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Multiposting im CPC-Bereich​

Klassische Stellenbörsen schalten Ihre Stellenanzeige nach dem „Post and Pray“-Prinzip zum Festpreis. Wieviele Klicks generiert werden und wieviel eine Bewerbung letztlich kostet, steht erst am Ende der Laufzeit fest. Die HR-Monkeys bieten mit Recruitics eine neuartige Form des Online-Recruitings.
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Wer im Recruiting die falschen Kanäle nutzt, verspielt die Chance auf qualifizierte Bewerber. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen und dabei Ihre Ziele erreichen.

Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Melsungen nicht vorenthalten.

Geschichte

Erstmals wurde die Stadt im Jahre 802 als Milisunge urkundlich erwähnt. Erste Besiedlungen gab es aber wahrscheinlich schon zur Hallstattzeit (9.-4. Jahrhundert v. Chr.).

Melsungen – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian dem Jüngeren 1655

Im Lauf seiner Geschichte wechselte Melsungen mehrfach den Besitzer. So schenkte Kaiser Otto III. im Jahre 973 Teile seiner Besitzungen in Elesenge in pago Hassim, darunter einen Militärbau, einem Dietrat von Melsungen. 1040 vermachte Graf Dietrich seine Melsunger Besitzungen dem Kloster Fulda. Heinrich Raspe II. (etwa 1130 bis etwa 1155/57), Graf von Gudensberg aus dem Hause der thüringischen Ludowinger, betrieb als Vogt der Abtei Hersfeld die Entfremdung Melsungens aus dem Besitz Hersfelds und ließ an dem strategisch wichtigen Fuldaübergang der Straße von Gudensberg nach Thüringen eine kleine Burg errichten („burgus Milsungen“). Der Ort war von besonderer Bedeutung, weil er an einer Kreuzung dreier wichtiger Handelsrouten lag: dem „Sälzerweg“ (West-Ost), der „Nürnberger Straße“ (Nord-Süd), und der „Durch die langen Hessen“.

Am heftigsten umkämpften die Erzbischöfe von Mainz und die Landgrafen von Thüringen und später die Landgrafen von Hessen die Stadt. 1189/90 kaufte Erzbischof Konrad I. von Mainz Burg und Ort für 350 Mark von den Ludowinger Landgrafen von Thüringen und verlieh dem Ort das Stadtrecht; aus dieser Zeit stammt auch das Wappen. Schon wenige Jahre später, 1193/94, wurden Stadt und Burg in einer Fehde zwischen Mainz und Thüringen zerstört, aber umgehend wegen ihrer wichtigen Lage durch die Landgrafen neu aufgebaut, diesmal als Eigentum der Landgrafen. Im Thüringisch-Hessischen Erbfolgekrieg (1247–1264), in dessen Folge Melsungen zur Landgrafschaft Hessen kam, wurde die Burg erneut zumindest teilweise zerstört, aber ebenfalls wieder hergerichtet.

Die ursprünglich romanische Pfarrkirche wurde 1350 in eine gotische Hallenkirche umgebaut. 1465 hatte der Ort bereits etwa 950 Einwohner. Im Jahre 1554 vernichtete ein Feuer große Teile des Stadtkerns. Nur wenige Gebäude überstanden den Brand, da fast alle Häuser aus Fachwerk waren. Nach dieser Katastrophe wurde das noch heute genutzte Rathaus erbaut, architektonisches Juwel im Fachwerkstil. 1596 wurde eine massive Steinbrücke über die Fulda fertiggestellt, die sogenannte Bartenwetzerbrücke.

Blick auf das Rathaus aus der Fritzlarer Straße

1552–1557 erbauten Landgraf Wilhelm IV. und sein Vater, Landgraf Philipp der Großmütige ein Jagdschloss direkt außerhalb der Stadtmauer, in unmittelbarer Nachbarschaft der alten Burg, die wegen Baufälligkeit abgerissen wurde und dem 1577 vollendeten Marstall Platz machte. Von 1627 bis 1632 diente dieses Schloss Moritz dem Gelehrten von Hessen-Kassel als zeitweiliger Wohnsitz, nachdem er als Landgraf abgedankt hatte und sich nach Eschwege zurückgezogen hatte. Nach seinem Tod wurden Schloss und Marstall von 1733 bis 1825 als Garnison für landgräfliche bzw. kurfürstliche Kavallerie genutzt. Von 1825 bis 1867 war es Sitz der Hessischen Forstakademie. Nach der preußischen Annexion des Kurfürstentums Hessen wurde es Verwaltungsgebäude. Während des Zweiten Weltkriegs befand sich im Schloss und im so genannten Kreisgut in Elbersdorf ein Gefangenenlager für britische Offiziere. Heute ist das Gebäude Sitz des Kreisfinanzamts und der Justizbehörde.

Im Dreißigjährigen Krieg, im Siebenjährigen Krieg und während der französischen Herrschaft von 1806 bis 1813 erlitt die Stadt wiederholt Besetzung und Schaden. 1813 schlugen, nach der Abdankung Jérôme Bonapartes als König von Königreich Westphalen, General Tschernyschevs russische Truppen die des französischen Generals Bastinellers bei Melsungen.

Von 1821 bis 1974 war Melsungen Verwaltungssitz des Landkreises Melsungen. Durch Zusammenlegung der Landkreise Melsungen, Fritzlar-Homberg und Ziegenhain im Jahre 1974 zum Schwalm-Eder-Kreis ist seither der zuständige Verwaltungssitz in der Stadt Homberg (Efze). Melsungen ist einer der Hauptorte der evangelischen althessischen Kirche.

Siehe auch: Burg Bertherode
Politik und Verwaltung
Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016

     

Insgesamt 37 Sitze SPD: 16 Grüne: 4 FDP: 6 CDU: 6 FW: 5

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 43,4 16 49,8 18 59,9 22 56,1 21
FDP Freie Demokratische Partei 16,6 6 14,1 5 16,5 6 16,4 6
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 16,5 6 17,2 6 23,6 9 21,6 8
FWG Freie Wählergemeinschaft 14,4 5 6,7 3
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 9,1 4 12,2 5 5,9 2
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 54,7 53,3 54,7 61,1

Bürgermeister

Am 28. November 2004 wurde Dieter Runzheimer (SPD) mit einem Stimmenanteil von 62,8 %, gegen einen Kandidaten der CDU und der FDP als Bürgermeister gewählt (Amtsantritt 1. März 2005). Am 7. November 2010 wurde Runzheimer mit 80 % der Stimmen im Amt bestätigt.[6] Er war der einzige Kandidat. Am 4. Dezember 2012 wurde bekannt, dass Runzheimer verstorben ist. Der bisherige Erste Stadtrat Fritz Voit führte bis zur Neuwahl eines Bürgermeisters interimistisch die Amtsgeschäfte.[7] Die Bürgermeisterwahl fand am 17. März 2013 statt. Ulrike Hund (SPD, unterstützt von der FDP) und Markus Boucsein (parteilos, unterstützt von der CDU) kandidierten. Boucsein konnte sich mit 50,7 % der abgegebenen Stimmen durchsetzen. Boucsein übernahm das Amt zum 1. Juni 2013.[8]

Tabelle der direkt gewählten Bürgermeister:[9]

Name von bis Anmerkungen
Karl-Heinz Dietzel 1998 2005 als SPD-Kandidat gewählt, erster direkt gewählter Bürgermeister
Dieter Runzheimer 2005 2012 als SPD-Kandidat gewählt
Markus Boucsein 1. Juni 2013 Parteilos

Wappen

Das Stadtwappen zeigt auf blauem Grund ein Stadttor mit Turm und eine auf beiden Seiten zinnengekrönte Stadtmauer. Das Mauerwerk ist silbergrau, das Dach ziegelrot und die beiden Kuppen haben goldene Färbung. Dieses Wappen ist seit 1577 nachweisbar.

Das heutige Wappen basiert auf dem ältesten Siegel der Stadt aus dem Jahr 1267, welches den gleichen Aufbau zeigte, allerdings mit zwei Sternen neben dem Turm. Das zweite Siegel aus dem 14. Jahrhundert zeigt einen etwas anderen Turm, aber keine Sterne. Spätere Siegel zeigten alle den Turm, manchmal mit kleinen Nebentürmen oder Kreuzen.[10]

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften bestehen mit folgenden Städten:

Partnerschaften der Stadt Melsungen
Dreux Frankreich 1966 Frankreich
Evesham Vereinigtes Königreich 1982 Vereinigtes Konigreich
Todi Italien 1985/86 Italien
Koudougou Burkina Faso 1990 Burkina Faso
Bad Liebenstein Thüringen 1990

Freundschaftliche Beziehungen bestehen mit dem Berliner Stadtteil Spandau.

Blick von der Bartenwetzerbrücke in die Fachwerk-Altstadt
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Melsungen
Museen

In der Stadt befindet sich, in der Nähe der Bartenwetzerbrücke, das Heimatmuseum Melsungen.

Typisches Fachwerk in Melsungen
Das Melsunger Schloss
Die Zweipfennigbrücke über die Fulda
Bauwerke
Fachwerkstadt (geschlossene Fachwerkansicht im Altstadtbereich)
Rathaus Melsungen (aus den 1560ern), mit dem Bartenwetzer im Rathausturm
Schloss (erbaut von 1550 bis 1557 unter Landgraf Philipp), mit Schlossgarten
Marktplatz
Bartenwetzerbrücke (erbaut 1595 bis 1596) über die Fulda
Melsunger Viadukt an der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn (Bahnstrecke Kassel–Bebra–Fulda)
gotische Stadtkirche (erbaut von 1415 bis 1425)
Hospitalskapelle St. Georg[11]
Eulenturm (ein erhaltener Turm aus der Stadtmauer)
Zweipfenningsbrücke (von 1890)
Stirling-Bau (Werk Pfieffewiesen der B. Braun Melsungen AG)
Gasthaus „Zur Traube“ (ältestes Gasthaus der Stadt, von 1756)
Jagdschloss Kehrenbach
Wolfsstein (Melsungen)
Sport
Handballverein MT Melsungen (seit der Saison 2005/06 in der 1. Handball-Bundesliga)
Melsunger Fußballverein 08
Melsunger Turngemeinde 1861 e. V. (Lauf-Treff, Leichtathletik, Volleyball, Gymnastik)
Motorsportclub MSC Melsungen: Internationale Motorrad-Grasbahnrennen
TSV Röhrenfurth, TSV Schwarzenberg, TSV Obermelsungen, FTSV Kehrenbach, TSV Adelshausen (Sportvereine in den Stadtteilen)
Regelmäßige Veranstaltungen
Melsunger Weinfest
Melsunger Kabarett-Wettbewerb mit Verleihung des Preises Scharfe Barte
„Tour der Städtepartnerschaft“ (jährliche Laufveranstaltung zwischen Melsungen und Bad Liebenstein)
Kulinarische Spezialitäten
Ahle Wurscht
Weckewerk
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Haltepunkt Melsungen-Bartenwetzerbrücke

Melsungen liegt an der Bahnstrecke Bebra–Baunatal-Guntershausen und gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an. Seit Juni 2006 verkehrt die RegioTram-Linie RT5 auf der Strecke Kassel–Melsungen. Sie verbindet Melsungen umsteigefrei mit der Kasseler Innenstadt. Die Stadtbahnlinie endet im Wendegleis Melsungen Süd. Am 20. Mai 2011 wurde mit dem Haltepunkt Melsungen-Bartenwetzerbrücke eine der geplanten Stationen eröffnet. Als weitere Stationen sind Melsungen Süd (am Wendegleis) und Melsungen-Schwarzenberg geplant. Eine Verlängerung der RegioTram bis ins Industriegebiet Pfieffewiesen wird auch diskutiert.

Die Stadt liegt an der Bundesautobahn 7. Die Bundesstraße 83 führt durch Melsungen und die Bundesstraßen 253 und 487 beginnen bzw. enden hier.

Radwanderwege

Durch die Stadt führen folgende Radwanderwege:

Der Hessische Radfernweg R1 (Fulda-Radweg) führt über 250 km von den Höhen der Rhön entlang der Fulda bis Bad Karlshafen an der Weser.
Die D-Route 9 (Weser-Romantische Straße) führt von der Nordsee über Bremen, Kassel, Fulda und das Taubertal nach Füssen im Allgäu (1.197 km).
Ansässige Unternehmen

In der Stadt sind das große Familienunternehmen B. Braun Melsungen AG und die Solupharm GmbH ansässig, die beide in der Pharmabranche tätig sind. Eine weitere gut vertretene Branche ist das Verlags- und Druckereiwesen. Hier sind in erster Linie die Firmen J.-Neumann-Neudamm AG und der A. Bernecker Verlag zu nennen. Im Bereich Einzelhandel und Logistik ist die Firma EDEKA Handelsgesellschaft Hessenring mbH vertreten, die für ihr Absatzgebiet die Belieferung der Märkte in Nord- und Mittelhessen sowie in Teilen von Thüringen und Südniedersachsen übernimmt.

Die Kreissparkasse Schwalm-Eder hat ihren Sitz in der Stadt.

Bildung

In der Stadt Melsungen befinden sich drei Grundschulen (Grundschule am Schloth, Christian-Bitter-Grundschule, Wolfgang-Fleischert-Schule (Röhrenfurth)).

Weiterführende Schulen sind die Gesamtschule Melsungen, die Geschwister-Scholl-Schule (Gymnasium) und die Radko-Stöckl-Schule. Für Schüler mit körperlichen und geistigen Problemen sind zwei Förderschulen (Sonderschule für Lernbehinderte und Schule für praktisch Bildbare) vorhanden.

Die Musikschule Schwalm-Eder sowie die Volkshochschule Schwalm-Eder unterhalten Zweigstellen in Melsungen.

Staatliche Einrichtungen
Amtsgericht Melsungen
Finanzamt Schwalm-Eder, Verwaltungsstelle Melsungen
Forstamt Melsungen
Straßenmeisterei Melsungen
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Heinrich Leuchter (1558–1623), Theologe
Konrad Bachmann (1572–1646) Literaturwissenschaftler, Historiker und Bibliothekar
David Theodor August Suabedissen (1773–1835), Philosoph
Karl Christoph Hüter (1803–1857), Mediziner und Hochschullehrer
Wilhelm Gleim (1820–1881), Reichstagsabgeordneter
Georg Zülch (1851–1890), Heimatforscher
Hermann Hengsberger (1900–1987), Bundesrichter
Otto Braun (1904–1986), Vorstandsvorsitzender von B. Braun Melsungen, MdL, Ehrenbürger von Melsungen
Bernhard Braun (1906–1993), Arzt, Chemiker und Unternehmer, Erfinder der ersten Venenverweilkanüle (Braunüle) aus Kunststoff
Gerhard Krüger (Informatiker), (1933–2013), Hochschullehrer für Informatik
Ludwig Georg Braun (* 1943), Unternehmer, Vorstandsvorsitzender der B. Braun Melsungen AG
Alwin Wagner (* 1950), Leichtathlet
Personen, die mit der Stadt in besonderer Verbindung stehen
Leonard Nelson (1882–1927), 1922 Gründer des Landerziehungsheims Walkemühle bei Adelshausen, dort verstorben 1927
Reinhard Selten (1930–2016), Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften für seinen Beitrag in der Spieltheorie
Minna Specht (1879–1961), Leiterin der Walkemühle bei Adelshausen von 1922 bis 1933
Radko Stöckl (1924–1984), langjähriger Leiter der Radko-Stöckl-Schule und Vizepräsident des Hessischen Landtages
Sonstiges

Der Ortsneckname für die Einwohner der Stadt ist Bartenwetzer. Die Stadt richtete den Hessentag 1987 aus.

Literatur
Jürgen Schmidt: Melsungen, die Geschichte einer Stadt. Bernecker-Verlag, Melsungen 1978, DNB 810290472.
Dieter Wolf: Melsungen: Eine Kleinstadt im Spätmittelalter; Topographie, Verfassung, Wirtschafts- und Sozialstruktur. (3 Bände) AFRA-Verlag, Butzbach 2003, ISBN 3-932079-74-4, ISBN 3-932079-75-2, ISBN 3-932079-76-0.
Weblinks
 Commons: Melsungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Melsungen – Reiseführer
 Wikisource: Melsungen in Merians Topographia Hassiae – Quellen und Volltexte
Offizielle Website der Stadt Melsungen
800 Jahre Stadt Melsungen – Ein Juwel im Fuldatal (Memento vom 23. Januar 2012 im Internet Archive) auf der Website des Geschichtsvereins Melsungen
Melsungen. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).