675-Jahr-Feier. Das – umstrittene – Motto lautete: „Je oller, je doller!“

Eingemeindungen
1. Juli 1914: Lippholthausen[3]
1. Oktober 1923: Beckinghausen, Gahmen und Horstmar[3]
1. April 1928: Brambauer und ein Teil von Derne[3]
1. Januar 1968: Niederaden[4]
1. Januar 1975: Altlünen (mit den Ortsteilen Alstedde, Nordlünen und Wethmar)[5]
Einwohnerentwicklung
Einwohnerentwicklung

1719 lebten in Lünen 1.238 Menschen. Bis in das 19. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl nur langsam. Durch die Industrialisierung im 20. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung der Stadt sehr schnell. Lebten 1890 erst 4.500 Menschen in Lünen, so waren es 1939 bereits 46.000. Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Stadt durch Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen auf rd. 61.000 Einwohner. Mit der Eingemeindung von Altlünen (15.500 Einwohner 1974) wuchs die Einwohnerzahl von 70.000 im Jahre 1974 auf 85.500 am 1. Januar 1975. Bemerkenswert ist, dass bei etwa gleichen Einwohnerzahlen für „Gesamt-Lünen“ in 2014 von rund 85.000 Einwohnern die Einwohnerzahl im Zeitraum 1975–2014 im Ortsteil Altlünen (bestehend aus Alstedde, Nordlünen und Wethmar) um fast 6.000 Einwohner (15.500 ggü. 21.400) zugenommen hat (mithin plus 35 %), ergo die Einwohnerzahl im früheren (Stamm-)Lünen um ebenfalls etwa 6.000 Einwohner (von 70.000 auf 64.000) entsprechend zurückgegangen ist (minus ca. 10 %). Damit kann der (Alt-)Ortsteil Altlünen (bestehend aus Alstedde, Nordlünen und Wethmar) als bevorzugte Wohngegend angesehen werden.

Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Lünen nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 90.381 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Davon waren etwa 46.000 weiblich und 44.000 männlich. Der Ausländeranteil lag bei rund zehn Prozent. Laut der Landesdatenbank NRW lebten Ende 2011 in Lünen noch 87.061 Einwohner (Rückgang gegenüber 2005: ca. 3,7 %). Lünen steht auf dem 94. Platz der hundert größten Städte in Deutschland (Stand: 31. Dezember 2013).

Lt. Statistik der Stadt Lünen per 31. Dezember 2016 hat sich der Ausländeranteil inzwischen auf 13 Prozent erhöht.

Die Bertelsmann-Stiftung geht in ihrer Prognose aus 2009 von einem Bevölkerungsrückgang bis zum Jahr 2030 von etwa 87.000 (2009) auf rd. 76.500 (2030) aus. Das entspricht einem prozentualen Rückgang von ca. 13 %.
Das IT.NRW prognostiziert in seiner Studie aus 2011 für 2030 eine Einwohnerzahl von 81.900.

Einhergehend mit dem prognostizierten Einwohnerrückgang bis 2030 soll sich auch der Anteil der Einwohner über 75 Jahren deutlich verändern. Zur Zeit (2015) ist jeder zehnte Bürger Lünens 75 Jahre und älter, 2030 soll es nach den Prognosen jeder fünfte Bürger sein.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bei 1719 handelt es sich um eine Schätzung, danach um Volkszählungs­ergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr/Datum Einwohner
1719 1.238
1. Dezember 1840 ¹ 2.117
3. Dezember 1855 ¹ 2.651
1. Dezember 1871 ¹ 3.000
1. Dezember 1885 ¹ 3.907
1. Dezember 1890 ¹ 4.500
1. Dezember 1900 ¹ 9.000
1. Dezember 1905 ¹ 8.800
1. Dezember 1910 ¹ 10.530
1. Dezember 1916 ¹ 15.155
5. Dezember 1917 ¹ 15.156
8. Oktober 1919 ¹ 16.800
16. Juni 1925 ¹ 23.835
16. Juni 1933 ¹ 45.617
17. Mai 1939 ¹ 46.310
31. Dezember 1945 46.157
29. Oktober 1946 ¹ 51.989
13. September 1950 ¹ 61.305
25. September 1956 ¹ 68.371
6. Juni 1961 ¹ 72.171
31. Dezember 1965 73.139
27. Mai 1970 ¹ 71.658
30. Juni 1974 ² 70.457
Datum Einwohner
31. Dezember 1975 85.685
31. Dezember 1980 85.872
31. Dezember 1985 84.532
25. Mai 1987 ¹ 84.664
31. Dezember 1990 87.845
31. Dezember 1995 91.592
31. Dezember 2000 92.017
31. Dezember 2005 90.022
31. Dezember 2007 88.832
31. Dezember 2008 88.297
31. Dezember 2009 87.783
31. Dezember 2010 87.530
31. Dezember 2011 85.554
31. Dezember 2012 84.798
31. Dezember 2013 84.775
31. Dezember 2014 84.783
31. Dezember 2015 85.867

¹ Volkszählungsergebnis
² Amtlich anlässlich der Volkszählung festgestellte Zahl in der ersten Tabelle für Lünen in den damaligen Grenzen, in der zweiten Tabelle einschließlich der am 1. Januar 1975 eingemeindeten Ortschaft Altlünen. Die jetzigen Einwohnerzahlen ergeben sich aus den neu gebildeten 14 statistischen Bezirken, die in ihren oft willkürlich gezogenen Grenzen nicht mehr mit den ursprünglichen Ortsgrenzen übereinstimmen. (Hinweis: Der frühere Teil- Ortsteil Nordlünen (nicht zu verwechseln mit Lünen-Nord) der ehemaligen Gemeinde Altlünen wurde von der Stadt Lünen nach der Eingemeindung verwirrenderweise in Altlünen umbenannt.)

Religionen

Je gut 30 Prozent der Lüner (Stand 31. Dezember 2015) bekennen sich jeweils zum katholischen bzw. evangelischen Christentum. Rund zehn Prozent der Lüner sind Muslime. Historisch gehörte das Gebiet des heutigen Lünen nördlich der Lippe zum katholischen Fürstbistum Münster, während das Gebiet südlich der Lippe mit der Reformation protestantisch wurde. In der Kaiserzeit zogen viele polnischsprachige Arbeitnehmer aus der Provinz Posen zu, die meist katholisch waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele meist protestantische Zuwanderer aus den Ostgebieten nach Lünen. Es existieren weiterhin Gemeinden anderer christlicher Konfessionen wie auch muslimische Moscheegemeinden.
Die katholischen Gemeinden gehören nördlich der Lippe zum Bistum Münster (Pfarrei St. Marien mit den Teilgemeinden St. Marien, St. Gottfried, St. Norbert und St. Ludger), südlich der Lippe gehören sie zum Erzbistum Paderborn. Bis 2009 gab es in Lünen einen Konvent der Franziskanerinnen von St. Mauritz in Münster. Die Ordensschwestern waren 144 Jahre lang in der Krankenpflege und -seelsorge des St. Marien-Hospitals in Lünen tätig.[6]

Politik
Stadtrat

Der Rat der Stadt Lünen setzt sich seit der letzten Kommunalwahl (25. Mai 2014) wie folgt zusammen:

         

Insgesamt 54 Sitze Linke: 2 SPD: 22 Grüne: 4 GFL: 10 Piraten: 1 UWG: 1 FDP: 3 CDU: 10 Unabh.: 1

SPD: 22 Sitze
CDU: 13 Sitze (jedoch bis 6. Dezember 2015 drei Austritte aus der CDU-Fraktion somit nur noch 10 Sitze)
GFL: 9 Sitze (Gemeinsam Für Lünen) plus Anfang 2016 ein Übertritt von der CDU, somit jetzt 10 Sitze
GRÜNE: 4 Sitze
FDP: 2 Sitze plus Anfang 2016 ein Übertritt von der CDU plus Oktober 2017 weiterer Übertritt des Fraktionslosen (früher CDU), mithin jetzt vier Sitze
Die Linke: 2 Sitze
UWG: 1 Sitz
Piraten: 1 Sitz
Bürgermeister: 1 Sitz
Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975

In der Liste[7][8][9][10][11] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.

Jahr SPD CDU GFL Grüne1 Linke FDP UWG Statt
1975 54,4 39,3 5,4
1979 55,4 39,8 4,1
1984 53,7 35,0 9,5 1,6
1989 55,1 32,5 9,9 2,6
1994 52,4 37,1 9,7
1999 44,0 45,9 5,4 2,1 2,6
220042 43,2 37,2 9,3 5,1 5,0
2009 36,8 23,9 13,1 11,3 5,3 6,0 2,4 1,3
2014 40,9 24,5 15,5 7,4 4,1 2,8 1,8

Fußnoten

1 Grüne: 1984 und 1989: Grüne, ab 1994: B’90/Grüne
2 2004: Statt Partei: 4,97 %

Hauptartikel: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Lünen
Bürgermeister und Oberbürgermeister
Bürgermeister bis 1928
1875–1892: Robert Tamm
1893–1895: Eduard Saarmann
1895–1896: Freiherr von Schenk Schweinsberg
1896–1928: Ernst Becker (Ehrenbürger der Stadt)
Oberbürgermeister
1928–1932: Ernst Becker
1932–1935: Hermann Schlegtendal
1936–1937: Curt Friedrich Heinrich Röding
1937–1945: Karl Theodor Loerbroks
1945–1945: Josef Rensmann (kommissarisch)
1945–1946: Karl Johannes Greve
1946–1946: August Baumeister
1946–1948: Wilhelm Hüsing, CDU
1948–1952: Johann Laubrunn, SPD
1952–1955: Hermann Schmälzger, SPD
1955–1963: Adolf Stock, SPD
1963–1969: Heinrich Czerwinski, SPD
1969–1979: Hans-Werner Harzer, SPD
Bürgermeister 1979 bis 1999
1979–1989: Hans-Werner Harzer, SPD
1989–1994: Kurt Denkert, SPD
1994–1999: Christina Dörr-Schmidt, SPD
Hauptamtliche Bürgermeister ab 1999
1999−2015: Hans Wilhelm Stodollick, SPD (1999 und 2004 ohne Unterstützung einer Partei gewählt)
2015−2020: Jürgen Kleine-Frauns, GFL
Stadtdirektoren und Oberstadtdirektoren
Oberstadtdirektoren
1946–1949 Carl Friedrich Butz
1949–1960 Adalbert Kaukars
1961–1965 Alfred Falkenstein
1965–1974 Siegfried Heuser
Stadtdirektoren
1975–1984 Siegfried Heuser
1984–1993 Rudolf Salmen
1993–1999 Hans Wilhelm Stodollick
Städtepartnerschaften

Lünen listet folgende sechs Partnerstädte auf: [12]

Zwolle, Niederlande (seit 1. Oktober 1963)[13]
Salford, England (seit 25. März 1966)[13] (früher: Swinton and Pendlebury)
Panevėžys, Litauen (seit 2. März 1990)[13]
Demmin, Mecklenburg-Vorpommern (seit 18. März 1991)[13]
Kamień Pomorski (Cammin), Polen (seit 5. Mai 2000, Patenschaft seit 21. September 1952)[13][14]
Bartın, Türkei (seit 25. Mai 2011)[15]
Wappen

Ein auf goldenem Grund rechtsspringender roter Löwe mit zwei Schweifen.

Im Wappen und in der Flagge des Kreises Unna, dem Lünen angehört, befindet sich ebenfalls ein roter Löwe mit einem Schweif.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Lünen
Schloss Schwansbell
Kath. Herz-Jesu-Kirche
Selimiye-Moschee
Evangelische Stadtkirche St. Georg: spätgotische Hallenkirche (vollendet 1366, Deckengemälde Sündenfall und Jüngstes Gericht um 1520, Altar aus dem Umkreis des Liesborner Meisters, Taufstein, Leuchterengel und Sakramentshäuschen gotisch, Orgel und Orgelempore barock)
Katholische Pfarrkirche St. Marien: Es handelt sich um eine neugotische kreuzförmige Basilika mit Westturm. Der Chor wurde 1896 geweiht. Die damalige Ausstattung ist heute nur noch in Teilen erhalten. Aus dem mittelalterlichen Vorgängerbau wurden mehrere Stücke übernommen, darunter der um 1270 gefertigte Taufstein, ein zylindrischer Behälter mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Der Taufstein stellt ein schönes Beispiel des Überganges der Romanik zur Gotik dar. Weiterhin sehenswert sind das Triumphkreuz des 14. Jahrhunderts und zwei Madonnenstatuen aus Sandstein, vermutlich aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Besonders zu erwähnen ist das um 1260 entstandene „Gnadenbild/Wallfahrtsbild“. Dabei handelt es sich um eine ca. 41 cm hohe Eichenholzplastik, die eine sitzende Maria mit dem Jesuskind zeigt. Sehenswert sind auch die Säulen im Bereich des Turmes, die dem Vorgängerbau entnommen sind.
Trotz der Vernichtung zahlreicher Gebäude während der seit Mitte der 1960er-Jahre durchgeführten Stadtsanierung sind im historischen Ortskern bis heute mehrere sehenswerte Fachwerkbauten erhaltengeblieben. Die frühesten stammen aus dem 17. Jahrhundert.[16] Als ältestes erhaltenes Fachwerkhaus Lünens gilt der Roggenmarkt 3. Das dreigeschossige Dielenhaus wurde laut Inschrift 1600 errichtet.[17] Ein weiteres Dielenhaus befindet sich in der Silberstraße 3, das von 1664 stammt. Zusammen mit dem Nachbarhaus Silberstraße 5 bildet es eine reizvolle Baugruppe. Ein stimmungsvolles Straßenbild mit einfachen traufständigen Fachwerkbauten zeigt die Mauerstraße am südlichen Rand der Altstadt. Hier steht auch das 1651 entstandene Gadem Mauerstraße 93: Das schmale Traufenhaus wurde unmittelbar an der Stadtmauer erbaut, die dabei als Rückwand genutzt wurde. Nach dem Abbruch derselben (um 1800) musste diese in Fachwerk ersetzt werden.[18] Aus derselben Zeit wie die Mauerstraße 93 dürfte das als Doppelwohnhaus erstellte Gadem Ringstraße 4/6 stammen.
Mühle Lippholthausen (errichtet 1760)
Spieker Niederaden: barockes Gartenhaus des ehemaligen adligen Hauses Oberfelde aus dem späten 18. Jahrhundert
Schloss Schwansbell
Ziethenstraße: typische Zechenkolonie des 19. Jahrhunderts
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium (übergeben 1931): denkmalgeschützter Backsteinbau der Neuen Sachlichkeit; Architekten: Dietrich und Karl Schulze, Dortmund; Bezüge zur kubistischen Strömung des niederländischen Expressionismus, speziell zu Willem Marinus Dudok, dessen Dr. H. Bavinckschool in Hilversum als Vorbild für die Dortmunder Architekten gelten darf
Das denkmalgeschützte, imposante Rathaus der Stadt Lünen (Architekten Rausch und Stein – übergeben am 5. Oktober 1960 durch Willy Brandt) mit einem Paternosteraufzug (nicht für die Öffentlichkeit freigegeben)
Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen (übergeben 1962): Schulbau im organischen Baustil; Architekt: Hans Scharoun, der u. a. auch die Berliner Philharmonie entwarf. Die Schule wurde in den Jahren 2011 bis 2013 für rd. 8,5 Mill. EUR denkmalgerecht saniert.
„Ufo“: nach Plänen von Luigi Colani umgestalteter Förderturm im Technologiezentrum LÜNTEC in Lünen-Brambauer; mit Grubengasanlage
Industriemonument Mohr-Kran: befindet sich an einem Kanalbecken des ehemaligen Preußenhafens am Datteln-Hamm-Kanal; wird durch eine Lichtinstallation illuminiert.
Selimiye-Moschee Lünen: Sie wurde am 30. März 2008 nach neun Jahren Bauzeit in Anwesenheit der damaligen Landtagspräsidentin Regina van Dinther eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt war sie die größte Moschee in Nordrhein-Westfalen. Die Moschee ist außen in türkisch-islamischer Form mit Minarett gestaltet.
Sehenswert ist auch die denkmalgeschützte katholische Herz-Jesu-Kirche
Alte Kaffeerösterei
Persiluhr und Ochsengruppe auf früherem Handelsweg durch Lünen, letztere erstellt von dem Künstler Ernemann Sander.
Museen
Museum der Stadt Lünen
Museum der Stadt Lünen im Gesindehaus des Schlosses Schwansbell (Wohnkultur zwischen 1830 und 1930, darunter eine originale Arbeiter-Wohnküche, Puppen- und Spielzeugsammlung, Öfen und Gusseisen, landwirtschaftliches Gerät, Handwerke: Schuhmacher, Holzschuhmacher, Bäcker, Schneider, Töpfer). Das Museum ist Teil der Route der Industriekultur – Sole, Dampf und Kohle.
Bergmannsmuseum in Lünen-Süd
Bergarbeiter-Wohnmuseum in Lünen-Brambauer
Theater
St.-Marien-Kirche, im Vordergrund die Lippe
Colani-UFO im Technologiezentrum
Heinz-Hilpert-Theater, erbaut nach Plänen von Gerhard Graubner. Das 1956–1958 erbaute Theater steht unter Denkmalschutz. Angrenzend der Hanse-Saal nebst Ring-Hotel.
Parks und Lüner Lippeaue
Strandbad am Horstmarer See
Seepark Lünen, am Datteln-Hamm-Kanal und Horstmarer See gelegen. Dort fand 1996 die Landesgartenschau „LaGaLü“ statt. Thema der Landesgartenschau war weniger die gärtnerische Präsentation als vielmehr der Wiederaufbau von Landschaft, die infolge von Bergbaueinwirkungen und zivilisatorischen Deformationen verlorengegangen war. Kommunalpolitisch wurde das Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse in Lünen verfolgt, indem der „schlechte“ Süden aufgewertet und an die Wohn- und Lebensqualität des durch Bergbau nicht belasteten Nordens der Stadt angenähert werden sollte. Dieses ist jedoch nur bedingt eingetreten, s. Einwohnerentwicklung bis 2017.
Südpark im Stadtteil Lünen-Süd
Volkspark im Stadtteil Brambauer
Nordpark am Freibad im Stadtteil Brambauer
Lippepark in Lünen-Mitte
Erholungsgebiet Cappenberger See nebst Freibad im Stadtteil Nordlünen; zum nahegelegenen Schloss Cappenberg sind es nur ca. drei Kilometer.
Tobiaspark mit altem evangelischem Lüner Friedhof in der Innenstadt
Cappenberger See
Lippe mit Sankt-Marien-Kirche
Volkspark Schwansbell; der Volkspark Schwansbell ist ein Erholungsort und beherbergt das Schloss Schwansbell. Im Park hat zudem der Fußballverein Lüner SV seine Heimat. Der Volkspark grenzt direkt an den Datteln-Hamm-Kanal und den Seepark im Süden und im Norden an die B61.

Für Natur- und Kulturfreunde bietet sich die Lüner Lippeaue an: ein barrierefreier Erlebnisrund- und Wanderweg mit sechzehn Erlebnisstationen, angefangen von der Schiffbarmachung der Lippe, über die Spuren aus der Zeit der Römer bis zur ehemaligen Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia. Die Länge des Weges, der durch Naturschutzgebiete führt, beträgt ca. 17 km.

Regelmäßige Veranstaltungen
ExtraSchicht-Teilnahme[19] (2013 und 2014, ab 2015 keine Teilnahme mehr)
„Lünsche Mess“ – Stadtfest und Kirmes seit 1980 – jährlich von Donnerstag bis zum zweiten Sonntag im September.
„Brunnenfestival“: Jeweils im Juli wird der Willy-Brandt-Platz vor dem Rathaus zum größten Biergarten der Lippestadt umgestaltet.
„Weinfest“ (jährlich im Juni)
„Himmelfahrtskirmes“ (jährlich ab Christi Himmelfahrt in der City)
„Jazz-Light“ (erstes Wochenende im November)
„Internationales Naturfoto-Festival“ der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT)
Kinofest Lünen (Fest für deutsche Filme; jährlich im November)
„Familien-Drachenfest“ (Anfang Oktober)
„Brami“ Familienfest und verkaufsoffener Sonntag im Stadtteil Brambauer, der Brami Gemeinschaft e. V. (zwei Mal im Jahr)
„Karnevalsumzug“ (jährlich im Stadtteil Lünen-Süd)
„Oktoberfest“ (jährliches Straßen-Volksfest im Stadtteil Lünen-Süd, eine Woche nach der „Lünschen Mess“) (nicht im Jahr 2015)
„Fackelschwimmen“ (Mitte Dezember)
„Rock im Loch“ (Anfang September auf dem Gelände der früheren Landesgartenschau Lünen [„LaGaLü“])
„Lüner Hanselauf“ (Ende September im Stadtteil Brambauer)
„Obst- und Markttag“ (mit 3000 bis 4000 Fachbesuchern auf dem Hof Giesebrecht im Stadtteil Niederaden; jedes Jahr im Oktober)
„Senioren-Sportfest – Fit & aktiv im Alter“ (im Wechsel mit Senioren- und Behindertenmesse, open-air-Veranstaltung, Sportanlage Schwansbell)
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft

Lünen ist eine ehemalige Bergbaustadt mit einer heute relativ hohen Arbeitslosenquote.
Seit einigen Jahren versucht Lünen einen Strukturwandel.
Wichtige Wirtschaftszweige und Firmen in Lünen sind:

Backwarenherstellung: Kamps
Bergbauzulieferer: Caterpillar Inc. Bucyrus International (ehemals Deutsche Bergbau Technik (DBT) bzw. Westfalia)
Brottrunk: Kanne Brottrunk GmbH & Co. KG (1986 Verlegung der Produktion an den neu errichteten Unternehmenssitz in Selm-Bork)
Energieerzeugung: STEAG (Kraftwerk Lünen) -Biomassekraftwerk Lünen- und -Kraftwerk Lünen-Stummhafen-
Entsorgung & Recycling: Remondis (vormals Rethmann/ Lippewerk) mit dem Biomassekraftwerk (BMK)
Glasproduktion: Ardagh Glass Germany GmbH
Kupferrecycling: Aurubis (vormals Hüttenwerke Kayser); auf dem Gelände lagen im 2. Weltkrieg bis zu 2.000 Glocken, s. Glockenfriedhof
Softwareentwicklung: itemis AG
Transport und Lagerung: Stadthafen Lünen GmbH
Unterhaltungselektronik: Dream Multimedia GmbH
Finanzwirtschaft: Sparkasse an der Lippe (Fusion der Sparkasse Lünen -Zweckverbandssparkasse der Städte Lünen und Selm- mit der Stadtsparkasse Werne am 1. Januar 2016)
Catering: Stolzenhoff-Catering
Gesundheit: Klinikum St.-Marien-Hospital, Lünen und Klinik am Park Lünen, Brambauer
Sicherungen/Fuses: SIBA, Sicherungenbau
Elektronik: EBG, Elektro-Bauelemente
Elektro/Mensch-Roboter-Kollaboration: Fa. Jung

Historische Bergbaustandorte sind zu Naherholungsgebieten (Landesgartenschaugelände 1996), oder zu Ansiedlungsflächen für Industrie, Gewerbe, Technologie und Wissenschaft (Minister Achenbach IV, Achenbach I/II mit dem Colani-Ei) geworden.

Einer der größten Arbeitgeber Lünens ist zwischenzeitlich mit fast 1500 Mitarbeitern das Klinikum St.-Marien-Hospital, gegründet 1865, geworden. Auf dem dortigen Krankenhausgelände ist der Rettungshubschrauber Christoph 8
stationiert.

Die Landesregierung NRW hat 2013 beschlossen, dass bis 2020 auf dem ehemaligen Zechengelände Viktoria I/II eine Klinik für Forensische Psychiatrie errichtet werden soll, wogegen sich die Stadt vehement gewehrt hat und 2015 geklagt hat. Der Erfolg bleibt abzuwarten. Dort sollen bis zu 150 Arbeitsplätze, davon 105 für die Pflege, entstehen. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat die Klage der Stadt gem. Urteil vom 28. März 2017 abgewiesen.

Laut IT.NRW liegt das durchschnittliche zu versteuernde Einkommen der Lüner Bürger von den 396 Gemeinden NRW mit 27.379 € p.a. nur auf Platz 387 (Stand 2010). Durchschnittlich beträgt es in NRW 33.199 €.
Und das durchschnittliche verfügbare Einkommen des Lüner Bürgers mit € 16.926 (Stand 2013) bedeutet Platz 380 in NRW.
Die wenigsten Einkommensmillionäre von NRW leben in Lünen (vier von insgesamt 4.264, Stand 2013), die relativ meisten Menschen beziehen in Lünen die Mindestsicherung (Quote 15,7 Prozent, Stand 2015).

Korrespondierend dazu ist jeder Lüner Bürger mit 4.143,97 € im Kammerbezirk der IHK Dortmund, welcher Dortmund, Hamm und die zwölf Gemeinden des Kreises Unna umfasst, nach der Stadt Dortmund am höchsten verschuldet (Stand 2013).

Öffentliche Einrichtungen
Schulen
Grundschulen:
Schule am Heikenberg in Alstedde
Elisabethschule in Brambauer
Schule auf dem Kelm in Brambauer
Wittekindschule in Brambauer
Grundschule am Lüserbach in Horstmar mit einem weiteren Standort in Niederaden
Leoschule in Lünen-Mitte
Osterfeldschule in Lünen-Mitte
Viktoriaschule in Lünen-Nord
Overbergschule in Lünen-Süd mit einem weiteren Standort in Gahmen (früher Vinckeschule)
Kardinal-von-Galen-Schule in Nordlünen
Gottfriedschule in Wethmar
Matthias-Claudius-Schule in Wethmar
Gymnasien:
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Lünen-Mitte
Gymnasium Lünen-Altlünen
Realschulen:
Realschule Lünen-Altlünen
Ludwig-Uhland-Realschule in Horstmar
Städtische Realschule Brambauer
Gesamtschulen:
Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Lünen-Mitte
Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen-Süd
Hauptschulen:
Heinrich-Bußmann-Schule in Lünen-Mitte (In der Süggel)
Profilschule in Brambauer (ehemalige Achenbachschule)
Förderschule:
Förderzentrum Nord in Lünen-Mitte (In der Geist) (Förderschwerpunkte Lernen sowie Emotionale und soziale Entwicklung, Sekundarstufe I)
Berufsschulen
Lippe-Berufskolleg Lünen in Lünen-Mitte
TÜV-Nord College, Bildungszentrum Lünen in Brambauer

Zudem befinden sich in Lünen eine Volkshochschule und eine städtische Musikschule.

Hallenbad

Mitte September 2011 eröffnete das Lippe Bad nach rund dreijähriger Planungs- und Bauphase als eines der ersten Passivhaus-Hallenbäder Europas seine Pforten. Im Gegenzug wurden die anderen in die Jahre gekommenen vier Hallenbäder Lünens geschlossen.
Im Park von Schloss Bellevue in Berlin wurde das Lippe Bad am 5. und 6. Juni 2012 als
zukunftsweisendes Projekt bei der „Woche der Umwelt“ präsentiert.

Verkehr

An das überregionale Verkehrsnetz ist Lünen durch den Datteln-Hamm-Kanal und die Autobahn A 2 Oberhausen-Berlin angeschlossen. Die nächstgelegenen Flughäfen sind die Flughäfen Dortmund und Münster/Osnabrück.

Lünen Hauptbahnhof

Die Eisenbahnstrecken Dortmund–Münster (Westfalen) (Der Lüner) – ab Lünen bis Münster eingleisig – und Dortmund – Enschede/Niederlande (Westmünsterland-Bahn) verlaufen durch das Stadtgebiet. Am Hauptbahnhof von Lünen in der Stadtmitte und dem Bahnhof Preußen in Horstmar halten Regionalbahnen der Linien RB 50 „Der Lüner“ (bis Dezember 2009 „Der Lünener“) und RB 51 „Westmünsterland-Bahn“. Die RB 50 verkehrt stündlich zwischen Dortmund und Münster; sie wird durch die private Bahngesellschaft eurobahn betrieben. Die RB 51 fährt halbstündlich zwischen Dortmund und Lünen und stündlich zwischen Dortmund und Enschede. Sie wurde bis Dezember 2011 von der Prignitzer Eisenbahn GmbH betrieben. Der Fernverkehr fährt ohne Halt durch Lünen hindurch.[20] Außerdem führt durch Lünen die nur noch von Güterverkehr befahrene Hamm-Osterfelder Bahn mit dem stillgelegten Bahnhof Lünen-Süd.

Durch Lünen verlaufen die folgenden Bundes- (B) und Landesstraßen (L):

Die B 54 beginnt an der niederländischen Grenze bei Gronau und verläuft über Münster, den Ascheberger Ortsteil Herbern und Werne nach Lünen. Dann führt sie weiter über Dortmund, Siegen und Limburg a. d. Lahn nach Wiesbaden.
Die B 236 beginnt in Olfen an der Abzweigung von der B 235. Sie durchquert Selm, führt durch Lünen und weiter über Dortmund bis zu ihrem Zielort Münchhausen in Hessen.
Die L 511 beginnt im Oberhausener Stadtteil Osterfeld. Sie verläuft hauptsächlich in West-Ost-Richtung über Bottrop, Gladbeck, Gelsenkirchen, Recklinghausen, den Süden Dattelns, Waltrop und Brambauer bis zur B 54 im Dortmunder Stadtteil Brechten.
Die L 556 beginnt an der B 54 (Ecke der Kurt-Schumacher-Straße mit der Viktoria- und der Kamener Straße). Sie verläuft in südlicher Richtung über Lünen-Süd und Dortmund-Asseln bis zur B 234 in Aplerbeck.
Die L 654 beginnt im Essener Stadtteil Steele. Von Mengede kommend, durchquert sie Brambauer in West-Ost-Richtung. Unmittelbar südlich des Datteln-Hamm-Kanals trifft sie auf die B 54, mit der sie bis zur Kreuzung mit der Kurt-Schumacher-Straße zusammen verläuft, und führt weiter über Kamen bis nach Pelkum.
Die L 684 beginnt an der L 556 am Lindenplatz. Sie führt nach Süden durch Gahmen direkt ins Dortmunder Stadtzentrum. Teile dieser Strecke trugen früher die Bezeichnung B 236.
Die L 736 beginnt östlich des Lüner Stadtzentrums an der L 654. Sie durchquert die Bergkamener Stadtteile Heil und Rünthe und führt nach Hamm.
Die L 810 beginnt in der Lüdinghausener Bauerschaft Ermen an der L 835. Sie führt über Nord- und Südkirchen sowie durch den Selmer Ortsteil Cappenberg. Schließlich endet sie in Lünen-Nord an der B 236.
Die L 821 beginnt im Bergkamener Stadtteil Heil. Sie verläuft hauptsächlich in Nord-Süd-Richtung durch Oberaden, den Kamener Stadtteil Methler, den Unnaer Stadtteil Massen und Holzwickede nach Aplerbeck bis zur B 234. Nur für wenige hundert Meter führt sie im Ortsteil Niederaden durch das Lüner Stadtgebiet.
Siehe auch: Liste der Straßen in Lünen

Aufgrund großer Neubaugebiete im Norden der Stadt (weitere in Planung und Entstehung), aber auch aufgrund der allgemeinen Verkehrsführung mit hohem Verkehrsaufkommen (Transitverkehr aus dem angrenzenden Münsterland nach Dortmund und zurück sowie besonders starker LKW-Verkehr, der, um die Maut-Gebühr zu sparen, die angrenzenden Autobahnen weiträumig meidet) kommt es oft zu Verkehrsstaus, die nach der Fertigstellung des Nordlüner Wohngebietes „Lüner Heide“ noch größer geworden sind. Schon heute ist zu Hauptverkehrszeiten kaum ein Weiterkommen auf Lünens Straßen möglich. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bahnlinie „Westmünsterlandbahn“ Dortmund–Gronau nicht überbrückt bzw. nicht untertunnelt ist, sodass bei Durchfahrt des Zuges die geschlossenen Schranken an zwei Bahnübergängen die dortige Weiterfahrt oft minutenlang verhindern. Aber auch in den Vororten wie z.B. in Brambauer, Wethmar, Horstmar und Lünen-Süd nebst den angrenzenden Gebieten herrscht sehr reges Verkehrsaufkommen. Prognosen der Verkehrsplaner gehen von einer Zunahme des Strassenverkehrs von 2017 bis 2025 um rd. 40 Prozent (i.W.: vierzig Prozent!) aus, dann wird es auf den Lüner Straßen noch dichter und lauter.

Lünen gilt als radfahrerfreundliche Stadt. In den letzten Jahren wurden viele verkehrsbauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für Radfahrer durchgeführt. Nicht gelöst ist jedoch das Problem, wenn aufgrund von Volksfesten und des Weihnachtsmarktes die innerstädtischen Radwege gesperrt sind. Auch die zwei „Mini-Kreisverkehre“ in Nordlünen, da als Kreisverkehre häufig nicht wahrgenommen oder einfach überhaupt ignoriert werden, bilden mit einer hohen Unfallgefahr für Radfahrer, vor allem für die deutlich schnelleren E-Bike-Fahrer, ein großes Problem.

Das Stadtgebiet wird von Stadtbuslinien erschlossen, die den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Hauptbahnhof und die Haltestelle „Persiluhr“ in der Fußgängerzone mit den einzelnen Ortsteilen verbinden. Zwei Schnellbus-Linien verkehren von Lünen über Werne nach Hamm (S 10) und über Bergkamen nach Herringen (S 20). Fast alle Buslinien werden von der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna betrieben. Zusätzlich verkehren in Brambauer die Stadtbahn-Linie U 41 der Dortmunder Stadtwerke nach Hörde (Clarenberg) sowie Busse der Dortmunder Stadtwerke nach Mengede (Linie 474) und der Vestischen Straßenbahnen nach Waltrop (Linie 284).

Sport
Fußball

Der 1945 gegründete Fußballverein Lüner SV spielte 2015/2016 in der Landesliga Westfalen Staffel 3. Die größten Erfolge feierte der Lüner SV in den 60er- und 70er-Jahren in der Regionalliga, der damals zweithöchsten Spielklasse. Außerdem wurde der Lüner SV 1963 Westfalenmeister und später Westdeutscher Meister. Der Lüner SV spielt in der „Kampfbahn Schwansbell“ (ca. 10.000 Plätze), die sich südöstlich der Innenstadt in unmittelbarer Nähe von Schloss Schwansbell befindet. Die Kampfbahn selbst hat einen Naturrasenplatz während direkt nebenan ein Kunstrasenplatz zur Verfügung steht. In der Saison 2015/2016 schaffte der Lüner SV als unangefochtener Erster den Aufstieg von der Landesliga in die Westfalenliga.

Zweiter bekannter Lüner Fußballclub ist der BV Brambauer aus dem Stadtteil Brambauer, der 1962 Vizewestfalenmeister wurde. Im Jahre 2007 fusionierte der BV Brambauer mit dem FC Brambauer 45 zum BV Brambauer-Lünen. Dieser spielte in der Saison 2013/14 in der Westfalenliga Gruppe 2. Der BV Brambauer-Lünen spielt in der „Glückauf-Arena“ (ca. 3.500 Plätze). Das Stadion befindet sich im westlichen Stadtteil Brambauer und ist mit einem Kunstrasenplatz ausgestattet.

Weitere Lüner Fußballvereine:

SV Blau-Weiß Alstedde 1920 Fussball e. V. (Blau-Weiß-Arena, Kunstrasen)
TuS Westfalia Wethmar e. V. (Sportanlage am Cappenberger See, Kunstrasen)
BV Lünen 05 e. V. (Sportplatz Moltkestraße, Kunstrasen)
SG Gahmen 24/74 e. V (Sportplatz Kaubrügge, Asche)
VfB Lünen e. V. (Sportanlage Dammwiese, Kunstrasen), (erster Verein von Timo Konietzka; ehemaliger Spieler von Borussia Dortmund und Torschütze des ersten Bundesligatores)
SV Preußen 07 Fussball e. V. (Sportanlage Alter Postweg, Kunstrasen)
TuS Jugendbund Niederaden e. V. (Sportplatz Lünen-Niederaden, Naturrasen + Asche)
FC Brambauer 2012 e. V. (Sportplatz Zum Karrenbusch, Asche)

Ehemalige Lüner Fußballvereine:

SC Gahmen 24 (1985 fusioniert mit Eintracht Gahmen 74 zu SG Gahmen 24/74 e. V.)
Eintracht Gahmen 74 (1985 fusioniert mit SC Gahmen 24 zu SG Gahmen 24/74 e. V.)
FC Lünen 74 e. V. (Spielbetrieb 2010 eingestellt)
FC Brambauer 45 e. V. (2007 fusioniert mit BV Brambauer-Lünen 13/45 e. V.)
FC Sundern (fusioniert mit VfL Beckinghausen und FC Beckinghausen zur SG Beckinghausen/Sundern 75, 2007 mit SG Hansa Altlünen zur SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75)
VfL Beckinghausen (fusioniert mit FC Sundern und FC Beckinghausen zur SG Beckinghausen/Sundern 75, 2007 mit SG Hansa Altlünen zur SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75)
FC Beckinghausen (fusioniert mit FC Sundern und VfL Beckinghausen zur SG Beckinghausen/Sundern 75, 2007 mit SG Hansa Altlünen zur SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75)
SG Beckinghausen/Sundern ’75 e. V. (2007 fusioniert mit SG Hansa Altlünen zur SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75 e. V.)
SG Hansa Altlünen (2007 fusioniert mit SG Beckinghausen/Sundern 75 e. V. zur SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75 e. V.)
SG Hansa Beckinghausen/Sundern 75 e. V. (Spielbetrieb 2009 eingestellt)
FSG Drubbel e.V
Türkspor Lünen 87/91 e. V.
ATC Lünen-Brambauer (vormals Brambauer Türkgücü. Vom Verband 2010 wegen Zahlungsrückständen ausgeschlossen)[21]
SC Lünen 13 (Spielbetrieb 2014 eingestellt) [22]
Wasserball

Der Wasserballverein SV Brambauer 50 e. V. spielte bis 2009 in der 1. Bundesliga. 2010 gewann er die westdeutsche Meisterschaft. Das Team verzichtete jedoch auf den Aufstieg.

Tischtennis

Die Tischtennisabteilung der SG ara Lünen war mit einer Herrenmannschaft in der Saison 1988/89 in der 2. Bundesliga vertreten.[23]

Billard

Der 1. PBC Brambauer, ein Vorgängerverein des 1. PBC Lünen 78/09 spielte mehrere Jahre in der 1. Poolbillard-Bundesliga und gewann 1999 den Deutschen 8-Ball-Pokal.

Tennis

Der TV Altlünen 1956 e.V. richtete bis 2006 50x das „Internationale Pfingst-Pokalturnier“ unter internationaler Beteiligung aus. Das gut dotierte Turnier (64er-Feld) fand in den letzten Jahren ausschließlich als Damenturnier statt.

Die Herrenmannschaft 60+ der Tennisgemeinschaft Gahmen e.V. spielt seit 2013 in der Regionalliga West.
Mit renommierten ausländischen Spielern gelang ihr 2015 die Erringung der Westdeutschen Meisterschaft, welche zur Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2015 im September in Hamburg berechtigte.
In der Endrunde unterlag die TG Gahmen im Spiel um den Dritten Platz gegen den TC Aschheim.

Am 4. September 2016 wurde die Tennisgemeinschaft Gahmen mit ihrer Mannschaft 60+ in Eschborn Deutscher Mannschaftsmeister 2016. Sie schlug im Endspiel den Vorjahresdritten TC Aschheim; nach den Einzelspielen führte die TG Gahmen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung uneinholbar mit 5 : 1, die Doppel wurden nicht mehr ausgespielt.

Am 1. Juli 2017 wurde die TG Gahmen durch einen Sieg über den TC Rot-Weiß Hangelaer ungeschlagen Westdeutscher Meister. Die Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Herren 60 findet am 2. und 3. September 2017 auf der Tennisanlage in Gahmen statt. Gegner sind der TC Lörrach, Der Club an der Alster (Hamburg) und der TC Aschheim. Spitzenspieler bei der TG Gahmen ist der Tennisweltmeister 55+ und 60+, der Australier Glenn Busby.

Auch die Herren 65+ der TG Gahmen schafften durch einen 4:2 Sieg am 14. Juli 2017 über den Tennisverein Hattingen den Aufstieg in die Regionalliga, der höchsten deutschen Spielklasse für Senioren. Verbunden damit war der Westfalenmeister-Titel.

Deutscher Mannschafts-Meister 2017 wurde die TG Gahmen, Herren 60, am 3. September 2017 durch einen 5:1-Sieg über den Club an der Alster, Hamburg. Die Doppelpaarungen wurden nicht mehr ausgespielt.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt

Mittelalter

Diderich von Swansbole (Schwansbell), (um 1400), Kölner Kanoniker (stiftete einen Altar für die St. Marienkirche)
Georg Spormecker (um 1495 – 1562), Theologe und Chronist
Hinrich Kock (um 1500), Theologe, Mitstifter eines Armenhauses oder Spitals in Lünen
Degenhard Witte (gest. 1526), Kurkölnischer Kanzler und Kanoniker
Johann Püngel (um 1550), Reformator in Lippstadt
Eberhard Tappe (auch: Everhard Tappius), (gest. um 1550), Humanist
Johann Volsius (um 1495–1558), Humanist und Rechtsgelehrter
Jacob Kindtvader (um 1550), Reformator und Humanist

Neuzeit

Hermann Albertz (1877–1945), SPD-Politiker, MdL Preußen
Ilse Arndt (1913–2003), Überlebende des Holocaust und Zeitzeugin
Volkan Baran (* 1978), Politiker
Karen Baumeister (* 1965), Volleyballspielerin
Norbert Beleke (* 1929), Verleger und Philanthrop, Gründer des Verlages Beleke
Jens Beutel (* 1946), SPD-Politiker, früherer Oberbürgermeister von Mainz
Hans Biermann (* 1954), Mediziner und Verleger
Alfons Böcker (1926–1985), Diplomat und Botschafter
Klaus Brakelmann (* 1948), Fußballspieler
Markus Brzenska (* 1984), Fußballspieler u.6thinsp;a. bei Viktoria Köln
Heinrich Bußmann (1896–1942), SPD-Politiker, Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime
Kurt Denkert (1929–2017), SPD-Politiker, MdL in Nordrhein-Westfalen
Jutta Dresken-Weiland (* 1963), christliche Archäologin
Maria Flachsbarth (* 1963), CDU-Politikerin, MdB
Helmut Flume (1905–1999), Altphilologe
Karl Fritz Friedrich (1921–1959), Maler und Grafiker
Franz Gerwin (1891–1960), Maler, seine Werke entsprachen der nationalsozialistischen Vorstellung von „Deutscher Kunst“
Helmut Georg (1915–1989), Maler und Kriegsberichterstatter
Christian Gloria (* 1957), Jurist und Unternehmer
Alexander Goebel (* 1953), Schauspieler und Theaterregisseur
Christian Granderath (* 1959), Redakteur, Film- und Fernsehproduzent, NDR-Fernsehfilmchef
Karl-Heinz Granitza (* 1951), Fußballspieler
Ewald Groth (* 1953), Grünen-Politiker, MdL NRW
Hilde Hauck (1905–1988), KPD-Politikerin, Widerstandskämpferin, MdL in NRW
Horst Henning (1937–1995), SPD-Politiker, MdL in NRW und Oberbürgermeister von Leverkusen
Björn Höcke (* 1972), AfD-Politiker, MdL in Thüringen
Hubert Hüppe (* 1956), CDU-Politiker, MdB
Martin Juhls (* 1977), Musiker, DJ und Labeltreiber
Hans-Günter Klein (* 1954), Ringer
Theo Kleine (1924–2014), Kanute, Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne
Thomas Koch (* 1958), Drehbuchautor
Timo (Friedhelm) Konietzka (1938–2012), Fußballspieler und -trainer, schoss das erste Bundesligator (für den BV Borussia Dortmund 09)
Wilhelm Kuhne (* 1926), Priester (Monsignore) und ehemaliger Rektor der Landvolkshochschule Kloster Hardehausen
Michael Kupczyk (* 1971), Filmregisseur, Kameramann und Schauspieler
Helmut Löhr (1955–2011), Konzeptkünstler, Vertreter der Visuellen Poesie
Michael Losse (* 1960), Historiker, Autor, Burg- und Festungsforscher
Sandra Lück (* 1974), Tierrechtsaktivistin und Politikerin (Tierschutzpartei)
Michael Meier (* 1949), ehemaliger Manager bei Borussia Dortmund und beim 1. FC Köln
Josef Meier (1904–1999), Schauspieler, für über 60 Jahre Christus-Darsteller der Black Hills Passionsspiele in Spearfish, South Dakota, USA (siehe: Luenen Passion Play)
Michael Mendl (* 1944), Schauspieler
Gerd Niebaum (* 1948), Jurist und ehemaliger Präsident von Borussia Dortmund
Klaus Nigge (* 1956), Tierfotograf
Reiner Pfeiffer (1939–2015), Schlüsselfigur in der Barschel- und Schubladenaffäre
Max Raabe (* 1962), Sänger und Leiter des Palast-Orchesters Berlin
Monika Rapp (* 1954), Fotographiekünstlerin
Heide Rezepa-Zabel (* 1965), Kunsthistorikerin
Berndt Röder (* 1948), CDU-Politiker, ehemaliger Präsident der Hamburgischen Bürgerschaft
Nicole Safft (* 1975), Sängerin, Künstlername Rollergirl
Rüdiger Sagel (* 1955), NRW-Abgeordneter der Grünen und 1. Abgeordneter der LINKE
Rainer Schmeltzer (* 1961), SPD-Politiker, ehemaliger NRW-Arbeitsminister
Reinhold Schröder (* 1932), Bildhauer
Paul Schulz-Gahmen (1867–1941), geboren im Stadtteil Gahmen, Landwirt und Politiker der Zentrumspartei, MdR
Rolf Tewes (* 1935), Politiker und ehemaliger Landrat des Kreises Unna
Andreas Thiel (* 1960), Handballtorwart
Rolf Thiemann (* 1938), Fußballspieler
Eckhart Tolle (* 1948), Bestsellerautor spiritueller Bücher[24]
Uwe Volkmann (* 1960), Rechtswissenschaftler
Ernst Waldschmidt (1897–1985), Sankristist und Indologe
Caspar Diedrich Wehrenbold (1796–1851), Industrieller, Begründer der Eisenhütte Westfalia
Wolfgang Wendland (* 1962), Sänger der Punkband Die Kassierer, Politiker der Pogo-Partei
Dieter Wiefelspütz (* 1946), SPD-Politiker und ehemaliges MdB, ehemaliger Vorsitzender des Lüner SV, Fußball
Dieter Zorc (1939–2007), Fußballspieler, Vater des Fußballspielers Michael Zorc
Weitere Persönlichkeiten, die in Lünen gelebt oder gewirkt haben
Günter Boas (1920–1993), Jazz- und Bluesmusiker
Elisabeth Bormann (1912–1991), Diakonissin in Lünen-Brambauer
Mirijam Contzen (* 1976), deutsch-japanische Soloviolinistin
Udo Fiebig (* 1935), evgl. Theologe und SPD-Politiker
Carl Haarmann (1865–1950), Industriemanager
Wolfram Kuschke (* 1950), SPD-Politiker, ehemaliger NRW-Landesminister, MdL in NRW
Egon Lampersbach (1917–1982), Unternehmer und CDU-Politiker
Josef Lappe (1879–1944), Kommunalpolitiker, Studienrat, Historiker
Wilhelm Löbbe (1890–1950), Konstrukteur auf der Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia und Erfinder des „Löbbe-Hobels“
Sabine Ludwigs (* 1964), deutsche Schriftstellerin für Belletristik
Rudolph Nagell († 1700), Lehrer, Küster und Kirchenmusiker
Hermann Nüdling (* 1932), Graphiker, Zeichner und Autor
Gerta Overbeck (1898–1977), Malerin
Justus Pabst (1875–1958), Heimatforscher, Korrespondent und Fotograf
Rolf-Dietrich Ratzmann (1944–1992), Maler und Kunsterzieher
Dieter Simon (1937–1988), Maler, Zeichner und Graphiker
Klaus Stallmann (* 1945), Politiker
Philip Stegers (* 1973), Sänger und Produzent, Künstlername Lee Buddah
Anselm Treese (1930–2004), Bildhauer
Werner Warsinsky (1910–1992), Schriftsteller
Michael Wech (* 1969), Regisseur und Filmemacher
Bernhard Weiß (* 1964), Sänger der Hard-Rock-Band Axxis, Kulturpreisträger der Stadt Lünen. Er komponierte gemeinsam mit der Heinrich-Bußmann-Schule 2016 zum 675. Geburtstag der Stadt Lünen das Lied: Lünen, eine tolle Stadt
Wolfram Wuttke (1961–2015), Fußballspieler

nebst o.g. Oberbürgermeister und Bürgermeister

Ehrenbürger

In Lünen wurde bislang sechs Mal die Ehrenbürgerwürde verliehen:

Gottfried Wortmann (1824–1915), Kaufmann und Kommunalpolitiker
Paul Schulz-Gahmen (1867–1941), Landwirt und Politiker
Ernst Becker (1869–1935), Oberbürgermeister
August Wegmann (1891–1975), Kommunalpolitiker aus Niederaden

Die mit Beschluss der Stadtverordneten vom 2. Mai 1933 verliehenen Ehrenbürgerschaften von Paul von Hindenburg und Adolf Hitler wurden mit einstimmigem Beschluss des Rates der Stadt Lünen am 15. Dezember 2016 aberkannt.

Ehrenbürger im vormals selbständigen Altlünen war Paul Böke (1906–1969), Kommunalpolitiker.

Verweise
Literatur
Andreas Abels: Tourenbuch Lünen – Zehn Rundwege durch die Lippestadt. epubli-Verlag, 2013. ISBN 978-3-8442-5885-1
Wolfgang Balzer: Spuren – Steine – Denkmäler: Zeugnisse der Geschichte im Raum Lünen. Ikon-Verlag, Lünen 1993. ISBN 3-927393-04-5
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Weblinks
 Commons: Lünen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Lünen – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Lünen – Reiseführer
Offizielle Homepage der Stadt Lünen
Urkundenregesten aus dem Stadtarchiv Lünen / Digitale Westfälische Urkunden-Datenbank (DWUD)
Lünen im Kulturatlas Westfalen
Lünen. In: GenWiki. Abgerufen am 29. September 2017.