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Multiposting im CPC-Bereich​

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Der klare Vorteil dabei: Sie können aktiv Einfluss darauf nehmen, wie viel Budget tatsächlich für eine Bewerbung ausgegeben werden muss. Möglich wird dies durch die Abrechnung pro Klick (Cost-per-Click, CPC) auf der Basis von großen Datenmengen (Data Driven Recruiting).

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Wer im Recruiting die falschen Kanäle nutzt, verspielt die Chance auf qualifizierte Bewerber. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen und dabei Ihre Ziele erreichen.

Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Marienhafe nicht vorenthalten.

Geschichte

Die Ortschaft Marienhafe wurde 1424 aufgrund eines Bremer Schiedsspruches als Marienhoff gegründet. Die dort gelegene Kirche besteht jedoch schon seit dem 13. Jahrhundert. Sie war wegen des ursprünglich knapp 80 Meter hohen kastenförmigen Turmes und ihrer drei Kirchenschiffe bekannt. Die Wattflächen „Leybucht“ und „Kuipersand“ (vor Marienhafe in der Emsmündung bzw. in deren Übergang zur Nordsee gelegen) beziehen ihren Namen von der alten dreischiffigen Marienhafer Großkirche. Ihr Turm und alle drei Kirchenschiffe waren auf der Nordseite mit Kupfer („Kuiper“ = friesisch-niederländisch für Kupfer) und auf der Südseite mit Schiefer („Ley“=altdeutsch für Schiefer) gedeckt, sodass die Kirche von See her durch den wechselnden Blick auf die Kupfer- und die Schieferseite für Eingeweihte einen Hinweis auf die auch bei Niedrigwasser befahrbar bleibenden Priele und sonstigen Wasserflächen gab. Ohne dieses Sonderwissen waren der Ort und sein tideabhängiger Hafen vom Meer her uneinnehmbar.

Die Bedeutung der Kirche als Seezeichen ging nach dem Ende des Mittelalters durch die Verlagerung der Küstenlinie zurück. Marienhafe liegt heute im Binnenland und hat keinen Hafen mehr. Sowohl der Turm als auch die Schiffe der Kirche wurden deshalb im Hinblick auf die hohen Unterhaltungskosten des Bauwerks im Jahr 1829 drastisch verkleinert. Die Kirche St. Jacobi (Hamburg) (ohne deren heutigen spitzen Turmhelm) vermittelt in etwa einen Eindruck der ursprünglichen Größe von Turm und Hauptschiff des Marienhafer Gotteshauses.

Der Seeräuber Klaus Störtebeker soll hier außerdem im ausgehenden 14. Jahrhundert Unterschlupf gefunden haben. Dafür revanchierte er sich beim Kampf der Häuptlinge des Brookmerlandes um die Vorherrschaft in Ostfriesland.

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Tjüche eingegliedert.[2]

Religion

Die St.-Marienkirche war ursprünglich eine dreischiffige Basilika mit Querschiff und sechsgeschossigem Turm. Sie galt früher als größte Kirche Ostfrieslands. 1829 wurde der Bau bis auf das Mittelschiff abgerissen, wobei auch ein 250 Meter langer und aus 124 Einzelbildern bestehender Sandsteinfries, der sich unmittelbar unter dem Dach befand, zerstört wurde. Der nunmehr auf vier Stockwerke reduzierte Turm war einst ein bedeutendes Seezeichen. Noch nahezu vollständig erhalten ist die bedeutende Orgel, die Gerhard von Holy 1713 vollendete.

Ursprünglich gehörte das alte Brookmerland zur Propstei Hinte im Bistum Münster. 1250 wurde durch einen Sühnevertrag das Brookmerland vom Bistum Münster abgetrennt und dem bischöflichen Offizial unterstellt. Eingebunden waren die Kirchgemeinden Blaukirchen (Südwold), Burhafe (um 1500 zum Kloster Ihlow gehörig), Engerhafe, Floritz, Marienhafe und Wiegboldsbur. Später traten weitere Kirchgemeinden dazu.

Die Neuapostolische Kirche hat ihr Gemeindezentrum an der Kirchstraße.

Politik
Gemeinderat und Bürgermeisterin

Der Rat der Gemeinde Marienhafe besteht aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl von 2.001 bis zu 3.000 Einwohnern.[3] Die 13 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[4]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze Veränderung Stimmen Veränderung Sitze
SPD 53,9 % 7 −1,6 % 0
Brookmer Wählergemeinschaft (BWG) 28,1 % 4 −1,3 % +1
CDU 14,0 % 2 +0.7 % 0

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 51,7 %[4] unter dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[5] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 11. September 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 49,8 %.

Bürgermeisterin Beate Kappher-Gruß von der SPD wurde 2016 wiedergewählt.[6]

Wappen

Blasonierung: „Geteilt von Rot und Gold; oben ein wachsender goldener Adler mit goldenen Kronen auf dem Kopf und den beiden Schwingenspitzen; unten ein roter Anker zwischen zwei gestürzten roten Bechern.“

Der Regierungspräsident in Aurich genehmigte der Gemeinde am 28. August 1962 das Wappen. Der als Brustbild gezeigte Adler ist dem Wappen des Häuptlingsgeschlechts tom Brok entnommen. Der Anker weist darauf hin, dass Marienhafe im Mittelalter Zufluchtsort für die Vitalienbrüder war. Die beiden Becher sollen an deren Anführer Klaus Störtebeker erinnern, der zwei umgestürzte Becher im Wappen geführt haben soll.[7]

Partnerschaften

Marienhafe unterhält eine Partnerschaft mit dem britischen Melksham, einer kleinen Handelsstadt (23.000 Einwohner) an den Ufern des Avon im Westen von Wiltshire. Die Partnerschaft wird vornehmlich von Privatpersonen gepflegt.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Auf dem Marktplatz südlich der Kirche steht ein Denkmal, das an den Piraten Klaus Störtebeker erinnert. Die Bronzeskulptur wurde vom Leeraner Bildhauer Karl-Ludwig Böke nach der Störtebeker-Radierung von Daniel Hopfer entworfen und am 27. Juni 1992 eingeweiht. Rund um die Kirche befindet sich der örtliche Friedhof. Marienhafe besteht hauptsächlich aus einem geschlossenen Wohngebiet, im Ortskern gibt es kleinere Geschäfte und Gaststätten. Durch die dichte Bebauung ist Marienhafe mit den Nachbarorten Osteel und Upgant-Schott zusammengeschmolzen, die ebenfalls zur Samtgemeinde Brookmerland gehören.

Seit dem 4. Juli 1999 ist Marienhafe mit dem Eintrag „Stadt mit der längsten Teetafel der Welt“ im Guinness-Buch der Rekorde vertreten. An dem Tag versammelten sich über 3.000 Menschen im Ortskern, um an der 620 Meter langen Tafel Platz zu nehmen und die ostfriesische Teezeremonie zu vollziehen. Die nahe gelegene Stadt Norden versuchte später den Rekord zu brechen, scheiterte jedoch mit diesem Vorhaben. Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums des Rekordes stellen die Marienhafer einen weiteren Guinness-Buch-Weltrekord auf, bei dem sich 1.878 Menschen als Piraten verkleideten. Damit wurde der vorherige Piratenweltrekord vom Heidepark Soltau mit 1.140 Piraten übertroffen.

Modell von Marienhafe im Leeraner Miniaturland
Regelmäßige Veranstaltungen

Alle drei Jahre im Sommer finden in Marienhafe für dreieinhalb Wochen die sogenannten Störtebeker-Freilichtspiele in plattdeutscher Sprache statt. Hierbei wird der Marktplatz für mehrere Wochen mittelalterlich umgestaltet. Die Spiele werden von der Arbeitsgemeinschaft Ostfriesisches Volkstheater e.V. geleitet. Die inhaltlichen Handlungen verändern sich mit jedem neuen Spieljahr.

Ein weiterer Höhepunkt im Gemeindeleben ist das alljährliche Störtebeker Straßenfest. Dieses findet in jedem Jahr am ersten Sonnabend des Monats Juni statt. Auf der Einkaufsstraße und rund um den Marktplatz bieten zahlreiche ortsansässige Vereine selbst hergestellte Waren und Spiele an. Abends gibt es ein Musikprogramm mit mehreren Live-Bands.

Sport

Überregional bekannt sind die Kempa Brookmerland-Meisterschaften. Das Handballturnier wird seit 1986 von der Handballabteilung des TuRa Marienhafe 46 e.V. jeweils am Jahresende in der Kurt-Knippelmeyer-Halle ausgerichtet. An dem Turnier können nicht nur Vereinsmannschaften, sondern auch Freizeitmannschaften teilnehmen. Bei der 24. Auflage des Turniers im Jahr 2009 konnte mit 101 Mannschaften und 1182 Spielern die bisher höchste Teilnahme verzeichnet werden. Den Abschluss des Turniers bildet ein Zeltfest vor der Kurt-Knippelmeyer-Halle.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft

Als Zentrum der Samtgemeinde Brookmerland verfügt Marienhafe im Ortskern über alle Einrichtungen, die den täglichen Bedarf befriedigen. Darüber hinaus gibt es einige Fachgeschäfte sowie Einrichtungen der Hotellerie und Gastronomie.

Verkehr

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 72 zwischen der alten Kreisstadt Norden und Georgsheil; außerdem an der Landesstraße 26 von Osterupgant (im Osten vom Marienhafe) nach Wirdum. Zudem gibt es in Marienhafe einen Bahnhof an der Bahnstrecke Rheine–Norddeich Mole zwischen Emden und Norddeich Mole. Seit dem 15. Dezember 2013 ist Marienhafe, das zuvor als einziger Bahnhof zwischen Oldenburg und Norddeich nur vom Nahverkehr bedient wurde, ein Fernverkehrshalt. Angefahren wird er von den Intercitys Norddeich Mole – Leipzig (/Cottbus) sowie dem Regionalexpress Norddeich Mole–Oldenburg–Hannover, die Intercitys Norddeich Mole–Köln–Koblenz (–Stuttgart) fahren ohne Halt durch.
Zwischen Norddeich und Bremen sind die IC zum Nahverkehrstarif nutzbar.

Bildung

Die Samtgemeinde Brookmerland und die Gemeinde Südbrookmerland betreiben seit dem Schuljahr 2016/17 mit der „IGS Marienhafe-Moorhusen“ eine gemeinsame Integrierte Gesamtschule an zwei Standorten. Dabei ist geplant, langfristig die Jahrgänge 5-8 am Standort Moorhusen und die Jahrgänge 9-13 in Marienhafe zu beschulen. Im laufenden Schuljahr (2016/17) befindet sich nur der 5. Jahrgang in Moorhusen. Im Sommer 2015 erhielt die Schule eine gymnasiale Oberstufe.[10] Die IGS in Marienhafe (offizieller Name 2009–2016) entwickelte sich ab 2009 aus dem Schulzentrum Brookmerland, das eine Haupt-, Real- und eine Förderschule umfasste.

Persönlichkeiten
Wilhelm Schomerus (* 1864 in Marienhafe; † 1943 in Aurich), lutherischer Theologe, Generalsuperintendent von Aurich
Hilko Wiardo Schomerus (* 1879 in Marienhafe, † 1945 in Halle/Saale), ev. Theologe, Missions- und Religionswissenschaftler, Indologe
Georg Peters (* 1908 in Marienhafe, † 1992 in Norden), Politiker
Literatur
Eberhard G. Neumann: Beitrag zur Baugeschichte der Kirche in Marienhafe. In: Die St. Marien-Kirche der Ev.-luth. Gemeinde Marienhafe. Norden, o.J.
Weblinks
 Commons: Marienhafe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Mariaehafen in der Topographia Westphaliae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
Webseite der Samtgemeinde Brookmerland
360 Grad Ansicht der Marienkirche