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Multiposting im CPC-Bereich​

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Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Maxsain nicht vorenthalten.

Geschichte

Maxsain wird erstmals 1194 im Lehnsbuch der Herren von Bolanden urkundlich erwähnt. Die Schreibweise des Namens wechselte im Laufe der Jahrhunderte von Machseine nach Maxeine und Makeseyne. Heutige Flurnamen lassen vermuten, dass sich in der Gemarkung einst mehrere längst untergegangene Siedlungen befanden, so an der heutigen Straße nach Hartenfels und im Tal des Steinchesbachs Richtung Weidenhahn. Der Ortsteil Zürbach wird erstmals 1315 als Zurlinbach erwähnt.[3]

Maxsain war im Mittelalter Zentrum des Bannes Maxsain, ein Herrschaftsgebiet, das zugleich von den Grafen von Sayn und Wied beansprucht wurde, welche die Hoheitsrechte untereinander aufteilten. Erst 1615 kam es durch einen Vergleich zu einer klaren Aufteilung des Gebietes unter den beiden Grafschaften. Um 1600 umfasste der Bann den Bereich der heutigen Gemarkungen Freilingen, Goddert, Maxsain, Selters, Wölferlingen sowie Teile Steinens und Weidenhahns.[3]

Vermutlich erhielt Maxsain nach dem Dreißigjährigen Krieg eine Schule, belegt ist diese jedoch erst ab 1767. Geschlossen wurde die Schule aufgrund stark rückläufiger Schülerzahlen im Sommer 1973. Am 24. Oktober 1719 kam es zum Ausbruch eines Feuers, das den überwiegenden Teil des Dorfes zerstörte. Überliefert ist die Angabe von 115 bis 120 Gebäuden.[3]

Im Zeitraum von 1671 bis 1799 gehörte Maxsain zur Grafschaft Sayn-Hachenburg, daraufhin bis 1806 zum Fürstentum Wied und bis 1866 zum Herzogtum Nassau, bevor es bis 1871 im Königreich Preußen lag, das im Deutschen Reich aufging.[3] Am 1. März 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Zürbach mit 80 Einwohnern eingemeindet.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Maxsain, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 553
1835 861
1871 905
1905 842
1939 759
Jahr Einwohner
1950 886
1961 905
1970 888
1987 945
2011 1.068

Politik
Gemeinderat
Dorfgemeinschaftshaus und Bürgermeisteramt Backes

Der Gemeinderat in Maxsain besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Wappen

Blasonierung: „In Rot ein goldener blaubewehrter und -gezungter Löwe mit beiden Tatzen eine Keule haltend.“[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
Kirche und alte Schule im Vordergrund
Haus Sahm, ältestes Haus im Dorf, erbaut 1688

Im Zentrum von Maxsain steht auf einem Felsvorsprung die evangelische Kirche. Das breite Querschiff des Baus mit einem vor 1500 errichteten Turm wurde 1786 im Barockstil ergänzt. Die Existenz einer zuvor am gleichen Ort bestehenden Kapelle ist ab 1399 belegt. Diese wurde jedoch bereits 1589 als Folge eines durch die Einführung der reformierten Konfession ausgelösten Streits zwischen den Grafen von Sayn und Wied zerstört. Daraufhin wurde mutmaßlich ein provisorisches Kirchengebäude errichtet, das schließlich dem heutigen Bau wich.[3]

Am Zusammenfluss von Steinchesbach und Großem Saynbach steht das 1687/88 errichtete Fachwerkhaus „Sahm“, ein Musterbeispiel der fränkischen Bauweise mit ungewöhnlich starken Holzbalken und viel Schnitzarbeiten.

Musik

1985 wurde die Maxsainer Blaskapelle e. V. gegründet. Der Verein mit seinen 90 Musikern in 3 Orchestern (Ausbildungs- und Jugendorchester, Erwachsenenorchester) ist ein fester Bestandteil der Ortsgemeinde. Neben Auftritten innerhalb Maxsains, wie auf der traditionellen Kirmes, ist die Maxsainer Blaskapelle auch bei großen Schützenfesten, Kirmesumzügen und Konzerten zu hören. Zu den jährlichen Höhepunkten zählen die beiden Konzerte in der Heidehalle Maxsain, die immer im November stattfinden.

Wirtschaft und Infrastruktur
Mühlen, Hütten und Steinbrüche

Über die Jahrhunderte existierten in der Gemarkung Maxsain verschiedene Wassermühlen. Die erste überlieferte Beschreibung eines Mühlenbaus für das Jahr 1552 bezieht sich vermutlich auf die ehemalige Erbleihmühle westlich des Dorfes. Um 1870 wurde diese Mühle in eine Korkfabrik umgebaut, der Betrieb lief jedoch nur sechs Jahre. Etwa zwischen 1885 und 1900 befand sich dort ein holzverarbeitender Betrieb. Am heutigen östlichen Ortsrand befand sich ab etwa 1668 die Obere Mühle, eine Schneid- und Ölmühle, die 1831 um eine Mahlmühle erweitert wurde. Um 1900 endete der Betrieb als Schneidmühle, um 1950 auch der Mahlbetrieb. Etwas westlich der heutigen Dorfmitte stand die erstmals 1816 erwähnte Lohmühle, eine Gerbermühle, die mit Umbauten bis über den Ersten Weltkrieg hinaus betrieben wurde.[3]

Etwa eineinhalb Kilometer westlich des Dorfs befindet sich im Verlauf des Großen Saynbachs die Hammermühle. Bereits 1729 gründete Johann Martin Bachem hier eine Eisenhütte. 1857 wurden die Anlagen in eine Mahlmühle umgebaut, 1901 erfolgte die Umrüstung in ein Elektrizitätswerk, das noch heute Strom produziert.[8] Aus dem Jahr 1829 ist die Existenz einer Ölmühle im Ortsteil Zürbach überliefert, die später um eine Mahlmühle ergänzt wurde.[3]

Für das Jahr 1714 ist eine erste Eisenhütte im Dorf am Steinchesbach belegt, die jedoch 1717 bereits aufgegeben war. Ein Stück bachaufwärts wurde ab 1723 für einige Jahre ebenfalls eine Eisenhütte betrieben.[3]

In der Gemarkung befanden sich ab dem Jahr 1919 mehrere Steinbrüche zur Ausbeutung der vulkanischen Gesteine Basalt, Trachyt und Andesit. Die meisten dieser Vorkommen waren schnell erschöpft oder nicht abbauwürdig, darunter auch Funde von Tuffstein und Grauwacke. Noch heute in Betrieb ist der Andesit- und Basaltsteinbruch Bittersberg nahe der Straße Richtung Rückeroth. Das seltene Mineral Offretit kommt in der Gemarkung Maxsain am Bittersberg vor.[3]

Verkehr
Die Gemeinde liegt westlich der B 8, die von Limburg an der Lahn nach Siegburg führt.
Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Mogendorf an der A 3.
Der nächstgelegene Bahnhof ist Siershahn an der Unterwesterwaldbahn nach Limburg an der Lahn, der nächste ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.
Öffentliche Einrichtungen

In der Gemarkung Maxsain liegt ein Campingplatz mit einem als Freibad eingerichteten Weiher.

Siehe auch
Liste der Kulturdenkmäler in Maxsain
Liste der Naturdenkmale in Maxsain
Literatur
Gerhard Schiller: Der Bann Maxsain im 16. Jahrhundert. Die Wirkung herrschaftlicher Konkurrenz auf das bäuerliche Alltagsleben im Westerwald der Frühen Neuzeit. Münster (Westfalen) 2004, ISBN 3-00-013247-3 (Zugl.: Göttingen, Univ., Diss., 2003).
Weblinks
 Commons: Maxsain – Sammlung von Bildern
Ortsgemeinde Maxsain auf den Seiten der Verbandsgemeinde Selters (Westerwald)