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Multiposting im CPC-Bereich​

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Wer im Recruiting die falschen Kanäle nutzt, verspielt die Chance auf qualifizierte Bewerber. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen und dabei Ihre Ziele erreichen.

Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Mestlin nicht vorenthalten.

Geschichte
Baumaßnahmen im Jahr 1955, im Vordergrund: das entstehende Kulturhaus
Gutshaus
Speicher auf dem Gutshof

Am 9. Oktober 1312 wurde Mustelin erstmals urkundlich erwähnt. [2] In seiner Funktion als Grenz- und Verhandlungsort beherbergte Mestlin 1312 den König Erich von Dänemark und den Markgrafen Woldemar von Brandenburg, welche in diesem Dorf über ihren Krieg mit Rostock verhandelten. [3] Eine zweite Staatsaktion begab sich dort am 8. Juli 1317 [4], als Fürst Johann d. J. von Werle-Goldberg seiner Stadt Goldberg die 1248 von Fürst Pribislaw von Parchim verliehenen Privilegien bestätigte.
Der Name ist slawischen Ursprungs und bedeutet so viel wie „Brückenort“. Mestlin gehörte zu den bedeutendsten Ortschaften der Vogtei Goldberg, wofür heute die für das Dorf überdimensioniert stehende zweischiffige Hallenkirche hinweist. [5]

In Ortsnähe lag die Siedlung Gloueke, heute Wüstung.

Im Dreißigjährigen Krieg war Mestelin biß auf etzliche wenig Häuser biß auf den Grund abgebrandt. Der bereits vorhandene Hof wurde um fünfzehn nicht zu besetzende Hufen erweitert, während zwölf Bauern sich wieder ansiedelten. 1831 wurde die Windmühle erbaut.[6]

Mestlin gehörte seit 1448 bis zur Auflösung des Klosters Dobbertin 1919 zum Klosteramt Dobbertin.

Das neue Gutshaus für den Pächter Domänenrat Hans Dehns hatte 1862 der Schweriner, damals noch Baumeister, Theodor Krüger entworfen und 1863 wurde das Haus unter Dach und die Schornsteine vollendet. [7] Nach einem Brand 1876 wurde es nach 1895 umgebaut. 1833 wurden im Zuge der Verebpachtung 12 Mestliner Bauern in die neu eingerichteten Ausbauten umgesiedelt und als Erbpächter dem Dorf Ruest zugeteilt. Damit wurde Mestlin mit über 1000 Hektar ein reines Klostergutsdorf. [8]

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Mestlin zunächst ein Landgut und diente der Versorgung der sowjetischen Besatzungstruppen. 1947 erfolgte die Bodenreform auch hier und war für die Ansiedlung von etwa 80 Neubauern und 20 Handwerkern vorgesehen.

Zu DDR-Zeiten wurde Mestlin bis 1957 zu einem sozialistischen Musterdorf ausgebaut. Das zweigeschossige 57 Meter lange und über 28 Meter breite Kulturhaus wurde von 1954 bis 1957 im Zentrum des neuen Dorfes errichtet und befand sich seit 1996 in einem desolaten Zustand. Der 2008 gegründete örtliche Verein Denkmal Kultur Mestlin e. V. bemüht sich um den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudeensembles und eine Belebung des kulturellen Angebots in der Gemeinde.[9] Im September 2014 war im Kulturhaus Mestlin die Ausstellung „Was ist die DDR für dich?“ mit Fotos von Bettina Flitner zu sehen.[10]

Geografie und Verkehr

Das Dorf Mestlin liegt etwas südlich der Mecklenburgischen Seenplatte am Schnittpunkt der Bundesstraße 392 Crivitz–Goldberg und der Landesstraße 16 Parchim–Sternberg 34 Kilometer östlich von Schwerin und 20 Kilometer nördlich von Parchim. Die nächste Kleinstadt ist das elf Kilometer östlich gelegene Goldberg.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Mestlin gehören die Ortsteile Kadow, Mestlin, Ruest und Vimfow.[11]

Geschichte

Am 1. Januar 1951 wurde die bisher eigenständige Gemeinde Ruest eingegliedert.

Ruest

Dorfstr. 2

Allee bei Ruester Krug

Kopfsteinpflaster bei Ruester Krug

Ehemalige Schmiede in Ruester Krug

Ruest-Krug 4

Sehenswürdigkeiten
Hauptartikel: Liste der Baudenkmale in Mestlin
Dorfkirche Ruest
12 Weißstorch-Nester
Dorfkirche Mestlin, Mitte 13. Jahrhundert[12]
Kirchhof mit historischen Grabanlagen. Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen aus Mestlin und Nachbardörfern. Holzkreuz am Grab für zwei unbekannte Soldaten
Pfarrhaus mit Fachwerkstall
Kulturhaus Mestlin
ehemaliges Gutshaus (in Privatbesitz), unbewohnt, im beginnenden Verfall (2017)
Landambulatorium
Schule

Dorfkirche in Mestlin

Pfarrhaus

Mestlin, Dorfstraße

LPG-Gedenkstein

Kulturhaus in Mestlin

Kindergarten

Ambulatorium

Feuerwehr

Forsthof

Literatur und Quellen
Literatur
Fred Beckendorf, Günter Peters: Mestlin mit Vimfow. In: Die Gutsdörfer, Gutsanlagen und Parks im Naturpark und seinem Umfeld. Hrsg. Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide (Aus Kultur und Wissenschaft, Heft 5) Karow 2007, S. 113–115.
Tilo Schöfbeck: Das Land Sternberg im Mittelalter (7.–13.). Genese einer Kulturlandschaft im Gebiet der Warnower. In: Slawen und Deutsche im östlichen Hochmittelalter der Elbe. Band 8, Studien zur Archäologie Europas ISBN 978-3-7749-3485-6
Burghardt Keuthe: Parchimer Sagen. Teil III. Goldberg – Lübz – Plau, Parchim 1999 ISBN 3-933781-12-4
Fred Ruchhöft: Die Entwicklung der Kulturlandschaft im Raum Plau-Goldberg im Mittelalter. Hrsg.: Kersten Krüger/Steffen Kroll, Rostocker Studien zur Regionalgeschichte, Band 5, Rostock 2001, S. 133, 150, 166, 206, 212, 279, 208, 305, 311, 314;
Christiane Rossner: Brigadefest und Bäuerinnenkonferenz. Das Kulturhaus im sozialistischen Musterdorf Mestlin. Monumente 3/2012, S. 8–15.
Uwe Schultze: Mestlin – „Stalinallee der Dörfer“, in: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft II/2003.
Steinmayr, Jochen und Rolf Gillhausen: „Die DDR von innen – Kulturpalast statt Kunstdünger“, Zeitschrift Stern, Heft Nr. 51, Dezember 1963.
Buchholz, Johann Clamer: „Ausführliche Nachricht von Kirchen und Pfarr Sachen zu Mestlin und Rüest und was zu deren gründliche Uibersicht zu wissen nöthig geschienen, aufgesezt, und durch beyliegende Schriften, Plane und Tabellen bestätiget von Johann Clamer Buchholz – Dieser Zeit Pastore zu Mestlin und Rüest, geschrieben in den Jahren 1784 und 85“ Nach der Handschrift übertragen von Jens Alm, Rostock, 1999; Aus dem Pfarr-Archiv Mestlin.
Quellen zur bäuerlichen Hof- und Sippenforschung; „von den alten Familien zu Mestlin – eine Chronik –“; „des vierten Hauptstücks zweiter Abschnitt von den vormaligen und jetzigen Familien der Gemeinde Mestlin“, Verwaltungsamt des Reichsbauernführers, Reichshauptabteilung I, Goslar, 1938.
Murken, Jens: „Bodenreform in Mecklenburg-Vorpommern“, Zeitgeschichte regional. Mitteilungen aus Mecklenburg-Vorpommern, 3. Jg., H. 1, Juli 1999, 4–12.
Die „Goldberger Revolution“ vor Gericht (13. August–15. August 1923); Mecklenburgische Tageszeitung; Nr. 61, 13. März 1924; Nr. 62, 14. März 1924 und Nr. 63, 16. März 1924.
Gedruckte Quellen
Mecklenburgisches Urkundenbuch (MUB)
Mecklenburgische Jahrbücher (MJB)
Ungedruckte Quellen
Landeshauptarchiv Schwerin
LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin
LHAS 2.12-3/5 Kirchenvisitationen
LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin
LHAS 3.2-4 Ritterschaftliche Brandversicherungsgesellschaft
LHAS 5.11-2 Landtagsversammlungen, Landtagsverhandlungen, Landtagsprotokolle, Landtagsausschuß
LHAS 5.12-4/2 Mecklenburgisches Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten