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Geschichte
Erste urkundliche Erwähnung 1169
Stadtgeschichte

Um 800 wurde auf fränkischem Königsgut, dem Meyerhof auf einer Erhöhung im Elseflusstal, dem Kohlbrink, im Zuge der Sachsenmission eine Taufkirche errichtet. Südlich des heutigen Stadtzentrums lag eine altsächsische Bauerschaft (heute Stadtteil Altenmelle) mit einer Gerichtslinde. Der Meyerhof gehörte zum bischöflichen Tafelgut. Eine erhaltene Urkunde erwähnt Melle (Menele) erstmals im Jahre 1169.[3] Um 1200 verfügte der Ort über eine Wallanlage mit Mauern von einem Meter Breite und vorspringenden Türmen. 1250 wurde die Wasserburg Gröneburg, besetzt mit 65 gewappneten Rittern, vom Osnabrücker Bischof Engelbert zum Schutz gegen die Grafen von Ravensberg errichtet.[4]

Wappen der Meller Burgleute
Hauptartikel: Burg Gröneburg

1359 wird Melle als Oppidum (kleine Stadt) bezeichnet und 1363 entstand die erste städtische Verfassung. Im selben Jahr ist auch erstmals die Besetzung des Richteramtes bezeugt. 1443 verlieh der Osnabrücker Bischof Heinrich von Moers dem Ort die Rechte eines Wigbolds (Halbstadt). Über die Vorstadt Osnabrück gehörte Melle zur Westfälischen Hanse. Verschiedene Handwerke schlossen sich in der Folge in Melle zu Gilden zusammen: als Älteste 1480 die Schuhmacher; 1545 die Schmiede; 1547 die Kramer, Höcker, Knochenhauer und Tuchmacher; 1558 die Schneider; 1573 die Bäcker und 1577 die Glaser, Sattler, Maler und Färber. Als die Ämterordnung von 1553 eine Neuregelung der Zuständigkeiten brachte, wurde die Grönenburg zum Verwaltungsmittelpunkt. Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges herrschten die Schweden für zehn Jahre (zwischen 1633 und 1644) über Melle. Zwei große Brandkatastrophen 1649 und 1720 ereilten die Stadt mit zum Teil erheblichen Zerstörungen.

Nach der Aufhebung des selbständigen Hochstiftes Osnabrück durch Napoleon Bonaparte 1803 wurde Melle in das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg eingegliedert und 1806 in das Königreich Westphalen. Nach dem Wiener Kongress gelangte die Stadt bis 1866 an das Königreich Hannover. Mit der Verleihung der Stadtrechte 1853 endeten die Rechte eines Wigbolds.[5] 1855 erfolgte der Bau der Eisenbahnlinie, die den Beginn eines wirtschaftlichen Aufschwungs (Gründerjahre) mit sich brachte. Nach der Annexion des Königreichs Hannover im Jahr 1866 fiel das Amt Grönenberg und damit auch die Stadt Melle an das Königreich Preußen. 1885 wurden die ehemaligen hannoverschen Ämter aufgelöst. Aus dem Amt Grönenberg und der Stadt Melle wurde der preußische Kreis Melle gebildet. 1945 besetzten englische Truppen die Stadt und Bernard Montgomery, Feldmarschall und Chef des Empire-Generalstabs schlug in Melle eine Zeit lang sein Hauptquartier auf. Die Stadtverfassung wurde nach englischem Vorbild geändert. 1966 zeichnete Bundespräsident Heinrich Lübke Melle mit der Goldplakette aus.

Im Jahr 2006 richtete Melle den Tag der Niedersachsen aus. Der TdN ist ein dreitägiges Landesfest bei dem die Mitwirkenden die kulturelle Vielfalt des Landes präsentieren. Es wird seit 1981 durchgeführt.

Religion
Kath. St.-Matthäus-Kirche (1213)
Ev. St.-Petri-Kirche (1721)

Mit der Gründung des Bistums Osnabrück um 780 entstanden in der Region zwischen Friesland und dem Teutoburger Wald zehn Gau- oder Kaplaneikirchen, die dem Osnabrücker Bischof unterstellt waren. Für den Graingau („grüner Gau“) war dies die Kirche in Melle, zunächst mit dem Patrozinium von St. Petrus. Sie entstand auf dem zum bischöflichen Besitz gehörenden Meyerhof. Die älteste urkundliche Erwähnung der Kirche in Melle, die bis heute erhalten ist, stammt aus dem Jahr 1169. In ihr wird sie als Parochia Menele (Pfarrkirche zu Melle) bezeichnet. Vermutlich im 12. Jahrhundert wurde die Kirche unter das Patronat des Apostels Matthäus gestellt. Zum Schutz umgab eine viereckige Kirchenburg aus Wohnhäusern mit hohen Speichern, die heute noch gut zu erkennen ist, das Gotteshaus.

Hauptartikel: St. Matthäus (Melle)

Nach der Reformation, in Melle am 1. August 1545 eingeführt, wurde die St.-Matthäus-Kirche als Simultankirche von beiden Konfessionen genutzt, bis 1651 die evangelische Petrikirche entstand. Zu dieser Zeit übten Jesuiten die seelsorgliche Tätigkeit in der katholischen Pfarrei aus. Mit dem Recessus Mellensis 1651 teilte man das Kirchenvermögen auf. Die Kirche mit all ihren Wertgegenständen sowie die Häuser des Vikars und des Küsters verblieben den Katholiken. Die evangelische St.-Petri-Kirche wurde beim großen Meller Stadtbrand von 1720 vollständig zerstört und von 1721 bis 1724 wieder neu errichtet. Besonders unterstützte den Bau der damalige Osnabrücker Fürstbischof Ernst August II. von Braunschweig-Lüneburg. Der Steinmetz und Maurermeister Hermann Schmidinger aus Herford war maßgeblich am Neubau beteiligt.

Hauptartikel: St. Petri (Melle)

Durch stetigen Zuwachs der katholischen Gemeinde wurde die St.-Matthäus-Kirche im 20. Jahrhundert zu klein. Nach zehnjähriger Planungsphase begann im Frühjahr 1973, angrenzend an die südliche alte Außenwand, ein Erweiterungsbau. Die Grundsteinlegung fand am 4. Oktober desselben Jahres statt. Es entstand eine moderne Kirche in Zeltdachform, die den Erfordernissen des II. Vatikanischen Konzils Rechnung trug.

Seit der Reformation ist die evangelische Kirche die größte Religionsgemeinschaft in Melle. Die evangelischen und die katholischen Gemeinden pflegen seit den 1960er Jahren einen intensiven ökumenischen Dialog und laden zu gemeinsamen Veranstaltungen ein. Die Statistik der Angehörigen der einzelnen Konfessionen in der Stadt Melle stellt sich auf dem Stand vom 31. Dezember 2014[6] folgendermaßen dar: 20.885 waren evangelisch-lutherisch, 14.598 römisch-katholisch, 231 evangelisch-reformiert, 31 ev/Freikirche und 2 altkatholisch.

Eingemeindungen

Die heutige Stadt Melle entstand in zwei Schritten aus dem ehemaligen Landkreis Melle:

Im Jahr 1970 wurden

die Gemeinden Altenmelle, Bakum, Dielingdorf, Drantum, Eicken-Bruche, Eickholt, Gerden, Laer, Niederschlochtern und Sondermühlen in die Stadt Melle,
die Gemeinden Bennien, Döhren, Groß-Aschen, Hoyel, Krukum, Westendorf und Westhoyel in die Gemeinde Riemsloh und
die Gemeinden Handarpe, Himmern, Kerßenbrock, Oberschlochtern, Nüven, Peingdorf, Uhlenberg und Vessendorf in die Gemeinde Wellingholzhausen

eingegliedert.

Die Gemeinden Riemsloh und Wellingholzhausen sowie die im Jahr 1970 von einer Neugliederung verschont gebliebenen Gemeinden Barkhausen, Buer, Bulsten, Dratum-Ausbergen, Düingdorf, Föckinghausen, Gesmold, Holterdorf, Holzhausen, Hustädte, Insingdorf, Küingdorf, Markendorf, Meesdorf, Neuenkirchen, Niederholsten, Oberholsten, Oldendorf, Ostenfelde, Redecke, Schiplage, Sehlingdorf, Suttorf, Tittingdorf, Üdinghausen-Warringhof, Wehringdorf, Wennigsen, Westerhausen und Wetter kamen am 1. Juli 1972 zur Stadt Melle.[7]

Einwohnerentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Stadt Melle seit der Gebietsreform am 1. Juli 1972 im jeweiligen Gebietsstand und jeweils am 31. Dezember.

Bei den Zahlen ab 1987 handelt es sich um Fortschreibungen des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[8] auf der Basis der Volkszählung vom 25. Mai 1987. Die Zahlen für jeweils den 31. Dezember 2008, 2009, 2010 und 2011 stammen aus der Bürgerinformation „Zahlen, Daten, Fakten“ der Stadt Melle.

Bei den Angaben aus den Jahren 1961 (6. Juni) und 1970 (27. Mai) handelt es sich um die Volkszählungsergebnisse einschließlich der Orte, die am 1. Juli 1972 eingegliedert wurden.[7]

Bevölkerungsentwicklung in Melle seit 1969 (blaue Linie: Daten vor der vollständigen Fusion des Landkreises zur Stadt)

Jahr Einwohner
1961 39.218
1970 40.851
1973 41.690
1979 40.757
1987 40.316
1990 41.579
1995 43.818
2000 45.390
Jahr Einwohner
2001 45.747
2002 46.078
2003 46.292
2004 46.417
2005 46.556
2006 46.651
2007 46.581
2008 46.540; 48.055
Jahr Einwohner
2009 46.352; 47.911
2010 46.141; 47.763
2011 45.878; 47.730
2012 47.890
2013 47.691
2014 47.621
2015 47.904
2016 48.002

Politik
Stadtrat

Der Stadtrat hat gegenwärtig 40 Mitglieder aus vier Parteien oder Gruppen. Stimmberechtigt im Rat der Stadt ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister. In der konstituierenden Ratssitzung am 9. November 2011 wurde SPD-Ratsmitglied Siegfried Göhner zum Ratsvorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter wurde Günter Oberschmidt von der CDU. Für die Legislaturperiode 2016 bis 2021 wählte der Rat sein jüngstes Mitglied Malte Stakowski (CDU) zum Vorsitzenden, die Stellvertretung hat Gerhard Bossmann (SPD) inne.

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996:

Rat der Stadt Melle: Wahlergebnisse und Stadträte
CDU SPD GRÜNE FDP UWG LINKE Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode  %  %  %  %  %  %  %  %
1996–2001 46,5 19 35,7 15 8,9 3 9,0 3 100 40 69,5
2001–2006 46,2 19 35,8 15 8,9 3 9,0 3 100 40 61,5
2006–2011 44,9 18 37,3 15 9,3 4 8,6 3 100 40 57,9
2011–2016 40,0 16 37,5 15 18,3 7 4,2 2 100 40 55,3
2016–2021 42,7 17 28,8 12 13,65 5 6,0 2 7,6 3 1,4 1 100 40 58,3
Prozentanteile gerundet.
Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen,[9] Landkreis Osnabrück.[10][11]
Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet,
da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen.

Weitere Wahlergebnisse

Weitere Wahlergebnisse der Stadt Melle: Wähleranteil seit 2003

Sonstige

Wahl-
beteiligung
Wahlperiode  %  %  %  %  %  %  %
Landtagswahl 2003 52,7 % 29,7 % 7,6 % 8,1 % 0,3 % 1,6 % 71,6 %
Europawahl 2004 51,2 % 25,8 % 11,3 % 5,6 % 1,2 % 4,9 % 46,5 %
Bundestagswahl 2005 36,8 % 39,0 % 8,5 % 10,4 % 3,5 % 1,9 % 82,7 %
Landtagswahl 2008 47,3 % 28,2 % 8,6 % 8,2 % 5,0 % 2,6 % 62,6 %
Europawahl 2009 44,8 % 24,7 % 12,3 % 10,3 % 3,1 % 3,6 % 46,6 %
Bundestagswahl 2009 35,3 % 28,1 % 11,8 % 14,0 % 6,9 % 3,8 % 77,1 %
Prozentanteile gerundet. Quellen: Unterlagen des Landkreises Osnabrück

Ergebnisse der Bundestagswahlen sind Zweitstimmenergebnisse.

Bürgermeister
Stadthaus Melle

Die Bürgermeister von Melle sind seit 1488 namentlich belegt. Nachfolgend eine Auflistung der Personen der vergangenen 200 Jahre:

1814–1832 Friedrich Joachim Becker
1827–1832 Friedrich Bückendorf
1832–1832 Heinrich Stein
1832–1845 Eduard Jäger
1846–1852 Christian Meyer
1852–1865 […] Eitzen
1865–1868 Friedrich Tilemann
1868–1869 […] Hintze
1869–1871 Senatoren Helling und Brune
1871–1889 Regierungsrat Jäger
1889–1891 […] Klusmann
1891–1914 Heinrich Deetjen
1914–1931 Hans Meyer zum Gottesberge
1931–1931 […] Petersen
1931–1933 Hans Gerhard
1933–1935 Hermann von der Forst
1935–0000 […] Markmann
1935–1945 Helmut Lindemann
1945–0000 Carl Starcke
1945–1946 Freiherr von Massenbach
1946–0000 Gerhard Kohnert
1946–1952 Johann Uttinger
1952–1956 Hermann Meyer-Rabingen
1956–1964 Johann Uttinger
1964–1972 Heinrich Zeese
1972–1996 Clemens Schwertmann (CDU), 1996 bis 2010† Ehrenbürgermeister
1997–2006 Josef Stock (CDU)
2006–2013 André Berghegger (CDU)[12]
2014– Reinhard Scholz (CDU)[13]

Wappen, Flagge und Banner

Banner, Wappen und Hissflagge

Blasonierung:„Das Wappen der Stadt Melle zeigt ein vierspeichiges rotes Rad mit schräger Speichenstellung auf einem silbernen Schild.“ Das älteste bekannte Siegel aus dem Jahre 1532 diente als Grundlage bei der Gestaltung des heutigen Wappens. Das Rad wird als „Wagen Gottes“ (currus dei) gedeutet, ein Zeichen der Kirche und des Evangeliums. Die Fahne der Stadt Melle zeigt als Hissflagge von oben nach unten und als Banner von links nach rechts die Farben der Flagge „weiß-blau-rot“ und das Stadtwappen. Die Farben und das Wappen der bisherigen Samtgemeinden können bei geeigneten Anlässen in den jeweiligen Stadtteilen ebenso gezeigt werden.

Siegel mit Meller Wappen (1532)

Das Meller Vierspeichenrad ist im Gewölbeabschlussstein des ersten Joches im Hauptschiff der St.-Matthäus-Kirche zu finden. Wann es erstmals benutzt wurde, ist nicht belegt. Vermutlich ist es etwa 200 Jahre nach dem Osnabrücker Bischofswappen, dem stehenden Sechsspeichenrad von 1321, entstanden. Es war zunächst Zeichen der Verbindung der Meller Kirche mit der Domkirche in Osnabrück und ging in der Folge auf die Stadt über. Während des Stadtbrandes von 1649 war auch das Meller Amtssiegel verbrannt. Bei der Neuanfertigung fügte man dem bis dahin einfachen Rad einen Schild als Umrahmung hinzu. 1720 verbrannte mit dem Rathaus neuerlich auch das Meller Stadtsiegel. Bürgermeister Friedrich Joachim von Varendorff ließ bei der Erneuerung die Zahl 1720 einfügen. Später wurde die Umrahmung des Siegels mit prunkvollem Akanthuslaub versehen. Auf einer Steintafel, die ursprünglich an der Rathausmauer angebracht war, ist ein stehendes Vierspeichenrad zu erkennen. Zur Erinnerung an beide zerstörte Rathäuser ist sie 1733 über dem Eingang des dritten Rathauses eingemauert worden. Die heutige amtliche Form des Wappens wurde 1939 durch einen Ministerialerlass festgelegt. Um eine Kreuzform zu vermeiden, fand die Speichenstellung von 1532 dabei Wiederverwendung.[14]

Städtepartnerschaften

Durch eine kontinuierliche Pflege der Beziehungen zwischen den Partnerstädten möchte Melle einen Beitrag zum Frieden in der Welt und zu einem stärkeren Zusammenwachsen Europas leisten. Seit den 1960er Jahren wurden zahlreiche kulturelle und persönliche Kontakte geknüpft. Die politische Unterstützung fand bis 1996 durch den Arbeitskreis „Partnerschaft“ Ausdruck. Seitdem werden die Beziehungen durch den Kultur-Tourismus-Ausschuss begleitet.[15]

Bad Dürrenberg

Aus Anlass des Brunnenfesten in Bad Dürrenberg wurde am 29. Juni 1991 eine Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Beide Städte wollen auf diesem Wege einen Beitrag zur deutschen Einheit leisten. Die Partnerstädte pflegen Kontakte zwischen Vereinen und Institutionen auf sportlicher, kultureller, musikalischer und kirchlicher Ebene.

Berlin-Reinickendorf

Das initiale Ereignis der Verbindung zum Berliner Bezirk Reinickendorf basiert auf einer Quizsendung. Melle war zu Beginn der 1960er Jahre Gast in Hans Rosenthals Sendung „Einer gegen alle“. Der eingespielte Erlös wurde dazu verwandt, Berliner Senioren einen Aufenthalt im Grönegau zu ermöglichen. Die Besuche führten im Folgenden zu einer freundschaftlichen Beziehung. Heute beruhen die Kontakte überwiegend auf den Bereichen Schule, Sport, Kultur und Tourismus. Eine Partnerschaftsurkunde wurde am 7. Mai 1988 unterzeichnet.

Cires-lès-Mello

Melle-Bruchmühlen hat eine Partnerschaft mit Cires-lès-Mello im Département Oise in Frankreich. Die Partnerschaftsurkunde wurde am 27. Mai 1990 unterzeichnet. Mittlerweile beteiligen sich Schüler, zahlreiche Vereine und die Siedlergemeinschaft an dieser Verbindung, die den zwischenmenschlichen Bereich in den Vordergrund stellt.

Jekabpils

1993 überbrachte ein Einwohner des Ortsteils Melle-Wetter die Bitte des Bürgermeisters der Stadt Jēkabpils (Jakobstadt) in Lettland, mit der Stadt Melle partnerschaftliche Beziehungen auf den Gebieten Sport, Kultur und Kriegsgräberfürsorge zu bilden. Ein deutsch-baltischer Freundeskreis (DBF) wurde am 17. Dezember 1994 mit dem Hauptziel gegründet, die in der Hansezeit wurzelnden historischen Beziehungen zu den baltischen Ländern wieder zu beleben. Eine erste Reise nach Litauen und Lettland fand im Juni 1996 statt. Nachdem auch in Jekabpils ein Pendant zum DBF in Melle gegründet worden war, erfolgte am 5. September 1998, anlässlich des Blüten und Trachtenfestes in Melle, die Unterzeichnung der Freundschaftsurkunde zwischen beiden Städten.

Regenwalde

Nach der Gebietsreform 1972 übernahm die Stadt Melle die bestehende Partnerschaft des Kreises Melle für den Kreis Regenwalde in Polen. Alle zwei Jahre findet das traditionelle „Regenwalder Treffen“ in Melle statt. Die Veranstaltungen werden ebenso von Bewohnern des früheren Pommerschen Kreises Regenwalde besucht, die aus allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland und benachbarten Ländern nach Melle kommen, um Erinnerungen an die Heimat aufleben zu lassen. In der Alten Posthalterei in Melle wurde eine Regenwalder Heimatstube eingerichtet.

Melle in Frankreich

Die seit 1969 bestehende Partnerschaft mit Melle (Deux-Sèvres) in der Region Nouvelle-Aquitaine wird insbesondere von den Gymnasien beider Städte getragen. Jedes Jahr findet ein Schüleraustausch statt, wobei die Schülergruppen aus Melle in Frankreich jeweils im Rathaus offiziell empfangen werden. Zahlreiche Kontakte bleiben auch über den Schulbesuch hinaus erhalten.

New Melle (USA)

Auswanderer aus dem Raum Melle fanden im 19. Jahrhundert im Bundesstaat Missouri in den USA eine neue Heimat, der sie den Namen New Melle gaben. Einige familiäre Verbindungen blieben erhalten und es gründete sich ein deutsch-amerikanischer Freundeskreis, der den Kontakt pflegt. Eine Freundschaftsurkunde wurde am 16. Juni 1988 unterzeichnet.

Niğde (Türkei)

Maßgeblich für die freundschaftlichen Kontakte zu Niğde in der Türkei ist der deutsch-türkische Arbeitskreis. In den Herbstferien 1991 besuchte eine Meller Reisegruppe die Stadt Niğde, die Reise wurde vom DTAK als Studienreise durchgeführt, um das Alltagsleben in einer türkischen Provinzhauptstadt kennenzulernen. Im Folgenden empfahl der Ausländerbeirat der Stadt Melle die Aufnahme einer Städtepartnerschaft, die mit einer Freundschaftsurkunde am 31. August 1996 besiegelt wurde. Das türkische Generalkonsulat in Hannover bestätigte am 30. Mai 1994 offiziell eine Schulpartnerschaft zwischen den Gymnasien beider Städte.

St. Denijs-Westrem (Gent)

Die Partnerschaft zu Sint-Denijs-Westrem, heute Stadtteil von Gent in Belgien, ist vor allem durch persönliche Kontakte zwischen den Bürgern beider Städte gekennzeichnet. Neben den offiziellen Begegnungen tragen unterschiedliche Musikgruppen, Schulen, Sportvereine, der Stadtjugendring Melle, die Arbeiterwohlfahrt und Heimat- und Verschönerungsvereine zu einem regelmäßigen Austausch bei.
Die Partnerschaftsurkunde wurde am 10. Januar 1969 unterzeichnet. Seit St. Denijs-Westrem ein Teil der Stadt Gent geworden ist, hat diese die Partnerschaft unterstützt und letztlich übernommen.

Torschok (Russland)

Anlässlich des Blüten- und Trachtenfestes am 6. September 1994 erfolgte die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde über die Städtepartnerschaft mit der Stadt Torschok in Zentralrussland. In der Urkunde erklären beide ihre Bereitschaft zur Verständigung und der Vertiefung der osteuropäischen Beziehungen. Bereits seit März 1991 wurden regelmäßige Lebensmitteltransporte nach Torschok durchgeführt. Durch die Kontakte zwischen den Krankenhäusern beider Städte konnte Torschok mit Medikamenten und medizinischen Geräten versorgt werden. Melle stiftete ein durch Spenden finanziertes Rettungsfahrzeug für seine Partnerstadt.

Vier-Dörfer-Partnerschaft

Der Meller Ortsteil Eicken-Bruche unterhält seit 1965 eine Verbindung zu den „Eichendörfern“ Eke (Gemeinde Nazareth) in Belgien, Eecke (Arrondissement Dunkerque) in Frankreich und Eiken (Kanton Aargau) in der Schweiz. Diese Dörfer treffen sich alle zwei Jahre zum Vierdörfertreffen abwechselnd in den jeweiligen Partnergemeinden. Eine Partnerschaftsurkunde wurde im Juni 1993 unterzeichnet.

Röckwitz

Melle-Wellingholzhausen pflegt eine Partnerschaft mit Röckwitz in Mecklenburg-Vorpommern.

Melle in Belgien

Seit Oktober 2014 unterhält die Stadt eine Partnerschaft[16] mit Melle bei Gent in Belgien.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater

Die Waldbühne Melle[17] ist eine Freilichtbühne in einem alten Steinbruch auf dem Meller Berg (Wiehengebirge), gegründet im Jahr 1950. In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 2007 wurde durch einen Brandanschlag ein großer Teil der Bühne und des Bühnenbildes zerstört. Nach den anschließend durchgeführten Erneuerungsarbeiten steht die Waldbühne wieder dem zahlreichen Publikum offen.

Der Kulturring Melle führt im „Städtischen Festsaal“ am Schürenkamp regelmäßige Theateraufführungen durch. Die Kulturwerkstatt Melle Buer organisiert mit unterschiedlichen Schauspieltruppen Aufführungen und von Laienspielvereinigungen finden in den Stadtteilen Gesmold, Sondermühlen (plattdeutsch im Januar) und Wellingholzhausen sowie Westerhausen (durch die Laienspielschar des Gesangvereins) weitere Veranstaltungen statt.

2007 gründete sich die Theaterbande Phoenix als ein Tourneetheater mit Spielstätten schwerpunktmäßig im Osnabrücker Land. Sitz der Theatergruppe ist Melle.

Museen
Automuseum Melle
Automuseum Melle
Hauptartikel: Automuseum Melle

Das Automuseum Melle liegt unweit des Meller Bahnhofs. In den denkmalgeschützten Hallen stehen auf drei Etagen knapp 3000 m² Fläche zur Verfügung, von denen zwei Etagen als Ausstellungsfläche und eine Etage als Fundus genutzt werden. Es zeigt den Besuchern etwa 300 Fahrzeuge verschiedener Epochen als Leihgaben in ständigem Wechsel. Das Automuseum wurde 1984 in Ibbenbüren gegründet. Im Jahre 1997 zog es in die Räume der ehemaligen Möbelfabrik Melchersmann an der Meller Pestelstraße um. Mehr als 2000 verschiedene historische Fahrzeuge wurden bislang präsentiert.[18]

Grönegaumuseum
Hauptartikel: Grönegaumuseum
Grönegaumuseum

Das Grönegaumuseum ist ein heimatgeschichtliches Museum. Es erstreckt sich über vier historische Gebäude, ein ansehnlichen Ensembles von regionaltypischen Fachwerkhäusern. Das älteste davon ist der 1527 erbaute Speicher. Am 18. Juni 1914 gab der damals neu gewählte Bürgermeister Meyer zum Gottesberge die Anregung, historische Gegenstände zwecks Gründung eines Museums zu sammeln. Aufgrund des Ersten Weltkrieges wurde das Anliegen erst 1919 vom Heimatverein umgesetzt. Die gesammelten Exponate lagerte man zunächst im Rathauskeller. 1936 entstand in dem von der Stadt erworbenen Haus des Amtsvogtes Stork in der Haferstraße das erste Museum. 1940 beschloss der Stadtrat die Gründung eines Museumshofes im Grönenbergpark. Hierzu wurde zunächst ein Gebäude von 1777 erworben. Die 1960 erfolgte Neugründung geht auf die Arbeit der Kulturhistorikerin Maria Heilmann zurück. Das Museum befasst sich mit der bäuerlichen und handwerklichen Tradition des Grönegaus und des Altkreises Melle. Zu sehen sind Exponate wie: Geschirr, Möbel, bäuerliche Gerätschaften, Kleidung sowie eine voll ausgestattete Schmiede und eine Tischlerwerkstatt. Das Museum liegt im Grönenbergpark zentral in Melle.[19]

Traktoren- und Landmaschinen-Museum

Das Traktoren- und Landmaschinen-Museum in Buer-Meesdorf zeigt historische Schlepper und andere alte landwirtschaftliche Maschinen. Es ist für Besucher an jedem ersten Sonntag im Monat geöffnet.[20]

Bauwerke
Profanbauten
Das Rathaus in Melle-Mitte
Meller Rathaus

Sitz der Verwaltung ist das Rathaus am Marktplatz nahe der katholischen und evangelischen Kirche. Schmuckstück des Hauses ist der Sitzungssaal mit großen bleiverglasten Buntglasfenstern auf denen neben Wappen und reichem Zierrat ein Spruch eingearbeitet wurde: Das Wohl der Gemeinde – das höchste Gesetz. 1910 als repräsentatives Gebäude errichtet, wurden in den 1960er und 70er Jahren einzelne Teilbereiche in neue Gebäude an der Gesmolder Straße, der Grönenberger Straße und dem Schürenkamp ausgelagert. Das älteste Rathaus wurde im Jahr 1649 durch einen Brand zerstört. Im Jahr des großen Meller Stadtbrandes 1720 fiel auch das zweite Rathaus den Flammen zum Opfer. Das daraufhin 1733 in einfacher funktionaler Bauweise erbaute dritte Rathaus wurde 1908 abgerissen, um für das heutige Platz zu schaffen.

Neben den Türmen der beiden Kirchen wirkt der Rathausturm zierlich. Für die Bürger ist er jedoch bedeutsam. In ihm ist ein Glockenspiel untergebracht, das täglich morgens um 8:00 Uhr einen Choral, mittags um 12:00 Uhr ein Volkslied und abends um 18:00 Uhr ein Abendlied erklingen lässt. Das Glockenspiel stiftete der nach Amerika ausgewanderte Meller Bürger John Kruse. Es erklang erstmals am 4. Advent 1924. Im Zweiten Weltkrieg mussten die Glocken abgegeben werden. Sie wurden zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Durch eine Spendenaktion konnten 1951 neue Glocken angeschafft werden.

Die Alte Posthalterei in der Haferstraße
Alte Posthalterei

Die ehemalige Meller Posthalterei wurde 1644 als Bürgerhaus errichtet. Es überstand als eines der wenigen Häuser den großen Stadtbrand von 1720. Im 18. und 19. Jahrhundert diente das Gebäude als Posthalterei und war im Besitz der Familie Meyer. Von etwa 1750 an bestand regelmäßiger Postverkehr für Personen und Güter nach Osnabrück und Bielefeld. Etwa 20 bis 25 Pferde standen in der Posthalterei für einen Wechsel bereit. Durchreisende Gäste konnten hier ein Quartier für die Nacht erhalten. Später wurde das Gebäude als Geschäftshaus mit dem Namen Haus Prior genutzt. 1987/88 wurde es von der Stadt Melle restauriert und in Alte Posthalterei umbenannt. Heute finden hier öffentliche Veranstaltungen wie beispielsweise Vernissagen statt. Die Regenwalder Heimatstube dokumentiert die Verbundenheit zur Partnerstadt Regenwalde.

Schloss Gesmold
Hauptgebäude des Schlosses Gesmold
Hauptartikel: Schloss Gesmold

Um das Jahr 1000 legten Franken an der alten westöstlichen Heerstraße entlang dem Wiehengebirge einen Meyerhof an, der zur Beaufsichtigung und zum Schutz der Wege von Osnabrück über Gesmold und Melle nach Herford diente. Die Ansiedlung erhielt den Namen „Gesmelle“, frei übersetzt „Hof vor Melle“. Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 1160. Mit ihr erhielt Bernhard von Gesmel vom Osnabrücker Bischof zur Abwehr von Gefahren das Recht, eine Burg zu errichten. Im Sumpfgelände an der Else wurde auf Eichenstämmen ein Wohn- und Wehrturm erbaut und mit breiten Gräben gesichert. Das Schloss ist im 13. Jahrhundert erbaut worden und erfuhr in den Jahren 1544 bis 1559 eine Erweiterung. Die Schlossanlage hatte zwei Vorburgen und war von drei Befestigungsgräben umgeben. Über diese führte jeweils eine Zugbrücke zum Hauptgebäude. In der Barockzeit entstand ein französischer Garten mit Freitreppe und eine Orangerie. Später wurden Garten und Park im englischen Stil umgestaltet.[21]
Nachfolgend die Droste oder Freiherren auf Schloss Gesmold:

von ca. 1100 bis 1400 die Herren von Gesmel; von 1400 bis 1540 die Herren von dem Bussche; von 1540 bis 1608 die Droste von Amelunxen; von 1608 bis 1664 die Bischöfe von Osnabrück u. a. Kardinal Franz Wilhelm Reichsgraf von Wartenberg; seit 1664 bis heute die Freiherren von Hammerstein.

Das Gut Ostenwalde
Gut Ostenwalde
Hauptartikel: Gut Ostenwalde

Das Gut Ostenwalde ist eine Schlossanlage zwischen den Stadtteilen Oldendorf und Buer gelegen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1343. Besitzer war schon zu dieser Zeit die Familie von Vincke. Das Gut besteht aus einem dreiflügeligen Herrenhaus. Die Bauabschnitte stammen aus den Jahren 1698, 1780 und 1908. Auf dem Gelände befindet sich auch eine Ölmühle von 1681. Am Eingang an der Straße steht ein Brunnen mit wasserspeiendem Widderkopf. Ostenwalde war nach dem Zweiten Weltkrieg für einige Jahre Hauptquartier von Feldmarschall Bernard Montgomery. Auf dem Gelände der alten Orangerie finden heute regelmäßig Vernissagen statt.

Diedrichsburg
Die Diedrichsburg

Die Diedrichsburg ist eine Höhenburg im neogotisch/neoromanischen Stil als Nachahmung eines mittelalterlichen Wehrturmes. Sie wurde auf dem Höhenzug des Meller Berges erbaut. Die Burg liegt inmitten des mehr als 200 ha großen Wildparks Diedrichsburg mit zahlreichen, freilaufenden Wildschweinen und Rehwild. Sie entstand im Zuge des Historismus und der Burgenromantik in den Jahren 1844 bis 1860 im Auftrag von General Ernst Freiherr von Vincke. Die Familie von Vincke hat auf dem nahe gelegenen Gut Ostenwalde einen Sitz.[22] Vollendet wurde der Bau unter Ernst von Vinckes Schwiegersohn Graf Werner von der Schulenburg-Wolfsburg. Baumeister war der königlich-hannoversche Baurat Emanuel Quaet-Faslem.

Weitere Sehenswürdigkeiten
Gut Sondermühlen
Im Haus vor Melle lebte Justus Mösers Tochter Jenny von Voigts, eine Brieffreundin Goethes von 1768 bis 1796.
Die Schlossanlage Gut Bruche befindet sich östlich von der Innenstadt.
Das Gut Rabingen ist ein Herrschaftsgebäude nahe am Grönenbergpark in der Meller Innenstadt.
Die Anlage des Gutes Sondermühlen, umgeben von einer Teichanlage, liegt östlich des Stadtteils Sondermühlen.
Das Gut Warmenau ist ein ehemaliges Rittergut im Ortsteil Schiplage-St. Annen, unmittelbar an der Grenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
Das Schloss Königsbrück, im Stadtteil Neuenkirchen, ist eine vormals als dreigeschossige Wasserburg erbaute Vierflügelanlage im Stil der Weserrenaissance, die von einem Doppelgrabensystem umgeben war.
Die Hoyeler Mühle ist eine alte Windmühle in Westhoyel.
Ein historischer Kalkofen liegt am Westerhausener Berg. Er wurde 1996 renoviert.

Gut Bruche

Torhaus des Gutes Warmenau

Schloss Königsbrück

Windmühle in Westhoyel

Alter Kalkofen in Westerhausen

Kirchengebäude
Die St.-Matthäus-Kirche (römisch-katholisch) in Melle-Mitte ist mit dem Martyrium des heiligen Matthäus ausgestattet. Das Gemälde, das der Domherr in Osnabrück und Minden sowie Propst an St. Johann in Osnabrück, Theodor Heinrich von Nehem, 1681 stiftete, malte in dessen Auftrag vermutlich der aus Italien stammende Andrea Alovisii, der fast 20 Jahre lang als Hofmaler in den Diensten des Fürstbischofs von Osnabrück, Franz Wilhelm von Wartenberg, stand. Die historisch wertvolle Barockorgel (1713) von Hinrich Klausing wurde 2008/09 durch die Orgelbaufirma Ahrend restauriert.
Die St.-Petri-Kirche (evangelisch-lutherisch) in Melle-Mitte stammt aus dem Jahr 1721. Der Barockaltar von Ernst Dietrich Bartels entstand 1723. Die historisch wertvolle Barockorgel von Christian Vater, erbaut 1724 wurde im Jahr 2000 durch die Orgelbaufirma Edskes restauriert. Die Emporenbrüstung trägt die Wappen der Grönegauer Adelsgeschlechter.
Die St.-Petrus-Kirche (römisch-katholisch) in Gesmold wurde 1835 von Bruno Emanuel Quaet-Faslem erbaut. Als Vorbild diente das römische Pantheon.
Die Marienkirche (evangelisch-lutherisch) in Oldendorf besitzt einen sehenswerten Flügelaltar von 1520. Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1644.
Die St.-Martini-Kirche (evangelisch-lutherisch) in Buer wurde 1855 erbaut. Ihre Decke des Altarraums ist einem Sternenzelt nachempfunden. Auf der Empore befindet sich ein Orgelinstrument aus der Romantik.
Die St.-Johannes-Kirche (römisch-katholisch) in Riemsloh wurde 1462 errichtet. Sie besitzt neben einem barocken Hochaltar ein spätgotisches Sakramentenhäuschen von 1500 und eine Bronzeglocke 1522 gegossen. Die zweimanualige Orgel stammt aus der Romantik und wurde 1980 renoviert.
Die St.-Antonius-Kirche in Hoyel (evangelisch-lutherisch) besitzt eine Kanzel von 1583 sowie einen spätklassizistischer Altar von 1843.
Die Kapelle Groß-Aschen (evangelisch-lutherisch) stammt aus dem Jahr 1697. Im Altarraum steht ein spätgotischer Altarschrein.
Die St.-Anna-Kirche (römisch-katholisch) in Schiplage-St. Annen ist mit einer Kanzel und einem Chorgestühl aus der Spätrenaissance. Die Wände und Decken sind mit reicher Malerei verziert. Der Taufstein wurde von der Familie zu Nehem auf Gut Sondermühlen 1666 gestiftet. Sie erhielt 1982 eine neue Orgel der Fa. Orgelbau Kreienbrink aus Osnabrück. Der Orgelprospekt wurde der historischen Kircheneinrichtung angepasst.
Die Christophorus-Kirche (evangelisch-lutherisch) liegt im Ortskern des Stadtteils Neuenkirchen.
Die St.-Marien-Kirche (römisch-katholisch) in Sondermühlen stammt aus dem 19. Jahrhundert. Neben dem originalen Inventar besitzt sie eine romantische Orgel die Mitte der 1980er Jahre von der Orgelbaufirma Franz Breil renoviert wurde. Der obere Teil des Kirchturms, sowie das Dach wurden im Jahr 2012/13 aufwändig saniert.
Die St.-Bartholomäus-Kirche (römisch-katholisch), im Volksmund auch Grönenberger Dom genannt, steht im Stadtteil Wellingholzhausen.

St.-Bartholomäus-Kirche, Wellingholzhausen

St.-Martini-Kirche, Buer

St.-Antonius-Kirche, Hoyel

Christophorus-Kirche, Neuenkirchen

St.-Petrus-Kirche, Gesmold

Sternwarte Melle
Aussichtstürme

Im Gebiet der Stadt Melle stehen verschiedene Aussichtstürme: auf der Ottoshöhe am Südhang der Meller Berge der 28,5 Meter hohe, überdachte, aus Holz gebaute Aussichtsturm Ottoshöhe; auf dem Gipfel des Beutlings in Wellingholzhausen ein 30 Meter hoher Turm; auf der Friedenshöhe in Buer ein 28,6 Meter hoher Holzturm und auf dem Meller Berg im Wildpark Diedrichsburg die Diedrichsburg mit Aussichtsplattform auf dem 26 Meter hohen Burgturm.

Sternwarten

In der Umgebung von Melle befinden sich zwei Sternwarten, die regelmäßig öffentliche Führungen anbieten. Die EXPO-Sternwarte in Melle-Oberholsten betreibt das größte Newton-Teleskop, das für die öffentliche Beobachtung genutzt wird.[23]

Parks

Parks sind der Grönenbergpark, der Kurpark und der Friedenspark in Melle, der Bürgerpark in Wellingholzhausen, der Park der Generationen in Neuenkirchen und der Umweltbildungsstandort Bifurkation in Gesmold.

Naturdenkmäler

Naturdenkmäler sind das Hasequellgebiet bei Melle-Wellingholzhausen mit der Hasequelle, Almaquelle und den Rehquellen sowie die Bifurkation bei Melle-Gesmold mit dem Umweltbildungsstandort.

Upmeyers Eiche bei Wehringdorf mit einem Brusthöhenumfang von 7,50 m (2014).[24]

Grönenbergpark (von Süden)

Grönenbergpark (von Norden)

Hasequelle im Stadtteil Wellingholzhausen

Die Bifurkationen der Hase links und Else rechts

Die Else im Stadtteil Bruchmühlen

Regelmäßige Veranstaltungen

Das Schützenfest in Wellingholzhausen im Juni ist das größte Schützenfest im Grönegau und eines der größten im Landkreis Osnabrück. Es ist mit einem großen Ulkumzug, ähnlich den Rosenmontagszügen im Rheinland, verbunden. Das Fest lockt jedes Jahr mehrere tausend Besucher an.

Von April bis September finden die Scheunenfeten der ortsansässigen Landjugenden statt und alle zwei Jahre wird das Drachenfest auf dem Flugplatz Melle-Grönegau mit nationalen und internationalen Drachenmeistern veranstaltet.

Jedes Jahr werden im Stadtgebiet drei große Gewerbeschauen durchgeführt: Die Aktiva in Wellingholzhausen (Gewerbegebiet und Ortskern), sowie Gewerbeschauen in den Gewerbegebieten Gerden und Bakum.

Jährlich am zweiten Wochenende im September findet im Ortsteil Altenmelle das über die Grenzen des Grönegau hinaus bekannte Erntedank- und Volksfest statt. Es wird abwechselnd von der Freiwilligen Feuerwehr Altenmelle und dem Männergesangverein „Liedertafel“ ausgerichtet.

St. Petri-Kirche mit dem Logo „Fabelhaftes Melle“ 2016
Beleuchteter Kurpark zum „Fabelhaften Melle“ 2013

Die Gesmolder Kirmes im September ist das größte Volksfest im Grönegau. Sie findet jeweils im 3. Wochenende im September dem Kirchweihfest der St.-Petrus-Kirche und am darauffolgenden Montag statt. 2010 feierte die Kirmes ihr 500-jähriges Jubiläum. Hier gab es auch einen 4. Kirmestag am Freitag. Die Wellingholzhausener Kirmes ist jedes Jahr im Juli.

Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind der Bifurkationstag, der Buer Markt, der Geranienmarkt in Melle, das Bürgerparkfest in Wellingholzhausen, das Herbstfest in Bruchmühlen alljährlich am 3. Oktober, immer gemeinsam mit dem Stadtteil Bruchmühlen der nordrhein-westfälischen Stadt Rödinghausen, und die „Burstien“ im Juni[25] als Versammlungen der Bürger, die im Stadtteil Gesmold aus der Tradition der Bauerschaften erhalten geblieben sind, sowie das 24-Stunden-Schwimmen im Freibad von Wellingholzhausen.

Seit 2003 findet im Oktober/November Fabelhaftes Melle statt. Dabei werden in der Innenstadt verschiedene Gebäude und der Kurpark farbig beleuchtet.
Die Weihnachtsmärkte finden jährlich im Advent in Melle-Mitte (rund um die St. Matthäuskirche und das Rathaus) und in den Stadtteilen Gesmold, Wellingholzhausen, Neuenkirchen und Buer statt.

Kulinarische Spezialitäten

Eine Besonderheit der örtlichen Küche ist Gesmolder Pickert. Er wird als Kastenpickert zubereitet.[26] Er wird in einer Kastenkuchenform ähnlich einem Brot gebacken, nach dem Auskühlen in Scheiben geschnitten und diese in einer Pfanne mit heißem Fett gebraten.[27]

Wirtschaft und Infrastruktur
Luftaufnahme von Melle-Mitte

Ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor der Stadt Melle ist die Holz- und Metallverarbeitung. Weitere Zweige gibt es in der Nahrungs-, Gummi- und Kunststoffverarbeitung. In den vergangenen Jahren hat sich Melle auch immer mehr zum Logistikstandort entlang der A 30 entwickelt.

Ansässige Unternehmen (Auswahl)
Fa.Starcke-Melle um 1900

Eins der ältesten Meller Werke ist die Firma Carl Starcke-Melle. Die Firma besaß das Zündholzmonopol. Ebenso wurde Tinte und Schuhkreme hergestellt. Heute hat sich das Unternehmen auf die Herstellung von Schleifmitteln spezialisiert.

Die Firma Spartherm Feuerungstechnik GmbH[28] zählt zu den größten Arbeitgebern der Region und stellt in Melle ca. 50.000 Einheiten Kaminöfen, Kaminkassetten und Brennzellen her. Sie wurde von Gerhard Manfred Rokossa im Jahre 1986 gegründet und gehört nun als anerkannter Markenhersteller zu den Marktführern ihrer Branche.

Die Tetra GmbH ist eine Tochter des Spectrum Brands Konzern und gehört zu den weltweit bedeutendsten Herstellern von aquaristischem Zubehör. Sie wurde 1949 von Ulrich Baensch in Melle gegründet.

Im Stadtteil Gesmold befindet sich an der A 30 die Dynamic Parcel Distribution (DPD), früher „Deutscher Paket Dienst“, mit ihrem größten Umschlaglager in Europa.

Das Werk Schomäcker-Federnwerk hat seinen Stammsitz im Stadtteil Altenmelle. Auf einem Areal von 40.500 Quadratmetern produziert es 3000 verschiedenartige Federnmodelle. Pro Jahr werden ca. 20.000 Tonnen hochwertigen Stahls verarbeitet. Das Unternehmen wurde 1880 als Wagenfedernfabrik gegründet.

Im Stadtteil Buer hatte die Firma Burton GmbH Melle ihren Firmensitz. Sie wurde 1887 als Familienunternehmen gegründet und hieß zunächst „Schiefertonwerke Buer“ und wurde zum weltweiten Marktführer im Bereich der Fein- und Grobkeramik bei Feuerfest-Systeme für den keramischen Ofenbau.[29] Im Juli 2013 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden und wurde im August 2013 von der Refratechnik Gruppe aus Ismaning bei München übernommen.

Dampfgenerator der Möbelfabrik Kruse Melle

Die Firma Assmann-Büromöbel liegt im Stadtteil Westerhausen. Heinrich Assmann gründete 1939 die Firma mit der Übernahme einer Tischlerei. Das Unternehmen zählt heute 300 Mitarbeiter und hat sich spezialisiert auf die Fertigung hochwertiger Büromöbel.

Die Josef Hebel GmbH ein Unternehmen der Sparten Hoch- und Tiefbau, Ingenieurbau, Straßenbau, Tragwerksplanung, Kanal- und Wasserbau hat ihre Firmenzentrale in Melle. Filialen befinden sich in Süddeutschland und Ungarn. Eine Besonderheit des Unternehmens ist die Erfindung des Hebel Gasbetons.

Die Firma ProjectWizards GmbH hat den Firmenhauptsitz in Melle. Das Unternehmen erstellt und vertreibt Software (insbesondere für Mac OS X und iOS) im Bereich Projektmanagement.

In den 1930er Jahren wurde die Firma Melos-Gummiwerke gegründet. Der Firmenhauptsitz war Melle mit einer Filiale in Osnabrück. In den 1970er Jahren wurde das Firmengelände erweitert zur Herstellung von Compounds für die Kabelindustrie und EPDM-Granulat für Bodenbeläge. Im Jahr 2000 fusionierte das Werk mit dem Konzern M. A. Hanna und Geon (Cleveland, Ohio) zum PolyOne-Konzern Melos GmbH. Melos wurde im Jahr 2004 wieder konzernunabhängig.

Die Westland-Gummiwerke wurden 1920 durch Ernst zur Nedden gegründet. Zunächst wurden Gummi-Formartikel wie Schuhabsätze produziert. 1941 erweiterte sich die Herstellung durch Artikel für die Zweiradindustrie und 1959 für die Sportindustrie. Das Unternehmen verfügt heute über zahlreiche Filialen und Lizenzkooperationen in allen Erdteilen.

In Bahnhofsnähe gelegen ist die Firma Neuero Industrie- und Fördertechnik. Das Unternehmen begann zunächst mit der Herstellung von Landmaschinentechnik.

1976 wurde die Firma Ruwac-Industriesauger gegründet. Sie hat heute Niederlassungen in allen Erdteilen und gehört zu den Marktführern bei der Projektierung, Konstruktion und dem Bau von Industriesaugern und Absauganlagen.

In der Wellingholzhauser Straße befindet sich die Firma Heitling-Fahrzeugbau. Die Firma produziert auf einer Werksfläche von 9000 Quadratmetern Silo-, Kippfahrzeuge, Auflieger und Anhänger. Sie ist Partner der Mineral-, Futtermittel- und Holzpelletindustrie.

Die Firma Huning-Maschinenbau ist im Bereich Umwelttechnik/Biogas und Blechbearbeitung tätig.

Meller Kreisblatt, vormals Haus vor Melle
Medien
Meller Kreisblatt,[30] erscheint als regionale Tageszeitung der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).[31] Die Redaktion und Druckerei war lange Zeit in der Meller Haferstraße gegenüber der Alten Posthalterei ansässig. Heute ist der Sitz des Kreisblatts an der Stelle des so genannten Hauses vor Melle, das sich nördlich des Zentrums vor dem ehemaligen Stadttor befand. Das Haus vor Melle wurde nach dem Stadtbrand von 1720 von den örtlichen Protestanten für Gottesdienste genutzt. Justus Mösers Tochter Jenny von Voigts, eine Brieffreundin Goethes, lebte darin von 1768 bis 1796. Das ursprüngliche Gebäude wurde im frühen 19. Jahrhundert neu errichtet.
melle.tv,[32] ist ein Online Portal für lokalrelevante TV Magazine so wie Beiträge für Melle und Umgebung. melle.tv ist ein Produkt der Multimedia Agentur Melle.
Melle Stadt Journal,[33] Magazin für Gesellschaft, Kultur und Leben. Es erscheint jeden zweiten Monat und ist als Print- und Online Ausgabe erhältlich. Aktuelle, lokale, sowie informative und unterhaltsame Themen werden redaktionell aufgearbeitet. Melle Stadt Journal ist ein Produkt der Multimedia Agentur Melle.
Melle-Geschichte,[34] berichtet regional aus Melle im Internet über geschichtliche Themen, Sehenswürdigkeiten (mit Fotos), Öffnungszeiten verschiedener Einrichtungen, Naturdenkmale etc.
QUARTAL,[35] Magazin für Politik, Gesellschaft, Kultur, Leben & LebensArt im Grönegau. Die Redaktion befindet sich in der historischen Kirchhofsburg in Melle-Buer.
Grönegau Rundschau,[36] die Zeitung berichtet 14-täglich über regionale Themen und Veranstaltungen.
Verkehr
Straßenverkehr
Autobahn (A 30) bei der Abfahrt Melle-West

Melle ist über die Bundesautobahn A 30, die das Stadtgebiet in west-östlicher Richtung durchquert, an das Fernstraßennetz angebunden. Von Westen kommend ist die erste Abfahrt Gesmold, es folgen die Abfahrten Melle West, Melle Ost und Riemsloh, ehe die die Autobahn das Stadtgebiet verlässt. Die nächste Abfahrt Bruchmühlen bezeichnet nicht den Meller Stadtteil Bruchmühlen, sondern den gleichnamigen Ortsteil von Rödinghausen.

Schienenverkehr

Der Bahnhof Melle liegt an der Bahnstrecke Löhne–Rheine. Er wird im Zweistundentakt vom RE 60 „Ems-Leine-Express“ Rheine–Osnabrück–Minden–Hannover–Braunschweig sowie im Stundentakt von der RB 61 „Wiehengebirgsbahn“ Bad Bentheim–Osnabrück–Herford–Bielefeld bedient, und täglich von rund 1.300 Fahrgästen genutzt[37]. Weitere Haltepunkte der RB 61 im Stadtgebiet sind Bruchmühlen und Westerhausen.

In den Regionalzügen gilt der Niedersachsentarif, außerdem können die Pauschalangebote des NRW-Tarifs genutzt werden. Anbieter im Schienenpersonennahverkehr sind die DB Regio Nord (nur Bahnhof Melle, Regional-Express) und seit Dezember 2007 fährt im Öffentlichen Personennahverkehr die Westfalenbahn und hält an allen drei Bahnhöfen.

Busverkehr
Busbahnhof Melle ZOB

Das Stadtgebiet wird von einem sternförmigen Busnetz erschlossen. Der Betreiber der Linien in und um Melle ist die Conrad Schrage Reisen GmbH & Co. KG. Eine Regionalbuslinie verbindet Melle im Stundentakt mit Bissendorf und Osnabrück. Bustreffpunkt ist der ZOB in der Nähe des Stadtzentrums, etwa 800 m vom Bahnhof entfernt. Eine Buslinie bedient zeitweise den Bahnhof direkt, andernfalls eine Haltestelle in etwa 200 m Entfernung. Die Stadt hat ein Nachtbusnetz mit sechs Linien. Im Busverkehr des Landkreises Osnabrück gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS).

Hauptartikel: Stadtbus Melle
Flugverkehr
Flugplatz Melle-Grönegau

Der Meller Flugplatz ist ein ehemaliger Militärflugplatz und heute als Sonderlandeplatz klassifiziert. Er liegt etwa 1,5 Kilometer östlich der Innenstadt. Hier starten und landen Segelflugzeuge sowie ein- und zweimotorige Motorflugzeuge. Der Flugplatz weist eine 750 Meter lange Asphaltbahn auf und hat weiterhin eine 1,1 Kilometer lange Grasbahn, vier Hallen, darunter zwei Rundhallen, einen Tower und ein Clubheim sowie eine kommerzielle Flugzeugwerft (Fa. ATC), die sich mit dem Service und der Entwicklung von Luftfahrtgeräten der General Aviation beschäftigt. Der Aero-Club Bünde e.V. und der SFC Melle e.V. mit zusammen über 400 Mitgliedern nutzen das Gelände gemeinsam.

Die British Air Force of Occupation verwendete den Platz, der von den Alliierten als Airfield B.115 bezeichnet wurde, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges als Stützpunkt, insbesondere des persönlichen Flugzeuges von Feldmarschall Montgomery.

Flughafen Münster/Osnabrück

Der Münster Osnabrück International Airport ist ein internationaler Verkehrsflughafen. Er liegt in Nordrhein-Westfalen, knapp 60 km von Melle bzw. 30 km von Osnabrück entfernt auf dem Gebiet der Stadt Greven. Er ist von Melle aus über die A 30 bis Kreuz Lotte/Osnabrück und weiter in südlicher Richtung über die Bundesautobahn 1, Anschlussstelle 74 (Ladbergen), Anschlussstelle 76 (Greven), die Bundesstraße 475 sowie den direkten Autobahnanschluss Nr. 75, Flughafen Münster-Osnabrück von der Autobahn aus erreichbar. Außerdem ist er mit der Flughafenbuslinie X150 über Osnabrück zu erreichen.

Wanderwege

Im Meller Stadtgebiet sind mehrere Kilometer örtliche und überörtliche Wanderwege wie der etwa 90 km lange Ahornweg vorhanden.

Ebenfalls gut erschlossen ist das Radwandernetz. Größere Radfernwege sind der Hase-Ems-Radweg (265 km) und der Else-Werre-Radweg (54,5 km).

Öffentliche Einrichtungen
Begegnung und Freizeitgestaltung
Forum Melle (Stadthalle)[38]
Festsaal Melle (Theater)
Stadtbücherei[39]
Haus des Gastes Wellingholzhausen
Heimathaus Gesmold
Jugend- und Kulturzentrum „Altes Stahlwerk“
Kulturzentrum Buer[40]
Frei- und Hallenbäder: Wellenfreibad Melle, Hallenbad Melle, Beheiztes Freibad Wellingholzhausen, Beheiztes Freibad Riemsloh, Freibad Oldendorf, Freibad Neuenkirchen
Stiftungen
Sparkasse Melle
Stiftung „Abenteuer Menschlichkeit“ des DRK Kreisverband Melle e. V.[41]
Stiftung „Bürgerstiftung“ der Kreissparkasse Melle.[42]
Rettungsdienste und Feuerwehr

Im Stadtgebiet Melle befinden sich 16 Feuerwehrstützpunkte (Altenmelle, Bakum, Buer, Hoyel, Riemsloh, Groß-Aschen, Bruchmühlen, St. Annen, Neuenkirchen, Wellingholzhausen, Gesmold, Oldendorf, Niederholsten, Markendorf, Tittingdorf und Melle-Mitte) und zwei Werkfeuerwehren der Firma Schomäcker Federnwerk (Altenmelle) sowie der Firmen Westland Gummiwerke und Assmann Büromöbel (Westerhausen).

Weiterhin befinden sich fünf Deutsche Rote Kreuz (DRK) Standorte, von dem fünf weitere Rettungswagen und ein Krankenwagen durch ehrenamtliche Einsatzkräfte ausrücken können.
Außerdem ist ein Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) in Melle vorhanden.

Außerdem sind in der Rettungswache des „Rettungsdienstes und Krankentransport im Landkreis Osnabrück e. V.“ drei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug stationiert.

Klinikum

1894 entstand in Melle das erste Krankenhaus, das Evangelische Krankenhaus Melle unter der Trägerschaft der evangelisch luth. Kirchengemeinde in Melle. Der Begründer war Pastor Tiemann. 1930 wurde dieses Haus um die Chirurgie mit einem Operationssaal erweitert. 1958 entstand die Isolierstation mit 18 Betten. 1968 wurde ein sechsgeschossiger Erweiterungsbau eingeweiht. Die ärztliche Versorgung nahmen bis 1945 die Hausärzte wahr. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm ein Chefarzt für die chirurgische und ein weiterer Chefarzt für die innere Abteilung die Leitung des Hauses. Angeschlossen waren drei Schulen zur Ausbildung des Schwesternnachwuchses, die Pflegevorschule, die Krankenpflegeschule und die Pflegehelferinnenschule. In dem nach der Errichtung des neuen Hauses freigewordenen Altbaus wurde eine Abteilung für Geriatrie eingerichtet.

1896 gründete Dechant Siebenbürgen das Katholische St. Matthäusstift. Es stand in der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde. Die Betreuung der Kranken übernahmen Schwestern des Klosters der Thuiner Franziskanerinnen. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgte die ärztliche Versorgung ausschließlich durch praktische Ärzte. Nach 1945 wurde das reine Belegkrankenhaus zu einem Anstaltskrankenhaus mit hauptamtlich angestellten Fachärzten. Für Schwestern entstand ein Wohnheim mit 42 Plätzen.

Bis 1999 waren beide Häuser selbstständig. Am 1. Oktober 1999 wurden im Zuge einer Neustrukturierung beide Einrichtungen in die Rechtsträgerschaft Christliches Gesundheits- und Pflegezentrum GmbH überführt, an der die Stiftungen der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden paritätisch beteiligt sind. In einem zweiten Schritt erfolgte am 1. Dezember 2003 die Fusion zum Christlichen Klinikum Melle.[43]

Bildung

Im Stadtgebiet befinden sich elf Grundschulen, fünf Hauptschulen mit zwei Außenstellen, drei Realschulen[44] mit einer Außenstelle, ein Gymnasium[45], eine Berufsbildende Schule,[46] eine Freie Waldorfschule, eine Gesamtschule, eine Sonderschule, eine Schule für Erziehungshilfe, sowie die Berufsakademie Melle Holztechnik.[47]

Hauptartikel: Gymnasium Melle
Sport

Bereits vor den 1930er Jahren gab es in Melle mehrere Sportvereine: TV Melle, Meller TB, SV Melle. 1935 schlossen sie sich zum Sportvereins VfL 1887 zusammen. Im Januar 1946 entstanden mit dem TuS Grönenberg Melle und TuS Einigkeit Melle zwei neue Sportvereine in der Stadt. TuS Melle benannte sich noch im Laufe des Jahres in TuRa Grönenberg Melle um.

1956 gehörte TuRa Grönenberg Melle zu den Gründungsmitgliedern der Amateurliga Niedersachsen. Im zweiten Jahr der Ligazugehörigkeit gelang der Aufstieg in die Amateuroberliga Niedersachsen. 1963 qualifizierte sich TuRa Grönenberg Melle für die neu geschaffene Verbandsliga und hielt sich bis zur Einführung der nunmehr drittklassigen Oberliga Nord 1974 in der Liga. Bis 1973 hatte die erste Mannschaft mit dem Ex-Nationalspieler Horst Szymaniak einen prominenten Trainer.

Da sich TuRa Grönenberg Melle vor allem dem Breitensport widmete, gelang der Fußballmannschaft keine Rückkehr in den höherklassigen Ligabereich. Im März 2003 fusionierte der Verein mit dem Lokalrivalen TuS Melle zum SC Melle 03. Der Verein bietet neben der Fußballabteilung ebenso Badminton, Ballett und Modern Dance, Basketball, Fußball, Handball, Kampfsport/Kampfkunst, Leichtathletik, Orientierungslauf und Outdoorsport, Radsport, Reha-Sport, Schach, Schwimmen, Sportabzeichen, Tanzen, Tischtennis, Turnen, und Volleyball an.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger

Das Ehrenbürgerrecht wurde 1869 in Melle zum ersten Mal verdienten Bürgern bei kommunalen Veranstaltungen und großen Feiern verliehen.[48]

Justus Dieterich Block (* 20. März 1788; † 10. Juni 1871), Consistorialrat und Superintendent
Verleihung am 26. Oktober 1869
Johann Heinrich Bitter (* 25. Juli 1804; † 18. September 1883), Geheimer Sanitätsrat
Verleihung am 4. Februar 1876
August Titgemeyer (* 22. Juli 1834; † 11. August 1919), Kaufmann und Bürgervorsteher
Verleihung am 22. Juli 1914
Carl Starke (* 17. Februar 1845; † 26. Juli 1934), Fabrikant und Senator
Verleihung am 26. Oktober 1923
Conrad Caesmann (* 4. März 1852; † 12. Juli 1936), Bäckermeister und Senator
Verleihung am 8. Januar 1923
Heinrich Budke (* 17. November 1860; † 21. August 1934), Konrektor a. D. und ehemaliger Senator
Verleihung am 2. August 1933
Ernst Ebermeier (* 27. Juli 1862; † 14. Januar 1936), Apothekenbesitzer und Senator
Verleihung am 27. Juli 1932
Johann Uttinger (* 3. August 1879; † 23. Oktober 1968), ehemaliger kaufmännischer Angestellter und Bürgermeister
Verleihung am 3. August 1964
Maria Heilmann (* 8. November 1887; † 12. März 1969), Historikerin, Trägerin des Niedersächsischen Verdienstordens 1. Klasse[49]
Verleihung am 5. Juni 1968
Wilhelm Fredemann (* 15. April 1897; † 11. Oktober 1984), ehemaliger Realschulrektor, Schriftsteller und Historiker
Verleihung am 14. April 1977
Josef Stock (* 11. Juli 1938), ehemaliger Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident Niedersachsens, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Melle
Verleihung am 27. Juni 2007

Am 31. Oktober 1937 wurden dem damaligen preußischen Ministerpräsidenten und späteren Reichsmarschall Hermann Göring, dem Reichsjugendführer Baldur von Schirach und dem Gauleiter Weser-Ems Carl Röver das Ehrenbürgerrecht verliehen. Sie wurden nach dem Zweiten Weltkrieg durch Stadtratsbeschluss von der Liste Meller Ehrenbürger entfernt.

Söhne und Töchter der Stadt

Hermann von der Hardt

Erzbischof Albert Bitter

August Vordemfelde

Ludwig Münchmeyer

Heinrich Stühlmeyer

Josef Stock

Karl-Dieter Möller

Ernst-August Hoppenbrock

Peter Neubäcker

Dietmar Wischmeyer

Ludger Stühlmeyer

Thomas Stühlmeyer

Johannes Heringsdorf (1606–1665), Jesuit und Kirchenlieddichter.
Johann Lucas Pestorf (1638–1693), Theologe, Generalsuperintendent und Abt des Klosters Riddagshausen.
Hermann von der Hardt (1660–1746), Historiker und Orientalist.
Eduard Niemann (1804–1884), Theologe, Mitglied des Konsistoriums in Hannover und Generalsuperintendent der Generaldiözese Calenberg.
Karl Wedekind (1809–1881), Unternehmer und Mäzen
Ludwig von Hammerstein (1832–1905), Jesuitenpater und geistlicher Schriftsteller.
Albert Bitter (1848–1926), apostolischer Vikar von Schweden, Erzbischof in Stockholm.
Otto von Pestel (1848–1919), Landrat des Landkreises Melle und preußischer Politiker.
Matthias Rosemann (1866–1961), katholischer Geistlicher
August Vordemfelde (1880–1972), Politiker (DNVP).
Ludwig Münchmeyer (1885–1947), evangelischer Pastor auf der Nordseeinsel Borkum und Reichsredner der NSDAP. Später war er Abgeordneter des Wahlkreises 31 in Württemberg.
Wilhelm Fredemann (1897–1984), Rektor, Schriftsteller und Historiker der Regionalgeschichte.
August Hoppenbrock (1905–1976), Politiker.
Heinrich Stühlmeyer (1907–1978), Stiller Held des Widerstandes. Aufgrund seines Einsatzes für die katholische Kirche und Verfolgte des 3. Reiches wurde er in das KZ Emslandlager verbracht.[50]
Albert Lütkemeyer (1911–1947), SS-Hauptsturmführer und Schutzhaftlagerführer.
Ilse Losa (1913–2006), Schriftstellerin und Verlagslektorin, Jüdin die kritisch gegen Adolf Hitler Stellung bezog.
Willy Potthoff (1925–2006), Reformpädagoge, Professor und Rektor der Pädagogischen Hochschule Freiburg.
Josef Stock (* 1938), ehemaliger Innenminister von Niedersachsen und Bürgermeister in Melle.
Karl-Dieter Möller (* 1945), ehemaliger Fernsehjournalist, bis 2010 justizpolitischer Korrespondent der ARD.
Ernst-August Hoppenbrock (* 1948), Politiker.
Christoph Büttner (* 1949), Admiralstabsarzt der Bundeswehr.
Ulrich Schröder (* 1952), Bankmanager, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.
Peter Neubäcker (* 1953), Musiker und Erfinder.
Dietmar Wischmeyer (* 1957), Rundfunk-Autor, Kolumnist und Satiriker.
Christine Eichel (* 1959), Journalistin, Schriftstellerin, Leiterin des Kulturressorts des Magazins Focus.
Ludger Stühlmeyer (* 1961), Musikdirektor ACV, Musikwissenschaftler und Komponist.
Thomas Stühlmeyer (* 1964), Pastoraltheologe
Axel Bulthaupt (* 1966), Fernsehmoderator der ARD und des MDR.
Jörg Bode (* 1969), deutscher Fußballer.
Karim Köster (* 1973), deutscher Schauspieler.
Lars Schiersand (* 1975), deutscher Fußballer.
Mehmet Yozgatlı (* 1979), türkischer Fußballprofi.
Thomas Kröger (* 1979), Volleyball-Nationalspieler.
Anja Brinker (* 1991), Kunstturnerin, Teilnehmerin und Medaillengewinnerin der Europameisterschaften und der Olympischen Spiele.
Siehe auch: Söhne und Töchter der Pfarrgemeinde St. Matthäus Melle
Personen, die mit Melle in Verbindung stehen

Georg Christoph Freiherr von Hammerstein

Jenny von Voigts

Friedrich Leopold Graf zu Stolberg

Bernard Wieman (rechts am Cello)

Lothar Mohn

Johannes Kersebroke, 1265 Drost der Grafen von Ravensberg. Das Stammhaus der Familie (heute Schloss Brincke) befand sich im Ortsteil Kerßenbrock bei Wellingholzhausen.
Heinrich von Vincke, Ritter, erwarb das Gut Ostenwalde und trat 1278 dem Grönenberger Ritterbund bei.
Sergius von Plettenberg, erwarb 1388 ein Grundstück in Melle und erbaute das Haus Walle.
Hermann von dem Bussche, Ritter, erwarb um 1400 das Schloss Gesmold.
Hermann von Amelunxen († 1580), Drost des Amtes Grönenberg und Schlossherr von 1540 bis 1575. Beisitzer am Reichskammergericht.
Georg Christoph von Hammerstein (* 1624; † 1687), Hofmarschall, erhielt 1664 durch Tausch vom Bischof von Osnabrück das Schloss Gesmold.
Jenny von Voigts (* 1749; † 1814), war die Tochter von Justus Möser, befreundet mit Johann Wolfgang von Goethe und Luise von Brandenburg-Schwedt, lebte seit ihrer Heirat 1768 auf dem Familienbesitz Haus vor Melle.
Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg (* 1750; † 1819), Jurist, Diplomat, Dichter und Schriftsteller. Verbrachte seinen Lebensabend auf dem Gut Sondermühlen.
Bernard Wieman (* 1872; † 1940) Jurist und Schriftsteller, Zivilrichter in Melle.
Ludwig von Bar (* 1886; † 1928), Landrat des Landkreises Melle.
Hermann Meyer-Rabingen (* 1887; † 1961) Generalleutnant, Bürgermeister in Melle.
Karl Gossel (* 1892; † 1966) deutscher Politiker der CDU, von 1928 bis 1934 Landrat des Kreises Melle.
Ludwig Bäte (* 1892; † 1977) Schriftsteller, Lyriker, Kulturhistoriker und Übersetzer. Lehrer in Melle.
Harding Meyer (* 1928), evangelischer Theologe und Professor. Lebt im Ruhestand in Melle.
Heinrich Egon Weber (* 1932) Vegetationskundler, Musikwissenschaftler und Hochschullehrer, war Studienrat am Gymnasium Melle.
Horst Szymaniak genannt „Schimmi“ (* 1934; † 2009), war ein deutscher Fußballer und spielte unter Sepp Herberger in der deutschen Nationalelf. Lebte in Melle und trainierte eine Zeitlang die Mannschaft von TuRa Grönenberg Melle.
Lothar Mohn (* 1954), Kantor an der St.-Petri-Kirche, seit 1991 Kirchenmusikdirektor in Hannover
Tom Bartels (* 1965), Fußballmoderator zunächst bei RTL, heute ARD.
Panoramen
vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenPanoramablick von den Meller Bergen nach Süden auf Melle und den Teutoburger Wald, Kupferstich um 1700 vor dem Stadtbrand
vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenPanoramablick von den Meller Bergen nach Südwesten auf den Stadtteil Oldendorf
vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenPanorama Naturpark Grüner See
Literatur
Maria Heilmann: Geschichte der St. Matthäus Pfarre zu Melle. Dargestellt nach Urkunden und Regesten. Phil. Diss. Münster 1938.
Heimatverein Melle (Hrsg.): Grönenberger Heimathefte. 27 Ausgaben fortlaufend seit 1957.
Landkreis Melle (Hrsg.): Der Grönegau in Vergangenheit und Gegenwart. Heimatbuch des Landkreises Melle. Fromm, Osnabrück 1968.
Edgar Schroeder (Hrsg.): Melle in acht Jahrhunderten. Ernst Knoth, Melle 1969.
William und Ulrike Sheldon: Im Geist der Empfindsamkeit. Freundschaftsbriefe der Mösertochter Jenny von Voigts. Heimatverein Melle und Verein für Geschichts und Landeskunde Osnabrück (Hrsg.), Wenner Osnabrück 1971.
Fritz-Gerd Mittelstädt (Hrsg.): Meller Jahrbuch. 21 Ausgaben fortlaufend seit 1983.
Paul Burhoff: St. Matthäus Melle. Aus dem Leben einer Kirchengemeinde. Verlag Sutmöller/Scholten, Melle 1983.
Hartmut Wippermann (Hrsg.): Melle. Bilder aus der Vergangenheit (6 Bd.). Verlagshaus Fromm, Osnabrück 1983–2007.
Wilhelm Knigge: Meller Geschichte – Rückblicke. Verlag Sutmöller/Scholten, Melle 2002. ISBN 978-3-9807651-4-5.
Maria Otte, Fritz-Gerd Mittelstädt, Werner Nagel: Begegnungen im Grönegau, Kreissparkasse Melle (Hrsg.), 1985, S. 46.
Zahlen Daten Fakten, Bürgerinformation, Stadt Melle (Hrsg.), 2011.
Günter Wrede Geschichtliches Ortsverzeichnis des ehemaligen Fürstbistums Osnabrück, ISBN 3-87898-383-2:Band 1–2 und Register, Osnabrück 2002, Nachdruck von 1975.
Weblinks
 Commons: Melle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Melle – Reiseführer
 Wikisource: Melle in der Topographia Westphaliae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
Internetauftritt der Stadt Melle